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THEMA: Zu kleine Räder in Antriebsdrehgestellen des TEE RAe II

THEMA: Zu kleine Räder in Antriebsdrehgestellen des TEE RAe II
Startbeitrag
Elmar W. - 24.07.26 12:43
Hallo!

Der TEE RAe II von Kato ist ein sehr schöner Zug. Allerdings wunderte ich mich von Anfang an über die nicht besonders zuverlässige Stromversorgung des Motorwagens. Von sechsachsigen Lokomotiven bin ich eigentlich etwas anderes gewohnt. Gestern habe ich nun eine erstaunliche Entdeckung gemacht.

Die Räder auf den mittleren Achsen des Motorwagens sind deutlich kleiner als die auf den äußeren. Auf dem ersten Bild ist dies deutlich zu erkennen. Und auf dem zweiten Bild kann  man sehen, daß das mittlere Rad gar keinen Kontakt zur Schiene hat, sondern buchstäblich "in der Luft hängt". Eine Messung ergab, daß die äußeren Räder einen Laufflächendurchmesser von 5,95 mm haben, die mittleren nur 5,2 mm.

Ich habe noch einen ganz alten gleichartigen Zug aus einer der ersten Auflagen liegen, Nr. 1400 von Hobbytrain. Auch dieser Zug hat schon dieses Merkmal. Damals wurde der Motorwagen über die Endwagen mit Strom versorgt. Da war es zumindest für die Stromversorgung ohne Belang, daß die Räder kleiner waren. Für den jetzigen Motorwagen, der sich selbst mit Strom versorgt, ist diese Bauweise ungünstig. Denn weil vier Räder Haftreifen tragen, bleiben nur vier für die Stromabnahme übrig. Das hat sich schon beim TEE von Roco nicht bewährt, weshalb Fleischmann bei der Neuauflage bekanntlich eine stromleitende Kupplung eingeführt hat.

Ich frage mich, warum Hobbytrain/Kato das überhaupt gemacht hat. Hat das irgendwelche Vorteile? Was würde passieren, wenn man die zu kleinen Räder nachträglich durch größere ersetzt?

Zumindest für meinen Zug wird das Problem der Stromabnahme in Kürze erledigt sein. Ich bin gerade dabei, den Zug auf stromleitende Magnetkupplungen umzurüsten.

Herzliche Grüße
Elmar

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Hallo Elmar,

das ist vorbildgerecht, zumindest die Größe. Die mittleren Achsen waren beim Vorbild Laufachsen und kleiner als die Antriebsachsen. Wenn Du das Drehgestell von außen betrachtest dann ist das Lager der mittleren Achse niedriger als die Achsen der äußeren Achsen.

Theoretisch müssten dann auch die Lage für die (Modell)achsen in der Mitte weiter unten sein als die äußeren Achsen.

Viele Grüße
Rico
Laut Wiki[1] gilt:

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:


Triibrad 1110 mm
Laufrad (Maschinewäge) 940 mm
Laufrad (übrigi Wäge) 900 mm



Ist die Frage, ob im Modell dann einfach - warum auch immer - alle Laufräder die gleiche Größe haben. Wie sieht denn der Durchmesser von einem Rad an den restlichen Wagen aus?
Uuund was sagt denn der Hersteller dazu? 🤓

[1] https://als.wikipedia.org/wiki/SBB_RAe_TEE_II
Moin Elmar,

im Modell kann es (über die Vorbildnähe hinaus) zwei betriebliche Vorteile haben:

1) Bessere Kurvenläufigkeit der recht langen Drehgestelle;

2) In bestimmten infrastrukurellen Situationen keine Entlastung der behaftreiften Treibräder.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo,

könnte es da möglich sein, die kleineren Räder in Langlöchern zu lagern (dass sie bis zur Schiene kommen) und weiche Stromabnahmefedern beidseitig oben leicht auf den Spurkranz drücken zu lassen, so dass sie "gefedert" auf dem Schienenkopf mitlaufen?
Ist jetzt nur so eine Idee, ich habe meinen Zug nicht ausgepackt...

Viele Grüße
Michael

(#1) Hallo Rico!

Das ist eine sehr interessante Information. Das wußte ich bisher nicht. Das tieferliegende Achslager ist in der Drehgestellblende ja auch nachgebildet. Nur im Innern sitzt das Achslager viel zu hoch. Das ist ja auf den Fotos deutlich zu erkennen.

Damit komme ich zu Michael (#4): Es ist auf dem Foto nicht so ganz leicht erkennbar, aber die Wölbungen für die Achsen in der unteren Drehgestell-Abdeckung sind bei allen Achsen gleich. Es ist also durchaus eine Absicht von Kato zu erkennen, daß alle Achsen in der gleichen Ebene liegen, nicht die Laufflächen. Um die mittlere Achse tiefer zu legen, müßte also erst einmal die Abdeckplatte bearbeitet werden, falls das in dem erforderlichen Maß geht. Außerden liegen die Achslager in den metallischen Stromabnahmeblechen.

(#2) Die Räder der übrigen Wagen haben einen Laufflächen-Durchmesser von 5,6 mm, liegen von der Größe her also in der Mitte.

(#3) Hallo Norrskenet! Die Drehgestelle des RAe II sind für dreiachsige Drehgestelle ziemlich kurz. Die Drehgestelle meiner 103 sind fast doppelt so lang und die Räder deutlich größer. Trotzdem hat die Lok keinerlei Fahr-Probleme.

Herzliche Grüße
Elmar
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Elmar W.

Was würde passieren, wenn man die zu kleinen Räder nachträglich durch größere ersetzt?


Elmar,
das Drehgestell würde bei Unebenheiten kippeln und das wäre der Stromaufnahme auch nicht förderlich. Am stabilsten sitzt man bekanntlich auf einem Dreibein-Hocker oder fährt mit einer festen und einer Pendelachse. Eine dritte Achse müsste also federnd und nicht tragend aufgehängt werden, etwa so wie von Michael @#4 vorgeschlagen. Das hat man sich wohl gespart, denn das kann schief gehen.
Wenn Du jetzt kein ausgesprochener Bastler bist, würde ich die mittlere Radaufhängung deshalb nicht ändern, sondern eher Wartung am Gleis und Säuberung an der Lok betreiben.
Nur so meine 2 Ct.
Bonne chance!
wünscht Klaus
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: Elmar

Nur im Innern sitzt das Achslager viel zu hoch. Das ist ja auf den Fotos deutlich zu erkennen.

Ich habe mir die Fotos jetzt auch nochmal genauer angeschaut. MEIN Eindruck ist, dass die äußeren Räder zu TIEF gelagert sind. Das mittlere Rad könnte richtig sitzen.

Dietrich


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