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THEMA: ÖBB 2achs Spantenwagen: Ganzfenster/ ab wann Übersetzfenster

THEMA: ÖBB 2achs Spantenwagen: Ganzfenster/ ab wann Übersetzfenster
Startbeitrag
Dirk (LBF) - 13.08.26 09:41
Hallo,

die 7-fenstrigen 2achsigen Spantenwagen von Jägerndorfer gibt es ja mit Ganzfenstern , und Versionen mit Übersetzfenstern.
Ist die älteste Bauart die mit Ganzfenstern ? Ab welchem Jahr circa gab es die mit Übersetzfenstern . Gerade für die grünen Wagen.

Und mit welchen Triebwagen waren die blau/beigen Wagen unterwegs ?  Und eingesetzt auch in Lok-bespannten Zügen.

Schöne Grüsse

Dirk

Hallo Dirk,

die KI meint so ca. um 1980 mit dem Aufkommen der neuen Inlandsreisezugwagen (Spitzname "lange Schlieren") mit Übersetzfenstern, wurden die klapprigen, zugigen und währed der Fahrt heftig schlepperden Ganzfenster (mit dem Lederriemen) auch bei alten Waggons ersetzt. Es kann gut sein, dass das auch bereits früher geschah. Bei der Wiener Straßenbahn waren die Halbfenster bereits bei allen Neubau Wagentypen ab Mitte der 1950er Jahre gebräuchlich.

Mit den Altbau Triebwagen bin ich nicht vertraut. Leider gibt es bisher in N von keinem einzigen Hersteller auch nur ein einziges Modell von klassischen ÖBB Triebwagen, die dafür in Frage kommen.

Es wurden aber im degradierten Nebenbahnverkehr häufig Lok bespannte Züge mit kleinen Dampfloks (Reihe 77, oder der bekannte "Dorftrottel" BBÖ DT1, ÖBB 3071) und später Diesel-Verschubloks im Steckendienst eingesetzt, zusammen mit 1-3 der grünen oder später blau/beigen Wagen als Triebwagen-Ersatz, z.B. mit der Baureihe 2060 oder 2062 sind belegt.

(Gibt's selbstverständlich alles in H0 als Qualitätsmodelle. Nur in N macht es keiner. Hallo, Liliput!)

Auf der Westbahn wurden die grünen Spanten im Wiener Vorortverkehr als "Purkersdorfer Pendler" mit einer mittig "eingewickelten" Lok, ebenso DT und später nach der Elektrifizierung die Stangen-E-Loks wie 1062/1162 gefahren, auf der Franz-Josefs-Bahn  mit 1050/1041, eventuell 4061 oder vielleicht sogar 1042.0. mit und ohne Halbfenster kunterbunt gemischt soweit eben fahrbares Material vorhanden war.

Grüße, Peter W

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Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: Peter W.

die KI meint so ca. um 1980 mit dem Aufkommen der neuen Inlandsreisezugwagen (Spitzname "lange Schlieren") mit Übersetzfenstern, wurden die klapprigen, zugigen und währed der Fahrt heftig schlepperden Ganzfenster (mit dem Lederriemen) auch bei alten Waggons ersetzt. Es kann gut sein, dass das auch bereits früher geschah.  


Man darf eben einer KI nicht alles glauben. ;)
Um 1980 wanderten die 2achsigen Spantenwagen bereits aufs Abstellgleis, und man hätte sie vermutlich nicht kurz davor noch umgebaut. Tatsächlich geschah das bereits in den 1960er-Jahren. Wagen mit Halb- und Ganzfensten liefen aber über viele Jahre im Betrieb parallel.
(Vierachsige Spantenwagen wurden schon in den 1950ern ausschließlich mit Übersetzfenstern (um)gebaut.)

LG Didi

Danke für die Klarstellung.

