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THEMA: Fleischmann storniert Neuheiten
Vom Händler meines Vertrauens erhielt ich eben Kenntnis von folgender Mail, die dieser von Fleischmann erhalten hat:
Zitat
Sehr geehrte Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner,
aufgrund zu geringer Vorbestellungen werden folgende Projekte storniert und
nicht produziert, die Rückstände werden automatisch gelöscht:
Artikel Bezeichnung
7570081 E-Lok Serie 1750 RFO DC-Snd.
7560081 E-Lok Serie 1750 RFO DC
6200242 2er Set Eurofimawagen FS "IC Sun"
7160035 Dampflok Rh 792 ÖBB DC
7170035 Dampflok Rh 792 ÖBB DC-Snd.
7370040 Beilhack Schneeschleuder DB grün DC-Snd.
6660169 Schwenkdachwagen NREC schwarz
Die ÖBB Rh 792 mit Sound wollte ich vorbestellen 😒.
Die Homepage von Fleischmann ist leider nicht aktuell, da ist das Modell noch immer als Neuheit Q3/2026 angeführt.
Ich wünsche allen Enttäuschten trotzdem ein schönes Wochenende!
Beste Grüße
Boris
wissen wir schon:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1496333
Gruß Engelbert
Tja, das ist aus meiner Sicht erst der Anfang.
Den Leuten bleibt immer weniger Geld für so ein 'Spaß' wie Modellbahn übrig.
Und den meisten ist nun mal eine warme Hütte und ein Brot mit Belag wichtiger, als irgendein eine neue Lok.
Der Markt wird es regeln. In dem Fall leider.
Rudi
Eben nicht "wir".
In dem verwiesenen Fred ging es laut Faden-Überschrift nur um die Rail Force One 1750.
Das Dingen hat mich aber nie interessiert.
Und viele andere wohl auch nicht.
Deswegen schaut auch nicht jeder in diesen Fred hinein.
Doch danke B160 für diesen Hinweis hier.
Aber da hab ich Glück gehabt.
Der Kelch ging an mir vorüber.
Dieses mal.
Hallo Rudi,
jetzt mal Ernst beiseite:
Du könntest doch auch zu Hause ein wenig mehr anziehen und dann an der Heizung sparen . . .
Und wofür brauchst Du für den Belach Brot?
Ich weiß, ich sollte in die Politik gehen . . .
N-Gruß
Chris
schulterzuckend Randy, der nur kauft, was auch tut . . .
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: Rom
Hallo Engelbert.
Eben nicht "wir".
In dem verwiesenen Fred ging es laut Faden-Überschrift nur um die Rail Force One 1750.
Das Dingen hat mich aber nie interessiert.
Und viele andere wohl auch nicht.
Deswegen schaut auch nicht jeder in diesen Fred hinein.
Doch danke B160 für diesen Hinweis hier.
Genau so ist es mir ergangen 😒. Da sieht man, wie wichtig ein Titel wäre, der Aussagekraft besitzt.
Schönes Wochenende!
Beste Grüße
Boris
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Randy
Ja der Markt wird das regeln.
Ich glaube, daß es "der Markt" nicht mehr lange regeln wird, sondern ganz andere "Umstände".
Warum soll unsere Modellbahn von diesem seit Jahren andauernden, scheinbar geplanten und bis auf weiteres unumkehrbaren wirtschaftlichen Niedergang ausgeschlossen werden? (@ Boris: ich denke hauptsächlich an D, wie es in AUT aussieht, kann ich nicht genau einschätzen).
Oder denke ich zu pessimistisch? Hm, ich bin doch nach eigener Einschätzung eher der Realist...
Grüße
Rainer
Fleischmann nun immer stärker von einem beinahe perfekten Sturm betroffen?
1.
Leider zuviel an "suboptimaler Auslieferqualität"
2.
Allgemeine Wirtschaftslage verschärft sich, auch wegen politischen Wirkungen aller Art
3.
Viele bisher kräftig kaufende Modellbahner haben bereits eine satte Sammlung und kaufen immer weniger diese Flut an Farbvarianten.
4.
Die "Überalterung" der Modellbahner auch in Spur N.....und was kommt nach......zuviel des "jungen Gemüses" hat völlig andere Interessen als sündhafte teure Modelle zu kaufen.
Es hat erst begonnen......der brutalere Wandel im Bereich der MOBA...dass keine Neukonstruktionen kamen, ein erster rotes Signal.....denn die verkauften sich ja stets gut, wenn sie was taugten...auch clevere Varianten.
Dass nun eine Beihack-Variante kaum bestellt wurde.....wundert nicht, bei den Preisen...wer holt sich da mehrere?
Sind Ausnahmen....
Viele Grüße
Claus......
Volle Zustimmung. Wir werden alle und besonders die so genannten kleinen Leute noch das Fratzenschneiden
bekommen. Und für die Moba Branche und nicht nur bei der wird es in Zukunft sicher auch nicht optimal
laufen. Man kann sicherlich froh sein schon ein gewissen Anteil an Moba Artikeln zu besitzen.
Aber ganz unschuldig sind die Hersteller auch nicht. Weil auch hier eine gewisse Abzocke vorhanden ist bei
den Preisen. (Wie bei Lebensmitteln auch)
Und Miete,Strom,Essen und Trinken usw. sind nun mal wichtiger als eine neue überteuerte Lok.
Trotzdem lasst euch nicht den Spaß an der Moba nehmen. Ich mir auch nicht.
Schönes Restwochenende
Frank
das es in nächster Zeit keine Verkaufs Rekorde für Modellbahnartikel gibt ist eigentlich klar.
Überalterung der Kunden und der Gesellschaft ganz allgemein, Konkurrenz durch andere Hersteller und andere Hobbys bzw Freizeit Aktivitäten, Wirtschaftslage usw.
Modelle nicht herauszubringen die Zuwenig vorbestellt werden, ist da durchaus verständlich.
Allerdings bestraft die Modellbahnindustrie die Kunden und auch die Händler, schon seit Jahren regelmäßig ab.
Wer Neuheiten vorbestellt, zahlt doch fast immer mehr, als der Kunde der warten kann. Sowohl was den Preis als auch was die mögliche Qualität der Produkte angeht.
Nach ca. 2 Jahren kommt fast garantiert ein Abverkauf...
Es gibt nur sehr wenige Artikel die sich für den aufgerufenen ersten Preis restlos verkaufen. Fast immer gibt es Abverkaufs Aktionen zu wesentlich günstigeren Preisen. Egal ob Fleischmann, Piko, Liliput oder Hobbytrain. Nur Minitrix gab es selten wesentlich billiger ,aber auch da wird es gefühlt immer mehr.
Zusätzlich hat man aus Kostengründen die Produktion oft nach China verlagert. Inzwischen hat man da aber auch selber seine eigene Konkurrenz herangezüchtet. Sollte in den nächsten Jahren einer der "ehemaligen Werkbänke" selber auf den Deutschen/Europäischen Markt als selbständige Marke auftauchen und ein Modell für diese Märkte auflegen, sehe ich für viele Hersteller ein extremes Problem. Oft gute Qualität zu viel günstigeren Preisen. Eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis dies geschieht
Allerdings wird das Hobby Modellbahn auch weiterhin bestehen. Wie oft wurde N oder die Modellbahn allgemein schon von Propheten zu Grabe getragen ,aber einige Marken/Hersteller werden es sehr schwer haben die nächsten Jahrzehnte zu überstehen.
Auch der Fortschritt bei der 3 D- Druck Technik könnte den Markt nachhaltig verändern. Vielleicht kaufen wir uns zukünftig die Daten für den Druck, Fahrgestell/Getriebe/Motor bei verschiedenen Herstellern ein und drucken dann entweder selber oder bei einen externen Dienstleister unsere Modelle, statt sie im Handel zu erwerben?
Und auch wir Kunden tragen ja zum Problem eigentlich mit bei. Wir wollen extreme Detaillierung, gute Fahreigenschaften und möglichst niedrige Preise. Dazu gibt es nur wenige bis fast gar keine Modelle die ALLE Kunden haben wollen, und wenn schon, dann in verschiedenen Farben und Epochen!
Und dies über zig verschiedene Maßstäbe. Von Z über TT,HO,O,N. bis zu 2m.
Wie soll man da auf ordentliche Stückzahlen kommen?
Dazu bei einen so anspruchsvollen Produkt. Ein Bobbycar ist einfacher als eine Modelllok herzustellen und zu verkaufen.
Es bleibt zukünftig auf jeden Fall spannend was unser Hobby betrifft
Gruß
Thomas
Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: RAI_CCC
Ich glaube, daß es "der Markt" nicht mehr lange regeln wird, sondern ganz andere "Umstände".
Warum soll unsere Modellbahn von diesem seit Jahren andauernden, scheinbar geplanten und bis auf weiteres unumkehrbaren wirtschaftlichen Niedergang ausgeschlossen werden? (@ Boris: ich denke hauptsächlich an D, wie es in AUT aussieht, kann ich nicht genau einschätzen).
Oder denke ich zu pessimistisch? Hm, ich bin doch nach eigener Einschätzung eher der Realist...
Grüße
Rainer
Grundsätzlich siehst Du das vollkommen richtig, nur die Behauptung, dass es der Markt regeln wird, ist schon richtig. Der Markt besteht nämlich nicht nur aus Angebot und Nachfrage, sondern auch aus anderen Umständen. Und wenn für Lebenshaltungskosten wie Essen, Wohnen, ... mehr Geld draufgeht als bisher, bleibt für andere Bedürfnisse wie Hobby, Reisen, ... weniger übrig. Nicht zu vergessen, dass alle Hersteller ja nicht nur auf dem Absatzmarkt aktiv sind, sondern auch auf den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe, Energie, Transportdienstleistungen (die wiederum von der Energie abhängen), ..., Ich denke, dass daher die Modellbahnhersteller mit den Preisen eher rauf müssen, die Kunden eher runter müssen, das wird sich irgendwann nicht mehr ausgehen ... In AT ist das sicher ähnlich wie in DE, zumal wir in AT ja in vielen Branchen von der Entwicklung in DE abhängig sind (z.B. unsere Kfz-Zulieferer von Euren Kfz-Produzenten).
Ich selbst schränke meine Käufe im Moba-Sektorschon seit etwa 2 Jahren ein, weil ich eh schon (zu)viele Fahrzeuge habe, meine analoge 792 hätte ich trotzdem gerne mit einer Soundvariante ersetzt.
