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THEMA: Fleischmann BR212 Artnr. 7230 wird sehr heiß

THEMA: Fleischmann BR212 Artnr. 7230 wird sehr heiß
Startbeitrag
AB - 03.07.26 14:34
Hallo,

ich habe auf der Webseite der Bucht eine neuwertige Fleischmann BR212 Artnr. 7230 gekauft.

Zunächst weil die Lok wohl kaum bewegt wurde und auch trotz der ganz neuen Motorkohlen lief die Lok in eine Richtung etwas langsamer und mit wechselhaften Tempo.

Hier machte ich die Motorlager als schuldig ausfindig die wohl leicht verharzt waren was sich mit einem Tropfen Öl auf jedes Lager beseitigen ließ.

Was ich nicht beseitigen konnte ist das die Lok extrem heiß wird. Die KI von Google bestätigt auch das die Artnr. 7230 von Fleischmann sehr heiß wird.

Ich fahre auf der Ebene mit 6 Silberlingen und die Lok zieht die ganz gut.

Ist es wirklich so mit dieser Lok oder stimmt da was nicht mit der Wärmeentwicklung der Lok? Ist die Frage an Euch.

Gruß

Andreas

Hallo Andreas,

ich vermute, daß die Kollektorspalte des Motors mit Kohlenabrieb zugesetzt sind. Reinige diese (z.B. Auskratzen mit feiner Bastelmesserklinge) und versuche es noch einmal. Mit einer Lok, die im Betrieb heiß wird, ist etwas nicht in Ordnung, und dies gilt auch für die 212.

Sollte dies nicht die Ursache sein, kämen bei einem alten Motor auch schwächelnde Permanentmagnete als Ursache in Frage.

Viele Grüße

Jürgen
Hallo Jürgen,

der Motor ist völlig sauber weil nicht befahren: Aber vielleicht ist es das mit den Magneten. Die Lok wurde zwischen 1989 und 1995 von Fleischmann vertrieben.

ich habe allerdings einige so alte Lokomotiven und kenne das Problem so nicht.


MfG

Andreas
Hallo Andreas,


Du wirst es mir nicht glauben - aber ich tippe auf die Kohlebürsten!

Richtig ist schon mal das was Jürgen geschrieben hat mit dem Kollektor.

Aber selbst neue Fleischmann-Kohlebürsten triefen gerne von Öl. Also raus damit und auf den heißen Lötkolben gelegt. Du wirst sehen, wie viel Öl da noch rauskocht. Hier im Forum schon oft beschrieben.

Der Motor ist heiß geworden. Schau Dir dann auch gleich die Kohlebürstenfedern an, ob die nicht schon ausgeglüht sind, denn dann ist die Federspannung weg - durch neue ersetzen.

Was ich bei alten Fleischmann-Loks, eigentlich vor 1989 Baujahr, gehabt habe sich wirklich, daß die Magneten mit der Zeit nachlassen. Also das will ich nicht ausschließen. Aber das ist bei weitem nicht der Running Gag wie die Kohlebürsten.


Viele Grüße
Christian Strecker
Hallo,

ich hatte so einen Problemfall im Verein bei einer Dampflok mit gleicher Motorbauart (nur 1 Wellende statt 2). Der Besitzer hatte das ignoriert und den Motor tot gefahren. Der Motor taugt nicht, der hat zu großen Luftspalt und wenig Kraft. Bei manchen Ausführungen hat Fleischmann versucht, den magnetischen Kraftschluss mit einem U-Blech zu verbessern. Hilft auch nicht wirklich.

Ich vermute, den Grund für den Gebraucht-Verkauf kennen wir nun: Ein Problem-Bär. Möglicherweise ist das Fett vom Getriebe in den Motor gekrochen, und die Kohlen sind versifft, oder der Motor hat sehr scharfkantige Kollektorbleche, ein Kohlen-Killer. Vermutlich feuert der tatsächlich stark, denn da brennt Plasma und davon kommt die Hitze her, dann sind wohl bald die Federn am Ende - vielleicht ist beim Liegen bereits Fett in dem Motor gekrochen. Neuwertig...