Das ist ein Beispiel für ein typisches Problem der KI: Vermischung von Informationen.
Das wird uns in Zukunft noch beschäftigen…

Grüße, Peter W
@1:
gar kein Triebwagen stimmt so jetzt nicht. Immerhin gibts einen 5145, der nach dem Schnellzugseinsatz jahrelang auf Nebenbahnen sein Dasein fristete. Sicher auch mal mit BT verstärkt.

Und an Spantenwagen beim Purkersdorfer Pendler glaub ich nicht so recht, das waren eher N28 - sehen aber ziemlich ähnlich aus.

Lg, BS
Hallo,

über das Aussehen der Triebwagenanhänger BT 7139 gibt es hier eine Sammlung an Bildern, größtenteils mit Datum:
https://www.bahntechnisches-bildarchiv.at/br7139.htm

Die Wagen ohne den kleinen Nichtraucher-Piktogrammen passen bis Mitte der 80er Jahre. Die Wagen mit den kleinen Nichtraucher-Piktogrammen passen in den Zeitraum von etwa 1970 bis 1986. Das eine Modell vom BT 24-19 054 ist im Letztzustand mit Computernummer ab 1986.

LG
Markus
Hallo Dirk!

Den Blauen Blitz mit 2ax Triebwagenanhängern habe ich nicht so in Erinnerung und die Triebwagen, die ich in Erinnerung hätte, gibt es in N leider nicht.

Was in N machbar ist, ist diese Wagen mit Tenderloks zu fahren, aber da gibt es mW. derzeit nur die BR 86, die dafür aber eher nicht infrage kommt, weil eher am Erzberg beschäftigt.

Dieselloks wie 2060 und 2062, die ich selbst mit diesen Fahrzeugen gesehen habe, gibt es in N leider auch nicht 😒, dito die 2045 (die immerhin gab es als Selbstbaumodell über shapeways.

Bleibt als einzige glaubwürdige Alternative eine 2050 mit diesen Wagen. Mit den grünen kannst Du auch eine Rh 52 von Flm. fahren.

Gruß

Boris
... und auch die 1073 eignet sich hervorragend für grüne Spanten, ebenso 1041, 1042
LG Robert
Purkersdorfer Pendler wurden auch mit Spanten gefahren. Allerdings hatten die Lichter!

Nahezu alle Altbau E-Loks fuhren mit Spanten, auch die 1042. Ein Unfall 1981 am Südbahnhof mit einer 1042er war dann auch schuld, dass die Spanten schnell ausgemustert wurden.

Standarddampfer mit Spanten war natürlich die 93er, aber auch 52er fuhren damit, z.B. am Schweinbarther Kreuz.

Bei den Dieseln gibt es v.a. die 2043/2143. Die 2050 nur solange, wie sie Heizkesseln an Bord hatten. Als die dann ausgebaut wurden, nicht mehr. Wäre auch eine Kraftverschwendung gewesen.

lG
Norbert
Hallo Robert,
es war die Bi in grün auch mit der 1089 ,1189, 2043 und 2143 unterwegs.
VG
Siegfried
Hallo,

Spantenwagen wurden zum Teil schon mit Halbfenstern aufgebaut, also nicht nachträglich umgebaut sondern gleich in den späteren Fünzigern original mit denen aufgebaut.

Die schönsten und elegantesten Kombinationen sind übrigens die Langen Loks mit Spantenwagen. Also 4010 mt 6010 und dann 5 oder 6 Spantenwagen dran. Da gab es sowohl welche mit Flügelrad als auch welche mit dem Pflatsch.

Es gabe auch Pendler mit Spantenwagen, mit allen möglichen Loks in der Mitte. Re Blau beige bzw. elfenbein. Typische Fälle lokbespannter Züge waren Ersatzverkehre, wenn ein Triebwagen ausfiel, unter anderm mit Rangierlokomotiven. Aber auch bei ganz normalen Züge, gab es immer wieder solche Wagen mittendrinnen.

Andras



Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: Gipsey

Ein Unfall 1981 am Südbahnhof mit einer 1042er war dann auch schuld, dass die Spanten schnell ausgemustert wurden.



