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THEMA: Kleine Ausstellungsanlage

THEMA: Kleine Ausstellungsanlage
Startbeitrag
Wittmann - 13.08.26 16:50
Hallo,

Der Arbeitskreis "Gesunde Gemeinde" der Gemeinde Eben am Achensee veranstaltet am 20.09.2026 im Fischergut einen Tag der Kreativität und hat dazu Leute gesucht, die gerne etwas Kreatives machen. Das beginnt bei echten Künstlern und endet bei Bastlern und Hausfrauen, die gerne Ausgefallenes stricken oder häkeln. Als letzten Herbst die ersten Gespräche stattfanden, habe ich mich gemeldet, weil unser Hobby doch auch ziemlich kreativ ist. Von Beginn an bemerkte ich sehr großes Interesse an einer Modelleisenbahn, und so reifte bei mir der Plan für eine kleine Ausstellungsanlage. Sie sollte verschiedenste Menschen ansprechen, von denen die meisten gar keine Beziehung zur großen Eisenbahn oder Modelleisenbahn haben.

Der Termin und die Örtlichkeit wurde im Jänner oder Februar vorgeschlagen, aber erst Anfang März war es fix.  Der Einfachheit halber wählte ich das Kato-Gleissystem und verzichtete auf Steigungen. Zur Stromversorgung dient ein 50 Jahre alter Minitrix-Trafo, und zur analogen Steuerung habe ich ein kleines Gleisbild-Stellwerk gebaut. Nachdem es in der österreichischen "Modellbahnwelt" den Originalplan aus 1882 gab, habe ich ihn wohl maßstäblich, aber mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln gebaut. Sonst habe ich Häuser verwendet, die ich auf meiner Anlage stehen habe, damit ich nicht viel Neues machen muss. Signale oder Beleuchtung sind noch nicht vorhanden, können aber nachgerüstet werden. Vielleicht gibt es ja nächstes Jahr wieder so einen Tag der Kreativität.

Fortsetzung folgt.

Viele Grüße
Alfred

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Hallo Alfred

Klein aber fein. Gratulation zu der kleinen Anlage.

VG
Hallo Alfred,

klasse kleine Anlage, gefällt mir.
Vielleicht findet sich über so etwas auch der ein oder andere der dann auch Lust hat auf
Modellbahn und eines der schönsten Hobbys der Welt entdeckt.

LG aNdreas
Hallo,

danke für die positiven Kommentare! Mein Ziel ist ja, Interesse an der Modellbahn zu wecken und zu zeigen, was man alles selbst machen kann. Die Besucher werden wahrscheinlich einige Gebäude aus Tirol erkennen, z.B. die Burg Bideneck oder das Schloss Stumm im Zillertal oder Häuser aus Schwaz. Die Jausenstation unterhalb der Burg hat kein spezielles Vorbild. Für die felsigen Partien habe ich Knitterfelsen von Noch verwendet, und die Nadelbäume sind von Heki. Die zu begrasenden Flächen hab ich mit grüner Acrylfarbe aus dem Baumarkt gestrichen und anschließend mit Noch-Graskleber und der Streudose begrast.

Die im Handel erhältlichen Laubbäume waren mir zu teuer, und so habe ich eine Anzahl verschiedener Laubbäume und Haselnusssträucher selbst angefertigt. Die ganz billigen Kugelbäume von de Agostini waren mir doch zu häßlich, und ich habe sie mit Sprühkleber und Belaubungsflocken nachgearbeitet. Alle Bäume habe ich mit Pattex eingesetzt, und sie genügen meinen Ansprüchen.

Fortsetzung folgt
LG   Alfred

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Servus.
Schönes Thema der Gemeinde und die Bahn steht hier durch ihre Schlichtheit nicht im Mittelpunkt, sondern ist nur ein Teil des Ganzen. Nämlich Kreativ sein können und Kreativ werden dürfen. Prima umgesetzt.
Grüße.
Frank
Hallo Alfred,
ein wirklich sehr gelungener Beitrag von Dir und das nicht nur zu Eurer Veranstaltung, sondern auch hier fürs Forum. Eine bessere Werbung für unser Hobby kann es kaum geben. Quasi eine kleine Einstiegshilfe, für alle die sich bisher nicht getraut haben, vom Pllanungs- in den Baumodus zu wechseln. Das brauchte es an der einen oder anderen Stelle öfter, um den Leuten die Schwellenangst zu nehmen und auch mal zu zeigen, was mit einem noch überschaubaren Budget möglich ist. Das wäre, inklusive Deiner kleinen Dokumentation, sogar ein Hingucker auf den großen Messen.

