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THEMA: D&H SD05A Motorproblem

THEMA: D&H SD05A Motorproblem
Startbeitrag
Bertil - 03.07.26 13:42
Hallo zusammen,
ich habe in einer V180 von Brawa einen SD05A verbaut. Die Lok funktioniert, alles läuft wie es soll. Lass ich die Lok eine Weile ihre Runden drehen, wird diese langsamer, das geht so nach ca. 2 Minuten los, erst kaum wahrnehmbar dann immer mehr und der Motor wird sehr heiss.  
Im ersten Moment dachte ich das mechanisch etwas gehämmt ist, dem ist nicht so....alle Komponenten laufen leicht gängig.  Liegt es am Motor? Oder hat der Decoder ein Problem?  Einen Kurzschluss schließe ich aus, denn sonst würde die Lok ja nicht ordentlich am Anfang laufen, oder doch?

Hatt jemand von Euch so etwas schon mal gehabt?  Die Lok lief vor dem Umbau ( von Digital auf Sounddecoder) gut!

Gruß Andreas  

Hallo,

hast Du die Werte für die Motorregelung vom Original-Decoder übernommen?
CV 49 (Impulsbreite) und CV50 (Regelvariante)

Peter

Moin,

entöle die Kohlen oder besser setzte neue nach einer gründlichen Reinigung ein. Der PD05A hat damit nichts am Hut, noch nicht. Noch liefert er die Leistung die der Motor fordert.

Gruß Rolf
Hallo ,
Vielen Dank für eure Tips.......
Zur Zeit ist der Decoder mit dem Sound Werkssetting für die BR 180 von D & H unterwegs, welches auf deren Webseite zum download angeboten wird. Ausser Adresse noch nichts geändert.
Die öligen, verbrannten  Kohlen sind mir nur von Fleischmann bekannt! Das Die V180 vorher gut lief, kann es das nicht sein......
dann gehe ich nun von einem defekten Motor aus

Gruß Andreas


  
Hallo Andreas,

verkokste Kohlen habe ich bei allen Herstellern bereits angetroffen. Nur bei Kato und Tomix ist mir noch kein Fall untergekommen. Ja es lebe der werksseitig verbaute GAM.
Das Fleischmann hier in einer eigenen Liga spielt, was soll man dazu sagen? Nichts 😂

Gruß Rolf
Hallo Rolf,
mmmmh, dann werde ich mir den Motor noch einmal genauer anschauen!
Habe noch einen Resevermotor liegen, weiss aber nicht ob dieser für die BR 132 oder die V180 von Brawa ist, denn zur Zeit nin ich mit dem Wohnmobil unterwegs, und habe mir die Umbauten als "Schlechtwetterbeschäftigung" mitgenommen! Somit kann ich das mit dem Motor nicht prüfen.  
Melde mich wieder!


Gruß Andreas
Hallo,

damit ich nicht immer über derartiges rätselraten muss, habe ich bei meinen Decodern folgende Metriken eingebaut:

- Decoder Temperatur
- Motor Strom
- Last Ausregelung

Das wird ständig per Railcom an die Zentrale gemeldet. Alternativ kann ich diese Werte auch via CVs auslesen.

Was bringt das?

Ok, Temperatur ist klar. Wenn die stark ansteigt ist potentiell was faul. Bei 50 Grad beginnt meiner Ansicht der gelbe Bereich. Oberhalb von 60 Grad der rote. Das gilt für die Decoder Elektronik.

Motor Strom: Ich kenne die Stromaufnahme meiner Pappenheimer. 3-Poler idR um die 120mA, 5-Poler idR ~80mA und GA idR < 80mA. Ist der Strom höher, dann gibs entweder mechanische Blockaden, überdimensionierte Entstörkondendatoren oder Kohlestaub im Kollektor.

Lastausregelung ist ein Indikator für die Leichtgängigkeit der Mechanik. Sprich, wie doll muss der Decoder aufs Gaspedal treten, damit die Lok rollt. Am besten zu messen ohne Anhängelast bei niedriger Geschwindigkeit.

So habe ich meist eine gute Indikation, wo ich ansetzen muss derartige Fehler einzugrenzen und zu beheben.

VG,
Frank
Hallo Frank
Kann man diese Werte bei einem SD05A überhaupt per RailCom an der Zentrale lesen ???
Oder mit welchem Decoder machst Du das ?
Würde mich schon interessieren ... 🤔
Gruß Dieter
Hallo Dieter,

Temperatur senden inzwischen immer mehr Decoder, ob der SD05A das macht weiß ich nicht denn ich habe davon keinen.

Die anderen Metriken sendet meines Wissens kein kommerzieller Decoder - leider. Darum bau ich mir Decoder selber. Aber ich hoffe dass die Hersteller irgendwann selber zur Einsicht kommen.

VG,
Frank
Moin Frank, Interessant. Was ist die Basis für deine Dekodereigenbauten? uC, FPGA…
Viele Grüße Holger  
Hallo Holger,

ein FPGA braucht man nicht. Viel zu kompliziert.  Grob umrissen: Ein einzelner kleiner Controller genügt. Eine Gleichrichter Brücke davor (4 Dioden oder Mosfet) und eine Mosfet H-Brücke danach, das ist heutzutage sozusagen der "Goldstandard". Die Hardware ist vom Prinzip her fast bei allen annähernd gleich, nur der Prozessortyp ist unterschiedlich. Alleinstellungsmerkmal hat noch D&H mit dem ASIC.
Der Knackpunkt ist die Software (in der Regel C++),  also die Motorregelung (meistens PID) und die restlichen Spielereien wie Dimmen, Kupplungswalzer, komplexes Function Mapping sowie Railcom - da kocht jeder Hersteller und Designer sein Süppchen.
Die Schaltung könnte heute ab 1,8....2,5 V laufen,  Sounddecoder starten leider meistens erst ab 6...7 V Gleisspannung, vermutlich wegen des Schaltreglers.

Die Herausforderung beim Selbstbau ist das Mehrlagen-Platinendesign im Feinleitertechnik, unter Ausnutzung minimaler Abstände und die Bestückung von Bauteilen bis runter auf 01005. Minimalistisch und einseitig geht es aber auch mit 0402, das kann man noch mit der Hand bestücken und im Pizzaofen oder auf dem Heizbett löten (reflow). In China kann man sich das auch für kleines Geld fertigen lassen. Das geht heute auch für Privat.

Grüße,  Peter W
Moin Peter, danke für die Info. Auf welcher Fläche bekommst du die Bauteile bei Verwendung von 0402 R/C und löten per Hand platziert? Viele Grüße Holger
Also meine kleinsten Decoder sind die

D20 (NEM-651) - 14x8mm
https://github.com/git4dcc/RTB_D20

D21 (Next18) - 15x9.5mm
https://github.com/git4dcc/RTB_D21

Wenn ich davon 40 Stück in CN fertigen lasse, komme ich auf ~10€ pro Stück. Wenn ich nur die Platinen bestelle, dann liegt der Preis unter einem Euro. Handbestückung ist machbar aber fummelig. Ich schaffe ca. 2 Decoder pro Tag zu bestücken. Danach ist meine Konzentration im Eimer.

VG,
Frank


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