Aber: ich verstehe sehr wohl, dass Fleischmann in Zeiten wie diesen sehr auf die Vorbestellungen schaut und Modelle cancelt, wenn die Zahlen an Vorbestellungen nicht passen, denn angesichts der oben beschriebenen schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Lage können sie auch keine Ladenhüter riskieren, die dann billig abverkauft werden müssen. Persönlich nehme ich die Stornierung gelassen, ich wollte mit meinem Eröffnungsbeitrag lediglich Euch informieren.
Gruß
Olaf
bei der Aussage von Randy in #4 "der Markt wird das regeln" dachte ich sofort an unsere freie Marktwirtschaft, die jahrzehntelang recht gut funktioniert und für Wohlstand gesorgt hat, und die nun - scheinbar ohne nennenswerte Gegenwehr (siehe die jüngsten Wahlergebnisse in D) - langsam aber sicher durch Planwirtschaft mit den entsprechenden Folgen ersetzt wird. Aber ich will jetzt hier kein Riesen-Fass aufmachen, vielleicht hat Olaf in #11 voll ins Schwarze getroffen 😆.
Gruß
Rainer
wenn Fleischmann Neuheiten nicht produziert weil zu wenig Vorbestellungen vorhanden sind dann finde ich das ein ganz normaler Vorgang. Fleischmann produziert eben nicht mehr wie früher unter Horst Fleischmann auf Vorrat und verkauft dann die Ware peu à peu über mehrere Jahre verteilt aus dem Lager zu regulären Preisen ab. Auch in der Vergangenheit wurde von Fleischmann angekündigte Neuheiten nicht produziert. Das prominenteste Beispiel war vor 30 Jahren die 152. Die wurde von Fleischmann als Neuheit angekündigt - als dann auch Arnold und Minitrix ihre 152 in Nürnberg vorgestellt hatten stornierte Fleischmann seine 152 (und produzierte dafür die 145).
Grüße
Markus
es sollte eine Zusammenarbeit zwischen Minitrix und Fleischmann werden.
Minitrix sollte die 152 Endwickeln und Fleischmann die 101, danach sollten die Modelle ausgetauscht werden.
Minitrix sollte von Fleischmann die 101 bekommen und Fleischmann die 152 von Minitrix.
Fleischmann hat aber die Übernahme der 152 verweigert, weil sie ihren Standard nicht genügte.
Und so bekam auch Minitrix die 101 nicht.
Minitrix hat die 101 am Anfang von Roco bekommen, bevor sie Jahre später ein eigenes Modell herausbrachte.
Eine solche Zusammenarbeit von Minitrix und Fleischmann hat es schon Jahre vorher gegeben mit der 128, Fleischmann hat das Fahrwerk entwickelt und Minitrix das Gehäuse.
Mit dem Gehäuse war aber Fleischmann nicht Zufrieden, konnte danach aber nicht mehr ausrichten.
Grüße aus Köln
Thomas
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Vielleicht waren die nun gestrichenen Neuheiten mal abseits aller Weltkrisen auch einfach nur am Geschmack und Bedarf vorbei ausgewählt. Schlicht daneben gegriffen. Wäre ja denkbar.
Hallo,
das unterschreibe ich! Glaube kaum, dass z.B. eine, wenn auch teure, BR 66, neukonstruierte 01.10 oder DR BR 35 oder oder oder mangels Vorbestellungen gestrichen worden wären. Trotz aller Krisen....
VG
Nico
Du hast recht. Wozu brauche ich Brot? Ich habe mir gestern ganz viel Kuchen gekauft.
Im allgemeinen.
Natürlich wird es weiterhin Modellbahn geben. Aber der Neuerwerb wird bei Hochpreisigen Luxusartikeln (Rollmaterial) eingeschränkt werden. Bei vielen von uns.
Modellbahn und Bau kann in diesen unsicheren Zeiten aber auch ablenken. Sich einfach mal damit beschäftigen was man hat und wieder kreativ werden. Es muss nicht alles gekauft werden. Gerade bei Sachen abseits der Gleise. Da kann man einiges selbst machen und hat Spaß daran und spart zusätzlich ein paar Euro, um sich z.b. den Kuchen zu kaufen.
Oder man fährt einfach mit den Sachen, die einem gehören und macht Betrieb. Da vergeht die Zeit wie im Flug, kostet kaum Geld (Strom) und vielleicht ist der Kopf dann wieder frei.
Aber auf jeden Fall wird es nicht einfacher, das ist klar. Die goldenen Zeiten sind endgültig vorbei und für viele geht es einfach nur ums nackte Überleben.
Ich selbst habe seit Wochen überhaupt nichts mehr an der Moba gemacht. Bin wirklich kurz davor, den Großteil an Rollmaterial abzustoßen. Habe schon einiges auf dem Tisch gelegt, was weg könnte. Aber ich beobachte auch hier im Forum die Kleinanzeigen und stelle fest, dass Sachen immer länger im Angebot bleiben, bzw. überhaupt nicht verkauft werden. Die Leute haben meiner Meinung einfach kein Geld für so etwas oder halten es lieber zurück. Und verschenken möchte ich meine Sachen auch nicht. Das können dann meine Kinder später machen oder den ganzen Kram mir als Grabbeigabe zukommen lassen. Dann habe ich auf meinem Weg in welcher Richtung auch immer, noch was zu tun.
In der Hoffnung, dass ich total daneben liege
Rudi
komisch, die Flieger sind voll, Städtetourismus boomt - man muss vorbestellen um irgendwo noch Platz zu kriegen.
Es gibt eine Verlagerung bei den Prioritäten,
Modellbahn ist halt Out, kein Wunder - das Original ist kein Sympathieträger
Und das Zeuchs vom "Niedergang" labert nur eine einzige "Partei".
Den Quark will doch ernsthaft niemand
Peter
volle Zustimmung.
Gerade die DACH-Länder gehören zu den reichsten der Welt.
Den angeblichen "Niedergang" kann man sich auch herbeireden und vor allem herbeiwählen:
"Rückwärts immer, vorwärts nimmer."
Schaut, was die Leute für tausend Dinge (Häuser, Autos, Reisen usw. usf.) ausgeben und was hierzulanden bereits als angebliche "Armut" tituliert wird.
Schaut, wie es in den meisten anderen Ländern aussieht (auch in sog. Tourismus-Destinationen, deren abstrakte "Resorts" fleißig mit dem Fossilflieger angesteuert werden), dann wird vielleicht mal klar, auf welchem verdammt hohen Dampfross wir sitzen.
Also: Redet und vor allem wählt sie bloß weiterhin herbei: Die self fulfilling prophecy.
Und 1% Wirtschaftswachstum (von einem unheimlich hohen Niveau aus) eine schiere Katastrophe? Na klar - Grund zur Panik!
Beste Grüße, Norrskenet
ja, den Eindruck habe ich auch zunehmend. Bin im Baustoffhandel unterwegs und da gehts herstellerseitig derzeit schon wieder richtig rund. Nicht nur Aufschläge wegen Transport oder Rohstoffverteuerung, nein auch schon wieder Rohstoffknappheit, Auftragsstorno und Produktionseinstellung - und irgendwo im Ausland sitzt der Kunststoffgranulathändler auf seinem vollen Lager und reibt sich (wieder) die Hände.
War damals mit Anfang des Ukrainie-Krieges auch, was da alles aus der Ukraine kam... z. B. der Ton für die Fliesenscherben. Es gab fast keine Fliesen mehr, weil vor allem Italien die Produktion eingestellt hätte wegen Rohstoffmangel. Komisch, in Italien bekam man Fliesen ganz normal...
Nein, ich habe immer das Gefühl, daß es typisch deutsch wird: "Ein Tag ohne Weltuntergangsszenario ist ein verlorener Tag.". Haben wir nach Irak, Bankenkrise, Corona, Ukraine und jetzt Iran immer noch nicht gelernt, wie die Märkte da reagieren und daraus die Erkenntnis bekommen, daß der gewinnt, der besonnen aber auch entschlossen bleibt?
Bei der Modellbahn bleibe ich persönlich cool. Aber ich habe auch gemerkt, daß die Hersteller in den letzten Jahren zusehends wieder am Markt vorbei gingen. Groß, teuer und vor allem viel. Und die Qualität und Zuverlässigkeit dafür runter. Wer soll da jezt die große Lust haben vorzubestellen (und die Katze im Sack zu kaufen)?
Für mich ist das gar nicht so schlecht - mehr Zeit und Lust für den Anlagenbau und da habe ich das Material großteils schon liegen.
Viele Grüße
Christian Strecker
Ich kenne eine Zahl aus Gaming Bereich im PC/Smartphone-Markt. Da hat man ausgewertet, dass 7% der Kunden 90% des Umsatzes generieren. Das sehe ich jetzt nicht so bei Modellbahn, aber es geht wohl auch in die Richtung. Die Hobbyisten die sich einmal im Jahr ein Lok kaufen, oder mal ein Wagenset zu Weihnachten sind relativ uninteressant. Die Personen, die mal eben aus einer Laune heraus einen 14-teiligen ICE1 kaufen - oder wegen mir auch ein Nightjet - sind interessant. Und wie man weiß sind die Verlierer einer Wirtschaftskrise die Personen mit geringen Einkommen. Jemand der über 1000 Euro im Jahr für Modellbahn ausgibt, gehört nicht dazu. Der freut sich über eine neue Abwrackprämie, 9-Euro-Ticket oder Senkung der Mwst für Gastro.
Das größere Problem für die Branche sind wahrscheinlich steigende Energiepreise und ich glaube man weiß selbst, dass eine weitere Preissteigerung wie zu Beginn der Ukraniekrise kann sich die Branche nicht leisten. Daher ist es nur konsequent, schlecht laufende Produkte erst gar nicht zu produzieren.
Gruß
Samuel
Mist, ich weiß nicht mehr, wer es hier geschrieben hat, von wegen Prioritäten.
Aber es geht auch sehr gut ohne Smart-Phone, ohne eigenem Pkw und ohne Fernreisen.
Nur ein Leben ohne Moba erscheint mir sinnlos.
Ok, ist ein wenig fett aufgetragen, aber ich meine nur von wegen Prioritäten.
