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THEMA: Unfall auf der HSB Strecke

THEMA: Unfall auf der HSB Strecke
Startbeitrag
Freddie - 17.07.26 11:00
Hallo,

wie kann so etwas nur passieren? Sicher war es ein unbeschrankter Bahnübergang, aber weder Lok noch Trecker werden schnell unterwegs gewesen sein.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/br...aunschweig-3264.html

Gruß
Freddie

Hallo,

der Traktorfahrer wird die Geschwindigkeit des Zuges unterschätzt haben. Oder er war abgelenkt und hat nicht nach rechts geschaut, ob ein Zug kommt.

Und vom Foto kann man davon ausgehen, daß der Trecker von Rechts kam. Da kann der Lokführer, der ja auf der rechten Seite der Lok steht, nur schwer sehen, wen was von (aus seiner Sicht) links kommt. Vom Wegverlauf her sieht es für mich so aus, daß der Felweg nach schräg links (von der Zug-Fahrtrichtung aus) weg geht, da kann der Lokführer nicht mehr reagieren. Wenn er den Trekker sieht, ist der wohl noch relativ weit weg, und er muss davon ausgehen, daß der Fahrer anhalten wird. Und bis er bemerkt, daß der Traktorfahrer sich verschätzt, ist er schon im toten Winkel des Lokkessels, der Lokführer wird ihn erst wieder sehen, wenn er auf dem Bahnübergang ist, wo es dann natürlich zu spät ist, um noch zu bremsen.

Und dann krachts halt leider.

Gruss
ChristiaN
@2: Hallo Zusammende,

schon in einem alt überlieferten Traktat lautet es ja bekanntlich:

"Als Goethe nicht nur freudestrunken von der Brockenbaude heimwärts wankte und der Harzbahn für den des holden Nachmittags flugs zweigleis'gen Ausbau dankte" (ich hoffe, ich habe grob richtig zitiert).

Wobei ich dem Bäuerchenden keinesfalls solch' etwaige Trunkenheit anheimstellen, geschweige denn -dichten möchte:

Der Lärm des Traktors, das Rütteln auf rohem Schotterwege, die Hitze, und dazu noch der längere Bremsweg des m.E. bergab rollenden Zuges (der dazu von rechts kam und daher ganz fies auch noch Vorfahrt hatte ...).

Hoffen wir aber bei aller Pein, dass er dessen ungeachtet möglichst gut genese. Das ist jetzt das Wichtigste. Und btw. nicht zuletzt mal wieder eine Mahnung für uns alle.

Beste Grüße, Norrskenet
Da hat der Trekker-Lenker wohl seine Hausaufgaben nicht gemacht:
Studium des Fahrplans zur Vermeidung zeitgleichen Eintreffens an relevanten Begegnungspunkten.

Gruß aus Nordertown
Im Allgemeinen ist der Betreiber gefährlicher Maschinen für deren Absicherung verantwortlich. In Deutschland gilt das nicht für die Bahn, denn die fährt noch nach den Gesetzen aus der Kaiserzeit.

Gruß von Aron
Gehts noch? Es ist eindeutig geregelt, dass da der Schienenverkehr bevorrechtigt ist. Am Übergang sind beidseitig Andreaskreuze zu erkennen. Was heißt das für den kreuzenden Vekehr: Halt bei Annäherung eines Zuges oder Schienenfahrzeuges! Und das mit gutem Grund: ein Zug verzögert dramatisch schlechter als ein Strassenfahrzeug. Wer da jetzt wieder aus der Hecke springt und dem Führerstandpersonal die Schuld geben will, der hat den Schuss nicht gehört. Der Betreiber der gefährlichen Maschine war in diesem Fall der Schlepperfahrer. Und ja: das Gesetz mag aus der Kaiserzeit stammen, aber manche Dinge werden halt nicht einfach so anders! Bevor man hier schreibt, sollte man erstmal nachdenken, lieber Herr Aron!

Es ist zu bemerken, dass auch bei geringen Geschwindigkeiten ordentlich Schaden entstehen kann.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Es gibt doch die Verordnung, das der Lokführer vor jeden Bahnübergang zu pfeifen oder/und zu läuten hat. Das gilt auch für Feldweg Übergänge. Es könnte ja sein , das der treckerfahrer das Signal nicht gehört hat. Ich sage mal einfach der Lokführer hat gepfiffen, das passiert auf der Strecke ständig.
Gruß elber
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: aron

Im Allgemeinen ist der Betreiber gefährlicher Maschinen für deren Absicherung verantwortlich. In Deutschland gilt das nicht für die Bahn, denn die fährt noch nach den Gesetzen aus der Kaiserzeit.


Und welche Lösung hast Du? Soll jetzt an jedem kreuzenden popeligen Feldweg statt des ausreichenden Andreaskreuzes eine automatische Schrankenanlage installiert werden? Auch ein Traktorfahrer hat einen Führerschein und sollte die Bedeutung des Kreuzes kennen.

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.
Dem Bild nach zu beurteilen wird der Lokführer "einiges" vor dem Bahnübergang schon gebremst haben, da der Zug schon kurz nach dem Bahnübergang zum stehen gekommen ist. Auch aus 30 km/h ist der Bremsweg des Zuges nicht zu unterschätzen, wobei ich vermute, dass der Zug schneller unterwegs war.
Gruß Peter
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: aron

Im Allgemeinen ist der Betreiber gefährlicher Maschinen für deren Absicherung verantwortlich.


Wie setzt du das um, wenn du mit dem Auto fährst? Läuft da jemand mit einer Flagge voraus, wie früher in GB?  Werdern Leute vorsichtig beiseite, die dein sicherheitspersonal ignorieren?

Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: aron

In Deutschland gilt das nicht für die Bahn, denn die fährt noch nach den Gesetzen aus der Kaiserzeit.


Git deutsches Recht weltweit, außer in GB, wo Strecken eingezäunt sein mussten? (Den heutigen Stand kenne ich nicht.)

Gerald

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es gibt doch die Verordnung, das der Lokführer vor jeden Bahnübergang zu pfeifen oder/und zu läuten hat.



Auch das ist massiver Blödsinn! Soll an einem Bahnübergang Signal gegeben werden, so findet der Tf in angemessener Entfernung Läute- oder Pfeiftafeln. Nicht jeder Trampelpfad über die Gleise wird angepfiffen!

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
FALSCHMELDUNG:
Die Lok ist nicht mit dem Traktor, sondern mit dessen Anhänger kollidiert.

MYSTERIUM:
Warum Menschen vor Schienen- und Kraftfahrzeuge laufen, bzw. fahren lässt sich nicht erklären. Groß und laut genug sind die Fahrzeuge jedenfalls, um sie nicht zu bemerken.

