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THEMA: CV6 einstellen bei "billigen" Decodern
Ich wollte einige meiner Loks einmessen. In den meisten habe ich Zimo Decoder verbaut. In manchen z.B. die günstigen D&H Decoder von DM Toys.
Ich habe CV5 (Höchstgeschwindigkeit) eingemessen und wollte dann CV6 (halbe Geschwindigkeit) einmessen was bei diesen Decodern nicht geht. Bei den Zimos kein Problem.
Was macht man da dann? Einfach halber Wert von dem CV5 Wert eingeben oder kann man dann gar nix eingeben?
Gruß Frank
Gruß Frank
D&H Decoder kennen CV6 nicht. Über CV48 kannst Du aber die Geschwindigkeitskennlinie einstellen. 0= Gerade bis 7=stark gekrümmt.
Gruß
Jörg
bei D&H Decodern gibt es keine CV6.
Wenn du eine lineare Kennlinie haben willst, mußt du Cv48 = 0 einstellen.
Gruß
Klaus
Jörg war schneller.
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: modellbahnfrank1965 schrieb am 29.06.26 11:53
Die Beschreibung habe ich gelesen. Wo soll da was stehen mit CV6?
Gruß Frank
Einfach mal Nachdenken:
Du willst CV6 einstellen
Manual: CV6 existiert nicht ....
Ich hätte halt einfach den "halben" Wert von CV5 genommen, aber CV48 ist da vermutlich genauer...
Gruß Frank
Gibt's diese CV evtl. nur bei Zimo?
Gruß aus Nordertown
OK, die Anderen waren schneller, ich habe mich ja mit den Decoderanleitungen beschäftigt.
Ist der Kuehn N025 nicht auch ein "Billig" Decoder?
Der hat eine CV6 unter dem Begriff "Mittelspannung"
Allerdings nur in der Liste der CV's. Eine Beschreibung dazu gibt es nicht.
Gilt auch für den Kuehn N045.
Gruß aus Nordertown
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Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Exitus
Allerdings nur in der Liste der CV's. Eine Beschreibung dazu gibt es nicht.
In dem von dir beigefügten Foto sind doch rechts drei CV6-Werte bei den Geschwindigkeitskennlinien eingedruck.
Grüße - Werner P
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: Werner P
In dem von dir beigefügten Foto sind doch rechts drei CV6-Werte bei den Geschwindigkeitskennlinien eingedruck.
Jo, drei Werte ohne Erklärung, was sie genau bewirken. Das erfüllt für mich nicht die Eigenschaft einer Funktionsbeschreibung. Es darf schon etwas ausführlicher sein.
Gruß aus Nordertown
Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: Exitus
Jo, drei Werte ohne Erklärung, was sie genau bewirken. Das erfüllt für mich nicht die Eigenschaft einer Funktionsbeschreibung. Es darf schon etwas ausführlicher sein.
Also für mich sind das nicht nur "drei Werte ohne Erklärung". Vielleicht sollte man auch den auf jenen Seiten abgedruckten Text lesen (linke Seite letzer Absatz und rechte Seite erster Absatz). Mehr an Erklärung geht eignetlich nicht und ich wüsste nicht, was da noch unklar ist...
Dass es bei D&H kein CV6 gibt, ist ja inzwischen geklärt, und auch wie man sich stattdessen behelfen kann.
Gruß Horst
bei allen Decoderfabrikaten gibt es die CV6, Ausnahme: D&H. Dafür kann man hier acht Kennlinien vorgeben, was mir persönlich gut gefällt.
Ich finde es umständlich, den besten Wert für CV6 zu ermitteln, vor allem, wenn man die Fahrzeuge für ein Steuerungsprogramm einmessen muß. Das kann dauern, bis es harmoniert.
Bei Lenz Decodern ist es sogar so, daß der CV6-Wert für die halbe Geschwindigkeit höher (!) als CV5 sein muß. Ich dachte damals, daß der Decoder eine Macke hatte.
