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THEMA: (Ehrende) Vorstellung DR-DBmue-Prototyp - FlmArtNr. 6260094
THEMA: (Ehrende) Vorstellung DR-DBmue-Prototyp - FlmArtNr. 6260094
Norrskenet - 04.09.26 17:50
Moin aufs' Gleisbett,
Marke Fleischmann hat ja wieder einige Görlitzer Doppelstockwagen aufgelegt. Darunter neben zwei Versionen von
● ČSD in Dunkelblau mit grauen Türen und gelber Beschriftung und
● (Neuauflage mit neuen Betriebsnummern:) ČD in Mittelblau/Grau mit roten Türen
die beiden Anfang der 1970er-Jahre Aufsehen erregenden 26,4m-PROTOTYPEN des "VEB Waggonbau Görlitz" in Dunkelblau/Weiß mit orangen Türen sowie epochentypischen Logos von VEB und "Vereinigter Schienenfahrzeugbau".
Die in China produzierten Modelle sind - wie alle Loks und Wagen auf Kühn-Basis - wieder allerfeinst und völlig ausfransungsfrei lackiert, verfügen über passgenaue Fenster und zeitigen allerbeste Rolleigenschaften.
Was mir erst jetzt so richtig bewusst wurde: Genau diese beiden Prototypen bilden DEN Ausgangspunkt praktisch aller modernen vierachsigen Doppelstockwagen in Europa (nachdem die beiden 1950/51 jeweils dreimal gebauten DB-Prototypen dem stillen Vergessen anheim gefallen waren).
Und erscheinen tun die Wegbereiter nun ziemlich genau zu jenem Zeitpunkt, da die Görlitzer Waggonbauer aus traurigen Gründen anderen Aufgaben entgegensehen.
Das im Neuheiten-Katalog 2026 genannte "Zertifikat" dieser "Einmalauflage" entpuppt sich als wirklich liebevoll gestaltete Reminiszenz an die reiche Görlitzer Waggonbau-Tradition.
Einer Abbildung des "aufgestockt ist wirtschaftlich"-Ersttagsbriefes mit der zeittypischen länglichen Briefmarke der Deutschen Post mit Bildnis beider Prototypen ist folgender Text beigefügt:
"Die Doppelstock-Standard-Sitzwagen wurden vom VEB Waggonbau Görlitz 1970 für die DR entwickelt.
Im Jahre 1971 entstanden zwei Prototypen, die auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1972 vorgestellt wurden. Eine Besonderheit war, dass die Einstiege erstmals in der unteren Etage lagen. Damit ergab sich bei 550mm Bahnsteighöhe ein stufenloser Einstieg.
Zusätzlich hatten die Wagen außenlaufende große Schiebetüren, die einen schnellen Ein- und Ausstieg ermöglichten.
Wir möchten mit diesem Set an die entstandenen Prototypen sowie die danals herausgegebene Briefmarke und deren Ersttagsumschlag erinnern".
DANKE für diese Geste, die die erfahrenen Görlitzer Waggonbauer nahe des Dreiländerecks D/PL/ČZ redlich verdient haben und entsprechend ehrt: Denn wo wären wir gerade in den Agglomerationsräumen ohne diese (wie manche Kinder sagen:) "Häuser-Züge" mit ihrem großen Fassungsvermögen und Ausblicken, die einst zumindest in Westdeutschland doch nur das TEE-"Domecar" ermöglichte?
Die Wagen (entstanden i.ü. etwa zeitparallel zum DB-ET420) gehören daher m.E. auch im Westen Deutschlands zumindest in einen Museumszug.
Beste Grüße, Norrskenet
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Marke Fleischmann hat ja wieder einige Görlitzer Doppelstockwagen aufgelegt. Darunter neben zwei Versionen von
● ČSD in Dunkelblau mit grauen Türen und gelber Beschriftung und
● (Neuauflage mit neuen Betriebsnummern:) ČD in Mittelblau/Grau mit roten Türen
die beiden Anfang der 1970er-Jahre Aufsehen erregenden 26,4m-PROTOTYPEN des "VEB Waggonbau Görlitz" in Dunkelblau/Weiß mit orangen Türen sowie epochentypischen Logos von VEB und "Vereinigter Schienenfahrzeugbau".
Die in China produzierten Modelle sind - wie alle Loks und Wagen auf Kühn-Basis - wieder allerfeinst und völlig ausfransungsfrei lackiert, verfügen über passgenaue Fenster und zeitigen allerbeste Rolleigenschaften.
Was mir erst jetzt so richtig bewusst wurde: Genau diese beiden Prototypen bilden DEN Ausgangspunkt praktisch aller modernen vierachsigen Doppelstockwagen in Europa (nachdem die beiden 1950/51 jeweils dreimal gebauten DB-Prototypen dem stillen Vergessen anheim gefallen waren).
Und erscheinen tun die Wegbereiter nun ziemlich genau zu jenem Zeitpunkt, da die Görlitzer Waggonbauer aus traurigen Gründen anderen Aufgaben entgegensehen.
Das im Neuheiten-Katalog 2026 genannte "Zertifikat" dieser "Einmalauflage" entpuppt sich als wirklich liebevoll gestaltete Reminiszenz an die reiche Görlitzer Waggonbau-Tradition.
Einer Abbildung des "aufgestockt ist wirtschaftlich"-Ersttagsbriefes mit der zeittypischen länglichen Briefmarke der Deutschen Post mit Bildnis beider Prototypen ist folgender Text beigefügt:
"Die Doppelstock-Standard-Sitzwagen wurden vom VEB Waggonbau Görlitz 1970 für die DR entwickelt.