Hallo,

der besagte Unfall, mit vielen Pendlern auf den offenen Plattformen, führte aufgrund Überpufferungen zu vielen schwer verletzten im Fuß- und Beinbereich. Mit anderen Fahrzeugen wäre der Unfall sicher glimpflicher abgelaufen.
Vielen der Spantenwagen wurden danach an Museumsbahnen im In- und Ausland abgegeben.

Grüße
Markus
Hallo an alle,

hier ein Bild aus dem August 1980, Bahnhof Attnang/Puchheim. Leider gibt es weder die Lok, noch den den BD als N-Modell. Aber immerhin: 3 x Ganzfenster, 1 x Halbfenster.

LG
Matthias

Die von UMC zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Leider gibt es weder die Lok, noch den den BD als N-Modell

Hallo Matthias,
die Lok wurde zumindest mal als Kleinserienmodell realisiert.
http://www.mbs-ama.de/index.php?option=com_phoc...p;id=7&Itemid=61
Grüße,
Uwe
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Leider gibt es weder die Lok, noch den den BD als N-Modell
Hallo Matthias,
die Lok wurde zumindest mal als Kleinserienmodell realisiert.
http://www.mbs-ama.de/index.php?option=com_phoc...p;id=7&Itemid=61
Grüße,
Uwe


Nicht ganz, von AMA gab es die 1245, das Bild aus Attnang zeigt eine 1145. Und die gab es in N noch von keinem Groß- oder Kleinserienhersteller. Lediglich hier im Forum wurde sie als 3D-Druckmodell vor einigen Jahren mal gezeigt.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo Udo,

danke für die Korrektur. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.  

Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Der_Didi

Um 1980 wanderten die 2achsigen Spantenwagen bereits aufs Abstellgleis

Bis in zweite Hälfte bin ich im Weinviertel regelmäßig damit unterwegs gewesen, ab/bis Stammersdorf oder Gänserndorf.

Grüße,
Uwe


Hallo Leute,
wer tiefer in das Thema österreichische Personenzüge einsteigen will, es gibt da 2 interessante Bände vom RMG-Verlag:
https://bahnbuch.de/lokalbahnzuege-im-weinviert...haltestellen-band-1/
https://bahnbuch.de/lokalbahnzuege-im-weinviert...haltestellen-band-2/
Ich habe die Bücher (noch) nicht, bin mir aber sicher dass sich da etliche Zugbildungen mit Spantenwagen finden lassen.

Grüße Reinhard
Zitat - Antwort-Nr.: 15 | Name: CoxOrange

Bis in zweite Hälfte bin ich im Weinviertel regelmäßig damit unterwegs gewesen, ab/bis Stammersdorf oder Gänserndorf.


Stimmt - die blau/elfenbeinfarbigen waren auf Nebenbahnen noch ein paar Jahre länger unterwegs.

Noch etwas um diese Wagen epochemäßig richtig einordnen zu können;
Wagen mit der markanten dreieckigen Nichtrauchertafel fuhren zeitmäßig vor denen mit Piktogrammen. Raucherwagen hatten zu der Zeit meines Wissens keine spezielle Betafelung - Rauchen war da also der "Normalfall". :)

Und: es gab 5-, 6- und 7-fenstrige Wagen. Ab und bis wann alle diese eingesetzt wurden dürfte etwas für ausgesprochene Spezialisten sein. Es gäbe auch ein Buch dazu, leider nicht ganz billig:
https://www.bahnmedien.at/new_2017-08-09/produkt/die-oebb-spantenwagen/

LG Didi
Zitat - Antwort-Nr.: 14 | Name: Udo K

von AMA gab es die 1245


... und auch die 1045. Auch Fine Scale München hat von beiden Vorbildern eine Mini-Auflage gemacht, übrigens noch schöner als die AMAs.