ABHILFE (Bahn): https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Cowcatcher_%28PSF%29.png

Freundlicher Gruß

Hannah
Hallo Hannah der Kuhfänger schützt leider nicht bei Unaufmerksamkeit und Ignoranz. Es gibt noch immer Leute, die Rotlichter nicht beachten und um geschlossene Halbschranken herum fahren. Für diese habe ich bei einer Kollision kein Mitleid, ein Ignorant weniger. Jetzt könnt ihr mich für diese Aussage steinigen.
Gruß elber

Zitat - Antwort-Nr.: 12 | Name: Hannah

FALSCHMELDUNG:
Die Lok ist nicht mit dem Traktor, sondern mit dessen Anhänger kollidiert.



Hallo,

der Traktor auf dem Foto war allerdings gar nicht mit einem Anhänger unterwegs. Auf dem Foto ist ein Anbaugerät in Form eines Heuwender zu erkennen.

Die Rechtslage ist durch das Andreaskreuz eindeutig.

Wer sich in Gefahr begibt der kommt darin um. Steht schon im A.T.

Grüße
Markus
Hi.
Was ich an dem Foto des NDR-Links geil finde: die Loknummer wurde geschwärzt, das Kennzeichen vom Trecker nicht 😂
Abgesehen davon, das man's bei der Auflösung eh nicht erkennt, aber genau mein Humor 👌🏼
Gruß Martin
Da wird wohl jemand dem Praktikanten gesagt haben, bitte Nummernschild unkenntlich machen

VG
Nico
Moin,

... scharf beobachtet, jipp!.

Vermutlich war das Traktoren-Nummernschild für den unscheinbaren IQ des Praktikanten bzw. die schlicht strukturierte KI einfach zu hoch.

Also, ich meine: angebracht.

Oder man hielt wie meistens wieder die Bahn für die Täterin und hat daher - Stichwort "Täterschutz" - eben gezielt diese anonymisiert.

Völlig ernsthafte Grüße, Norrskenet
Hi,
wer dort mit dem Traktor unterwegs ist, kennt die Region und damit die Bahnlinie ganz genau.
Die Gefahrenstellen sollten hinreichend bekannt gewesen sein. Immer nur Glück haben geht eben auch nicht.
Grüße
Eberhard
Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name: Ebse00

wer dort mit dem Traktor unterwegs ist, kennt die Region und damit die Bahnlinie ganz genau.



Hallo,

der Vater eines Freundes war auch der Meinung er muss sich mit seinem Schlepper und zwei Hängern voll mit Getreide ein Rennen mit dem lokalen Güterzug liefern. Er hat am Bahnübergang das Rennen und sein Leben verloren. Seine Frau und sein Sohn konnten noch rechtzeitig abspringen. Das war auch ein Bü mit Andreaskreuzen und der Zug hatte sogar mehrfach gehupt da sich der Bü am Waldrand befand und damals noch L +P Tafeln aufgestellt waren. Das sich mit dem vor Ort auskennen führt bei manchen offenbar zu solchen Aktionen welche dann tödlich enden

Grüße
Markus

zu #10
Hallo Gerald,

...wo Du das her hast, dass in UK Eisenbahn Gleise eingezaeunt werden mussten, ist mir absolut schleierhaft....moeglicherweise wieder 'mal so eine skurrile Anekdote ueber das oft als etwas exzentrisch belaechelte Vereinigte Koenigreich...

Allerdings waren mit zunehmendem Eisenbahn Verkehr schon in der Fruehzeit der (englischen Eisenbahnen) niveaugleiche Strassenuebergaenge mit (meistens) grossen, massive Holztoren gesichert (anstelle von zB Schranken), die bei Annaeherung eines Zuges manuell vom "Linepost" ueber die Strasse geschlossen wurden.

Bei Nicht-Zugverkehr haben diese Tore die Bahnlinie "verschlossen".

Solche, in der Tat fuer kontinental-europaeische Augen etwas anachronistisch aussehende Tor Sicherungen niveaugleicher Bahnuebergaenge findet man auch heute noch auf einigen Nebenstrecken zB in Wales, East Anglia oder den flachen Fen Lands von Lincolnshire.

Ansonsten gilt auch in UK: niveaugleiche Bahnuebergaenge sind, wenn nicht durch (automatische Halb)Schranken, durch Warnkreuze mit Warnblinklichtern gesichert.

Auch hier gilt fuer den Strassenverkehr: die Eisenbahn hat "Vorfahrt". und die Strassen- / Ueberweg Nutzer haben sich zuvergewissern, dass die Gleise gefahrlos ueberquert werden koennen...

"Eingezaeunte" Gleise / Bahnlinien hat (und gibt es noch) in urbaner Umgebung gegeben. Die Gruende dafuer sind aber die unmittelbare Naehe von Gleis und Bebauung.

Gruesse
FreddieW

Hi,

hat zwar nix mit dem aktuellen crash zu tun.... https://www.youtube.com/shorts/GV956Roak04 , aber man mache sich jeder selbst ob der Straßenverkehrsteilnehmer ein aufschlussreiches Bild.... ich selbst verstehe das nicht so richtich....es gibt auch noch sowas wie die StVO, die ja hoffentlich auch im Harz gilt .... selbst bei ca. 30 km/h des Zuges ....

Selbst kürzlich gesehen am Achensee/  AT: Dort stehen große überdimensionale Stoppschilder am Bahnübergang,, und trotzdem fahren alle ungeniert mit 50-60 km/h ohne Anzuhalten über den Bahnübergang.... Hallo, das bedeutet in D mindestens 1-2 Monate Fahrverbot in D. Und in D sind ja die "Strafen" bekanntlicherweise  eher ""Trinkgeld"  
Wenn man in der Schweiz im 171 km/h im Gotthard-Tunnel /( bei max. 80 km/h) erwischt wird, dann erwarten einem 2 Jahre Knast ohne Bewährung.... oder umgerechnet ca. € 195.000,00 Geldstrafe.... ganz nebenbei: 15 km/h zu schnell = 250 sfrs,, nur "Guck-Fenster" auf der Windschutzscheibe im Winter = 2 Monate Fahrverbot
Und selbstverständlich gibt's dort keine "Beitragsbemessungsgrenze" ;

VG
Andreas

Im Süden Englands sind die Bahnstrecken mit Stromschiene (die ja keinerlei Berührschutz hat) tatsächlich komplett eingezäunt. Also große Teile aller Strecken südlich von London. Zumindest ist mir noch keine Strecke begegnet, bei der das nicht so wäre.

Carsten
Guten Tag,

vielleicht sollten wir den offiziellen Untersuchungsbericht abwarten statt zu spekulieren.

