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THEMA: Roco BR 181.2 mit Rahmenproblem

THEMA: Roco BR 181.2 mit Rahmenproblem
Startbeitrag
Freddie - 20.08.26 14:32
Hallo Community,

ich habe eine weitere Lok dieser Baureihe zur Digitalisierung hier liegen. Bei der Wartung ist mir aufgefallen, dass eine der Platinenschrauben keinen Halt mehr findet. Offenbar hat der Besitzer einmal zu fest angezogen.

Frage: gibt es eine Möglichkeit, solch einen Fall zu reparieren? Kleber halte ich für ziemlich riskant, dan man die Schraube im schlimmsten Fall nicht mehr aus dem Unterteil gedreht bekommt. Da das Chassis aus Ober und Unterteil besteht, die Schraube von Oberhalb der Platine bis ins Unterteil führt und da beide Teile fixiert/verbindet, kann man die nicht einfach weg lassen.

Oder muss ich in den "sauren Apfel" beißen und mich nach einem Chassis Unterteil umsehen? Bei Gebrauchtteilen habe ich da schon öfter mal Pech gehabt und hatte dann Teile hier, die genau wie das Original waren, nämlich defekt. Da hilft auch die Verkaufsangabe "sehr gut" nicht wirklich weiter.

Tipps oder Tricks vorhanden?

Danke und Gruß
Freddie

Hey

Du kannst das Gewinde nachschneiden hatte ich auch schon mal gemacht.

Gruß Ralf
Hallo Ralf,

nachschneiden. dann würde es größer werden und eine andere Schraube brauchen. Schneidwerkzeuge habe ich allerdings nicht. Größere Schrauben sind auch rar gesät. Und eine größere Schraube einfach so "rein zu prügeln" halte ich für abenteuerlich. Oder womit hast du nachgeschnitten?

Ich glaube, das wird nicht so gehen. Anders habe ich schon überlegt, ob man nicht eine Kupferlitze in das Loch einführt um der Schraube etwas mehr halt zu geben.

Freddie
Hallo Freddie,

ich hatte schon mal dasselbe Problem, das ich folgendermaßen lösen konnte.
In das ausgeweitete Gewinde des Unterteils hatte ich eine kleine Menge nichtelastischen 2-Komponenten-Kleber getan und darin die originale Schraube hineingedreht. Dann etwas gewartet, bis der Kleber angefangen hat abzubinden, aber noch nicht endgültig fest ist. In diesem Stadium kann man dann die Schraube noch vorsichtig herausdrehen und danach den Kleber vollends fest werden lassen. Dabei lieber etwas viel länger warten als zu wenig, bis der restliche Kleber wirklich vollends ausgehärtet ist.

Danach kann die Schraube wieder eingedreht werden und hält dann einigermaßen. Wahrscheinlich nicht mehr ganz so gut wie im Originalzustand, aber für den vorgesehenen Zweck ausreichend gut.

Es kann natürlich passieren, dass der Kleber nach dem Aushärten in dem Gewindeloch nicht festhält und mitsamt der Schraube wieder herauskommt. Dann war dort möglicherweise noch etwas Öl oder dergl. drin oder der 2K-Kleber war doch noch nicht ausreichend fest. In diesem Fall es einfach nach dem Reinigen noch einmal probieren.

Gruß
Horst
Hallo Fredie,

ganz ähnlich zur von Horst vorgeschlagenen Methode:

Loch mit nicht-elastischem 2K-Kleber ausfüllen, darin ein Loch bohren, dass etwas kleiner als die Schraube ist und dann die Schraube hineinschrauben. Mit etwas Glück schneidet sich die Schraube das Gewinde selbst.

Alternativ eine passene Holz-Schraube verwenden, die schneidet das Gewinde i.d.R. besser.

