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THEMA: Brems-/Anfahrverzögerung bei Funktionsdecoder: wofür?
THEMA: Brems-/Anfahrverzögerung bei Funktionsdecoder: wofür?
Birdman - 20.08.26 08:16
Hallo zusammen,
bin gerade zufällig beim Stöbern über die Bedienungsanleitung eines Fleischmann Funktionsdecoders für den Doppelstock-Steuerwagen gestolpert. Dort lässt sich in den bekannten CV3 und 4 die Anfahr- und Bremsverzögerung einstellen:
"Hier kann der Decoder auf die Verzögerung der Lok eingestellt werden."
Bin etwas ratlos, was soll das bewirken? Über eine Erklärung wäre ich dankbar.
VG Martin
bin gerade zufällig beim Stöbern über die Bedienungsanleitung eines Fleischmann Funktionsdecoders für den Doppelstock-Steuerwagen gestolpert. Dort lässt sich in den bekannten CV3 und 4 die Anfahr- und Bremsverzögerung einstellen:
"Hier kann der Decoder auf die Verzögerung der Lok eingestellt werden."
Bin etwas ratlos, was soll das bewirken? Über eine Erklärung wäre ich dankbar.
VG Martin
Moin Martin,
Wann die AFB, in CV3/4, der Steuerwagen gleich ist wie dem in der Lok, dann schalten die Front/Schlüßleuchter gleichzeitig um.
Besonders wichtig wann mal im voller Fahrt die Fahrtrichtung umgeschalter wird
Wann die CV3/4 im Stwgn auf 0 oder 1 steht dan schaltet er bereits um weil der Lok nach abbremst.
Grüße aus Assen (NL)
Jan
Wann die AFB, in CV3/4, der Steuerwagen gleich ist wie dem in der Lok, dann schalten die Front/Schlüßleuchter gleichzeitig um.
Besonders wichtig wann mal im voller Fahrt die Fahrtrichtung umgeschalter wird
Grüße aus Assen (NL)
Jan
Hallo Jan,
Danke, das ergibt Sinn! Wobei, wie häufig kommt so eine Umstellung in voller Fahrt wohl vor.
Danke, das ergibt Sinn! Wobei, wie häufig kommt so eine Umstellung in voller Fahrt wohl vor.
dakrase1989 - 20.08.26 08:59
Hallo Martin,
das kommt auf den Bediener an 😉
Ich habe aber schon alles (un)mögliche gesehen 🙈
Beste Grüße
Daniel
das kommt auf den Bediener an 😉
Ich habe aber schon alles (un)mögliche gesehen 🙈
Beste Grüße
Daniel
Hallo!
In diesem Zusammenhang ist einmal der Ablauf beim Vorbild interessant.
Nehmen wir an, ein Wendezug kommt gezogen in einen Bahnhof, in dem er die Fahrtrichtung wechseln wird. Die Lok führt das Dreilicht-Spitzensignal, der Steuerwagen die roten Schlußleuchten. Nachdem der Zug zum Stehen gekommen ist, schaltet der Lokführer das Spitzensignal aus und die Schlußleuchten an der Lok ein. Zu diesem Zeitpunkt haben also Lok und Steuerwagen Schlußlichter. Nun begibt sich der Lokführer zum Steuerwagen und schaltet dort ebenfalls die Beleuchtung um. Da der Weg des Lokführers bei einem längeren Wendezug durchaus einige Minuten dauern kann, liegen ebendiese Minuten zwischen dem Umschalten der Beleuchtung in Lok und Steuerwagen.
Fährt der Zug Steuerwagen voraus ein, spielt sich das Ganze natürlich in umgekehrter Reihenfolge ab.
All das ist weit entfernt von dem, was wir normalerweise mit Wendezügen auf unseren Modellbahnen machen. Natürlich könnte man die Decoder so programmieren, daß man auch diese Abläufe vorbildgetreu nachstellen kann. Man könnte geradezu - analog zum Kupplungswalzer - einen Spitzenlicht-Walzer ersinnen.
Aber ob sich die Mühe lohnt? Für mich nicht!
Bei mir kommt es übrigens nie vor, daß ich bei einem schnell fahrenden Zug plötzlich die Fahrtrichtung wechsele. Wozu auch?
Herzliche Grüße
Elmar
In diesem Zusammenhang ist einmal der Ablauf beim Vorbild interessant.