Halte Dich nicht mit dieser Fehlkonstruktion auf, und bau einen GAM ein, möglichst mit Schwungmasse wenn die Lok analog fahren soll. Falls die Lok digitalisiert werden soll, ist der GAM auf jeden Fall empfehlenswert, die SWM muss dann nicht sein.

Grüße, Peter W
Hallo,


die Federn sind auch noch OK so heiß das die Federn zusammenkleben oder gar verglühen ist es noch nicht geworden.

Ich habe die Lok nochmal zerlegt und festgestellt das eine Achse nicht ganz ohne Wiederstand rundgelaufen ist.

Ich probiere gerade aus ob dieser Wiederstand zum thermischen Problem geführt hat.


Gruß

Andreas
Moin Andreas,

die Flm-7230-212er war schon bei Erscheinen bekannt für ihren relativ schwachen, schwer anlaufenden und zügig warm bis heiß werdenden Motor.

Woran es lag, weiß ich nicht, sondern habe in den ersten 2000er-Jahren auf die analogen, sehr leckeren (hihi, nochmal:) analogen Minitrix-Modelle (12152/206/577 & 635) umgestellt.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo,


die Lok läuft jetzt in beide Richtungen mit der gefühlt gleichen maximalen Geschwindigkeit.

Zieht meine 6 Silberlinge auf der Ebene ohne Probleme mit sehr viel Leistungsreserven.

Die Lok ist bei verbautem Gehäuse etwas warm innen das Metall sehr warm.

Ich glaube die letzte Aussage meine Beobachtung und was auch die KI von Google dazu schreibt ist das die Lok tatsächlich recht warm wird.

Es ist auch ein etwas anderer Fleischmann Motor wo auch die Motorkohlenhalterungen eine andere Bauform haben wie bei den meisten anderen Fleischmann Modellen.

Gruß

Andreas
Die 7230 habe ich 1972 zum 6.ten Geburtstag bekommen, die wurde immer Recht warm.

Gruß, Micha
Hallo Andreas

wenn dem so ist, scheiden die Magnete als Verursacher wahrscheinlich aus - dieser Effekt würde sich zuallererst durch eine ausgeprägte Leistungsschwäche bemerkbar machen.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine defekte Kollektorwicklung, bei welcher eventuell durch vorherige Überhitzung die Isolierung geschmolzen und ein Kurzschluß innerhalb der Wicklung entstanden ist. Du könntest die Stromaufnahme der Lok messen. Wenn sie im Leerlauf in der Ebene unterwegs ist und dabei mehr als 100 mA Strom zieht, dürfte der Motor hinüber sein.

Die beste Lösung wird sein, wie oben beschrieben einen Glockenankermotor einzubauen.

Viele Grüße, Jürgen
Es kann auch an einem schwergängigen Getriebe in Richtung Fahrwerk liegen. Wenn das nicht frei läuft, der Motor es aber dennoch anzutreiben schafft, wird er mitunter sehr heiß. Das würde ich als allererstes überprüfen.

Aus genau diesem Grund ist mir bei der altehrwürdigen DDR-Piko-65 das Gehäuse verschmort. Das Fahrwerk ließ sich von Hand schon bewegen und war (ist) gefühlt nur geringfügig schwergängig, aber schon das hat gereicht, um den Motor derart zu überfordern, dass dort ein erklecklicher Strom geflossen sein muss - samt Hitzeentwicklung..

Viele Grüße
Falco
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

NEU #8Zweisystemlok - 03.07.26 16:29
Die 7230 habe ich 1972 zum 6.ten Geburtstag bekommen, die wurde immer Recht warm.

Gruß, Micha



Das kann ich bestätigen. Besonders dann, als ich in diesem Alter zusammen mit dem Nachbarsjungen mit den Loks auf parallelen Gleisen Wettrennen gefahren bin.

Irgendwann hatten wir herausgefunden, daß es noch besser ging, wenn man zwischen Trafo und Gleis zusätzlich eine 4,5V  Volt Flachbatterie klemmte...
😂

Hallo Andreas,

miß die Stromaufnahme der Lok: wenn der Meßwert >150mA dann reinige den Motor und die Getriebe gründlich.