Viele Grüße
Bernd

https://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de/BEU/DE/home_node.html
Die BEU wird sich hier aber gar nicht zuständig fühlen.
Carsten
Hi,

wer diese Schilder, die links und rechts der Straße in Maurach/ AT (Achsensee)  stehen, einfach mal so  "übersieht " und mit 50-70 km/h mit dem SUV ohne Anzuhalten über den BÜ drüber brettert, dem gehört das "goldene Maulwurf-Abzeichen mit Eichenlaub " amtlich verliehen und somit  schnellstmöglich langfristig aus dem Straßenverkehr gezogen...

Dutzende von meist Touri-Autos sind dort in meiner Gegenwart ohne jeden Verstand einfach so mit "guter Geschwindigkeit" durchgerauscht....  mehr schreibe ich besser nicht ob der Führerschein-Tauglichkeit einiger Zeitgenossen/ Zeitgenossinnen.... "übersehen", das sollte mal ein Lokführer sagen.... Die MPU wäre unausweichlich sicher,,,,
Aber "Spahn-mässig" darf man ja fast alles, what shalls, es muss halt nur gut "getimed" sein Bin ja mal gespannt, wie lange sich noch  AT auf der Nase rumtanzen lässt, angesichts gröbster Verstöße gegen EU-weit geltender Grundsätze  :
Im Harz wird halt spätestens um !11:30 Uhr das 2. lauwarme Sixpack der Alkoholiker gestemmt....  und wer nicht mitsäuft, der ist ist von vorne herein verdächtig....

VG
Andreas


Die von AK zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Hallo,

das typische "Rudelverhalten" sprich "der vor mir ist einfach auch gefahren" ist die Ausrede.

Dazu keinerlei Verständnis dafür das im Ausland sowas wie ausländische Gesetze gelten... Ach? Wer hätte das gedacht?

Hier in der Grenzregion zu den Niederlanden merke ich das wie Leute die "von weiter wegkommen" sich garnicht dafür interessieren und sich dann wundern wenn es teuer - im Fall von Delikten in den Niederlanden - halt richtig teuer wird. Ein Bekannter dürfte schon 750 Euro fürs zu Schnellfahren abdrücken.
Lernresistenz ist teuer.

Peter

Hallo Andreas

Was soll der Rundumschlag mit Pauschalurteil? Oder hast du auch am luwarmen Sixpack gelutscht?
Warum nur müssen solche Beiträge immer ausufern? Bin sicher, auch Einheimische, Antialkoholiker und Normalfahrer können sich ab und an in die Sparte "Ignoranten" einreihen.

Aber ob hier, in A oder NL , das Andreaskreuz hat seine Berechtigung und die Bahn hat Vorfahrt. Und der Lokführer darf darauf vertrauen, daß der Autofahrer diese Vorfahrt respektiert.

VG
Moin,

aber dazu noch eine Ergänzung:

Zitat - Antwort-Nr.: 27 | Name: brummi

Aber ob hier, in A oder NL , das Andreaskreuz hat seine Berechtigung und die Bahn hat Vorfahrt. Und der Lokführer darf darauf vertrauen, daß der Autofahrer diese Vorfahrt respektiert.



Andersrum darf übrigens ein Autofahrer (oder Fußgänger, Radfahrer wer auch immer) auch darauf vertrauen, dass - wenn eine technische Sicherung da ist - sie auch funktioniert (hier natürlich nicht der Fall). Wenn da ein Blinklicht ist und es blinkt nicht, wenn da Schranken sind und sie sind offen. Darf ich davon ausgehen dass kein Zug kommt.

Viele Grüße
Dirk
Zitat - Antwort-Nr.: 28 | Name: Dirk

Andersrum darf übrigens ein Autofahrer (oder Fußgänger, Radfahrer wer auch immer) auch darauf vertrauen, dass - wenn eine technische Sicherung da ist - sie auch funktioniert (hier natürlich nicht der Fall). Wenn da ein Blinklicht ist und es blinkt nicht, wenn da Schranken sind und sie sind offen. Darf ich davon ausgehen dass kein Zug kommt.




Und ich habe seinerzeit in der Fahrschule gelernt, dass an Bahnübergängen grundsätzlich, also auch beschrankten, der Bahnverkehr zu beobachten ist. Es könnte ja immer sein, dass eine Schranke ausfällt. Aber so etwas fällt bei unserer Vollkasko- Mentalität immer mehr hinten runter.....

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard

PS: Die neue Funktion"Markierten Text zitieren" ist super Klasse!!!
Zitat - Antwort-Nr.: 28 | Name: Dirk

Wenn da ein Blinklicht ist und es blinkt nicht, wenn da Schranken sind und sie sind offen. Darf ich davon ausgehen dass kein Zug kommt.


Könnte man annehmen, und wäre auch irgendwie logisch.
Allerdings haben Schienenfahrzeuge formal auch in solchen Fällen Vorrang (und "defacto" ebenso da sie ja ohnehin nicht rechtzeitig anhalten könnten). Außerdem hätte man als Autofahrer gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen da man sich vor einem Bahnübergang generell vergewissern muss dass die Gleise gefahrlos überquert werden können.

LG Didi

Gefühlt dachte ich, "bei uns in Österreich gibt es jede Woche einen Unfall an einem Bahnübergang". Und damit lag ich leider ziemlich richtig, wie der Faktencheck ergibt.

"Im Jahr 2025 gab es in Österreich 50 Unfälle (2024: 52 Unfälle) auf Eisenbahnkreuzungen mit 5 Toten (2024: 3 Tote) und 17 Verletzte (2024: 38 Verletzte) zu beklagen.  Weiter zurückgeblickt zeigt dies einen langfristig positiven Trend: 2015 gab es noch 71 Unfälle."

Vermutlich primär deshalb, weil viele ungesicherte Übergänge aufgelassen oder gesichert oder durch Unterführung ersetzt wurden, und nicht etwa, weil die Verkehrsteilnehmer vernünftiger geworden wären!

Denn:

"Jede 4. Person hält vor Stopp-Schildern nicht vollständig an

Wie wichtig, das eigene richtige Verhalten an Eisenbahnkreuzungen ist, zeigen auch die Ergebnisse einer Verhaltensbeobachtung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) aus 2025 und 2026. An verschiedenen Eisenbahnkreuzungen (nicht technisch gesicherte oder mit Lichtzeichenanlage ohne Schranken gesicherte Bahnübergänge) wurden in Österreich insgesamt rund 3.000 Kraftfahrzeuge beobachtet. Rund 75 Prozent der beobachteten Lenkenden hielten an Stopptafeln vor Bahnübergängen vollständig an, wie es vorgeschrieben ist. Rund 20 Prozent reduzierten zwar die Geschwindigkeit, blieben aber nicht stehen. 5 Prozent überquerten die Eisenbahnkreuzung sogar ohne sichtbare Temporeduktion. Auch bei nur mit Lichtzeichenanlagen gesicherten Übergängen zeigt sich ein ähnliches Verhalten. Bei rotem Lichtzeichen halten rund 80 Prozent vorschriftsmäßig an, jedoch bleiben zwei von zehn Personen nicht stehen.

https://presse-oebb.at/news-oebb-bilanz-unfaell...=27018&l=deutsch

Im Verkehr gibt es genügend Unfälle, die auch bei normalem Verhalten und Einhalten der Verkehrsregeln kaum oder gar nicht vermeidbar waren (zB Blitzeis, etc.). An Bahnübergängen hingegen wäre so gut wie jeder Unfall mit etwas mehr Aufmerksamkeit und Hausverstand problemlos vermeidbar. Deshalb hält sich auch mein Mitleid mit den dabei Verunfallten (selbstverständlich ausgenommen Bahnpersonal) in engen Grenzen.  