Und bei den Zimos bekommt man im Prinzip keine lineare Kennlinie hin, wenn das so gewünscht ist.
MfG
Rainer
Gruß Frank
nein, das geht leider nicht, und das wird es auch nie geben, weil man hier wohl die ganze Struktur neu aufbauen müsste.
Meine Einschätzung, vielleicht belehren mich unsere ZIMO-Kollegen hier eines besseren.
Gruß
Rainer
Zitat - Antwort-Nr.: 15 | Name: RAI_CCC
... nein, das geht leider nicht, und das wird es auch nie geben, weil man hier wohl die ganze Struktur neu aufbauen müsste.
Meine Einschätzung, vielleicht belehren mich unsere ZIMO-Kollegen hier eines besseren.
Vielleicht habe ich Deinen Beitrag auch falsch verstanden, aber bei Zimo-Decodern lassen sich doch Kennlinien einstellen? Entweder völlig frei in CV67-94 oder zum Beispiel in verschiedenen Varianten mit Hilfe der Z21.
VG Martin
letztlich haben D&H Decoder eine etwas andere "Philosophie", man kann damit aber hervorragende Ergebnisse erzielen beim Fahrverhalten. Das liegt wohl daran das D&H schon in uralten Zeiten Lastregelung hatte als andere Hersteller schon stolz waren das sie nicht nur 14 Fahrstufen haben...
"Kenn wa nich, wolln wa nich, wech damit" hab ich in anderen Foren häufiger erlebt,
Meinungstreue halt.
Peter
du hast natürlich Recht, ich war zu sehr auf die in CV48 leicht einstellbaren Kennlinien der DH-Decoder fixiert.
Mit CV67-94 hatte ich auch schon experimentiert, dennoch bekam ich keine lineare Linie hin, was beim TrainController in der Einmesskurve schön zu sehen war. Bei den DHs war (ist) das nicht der Fall.
Gruß
Rainer
Danke für deinen überaus interessanten Beitrag.
Gruss vom Kuhschweizer
Heinzpeter
Decoder kosteten zu Beginn des "digitalen Zeitalters" erheblich mehr, vor allen Dingen wenn man die Preise kaufkraftbereinigt.
Ok, damals waren Bauteile teurer, das Hirnschmalz musste erst investiert werden.
Heute sind Decoder im Vergleich zu den Lokpreisen quasi billigst wenn kein Sound nötig ist, egal ob von D&H oder von Zimo.
Für Modellbahner die preissensibel vorgehen ist inzwischen digitale MoBa interessant, denn viel was man für eine analoge Steuerung braucht kann ein Digitalsystem quasi "en passant" mitmachen.
Peter
Detto die Steuerung von Fahrzeugen wenn man gleichmäßiges und langsames Fahren schätzt sind die Kosten der decoderbasiereten Motoransteuerung deutlich unter dem Aufwand der bei Analoglösungen auftritt. Wobei man deutlich weniger Möglichkeiten in der Analogwelt hat.
Die Angst vor dem Neuen ist die Motivation das bekannte trotz erkanntem Unfug nicht zu verlassen. Das was man gewohnt ist nicht verlassen zu wollen ist das Schwierige. Das geht im Hobby und Privatbereich einige Zeit ganz gut. Kommerziell traut sich niemand, obwohl da mit der Fortschrittsgläubigkeit auch viel Geld verbrannt wird.
Zurück zum Thema CV6 bzw CV66ff. Auch bei heutigen guten Decodern sind diese DCC CVs durchaus noch sinnvoll um Unstetigkeiten auszubügeln, oder um via CV6 für's Rangieren "unten" die Geschwindigkeitszuordnung zu spreizen "oben" aber rasch Vmax zu erreichen.
-AH-
Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name: aron
Wie man die Worte Decoder und billig in einem Satz vereinen kann, geht über mein Verständnis als Bürger von Deutschland. Muss wohl ein Schweizer oder Däne sein?
Hallo Aron,
nicht umsonst hat Frank das Wort billig mit " " ausgeführt. Kennst du in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Anführungszeichen?