Nehmen wir an, ein Wendezug kommt gezogen in einen Bahnhof, in dem er die Fahrtrichtung wechseln wird. Die Lok führt das Dreilicht-Spitzensignal, der Steuerwagen die roten Schlußleuchten. Nachdem der Zug zum Stehen gekommen ist, schaltet der Lokführer das Spitzensignal aus und die Schlußleuchten an der Lok ein. Zu diesem Zeitpunkt haben also Lok und Steuerwagen Schlußlichter. Nun begibt sich der Lokführer zum Steuerwagen und schaltet dort ebenfalls die Beleuchtung um. Da der Weg des Lokführers bei einem längeren Wendezug durchaus einige Minuten dauern kann, liegen ebendiese Minuten zwischen dem Umschalten der Beleuchtung in Lok und Steuerwagen.
Fährt der Zug Steuerwagen voraus ein, spielt sich das Ganze natürlich in umgekehrter Reihenfolge ab.
All das ist weit entfernt von dem, was wir normalerweise mit Wendezügen auf unseren Modellbahnen machen. Natürlich könnte man die Decoder so programmieren, daß man auch diese Abläufe vorbildgetreu nachstellen kann. Man könnte geradezu - analog zum Kupplungswalzer - einen Spitzenlicht-Walzer ersinnen.
Bei mir kommt es übrigens nie vor, daß ich bei einem schnell fahrenden Zug plötzlich die Fahrtrichtung wechsele. Wozu auch?
Herzliche Grüße
Elmar
Beitrag editiert am 20. 08. 2026 11:11.
Hallo,
Soweit ich mit der Materie vertraut bin, ist die Software eines Decoders so ausgelegt, dass es keinen spontanen Richtungswechsel geben kann. Wird ein solcher Befehl per DCC gesendet, dann wird der Decoder mit der in CV4 eingestellten Bremsverzögerung bis zum Stillstand abbremsen und dann die Fahrtrichtung umschalten (also dann auch erst die Beleuchtung) und mit der in CV3 eingestellten Verzögerung wieder beschleunigen auf den Wert, den er per DCC empfangen hat. Außerdem ist es ein negatives Merkmal eines DCC Bediengerätes, wenn es solch spontane Richtungswechsel währen der Fahrt überhaupt zulässt.
Gruß Holger
Soweit ich mit der Materie vertraut bin, ist die Software eines Decoders so ausgelegt, dass es keinen spontanen Richtungswechsel geben kann. Wird ein solcher Befehl per DCC gesendet, dann wird der Decoder mit der in CV4 eingestellten Bremsverzögerung bis zum Stillstand abbremsen und dann die Fahrtrichtung umschalten (also dann auch erst die Beleuchtung) und mit der in CV3 eingestellten Verzögerung wieder beschleunigen auf den Wert, den er per DCC empfangen hat. Außerdem ist es ein negatives Merkmal eines DCC Bediengerätes, wenn es solch spontane Richtungswechsel währen der Fahrt überhaupt zulässt.
Gruß Holger
spur.n.bahner - 20.08.26 10:37
Hallo zusammen,
über den Sinn hatte ich auch nachgedacht. Aber in der Realität ist es so. wie es Elmar schrieb. Beim Vorbild gibt es einen direkten Richtungswechsel bei Zugfahrten normalerweise nicht. Und beim Rangieren hat man das Rangierlicht an.
Und bei mir haben die meisten Steuerwagen auch eigene Adressen, so dass das gemeinsame Umschalten beim Richtungswechsel ohnehin nicht nutzen kann. Daher bleiben die CV3 und 4 auf Standardwerten stehen.
Gruß
Jürgen
über den Sinn hatte ich auch nachgedacht. Aber in der Realität ist es so. wie es Elmar schrieb. Beim Vorbild gibt es einen direkten Richtungswechsel bei Zugfahrten normalerweise nicht. Und beim Rangieren hat man das Rangierlicht an.
Und bei mir haben die meisten Steuerwagen auch eigene Adressen, so dass das gemeinsame Umschalten beim Richtungswechsel ohnehin nicht nutzen kann. Daher bleiben die CV3 und 4 auf Standardwerten stehen.
Gruß
Jürgen
Hallo!
Natürlich ist alles korrekt, was Ihr bisher geschrieben habt und jeder / jede von uns hat hier seine / ihre Vorlieben. Ich werfe noch eine Variante in die Diskussion, mit der auch das vorbildliche verzögerte Umschalten zwischen Lok und Steuerwagen leicht umgesetzt werden kann, auch wenn beide Fahrzeuge auf dieselbe Adresse programmiert sind: Parklicht, mittlerweile in vielen Modellen schon ab Werk realisiert. Das heißt konkret: fährt der Zug in den Bahnhof ein, wird das Spitzenlicht abgeschaltet und das Parklicht aktiviert, der Lokführer geht gemütlich (oder rasch 😊) zum anderen Führerstand, wechselt die Fahrtrichtung, deaktiviert das Parklicht und schaltet wieder das Spitzenlicht ein. Voila!