Gruß, Georg

Zitat - Antwort-Nr.: 30 | Name: Der_Didi

Allerdings haben Schienenfahrzeuge formal auch in solchen Fällen Vorrang (und "defacto" ebenso da sie ja ohnehin nicht rechtzeitig anhalten könnten).  



Einspruch Euer Ehren:
Da gibt es dann dieses weiße Blinklicht für den Zug vor dem Bahnübergang, wenn es nicht blinkt, dann bremsen und vor dem Übergang anhalten.
Hallo Bernhard

Zitat - Antwort-Nr.: 29 | Name: N-Bahn-BarNi

Und ich habe seinerzeit in der Fahrschule gelernt, dass an Bahnübergängen grundsätzlich, also auch beschrankten, der Bahnverkehr zu beobachten ist. Es könnte ja immer sein, dass eine Schranke ausfällt.



Das ist natürlich richtig: Du musst bereit sein, einen Zug so sehen, der am Bahnübergang  hält und sich mit Schrittgeschwindigkeit herantastet. Und du solltest nicht blind in die Seite eines Zuges fahren, der gerade mit dem 20.Wagen den BÜ-überquert, nur weil die Schranke oben ist (alles schon passiert). Denn das kann passieren, wenn die Schranke kaputt ist.
Ich darf aber davon ausgehen, dass da nicht plötzlich ein Zug mit 80 oder 160 Sachen angeschossen kommt. Natürlich, wenn das doch passiert, hilft Dir das ggf. auch nicht, aber Du bist dann zumindest nicht Schuld an Deinem - im Extremfall - eigenen Tod. (Das klingt jetzt makaber . ist aber so). Das heißt auch nicht, dass ich nicht auch mal einen Blick  
auf die Gleise richten soll, aber man muss auch bedenken, dass ja Schranken auch manchmal genau deshalb da stehen, weil man von der Straße die Gleise eben nicht einsehen kann.

Worum es mir geht: In Fällen, wo es an offenen Schranken mal gekracht hat, wird dann gerne reflexartig geschrieben, dass ja der Autofahrer usw. trotzdem Schuld hatte, da dort ein Andreaskreuz steht. Und das ist eben nicht pauschal der Fall.

Viele Grüße
Dirk
Eine gute Initiative der ÖBB zum Thema Eisenbahnkreuzung:

https://youtu.be/XGmansZghvI?si=-pdhO5x3jvZAo1qM

"Richtiges Verhalten an Eisenbahnkreuzungen
Insbesondere am „Internationalen Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen“ setzen wir auf Sensibilisierung und Aufklärung der Verkehrsteilnehmer:innen. Die ÖBB haben eine Sonderfahrt für Fahrschullehrer:innen organisiert. Mit Blick auf die Bahnstrecke aus dem Führerstand eines Zuges wird die Situation des:r Lokführer:in nachvollziehbarer und auf verschiedene Problematiken bei der Kreuzung von Straße und Schiene aufmerksam gemacht. Mit diesem Perspektivenwechsel können Fahrschulen den Unterricht noch praxisnaher gestalten und die Autofahrer:innen für das richtige Verhalten an Eisenbahnkreuzungen sensibilisieren."

Grüße, Georg

Hallo Zusammen,

es ist gewiss tragisch aus der Sicht der Familie, die fassungslos mit der Situation jetzt umgehen muss und auch von der Wiese dürften nun die Strohballen nicht mehr so schnell abgeholt werden.
Aus der Sicht der Angehörigen, Freunden und Bekannten des Mechanisators kann man gewiss spekulieren ob er nur im falschen Moment am falschen Ort war als ihn das Schicksal ereilte, oder ob es vorhersehbar ......"eines Tages mal so kommen musste."

Die Gründe sind vielfältig, denn mit 65 ist die Wahrscheinlichkeit eines eintretenden "Herzkaspers" bei sengender Hitze höher als bei einem 25-jährigen. Trotzdem gilt auch für einen Mechanisator, dass er ein Gerät nur dann bedienen darf, wenn er dazu geistig und körperlich in der Lage IST. Diese Entscheidung hatte der Mechanisator bereits getroffen als er los tuckerte.

Daneben kommt auch noch die Beurteilung des technischen Geräts hinzu und eine Bewertung durch den mindestens mittels  Führerschein qualifizierten Maschinenführer, ob es für den Einsatz geeignet ist und zB. nicht doch irgendwo aufsitzt.

Unstrittig sind die geltenden Verkehrsregeln, egal ob auf dem Feldweg an einem Schienenweg oder an einer Kreuzung mit bevorrechtigtem Hauptverkehr.

Obwohl der Mechanisator eigentlich einer Generation angehören sollte, wo man sich an Regeln zu halten hatte, so liegt bei jedermann die Versuchung nahe es wie "die da oben" auch zu machen und die technischen - , wie Verkehrsregeln, aber auch jene Regeln des gesellschaftlichen Konsens zu ignorieren,....,weil man für einen unbedachten kleinen Moment sích selbst gegenüber stur, liederlich oder ignorant war.

Insofern ist es nicht die erste, aber auch nicht die letzte Kollision mit einem Schienenfahrzeug, dass .....wie man sieht, die besseren Argumente auf seiner Seite hat.
Man kann zwar spontan an den Auerhahn am Feuerstein glauben, aber insgesamt sollte hier jeder an seine eigene Nase fassen und sich in Anbetracht dieses Themas hinterfragen, ob er wirklich immer fahrtüchtig ist, wirklich ausreichend gefrühstückt und getrunken hat, sich gut und gesund fühlt, ob das genutzte Vehikel für den Einsatz geeignet und vorbereitet ist oder ob man mental bereit ist die gesetzlichen wie natürlichen Grenzen anzuerkennen..

In diesem Sinne....