Es gibt "teure" Decoder (mit Sound bist du hier z.T, bei rund 100€) und "billige" ohne Sound für rund 20€.
Grüße
Markus
kannst du uns vielleicht die Bedeutung in diesem Zusammenhang einmal näher erklären?
Ich kenne Anführungszeichen nur im Zusammenhang mir Zitaten und besonderen Hervorhebungen.
KI sagt dazu:
"Anführungszeichen (umgangssprachlich „Gänsefüßchen“) sind Satzzeichen, die Wörter, Zitate oder Textpassagen einschließen. Sie dienen dazu, gesprochene Sprache im Text zu markieren, fremde Aussagen zu kennzeichnen oder bestimmte Begriffe visuell hervorzuheben."
Herzliche Grüße Thomas
Tja die KI verkürzt gern... ich empfehle Wiki, ganz unironisch, weil durch NI erstellt, da findet sich dann:
"Anführungszeichen können außerdem verwendet werden, um Wörter, Wortgruppen oder Teile eines Textes oder Wortes hervorzuheben, zu denen man Stellung nehmen, über die man eine Aussage machen oder von deren Verwendung man sich – etwa ironisch oder durch die Unterlegung eines anderen Sinns – distanzieren möchte."
Sprache ist doch schön kompliziert oder schön, kompliziert...
Gruss,
Sascha
Zitat - Antwort-Nr.: 25 | Name: sfre
Sprache ist doch schön kompliziert oder schön, kompliziert...
...davor kapitulieren sogar die Nietenzähler, kommen sie hier doch bereits an ihre Grenzen...😜
Gruß aus Nordertown
wie so oft ergeben sich hier Diskussionen, die überhaupt nichts mit der ursprünglichen Frage zu tun haben. Auch der Stil driftet mal wieder ab.
Frank "outet" sich als Anfänger, das ist doch wichtig, um seine Frage richtig einordnen zu können. Da verbietet es sich meiner Meinung nach einfach mal nur zum Nachdenken aufzufordern, oder was hier noch so alles an übergriffigen Kommentaren geschrieben wird.
Wer ein bisschen Ahnung von Decodern hat, kann doch bitte versuchen eine hilfreiche Antwort geben. Finde ich kaum wieder. Bis #8 geht´s noch, danach hat sich Frank noch einmal gemeldet, weil die Diskussion überhaupt nicht mehr zielführend ist. IMHO
Ich versuch's mal:
D&H sind keine billig-Decoder, sondern sehr gute lang bewährte Decoder. DM-Toys hat eine eigene Serie aufgelegt, zu attraktiven Preisen, mit aller Funktionalität, die man als Laie braucht.
D&H hat ein anderes Prinzip für die Einstellung der Kennlinie, als alle anderen Anbieter. Deshalb gibt es keine CV6.
Zimo baut auch gute Decoder, andere Anbieter natürlich auch. War hier aber ja garnicht die Frage.
Die Kennlinie gibt die Möglichkeit vor, wie die Geschwindigkeit von Stufe zu Stufe sich verändert. Bei einer linearen Kennlinie ist die Veränderung immer gleich. zum Beispiel: Max = 140 km/h eingemessen, bedeutet je Stufe 5km/h mehr bei linearer Kennlinie und 28 Fahrstufen. Bei D&H muß dafür CV48 = 0 sein. https://doehler-haass.de/cms/media/faq/kennlinie_fahrstufe.png Für die Werte 1 - 7 gibt es gekrümmte Kennlinien. Die unteren Fahrstufen werden feiner und weicher (langsames Anfahren).
Bei Zimo wird die Kennlinie aus 3 Punkten konstruiert. CV2/CV5 & CV 6. CV6 gibt dabei die Geschwindigkeit vor, die bei der Hälfte der Fahrstufen (also z.B. 14 bei 28) erreicht werden soll. Die Wirkung ist ähnlich wie bei D&H, es entsteht eine Gerade mit einem Knick, das ganze jedoch geglättet, so daß ebenfalls eine gekrümmte Linie entsteht.
