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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Feedback zu geplanter Rampe (Steigung) als MoBa-Anfänger

THEMA: Feedback zu geplanter Rampe (Steigung) als MoBa-Anfänger
Startbeitrag
1kashtan160 - 08.09.26 20:22
Guten Abend zusammen,

auch wenn hier wohl schon häufiger das Thema Steigungsstrecke/Rampe behandelt wurde, wollte ich als MoBa-Anfänger euch dennoch um Hilfe bitten.

Ich befinde mich derzeit sowohl in der Planung als auch bereits im Bau meiner Anlage, die aus mehreren Modulen zusammengesetzt entstehen soll.

Was mich seit Längerem beschäftigt bzw. mir Bauchschmerzen beschert, ist das Konzeptionieren der Steigungsstrecke als Rampe.
Ich möchte einen Höhenunterschied von 6,2 cm überwinden (Obere Platte 1,2 cm Dicke; 5 cm unter der oberen Platte wird die untere Platte montiert). Es gibt keinen Schattenbahnhof, sondern einfach eine an der Längsseite verlaufende Strecke auf unterer Ebene.

Bis dato habe ich geplant, auf einer Länge von 184 cm (mit zwei 45° Kurven R480/447) diesen Höhenunterschied zu überwinden, was einer Steigung von 3,37 % entspräche.
Ich hänge hierzu auch ein Bild an.
Ich weiß, dass das vllt. merkwürdig klingt oder aussieht, aber es hat seinen Grund im Vorbild, warum ich es gerne so umsetzen würde.

Alternative 1:
209 cm Länge = 2,97 %

Alternative 2:
233 cm Länge = 2,66 %

Ich werde auf meiner Anlage sechsachsige Diesellokomotiven (Fleischmann, Brawa, MTB) mit maximal 8 Reisezugwagen einsetzen.

Haltet ihr meine Planung und/oder die Alternativen mit dem Zug-/Wagenmaterial für machbar?

Anderenfalls, was mir aber nicht gefallen würde, könnte ich den Höhenunterschied auf einer komplett geraden Strecke mit 248 cm Länge überwinden, was dann einer Steigung von 2,48 % entspräche.

Ich freue mich auf eure Hilfe und Gedanken zu diesem Thema!


Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht euch aus dem Rheinland

Michael

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Eigentlich kannst Du das mit den Kato Gleisen doch bei einem provisorischen fliegenden Aufbau mit Legosteinen o.ä. als Pfeiler relativ simpel testen.

8 Reisezugwagen ist schon was, und die 6achser ziehen nicht unbedingt immer besser als die 4achser

LG Mike
Hallo Michael,

In der Kurve gibt es mehr Reibung als auf der Geraden, es wird schon bei gleicher Steigung mehr Zugkraft benötigt, andersrum gesagt: Je mehr Steigubg in der Kurve liegt, desto weniger Wagen.

Und noch etwas, die Weichen liegen auch in der Steigung? Weiß nicht genau ob das vorbildgerecht ist, selber gesehen ich hab es glaube noch nicht und auf meiner Bahn würde ich das auch nicht machen.

Wie auch immer, ich habe max 2,5% Steigung, auch in Bögen mit etwa 40cm Radius. Und da tut sich der ein oder andere Sechsachser doch etwas schwer mit 8 Halberstädtern. Eine Fleischmann 44 packt es gar nicht.

Grüße Torsten

Hallo Michael!

Ich habe auf meiner Anlage eine Steigung von 3,5% im Bogen (R=43cm). Da zieht beispielsweise eine E 03 einen IC aus sieben Wagen mit Innenbeleuchtung problemlos hoch. Eine V 300 schafft das auch, ebenso die "nur" vierachsige 120. Manchmal muß man ausprobieren: Eine 111 von Mintrix schafft den Zug nicht, eine 111 von Fleischmann dagegen gut.

Herzliche Grüße
Elmar
Torsten trifft ins Schwarze
Die Steigung in Bögen muss geringer ausfallen als auf der Geraden.

In einer 1m Spindel - zumindest ist das bei mir so - von aussen (Deutschland links drehend, - Österreich rechts drehend)....  ca R45 sind maximal 1.2m Zuglänge realistisch,

Alles andere schleudert heimlich, was man analog mit aufdrehen des Reglers gut unterstützt und wenn man Gefühl hat auch bemerkt.

Also Vorsicht, ...Steigung ist nicht gleich Steigung und den Hinweis mit der Bogenabsenkung beachten!