Nachdem die 2-achsigen Spantenwagen bis in die frühen 80er auf Nebenbahnen omnipräsent waren, könnte man in der mittleren Epoche IV zahlreiche Loks vorspannen - aber leider hauptsächlich solche, die es bis heute nicht als Großserienmodelle gibt: 1040, 1041, 1045, 1145, 1245, 2043, 2143, 2045, 2050, 2062, 2067. Dann natürlich auch 5043, 5044 und 5046. Von den genannten 14 gibt/gab es nur 4 als Großserienmodell - die öst. Nebenbahn bleibt die große Lücke im N-Programm.

Und dann verstehe ich nicht, warum Jägerndorfer die Welt mit Bih flutet, den angeküdigten BDih(o) aber nie gebracht und an einen Diho gar nicht gedacht hat.

Jo mei, ein bissi Platz für Selbstbau muss wohl bleiben.

Gruß aus der Donaustadt
Matthias
Hallo Matthias,

Ja genau,  endlich wird die Welt mit den richtigen Modellen geflutet
Die zweite und dritte Form war offenbar zu teuer.

Grüße,  Peter W
Hallo,

die saphirblau/beigen Spantenwagen finde ich ja extrem nice. Würde da historisch auch eine 1044 davor passen? Zeitlich müssten die sich ja über den Weg gelaufen sein. Habe aber leider noch kein Fotobeleg gefunden.

Cheers, Steffen
Servus Steffen,

die 1044 wäre so ziemlich die letzte Lok, die mir für 2-achsige Spantenwagen in welcher Form auch immer einfallen würde. Sie kam Ende der 70er auf und war die "Flagship"-Lok der ÖBB und damit nur auf Hauptstrecken und vorrangig vor Schnellzügen anzutreffen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Spantenwagen ins Hinterland verdrängt und vornehmlich auf einstellungsgefährdeten, oft nicht elektrifizierten Nebenbahnen anzutreffen, allenfalls im niedrigen Personenzugdienst (so wie im Bild von Beitrag 12).

Anderes Argument: Die 1044 war die erste ÖBB Lok mit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und daher prädestiniert für den Fernverkehr, während es für Dienste mit 60 - 120 km/h genug andere Lokomotiven (auch Altbaulokomotiven) gab.

LG
Matthias
@ 20 & 21 Servus, ja absolut legendär, ich hab das Foto im Kopf, eine 1044.0, ich glaub es war die Vorserienlok 1044.01 mit einem langen Spantenwagenzug bei der Ausfahrt aus Wien Meidling irgendwann in den 1970er Jahren. Beste Urlaubsgrüße, Phil
Servus; tatsächlich hab Ich zwei Fotos einer 1044 mit Spanten (aber nur die grünen)

Zum einen  eines in Villach am 28.7.1981 und eines in Salzburg von August 1979.

Leider hab Ich die rechte nicht an den Fotos also kann Ich sie hier nicht zeigen, aber wer sie sehen will bitte kurze PN.

Aber es dürfte auch klar sein das dies sehr selten war und vermutlich keine Planleistung,,,,,,

lg Andi
Servus Andi,

man soll niemals nie sagen, schon gar nicht bei der ÖBB der 80er. Danke für die Bereitstellung dieser Sichtungen!

Die beiden Bild beantworten auch einmal mehr die Eingangsfrage: Halbfenster und Ganzfenster waren kunterbunt unterwegs,

Und die Bilder streuen Salz in meine Wunden: Jägerndorfer, Fleischmann, habt Erbarmen, gebt uns einen BD oder Diho.