Ich persönlich finde D&H einfacher. Ich muß nur die Höchstgeschwindigkeit einmessen, standardmäßig ist CV48 = 3 und schon bin ich im Grunde fertigt. Aber das ist Geschmacksache ...
@Frank: ich hoffe, das hilft ein wenig zum Verständnis.
LG Rimbert
ich finde die Diskussion interessant, aber auch schon irgendwie "verzettelt". Wollte der TO nicht einfach nur wissen, wie man bei D&H Decodern die Halbgeschwindigkeit ("Rangiergang" genannt) einstellt? Ich mache das mit der CV 61 (Default CV5 = 92, Default CV 61 = 63). Ich mache das immer über diese CV und stelle dann zusätzlich die Verzögerung mit CV 62 ein und aus die Maus. Beispiel: CV 5 steht auf Wert 49, dann gebe ich bei CV 61 einen Wert im Bereich um die 20 ein, als Verzögerung meist den Wert 5. Wenn die Lok umgehend reagieren soll, dann eben Wert 0 statt 5.
Oder habe ich diesen Thread doch falsch verstanden?
Gruß
Freddie
Dem TO ging es um die Kennlinie, bei der ein cv6 eine Rolle spielt, zumindest bei Zimo.
Bei D&H aber nicht.
Das hat Rimbert super erklärt.
Die Geschwindigkeit des Rangiergangs ist etwas ganz anderes.
VG Frank
Da ich jetzt beim Einmessen meiner Loks halt eine Lok, die mit einem D&H Decoder ausgestattet ist, an der Reihe war habe ich eben bemerkt, dass bei CV6 eine "Fehlermeldung" kommt.
Deswegen meine ganz banale Frage was man da dann macht...und ehrlich gesagt weiß ich es immer noch nicht so richtig, da meine Anfänger Frage ja dann irgendwann mal in andere Richtung gegangen ist.
Im Übrigen gibt es genau für solche Fragen ja ein Forum, besonders für Anfänger. Es ist halt nicht jeder ein Experte...
DANKE Rimbert !!!
Gruß Frank
du fragst ganz konkret, was man mit cv6 bei D&H macht.
Ganz einfach: nichts, nada, es gibt keinen cv6. Du kannst nichts eingeben.
Das, was ein cv6 bei Zimo bewirkt (Mittengeschwindigkeit und damit eine Kennlinie für den Geschwindigkeitsänderungsverlauf pro Fahrstufe), verstellst du bei D&H mit cv48, siehe Rimbert und die reinkopierte Grafik.
Ist deine Frage damit beantwortet?
VG Frank
Ja. Verstanden, CV48 bei D&H.
Danke
Grüße
Harald
PS: Die Variabel. Also sind CV weiblich, oder?
Zitat - Antwort-Nr.: 33 | Name: haba
PS: Die Variabel. Also sind CV weiblich, oder?
Jedenfals ist eine Anleitung nützlich
zum einstellen der CV
Grüße aus Assen (NL)
Jan
Zitat - Antwort-Nr.: 33 | Name: haba
Bei CV6 muss sie die Mittengeschwindigkeit verstellen wenn sie existiert. Aber der Wertebereich ist bei ihr nicht genormt.
Das erklärt vielleicht die Lenz-Strategie:
bei CV5 = z.B.120 ist bei halber Geschwindigkeit (von diesem Wert 120 ausgehend) nicht CV6 = 60, sondern die Hälfte von 255, also CV6 = ca. 126.
Rainer
Das Verhalten der Mittengeschwindigkeit läßt sich über die Kennlinie gut einstellen, hat aber einen Haken: die Bremsrampe für den konstanten Bremsweg funktioniert laut Anleitung nur bei linearer Kennlinie (CV48 = 0). Wenn sie denn überhaupt funktioniert. Aber das ist ein anderes Thema.
