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THEMA: SBB Cargo Re(a)494 (Stadler) vorgestellt
THEMA: SBB Cargo Re(a)494 (Stadler) vorgestellt
Norrskenet - 12.06.26 19:52
Moin & salut in die Runde,
heute haben SBB Cargo Schweiz und Stadler Rail die erste neue Re(a)494 des Typs "EURO DuFour" vorgestellt.
Die Lok trägt das konventionelle, jedoch leicht modernisierte, rote Re460-Standarddesign; ein dreidimensionales SBB-Signet aus Metall prägt ihre Fronten.
Vorerst sind 36 der 15/25kV- Loks bestellt, darunter 22 als "Rea" (a für Akku) mit 2MW-LastMile-Modul (alternativ wäre möglich 1MW-Diesel); für weitere 93 Fahrzeuge bestehen Optionen.
Die in Valencia entstehenden Maschinen leisten bis zu 7MW mit einer Anfahrzugkraft von max. 350 kN; ihre Vmax beträgt 160 (alternativ wäre möglich: 230) km/h. Die Drehgestelle der nur 80t wiegenden Loks sind sehr gleis- & kurvenfreundlich konstruiert.
Diese ersten 36 Loks sollen - u.a. nach Runden auf dem Testring im tschechischen Velim - bis März 2029 ausgeliefert werden; die Baureihe soll künftig einmal die einzige Streckenlok von SBB Cargo Schweiz darstellen.
Der der DuFour-Spitze entlehnte Markenname soll auf die Vierachsigkeit (womöglich aber auch auf die vier grundsätzlich möglichen Stromsysteme) hinweisen, nachdem Stadler in Festlandeuropa bislang primär für sechsachsige Boliden - Euro 4001/6000/9000 - bekannt ist.
Mit der Lok dringt Stadler nun auch in Festlandeuropa direkt in den etablierten Markt der vierachsigen Elloks ein, welcher derzeit bekanntlich durch die Vectron- und TRAXX-Loks von Siemens und Alstom dominiert wird.
Beste Grüße, Norrskenet / Details:
https://news.sbb.ch/de/019e9298-e656-7a9c-8965-...rverkehr-effizienter
https://de.railmarket.com/news/rolling-stock/34...platform-euro-dufour
https://www.stadlerrail.com/de/loesungen/schien...komotive-euro-dufour
heute haben SBB Cargo Schweiz und Stadler Rail die erste neue Re(a)494 des Typs "EURO DuFour" vorgestellt.
Die Lok trägt das konventionelle, jedoch leicht modernisierte, rote Re460-Standarddesign; ein dreidimensionales SBB-Signet aus Metall prägt ihre Fronten.
Vorerst sind 36 der 15/25kV- Loks bestellt, darunter 22 als "Rea" (a für Akku) mit 2MW-LastMile-Modul (alternativ wäre möglich 1MW-Diesel); für weitere 93 Fahrzeuge bestehen Optionen.
Die in Valencia entstehenden Maschinen leisten bis zu 7MW mit einer Anfahrzugkraft von max. 350 kN; ihre Vmax beträgt 160 (alternativ wäre möglich: 230) km/h. Die Drehgestelle der nur 80t wiegenden Loks sind sehr gleis- & kurvenfreundlich konstruiert.
Diese ersten 36 Loks sollen - u.a. nach Runden auf dem Testring im tschechischen Velim - bis März 2029 ausgeliefert werden; die Baureihe soll künftig einmal die einzige Streckenlok von SBB Cargo Schweiz darstellen.
Der der DuFour-Spitze entlehnte Markenname soll auf die Vierachsigkeit (womöglich aber auch auf die vier grundsätzlich möglichen Stromsysteme) hinweisen, nachdem Stadler in Festlandeuropa bislang primär für sechsachsige Boliden - Euro 4001/6000/9000 - bekannt ist.
Mit der Lok dringt Stadler nun auch in Festlandeuropa direkt in den etablierten Markt der vierachsigen Elloks ein, welcher derzeit bekanntlich durch die Vectron- und TRAXX-Loks von Siemens und Alstom dominiert wird.
Beste Grüße, Norrskenet / Details:
https://news.sbb.ch/de/019e9298-e656-7a9c-8965-...rverkehr-effizienter
https://de.railmarket.com/news/rolling-stock/34...platform-euro-dufour
https://www.stadlerrail.com/de/loesungen/schien...komotive-euro-dufour
Beitrag editiert am 12. 06. 2026 20:07.