LG Matthias
Guten Morgen
Beim Durchblätter des EJ Special 7/91 „Die Semmeringbahn II“ sind mit einige Fotos mit Spantenwagen aufgefallen.
Bild 33: grüne 1046 mit 5 Fallfenster-Spanten, ebenso Bild 92, jedoch 9 Fall- + Halbfenster
Bild 91: 1010.20 (Schantl-Bart) mit vermutlich 2 Spanten, sind jedoch nicht genau erkennbar, aufgrund des Betrachtungswinkel.
Des Weiteren sind einige Fotos mit Dampfloks abgebildet, die durchaus wünschenswert wären, wie die 35, 78, 95 usw
LG Robert
Zitat - Antwort-Nr.: 23 | Name: andy90

Aber es dürfte auch klar sein das dies sehr selten war und vermutlich keine Planleistung,,,,,,



Hallo Andreas,

danke für die Bilder. Die vielen Kinder im Schulalter auf dem zweiten Bild lassen darauf schließen dass es sich in Salzburg um einen Sonderzug (Schulausflug o.ä.) gehandelt haben könnte.


Bei uns im Verein haben wir um 1980 zwei gut erhaltene Spantenwagen von den ÖBB erwerben können. Diese dienten zur Verlängerung des Museumszugs (Dampflok mit Länderbahnwagen der Baujahre 1895-1920). Später kamen über die Jahre hinweg noch mehr als 10 weitere Spanten und sogar noch eine ausgemusterte 1020 hinzu. Ab 2013 konnten wir dann im Großraum Stuttgart mit der wieder als E94 088 bezeichneten und mit zwölf Spantenwagen mit bis zu 90km/h Ausflugszüge auf Hauptstrecken fahren. Ich kann mich noch an eine Mitfahrt auf der offenen Plattform erinnern. Als uns zwischen Plochingen und Ulm ein ICE mit 160km/h entgegen kam musste man sich schon gut an den Übergangsgittern der Wagen festhalten.

2018 wurde die E94 dann an einen neu gegründeten Verein abgegeben.

https://www.altbauellok.de/e94-088/

Im Verein haben wir auch 2026 noch mindestens fünf betriebsfähige Spantenwagen. Davon einer mit den modernen Übersetzfenstern und einen Packwagen (für Fahrräder und Kinderwagen). Der Rest der Spantenwagen wurde inzwischen an andere Vereine abgegeben bzw. steht aktuell nicht über Schiene oder Straße erreichbar in Kornwestheim Rangierbahnhof.

Grüße
Markus



Hallo, noch ein Nachtrag zu meinem Kommentar in #22: In den Büchlein der Reihe "Bahn im Bild" wird man rasch fündig, was Zugkompositionen mit Spantenwagen betrifft: Im Band 45 zur Südbahnstrecke finden sich z. B. zahlreiche Bilder von teilweise sehr langen Spantenwagen-Garnituren, v. a. in Grün, Ganz- und Halbfenster gemischt - passende Zugloks im Personenzugdienst auf der Hauptstrecke sind demnach die Reihen 1040, 1042, 1046 und (zumindest fallweise) 1044, das alles in den späten 1970er Jahren. Früher waren natürlich auch die Reihen 2045, 2050, 1073 und die Gepäcktriebwagen Reihe 4061 (später als 1046 umbezeichnet) mit den Spanten auf der Südbahn unterwegs, wobei die 1073er nur bis Payerbach-Reichenau kamen, die waren für die Semmeringrampen nicht geeignet. Über den Einsatz auf Nebenstrecken wurde ja in dem Faden schon ausführlich berichtet. Nachgewiesen ist auch der Einsatz von Dieseltriebwagen Reihe 5145 mit den blau-weißen Spanten-Triebwagenanhängern als Verstärkerwagen. Blau-weiße Spanten wurden aber auch immer wieder gemischt mit grünen Spanten in lokbespannten Personenzügen eingesetzt.
Beste Grüße, Phil
Hallo.

Zu den Spantenwagen in Salzburg:
Das war zumindest im Sommer 1979 ein reguläres Zugpaar von Salzburg nach Golling und zurück.
Wir sind damit öfter von Golling nach Hallein gefahren, wo mein Vater wegen eines Herzinfarktes im Krankenhaus lag (weder Mutter noch ich besaßen damals einen Führerschein). Natürlich hatte ich da andere Dinge im Kopf als Fotos oder auch nur Notizen zu machen. Es waren jedenfalls drei oder vier grüne Zweiachser (von Spantenwagen hatte ich damals noch keine Ahnung) und eine fette grüne E-Lok (keine Ahnung welche, aber keine Altbau-Lok), die für die Fuhre reichlich überdimensioniert wirkte.

