1zu160 - Forum



Anzeige:
MDVR - Modellbahn Digital Versand Radtke

THEMA: "Bäuchlein" bei einer Lok beheben?

THEMA: "Bäuchlein" bei einer Lok beheben?
Startbeitrag
Freddie - 27.04.26 20:13
Hallo Community,

bevor ich etwas "aufschmelze" wollte ich hier mal die Besitzer einer oder mehrerer Roco Br 181 ansprechen: nachdem ich hier schon (speziell für dieses Modell) gute Tipps bekommen habe, kommt heute ein rein kosmetisches Problem auf euch zu

Wenn man die 181 auf den Rücken legt, sieht man eine deutliche Wölbung des Gehäuses im mittleren Bereich, dort wo es eigentlich am Chassis einrasten sollte. Verursacht wird der Effekt bei einem analogen Modell sicher durch den Schaumstoffstreifen, der unter dem Dach liegt. Bei meinem Modell mit Sicherheit durch den Decoder, denn der Einbauraum ist sehr begrenzt. Der Decoder ist schon sehr flach und alle Kabel sind einzeln zu den Lötpunkten geführt ohne sich dabei zu kreuzen. Das ist scheinbar auch nicht unbedingt der Knackpunkt, denn das Gehäuse lässt sich ohne Druck bis zum Einrasten aufsetzen. Nur bleibt es nicht dort (wegen der Wölbung).
Selbst, wenn das Gehäuse ohne Unterbau auf dem Dach liegt ist diese Wölbung deutlich sichtbar und offenbar kein Einzelfall.

Es werden ja sehr viele gebrauchte Loks bei ebay angeboten und fast bei jeder kann man dieses Bäuchlein auf den Fotos erkennen.

Nun zu meiner Frage: hat schon mal jemand von euch mittels einem Fön oder im Backofen bei moderater Temperatur das Gehäuse wieder gerade bekommen?

Oder hat jemand noch eine andere, weniger gefährliche Idee?

Gruß
Freddie


Hi Freddie,

ich habe meine 3 modelle auf denn rucken gelegt, ich sehe aber keine Wölbung ..

Wo soll die denn genau sein?

mfg,
Guus
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Freddie

Es werden ja sehr viele gebrauchte Loks bei ebay angeboten und fast bei jeder kann man dieses Bäuchlein auf den Fotos erkennen.


Hat meine auch. Ursache ist m.E. das nicht sauber aufsitzende Gehäuse. Wenn die Rastnase über Jahre nicht sauber eingehakt sind, bleibt das Gehäuse so breit.
Meine Lok hat folgendes bekommen: einen Soundeinbau. Dadurch ist es unter dem Dach knapp und wenn man die Rastnasen einrastet, stehen die unter Spannung (weil es unter dem Dach knapp ist). Die Spannung sorgt dafür, dass sich die Rastnasen nicht bewegen und der Bauch eingezogen bleibt. Jetzt, nach einiger Zeit ist das Gehäuse weniger "bauchig". Ganz weg geht der Bauch bei der 181.2 allerdings nicht. Selbst wenn man es mit den Fingern in der Mitte ganz zusammendrückt, ist es dort breiter als an den Fronten.

Ich würde in solchen Fällen eher mit Zeit und wenig Temperatur arbeiten. Das Gehäuse mit Wäscheklammern, Gummibändern o.Ä. SANFT zusammendrücken und das einfach mal zwei Wochen so liegen lassen. Wenn das nicht reicht, das gleiche ein paar Stunden bei 50°C im Ofen. Dann kann man immer noch Temperatur steigern. Mit Heißluftpistole und co. wäre ich vorsichtig. Damit hat man es sehr schnell übertrieben.

Gruß
Andi
Hallo
Ich habe selbiges Problem und problemlos mit einem Fön beseitigt bekommen.
Bitte aber in mehreren kleinen Schritten abarbeiten als das Gehäuse auf einmal zu heiß werden zu lassen.
Hab es erwärmt und mit den Fingern vorsichtig zusammengedrückt und etwas abkühlen lassen und diesen Vorgang des öfteren wiederholt. Jetzt passt alles.
Aber Achtung keinen Heißluftfön, bitte nur einen normalen Haarfön.