Bei Triebzügen kann ich das noch toppen: bei mir sind die roten Lichter bzw. die Taste für die roten Lichter immer an und die Lichter werden unterdrückt, wenn das weiße Licht eingeschaltet wird, bei Decodern von Zimo mache ich das über das Schweizer Mapping, bei Decodern von Doehler und Haass über CV 115 und 116, bei Modellen, wo die roten Lichter auf AUX3 und AUX4 hängen, mache ich das mit CV 125 und 126.
Gruß
Boris
Natürlich ist alles korrekt, was Ihr bisher geschrieben habt und jeder / jede von uns hat hier seine / ihre Vorlieben. Ich werfe noch eine Variante in die Diskussion, mit der auch das vorbildliche verzögerte Umschalten zwischen Lok und Steuerwagen leicht umgesetzt werden kann, auch wenn beide Fahrzeuge auf dieselbe Adresse programmiert sind: Parklicht, mittlerweile in vielen Modellen schon ab Werk realisiert. Das heißt konkret: fährt der Zug in den Bahnhof ein, wird das Spitzenlicht abgeschaltet und das Parklicht aktiviert, der Lokführer geht gemütlich (oder rasch 😊) zum anderen Führerstand, wechselt die Fahrtrichtung, deaktiviert das Parklicht und schaltet wieder das Spitzenlicht ein. Voila!
Bei Triebzügen kann ich das noch toppen: bei mir sind die roten Lichter bzw. die Taste für die roten Lichter immer an und die Lichter werden unterdrückt, wenn das weiße Licht eingeschaltet wird, bei Decodern von Zimo mache ich das über das Schweizer Mapping, bei Decodern von Doehler und Haass über CV 115 und 116, bei Modellen, wo die roten Lichter auf AUX3 und AUX4 hängen, mache ich das mit CV 125 und 126.
Gruß
Boris
Arnold_Huebsch - 20.08.26 13:02
Folks!
Richtungswechsel bei Fahrt löst bei einigen Decodern ein Nothalt aus. Es gibt auch Hersteller die das einstellbar haben. Hintergrund in sehr frühen DCC Zeiten war das DIE Methode einen Lokspezifischen Nothalt ohne CV4 oder ähnlichem abzuarbeiten auszulösen.
Zur UP Frage selbst wurde ohnehin schon ausgeführt daß es diverse zeitliche Abläufe gibt. Da will ich auch noch Kupplungswalzer ergänzen den man auch über einen Funktionsdecoder erst nach dem Ablauf des Anhaltens abarbeiten will.
-AH-
Richtungswechsel bei Fahrt löst bei einigen Decodern ein Nothalt aus. Es gibt auch Hersteller die das einstellbar haben. Hintergrund in sehr frühen DCC Zeiten war das DIE Methode einen Lokspezifischen Nothalt ohne CV4 oder ähnlichem abzuarbeiten auszulösen.
Zur UP Frage selbst wurde ohnehin schon ausgeführt daß es diverse zeitliche Abläufe gibt. Da will ich auch noch Kupplungswalzer ergänzen den man auch über einen Funktionsdecoder erst nach dem Ablauf des Anhaltens abarbeiten will.
-AH-
Hardwaredesigner - 20.08.26 15:04
Hallo,
ich habe in manchen Steuerwagen ein Führerstandslicht eingebaut. Bei Führerstandslichter in Loks, Triebwagen oder Steuerwagen programmiere ich immer die Funktion automatisches Abschalten des Funktionsausganges bei Fahrstufe größer 0. Damit das auch im Steuerwagen funktioniert, muss ich im Funktionsdecoder in CV3 und CV4 dieselben Werte schreiben, wie im Decoder in der Lok oder im Triebwagen.
LG
Markus
ich habe in manchen Steuerwagen ein Führerstandslicht eingebaut. Bei Führerstandslichter in Loks, Triebwagen oder Steuerwagen programmiere ich immer die Funktion automatisches Abschalten des Funktionsausganges bei Fahrstufe größer 0. Damit das auch im Steuerwagen funktioniert, muss ich im Funktionsdecoder in CV3 und CV4 dieselben Werte schreiben, wie im Decoder in der Lok oder im Triebwagen.
LG
Markus
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