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THEMA: Ärgerlich: FLM und ein seltsames Fehlerbild
heute muss ich meinem Ärger mal Luft machen: im letzten Jahr (September) habe ich eine neue Fleischmann BR 043 (7160007) gekauft. Bis heute lief sie richtig gut. Dann blieb sie auf freier Strecke ohne erkennbaren Grund einfach stehen.
Fehlerbild: der Decoder lässt sich nicht mehr auslesen, egal welcher Modus gewählt ist. Ein Reset wurde ebenfalls verweigert, in allen Fällen quittiert die Lok mit einem "Error 2"
Sollte sich dieser, von Fleischmann hochgelobte neuer Motor bereits nach so kurzer Betriebszeit ins Nirwana verabschiedet haben? Die Lok hat insgesamt keine 60 Minuten Betriebszeit hinter sich und wurde immer nur gefahren, damit sie sich nicht in der Vitrine "kaputt steht".
Was waren das noch für goldene Zeiten, als FLM den oft verölten Dreipoler eingebaut hat, den konnte man wenigstens reparieren.
Wie dem auch sein, ich habe den Händler kontaktiert. Wenn auch die 6 Monate Garantie vorüber sind, die 2 Jahre Gewährleistung noch lange nicht. Mal sehen wie lange die Lok nun ins Betriebswerk muss.
Eine grundsätzliche Frage habe ich aber: sollte man den Decoder zur Sicherheit selbst lagern und durch den Brückenstecker ersetzen? Gekauft habe ich die Lok seinerzeit analog.
Gruß
Freddie
Ich kann deinen Ärger gut verstehen:.
Ab zum Händler und dann Retour zum Hersteller damit der Rückmeldung bekommt! Ich persönlich würde den Decoder unbedingt ausbauen und daheim lagern ....
Lg Jörg
ja Du solltest unbedingt den Decoder ausbauen und am Decodertester oder in einer anderen Lok prüfen. Womöglich ist nur der Decoder kaputt gegangen, hast Du das bereits ausgeschlossen?
Wenn Lok analog gekauft wurde, würde ich den originalen Analogstecker einsetzen und testweise 9 V anlegen. Falls die Lok wirklich defekt ist, muss man die Gewährleistung auch im Originalzustand reklamieren. Bedenke, wenn die Lok getauscht wird, kann es sein dass Dein Decoder weg ist!
Grüße, Peter W
der Error 2 an der z21 bedeutet, dass der Decoder nichts zurückmeldet. Das hat in der Regel nichts mit dem Motor zu tun.
Der Decoder hat schlichtweg keine Verbindung mehr zum Programmiergleis. Hat die 43er einen Next18 Steckdecoder? Dann nimm ihn mal heraus und steck in wieder ein. Falls das nicht bringt, kann man versuchen, einen anderen Decoder einzustecken. Wenn der dann funktioniert. Hat sich wohl der Decoder verabschiedet.
Gruß
Jürgen
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Womöglich ist nur der Decoder kaputt gegangen, hast Du das bereits ausgeschlossen?
Ja habe ich: in einer anderen Lok (auch Next18) läuft alles normal.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
der Error 2 an der z21 bedeutet, dass der Decoder nichts zurückmeldet. Das hat in der Regel nichts mit dem Motor zu tun
Das sehe ich tatsächlich anders: der Decoder bekommt die Rückmeldung vom Motor bevor er die CV Einstellung anzeigt (im CV Modus durch kurzes Anrucken). Kommt keine Rückmeldung wird der Error angezeigt. Das kann sein: a) das der Motor keine Spannung vom Decoder empfängt oder b) der Motor blockiert ist und keinen Impuls mehr abgibt.
Und zum besseren Verständnis: auch mit der Analogbrücke rührt sich da nichts mehr.
Gruß
Freddie
Auch wenn es ein garantiefall ist, es ist schon nicht verkehrt, die Quelle zu wissen, bevor die Lok eingeschickt wird.
der Motor ist doch auch so ein billiger Wegwerfmotor, oder ? Hält oder verreckt nach kurzer Zeit.
Einen echten GAM, wenn auch nur ein Chinaböller hat bisher nur die neue Baureihe 120.
Mal sehen, wie lange der hält. Für mich ist das aber alles irgendwie keine langlebige Qualität wie früher, leider.