Zimo ist dann auch wieder noch ein Sonderfall. In der Anleitung ist es nicht beschrieben, aber im gespräch mit den Zimo Leuten erhält man die Empfehlung, CV5 und 6 auf dem Vorgabewert "1" zu belassen und die Höchsgeschwindigkeit über die Motorreferenzspannung (CV57) einzustellen, den Rest macht der Decoder selbst. So stelle ich alle Decoder seit dieser Empfehlung ein und das Ergebnis ist ein butterweiches Fahrverhalten vom Stillstand bis Vmax. Gerade Schleichfahrten lassen sich so besonders feinfühlig regeln.
wenn in CV6=1 vorgegeben ist, hat man eine Kurve, bei der die Fahrzeuge zuerst langsam beschleunigen und dann immer schneller.
Mich stört es, wenn ab ca. der Hälfte der Beschleunigung die Geschwindigkeit recht schnell zunimmt. Vielleicht ist es beim Vorbild so, ich versuche aber, das etwas einzubremsen.
MfG
Rainer
der Große und meiner Meinung nach wichtigste Unterschied zwischen D&H und anderen Decodern ist, dass
D&H Decoder keine Zwischengeschwindigkeiten benötigen.
Die "Billigen" sind in diesem Fall die "Besseren".
Lese mal nach bei D&H unter "Häufige Fragen" und "Wie hängen Höchstgeschwindigkeit , Fahrstufe,,,, zusammmen".
Wenn Du das technisch verstehst, fragst Du Dich warum nicht die ganze Welt nicht nur D&H Decoder verwendet.
Im übrigen können die auch Railcom und sind NRMA Konform, was man von vielen anderen nicht sagen kann.
Da gibt es viele Hersteller die auf Alleinstellungsmerkmale machen. Das erschwert uns Anwendern das Leben und killt langfristig vielleicht sogar die Freude an Digital und Modellbahn,
Immer gut Dampf,
Gerhard.
Ich habe gerade erst Deine PN gesehen und darauf geantwortet.
Bei CV6 = 1 berechnen Zimo Decoder die nötige interne Fahrstufe für die Mittengeschwindigkeit selbstständig passend zur Höhstgeschwindigkeit. Hat also mit der Beschleunigung nichts zu tun, sondern nur mit dem Regelbereich des Fahrreglers. Beschleunigung (CV3) heißt ja, wie schnell die Lok die am Fahrregler eingestellte Geschwindigkeit erreicht.
ob CV6 auch die Beschleunigungskurve oder nur die Geschwindigkeitskurve (also die Zielgeschwindigkeiten nachdem CV3/CV4 abgearbeitet wurde) beeinflusst ist Implementierungssache des Decoderherstellers und hängt von der Abarbeitungsreihenfolge von CV6-Kurve anlegen und CV3/4 Fahrstufen hoch-/runter zählen zusammen.
Bei den ZIMO MX-Decodern wird z.B. zuerst die CV6-Kurve auf die Fahrstufen angewendet und dahinter gibt es einen Zähler, der linear auf die von der Kurve berechnete Zielfahrstufe hinfährt (laut CV3/4). Möchte man eine unlineare Beschleunigung/Bremsung, so muß man das getrennt in CV121, CV122 einstellen, dann zählt der Zähler unlinear hoch/runter.
Bei den ZIMO MS/MN-Decodern ist es hingegen umgekehrt. Dort werden zuerst laut CV3/4 die Fahrstufen hoch/runter gezählt und dahinter wird dann die unlineare Kurve angewendet. Dadurch beeinflusst CV6 nicht nur die Zielgeschwindigkeiten, sondern eben auch das Beschleunigungs-/Bremsverhalten. Zusätzliche CVs, um das Beschleunigungsverhalten zu ändern, gibt es hier nicht mehr.
Welche Methode jetzt die Bessere ist, kann man sicher lange diskutieren. Die Normen sind hier leider nicht sehr hilfreich. Wenn man in RCN-225 bei CV3 und CV6 nachliest, ist man nachher auch nicht viel schlauer.
ich persönlich hätte es begrüßt, wenn man innerhalb eines Decoderherstellers bei einem System bzw. Rechenmethode bleibt - unabhängig von der Produktfamilie und der technischen Plattform.