Gruß , Johannes
Hallo.
Ich mache so was nicht mit Fön / Backofen, sondern mit warmen Wasser. Bei Kunststoff reicht 50 - 60°C. Da etwa 30 sec. einlegen, dann in Form drücken und in gedrückter Form unter kaltes Wasser halten. Oftmals muss man es etwas minimal weiter drücken als notwendig, da es beim erkalten meist etwas zurück federt. Aber aufpassen, dass man großflächig drückt. Drückt man nur mit 2 Fingern, hat man leicht noch eine kleine Welle eingedrückt.
Resin und auch die meisten 3D-Drucke kann man bei mindestens 80°C mit dieser Methode richten.
Gruß
Harald
Hallo
Kurze Ablenkung vom Thema, meine Decoder sitzen unten am Lokboden zwischen den Drehgestellen und ich habe mir eine Art "Kabelkanal" zur Schnittstelle rauf gefräst.
Lg Peter
Auch ich habe mit Heißluft dieses Problem schon beseitigt. Es ist aber sehr risikoreich.

Zuerst alle Fenster entfernen, denn sie schmelzen und verschrumpeln zuerst. Dann mit Draht eine Bandage um die Mitte der Lok wickeln, damit die Seiten zusammen gedrückt werden. Nun mit Heißluft die Seiten von innen erwärmen.

Das muss man oftmals wiederholen, weil es sehr schwer ist, die richtige Temperatur zu treffen.

Gruß von Aron
Hallo

"Gedränge" beim Decoder kann man durch geeignete Platinen vermeiden: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1355733#aw33
Dort kann man drei verschiedene Umbauvarianten sehen. Mit der "boholm"-Version wird auch das Licht heller.

Dietrich
Hallo Community,

ich danke euch für die rege Teilnahme und die guten Antworten. An heißes Wasser habe ich bisher nicht gedacht, auch eine Idee !
@ Aron: mit einem Heißluftgebläse würde ich da sowieso nicht rangehen wollen, das wäre mir tatsächlich eine Spur zu riskant. Ein normaler Haarfön sollte das auch tun.
@ Peter: daran habe ich auch schon gedacht, es dann aber wieder verworfen. Wenn man mal an den Motor muss, müsste der Decoder komplett ausgelötet werden, da man sonst die Platine nicht entfernen kann - oder mache ich einen Denkfehler?

Und ja, die Tauschplatine wäre auch eine Alternative.

Heute wird meine zweite 181 geliefert, dieses Mal in beige/blau. Vielleicht geht es mir wie Guus und diese Lok hat das Problem nicht.

Nochmals danke für eure Inputs zum Thema.

Gruß
Freddie
Hallo Freddie
Nein, die klappst einfach auf die Seite.
Am Samstag komm ich wieder zur Moba, ich hoffe, ich vergess nicht, dann mach ich Dir ein Foto.
Lg Peter
Hallo,

gegen solche Ausbeulungen der Seitenwände habe ich folgende Methode erfolgreich angewendet - ähnlich einiger hier schon besprochener:

Haushaltsgummi so stramm, aber vorsichtig, über die Gehäusemitte ziehen, dass die Seitenwände einen Millimeter nach innen gedrückt werden. Dann das Gehäuse so mit der Öffnung nach unten auf einen Heizkörper der Zentralheizung bei einer Vorlauftemperatur von 40 - 50 Grad Celsius stellen. Meist reicht ein Tag. Danach haben die Seitenwände evtl. einen leichten konkaven Verlauf, was aber durch das Einrasten ins Chassis wieder ausgeglichen wird.
Viel Erfolg und viel Spaß mit unserem Hobby

j_jakob
Hallo,

in Nürnberg ist kürzlich eine Mikrowelle explodiert und hat Fensterscheiben zum Bersten gebracht,

Daher meine Frage, hat hier ernsthaft schonmal jemand seine Lok in die Mikrowelle oder den Backofen gesteckt und erhitzt?

Gruß
Markus


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;