N-Gruß
Chris
Über die multiplen Krisen wurde oben schon viel geschrieben (über den vom Menschen mitverursachten und somit beschleunigten Klimawandel redet mittlerweile eh keiner mehr), interessanterweise redet auch keiner vom (Energie-)Sparen, ich höre immer nur wir brauchen mehr Strom (ergo mehr AKWs in Europa) und billigen Sprit. Diesel kostet hier schon über EUR 2,00, alle fahren munter weiter und jammern nach einer Preisbremse. Die Geschichte von der Deindustrialisierung Europas ist in vielen Bereichen auch nur ein Gschichtl - ja, alte traditionelle und wenig innovative Industrien haben es schwer, da gehen auch viele Arbeitsplätze verloren, aber innovative Zweige boomen (z. B. Zulieferer für die Luftfahrtindustrie, Bahnindustrie), schaffen Arbeitsplätze in absolut peripheren Regionen (z. B. nördliches Waldviertel, obersteirisches Industriegebiet). Selbst die Schwerindustrie bei uns, wie z. B. die VOEST Alpine Stahl passt sich entsprechend an - die Bleche für die Automobilindustrie gehen halt dann in Richtung Osteuropa zu BYD statt zu den deutschen Konzernen (finde ich nicht gut, wie China sich in Europa festsetzt, aber das ist eine andere Sache), die Langschienensparte boomt sowieso durch den laufenden Infrastrukturausbau bei der Bahn. Vieles wird gerade jetzt davon abhängen, wie lang sich der Konflikt im Mittleren Osten noch hinzieht, da gehts nicht allein um Öl und Flüssiggas, da hängt ja ein riesige Düngemittelindustrie mit drin und eine Verknappung wird sich auf die Lebensmittelpreise niederschlagen, die Inflation wird wieder steigen. Vielleicht sollten wir die geopolitischen Diskussionen Off-Topic fortsetzen, aber das kann Ismael entscheiden, wenns hier zuviel wird
Beste Grüße, Phil
Davon, dass eine Moba-Marke, die - vgl. Neuheiten-Katalog - auch für 2026 ein wahres Neuheiten-Feuerwerk präsentiert hat, an lediglich einer einzigen Hand abzählbare Modelle nun doch nicht produzieren wird:
Wo kaum Nachfrage erwartbar, da eben auch kein Angebot - das schlichte und gut nachvollziehbare, gut funktionierende Spiel von Angebot und Nachfrage eben.
Dass wir hier ein wenig in die übergreifende Diskussion "abdriften", finde ich nicht weiter schlimm. Denn Moba existiert ja nicht unabhängig von seiner Umwelt, sondern ist Teil derselben mit allen Höhen und Tiefen.
Und wenn ich mir das heutige Angebot für Spur N anschaue, dann wohl eindeutig mit mehr Höhen: Schaut einfach mal in die drei primären Dauer-Hauptkataloge der 1970er-Jahre ...
Dass es allerdings immer noch keinen ozeanblau-beigen 01er-Dampfer gibt, lässt mich mit Grausen in die Zukunft schauen ...
Beste Grüße, Norrskenet
wenn ihr nicht bei einem Händler vor Ort vorbestellen konntet, der auch die Infos von Fleischmann weitergegeben hat ist eine wichtige Info an euch vorbeigegangen.
Fleischmann hat dieses Jahr (wie früher auch schon Minitrix) die Händler darüber informiert, dass nur die bis Ende Februar eingehenden Vorbestellungen als Menge produziert werden ohne Lagerhaltung für das restliche Jahr bei späteren Bestellungen. Diese Info gab es bei mir vor Ort.
Und bei Minitrix waren einige Produkte der letzten Jahre auch sogar auf eine Menge schon vor der Messe beschränkt worden, so dass die vorab abgeschätzten Bestell-/Produktionsmengen teilweise nicht reichten und weitere Mengen später ausgelöst werden mussten oder eben keine Vorbestellungen mehr möglich waren schon zur Nürnberger Messe. Da sind einige Händler und deren Kunden leer ausgegangen. Und man konnte bei diesen Artikeln auch nicht auf einen günstigen Abverkauf hoffen. So ist es in Zukunft leider nicht mehr möglich, erst abzuwarten wie das Produkt in der Qualität ausfällt und dann den Kaufentscheid oder eine Bestellung zu machen.
Das Ganze kam als Reaktion auf die in vergangenen Jahren liegen gebliebenen Artikel zum UVP, die dann an Großhändler (kleinere Händler wurden gar nicht gefragt) günstiger abverkauft wurden und so als Geiz-ist-Geil-Angebote auf dem Markt kamen. Die kleineren Händler ohne Vorbestellermengen saßen dann auf den zur ursprünglichen UVP (Einkaufspreis + Marge) eingekauften Modellen und konnten die dann auch nicht verkaufen oder nur mit Verlusten am Markt. Und die ursprünglichen Vorbesteller durften sich ob der nun niedrigeren Preise ärgern.
Das Geschäftsmodell ist nicht neu und wird bei Kato USA und anderen Produzenten schon lange gelebt. Entweder vorbestellen und kaufen oder eben in die Röhre schauen. Dieses Geschäftsmodell hat nichts mit der aktuellen Wirtschaftslage zu tun sondern mit der Gewinnoptimierung in der Firma auf Grund der Marktlage. Und es ist erstaunlich wie lange es braucht, um es auch auf dem europäischen Markt zu etablieren.
Neue Firmen produzieren Modelle inzwischen über Crowd-Funding nur noch so und da ist zuerst sogar der Kunde schon in Vorkasse gegangen ohne die Qualität vorher zu kennen und das Verkaufsrisiko wird mitgetragen. Dafür ist der Kunde dann mit entsprechender Qualität und weiteren exklusiven Modellen belohnt worden, die dann nicht immer direkt im freien Markt angekündigt wurden.
Genauso ist ja auch die Produktion weniger nachgefragter Varianten am Anfang einer Modellreihe als Einstand (teilweise sind die ersten Preise ja niedriger als Jahre später beim Butter-und Brot-Modell) zu sehen. Nur wenn die sich abverkaufen zum kalkulierten Marktpreis und abhängig von den notwendigen Amortisationskosten für Werkzeuge und Zukaufteile (Platinen, Decoder, Motoren) werden dann die Menge und der Preis der weiteren möglichen Varianten festgelegt. Und wenn der Abverkauf nicht schnell genug geht wartet man halt ewig auf die Butter-und-Brot-Variante.
Da hilft leider auch Firmen-Bashing oder ewig wiederholendes Geschrei nach anderen Varianten nicht mehr viel, vor Allem nicht hier im Forum. Der Hersteller produziert und kalkuliert nicht für euren sozialen Wohlstand inkl. Luxusartikel Modellbahn sondern eben für den Wohlstand der Hersteller oder deren Geldgeber und die Produktion muss sich rechnen.
Wenn zu wenige Vorbestellungen einer anderen Variante auch schon ewig existierender Modelle kommen kann der Produzent nur die Produktion stornieren oder sehen bei welchem (asiatischem) Produzenten er noch etwas sparen kann oder wie das Modell weiter vereinfacht werden kann in den Kosten. Da werden dann eben Eigenschaften der Modelle geändert (NEM-Schnittstellen nicht eingebaut oder aktualisiert) oder Antriebsachsen weggelassen und Haftreifen reduziert oder ohne Reinigung vom Trennmittel direkt aus der Presse auf die Radscheiben kommen, was dann zu schlechteren Fahreigenschaften führt oder wie im anfänglichen Digitaldruck fürchterliche Ergebnisse brachte.
Und erst wenn sich dann mal wieder etwas Geld für die Investition in N-Modelle findet (Entscheidung kommt ja bei den uns betreffenden Herstellerfirmen inzwischen immer über deren mehrere Spurweiten verteilt), kommt der Kunde mal wieder in den Genuss einer Verbesserung der Modelle, die natürlich finanziell erstmal wieder zurück kommen muss zum Hersteller für weitere Investitionen.
Und Abverkaufsaktionen können sich die kleineren Händler vor Ort nicht mehr leisten, die weniger werdenden Großhändler oder Händlereinkaufsgemeinschaften werden das in Zukunft dann auch nicht mehr bekommen.
Qualität hat natürlich ihren Preis und auch die Hersteller müssen das kalkulieren lernen, dass die Kunden mieser werdende Qualität nicht mehr akzeptieren und als Hersteller dafür selbst aktiv werden.
Auch eine wie z.B. bei MT jetzt üblich nur noch digital voll ausgestattete Lok wird nicht ewig zu den aufgerufenen Preisen weiter hergestellt werden können, die Kunden sterben weg und der Nachwuchs will als Einstieg nicht solche Preise haben.
Selbst die "Luxus"-Marke Märklin in H0 hat damit auch schon Probleme, aber dort sind die Kunden schon länger zu den hohen Preisen und der dafür auch meist noch akzeptabel gelieferten Qualität erzogen worden. Aber selbst dort wird es nicht mehr ewig so gehen, deswegen wird dort der Markt so lange es geht noch mit Neukonstruktionen geflutet, die dann über Jahre erst als Einnahmen zurückkommen, aber auch kurzfristig schon eine Mehreinnahme bringen.
Nur leider geht das beim kleineren N-Markt nicht mehr. Hier sind zweifelsohne gerechtfertigter Qualitätsanspruch und aufrufbare Preise mit der Geiz-ist-Geil-Mentalität schon nicht mehr vereinbar. Wer also nicht rechtzeitig vorbestellt wird dem weiteren Rückgang der gewohnten N-Angebote mit den geänderten Geschäftsmodellen der Hersteller nur noch verärgert gegenüberstehen und keine neuen oder gewünschten Modelle mehr erhalten!
Alternativen sind dann wirklich nur 3D-Druck oder Einfach-Spritzgussgehäuse inkl. Lackierung oder Decalierungsbausätze sowie Zukauf vorgefertigter Fahrgestelle, was in einigen Ländern schon praktiziert wird. Für die meisten europäischen Kunden wird das nicht nutzbar sein wenn diese nicht einmal einfachstes Werkzeug und Wissen über den Zusammenbau von Modellen besitzen, aber eben billig nur möglichst viele Modelle fordern wollen.