Das Problem dabei: Kunde kauft sich heute von $Fahrzeughersteller eine Lok BR 0815.123, mit MX und weil ihm die so gut gefällt ein bisschen später eine zweite 0815.124 mit MS für eine Doppeltraktion, und da beginnt das Problem. Trotz identischer Einstellung der CVs fahren die beiden Exemplare keine identische Motorkurve. Mit dem Versuch, die beiden Varianten synchron zu bekommen, ist man zum scheitern verurteilt sobald die Geschwindigkeitskurven nicht linear eingestellt sind. Ist mir bei der Fleischmann Re 460 passiert.
Noch schlimmer wenn das zwei Decoder von unterschiedlichen Herstellern sind, so geschehen z.B. bei Hobbytrain Vectron DE.
Die CV 6 ist in dem Fall ziemlich sinnlos.
Grüße, Peter W
Zitat - Antwort-Nr.: 40 | Name: MXDecoderSpezialist
Zusätzliche CVs, um das Beschleunigungsverhalten zu ändern, gibt es hier nicht mehr.
Mit Firmwareversion 6 soll da für MN/MS Decoder etwas kommen (CV123). Zumindest laut Decoderanleitung.
Aber davon abgesehen bin ich mit dem aktuellen Fahrverhalten vollkommen zufrieden. Und die Tipps mit CV5/6 auf 1 und Höchstgeschwindigkeit über CV57 einstellen habe ich ja, wie schon gesagt, direkt von Zimo. Vor Allem bei Schleichfahrt merkt man den Unterschied zur Konfiguration über CV5 teilweise deutlich, die Geschwindigkeit läßt sich feinfühliger regeln. CV5/6 >1 oder <255 beschneidet laut Zimo die Nutzung der internen 255 Fahrstufen.
Für eine optimale Einstellung der ZIMO Lokdecoderhardware ist das freie Programm "ZCS" sehr zu empfehlen. Besonders bei Sounddecodern ein hervorragendes Werkzeug. Auf der Hausseite von ZIMO kann man es nach einer Verlinkung zum Entwickler kostenlos herunter laden. Da das ganze Programm modern grafisch gestaltet und textgeführt ist, muss ich mir über CV Adressen keine Gedanken machen.
Grüße.
Frank
Zitat - Antwort-Nr.: 43 | Name: DCC-EX Freund
Da das ganze Programm modern grafisch gestaltet und textgeführt ist
Bei "modern" widerspreche ich, es wäre an der Zeit für eine optische Anpassung an das Jahr 2026.
Dennoch ist das Programm schnell, zuverlässig und hat für mich den ziemlich großen Vorteil - im Vergleich z.B. zum ESU-Programm - daß die geänderten Werte sofort in den Decoder geschrieben werden.
MfG
Rainer
Ok, ok, ist OT.
Aber Frank hat angefangen damit...😇
Wie schon angemerkt CV6 wird bei D&H nicht gebraucht, ist also immer intern Wert 0 und somit nicht für den Kunden einstellbar, weil in CV29 durch fixes nicht änderbares Setzen des Bits das für die Aktivierung der Freihandkurvenadressen CV67 - CV 94 zuständig ist, eingeschaltet ist. Die Dreipunktkurve gibt es bei D&H somit nicht zur Auswahl!
Der Wert in CV 29 kann nicht durch den Kunden umgestellt werden, weil das zuständige Bit für den Kunden gesperrt ist. Über CV48 wird vielmehr aus einem Angebot von 7 Kurven und einer Geraden, eine im Handbuch (Anhang) abgebildete Kennlinie ausgwählt, und mittels dem CV Werten 0 - 7 aktiviert. Heisst der Decodre formt dann intern von CV 67 - CV 97 deine gewünschte Kurve aus. Zu beachten ist dabei auch CV 09! Hier wird ausgewählt mit welcher Frequenz (PWM) der Motor bedient wird. Allen modernen Kollektormotoren, ob 3 oder 5 Poler, reichen 16 KHz und nur ECHTE Glockenankermotoren sollten mit 32 kHz betrieben werden, schlägt D&H vor. Die Werkswerte in CV 2 und CV 5 kann man belassen, da es keine einfache Dreipunktkennlinie gibt!