N-Gruß
Chris
Hallo,

mein ältestes Foto von einem zweiachsigen Spantenwagen mit Übersetzfenstern ist von 1964. Es zeigt eine 1020 vor einem Gepäcktriebwagen der Reihe 4061, dann kommt als erstes der oben genannte Spantenwagen und dann eine ganze Schlange zweiachsiger österreichischer Altbauwagen mit Oberlichtern (kann die Wagen leider nicht besser beschreiben, eventuell Wiener Stadtbahnwagen). Am Zugschluss dann nochmal drei Spantenwagen (ohne Übersetzfenster).

Grüße
Markus
Guten Abend!

Noch einmal auf meinem Post zurückkommend. Nach den Infos aus Heless und Horn, wurden die zumindest ab 1957 mit Übersetzfenstern zB in Jedlersdorf/Floridsdorf aufgebaut.

Viele Grüße

Andras

Hallo Andras,

ab 1948 wurden die Spantenwagen produziert bzw. umgebaut.

Wann genau endete denn das Umbauprogramm mit den zweiachsigen Spantenwagen?

Von den Stückzahlen waren die zweiachsigen Spantenwagen mit den Übersetzfenstern ja in der Minderheit und gefühlt 80% der Wagen hatten die Ganzfenster.

Grüße
Markus
Hallo,

laut Rabl/Stockklausner 1982 S.38 endeten die Umbauten in Spantenwagen 1965.  

LG   Alfred
Hallo,


vielen Dank für die vielen Antworten rund um das Thema.

Ich wollte halt Versionen möglichst noch im Zustand der 1950er Jahre.

Dank Andras weiß ich jetzt dass Übersetzfenster auch schon in 1950er Jahre.


Aber die JC-Modelle mit Piktogrammen erst ab 1970er Jahre verwendbar sind, usw.

Und blau / beige Wagen in Bummelzügen mit grünen gemischt werden können usw.


Schöne Grüsse

Dirk
Guten Abend Dirk,

ein typischer modellbahngerechter Zug aus den 50ern wäre zB eine 770er oder eine 657 (G10) mit einem PWGS41 und zwei, drei Spantenwagen und irgend einem Güterwagen. Beim PWGS41 muss man ein bisl basteln und die 657 muss man sich umbeschriften, was aber bei einer Dampflok überschaubar viel Aufwand ist.

Andras

PS: ich habe nie in meinem Leben einen Spantenwagen mit einem Piktogramm gesehen, auch auf den Eilzugwagen oder den 26,4 Meter Wagen, die in grün auf der Südbahn in den späten Siebzigern ihr Unwesen in diversen Eil- und Regionalzügen trieben, nicht. Wenn dann sind die eher sher zaghaft erschienen.

Hallo,

alle jenen denen die Entwicklung und Historie der Spantenwagen sehr am Herzen liegt, kann ich nur das Buch "die ÖBB Spantenwagen", erschienen im Verlag Bahnmedien (https://www.bahnmedien.at/new_2017-08-09/produkt/die-oebb-spantenwagen/) sehr empfehlen.

Auf fast 500 Seiten wird die Entstehung dieser Wagengattung und ihre Ausführungen mit Bildern und Zeichnungen sehr detailliert beschrieben und selbst Einzelstücke, wie zB ein achtfenstriger Spantenwagen dargestellt.

Gruß Christoph
Vielen Dank Andras für die Zugbildungs-Info !