Die verwöhnten geizigen und fordernden Kunden werden in Zukunft eben nicht mehr von den Herstellern als Kunden gesehen, sondern nur noch die mit akzeptabler Qualität zufriedenen Kunden bei entsprechenden Preisen werden für ihre Vorbestellungen belohnt. Allerdings geht dazu die Qualität der Produkte hoffentlich wieder hoch, wenn Vorbestellmengen und Produktionskosten sich wieder annähern. Wie lange das dauert oder ob wir den Markt vorher mit meist unsinnigen Boykottaufrufen ändern werden können wir wohl nicht vorhersehen.
Nachdenkliche Grüße,
Danilo
hatte mir überlegt, ob ich die 01 Pacific von Fleischmann kaufen soll, mir gefallen die Kesselringe.
Entschied mich jetzt aber für das Minitrix Clubmodell aus mehreren Gründen.
1. Sah in Göppingen die Fertigung und sprach auch die “Lackiererin“ von den Kessel-Ringen an, die sagte: dass sie dafür einen Pinsel mit 3 Borsten verwendet, ich entgegnete, solche Pinsel habe ich auch zuhause.
Die Bestellung war dann auch nicht so einfach, Clubmitgliedschaft, dann warten auf den Bestellschein.
2. Da ich das Märklinwerk sah, hatte ich mehr Vertrauen aufgebaut, als zu den anderen Herstellern.
3. Achte mehr auf Qualität und Service, hatte bei Fürst meine 01 richten lassen, bekam die Lok in einem hervorragenden Zustand mit neuen Haftreifen zurück.
Gruß
Klaus
lasst Euch doch von solchen Aussagen nicht auf den Arm nehmen.
- Der Modellbahner lernt auch jenseits der Foren dazu, eigentlich sogar erstaunlich spät. Bestellt nichts vor wegen Mängeln an Form oder Technik. Selbst die Vorbestellung nach Betrachtung von Messemustern birgt noch Risiken - z.B. falsche Bedruckungen.
-Händler geben ihre Geschäfte auf, reduzieren ihren Warenbestand. Bestellen aus den selben Gründen wie der Kunde keine Lagerware mehr vor. Platzhirsche wie DM-Toys verzichten gar gänzlich auf Vorbestellungen durch den Kunden.
Fazit: Entweder haben Fleischmann und Jägerndorfer (um sich mal auf die Meldungen aus 2026 zu beschränken) den Schuss noch immer nicht gehört oder was wahrscheinlicher ist, sie schieben die „Schuld“ der Stornierung einfach dem Kunden in die Schuhe. Weil es ein unerfreulicher nicht werbewirksamer Vorgang ist. Es ist müßig über Gründe zu spekulieren, warum ein Modell nicht erscheint. Aber mangelnde Vorbestellungen haben ihre Ursache nicht in der wirtschaftlichen Lage, sondern sind ein Zeichen sich verändernden Konsumverhaltens - mangelnder Qualität, der Ramschverkäufe, Lieferzeiten von nicht selten mehreren Jahren. Wenn ich mein Modell selbst bei den großen Internethändlern verpassen sollte, bekomme ich es irgendwie doch noch in der Bucht zu einem angemessenen Preis.
Beste Grüße
Frank
ich kann dem bisher geschriebenen nur zustimmen.
Abseits der wirtschaftlichen Entwicklung steht für mich bei Fleischmann aktuell die schlechte Qualität im Vordergrund, welche mich von Vorbestellungen zurück hält. Ich hatte die neu erschienen V100 (Ost) Varianten der DB Netz und HVLE gekauft. Leider hatten diese Lokomotiven sehr schlechte Fahreigenschaften. Auch der Umtausch der Lokomotiven brachte keine Besserung. Da hat man dann als Kunde kein Interesse mehr bei diesem Hersteller etwas zu kaufen. Ging alles wieder zurück. Dann halt nicht.
Bisher war diese Modellreihe, ich besitze einige Varianten davon, eine der am besten regelbaren Lokomotiven, die Spaß machen. Schade!
Als Kunde finde ich es erstaunlich, dass man so am Markt agiert. Nicht funktionierende oder eher schlecht funktionierende Modelle anzubieten. Der Händler hat dann den Aufwand und der Kunde ist unzufrieden.
Es wird für Fleischmann schwer, Vertrauen zurück zu gewinnen.
Aber den Weg hat sich die Firma selbst ausgesucht. Dann muss Sie auch mit den darausfolgenden Konsequenzen leben.
Vielleicht hat auch das, mit den geringen Vorbestellungen zu tun.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!
Gruß
Robert
danke dafür, klasse Zusammenfassung.
Und bevor jemand beim Stichwort "Gewinnoptimierung' Bauchschmerzen bekommt:
Gewinne sind dringend erforderlich, um Re-Investitionen in Produktionsmittel und Invwstitionen für neue Modelle stemmen zu können.
Denn von nicht kommt nichts. Und wer nicht (re-)investiert, dessen Fabrik fällt irgendwann zusammen. Schluss. Aus die Maus.
Beste Grüße, Norrskenet
ja, das sind natürlich die feuchten Träume eines Herstellers, nur noch auf Vorbestellung und zum aufgerufenen UVP zu produzieren, so ganz ohne Unternehmerrisiko.
Nur muss der Kunde da mitspielen.
Ich tu das nicht, dazu ist der Markt zu voll mit günstigeren Alternativen.
Lg, BS
Ich bin gerade dabei meine Vorbestellungen auf 2026er Ankündigungen KATO, PIKO, MTX und GFN zu stornieren in Form von Umbuchungen auf bereits verfügbare preisstabile Modelle. Die Marktlage verschlechtert sich täglich auf Grund höherer Gewalt im globalen Energiesektor rapide und die Industrie kann ihre Kalkulation bereits in die Tonne treten. Bereits jetzt werden die ersten Mehrkosten schon weiter gereicht und der Knall beginnt ab April.. Es ist nicht auszuschliessen, dass auch weitere internationale Hersteller, besonders diejenigen die in Asien fertigen lassen wie PIKO, KATO, GFN, etc. - aber auch Europäer und einige Amerikaner (z. B. Digitrax oder TCS), Angebotskürzungen vornehmen müssen - bzw. in jedem Fall dre Branche Preissprünge ins Haus stehen werden, bei der die Vorbestellungen wirtschaftlich jetzt absehbar an der Unterkante liegen. Auf jeden Fall wirds für die Kunden hier ordentlich leider teurer. Begeistert bin ich natürlich nicht darüber.
Schönes WE.
...vieles stimmt und bei mancher Aussage musste ich schmunzeln, weil das nach der Welt der 90iger klingt, nämlich als nach Zeiten der Zuteilung ein erbitterter Wetbewerb entstand und die oft neu geschaffenen Vertriebsabteilungen augegliedert wurden sowie Großhändler zu Vertriebsniederlassungen mit vielen selbständigen Handelsvertretern mutierten.
Es wurde gebaut wie bestellt.
Innovation ....Null, sodass ein Outsourcing der Produktion ins Asiatische und somit der Auslauf der Produktreihe beschlossene Sache war und zwar ohne Schlüssel für die Hintertür.
Nein, nicht der Endverbraucher ist gemeint, wenn es um die "Vorbestellungen" geht, sondern der Händler und ja, ähnlich wie im letzten Jammervideo aus dem Hamburger Raum rund um das Thema einer Güterzuglok eines mittelständischen Unternehmers mit angeschlossener Modellbahnproduktion aus Liebhaberei....so wird künftig der Händler bestimmte Produkte nur noch auf Vorkasse erhalten und abverkaufen MÜSSEN um schnell wieder flüssig zu sein.
Kennen wir von Piko's Handelspartnern westlich des Rheines und wird gewiss mehr oder weniger der Normalfall in den nächsten Jahren. Sonst ist das Geld schneller die Hälfte wert als gedacht! Zwanziger Jahre halt..
Somit wird man sich auf den Regionalmessen vom Regionalgrosshändler mit KI - Unterstützung beraten lassen können und mit viel Glück wird dieser auch die Premiumbestellung gleich aufnehmen, mit dem Hinweis, dass dazu eine Sychronisierung mit den anderen Niederlassungen erforderlich sei.
Diese 500 Stck- Serie, wie einst Faller vor der Insolvenz auch noch mit Zertifikat, gibt's dann halt zum Händlerinitiativ - und nicht zum Handelspreis.
Zurück zu den abgesagten Ladenhütern:
Diese Produkte waren ein "Angebot" an den Markt. Mehr auch nicht.
Auch das kann eine Strategie sein, jährlich mehr Varianten anzubieten, als man herzustellen in der Lage ist.
Das ist zwar etwas anderes als es Liliput verfolgt, aber möglich!
Genau genommen sind diese Modelle jedoch reine "Nachauflagen", die andere Kapazitäten gebunden hätten.
Statt eines unbewiesenen schwarzen Tadgs der Nossen - Riesaer Eisenbahngesellschaft laufen eben dann mehr schwarze Staubwagen aus Leuna vom Band und das nur, weil sie trotz unbewiesener Existenz das Zeug zum hübschen Ganzzug haben...
So sehe ich diese Stornierungen eher entspannt und mit Blick zum prall gefüllten Geldsack auf dem ich gerade sitze natürlich auch mit grosser Sorge!
Wo soll ich denn dann sitzen... und vor allem wie😆
Gruß Sven
Das machen 95% davon ja auch nur aus Spaß und Langeweile.....
Wenn ich mich nicht drauf verlassen kann, daß mein gewünschtes Modell bei Vorbestellung auch geliefert wird, verliere ich das Vertrauen und warte bis ein Händler es als geliefert deklariert und kaufe dann.
Ergo...noch weniger planbare Vorbestellungen für den Hersteller.
Zudem war gerade Fleischmann früher ein Hersteller, den man bedenkenlos kaufen konnte....ein ganzjähriges Programm hatte.....jedoch seit einigen Jahren mit Herstellung in Fernost seinen Qualitätsgrad sehr nach unten gedrückt hat.
Dennoch habe ich es riskiert...mit dem nicht gerade günstigen Nightjet..und für dieses Jahr mit der BB 26019 und dem Nightjet Wagenset.
Mehr war für Fleischmann dieses Jahr budgettechnisch nicht drin...andere Hersteller haben ja auch tolle Ankündigungen.
Guten Abend, Stefan
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
scheinbar geplanten und bis auf weiteres unumkehrbaren wirtschaftlichen Niedergang ausgeschlossen werden
Den muss dann ja wohl eine Alternative geplant haben, da die anscheinend als einzige davon profitiert.