Grüße
Frank
bei meiner Roco BR 215 die schon ein paar Jährchen auf den Buckel hat die gleichen Symtome. Auf dem Gleis gestellt keine Reaktion. Multimaus zeigt Error 2 an.
Dann ein bisschen geruckelt und sie lief wieder normal.
Grüsse
Klaus
Der Motor hat übrigens keine Schwungmasse. Das ist doch ein moderner.... (Sarkasmus OFF)
Aber es wird jetzt noch interessanter:
Ich habe insgesamt 3 Next18 Decoder getestet, einer davon aus einer BR 218 ausgebaut, also definitiv i.O.
Mit keinem der Decoder läuft die Lok. Allerdings lassen sich manchmal die CV auslesen, einen Reset verweigern alle Decoder in der Lok.
In der 218 funktionieren alle Decoder wie es sein soll.
Also schon mal die Lok für den Versand vorbereitet und die Analogbrücke eingesteckt. Noch einmal auf mein sehr kurzes analoges Testgleis gesetzt und die Lok fährt. Hä?
Jetzt den Stecker aus der Zentrale gezogen und den alten Trix Trafo an die Hauptbahn angeschlossen. Die 043 aufs Gleis gesetzt und sie dreht ihre Runden....
Das erklär mal einer. Also nochmal einen Decoder, dann den zweiten und den dritten eigesetzt: keinerlei Funktion.
Wenn ich die Lok mit dem Analogstecker zur Reparatur schicke weiß ich jetzt schon, was auf den Zettel kommt: Fehler nicht reproduzierbar.
Was mache ich denn jetzt? Hätte die Schnittstelle einen Hau, dann würde sie auch nicht mit dem Brückenstecker laufen.
Gruß
Freddie
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: spur.n.bahner
der Error 2 an der z21 bedeutet, dass der Decoder nichts zurückmeldet. Das hat in der Regel nichts mit dem Motor zu tun.
That's falsch. Und der Decoder bekommt auch keine Rückmeldung vom Motor wie Freddie in #4 schreibt.
Das Verfahren zur Rückmeldung einer CV auf dem Programmiergleis lief schon immer über den Stromverbrauch. Der Decoder gibt auf den Motor Strom in Form von Impulsen. Das erzeugt einen signifikanten Stromverbrauch in der Zentrale, den sie erkennt und dessen Impulsfolge sie als Rückmeldung interpretiert. Der Decoder morst quasi den CV Wert an die Zentrale – so ganz ohne Railcom (das war damals noch nicht erfunden).
Das Ganze geht auch mit einem anderen Verbraucher anstelle des Motors, also einem Widerstand oder mehrere Lampen. Mindestems 60 mA sollten da fließen. Das erreichen Funktionsdecodern in der Regel nicht und deswegen gibt's beim Programmieren immer einen Fehler und CVs kann man so auch nicht auslesen.
Aber ob der Motor kaputt ist, der Decoder kaputt ist, oder einfach nur kein Strom durch die gesamte Einheit fließt, kann man damit nicht erkennen.
Grüßle
Ralf
LG Mike
eine Lok mit Digitaler Schnittstelle fährt nicht,
wenn a) der Brückenstecker nicht eingesteckt ist und
wenn b) kein Decoder eingesteckt ist.
Aber eine Lok nur mit Brückenstecker niemals auf ein Gleis stellen wo Digitalspannung anliegt. Da fährt die Lok mit voller Leistung schlagartig los.
Mal nach den Radschleifern geschaut?
Die sind in N Fzg ja winzig und ein Fussel kann zum Ausfall führen.
Selbst bei H0 kann sowas passieren.
Da die Lok ja wieder fährt, einfach mal einen neuen Decoder einsetzen und die Lok fahren lassen.
Kannst du die Spannung einstellen, die zum Gleis geht?
Wenn ja, einfach mal auf gut 15 V einstellen, dann müsste der Decoder evtl Spannungsspitzen besser abfangen können.
Ich habe meine ECoS und meine z21 so eingestellt,
das die Spannung manuell eingeschaltet werden muss,
wenn die Geräte Betriebsbereit sind.
Liebe Grüße
Raimund
Zitat - Antwort-Nr.: 12 | Name: E-44 098
Aber eine Lok nur mit Brückenstecker niemals auf ein Gleis stellen wo Digitalspannung anliegt. Da fährt die Lok mit voller Leistung schlagartig los.