Gruß Sven


Moin Elmar,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Eine 111 von Minitrix schafft den Zug nicht, eine 111 von Fleischmann dagegen gut.



was wohl eher am Zustand und der Anordnung der Haftreifen liegt als am Fabrikat. Aber du sagst es ja schon: ausprobieren. Wobei, wenn ich Züge mit 8 Wagen fahren möchte dann möchte ich das auch gern mit den zur Verfügung stehenden Loks tun und dann möchte ich mich bei der Auswahl auch nicht einschränken. Ergo hab ich meine Anlage so gebaut, dass alle meine Loks das schaffen... genau so war die Theorie Ende der 90er als ich meine Anlage entworfen habe und angefangen habe zu bauen. Als dann um 2000 rum die Züge fahren konnte war alles prima. Ja, damals war das so.
Mittlerweile gibt es Loks, die schaffen ihr vom Vorbild vorgegebenes Leistungsprofil nicht. Da wären z.B. die 250 oder 252/156 von Arnold zu nennen. Zumindest die, die ich habe schaffen out of the box keine 8 Wagen über meine Anlage... und ich schrieb oben, dass es max 2,5% sind.

Grüße Torsten
Hi Torsten,
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: dampfrailfan

vom Vorbild vorgegebenes Leistungsprofil



Nur für mich zum Verständnis: Im Vorbild reden wir von ‰ und in der Moba von % oder?
VG, pez
Hallo Torsten!

Du hast recht. Man muß es ausprobieren. Deine Beobachtungen bei Arnold-Loks kann ich bestätigen. Keine meiner Traxx-Loks war imstande, meinen vierteiligen Metronom-Zug in der Ebene (!) zu bewegen. Erst durch Glockenankermotoren von SB-Modellbau und Bleiblech als Zusatzgewicht, konnte ich denen das Fahren beibringen.

Herzliche Grüße
Elmar
Pez, du hast recht, denn in der Modellbahnerei wären 4mm Höhengewinn auf einen Meter bei 4‰ in etwa die Toleranz eines guten Teppichbahners bei der Verlegung seiner Piccologleise im Weichenbereich. Ich denke das meinen wir nicht!

Da ich keine Ahnung von Planungsprogrammen habe, kann ich nicht erkennen um welches Gleissystem es sich künftig handeln wird.

Das letzte µ an Zugkraft holt man natürlich mit dem optimalen Gleisprofil heraus, welches entweder schmal wie Peco oder Trix- Code 60, oder Oberflächenbehandelt (brüniert, konserviert) ist.

Bei den Loks entscheidet es sich, in welchem Zustand sich die Haftreifen befinden und so entwickeln die Kandidaten wie die Flm 52 praktisch je nach Wetterlage oder andersherum, je nachdem wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist und die Gummis warm oder kalt sind, ihre Zugkraft.

Torsten, ich hoffe, dass deine Arnold 250 und 252 er inzwischen funktionieren.
Ich konnte (und kann...) auch ohne Umbau bei beiden Baureihen keine Leistungsunterschiede zB gegenüber der BRAWA 132 feststellen. In der Ebene zog die 252er mal auf Tomixgleisen 34 Stein-Zementsilowagen mit Lorenzradsätzen. Lediglich das andauernde Entkuppeln war ein Problem, welches die Anwesenden stets fachgerecht zu kommentieren wussten. 😄

Gruß Sven
Wenn die 248er Lösung so gar nicht gefällt, wäre meine dringende Empfehlung, die Variante 2 umzusetzen. Mit durchschnittlich 2,66% sollte das schon irgendwie hinhauen - auch mit einem 8-Waggonzug. Aber, einen BRAWA Twindexx in maximal möglicher Länge würdest du da voraussichtlich nicht hochbringen...

...DAS Problem des Twindexx kann auch anderes Wagenmaterial haben, nämlich, dass jeder einzelne Waggon mit Stromabnehmerschleifern gehemmt wird. Dann wird es schwierig mit 2,7% und 8 Waggons in der Kurve...

Gruß
Eglod

Hi Pez,

mir ging es nicht um den vergleich von ‰ und %.
Mir geht es beim vom "Vorbild vorgegebenen Leistungsprofil" darum, dass ich ein Modell, dass beim Vorbild einen langen Schnellzug befördern kann auch auf meiner MoBa so einsetzen kann... Das funktioniert nur wenn meine Steigungen nicht zu groß sind, der Rollwiderstand nicht durch enge Bögen und schlecht laufende Achsen erhöht wird und eben eine Lok, die sowas beim Vorbild kann, es auch auf meiner Anlage kann.