Aber so ganz entfernt passt der Fleischmann 830157 erst mal ungefähr ?

https://www.dm-toys.de/files/produktfotos/Fleis...eischmann_830157.jpg


Schöne Grüsse

Dirk
Servus,

ja geht bis ca Mitte der Fünziger mit der Dachkanzel. Danach fuhr er ohne weiter. Dh dann lieber keine Spanten mit Halbfenstern aber dafür kann man alle möglichen ex-DRG Dampfloks davor hängen. Wenn Du bis in die Sechziger damit fahren willst, tausche vielleicht das Dach mit einem PKP oder SNCB Wagen oder warte, bis Flm den mit dem flachen Dach herausbringt.

Viele Grüße

Andras
Hallo,

lässt sich beim Fleischmann 830157 die Zugführerkanzel nicht abnehmen? Bei einem vierachsigen Packwagen von Minitrix habe ich die Zugführerkanzel entfernt und die Öffnungen in Dach mit flüssigen Kunststoff verschlossen, nach dem trocknen verschliffen und das Dach neu lackiert.

Grüße
Markus
Moin,

das Zugführerkanzel-Dach des DR/DB/ÖBB/PKP/SNCB-Güterzuggepäckwagens ist links und rechts lediglich eingeclipst und lässt sich unschwer abnehmen (so, wie der gesamte Wagen leicht demontierbar ist).

Die durch Markus in #38 beschriebene Prozedur habe ich genauso erfolgreich bereits  an einem Fleischmann-Düse-Gepäckwagen exerzieren können.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo,

bei den Pwgs41 bei den ÖBB wurden beim Entfernen der Dachkanzel auch Übergänge an den Wagenenden ergänzt.
https://eisenbahnmuseum-heizhaus.com/assets/ima...5%20014-c06da0d9.jpg

LG
Markus
Was ich mir allerdings nur antun würde, wenn ich ihn gleichzeitig mit Aluminiumtüren ausstatten würde.

Andras
Hallo,

fand der Rückbau der Zugführerkanzeln, das Nachrüsten der beiden Wagenübergänge und der Einbau der Aluminium-Türen in einem Schritt statt? Auf dem Foto von Markus in Beitrag 40 kann man keine Schiebetür aus Aluminium erkennen. Oder ist dieser museal  erhaltene Wagen ein Sonderling in Österreich gewesen?
Bin mal gespannt ob Fleischmann hier die Form des Pwgs 41 noch überarbeitet um ein korrektes Modell für die späte Epoche III bzw. der Epoche IV der ÖBB bringen zu können. Das halte ich für realistischer als dass Jägerndorfer hier noch bei den Spantenwagen eine Formneuheit bringt.

Grüße
Markus
Hallo Markus,

da bin ich völlig überfragt. Wie immer in diesen Fällen gibt es keinen singulären Moment. Die PWGS41 waren Güterzugbegleitwagen, die in großer Zahl aus verschiedenen Produktionen und Werken stammten. Die von SGP zB hatten angeblich nie Dachkanzeln, weil man die in Österreich nach 1870 so gut wie nicht mehr gebaut hat. Wagen aus deutscher Produktion hatten die, wenn auch nicht alle. Von denen mit Dachkanzel gab es zumindestens einen, der nach dem Krieg in Österreich verblieben ist. Davon gibt es Photos. Die Mehrzahl hatte keine, von denen gibt es auch Photos. Angeblich war die Fensteraufteilung auch nicht einheitlich., sondern von Serie zu Serie unterschiedlich. Alutüren kamen, wenn die alten Blechtüren durchrosteten. Und dort endet meine Weisheit.

Ich persönlich habe zwei Zugänge zu dem Wagen. Entweder nehme ich ihm einfach die Dachkanzel weg und belasse es dabei, oder ich mache einen grundsätzlichen Umbau, bei dem er dann zB die Übergangstüren und Übergangsbleche bekommt, die Alutüren mit den gummigefassten großen Fenstern plus die horizontalen Vergitterungen.

Aber es ist Modellbahn, da kann und darf jede(r), wie und was er/sie will.

Andras


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