Nein, tut sie nicht. Der Motor zirpt laut, dreht nicht.
Wenn man nicht weiß, ob eine Lok digital oder analog ist, kann man durchaus eine Sekunde Digitalstrom riskieren, um es herauszufinden.
Das habe ich hunderte Male gemacht. Nie ist eine Lok losgerast.
Jürgen H.
Ich würde erst mal die lok nicht einsenden.
In der Lok liegt vielleicht ein versteckter "Kurzschluß" vor.
Der Motorstromkreis hat dann plötzlich Kontakt zum Gleisstromkreis. Im Analogbetrieb fällt dieser nicht auf. Bitte nochmals den Motorstromkreis gegen den Gleisstromkreis auf totale Kontaktfreieit durchmessen und zwar mit und ohne Brückenstecker.
Besonders die für analog vorgeschriebene Funkentsörung die einige Hersteller mit 3 Konsensatoren (Filterdreiecksschaltung) statt Spule(n) und Löschkondensator(en) (mind 1 max 2 je Bauteil davon auf der Haptplatine aufgelötet) machen ist nicht unkritisch, weil nie 100 % Motor gegen Gleis getrennt ist - müssen diese 3 ausgelötet werden. Fleischmann hat dies sehr lange Zeit so praktiziert.
Es ist auch zu prüfen ob Fleischmann mittlerweile auch die "beliebte" analoge (!!!!) Motorsicherung verbaut hat. Diese grünlich eingefärbten SMD Bauteile (1 Stück je Platine) sind im Digitalbetrieb oft der Auslöser. Bitte brücken, der Decoder schützt den Motor.
Eine weitere Störquelle sind Bauteile im Lichtstromkreis, die für Spezialeffekte gerade bei Dampfloks benötigt werden, die kaputt gegangen sind, auch das mag der Decoder nicht sonderlich. Stichwort unverstärkte Ausgänge mit Verstärkerhilfsschaltung. Letzteres lässt sich im Analogfahrbetrieb nicht ohne weiteres testen, sondern nur ausmessen.
Auch verlegte Käbelchen - besonders wenn diese sich drehen können (Drehgestellanschlüsse) mit blanken Äderchen oder verschmorte Isolierung können der Grund für Störungen auf einmal sein.
Weitere Fehlerquellen sind Fette und insbesondere Öle die sich durch Kriechung bei Hitze / Wärme und mechanische Bewegung an falsche Stellen verbeitet haben und Korrosiv, oder viel schlimmer, als leitende Brücke wirken.
Die Hersteller überfetten und überölen ihre Modelle immer und immer wieder!
Fazit: der Fehler liegt m. M. n. bei dem Fehlerbild noch ganz wo anderst, als am Motor, da der Motor in Takt ist.
Hier muss ein Fachmann mit Dir zusammen gründlich die Lokplatine, auch alle Kabel nicht vergessen(!), sowie die Mechanik untersuchen.
Fleichmann, Märklin, PIKO & Co. machen solche Test und Putzarbeiten schon mal nicht. Dafür haben sie kein Personal. Sowas kann nur eine erfahrene Werkstatt machen und die sind rar gesäht und teuer.
Drück Dir die Dumen, dass Du den Fehler findest. Versuche einen Kollegen (MoBa Club) aus deiner Umgebung zu involvieren.
Grüße.
Frank
die Überschrift des Fadens ist unpassend, da es ja nicht der Motor ist, wie der Beitragseröffner nun zu gibt.
Die Mechanik der Lok ist es nicht, der Motor auch nicht und den Decoder kann man auch ausschließen. Die Kabel der Platine sind geprüft und fehlerfrei angelötet. Einen Masseschluss konnte ich ebenfalls nicht feststellen.
Und genau aus diesem Grund werde ich die Lok wohl doch zum Händler schicken. Woher der Fehler kommt weiß ich nicht. Aber wenn die Lok in unverändertem Zustand läuft und plötzlich grundlos stehen bleibt ist das ein Gewährleistungsfall.
Auch eine Modell Lok sollte die Gewährleistungsfrist überleben. Danach kann man anfangen zu basteln.
Gruß
Freddie
Was ich Dir noch anbieten möchte ist mal ein gestochen scharfes unverblitztes Foto der Hauptplatine OHNE Decoder oder Analogstecker hochzuladen. Veilleicht sieht man ja doch was. Sind zufällig Bauteile auf der Untrseite verlötet? Dann "leider" auch diese Seite zeigen. Den beim ersten Mal betroffenen Decoder auch mal vorne und hinten fotografieren.