Was man noch braucht ist die automatische Motorregelung, auch Regelvariante genannt. D&H macht es dem Kunden auch hier viel leichter als die Mitbewerber. Man findet diese Einstellung in CV50. Hier stehen 4 Zustände zur Verfügung.
Wert 0 = Automatik aus (mormalerweise nicht notwendig), Wert 1 = harte Regelung für Billigmotoren, oder sehr alte Motoren aus dem vorigen Jahrtausend, Wert 2 = weiche Regelung für die meisten modernen 3 und 5 Poler absolut ausreichend, Wert 3 = sehr weiche Regelung für ECHTE Glockenankermotoren empfohlen.
OBACHT: die neuerdings gerne verbauten voll gekapselte Motoren mit dem Werbehinweis "Wartungsfrei" sind in der Regel leider asiatische "Billigheimer" (diese Seuche greift überall um sich) mit schlechten Parametern und werden mit dem Wert 1 statt 2 im Zaum gehalten. Es sind KEINE hochwertigen Glockenankermotoren!!!
Als letztes muß nur noch die Impulsbreite eingestellt werden. Es stehen 4 Werte zur Verfügung: 1ms, 2ms, 4ms, 8ms. Die Impulsbreite beinflußt wie lange ein Stromimpuls zum Motor fliesst, die Wartezeit zum Auschwingen und die Messzeit wird, Je kleiner der Zeitwert, desto intensiver arbeitet der Decoder mit dem Motor. Je höher der Zeitwert desto weniger arbeitet der Decoder mit dem Motor, Obacht welche Zeit die richtige ist hängt vom Motorentyp ab! Ein echter Glockenankermotor freut sich über den CV Wert 0 = 1 ms. Nicht ohne Grund sind diese Motoren so beliebt bei den Modellbahnern!
Ein Alter oder billiger Motor muss leider mit Wert 4 = 8 ms angesprochen werden. Dreipoler (besonders die von Fleischmann) mögen meistens 4 ms am liebsten und 5 Poler (z. B. Minitrix ICE 3 oder manche KATO Modelle) mögen sogar 2 ms am liebsten.
Zu guter Letzt sind noch CV 3 und CV 4 für ein realistisches Anfahren und Bremsverhalten (Güterzüge träger oder Personenzüge agiler) mit Last am Haken einzustellen.
Das macht man besser erst dann, wenn alle anderen Parameter für den guten Motorlauf eingestellt wurden. Ich benutze in der Regel den Wert 6 für CV 03 Anfahren und belasse CV 04 auf 3, weil ich nur mit Handregler fahre.
Wer Automatik am PC fährt sollte ruhig einen größeren Wert zum Anfahren (zum Beispiel Wert 12) nehmen. Bremsen in CV 04 dann auf Wert 6 einstellen. Beim Vorbild dauert es ja auch unterschiedlich lange bis ein Zug ins Rollen kommt und Tempo aufnimmt. Im Automatikmodus muss man etwas sanfter bremsen lassen bzw. das Anfahren etwas dehnen. Dann wirkt es gleich mal realistischer.
Das sind meine Anhaltspunkte aus der Praxis und durch die Vorgaben von D&H individuell für jedes Fahrzeug angewandt.
Wünsche viel Spaß beim Tüfteln! Sicherlich hat jeder eine andere Idee. Und das ist auch in Ordnung. Aber zur Orientierung habe ich es mal hier nieder geschrieben.
Gruß.
Frank
vielen Dank für die detaillierte Beschreibung #45.
Sehr interessant und hilfreich, da ich gerade dabei bin meine alten Analog-Loks (1980...90) mit D&H zu digitalisieren.
Grüße,
Andreas
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