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Norrskenet
Die in Valencia entstehenden Maschinen leisten bis zu 7MW mit einer Anfahrzugkraft von max. 350 kN;
Hallo,
als 1979 die Baureihe 120 der DB vorgestellt wurde waren noch 5,6MW und 340kN Anfahrzugkraft das Maximum. Die Anfahrzugkraft korrigierte man später aber auf 300KN da dies den in der Praxis erreichbaren Wert entsprach.
Stadler gibt jetzt als Anfahrzugkraft sogar 350KN an..Ist das realistisch?
Grüße
Markus
Hallo,
zumindest für den Eisenbahnfan wird die SBB damit etwas weniger Interessant.Die Schweizer Eisenbahn stand ja immer für Abwechslung und die nimmt damit merklich ab.Wirtschaftlich gesehen natürlich sinnvoll.
Mal sehen ob andere Bahnen in Europa sich auch diese Lokbaureihe zulegen werden
https://www.bahnonline.ch/88603/neue-sbb-lokomo...verkehr-effizienter/
Gruß
Thomas
zumindest für den Eisenbahnfan wird die SBB damit etwas weniger Interessant.Die Schweizer Eisenbahn stand ja immer für Abwechslung und die nimmt damit merklich ab.Wirtschaftlich gesehen natürlich sinnvoll.
Mal sehen ob andere Bahnen in Europa sich auch diese Lokbaureihe zulegen werden
https://www.bahnonline.ch/88603/neue-sbb-lokomo...verkehr-effizienter/
Gruß
Thomas
Norrskenet - 13.06.26 11:10
@1: Moin Markus,
ja, die Werte 7MW und 350kN hören sich für eine lediglich vierachsige und dazu lediglich 80t Reibungsgewicht aufweisende Maschine in der Tat extrem an.
Doch wird dies ggf. durch die besonders gleisschonenden Fahrwerke ermöglicht, welche gewiss zugleich eine optimale Transmission zwischen Rad und Schiene erlauben?
Warten wir also die realen Ergebnisse nicht nur aus Velim ab, und es gibt bekanntlich nicht nur trockene Schienen bei Kaiserwetter.
@2: Moin Thomas,
jene "Sorge" der Bahnfans erinnert an die Ankündigung der Einführung von Re4/4 und dann - ojeh - auch noch Re6/6.
Ich vermute, dass es infolge des internationalen Güterverkehrs unter Beteiligung zahlreicher EVU sowie Mietloks in der Schweiz recht "bunt" bleiben wird - während die aus damaliger (!) Sicht fast fade Baureihenvielfalt dunkelgrüner Altbau-Elloks tatsächlich gar nicht so viele Leute fanatisiert hat.
JETZT allmählich überschreiten bereits die ersten TRAXX und Vectrons ihr Mittelalter ... - schauen wir mal, was der oligopolistische Tendenzen einbremsende Wettbewerb von Stadler, Siemens und Alstom bringen wird (die Talgo-Lok zähle ich noch nicht mit).
Beste Grüße, Norrskenet
ja, die Werte 7MW und 350kN hören sich für eine lediglich vierachsige und dazu lediglich 80t Reibungsgewicht aufweisende Maschine in der Tat extrem an.
Doch wird dies ggf. durch die besonders gleisschonenden Fahrwerke ermöglicht, welche gewiss zugleich eine optimale Transmission zwischen Rad und Schiene erlauben?
Warten wir also die realen Ergebnisse nicht nur aus Velim ab, und es gibt bekanntlich nicht nur trockene Schienen bei Kaiserwetter.
@2: Moin Thomas,
jene "Sorge" der Bahnfans erinnert an die Ankündigung der Einführung von Re4/4 und dann - ojeh - auch noch Re6/6.
Ich vermute, dass es infolge des internationalen Güterverkehrs unter Beteiligung zahlreicher EVU sowie Mietloks in der Schweiz recht "bunt" bleiben wird - während die aus damaliger (!) Sicht fast fade Baureihenvielfalt dunkelgrüner Altbau-Elloks tatsächlich gar nicht so viele Leute fanatisiert hat.
JETZT allmählich überschreiten bereits die ersten TRAXX und Vectrons ihr Mittelalter ... - schauen wir mal, was der oligopolistische Tendenzen einbremsende Wettbewerb von Stadler, Siemens und Alstom bringen wird (die Talgo-Lok zähle ich noch nicht mit).
Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Norrskenet,
die Kraft von 350kN bekommt man vermutlich nur mit einer 90t schweren Lok (Achslast 22,5t) auch auf die Schiene. Also die 10t schwerere Version mit dem zusätzlichen Batteriemodul.