Hallo,

ein weiterer Aspekt: Die Gefahren durch den Zugverkehr verschwinden auch immer mehr und mehr aus dem Bewusstsein der Bevölkerung. Früher gab es in jeder Stadt einen Bahnhof und über das Land verteilt auch sehr viele unbeschrankte Bahnübergänge. Durch den Rückzug der Bahn aus der Fläche in Form von Stilllegung von Bahnstrecken und der Außerbetriebnahme von Gleisanschlüssen und vor allem auch durch den Bau von Brücken und Unterführungen als Ersatz von niveaugleichen Bahnübergängen kennen viele Teilnehmer des Straßenverkehrs bzw. auch viele Fußgänger nicht mehr die Gefahren welche von unbeschrankte Bahnübergängen ausgehen! In Heilbronn wurde vor ein paar Tagen eine Mutter mit Kind von einem Zug überrollt als sie die geschlossenen Halbschranken mit Rotlicht umlaufen wollte. Nur das Kind im Kinderwagen hat das Unglück unbeschadet überlebt. Zwei Wochen zuvor hatte ein Fahrer eines Rennrades die gleich Idee. Was geht in den Köpfen dieser Leute vor?

Grüße
Markus
Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) in Österreich meint dazu:

"Denn die häufigsten Unfallursachen sind die Nichtbeachtung von Stopptafeln und Lichtzeichen, Unachtsamkeit und Ablenkung. Auch Gewohnheit macht blind: gerade ortsansässige Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet."
https://www.kfv.at/oebb-bilanz-unfaelle-an-eise...leicht-ruecklaeufig/

Unfälle bei - bewusstem - Queren an (halb-) beschrankten Bahnübergängen sind lt. Unfallstatistik Österreich eher selten. Eben weil "bewusst" - da passen die meisten dann doch auf, ob ein Zug kommt, deshalb geht es "meistens gut", nur bei mangelnder Sicht oder Fehleinschätzung kracht es.

Viel häufiger sind die Unfälle bei  Lichtanlage oder nur Andreaskreuz: da passen eben viele überhaupt nicht auf. Fahren gewohnheitsmässig drüber, "weil eh fast nie ein Zug kommt" oder "ich kenne den Fahrplan" und/oder sind wie auch sonst im Straßenverkehr leider oft abgelenkt - zB Smartphone, Whatsapp, earphones, etc.

"Retten Schranken Leben?
Ja, das zeigt die Unfallstatistik sehr deutlich. Im Jahr 2024 gab es 43 Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen, nur zwei davon auf Kreuzungen mit Schranken. 21 passierten bei Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen und 20 bei Kreuzungen ohne technische Sicherungen."
Hi,

man lese sich mal den deutschen § 315 StGB durch und erachte selbst, was grundregelwidriges Verhalten im Straßen- und Eisenbahnverkehr nach sich zieht  Also kein Ponyhof für Selbstverliebte und Selbstgefällige

VG
Andreas

Wenn man seine Mitleser wertschätzt, schreibt man seine Gedankengänge so auf, dass die nicht erst googlen müssen.

Ich hab's trotzdem gemacht und es geht dort um "Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr".

Man darf sehr skeptisch sein, ob das bei einem BÜ-Unfall an einem technisch ungesicherten BÜ vorliegt.

Carsten
.....also die Bahngesellschaften achten schon sehr genau darauf dass die BÜ im Bestand so bleiben wie sie schon immer waren. Von daher ist das Warnkreuz und der bestehende in der Instandhaltung geführte Ausbau des BÜ in dem Moment und an der Stelle die höchstmögliche und beste Lösung der Bahnsicherung.

Würde aber eine fremdgetriebene Wege - oder Straßensanierung erfolgen, müsste auch der BÜ nach aktuellem Stand der Technik ausgebaut werden und das würde mitten im Wald bedeuten, dass sich mindestens zwei große Traktoren begegnen können müssen und zusätzlich für Fußgänger und Radfahrer auch davor und danach entsprechende Maßnahmen getroffen werden.

Dazu ist dann in der Tat der BÜ mit Schranken zu sichern und diese würden entweder mit installierter Kamera immer öffnen und schließen, wenn ein Zug kommt, oder als Anrufschranke den Kontakt mit dem Fahrdienstleiter herstellen, der in der Nachtruhe bei Nebenbahnen selbstverständlich nicht anwesend ist.

Das alles gibts für schlappe 1,5 Mill €, was dann die Wirtschaftlichkeit so einer Neben- und/oder Touristikbahn beträchtlich "erhöht".

Wer über einen unbeschrankten Bahnübergang ohne Rücksicht auf sich und andere drüber donnert, weiß was er tut, ...... von unglücklichen Umständen, die das Leben durchaus bereithält, mal abgesehen!
Es war und ist demnach grundsätzlich mal ein Eingriff im Sinne des Gesetzes.... egal ob zu Kaisers Zeiten oder heute....und das werden die zuständigen Stellen bearbeiten, prüfen und herausfinden.
Wir nicht!

Zitat - Antwort-Nr.: 37 | Name: Nimbi

"Retten Schranken Leben? Ja, das zeigt die Unfallstatistik sehr deutlich. Im Jahr 2024 gab es 43 Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen,  



Hallo,

zum Vergleich: In den USA gibt es pro Jahr rund 3000 Unfälle an Bahnübergängen (bei 349 Millionen Einwohnern). Österreich hat 9,2 Millionen Einwohner. Mit den Unfallzahlen aus Österreich hochgerechnet auf die Einwohnerzahlen der USA dürfte es in den USA nur zu 1634 Unfällen kommen.  Im Vergleich zwischen Österreich und den USA gibt es in den USA also fast doppelt so viele Unfälle an Bahnübergängen. Die Ursachen für die extrem hohe Anzahl der Unfälle an Bahnübergängen in den USA dürfte der große Anteil von unbeschrankten Bahnübergänge (auch auf Hauptstrecken) und dem niedrigen Schulungs-Niveau der amerikanischen Fahrschulen geschuldet sein.

Die Problematik mit den Unfällen an Bahnübergängen in Deutschland ist vielschichtig:

https://www.youtube.com/watch?v=qQdrOwu5bFo

2024 gab es in Deutschland lediglich 153 Unfälle an Bahnübergängen:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article...sses-Dunkelfeld.html

Der prozentuale Anteil der Unfälle an Bahnübergängen ist in Deutschland also deutlich niedriger als im kleinen Österreich.

Grüße
Markus
Zitat - Antwort-Nr.: 41 | Name: MarkusR

2024 gab es in Deutschland lediglich 153 Unfälle an Bahnübergängen: ...
Der prozentuale Anteil der Unfälle an Bahnübergängen ist in Deutschland also deutlich niedriger als im kleinen



Interessant!  