Danke dafür
Frank
Hallo Alfred,
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Wittmann

zur analogen Steuerung habe ich ein kleines Gleisbild-Stellwerk gebaut.

Toll! Könntest Du bitte ein Foto von Deinem Gleisbildstellwerk - solo - einstellen?
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Wittmann

Forte folgt..

Du hast beim Bau vermutlich auch ein Betriebskonzept im Kopf gehabt? Vielleicht hast Du sogar einen Verdrahtungsplan Deiner kleinen Austellungsanlage gezeichnet? Der würde  - zumindest mich - auch sehr interessieren!

MfG

vik
Moin Alfred,

tolle Idee und großes Kino für kleine und große Leute!

Denn FineScale & Co sind das eine - doch das andere und aktuell hochrelevante ist, Modellbahn wieder in die "breite Masse" zu streuen und dort möglichst zu verankern.

Nicht auf Laien schnell "abschreckend" ultimativ hohem Niveau, sondern so, dass der eine oder andere auf den Einfall kommt, "hej, das könnte ich vielleicht auch, das traue ich mir zu - sollte ... auch ... ich ... vielleicht ... mal?".

Noch dazu werden die einzelnen Gebäude der heimatlich vertrauten Region ein Lächeln in die Gesichter der zielgerichtet oder zufällig vorbeischauenden Gesichter zaubern und persönliche Identifikation herstellen.

BRAVO!

Beste Grüße und aus der Ferne viel Erfolg,
Norrskenet
Hallo Alfred,

Ich bin ja demnächst auch wieder am Achensee um auf gewollten Umwegen mein Ziel in Südtirol zu erreichen, ….aber leider zu einem ganz anderen Termin.

Diese Modellbahnidee ist eine feine Sache und im Detail hast du alles richtig gemacht:
Typische Gebäude „zum Wiederentdecken“. Eigenbaubäume, die keinen der typischen Flaschenputzereffekte mit sich bringen und einen übersichtlichen Gleisplan.

Ich selbst präsentiere auch jedes Jahr das HO-Diorama eines real existierenden Ferienlagers in einer Schule zum Tag der offenen Tür und weiß daher wie man Mäuse fängt. 😉

Als Tipp kann ich mitgeben, dass Kinder durchaus Anlagen mögen, die etwas höher als der übliche Tisch sind.
Wir haben das dann aufbauend zur Tischhöhe (ca 74cm) um eine zusätzliche „Klappboxhöhe“ aufgestockt.
Man muss ja wissen, dass ihr Alltagsblick immer von unten nach oben gerichtet ist und von daher auch die höchste Aufmerksamkeit entwickelt, aber auch erfordert. Die Handflächen sind zudem auch unterhalb der Blickkante 😎

Besonders wichtig sind immer wieder die Mitmachknöpfe, wo mal ein Licht angeht und man erklären kann, was das ist. Als Krönung gilt natürlich immer der rauchende Schornstein auf dem Küchengebäude, wo dann die Lehrerkollegen ganz aufgeregt sind, weil ja der Rauchmelder auslösen könnte…was er bisher noch nie tat und auch nicht tun wird.

Ein paar zusätzliche Scheinwerfer bringen dazu noch den typischen Markteffekt, also dass da „was los ist“ und damit ist ein Schattendasein des Exponats ausgeschlossen.

Ich wünsche viel Erfolg und gratuliere schon mal zu dieser hervorragenden, aber stressbehafteten Idee.

Gruß Sven
Hallo Alfred,

Kann mich den Kollegen anschließen.
Das ist wirklich ein schöne Anlage geworden!

Darf ich fragen, wie groß sie ist?

Grüße
Ingo (F.)
Hallo,
heute folgen noch letzte Fotos vor dem "Tag der Kreativität" im Fischergut, einem alten Bauernhof in Pertisau. Der Eintritt ist frei, es gibt Verkaufsstände, Gelegenheiten zum Mitarbeiten und Beobachten und ein Rahmenprogramm mit lokalen Musikern, Sängern und Tanzgruppen. https://www.achensee.com/de/veranstaltungen-ti...ertisau-am-achensee/

An der Rückseite der Bahnhofstraße wurden Schrebergärten angelegt. Mit dem Bau bin ich für dieses Jahr fertig, ich möchte nur noch einige Probefahrten machen und entscheiden, welche Fahrzeuge und mobilen Details ich mitnehme.