Nachtrag: Ich habe mich heute mit dem Thema ein wenig beschäftigt. Auch mit nur 80t Reibungsgewicht bekommt man heutzutage offenbar die 350 kN Anfahrzugkraft bei einer vierachsigen Lokomotive hin. Möglich wurde das durch neue Stahlsorten und Verbesserungen in der Steuerungstechnik. Seit der wegweisenden Drehstromlok der Baureihe 120 (Prototyp 1979 mit 84t und 340kN Anfahrzugkraft) ist die technische Entwicklung natürlich nicht stehen geblieben.
Spitzenreiter bei der Anfahrzugkraft müsste auch noch 30 Jahren nach der Lieferung der ersten 6000PS-Version die sechsachsige SD90MAC der Union Pacific sein. Bei einem Lokgewicht von 193t (Achslast 32t) liegt hier die Anfahrzugkraft bei phänomenalen 890kN. Wenn man mit diesem Faktor für die Reibwertausnutzung und den 20t Achslast der neuen Stadler-Lok kalkuliert kämen man hier auf eine theoretische maximale Anfahrzugkraft von 369kN,
Grüße
Markus
die Kraft von 350kN bekommt man vermutlich nur mit einer 90t schweren Lok (Achslast 22,5t) auch auf die Schiene. Also die 10t schwerere Version mit dem zusätzlichen Batteriemodul.
Nachtrag: Ich habe mich heute mit dem Thema ein wenig beschäftigt. Auch mit nur 80t Reibungsgewicht bekommt man heutzutage offenbar die 350 kN Anfahrzugkraft bei einer vierachsigen Lokomotive hin. Möglich wurde das durch neue Stahlsorten und Verbesserungen in der Steuerungstechnik. Seit der wegweisenden Drehstromlok der Baureihe 120 (Prototyp 1979 mit 84t und 340kN Anfahrzugkraft) ist die technische Entwicklung natürlich nicht stehen geblieben.
Spitzenreiter bei der Anfahrzugkraft müsste auch noch 30 Jahren nach der Lieferung der ersten 6000PS-Version die sechsachsige SD90MAC der Union Pacific sein. Bei einem Lokgewicht von 193t (Achslast 32t) liegt hier die Anfahrzugkraft bei phänomenalen 890kN. Wenn man mit diesem Faktor für die Reibwertausnutzung und den 20t Achslast der neuen Stadler-Lok kalkuliert kämen man hier auf eine theoretische maximale Anfahrzugkraft von 369kN,
Grüße
Markus
Beitrag editiert am 13. 06. 2026 21:11.
Hallo zusammen,
die Re 465 der BLS hatte auch schon 7MW Stundenleistung und 6 MW Dauerleistung. In Anbetracht der Entwicklung der Leistungelektronik sollten 7 MW Dauerleistung machbar sein.
Die Re 465 war mit 300 kN Zugkraft angegeben,
viel spannendender als die 7 MW finde ich aber die aktive Anlenkung der Radsätze über die Aufstandsflächen der Flexicoil Drehgestellfedern - siehe hier
https://news.sbb.ch/de/019e9298-e656-7a9c-8965-...rverkehr-effizienter
Soweit ich das verstanden habe, werden die Achsen über die Kippenden Aufstandsflächen mit Lenkerhebel ausgedreht.
ziemlich aufwendige Geschichte, das muss sich im harten Bahnalltag erstmal dauerhaft bewähren.
Damit könnte man aber auch 3-achse Drehgestelle ausrüsten und radial einstellende Achsen realisieren.
bin mal gespannt wie das wird
Grüße
mke
die Re 465 der BLS hatte auch schon 7MW Stundenleistung und 6 MW Dauerleistung. In Anbetracht der Entwicklung der Leistungelektronik sollten 7 MW Dauerleistung machbar sein.
Die Re 465 war mit 300 kN Zugkraft angegeben,
viel spannendender als die 7 MW finde ich aber die aktive Anlenkung der Radsätze über die Aufstandsflächen der Flexicoil Drehgestellfedern - siehe hier
https://news.sbb.ch/de/019e9298-e656-7a9c-8965-...rverkehr-effizienter
Soweit ich das verstanden habe, werden die Achsen über die Kippenden Aufstandsflächen mit Lenkerhebel ausgedreht.
ziemlich aufwendige Geschichte, das muss sich im harten Bahnalltag erstmal dauerhaft bewähren.
Damit könnte man aber auch 3-achse Drehgestelle ausrüsten und radial einstellende Achsen realisieren.
bin mal gespannt wie das wird
Grüße
mke
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