Die Deutschen sind halt mal veränderungsscheu - das eRezept gibt's in Schweden seit ich vor 17 Jahren hier hochgezogen bin. Meine Steuererklärung ist im Prinzip ein Bierdeckel (ja, dafür wird man quasi durchleuchtet). Und die Rente läuft auch zum Teil auf Aktien (mal schauen, wie gut;)) und die Wärmepumpe bzw. niedrige Vorlauftemperatur bei der Fernwärme im 60er Jahre Bau funktioniert hier auch ganz ohne Fussbodenheizung.
/Martin
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Den Leuten bleibt immer weniger Geld für so ein 'Spaß' wie Modellbahn übrig.
Hallo zusammen,
den Eindruck teile ich nicht. Aufgrund der immer stärkeren sozialen Spaltung unserer Gesellschaft bleibt vielen Menschen genug übrig. Auch uns persönlich ging es eigentlich nie besser als derzeit.
Trotzdem gibt es natürlich immer mehr Mens
Aber: es bleibt die Frage, ob ich bereit bin 220 € für eine vollkommen überfettete Fleischmann Lok zu bezahlen, bei der ich zunächst die Drehgestelle auseinanderbauen und reinigen muss.
Mein zweites Hobby ist HiFi & Musik. Da habe ich mir gerade einen Luxusstreamer von Eversolo gegönnt, der fast 3.800 € kostet aber jeden Cent wert ist, weil das Gerät nahe an der Perfektion und vom Material her für die Ewigkeit gebaut ist.
Für qualitativ hochwertige Dinge bin ich bereit gutes Geld zu zahlen. Das gilt auch für die Modellbahn. Meine CNL von LS Models war auch alles andere als billig aber die Waggons waren ihren Preis wert.
Ich kaufe lieber wenig und dann hochwertig, lieber preiswert als günstig. Gerade bei den Volumenherstellern Minitrix und Fleischmann habe ich in letzter Zeit wenig gefunden, was seinen Preis wert war.
Viele Grüße,
Mathias
Stimme Mathias zu. Bei Fleischmann (und Mitbewerbern) gehen Anspruch und Realität zunehmends auseinander. Grundsätzlich schöne Modelle, aber qualitative, vermeidbare Mängel. Daher bestelle ich bei der Marke nichts mehr vor. Ich sehe es so: Sie wollen mir etwas verkaufen, nicht umgekehrt. Wenn da die Leistung nicht zum aufgerufenen Preis passt, passe ich eben. Habe genug Rollmaterial. Und durch Dinge wie Dimitris Platinen kann man auch konstruktiv gute, alte Modelle technisch in die Neuzeit heben. Da hole ich mir lieber ein gutes, gebrauchtes Modell und peppe das auf.
Meiner Meinung nach könnten Sie mehr verkaufen, wenn die Qualität stimmen würde und ihr Ruf rehabilitiert wäre. Wenn sie das nicht erkennen (wollen) wird es mutmaßlich nicht besser.
Ein Vorschlag: verkauft die Modelle doch gleich als Bausatz zu einem attraktiven Preis. Es spart dem Modellbahner das Zerlegen und der Firma die Retouren und schlechte Publicity
Grüße,
Björn
Zitat - Antwort-Nr.: 31 | Name: Björn
Ein Vorschlag: verkauft die Modelle doch gleich als Bausatz zu einem attraktiven Preis. Es spart dem Modellbahner das Zerlegen und der Firma die Retouren und schlechte Publicity
Oh jeh, dann müssen viele von uns erstmal lernen, wie man mit den ganzen Kleinteilen aus der Mobilfunktechnik klar kommt. Ich hatte meine 181.2 schon mal offen und wollte an den Motor ran. Mein Eindruck: Ohne Spezialwerkzeug kommst Du da nicht weit.
Grüßle
Ralf
was ist bei Dir ein "Spezialwerkzeug"? Fast alle asiatisch produzierten Modellen sind mit den typischen schwarzen Senkkopf- oder Linsenkopf-Kreuzschlitzschrauben montiert, lediglich bei Minitrix fand ich noch kleine Schlitzschrauben.
Die lassen sich alle mit einem dieser billigen "Uhrmacherschraubendreher"-Sets verarbeiten.
Ich weiß nicht was für "Kleinteile aus der Mobilfunktechnik" da drin sein sollen. Die Platinen sind heutzutage mit SMD Bauteilen bestückt. Ja und?
Grüße, Peter W.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Ein Vorschlag: verkauft die Modelle doch gleich als Bausatz zu einem attraktiven Preis.
Die Idee ist gar nicht so abwegig, Loc Models bietet es an:
https://www.locomodels.it/it/lo.comake/
Allerdings hatte ich auch bei einem fertigen LoCo-Modell noch nie eine Reklamation, Entfettungsaktion oder ähnliches...
Viele Grüße,
Simon
Uns ging es nie besser?
Sag das mal den Familien, wo mittlerweile beide Elternteile arbeiten müssen, damit man sich Miete, Nahrung usw. leisten kann.
Oder den Rentnern. Die wissen auch nicht, ob sie sich morgen noch die Wassersuppe verlängern können.
Die, die noch arbeiten, sind irgendwie die dummen.
Irgendwie geht deine Aussage an der Realität vorbei.
Rudi
Zitat - Antwort-Nr.: 38 | Name: Peter
Ich weiß nicht was für "Kleinteile aus der Mobilfunktechnik" da drin sein sollen. Die Platinen sind heutzutage mit SMD Bauteilen bestückt. Ja und?
Ja eben. Die Schrauben wurden mit der Zeit immer kleiner, statt M2 wie bei meiner uralten V200 von Arnold heute M nullkommairgendebbes. Die Kabel sind (zum Teil) nicht gelötet, sondern gesteckt, weil Mehrfachverbindungen. Frontbeleuchtung mit separaten Platinen und unabhängigen LEDs wo früher ein Birnchen war. Das ist alles toll, aber für mich kaum mehr reparierbar, weil zu fein.
Ich hab früher vieles selbst hinbekommen, heute tue ich mich da schwer. Ohne Lupe und Pinzette geht oft gar nichts und wie trennst Du fachgerecht einen Steckverbinder, ohne am Kabel zu rupfen, wenn der nur wenige Millimeter breit und lang ist?
Wohl gemerkt: Ich finde es toll, was heute alles möglich ist. But there is no free lunch, wie der Engländer sagt.
Grüßle
Ralf
ich für meinen Fall habe ein ungefähres Budget für mein Hobby Modelleisenbahn. Dieses richtet sich in erster Linie für die zeitlich machbaren Bauprojekte und dann für Neuanschaffungen für Modelle die auf meiner Bahn mal zu sehen sind. In dritter Linie gebe ich Geld für Modelle in größeren Spuren wie H0, Spur 1 und Spur 2 aus, die zwar lauffähig sind, mir aber nur als Standmodelle (meistens mit historischem Hintergrund) dienen.
Meine große Liebe ist aber die Spur N mit all ihren Facetten.
Nun ist ein größeres Bauprojekt in Spur 2 bei mir ausgelaufen und ich habe Geld für neues Rollmaterial in Spur N übrig, welches ich gerne für neue Lokomotiven oder Rollmaterial ausgebe. Da sind recht viele Triebfahrzeuge aus dem aktuellen Sortiment von Fleischmann darunter, die ich den Händlern gerne abnehmen würde, aber nicht eines werde ich in naher Zukunft mehr kaufen. Keine von den in den letzten drei Jahren gekauften neuen Loks von Fleischmann hat jemals zuverlässig funktioniert - trotz aller Mühe der Händler.
Also Leute, ich wäre ja schön blöd. wenn ich nach all meinen Erfahrungen (und auch nach den Berichten in den Foren) mein Budget schon wieder in ein Fabrikat stecken würde, dessen Hersteller nicht imstande ist für teures Geld funktionierende Ware zu liefern.
Wer kauft denn halbfaule Äpfel für Gold statt Silber (auch wenn ich man mit dem richtigen Obstmesser und der nötigen Fingerfertigkeit die faulen Stellen wegschneiden kann . . . ?)
Mein Budget für mein Hobby Eisenbahn und Spur N fließt also weiterhin gleich wie zuvor in den Spur N Markt. Und ich freue mich auch über vielen neuen Angebote, die auf dem Markt erscheinen und unsere Spur N richtig beleben, neue Ideen, neue Gebäude, neue Techniken, neue Digitale Technik ! Der Markt ist bunter als wir das vielleicht jetzt schon sehen !
Nur beim dem "berühmten" Herstellerstand dort an der Ecke mit dem großen Plakat und den fauligen Äpfeln kauf ich nix mehr.
In diesem Sinne: Der Spur N Markt lebt - auch ohne schlechte Apfelbauern . .
Liebe Grüße
Randy
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Sag das mal den Familien, wo mittlerweile beide Elternteile arbeiten müssen
Was ist jetzt schlimm daran? Diese Aussage zeigt mir, dass evt. DU etwas an der Realität vorbei bist und nicht Matthias.
In einem anderen Forum beschwerte sich jüngst jemand, dass kein Arbeitstag mehr unter 8,5 Stunden wäre....ich fürchte, dass es vielen eigentlich objektiv betrachtet zu gut geht um Reserven für solche Jammerei zu haben.
VG
Nico
Sowohl ich als auch meine Frau haben seit unserem 16. Lebensjahr immer beide gearbeitet, auch als die Kinder klein waren. Nix Mutterschutz o.ä.! Selbstständigenschicksal
Weiterhin muss ich sagen, dass mein Modellbahnerleben ohne Fleischmann ärmer wäre. Ich hatte zwar auch schon die Fettprobleme bei einer 151, aber die meisten anderen FLM Produkte sind grossartig, vor allem die Dampfloks. Die 044 ist einfach ein Traum.
LG Mike
Früher haben beide gearbeitet, um sich etwas Luxus zu leisten. Besonder Urlaub, teures Auto o.ä.. Heute müssen oft beide arbeiten, um überhaupt um die Runden zu kommen.
Das ist der feine Unterschied.
Rudi
Bevor das hier wieder in gegenseitige Zerfleischung ausartet, hätte ich noch eine Frage in die Runde:
Ist schon was darüber bekannt, dass andere Hersteller ebenfalls Neuheiten storniert haben?