Andererseits: Mir wäre das Gebastel zu nergig und ich würde das Ersatzteil bei spur-n-teile.de bestellen:
https://spur-n-teile.de/roc-br181-013.html

Viele Grüße,

Udo.
Hallo Udo und die anderen,

bei Spur N Teile hatte ich auch schon geschaut. Aber ein Mindermengenzuschlag von 3,90 plus das Porto mit 6,90 machen das Teil doch irgendwie uninteressant. Zumal es, wie ich oben schon schrieb, immer mal wieder Probleme mit gebrauchten Teilen gab. Nein, für 19,30 lasse ich mich nicht auf das Spiel ein.

Da bekomme ich den NEUEN Rahmen bei ROCO für 10,60 plus 6,90 Versand und den habe ich jetzt auch bestellt, alles andere ist irgendwie Pfusch.

Trotzdem danke für die Tipps und weiter viel Spaß mit der MoBa.

Gruß
Freddie - der nicht beachtet hat, dass Roco noch das Teil liefern kann.
Vielleicht liest Daniel von Spur N Teile hier auch manchmal mit:

Eigentlich müsste er bei den oben genannten Tatsachen ins Grübeln kommen. Einige gebrauchte Teile sind sehr wertvoll, weil es sie nirgends mehr zu kaufen gibt. Der Mindermengenzuschlag wird so manchem Käufer übel aufstoßen. Einerseits kann ich ihn nachvollziehen, aber andererseits wird dadurch das Gebrauchtteil teurer als ein neues beim Hersteller.

Das kann unmöglich die Philosophie von Spur N Teile sein.

Gruß
Freddie
Hallo Freddie,


also das ist doch schon wirklich Korinthenkackerei - finde ich. 19,30 € gegenüber 17,50 €, das sind grade mal 1,80 € unterschied. Fahr zur falschen Uhrzeit an die Tanke, da bist du für den selben "Dreck" bedeutend mehr los.
Und wenn du bei Daniel was dazubestellst, dann fallen die 3,90 € auch weg und schon wärs bei ihm günstiger.

Ich finde die große Kunst ist es einfach mehrere Artikel bei einem Lieferanten zusammenkommen zu lassen und dann möglichst geballt bestellen. Mehr kann man kaum noch sparen als die (berechtigten) Versandkosten gut auszunutzen.


Viele Grüße
Christian Strecker
Moin,

Ihr seid dabei und sucht nach eine Möglichkeit Gewinde zu Reparieren: Helicoil. z.B. https://www.maschinenhandel-sued.de/de/helicoil-m2-gewinde-reparaturset.html Ja nicht ganz Günstig.

Auch wenn vielleicht Roco günstiger ist, die Lieferzeit bei Fleischmann war letztes Jahr noch deutlich größer als bei Daniel. Ich schätze mal etwa 2-3 Wochen Zeit Vorteil bei Spur N Teile. Lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überraschen.

MfG Heiko
Hallo

@ Christian: ich mache meine Bestellung nicht nur am Preis fest und daher empfinde ich es auch nicht unbedingt als "Korinthenkackerei".

Wenn ich für wenige EUR mehr ein neues Teil bekommen kann und die Bestellung ist dann noch unterm Strich günstiger, warum sollte man das nicht tun. Wie ich weiter oben erwähnt habe, bin ich mit gebrauchten Teilen schon mehrmals auf die Nase gefallen.

Für mich macht es auch wenig Sinn, irgendwelche Warenkorbfüller zu bestellen, die ich eigentlich momentan nicht brauche.

Aber ich kann auch Daniel verstehen, wenn er einen Mindermengenzuschlag einfordert. Der Aufwand ist bei jedem Artikel gleich, die Marge nicht.

Gruß
Freddie
Hallo,

folgende Methode ist erprobt:

Ein winziges Stückchen Küchenkrepp oder dergleichen in das zu große Loch drücken, z.B. mit einer Nadel. Dann ein kleines Tröpfchen Sekundenkleber drauf und aushärten lassen.
Mit einem Bohrer, am besten von Hand, ein Loch ca. 0,5 bis 1mm kleiner als die Schraube bohren. Dann Schraube wieder vorsichtig einschrauben, am Anfang mit so viel Druck, bis sie packt, dann vorsichtig weiterschrauben. Platine nur gerade so fest anschrauben, dass sie fixiert ist.