"Der langfristige Rückgang von Unfällen an Eisenbahnkreuzungen lässt sich auch dadurch erklären, dass es immer weniger niveaugleiche Bahnübergänge gibt. Waren es vor 25 Jahren noch mehr als 6000, sind es aktuell 2929 – und es werden immer weniger. Dennoch gibt es in Österreich mehr Eisenbahnkreuzungen pro Schienenkilometer als im Rest Europas. Allerdings ist die Dichte im Ergänzungsnetz, also auf Nebenbahnen, viel höher als im Kernnetz."
https://www.derstandard.at/story/3000000272441/...isch-nicht-gesichert

Viel Info auch im Rechnungshof Bericht aus 2023: https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/2023_23_Eisenbahnkreuzungen.pdf    
Hi,-)

Ist halt kein Ponyhof selbst für "durchgewunkene, sorglose Führerschein-Besitzer mit Revers", und mitunter bekommt man noch den Vogel gezeigt, wenn man durch Schnellbremsung den Zusammenstoß gerade noch verhindert.  Schranken sind nix anderes als "Idioten-Bremsen" für Leute, die am Steuer eines Kfz*s nix zu suchen haben,... "Ungesicherter Bahnübergang" in der Presse, da kann man als Insider nur noch den Kopf schütteln.... die abgerissenen Finger und Hände am Zug wirft man hinterher -ungesehen- am besten ins Gebüsch zum Tierfrass für Fuchs und Dachs zum Recycling..... das ist so.... natürlich MIT Handschuhen Hast Du erst mal das einst so brausendes Elend gesehen.... dann schreckt Dich fast nichts mehr ab... übrigens: Leichenteile von Menschen und Tieren (jeweils in zarten beige-Tönen, in Schnitzel-Qualität =)  -  unterschieden sich in der Farbe sehr wenig - Mensch, Wildschwein oder Reh- nur mit dem Unterschied, das die einen mehr Fell haben und die anderen weiniger
"Der Kopf-Abdruck" war noch auf dem Puffer sichtbar...."  joh, ein großer Dank an die Feuerwehren in diesen Zusammenhang.... die an der Kotz-Grenze arbeiten...
Ein Kollege hatte gemeint, einen Verstoß zu melden... was für ein Unsinn im Nachhinein Was für ein amtlicher Wahnwitz wurde dadurch im Nachhinein ausgelöst

VG
Andreas


He Andreas

trotz der Smylies kann ich deinem Beitrag nix humorvolles oder satirisches abgewinnen. Vielleicht solltest du es nachts um zwei Uhr mal mit Schlaf versuchen.

Kopfschüttelnder Gruß
Hallo Richard,

denselben Eindruck hatte ich schon bei vielen (nicht allen) Beiträgen von AK gehabt.

Traurige Grüße (wegen der Opfer des BÜ-Unfalls und der Entwicklung dieses Threads)
Wolfgang
Ich übersetze mal zu#43:

Ein ProvinzmInister ist ertappt worden, weil er privat an einer Schule mit 81 Sachen vorbei gefahren ist. Er hat in dem Zusammenhang auch schon mehrfach vorher in das Auge des Gesetzes geschaut und z (s) ieht (noch) keine Konsequenzen.  

https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachs...hrt-blitzer-100.html

Wenn dann ein Straßenbahnfahrer - wir bleiben bei der Schiene - scharf bremsen muss, weil solche und ähnliche Mitbürger die - ihre persönliche Freiheit anders interpretieren, dann muss er sich in der Linie (Begriff ist mehrfach verwendbar)  dafür verantworten.

Wir alle kennen den Begriff "Zugausfall wegen unplanmäßiger Störung" .....oft ist das einhergehend mit einem Suizid oder Tötungsdelikt, dem der Triebfahrzeugführer hoffnungslos ausgeliefert ist, zumal er anders als bei einer Dampflok idR auch noch direkt am Ort des Geschehens sitzt.

Das verkraftet nicht jeder und hat dann auch später immer wieder Albträume bis hin zur Erwerbsunfähigkeit zur Folge.

Dem Verursacher ist das als direkt Beteiligtem danach egal und dem Täter im anderen Fall, zu dessen Kreis beispielsweise auch der Schnaps - oder Kokslieferant gehört, um so mehr!

Haben ein oder mehrere Beteiligte "noch einmal Glück gehabt" ist es dann auch nicht mehr sinnvoll einen solchen Vorfall zu melden, denn die Folgen der "Initiativstrafe" sind gigantischer Natur und werden noch mehr zelebriert, als es ein direktes Ereignis mit klarem Ergebnis vermag.

Stellt sich die Frage: Macht Technisierung gleichgültig?
Ja, weil sich zunehmend jeder auf den anderen (Erfinder) verlässt und so er sich nicht finanziell (s) einen Klageweg leisten kann oder will, bleibt er von der eigenen Teilnahmslosigkeit gefesselt und zieht sich in seine heile Welt zurück.
Mal zurück zum Thema:

https://youtu.be/UkPio4W_B2U
Da war kein Minister beteiligt ...

Gruß Stefan

Hallo,

krasses Video. Ein rotes Blinklicht an einem unbeschrankten Bahnübergang mit Andreaskreuzen und Lichtzeichen ist für viele offenbar auch nur noch eine Randnotiz. Auf Youtube findet man aber massenhaft Videoclips wo die Straßenverkehrsteilnehmer die Halbschranken umfahren oder sogar Vollschranken durchbrechen.

Kann den tschechischen Text jemand bitte auf die schnelle ins deutsche übersetzten? Was hatte der Fahrer des weißen Sprinters für eine Ausrede bzw. hat er diesen Unfall überhaupt überlebt?

Grüße
Markus
Hallo Markus,
Zitat - Antwort-Nr.: 48 | Name: MarkusR

Kann den tschechischen Text jemand bitte auf die schnelle ins deutsche übersetzten? Was hatte der Fahrer des weißen Sprinters für eine Ausrede bzw. hat er diesen Unfall überhaupt überlebt?


Der Text lautet übersetzt: "Zusammenstoß eines „Regionova“-Treibzug mit einem Lkw bei Dobronice bei Chýnov am 23. Juli 2026."
Unter dem Original Video gab es  keine weitere Beschreibung. Auf der Webseite der Feuerwehr Tábor war jedoch zu lesen, dass insgesamt 4 Personen verletzt wurden. Der LKW-Fahrer wurde schwerverletzt mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus von České Budějovice gebracht. Zusätzlich mussten 25 Personen aus dem Zug evakuiert werden. Der Schaden am Zug beläuft sich auf 6,1 Millionen tschechische Kronen (ca. 253.000€).
Mehr wurde zu diesem Unfall nicht veröffentlicht.

Hier der Link zum Bericht der Feuerwehr: https://www.hasici.cz/zhave-aktuality/Z-region...la-zeleznicni-doprav (Nur in tschechischer Sprache), entspricht aber dem, was ich oben beschrieben habe.