Oder dies vielleicht beabsichtigen?
Manchmal verlaufen die Ankündigungen ja auch einfach im Sande - mir fallen spontan dazu zwei Minis ein . . .
N-Gruß
Chris
Kato hat aus den Neuheiten den 426 der BOB storniert, aber nicht wegen der erwarteten Nachfrage, sondern weil sie keine Lizenz bekommen haben.
Ansonsten werden Neuheiten auch einfach mal ausgesessen, ohne sie "offiziell" abzukündigen. Grüße an LS Models und HispatrèN...
Viele Grüße,
Simon
Indirekt ja, aber anders : REE hat einen Artikel auf ihrer Webseite, dass sie die Auflagen drastisch verkleinern wollen, weil sie von älteren Modellen noch so viele im Lager haben oder hatten, und das ihre Finanzen strapaziert. Es hat ja auch in letzter Zeit viele Sonderangeboten von REE Modellen gegeben, zum Teil zu sehr herabgesetzten Preisen.
Von den Modellen der neuen BB 67400 tauchen jetzt nur ganz kurz mal Exemplare auf Händlerseiten als verfügbar auf, dann sind sie wieder verschwunden, jedenfalls die blauen. Ich habe eine Version (Ep.3 blau) vorbestellt bei einem bekannten Händler, habe aber bisher nichts davon gehört und keine Ahnung, ob da noch jemals etwas kommt.
Teilweise kann es aber auch daran liegen, dass leider nicht alle Händler ihre Webseiten aktuell halten.
Schöne Grüße,
Christoph
Eine andere Methode ist die, dass man angekündigte Neuheiten einfach nicht mehr auf der Hersteller-Webseite führt.
So zB der Artikel "LC3961 VW T2 DoKa Stadtwerke" von Lemke. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn man irgendwann eine Idee zu einer Szenerie hat, schaut, was es alles zu dem Thema gibt und tatsächlich auch bei Neuheiten-pdf´s und auch bei Händlern entsprechendes findet, dann aber feststellen muss, dass der Artikel niemals hergestellt werden wird.
N-Gruß
Chris
Viele Menschen haben heute andere Probleme als warum wieso weshalb deshalb darum eine Moba Neuheit
storniert wird. Davon geht die Welt nicht unter. Die geht unter durch bestimmte Schwachköpfe die in dieser
kaputten Welt das sagen haben. Auch wir in Europa sollten uns nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.
Sonst sind nachher wir storniert. Moba ist nicht lebenswichtig (so schön das Hobby auch ist) und bedroht nicht
unsere Existenz.
Gruß
Frank
Und hier in diesem Faden geht es um das Luxus-Problem stornierter Neuheiten.
Eigentlich ist das auch nur eine Feststellung und nicht mal ein Problem.
Aber man darf sich doch trotzdem darüber austauschen, oder?
Ich denke, die Faden-Bezeichnung ist eindeutig genug, so dass man sich entsprechend daran beteiligen kann
oder sich einen anderen Faden sucht, bei dem man sein Gesprächsbedürfnis befriedigt bekommen könnte.
N-Gruß
Chris
“Weiterhin muss ich sagen, dass mein Modellbahnerleben ohne Fleischmann ärmer wäre. Ich hatte zwar auch schon die Fettprobleme bei einer 151, aber die meisten anderen FLM Produkte sind grossartig, vor allem die Dampfloks. Die 044 ist einfach ein Traum.”
Es ist korrekt, dass es Probleme bei einzelnen FLM Produkten gibt. Aber das grösste Problem für mich wäre, wenn es den Hersteller nachher nicht mehr gibt, weil keiner seine Produkte mehr kauft/vorbestellt.
Das kann man auch auf die politische Auseinandersetzung übertragen: ja, es gibt Probleme. Aber man rettet die Demokratie nicht, indem man sie abschafft 🤷🏽♂️
LG Mike
Doch die böse Hexe Fortschritt sah das mit Unbehagen und sie überlegte, was zu tun sei. Also belegte sie viele Menschen mit dem schlimmen Zauber "Habenwill". Der wirkte schnell. Hersteller bauten kleinen Modelle, stellten sie auf Schienen und ließen sie mit einem eingebauten Uhrwerk ihre Runden ziehen. Viele erlagen der Faszination dieser ersten Modellbahnen. Die Hersteller freute es und sie erweiterten ihr Sortiment. Sicher, alles war nur aus grob gestanztem Blech. Doch den Leuten gefiel es. Und weil ein wenig Blech und Farbe billig war, entstanden viele Eisenbahnanlagen und man erlebte miteinander viele schöne Stunden auf dem Fußboden. Das währte eine lange Zeit.
Die Hexe hatte aber einen Feind und der hieß Neid. Der Neidteufel konnte es nicht ertragen, dass Frieden herrschte, zwischen den noch glücklichen Besitzern all dieser blechernen Nachbauten. Er fand ein paar besonders gestrickte Mitglieder der Menschheit. Solche, denen nichts gut genug war, die alles noch schöner, noch besser noch viel detailierter haben wollten. Der Der Neidteufel flüsterte ihnen ein, dass nur sie die Besten, die Größten, die Ausgeburten der Vollkommenheit seien. Und so nahm das Unglück seinen Lauf.
Diese ausgewählten Musterexemplare der Gattung Mensch begannen nun lauthals Forderungen zu stellen. Forderungen an die Hersteller! Forderungen an den Handel, Forderungen das Zubehör. Forderungen an die Freunde dder Modellbahnen. Man tat ihnen (leider) den Gefallen und ging auf alle ihre oft so absonderlichen Forderungen ein. Damit begann der Niedergang eines schönen Zeitvertreibs.
Zuerst wurden ständig neue Modelle, angepasst an die technische Weiterentwicklung, auf den Markt gebracht. Weltweit wurden die Zeichen des Goldes erkannt und der Markt immer mehr mit neuen Modellen überschwemmt. Doch gleichzeitig wirkte der böse Zauber des Neidteufels immer stärker. Die Hersteller bekämpften sich, erst mit Dumpingpreisen, doch dann mit immer eiltäreren Modellen. Man beging den geistgen Irrtum, damit eine gesunde Auftragslage zu schaffen und sich den winzig kleinen Kreis der wohlhabenden Modellbahnbesitzer zu sichern.
Das Ende kam schleichend. Erst waren es ein paar kleine Händler, die in Not geraten, ihre Läden schlossen. Dann begann es auch bei den Herstellern. Einer nachdem anderen musste aufgeben. Neiddteufel nannte es "Marktbereinigung". Doch es wurde noch schlimmer. Das große Händlersterben begann und ging einher mit dem Sterben der Hersteller. Es wurde globalisiert , fusioniert, übernommen, was das Zeug hielt. Das kostete Geld. also wurden die Produkte teurer und teurer.
Und nun kam der erste der apokalyptischen Reiter mit Schwert und Schild. Angetreten die böse Hexe und den Neidteufel zu vertreiben. Nun das war nicht so einfach, doch der Ritter war schlau: er verjagte zunächst alle die ehrlichen Modellbahner und nahm damit den letzten Herstellern ihre goldene Basis. Das Ende ist inzwischen nahe. Auch diese Klientel der "Vollkommenheit" fordernden, wurde siech und immer mehr von ihnen starben. Wenn der letzte von Ihnen gegangen sein wird, dann werdenwohl wieder brave Handwerker ihr Hobelmaschinen und ihre Drehbänke in Bewegung setzen und in den Kinderzimmer wieder für fröhliches Lachen sorgen.
Und wenn sie nicht gestorben sind........-
Opa22
So gesehen bin ich für die Stornierungen eigentlich dankbar. So komme ich schon nicht wieder in Versuchung, denn nicht die zweifelsohne toll umgesetzten Gestaltungen der Fleischmann Modelle sind es, die mich vor dem Kauf zurückschrecken sondern diese wackelige Qualität . Ich kaufe nun mal keine teuren Wundertütchen und schon gar nicht die Katze im Sack.
kopfkratz
Randy
ich lese den Thread jetzt einige Tage mit; meine Meinung: lieber jetzt stornieren als das Fleischmann wie andere Hersteller einfach stillschweigend nicht liefert. Daher ist mir persönlich diese Ehrlichkeit lieber.
Dennoch im Allgemeinen, wird es mir um die Zukunft von GFN so ein bisschen schummrig. Früher hatte ich sowohl bei H0 als auch bei N so um die 50% meines Bestandes an Fahrzeugen von Fleischmann oder auch von Minitrix. Wenn ich aber heute meine Sammelkiste aufmache dann sieht das ganz anders aus
2 Fleischmann BB7200/22000 stehen einem Heer von Arnold / REE / Startrain / Mabar und einer einzigen Minitrix-Lok gegenüber.
Bei den Personenwagen, sieht es noch trüber aus, nach der letzten Bereinigung meines Fuhrparks, bei der ich alles hochbeinige, nicht über KKK verfügende Material verkauft habe, sind es gerade mal 6 Dreiachsige Abteilwagen der SNCF die ich für meinen imaginären Museumszug zusammen mit einer Arnold 1-3-1 TX (Br 75) noch besitze. Alles andere REE / ARNOLD / LS / Minitrix.
Bei den Güterwagen wird es nach der anstehenden Bereinigung dann auch nicht anders aussehen, alles an SNCF Material oder Benelux kommt von anderen Herstellern, nur Fleischmann nicht.
Was mich bei allen Herstellern betrübt; Du bekommst keine Lagerware beim Händler mehr, entweder Du kaufst aus den angebotenen Sonderserien, oder Du kaufst dich quer über Europa / Weltweit ein, denn nicht immer kann man alles kaufen. Ohne ein fehlendes Grundsegment kann in meinen Augen keiner dieser ganzen Hersteller auf Dauer überleben.
Was will denn zum Beispiel Fleischmann mit der neuen BB7290 für den Catalán Talgo, wenn sie bei diesem Modell davon abhängig sind ob und wann Arnold / Eurotrain den Talgo RDIII liefern.
Arnold mag zwar in finanziellen Nöten stecken, ist aber der einzige Hersteller der eine Art europaweites Komplettprogramm an Loks und Wagen im Angebot hat.
Meine Meinung dazu
Patrick
Schön, Patrick.
Aber was verstehst Du unter Komplettprogramm???