Am Gleis 3 steht eine ÖBB 54 ex KkStB 60 mit einem Güterzug mit österreichischem Dienstwagen, und am Gleis 2 der Blaue Blitz von Jägerndorfer. Am Gleis 1 rangiert eine austrifizierte 94er von Fleischmann einen Schienenreinigungswagen. An der Ladestraße wird gerade ein österreichischer Bretterwagen mit Rundholz beladen. Die 2043 werde ich jedenfalls mitnehmen, weil das Vorbild in Jenbach gebaut wurde und ich ab 1973 noch diverse Änderungen an dieser Lokreihe konstruieren durfte.

Ich bin selbst gespannt auf den Tag der Kreativität und das Interesse an unserem Hobby.
LG   Alfred

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Hallo,
die speziellen Fragen möchte ich noch beantworten. Die Anlage ist 150 x 70 cm groß. Der kleinste Bogenradius ist 249 mm; bei den Kato-Weichen werden Gegenbögen mit 481 mm Radius mitgeliefert, die habe ich auch als Übergangsbögen in der hinteren Strecke verwendet.

Ein Betriebskonzept habe ich: Es soll immer nur 1 Zug oder 1 Lokomotive fahren, und der wird mit dem Minitrix-Trafo gesteuert. Wenn 2 Züge auf der Anlage sind, muss einer im Bahnhof stehen bleiben. Die blauen Taster am Stellpult schalten die Weichen, die roten Schalter (2-polige Umschalter von Amazon) sind für die Zugbeeinflussung und ermöglichen die Nachrüstung von Lichtsignalen. Einen zusätzlichen Signalabschnitt habe ich in der Strecke an der Rückseite der Anlage. Damit kann ich einen Zug parken, falls ich alle Bahnhofgleise zum Rangieren brauche. Zum Abstellgleis habe ich eine eigene Leitung vom Trafo, damit ich auch rangieren kann, falls die Kato-Stoppweichen in die Strecke zeigen. Andererseits habe ich dafür noch einen Schalter, damit ich dort eventuell eine Lokomotive parken kann.

Einen Verdrahtungsplan habe ich nicht, beim Bau habe ich nur einige Details in den provisorischen Gleisplan skizziert. Die Kato-Weichen schalte ich mit dem Wechselstrom aus dem Minitrix-Trafo, den ich über 2 Dioden in Gleichstrom mit der richtigen Polarität verwandle. Die Verdrahtung ist unter der Anlagenplatte durch abnehmbare Hartfaserplatten geschützt. Geplant ist, dass ich die Anlage auf einen Biertisch stelle und mit 2 Schrauben an der Scheunenwand befestige, damit bei unsanften Berührungen nichts passiert. Aus ähnlichem Grund habe ich auch einen Abstand von der Anlagenkante bis zum äußersten Bahnhofsgleis vorgesehen.

LG  Alfred
Hallo Alfred

Wirklich sehr schön!

Da sieht man, was mit überschaubarem Aufwand an Zeit und Kosten schönes entstehen kann. Mir gefällt besonders, dass Du grosszügig Bäume gepflanzt hast.

Eine Frage: Hast Du eine Schicht Styrodur als Oberfläche, oder kleben die Schienen auf Holz? Ist das eine Platte, oder eine Rahmenbauweise?

Grüsse von Kracherl
Hallo Alfred,


👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻

Gruß
Marcus.
Hallo Kracherl,
Die Anlage ruht auf einer 10 mm-Sperrholzplatte, die ich unterhalb mit Holzleisten verstärkt habe, um damit Raum für eine geschützte Verkabelung zu gewinnen. Die Gleise sind nicht verklebt, sondern verschraubt, weil ich noch genügend Minitrix-Gleisschrauben hatte, und die auch für die Kato-Gleise passen, wobei etwas aufbohren nützlich war. Die Schallübertragung ist mir egal, ich bin kein Perfektionist, und die Umgebung kann auch laut sein. Im Zuge der Gleisverlegung muss man bei Kato gleich alle Isolierstellen und Anschlusskabel so verlegen, dass man sie danach nicht sieht.

Reste von XPS-Hartschaumplatten habe ich für das Gelände verwendet. Weiters hatte ich von einer alten Kellersanierung noch 3mm dicke Styroporplatten. Damit habe ich das Gelände schon recht feinstufig geformt, und danach habe ich es noch verspachtelt.

LG   Alfred


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