@Sven,
ja, das tun sie...
kennst du diesen Thread hier? da war out of box überhaupt gar kein Vergleich. Neuere Loks sind etwas besser, aber auch nicht perfekt. Und von der Arnold 131 reden wir erst gar nicht, je weniger Zahnräder sie hat, desto weniger zieht sie... ok, jetzt hat sie wieder alle, aus Messing. Einen Vergleich mit einer gut gewarteten Brawa Ludmilla, U-Boot oder V180 müssen sie dennoch scheuen. Man muss den Brawas nur Haftreifen geben, die nicht lose auf den Rädern durchdrehen, so wie diese hellen Dinger, die die da mal verbaut haben.

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...zug%20ziehen#x731451

Grüße Torsten
Beitragen kann ich, dass ich eine S-geschwungene Rampe mit 2,5% Steigung und ca. R4 (alles Flexgleise) habe, die eine Schnellzuglok älterer Bauart mühelos auch ohne Trafo-Volldampf mit acht Wagen hoch schafft.
Andererseits schafft die Conrad-112 nicht mal in der Ebene einen Sechs-Wagen-TEE um R3a rum, ohne abzubremsen - im Gegensatz zur alten Trix-112.

Ergo hängt das schon in extremem Maße von der jeweiligen Lok ab. Starke Steigungen über 3% würde ich aber generell vermeiden und natürlich auch zu enge Radien.

Gruß
Falco
Hallo,

den schon wiederholt empfohlenen fliegenden Testaufbau auch von Kurven (mit Lego) kann ich auch nur umbedingt empfehlen.

Wichtig bei Steigungen zu vermeiden ist auch ein "Knick" an den Übergängen. Hier habe ich gute Erfahrungen mit langem Flexgleis.

Für den Bau von Wendeln hat Guido Meise (MMC-MobaTV) auf Youtube dazu den Trick gezeigt, Steigung und Winkel mit Spaxschrauben im Trassenbrett auf beiden Seite des Gleises einstellen zu können.

Schöne Grüße aus Hildesheim

Ulrich Analogfahrer

    
Hallo,

naja, wenn man nicht gerade im Bereich eines Unijoiners mit der Steigung beginnt hat man beim Unitrack-Gleis auch keinen Knicks...

Peter
Moin, ein Knick vermeiden geht auch mit durchgehendes Trassenbrett, und das mal hochbiegen in die Steigung...

MfG, Rudolf
Moin Michael,

eigentlich kann der Ratschlag nur lauten, mach die Steigung so gering wie möglich. Also wenn Du die 2,66 % unterbringen kannst mach das, besser ist unter 2,5%. Ich bin auf meiner Anlage auf 1,9 - 2,0 % und fahre Züge bis zwei Meter Länge, trotzdem ist das für meinen HWZ zuviel. Aber alle anderen schaffen es ohne Probleme.

LG Rimbert
Hallo,

ich möchte Anmerken, dass du durchaus das "Abknicken" der Steigung mindestens in 1%-Schritten einplanen solltest, wo zwischen zwei Knickpunkten eine Loklänge da ist. Du wirst sehen, wie viel Platz das in der Länge noch wegnimmt, oder wenn du eine fixe Länge hast mit beispielsweise 2,5% durchschnittlicher Steigung, wirst du nach den Knickungen schnell in der Mitte auf 3,5% kommen.

LG

Gabor
Moin.
Bei kleinen Anlagen mit wenig Platz und kurzen Bahnhofsgleisen sind Rampen bis zu 5% kein Problem. Mind. 80 % der Lokmodelle ziehen einen 10 - 15 Wagengüterzug (je nach Bauart der Wagen) oder 5 Schnellzugwagen auf den Berg. Und auch Triebwagenmodelle mit 2 Haftreifen machen da keine Probleme. Bei 4% ist somit alles ebenso für 80 % im grünen Bereich. Als Betroffener weis man das aus Erfahrung. Empfohlen wird von mir bei D-Zugwagen und längeren Güterzügen mit 15 Wagen mind. Radius 2 zu benutzen. Mit R1 holt man sich dann den Gleisplanraum für kleine Anlagen in der Ebene wieder zurück. Planung und bisserl Physik ist eben alles.
Grüße.
Frank


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