Meinst Du vielleicht ein Programm, in dem Loks und Wagen zusammenpassen?
Wenn das alles wäre!
So einiges, was Arnold anbietet ist auch nur halbgar, zB dieser D242.
So einige Wagen fehlen und andere sind nie im D242 gelaufen.
Aber egal, Hauptsache das Kind hat einen Namen.
Auf so eine Modellpolitik habe ich mich nie verlassen.
Es macht in meinen Augen auch wenig Sinn immer wieder zu einer Lok-Neuheit
gleichzeitig passende Wagen (angeblich) anzubieten.
Darin ist Fleischmann aber leider auch sehr gut.
Vermutlich hat irgend so ein Marktforschungsfritze denen gesteckt,
dass komplette Züge für den Verkauf vorteilhafter wären.
Möglich, wenn ich mich für das Vorbild eigentlich nicht interessiere
und ich mir gerne sagen lasse, was ich zu kaufen habe . . .
Wofür?
Wem will ich damit imponieren? Denen, die noch weniger Ahnung haben?
Nur gut, dass Fleischmann diese Geschichten (selten) als komplettes Set anbietet,
sondern Lok und Wagen getrennt.
Also ich nutze gern den großen Vorteil der Spur N, dass die Fahrzeuge (und zT auch die Gleise)
weitgehend kompatibel sind. Schon aus diesem Grund würde ich unsere Spur einer anderen
immer vorziehen. Und deswegen ist es mir völlig Wurst, wer der Hersteller ist (solange es nicht Trix ist),
denn mir kommt es in erster Linie auf die Vorbildauswahl an. Und dann erst sehe ich auf Qualität & Preis.
Sorry, das musste jetzt mal raus.
N-Gruß
Chris
mir würde es schon reichen, wenn Hersteller übergreifend eine sinnnvolle Zusammenstellung möglich ist, wie z.B. MTX Grand Comfort und die Lok von Arnold oder der Piko Zugkraft Aargau mit der Lok von Fleischmann.
Grüße, Peter W.
mal eine blöde Frage, um auf den Eingangsbeitrag zurück zu kommen: Welche Vorbestellungen sind denn eigentlich gemeint? Fehlende Vorbestellungen der Händler auf Verdacht oder fehlende Endkundenbestellungen bei den Händlern, die deshalb nicht vorbestellen? Wie läuft das also normalerweise in dieser Branche ab, Händler ordern das, was ihrer Meinung nach ihre Kunden auch kaufen werden? Oder warten die Händler auf konkrete Kundenbestellungen, sammeln diese und ordern dann erst?
VG Martin
die Händer sammeln meist bis Februar/März die Vorbestellungen, geben dafür oft auch besondere Vorbestellpreise an und das geht dann bei den Herstellern als Bestellung ein.
Was genau Fleischmann storniert hat, weiß ich jetzt auch nicht. Komisch fände ich es für Ankündigungen vom Januar, denn da dürfte sich erst in diesen Tagen ein sinnvolles Bild ergeben.
Schöne Grüße, Carsten
Gruß Marc B.
Ob sie es dann los werden ist dem Hersteller anschliessend egal. Wenn dann die Händler aus dem Pool an geplanten Neuerscheinungen nicht genug Modelle einer Sorte vorbestellen, weil sie zu hohe Bestände an Lagerware fürchten, wird das Modell mangels Nachfrage nicht produziert. Vorbestellungen von Endkunden beim Handel helfen lediglich dem Händler grob zu kalkulieren, aber das Risiko nimmt ihm keiner ab und seine Knebelverträge in Punkto Mindestabnahme muss er erfüllen, sonst wird er ausgelistet. Es gibt dazu ein schönes Video von Ingo einem Händler aus Hamburg. Dort erklärt er warum er mit der Modellbahnindustrie fertig hat und nur noch RC Modellbau anbietet.
Das erwähnte Video ist keine Referenz! Tut mir leid. Es bleiben zu viele Fragen offen. Das Thema ist durch!
Ja Randy #57, leider können die Hersteller keine 100% Qualität liefern, wie jeder Mensch auch nicht 100% der von ihm erwarteten Qualitäten erfüllen kann. Wer letzteres bestreitet, werfe den ersten Stein in sein eigenes Spiegelbild, bevor er anderen schadet.
Fleischmann ist die Marke, die jährlich ein schier unüberschaubares Sortiment an Neuheiten entwickelt, anbietet und dort unbestritten auch die Führungsrolle innehat.
Musste man vor 40 Jahren mehr oder weniger nur vier Epochen und dann auch noch nur die Bundesbahn überschauen, so sind es heute eben derer 6 mit ihren A , B und bei der Epoche II sogar C – Facetten, nebst Regional,- Privat - und Staatsbahnen und ……immer muss das Vorbild zum Sortiment passen!
Was bitte soll unter diesen Umständen stets „am Lager“ verfügbar sein!?
Fakt bleibt, dass Fleischmann zB. zu seinen DR Loks keine optisch adäquaten Reisezugwagen anbietet und dies momentan den anderen Herstellern mit mäßigem Erfolg überlässt. Es kommt dazu, dass man bei der einzigen Schnellzugdampflok schon wieder gespart hat, DB-Windleitbleche falsch positioniert oder ins falsche DR-Tenderregal gegriffen hat und mit den hübsch anzusehenden Universalentwicklungen wie der 52/52GR oder der E94/194/254 oder den V200 oder V180 kein so rechtes Glück in der technischen Performance hatte.
Trotzdem: Fleischmann trennt momentan vom Reis der Hornby/Arnold noch eine gehörige Tube Fett sowie große Erfahrung im Formenbau und das bei aller Ironie auch mit einem gewissen Maß an Respekt!
In Anbetracht der Zahlen bei Hornby wird das für die N-Gemeinde wohl schlimmer ausgehen als nur ein paar stornierte Exoten beim Marktführer! Daran sollte man immer denken!
Gruß Sven
zum Thema Formenbau gehe ich absolut de Accord mit Dir, ich ziehe jede Variante der bei mir interessanten Loks BB7200/BB22000 denen von Minitrix vor (die gibt es eh neu nicht mehr....), aber leider habe sie das nicht weiter entwickelt, denn das Thema Formen kann Fleischmann einwandfrei am Besten!
Wenn es Personenwagen der SNCF von Fleischmann gäbe, Corail und Gran Confort, etc. auch mal komplett ein Speisewagen und einige Gepäckwagen im Angebot wären, dann sofort und gerne. Und das sieht vermutlich der französische Markt genauso.
Hier auf dem Spanischen Markt sind die eingespritzten V200.1 ein Dorn im Auge, die MY / Nohab & Co mit all ihren Farb- und Formvarianten hat man ja diversen Herstellern überlassen, die diese Modelle entweder nicht, oder mangelhaft überlassen. Alleine mit der NOHAB und der MY hätte man eigentlich ganz Europa abdecken können, und immer mal wieder Sondermodelle lancieren können die dann die Würze geben, und die Preise stabil halten.
Auch mit der CC7100 / 276 der Renfe/1300 NS und anderen Varianten der Lok, sollte man vielleicht diese Lücke schließen die Startrain hinterlassen hat, auch hier kommt man mit wenigen Änderungen an den ganzen europäischen Markt heran.
Stattdessen kommt die X Version irgendeiner DR Lok aus epoche III / IV die ausser in D (und dort auch nur einem kleinen Kreis) niemanden interessiert.
Mir fehlt leider so ein bisschen der Blick auf den Gesamtmarkt, und wenn ich mir die stornierten Einheiten so ansehe dann wundert es mich nicht ausser bei den RFO Loks, die ja nur eine Lackierungsvariante sind, und die man wohl hätte als Sonderserie auflegen können.
LG
Patrick
Zitat - Antwort-Nr.: 66 | Name: gruby911
Mir fehlt leider so ein bisschen der Blick auf den Gesamtmarkt, und wenn ich mir die stornierten Einheiten so ansehe dann wundert es mich nicht ausser bei den RFO Loks, die ja nur eine Lackierungsvariante sind, und die man wohl hätte als Sonderserie auflegen können.
Hallo,
das dürfte der Grund für die Stornierung der Rail Force One durch Fleischmann sein:
https://www.modellbahnshop-lippe.com/Elektrolok...e/modell_456115.html
Grüße
Markus
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Früher hatte ich sowohl bei H0 als auch bei N so um die 50% meines Bestandes an Fahrzeugen von Fleischmann oder auch von Minitrix. Wenn ich aber heute meine Sammelkiste aufmache dann sieht das ganz anders aus
2 Fleischmann BB7200/22000 stehen einem Heer von Arnold / REE / Startrain / Mabar und einer einzigen Minitrix-Lok gegenüber.
Hallo,
vielleicht liegt es daran, dass sich heute mehr Hersteller im N Markt bewegen und Firmen wie REE, Startrain oder Mabar schlicht nicht da oder nicht im N Segment tätig waren?
VG
Nico
vielleicht hat die "Besatzung" in Patricks Sammelkiste auch geographische Gründe
Arnold, REE, Startrain und Mabar haben alle erstklassige Modelle aus Frankreich und Spanien (bei Arnold kann man vielleicht auch von "gemischtklassig" reden). Leider hat Mabar vor einiger Zeit geschlossen, und von Startrain habe ich lange nichts mehr gehört. Zu REE's Abverkauf hatte ich schon oben was geschrieben. Von allen Herstellern tummeln sich auch einige französische Modelle in meiner Sammlung, und es werden auch mehr. Die BB67400 hatte ich schon abgeschrieben, weil immer nicht lieferbar auf den Webseiten stand, jetzt kommen sie doch noch auch zu mir
Schöne Grüße
Christoph
Ich finde es schon interessant, wie lange dieser Thread mittlerweile geworden ist. Eigentlich wollte ich nur informieren, damit niemand vergeblich auf sein sehnlichst erwartetes Modell wartet. Dass Fleischmann und andere Hersteller immer mal ein angekündigtes Modell doch nicht ausliefern, war für mich eigentlich nicht ungewöhnlich, nur so klar kommuniziert habe ich es bisher nicht erlebt. Daher die Info.
Beste Grüße
Boris
LG
Nico
hallo Boris,
oben irgendwo hab ich geschrieben, daß sowas abzusehen war, da m. E. die meisten Hersteller am Markt vorbei angekündigt (und teilweise schrottig) ausgeliefert haben. Und die jetzigen Umstände noch dazu, die Leute und seit einiger Zeit die Händler werden mit ihren Vorbestellungen vorsichtig.