Viel Erfolg und weiterhin viel Spaß mit der Moba,

viele Grüße

j_jakob
Hallo zusammen
ich habe, gleich das umgekehrte Problem, bei Einer PIKO Triebwagen, da haben die Schrauben von der Kastenhalterung
das ewige umdrehen, also die lassen sich nicht mehr raus drehen, oder anderst gesagt, sie drehen leer rum.
wie löst Ihr dieses Probelem um die Schrauben raus zu nehmen?
vilen Dank für eure Typs
Gruss Henri
Hallo,

Die Schraube anheben, mit irgendeiner Klinge drunter fahren oder notfalls mit den Fingernägeln (Daumen und Zeigefinger) ziehen und gleichzeitig heraus drehen. In der Regel greift das Gewinde dann soweit, dass die Schraube heraus gedreht werden kann.

Grüße,  Peter W
Hallo,

Freddie's Problem hat er ja gelöst.

Aber grundsätzlich sollte man zuerst einmal prüfen, was genau beschädigt ist.
Aussengewinde der Schraube - und da ganz speziell den Gewindeansatz, oder das Innengewinde am Gehäuse.
Diese kleinen Schräubchen sind meist auch nicht aus besonders hochwertigem ( aber vollkommen ausreichendem ) Material und können auch schon mal beschädigt sein.
Wenn der Gewindeansatz der Schraube einen kleinen "Macken" hat, kann das auch der Grund für das beschädigte Innengewinde geswesen sein.
Optionen für die Innengewinde Reparatur wurde hier beschrieben. Als nicht fexibler 2K Kleber hat sich bei mir Stabilit Express bewährt.
Wird aber eine beschädigte Schraube in das "instand" gesetzte Gewinde gedreht - ist auch der sicher Tod der Reparatur vorprogrammiert.
Also immer erst beides bzw. auch speziell die Schraube prüfen.

Gruss Klaus
Hallo Henri #11,

wenn die Schraube magnetisch ist, kann ein magnetischer Schraubendreher hilfreich sein.

Bei nichtmagnetischen Schrauben hilft, die Klinge des Schraubendrehers an der Spitze mit etwas Kleber (minimalst!) zu benetzen und dann in den Schraubenantrieb zu stecken. Geduldig warten, bis der Schraubendreher an der Schraube klebt und vorsichtig "ziehend" herausdrehen. Aber wirklich nur eine Spur Kleber benutzen, nicht dass die Schraube festgeklebt wird!

Viel Erfolg!
Michael
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Freddie

nachschneiden. dann würde es größer werden und eine andere Schraube brauchen. Schneidwerkzeuge habe ich allerdings nicht



Hallo Freddie,

beim nachschneiden von Gewinden ändert sich die Gewindegröße nicht. Wenn das Gewinde beschädigt ist kann man es durch Nachschneiden versuchen instandzusetzen. Wenn die Gewindegänge aber nicht mehr vorhanden sind und die passende Schraube nicht mehr greift kann man nichts mehr nachschneiden. In diesem Fall könte man das Gewinde für die nächste Gewindegröße mit dem passenden Kernlochbohrer erstmal aufbohren und dann ein neues Gewinde schneiden. Das würde man als Werkzeugmacher so machen wenn man die Schraube öfters lösen und wieder anziehen müsste. Wenn man meint man muss da nie wieder ran kann man auch mit irgendwelchen Klebern arbeiten. Das ist aber aus meiner Sicht nur Pfusch. Aber bekanntlich hält ja nicht so lange wie ein Provisorium 😉

Grüße
Markus
Hi

Naja, so ist es. Ob man jetzt eine kleinere Bestellungen einpackt, oder die Zeitung liesst.. sowas gibts dann auch wieder nur in Deutschland.
Manche Händler sind da halt etwas besonders, stellen Regeln auf die die Konkurrenz nicht hat, haben Liefertermine und Kundenservice nach eigenem Standard. Die einen Kunden lassen sich das gefallen, andere halt nicht. Wenn die dann langsam verschwinden, beschwert man sich über die miese Wirtschaftslage, die Auflagen oder die Konkurrenz die alles allergünstig verscherbelt. Und verlangt dann vielleicht auch gleich niedrigere Steuern. In den Spiegel schauen die selten.