Gruß aus Südmähren
Heidi


Hallo Heidi,

danke für den deutschen Klartext! Traurig, was dort und auf der HSB und andernorts passiert ist.

Ich war selber mal fast Zeuge eines BÜ-Unfalls, bei dem ein VS (VT ist glücklicherweise heil geblieben) mit einem Pkw auf einem gesicherten BÜ (Blinklicht hatte funktioniert!) kollidierte. Der Autofahrer ("da kommt doch nie ein Zug, ist doch nur Museumsbahn") ist allerdings maximal bestraft, denn beide Eltern sind durch den Aufprall mit dem von rechts kommenden Triebzug tödlich verletzt worden.

Unfallfreien Betrieb in allen Maßstäben wünscht
Wolfgang (der sich lieber nicht mit Eisenbahnen anlegt, aber bestimmt nicht frei von Fehlern ist)
Hallo zusammen,

interessant fand ich auch diese aktuelle Nachricht aus der Schweiz. In der Stadt Uster wurden von Februar bis Oktober 2025 mit installierten Kameras am Bahnübergang des Bahnhofs rund 4.400 festgestellte Missachtungen der Warnblinkanlage durch Autofahrer erfasst:

https://www.srf.ch/news/schweiz/uster-im-kanton...million-ein-zu-recht

Erschreckend, dass selbst an stärker frequentierten Bahnübergängen Warnblinker missachtet werden.

Viele Grüße
Jörg
Hi in die Runde,

irgendwie keimt in mir der Verdacht auf, daß es nach wie vor genug Zeitgenossen auch unter den Mitlesenden, Mitpostenden gibt, die am liebsten die menschliche Dummheit verharmlosen und die Schuld lieber der ach so störenden und ungeliebten Bahn zuschieben würden...

Ich darf daran erinnern, daß _jeder_ Besitzer einer Fahrerlaubnis bei dessen Erwerb, egal ob vor 1, 5, 10 oder 50 Jahren, genaue Instruktionen eingebläut bekam, wie man sich an einem Bahnübergang zu verhalten hat! Und da ist es grundsätzlich erst mal egal, ob Schranke, Halbschranke, Blinklicht oder nur Andreaskreuz! Und da ich einen guten Bekannten habe, der nach wie vor als Fahrlehrer arbeitet, weiß ich, daß sich dahingehend _nichts_ geändert hat!

Wenn sich der Straßenverkehr aber dahingehend so radikalisiert hat, daß man bereits von hinten angehupt wird, wenn man vor einem Bahnübergang bremst und gegebenfalls herunterschaltet, wenn Kieskutscher meinen, einen Bahnübergang könne man als Halte-/Parkfläche benutzen, wenn Zeitgenossen mit dem Hörer im Ohr Bahnübergänge überschreiten, ohne überhaupt nach links und rechts zu gucken, wenn Idioten Halbschranken umfahren oder gar Schrankenbäume abrasieren, so tun mir nur die Lok-/Triebwagenführer leid! Und natürlich diejenigen, die dann vielleicht durch Kollision/Notbremsung im Zug verletzt werden!

Keinerlei Mitleid aber verspüre ich für die, die dank ausgeprägtem Darwinismus, Egoismus (ich hab' _immer_ Vorfahrt...) und grenzenloser Selbstüberschätzung ihr wohl letztlich "überflüssiges" Leben auf Bahnübergängen aushauchen! Und kommt mir nicht mit dem Argument eines Herzanfalles oder so; ich nehme an, die Rate dabei wäre so 1:1000 oder so...

Ich fahre momentan "dank" meines jetzigen Jobs so etwa zwischen 500 bis rund 800 km am Tag quer durch ganz Deutschland und in den angrenzenden Nachbarstaaten. Und möchte behaupten, die Straßen sind inzwischen "Wild-West", das natürlich auch vor Bahnübergängen nicht halt macht! Ampeln sind oftmals nur noch ein "Gestaltungsvorschlag", Kreuzungen sind offensichtlich dazu da, zugefahren zu werden, obwohl man "irgendwo" mal gelernt hat, an der Haltelinie stehen zu bleiben, wenn die Kreuzung dicht ist! Aber nein, das ist grob fahrlässig, weil man sich sofort den Unmut der hinter einem Fahrenden auf sich zieht!

Aber offensichtlich liegt in D auch irgendwie ein "Virus" in der Luft... - oft genug durfte ich die Erfahrung machen, daß Fahrer aus den Anrainerstaaten, wie Benelux oder auch Polen, in den eigenen Staaten absolut zivilisiert fahren und kaum sind sie über der Grenze, haben sie offensichtlich alle Regeln und allen Anstand mit an der Grenze gelassen...

meint grüßend
Roland
Hallo Roland,

von mir volle Zustimmung, besonders was das Verhalten Vieler besonders im Straßenverkehr bei uns betrifft. Was da an den tag gelegt wird, das bezeichnen sie auch noch als "sportliche Fahrweise". Eben das hat dazu geführt, dass ich nurmehr versuche eigenen Autotourismus so gut es geht zu vermeiden weil sich die tägliche Fahrt zur Arbeit ohne Lebenszeitverlust von 3h täglich leider nicht vermeiden lässt. Außer vielleicht mit einer wohnungsnäheren Tätigkeit, was aufgrund meines Alters und entsprechender Vorteile über 30-jähriger Betriebszugehörigkeit nicht wirklich lohnenswert erscheint.
Wenn ich auf Arbeit mal erwähne, dass ich selbst in Italien lieber Auto fahre, wird die Stirn gerunzelt... egal, überall auf der Welt, und ich keine ein paar Länder, wird rücksichtsvoller gefahren als hier... das Tempo auf Autobahnen gehört begrenzt und vor Allem gehört ein Unrechtsbewusstsein in die Köpfe derer, die meinen die Straße für sich allein zu haben und vor allem für die, die meinen, dass die zugelassene Höchstgeschwindigkeit gefälligst die Mindestgeschwindigkeit zu sein hat. Und zu Thema Spritpreise: solange ich überholt werde wenn ich die Rampe über den Hainich mit 100km/h hoch fahre, ist der Sprit nicht teuer genug. Wenn ich eine Firma hätte, in der meine Mitarbeiter mit einem Pkw/Transporter zur Baustelle etc fahren, ich würde prämieren wenn der Verbrauch nicht über ein bestimmtes Maß steigt. Was da in manchen Köpfen vorgeht mag ich nicht nachvollziehen. Warum muss ich mein Leben aufs Spiel setzen und an unübersichtlichen Stellen überholen? Um eine Minute eher auf der Baustelle zu sein? Solange sie nur in den Graben fahren, hab ich nichts dagegen, wenn mir aber einer frontal in mein Auto fährt, weil er die Kurve gestern mit 105 gekriegt hat, heute bei regennasser Strass aber genau das das ESP nicht mehr schafft aus´zuregeln dann hört der Spaß auf.