Eines will jetzt noch ergänzen, da manche solche Meinungen als arge Schwarzmalerei aufgefaßt haben:
Ich sehe das jetzt einfach als (eine erforderliche) Korrektur. Ich finde es besser, wenn weniger Neuheiten angekündigt werden, die aber gut ausgesucht sind und anschließend in guter Qualität ausgeliefert werden.
Ich bin dieser Schreierei nach "Neuheitenfeuerwerken" sehr überdrüssig...
Viele Grüße
Christian Strecker
Zitat - Antwort-Nr.: 64 | Name: DCC-EX Freund
.... Knebelverträge in Punkto Mindestabnahme muss er erfüllen, sonst wird er ausgelistet. Es gibt dazu ein schönes Video von Ingo einem Händler aus Hamburg. ....
Ein schönes Beispiel, wie mit viralen Beiträgen ohne Fakten oder echtem Inhalt eine verdrehte Realität behauptet wird...
Sorry, aber ausgerechent dessen weinerliche, einseitige und oft falsche Darstellung als Referenz für Marktmechanismen herzunehmen, ist nicht angebracht.
Es gibt keine Knebelverträge! Aber es gibt eine Zusammenarbeit im B2B und das weicht eben in manchen Dingen vom B2C ab.
Es wird kein Händler ausgelistet, wenn er den (überall nicht besonders hohen) Minimalumsatz nicht schafft. Dann wird maximal der Händlerrabatt für das Folgejahr gekürzt.
Auf Vorkasse wird gestellt, wer seine Rechnungen nicht zahlt und sich zudem nicht partnerschaftlich verhält.
Ausgelistet wird, wer die Geschäftsbeziehung torpediert und Negativwerbung praktiziert...
Soviel dazu aus dem "inner circle"
Zum Thema Neuheitenstorno: Ein Hersteller stellt fest, dass der ein oder andere geplante Artikel entgegen der Einschätzung vom Markt nicht so angenommen wird, wie kalkuliert.
- Trotzdem die geplante Menge zum kalkulierten Preis produzieren und hoffen, den Überschuss mit Nachlässen dennoch kostendeckend zu vermarkten?
- Die Produktionsmenge reduzieren? Geht manchmal schlicht nicht mehr, weil eh schon niedrig angesetzt.
- Oder eben den Plan ultimativ korrigieren und diese Position aus der Produktion streichen?
Geht davon aus, dass alle drei Szenarien immer mal wieder vorkommen. Genauso wird auch mal eine geplante Produktionsmenge, sofern noch möglich, erhöht, weil die Nachfrage erfreulicherweise höher ist, als angenommen...
So ein Produktionsplan ist ein sich ständig veränderndes und zigfach angepasstes Puzzle
LG
Peter
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Ich bin dieser Schreierei nach "Neuheitenfeuerwerken" sehr überdrüssig...
Passiert ohnehin nicht so viel. Ich bin zufällig im Internet auf den Märklin Katalog von 1957 gestossen:
https://katalog.dermodellbahnblog.de/maerklin-katalog/MA1957_EN.pdf
Von dem, was auf meiner Anlage rumfährt, kann man 90% schon in diesem Katalog finden, inkl. französischer Loks. Anscheinend kaufen 80% der Modellbahner seit 69 Jahren zu 80% immer dasselbe… 001, 044, V60, V200, VT11.5…
Wozu dann grossartig Neuheiten rausbringen! 😜
LG Mike
das Firmen Modelle stornieren hat es doch schon immer gegeben,
z.B. Gützold HO BR 42, Tillig TT, Märklin Spur 1.
Es ist doch in Ordnung, das Fleischmann das uns mitteilt. Bei vielen Firmen verschwinden Neuheiten, ohne das
man es erfährt.
LG Bernd
Zitat - Antwort-Nr.: 69 | Name: christoph
und von Startrain habe ich
Startrain gibt es auch nicht mehr, CC7100, etc. alles weg, das machen jetzt die Leute von MFtrain, Eurotrain etc, Mabar wurde bewusst in die Insolvenz getrieben, und obgleich es einen auch sehr erfolgreichen Crowdfounding Prozess gab oder geben sollte, wollte der Besitzer es nicht machen.
Meine CC68000 von Mabar ist ein absolut durchdachtes und perfektes Modell, was sich hinter keinem der grossen Hersteller verstecken muss, auch nicht bei Zugkraft etc (ganz im Gegenteil da die Lok auf sechs Achsen angetrieben wird)
Bei der Startrain verhält es sich ähnlich, leider hat es keiner der Hersteller in Spanien geschafft eine wirklich weitsichtige Strategie zu entwickeln, das sind alles sehr kleine Firmen, die zwar gut am Entwickeln am Computer sind aber hernach bei der Umsetzung in Vietnam / China etc halt nur am Ende der Schlange stehen weil die Stückzahlen für Spanien / Portugal eben viel zu gering sind. Daher hatte Mabar mit seiner Fertigung von Loks für Frankreich (Renault Abj Triebwagen und CC68000) dort auch so viel Erfolg, Startrain ging es mit der CC7100 / NS1300 ebenso, die 333 kam leider zu spät und man hat für diese Lok auch keine "gesamt" europäische Strategie entwickelt, sogar Australien wäre bei einigen Loks möglich gewesen.
MFtrain, Hispatrain, Eurotrain kümmern sich jetzt fleissig um den hiesigen Markt, und arbeiten wohl auch mit Lemke zusammen, aber auf riesige Stückzahlen kommen die in Spanien auch nicht, wobei ich hier Spur N vor Spur HO sehe. Was daran liegt dass es mit Ibertrain auch mal einen grossen iberischen Hersteller gab.
Schöne Grüße
Christoph
Fleischmann macht aber wirklich viel. Aber irgendwann ist ja auch mal gut. Man kann doch nicht alles mögliche auf dem Markt werfen.
Man kann doch nicht ein Typ mit 10 Varianten produzieren. Wer soll das denn alles kaufen.
Manchmal ist auch weniger ist mehr.
Grüße
Henning
Hallo
Die schönste gut gemeinte Neuheit hat erst dann einen Sinn,wenn Preis und Qualität übereinstimmen.
Und was man so hört und liest scheint ja an so manchen Modellen doch etwas nicht so toll zu sein.
Ich bin so frech und behaupte die Produktion in Deutschland bzw. Europa ist doch etwas präziser.
Und das nicht nur bei Moba. Und das die Preise auf Grund durch Produktion in andere Länder billiger
wären ist Quatsch. Jedenfalls für uns als Kunden nicht.
Schönes Wochenende
Frank
Früher war das mit Sicherheit noch so (vor über 25 Jahren?), aber inzwischen sind die qualifizierten Fachkräfte hier rar und teuer, so dass sich eine Produktion hierzulande kaum noch lohnt und definitiv zu teureren Produkten führt.
LG Mike
China und Co kann längst mit made in Germany mithalten, wenn man sie auch bezahlt.
Das aus China nur Billigschrott kommt, hält sich aber wacker in den Köpfen.
VG
Nico
LG Mike
Hallo Mike,
Kres fertigt in Deutschland.
Deren Preise zeigen mir, dass der Standort Deutschland als Produktionsstandort für Modellbahnen noch mithalten kann. Wenn ich mir den VT137 anschaue, der würde bei Trix vmtl. ähnlich viel kosten.
Ich hätte mir gerne mal was von Kres gegönnt, aber bisher haben die nichts produziert, was mein Interesse geweckt hat.
Aber, was nicht ist, kann ja noch werden.☝🏼
Hier mal eine Werksbesichtigung bei Kres: https://youtu.be/mFd8pvCpeJE?is=B0uUCiHG0tiV-LTc
Gruß
Marco
LG Mike
Auch nicht von der Firma KRES oder Auhagen, die zu 100% in Deutschland sagen wir mal...."endfertigen".
Bereits der PC des Entwicklers stammt aus China im allgemeinen - die Software kommt aus Amerika hinterm Teich, aber auch die Endprodukte glänzen mit Motoren vom Zhu Jiang, die Platinenbestückung von der kompletten asiatischen Ostküste und das Fett stammt aus einer Fettbude am schwarzen Meer! RAM sind gerade knapp und updates nicht zu mehr zu haben!
Jedes Zulieferteil, jeder Hilfsstoff und was auch immer....ist ein individuell geschmiedetes Kettenglied im zusammengefügten Endprodukt, welches an der schwächsten Stelle immer bricht.
Es ist egal ob ein deutscher Facharbeiter Knöpfchen gedrückt hat, die andernorts eine Angelernte auch hinbekommt und sich dann ab dem 35. Lebensjahr individuell nur noch der Familie widmet....(so die Sichtweise eines Londoner Rechtsanwaltes vor einiger Zeit....).
Wer sechs Richtige von 49 denkbaren Fehlern hat, ist der Gewinner und darf nochmal!
Gruß Sven
Zitat - Antwort-Nr.: 82 | Name: NMike
Minitrix in Ungarn (dort sind die Arbeitskosten nur 1/4 im Vergleich zu D)
Nicht mehr. Das hängt von der Branche und Jobart ab, aber der Faktor hat sich auf 1 bis 2 reduziert. Ingenieure sind näher an die 1, Handarbeitende näher an die 2.
Wobei: es ist auch Lokationsabhängig, Győr gehört zu den etwas hochpreisigeren Städten.
- Rohstoff oder Teilekosten
- Werkzeuge
- Mieten, Immobilien
- Versicherungen
- Energie, Wasser, Telekommunikation
- Entwicklung, Konstruktion
- Marketing, Vertrieb
- Transport und Logistik
- Verpackung
usw.
Dann noch der Anteil des Händlers.
Gehälter machen so viel nicht vom Endpreis aus, auch wenn das als Argument für den Standort immer vorgeschoben wird. Zumindest nicht in dem Maße, dass es für den Endverbraucher eine Rolle spielt, gemessen an der gesamten Produktion mag das noch ein Vorteil sein. Zumindest, wenn man wie Piko eine eigene Fabrikation besitzt. Ansonsten kann dich das auch schnell selbst in den Ruin treiben, wenn du mit kleinen Stückzahlen bei den Produzenten als Bittsteller erscheinen musst.
Viele Grüße
Frank
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