LG ChristiaN
Hallo an alle Mitlesenden,

beschädigte Gewinde sind zwar ärgerlich, oft ist das Problem aber einfach zu beheben. Dazu drückt man einfach einen winzigen Schnipsel Papier in das Loch und schraubt die Schraube hinein. Gerade bei der Modelleisenbahn müssen die Schrauben nicht viel halten. Die Verwendung von zusätzlichem Kleber ist i.d.R. überflüssig.

Grüße und ein schönes Wochenende an Alle
Der Maikäfer
Hallo,

es gibt sehr viele Lösungsansätze. Man könnte auch einen winzigen, ungeschrupften Schrumpfschlauch in das Loch führen, vorher ggf das Loch minimal aufbohren, schon hat man den gleichen Effekt, wie einen Dübel in der Wand.

Ist aber nur so eine weitere Idee.

Gruß
Freddie
Servus,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Naja, so ist es. Ob man jetzt eine kleinere Bestellungen einpackt, oder die Zeitung liesst.. sowas gibts dann auch wieder nur in Deutschland.
Manche Händler sind da halt etwas besonders, stellen Regeln auf die die Konkurrenz nicht hat, haben Liefertermine und Kundenservice nach eigenem Standard. Die einen Kunden lassen sich das gefallen, andere halt nicht. Wenn die dann langsam verschwinden, beschwert man sich über die miese Wirtschaftslage, die Auflagen oder die Konkurrenz die alles allergünstig verscherbelt. Und verlangt dann vielleicht auch gleich niedrigere Steuern. In den Spiegel schauen die selten.



Dass du kein Fan von uns bist, hast du ja bereits mehrfach deutlich gemacht – auch wenn ich bis heute nicht weiß, was wir dir eigentlich angetan haben. Aber danke, dass du deinen Unmut immer wieder kundtust. :)

Mein Ansporn war eigentlich immer ganz einfach: aufzuklären, warum bestimmte Dinge so sind, wie sie sind. Denn letztlich hat alles seinen Grund.

Wenn du das als Beschwerde oder – du hast es zwar nicht gesagt, aber ich möchte dem vorsorglich vorgreifen – als Gejammer interpretieren möchtest, dann sei dir das natürlich unbenommen. Ich würde dich allerdings bitten, die Dinge noch einmal genau anzuschauen bzw. zu lesen und vielleicht auch ein paar Grauschattierungen zuzulassen, anstatt alles nur schwarz oder weiß zu betrachten.

Und ja, natürlich habe ich gesehen, dass du es nicht ausdrücklich auf uns gemünzt hast. Allerdings wäre es schon ein ziemlich großer Zufall, wenn ausgerechnet dieser Text hier auftaucht und keinerlei Zusammenhang mit deinem bisherigen Unmut uns gegenüber besteht.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Eigentlich müsste er bei den oben genannten Tatsachen ins Grübeln kommen. Einige gebrauchte Teile sind sehr wertvoll, weil es sie nirgends mehr zu kaufen gibt. Der Mindermengenzuschlag wird so manchem Käufer übel aufstoßen. Einerseits kann ich ihn nachvollziehen, aber andererseits wird dadurch das Gebrauchtteil teurer als ein neues beim Hersteller.

Das kann unmöglich die Philosophie von Spur N Teile sein.



Kurz gesagt: Es lohnt sich nicht.

Wir haben acht Jahre lang ohne Mindermengenzuschlag verschickt und mussten jetzt irgendwann die Reißleine ziehen. Warum, erklären wir auch ausführlich hier: https://spur-n-teile.de/info/Versand-und-Zahlungsbedingungen.html

Im konkreten Beispiel würden wir bei einem Warenwert von 8,50 € und 6,90 € Versand – also ohne Mindermengenzuschlag – mit dieser Bestellung 72 Cent netto Verlust machen.