Thema Bahnübergang:
was bin ich froh, an diesem einen Tag statt geradeaus auf die Linksabbiegespur gefahren zu sein als 219 101 einen Jungen mit seinem Fahrrad mitgenommen hat. Zwei haben es geschafft und müssen den 3. wohl lautstark animiert haben es auch zu versuchen... hat leider nicht geklappt. ich hoffe, dass diese beiden das ihr Leben lang nicht vergessen werden.


So, genug.

Grüße Torsten

der letzte Woche in Lappland war und dort erlebt hat wie es rücksichtsvoll geht. Da wird angehalten wenn der Autofahrer auch nur erahnt, dass man über die Strasse gehen möchte, und das nicht nur am Fußgängerüberweg.
Hallo Roland,

im Großen und Ganzen stimme ich Deiner Ausführung 100%ig zu.
Lediglich bei dem Satz:

Zitat - Antwort-Nr.: 52 | Name: Trainworld

oft genug durfte ich die Erfahrung machen, daß Fahrer aus den Anrainerstaaten, wie Benelux oder auch Polen, in den eigenen Staaten absolut zivilisiert fahren und kaum sind sie über der Grenze, haben sie offensichtlich alle Regeln und allen Anstand mit an der Grenze gelassen.



widerspreche ich. Hier bei uns in Tschechien scheinen mehr als 70% prinzipiell keine Verkehrsregeln zu kennen. Viele Tschechen halten sich auch im eigenen Land leider nicht an viele Verkehrsregeln. Ja, ihnen wird sogar von höchsten Regierungsmitgliedern vorgelebt, wie man sich gesetzlos im Verkehr verhält. So erst kürzlich, als der Regierungsbeauftragte für Klimaschutz, der auch Ehrenvorsitzender der "Motoristy sobě" (Autofahrerpartei) eine haltende Kolonne auf einer Linksabbieger Spur in Praha überholte, trotzdem gerade aus fuhr und dabei einen Krankenwagen im Einsatz (mit Blaulicht unterwegs) von der Fahrbahn katapultierte und dann so tat, als sei doch nichts passiert.
Diese Fahrt wurde sogar von öffentlichen Kameras festgehalten. Ein Wunder, dass die Passanten auf einer Verkehrsinsel, an denen der abgeschossene Krankenwagen vorbeiflog, nicht  verletzt wurden.

Was Gleise betrifft, so sind diese bei uns in Tschechien für viele Menschen eh nur unnötige Hindernisse. Bei meinen vielen Fototouren an den Bahnstrecken in Tschechien und der Slowakei erlebe ich nahezu kontinuierlich, dass Fußgänger vielbefahrene Strecken in Bereichen ohne reguläre Bahnübergänge überqueren. Dabei machen sie keinen Unterschied, ob die Strecke unübersichtlich im Wald verläuft oder ob es sich um einen viel frequentierten Bahnhof handelt.

Die Menschen scheinen sich nicht nur überall zu radikalisieren, nein viele Geschöpfe scheinen zu verblöden oder in eine gesetzlose Blase zu leben.

Viele Grüße aus Südmähren
Heidi
Hallo,

Leider wahr. Dazu das ewige "Ich, ich, ich" und "Mimimi" wenn Gegenwind kommt.

Peter
ja was schlagt ihr denn vor, wie die gefühlten Probleme gelöst werden sollten.
Öffentlicher Pranger, lebenslanges Autofahrverbot, Haft, Steinbruch.....Wo fängt man an, wo hört man auf?

Wenn Kraftstoff 50,-€ den Liter kostet, erkauft sich - zumindest hält er es für zutiefst gerecht und ihm zustehend - .....der Käufer das Vorrecht zu machen was er will, da er weitestgehend alleine auf der Straße ist.

Der Pranger und das Fahrverbot wäre zumindest für die Personen der Öffentlichkeit, also die bereits erwähnten MInister und Geschäftemacher (.....) eine feine Sache, wenn dadurch der Berufsstand des persönlichen Fahrers wieder zu Ehren käme. Selbstverständlich zahlt das der Steuerzahler von wegen der Gleichbehandlung oder der Zumutbarkeit um den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Es gibt Ecken, da gibts keinen Bus mehr....aaaalso hat es nie gegeben, weil es da früher mal Landwirtschaft gab, die es da heutzutage soooo nicht mehr geben darf!

Haft: Ja, wer ein KFZ führt hat eine Waffe. Wer ein Messer hat aber auch.
Es kommt demnach auch auf Kultur und Erziehung an, wie man das handhabt und insofern bleibt die Wahl: Keine Kinder oder alle ins Heim! .....Das wollen wir doch nicht wirklich oder?

Steinbruch? Gute Idee! Gott sei Dank stehen diesem Gedanken aber die bürgerlichen Gesetze zu Recht entgegen auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass wir im Eiltempo in den Feudalismus hinein eilen (sollen) und daaaa gab es ja auch den trunkenen Husaren der dem armen Mädchen die Töpfe zerdepperte, aber....... mit der Konsequenz, dass er sie dann heiraten musste.😁 Darüber könnte man ja mal genauer nachdenken! 😚

Wir streiten hier also um des Drossels Bart und werden das Problem der Disziplinlosigkeiten im Allgemeinen eher nicht lösen können!

Gruß Sven
OT

Kompliment, Roland,

gemäß leidiger Erfahrungen in der Vergangenheit meide ich längere Beiträge.
Oft wiederholen oder widersprechen sich einzelne Aussagen noch im gleichen Absatz. Manche Texte sind so verfranzt verfasst, dass man ihren Sinn nur schwer (wenn überhaupt) erkennt. Insbesondere dann, wenn auf Interpunktion und Grammatik so gut wie keine Rücksicht genommen wird. Dein Beitrag hingegen ist sehr angenehm zu lesen.
Ich bin nun nicht der Deutschlehrer vor dem Herrn, habe aber doch ein gewisses Sprachgefühl in der Schule mitbekommen und auch mitgenommen.

OT Ende

Gruß aus Nordertown

PS: Inhaltlich volle Zustimmung meinerseits
und weiter geht es ... statistisch gibt es jede Woche in Österreich einen, der absolut nicht aufpasst.

Erstaunlicherweise und glücklicherweise wurde der Traktorfahrer nur leicht verletzt, aber sein Traktor ist ein Fall für den Schrottplatz.

https://noe.orf.at/stories/3365748/
  
Hallo.
Hier mal was zum Thema Andreaskreuz und den Folgen 🤣
https://youtube.com/shorts/JbF7clQ9ApQ?si=pr5AW8lhdpmIM3QR
Gruß
Harald


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