Grüße Michel Petzers
Hallo zusammen,

meine alten 212 er von FLM werden auch recht heiß. Wie es schon geschrieben wurde, kann eine Schwergängigkeit, z.B. durch verharztes Fett, das verstärken.

Gruß
Jürgen
Hallo Andreas #0,

du schriebst:"Hier machte ich die Motorlager als schuldig ausfindig,die wohl leicht verharzt waren was sich mit einem
Tropfen Öl auf jedes Lager beseitigen ließ". Es genügt nicht an ein verharztes Lager gleich welcher Art neues Öl zu
bringen.Das verharzte Öl muß erst restlos entfernt werden.Selbst verklebte Getriebezahnräder können durch
verharztes Öl schwergängig werden.Ich habe Lokmodelle verschiedener Hersteller,aber nur bei einigen Fleischmann
Lok´s waren die Antriebsachsen absolut fest.Bei diesen"Kandidaten" half nur stundenlanges Einlegen in SR24.Dabei
ab und zu die Lokachsen seitlich bewegen.Vor der Behandlung mit SR24 aber unbedingt die Lichtleiter der Lok
entfernen,da die sonst wirkungslos werden.

Liebe Grüße
Werner V.
PS:die beste Vorbeugung gegen Verharzung ist die Lok´s immer wieder mal fahren zu lassen.
Hallo,

ich muss mich nochmal melden bei der Lok war jetzt ein Glasteil das in das Gehäuse eingelassen ist geschmolzen.

Also die Lok wird einfach zu heiß und ist jetzt zurück an den Händler gegangen.


Die funktioniert nicht richtig auch wenn es typisch ist das die sehr warm wird.


Mit dem SR24 sind manche nicht so überzeugt davon weil es einen öligen Film gibt.

Ich selber habe die ein oder andere Verharzung schon mit Bremsenreiniger lösen können wie es auch manche im Internet empfehlen. Müssen halt die Plastikteile mit Farbe weg um sicher zu gehen das nichts kaputt geht.

Ob das in dem Fall eine Verharzung war oder nur Schwergängigkeit weil Öl gefeht hat ich hab es halt mit ölen versucht.

Hatte ich schon bei mehreren Fleischmann die einige viele Jahre nicht bewegt wurden das die Motorlager schwergängig waren.

Gruß

Andreas
Hallo,

vor 40 Jahren hatte ich eine Fleischmann 212 zur Erstkommunion geschenkt bekommen. Die Lok war sehr schnell unterwegs und leider auch schnell defekt (die Wicklungen des Motor waren durchgebrannt). Die Ursache war damals ein Piko FZ1-Trafo welcher bei voll aufgedrehten Regler deutlich mehr als 12V = ans Gleis abgab! Das wurde zumindest von einem Elektriker aus der Verwandtschaft gemessen. Den zwei zuvor schon vorhandenen Piko Loks machte die höhere Spannung damals nichts aus. Der Piko-Trafo wurde damals ausrangiert und durch einen Fleischmann MSF 6755 ersetzt.
Aber auch mit dem neuen Motor und dem Fleischmann-Trafo wurde die 212 im Betrieb gut warm aber ein Fenster ist mir dabei nie geschmolzen.

Grüße
Markus  
Nabend,
ja die Br 212 von Fleischmann ist mir auch bestens bekannt. Sie war wirklich seeeehr schnell, vor allem wenn ich sie wieder mal vor Wut gegen die Wand geworfen habe (War damals jung und ungeduldig). Mich hat diese Kiste bald zum Wahnsinn getrieben. Auch die Motordrossel wurde sehr heiß, so das die Fenster weggeschmolzen sind. Meine alte Anlage war eine Berg-und Talbahn, das mochte die Stromabnehmer an den Drehgestellen überhaupt nicht. Die Karre war am Ende nur noch dazu zu gebrauchen damit ich Dampf ablassen kann.
Seit 15 Jahren habe ich mehrere V100 von Minitrix, die laufen Problemlos und sehen auch besser aus.

Schönen Abend noch

Stefan
Hallo Andreas #15,

ich hatte in #14 vergessen, daß ich nach der Behandlung mit SR24 alles danach mit Wundbenzin nachspüle.

Liebe Grüße
Werner V.


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