Jede Bestellung verursacht bei uns tatsächliche Kosten von mindestens 8,58 € netto. Je nachdem, wie DHL gerade drauf ist, können es auch bis zu 9,49 € sein. Darin enthalten sind unter anderem die Arbeitszeit meiner Mitarbeiter im Lager, Porto, Buchhaltung, PayPal-Gebühren (im Zweifel Bankgebühren), Warenwirtschaftssystem und vieles mehr. Nicht enthalten sind Miete, Strom oder beispielsweise meine liebe Kerstin, die eure Rückfragen per E-Mail beantwortet.

Wir haben das über lange Zeit querfinanziert – unter anderem mit Loks, Zubehör usw. –, aber deren Verkauf ist inzwischen so stark rückläufig, dass wir das schlicht nicht mehr auffangen können.

Und falls jetzt jemand sagt: „Dann verschickt es doch einfach im Briefkuvert“: Auch das ist komplizierter, als man denkt. Bei diesem konkreten Beispiel würden wir mit einem Standardbrief sogar 2,48 € netto Verlust machen.

Wenn wirklich jemand ganz genau wissen möchte, wie sich das alles zusammensetzt, kann ich ihm gerne unsere wunderbare Excel-Tabelle schicken. ;)

Und auch hier möchte ich noch einmal betonen: Das ist eine Erklärung und kein Gejammer. :)

Wenn sich etwas wirtschaftlich nicht lohnt, muss man es irgendwann einfach sein lassen.
Und wer glaubt, dass es besser geht: Ich bin jederzeit gerne bereit, Angebote für den Ankauf von Spur-N-Teile.de entgegenzunehmen. ;)

Entschuldigung übrigens für das Kapern des Threads. Die Leute sagen immer: „Werde entspannter und lass das nicht so an dich ran.“ Aber darum geht es mir gar nicht. Es geht nicht um Rechtfertigung, sondern schlicht um eine Erklärung, warum wir bestimmte Entscheidungen treffen.

Cheerio,
Daniel



Hi Daniel,

Du irrst dich.
Ich bin der Meinung das dein Laden eine wichtige Ergänzung für die N Spurer ist.

Bedeutet nicht das ich immer deine Meinungen teile. Und nein, du warst nicht gemeint, es ging um eine generelle Feststellung, auch wenn es evtl auch dich betrifft.

LG ChristiaN
Servus,

Dann möchte ich mich auch ganz förmlich öffentlich entschuldigen. Manche deiner Kommentare habe ich anscheinend falsch interpretiert.

Cheerio
Daniel
Hallo!

Bei Modellen in unserer Spurweite würde ich das Loch mit dem defekten Gewinde aufbohren, anschließend entweder ein Messingrohr mit geeigneten Innendurchmesser (Kernloch) oder Vollmaterial mit 2K-Kleber einkleben, dann ein neues Kernloch bohren und neues Gewinde schneiden. Für Spur N reicht die hier mögliche Festigkeit aus..

Grüße
BWB
Hallo,

Ich denke der Durchmesser wird zu groß, mitunter ist dann zu wenig Fleisch vom Druckgussblock vorhanden. Hier muss man immer die Gesamtsituation abwägen.
Die Roco  BR 181.sowie die ÖBB 1044 haben so komische "Split-Frames" - aber nicht vertikal (links/rechts) sondern horizontal geteilte Chassis (oben/unten). Die beiden Blöcke werden zusammen mit der Platine (die kommt noch oben drauf) mit Hilfe von zwei metrischen Schrauben zusammengeschraubt. M 1,6/1,7 schätze ich, weiß ich nicht auswendig,  muss mal schauen ob das im ET Blatt steht. Wird das Gewinde überdreht,  ist es hinüber.
Bohrt man größer,  muss man alle drei Teile neu bohren. GF-Schraube rein drehen könnte gehen, die haben eine andere Steigung. Allerdings kriegt man die nicht so leicht in allen Längen und Durchnessern., vor allem nicht einzeln..