Es gibt hier sicherlich Adleraugen die Fehler bereits optisch finden.
Danach kannste sie immer noch einschicken.
Grüße.
Grüße,
Harald
Auch von mir noch einen Löffel Senf.
Schaut euch die Bilder an.
Solange das fehlende Stück keinen Ärger macht/irgendwo klemmt, läufts.
Wenn Schluss, dann Ende!😎
Zig mal erlebt 🤨.
BG, Lutz!
Die von LW zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
gut möglich, das wieder mal der überschüssige Fett/Öl die Ursache ist.
Das würde auch die unter 60 Minuten Fahrtzeit passen.
Ich würde gleich von Anfang an die Loks mehrere Male über 30 Minuten laufen lassen. Übersteht die Lok insgesamt mehr als 2 Stunden… dann kann man davon ausgehen, das die Lok in einem einwandfreien Zustand befindet.
Dann freut man sich um so mehr.
Grüße Henning
vom Motor als Ursache sind wir ja weg da er im Analogbetrieb läuft. Heute Vormittag habe ich die Lok noch einmal zerlegt um das "scharfe und unverblitze Foto" zu schießen. Das hat auch wunderbar geklappt und wenn die Lok schon mal offen ist, dann steckt man zur nochmaligen Probe den Decoder ein und setzt sie auf das Gleis.
Was soll ich sagen: die Mysterien werden immer konfuser. Die Lok läuft wieder wie vorher, lässt sich programmieren und auslesen. Und nur um mal allen ins Gedächtnis zu rufen: Stand gestern ging keiner der 3 vorhandenen Decoder in der Lok. In anderen Loks liefen alle normal. Lediglich analaog hat die Lok funktioniert.
Das soll mir mal einer erklären.
Aber ich bin froh, dass der Jumbo wieder fährt und die unsägliche Verschickerei nicht sein muss.
Gruß
Freddie
Glückwunsch zur Wiederbelebung der Lok. War dann doch ein größerer Eingriff im AW nötig, nachdem die BW Mannschaft nicht weiter kam, der sich gelohnt hat.
Und digitales fahren macht nochmal so viel Spaß. ^^
Herzliche Grüße.
Frank
Kann man denn die Kohlen heraus nehmen? Sind am Motor zwei runde Hülsenenden sichtbar, in denen die Kohlen mit Feder stecken? Diese Hülsen kann man zur Reinigung heraus ziehen. Danach mit der ganzen Familie die Federn suchen.
Gruß von Aron
Zitat - Antwort-Nr.: 20 | Name: Freddie
Was soll ich sagen: die Mysterien werden immer konfuser. Die Lok läuft wieder wie vorher, lässt sich programmieren und auslesen. Und nur um mal allen ins Gedächtnis zu rufen: Stand gestern ging keiner der 3 vorhandenen Decoder in der Lok. In anderen Loks liefen alle normal. Lediglich analog hat die Lok funktioniert.
Hallo Freddie,
erstmal Glückwunsch! Ich würde Dir raten, die Lok in den nächsten Tagen weiterhin ausgiebig digital zu fahren, um zu sehen, ob das Problem damit endgültig erledigt ist.
Ich hatte dasselbe Phänomen letztes Jahr mit einer neuen Fleischmann-Lok. Nach einigen Tagen problemlosen Betrieb blieb sie einfach stehen und der Decoder war auch nicht mehr ansprechbar. Ich bekam dann den Tipp, es mal analog zu versuchen und sie dann 10-15 Minuten fahren zu lassen. Hat auch funktioniert und anschließend ging digital alles wie zuvor. Bis sich nach kurzem Digitalbetrieb das Spiel wiederholte. Ich habe sie dann noch zweimal durch Analog wiederbelebt und dann doch eingeschickt.
VG Martin
Bei den alten klasssichen Motoren die es davor gab und hier und da noch gibt dagegen schon. Reinigung von Kollektor und Kohlebürstenkokntrolle ist jedenfalls kein schlechter Vorschlag. Die Entnahme macht man in einer durchsichtigen Kunsstofftüte (Gefrierbeutel), dann fliegt auch nichts ungewollt davon.
Es bleibt spannend.
Gruß
Freddie
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