Im Jahre 1971 entstanden zwei Prototypen, die auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1972 vorgestellt wurden. Eine Besonderheit war, dass die Einstiege erstmals in der unteren Etage lagen. Damit ergab sich bei 550mm Bahnsteighöhe ein stufenloser Einstieg.
Zusätzlich hatten die Wagen außenlaufende große Schiebetüren, die einen schnellen Ein- und Ausstieg ermöglichten.
Wir möchten mit diesem Set an die entstandenen Prototypen sowie die danals herausgegebene Briefmarke und deren Ersttagsumschlag erinnern".
DANKE für diese Geste, die die erfahrenen Görlitzer Waggonbauer nahe des Dreiländerecks D/PL/ČZ redlich verdient haben und entsprechend ehrt: Denn wo wären wir gerade in den Agglomerationsräumen ohne diese (wie manche Kinder sagen:) "Häuser-Züge" mit ihrem großen Fassungsvermögen und Ausblicken, die einst zumindest in Westdeutschland doch nur das TEE-"Domecar" ermöglichte?
Die Wagen (entstanden i.ü. etwa zeitparallel zum DB-ET420) gehören daher m.E. auch im Westen Deutschlands zumindest in einen Museumszug.
Beste Grüße, Norrskenet
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Hallo Norrskenet,
danke für die Vorstellung des CSD-Sets. Schön das Fleischmann die Rückseite mit Informationen zu den Wagen bedruckt. Das ist eine sehr gute Idee.png)
Aber was hat es mit dem Muster-Zettel auf sich?
Grüße
Markus
danke für die Vorstellung des CSD-Sets. Schön das Fleischmann die Rückseite mit Informationen zu den Wagen bedruckt. Das ist eine sehr gute Idee
Aber was hat es mit dem Muster-Zettel auf sich?
Grüße
Markus
Hallo Markus und "Norrskenet",
dieses Set von Fleischmann ist eigentlich eine Fantasie-Zusammenstellung. Nur der Wagen DBme 50 50 02-13 001-9 P ist tatsächlich existierend gewesen in dieser Lackierung als Prototyp des Waggonbau Görlitz, 1973 ist er dann erst von der DR als 50 50 25-13 001-2 übernommen worden zusammen mit dem 2. Prototypen DBme 50 50 02-13 002-7 P, den Fleischmann letztes Jahr allerdings schon mit DR-Nummer 50 50 25-13 002-0 als Senftopf mit roten Türen produziert hat. Der 001 hatte eine Klotzbremse, der 002 eine Scheibenbremse im Drehgestell eingebaut, hat das Fleischmann nachgebildet? Der Wagen wurde später in die bekannte grüne Wagenfarbgebung der ersten Doppelstockwagen der Serie Baujahr 1974 umlackiert. Beim 002 war auch eine etwas andere Farbaufteilung bzw. wurde ocker auf Seite und Dach und dunkelbraungrün im Wannenbereich statt des später ab Serie Baujahr 1979 verwendeten Rehbraun verwendet, hat das Fleischmann beachtet?
Der im Set enthaltene DBmue 50 50 02-13 121-8 P (auch der 001 ist falsch als DBmue beschriftet) ist hier Fantasie noch dazu mit Abnahmedatum 1971 wie die beiden Prototypen. Nur weil auf der Briefmarke zwei dieser blau-weiß lackierten Wagen drauf sind musste der Fantasiewagen mit in dieses Set. Der nachgedruckte Ersttagssbrief liegt als Pappeinleger hinter den Wagen bei, das ist nicht die von außen sichtbare Rückseite, der Zettel Muster ist hier sicher nur als Kopierschutz drauf gelegt..png)
Viele Grüße,
Danilo
dieses Set von Fleischmann ist eigentlich eine Fantasie-Zusammenstellung. Nur der Wagen DBme 50 50 02-13 001-9 P ist tatsächlich existierend gewesen in dieser Lackierung als Prototyp des Waggonbau Görlitz, 1973 ist er dann erst von der DR als 50 50 25-13 001-2 übernommen worden zusammen mit dem 2. Prototypen DBme 50 50 02-13 002-7 P, den Fleischmann letztes Jahr allerdings schon mit DR-Nummer 50 50 25-13 002-0 als Senftopf mit roten Türen produziert hat. Der 001 hatte eine Klotzbremse, der 002 eine Scheibenbremse im Drehgestell eingebaut, hat das Fleischmann nachgebildet? Der Wagen wurde später in die bekannte grüne Wagenfarbgebung der ersten Doppelstockwagen der Serie Baujahr 1974 umlackiert. Beim 002 war auch eine etwas andere Farbaufteilung bzw. wurde ocker auf Seite und Dach und dunkelbraungrün im Wannenbereich statt des später ab Serie Baujahr 1979 verwendeten Rehbraun verwendet, hat das Fleischmann beachtet?
Der im Set enthaltene DBmue 50 50 02-13 121-8 P (auch der 001 ist falsch als DBmue beschriftet) ist hier Fantasie noch dazu mit Abnahmedatum 1971 wie die beiden Prototypen. Nur weil auf der Briefmarke zwei dieser blau-weiß lackierten Wagen drauf sind musste der Fantasiewagen mit in dieses Set. Der nachgedruckte Ersttagssbrief liegt als Pappeinleger hinter den Wagen bei, das ist nicht die von außen sichtbare Rückseite, der Zettel Muster ist hier sicher nur als Kopierschutz drauf gelegt.
Viele Grüße,
Danilo
Beitrag editiert am 05. 09. 2026 00:01.
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