Grüße,  Peter W
Hallo nochmal,

schneiden hin, Kleber einbringen her. Heute wird das neue Unterteil geliefert und da ich bisher kein Drehgestell ausbauen musste, folgte der Blick in die Anleitung.

Leider geht daraus nicht hervor, wie das Drehgestell im Chassisblock gehalten wird. Bei der V200/22 waren es Plastikzapfen und das Drehgestell wurde einfach nach unten abgezogen.

Aber wie ist das bei der 181?

Hat jemand einen Tipp für mich?

Danke und Gruß
Freddie
Es hat sich erledigt.

Nach etwas Schrauberei an den Drehgestellen (es ist die neue Variante, die die Drehgestellabdeckung verschraubt hat), konnte ich die Radsätze und dann auch das Drehgestell nach oben entnehmen.

Jetzt kommt´s aber: alles wieder fein säuberlich in das neue Chassis verbaut und siehe da, die Drehgestelle sind "angeschraubt". Eine freie Bewegung wie im alten Chassis konnte ich nicht herstellen. Die Bodenplatte der Drehgestelle "verklemmt" alles mit dem Chassis. Ich bin dann daran gegangen, die Aufnahmen etwas abzufeilen und die Vertiefung für den winzigen Nüpsi zu erweitern. Irgendwann habe ich aufgeben müssen, das war absolut nicht zielführend.

Offenbar hat Roco noch die ganz alten Teile, bei denen die Drehgestelle noch nicht verschraubt, sondern geclipst waren, als Ersatzteile gelagert und verschickt. Damit kann ich leider nichts anfangen. Befremdlich ist vor Allem: die Ersatzteilnummern des "alten" Modells von 1996 sind mit denen des neueren Modells von 2009-2010 identisch. Die Drehgestelle meiner Lok sind aber komplett anders aufgebaut. Optisch kann ich keinen Unterschied erkennen, passen will es trotzdem nicht.

Ich habe jetzt dem Chassis ohne Gewindegrip eine Decoderlitze mit etwas Sekundenkleber in das Loch geklebt. Nach angemessener Trockenzeit fasst diese Schraube nun auch wieder und hält die beiden Chassisteile sowie die Platine in Position.

Die Ersatzteilbestellung hätte ich mir, genau wie die Versuche, das neue Teil passend zu machen, sparen können.

Nunja, am Ende ist alles gut geworden...

Gruß
Freddie

Hallo Freddie

Kannst du mal Bilder von den "neuen" Drehgestellen zeigen? Mir sind solche nicht bekannt.

Dietrich
Hallo Dietrich,

ich kann dir gern die Änderungen der Drehgestelle aufzählen: die alten hatten die Stromabnehmer anders angeordnet und die Bodenplatte war, wie schon bei der V 200/220 aufgeclipst. Bei den neuen, auch erkennbar an den Artikelnummern, sind die Bodenplatten aus Metall und mit winzigen Schrauben befestigt, das gesamte Getriebe läuft leiser und die geänderten Kontakte führen zu einer verbesserten Stromabnahme.

Die Artikelnummern "alt" sind: 23330, 31 und 32, Zeitraum etwa 1995 - 2002
Artikelnummern "neu": 23416, 17, 18 und 19, Zeitraum 2009 - 2010

Gruß
Freddie

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Hallo Freddie

Danke für Info und Bilder. Offenbar habe ich keine der neueren, weil es keine neuen Lackierungen gab. Daher kann ich leider nicht nachschauen, was am Chassis geändert wurde. Seltsam, dass die Teilenummern gleich blieben.

Dietrich
Änderungen am Grundrahmen sind mit bloßem Auge nicht erkennbar.

Fakt ist aber: sobald man die Schrauben anzieht blockiert das Drehgestell. Diese Schrauben sind nur 1mm im Durchmesser und 3mm lang, das ist nichts für großes Werkzeug und viel Kraft. Nunja, ich konnte das alte Drehgestell weiter verwenden und habe nun auch die Platinen von Bo eingesetzt. Endlich haben die beiden Loks ein sehr gutes Licht.

Gruß
Freddie


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