1zu160 - Forum



Anzeige:
Menzels Lokschuppen: Ihr N-Spezialist am Rhein

THEMA: FLM BR101 Digital Geschwindigkeitssprünge

THEMA: FLM BR101 Digital Geschwindigkeitssprünge
Startbeitrag
Enemy - 17.03.26 10:09
Hallo zusammen,

ich hab seit neuestem ein Problem mit meiner Fleischmann BR101 Sound 735577.
Die Lok lief schon einige Zeit ohne Probleme. Seit kurzem macht sie beim Beschleunigen allerdings Sprünge. Entweder sie fährt erst sehr verzögert an oder sie springt plötzlich beim Beschleunigen.
Ich teste gerade die Anhaltewege beim Rocrail. Daher weiß ich das die Lok am Anfang einwandfrei lief. Bis auf die Anfahr- und Bremsverzögerung habe ich aber nichts verstellt, daher ist es m.M.n. eher unwahrscheinlich das es daran liegt.

Ist der Decoder defekt?

Wäre über Hilfe dankbar.

Gruß Thomas

Meiner Erfahrung nach liegt das an den Kohlen im Motor. Sie sind sehr wahrscheinlich mit Öl überzogen. Einfach reinigen und dann fährt die Lok wieder normal.

Gruß
Samuel
Hallo,

hört sich eher nach schlechter Stromübertragung an. Verschmutze Räder oder Schleifer.
Pufferspeicher drin?
Musst du öfter mal aus dem Stand anschieben?

Lok fährt, hat aber evtl. immer wieder ganz kurze Kontaktprobleme, so das das Digitalprotokoll nicht komplett gelesen werden kann. Durch einen Pufferspeicher ( eine Schwungmasse hat einen ähnlichen, aber bei weitem nicht so starken Effekt) ist das dem Decoder egal - der fährt mit seinem letzten, komplett gelesenen Protokoll weiter, bis er wieder eine neues Protokoll erkennt und darauf reagiert.
Dadurch entstehen diese Sprünge.
Pufferspeicher macht das eher noch schlimmer - der speichert die Energie, so das die Lok länger fahren kann, ohne ein neues kompettes Protokoll zu lesen.

Gruss Klaus
Hallo Thomas

ist in der 101 der Dreipoler verbaut?
Ich tippe auf ihn als Verursacher. Entweder wie Samuel vermutet, oder er hat eine Macke, was ich auch schon bei drei Loks hatte und den Motor wechseln musste.

Vielleicht kannst du analog testen.

MfG
Rainer
Hallo ihr Drei,

danke für die Infos.
Ich muss die Lok überhaupt nicht anschieben. Ist auch alles sauber.
Selbst wenn sie beim Einschalten der Anlage das Problem aufweist, fährt sich nach einem Moment dann auch von selbst los, aber das war eben anfangs nicht der Fall. Ich hab das Problem seit 2 Tagen.
Ich reinige mal die Kohlen. Mal schauen ob es was bringt.
Es ist wie erwähnt die 735577. Von Werk aus mit Decoder+ Sound. Ich weiß nicht ob da ein Pufferspeicher verbaut ist.

Ich kann analog testen, aber was genau soll das bringen? Sorry, bin da nicht so bewandert.

Gruß Thomas
Das wäre der Motor. Habe ihn gerade gereinigt und werde heute Nachmittag Rückmeldung geben.

Gruß Thomas

Die von Enemy zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Enemy,
das von dir beschriebene Verhalten kenne ich von einigen Loks mit dem alten Motor.
Lange ist alles gut und dann zickiges fahren.
Bei mir hat immer ein Reinigen des Motors geholfen. Kohlen raus, Kohlenführung und Motorkontakte reinigen, die Nuten zwischen den Motorkontakten mit Zahnstocher o.ä. reinigen und meist auch ein Ausglühen der Kohlen.
Alles lästige Arbeit, aber dann fahren die Loks "wie neu".
Viel Glück, VG
Frank
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Enemy

Ich kann analog testen, aber was genau soll das bringen?


Hallo Thomas,

damit kannst du testen, ob es am Motor oder am Decoder liegt .

Rainer
Vielleicht können wir in diesem Zusammenhang mal diskutieren, was die eigentliche Ursache für das problematische Motorverhalten kommt.
Erstaunlich ist, dass manche Fleischmann-Dreipoler völlig problemlos lange im Betrieb sind, und manche eben rumzicken.
Ich habe da meine Theorie, bei der ich mich aber gerne eines besseren belehren lasse.
Die Kohlen sind in Form gepresstes Graphitpulver, wie Bleistifte. Dabei wird sicher irgendein Bindemittel zugesetzt, damit die Form stabil  ist. Das Bindemittel wird variiren und könnte bei manchen Kohlen zuviel Öl oder Öl-vergleichbare  Bestandteile beinhalten.
Beim Abrieb der Kohlen entsteht ein Kohleabrieb/Öl Gemisch mit reduzierter Leitfähigkeit. Der Motor wird langsamer.
Der Decoder bekommt dann ein entsprechendes EMF-Signal (gegen-elektromotorische Kraft), reagiert mit Lastregelung dagegen und die Lok fährt zu schnell und ruckartig, dann wieder normal und das Spiel wiederholt sich immer wieder.
Analog gibt es keine Lastregelung, die Lok fährt dann einfach etwas langsamer, die Trafospannung wird vom User erhöht oder auch nicht und das ganze System ist insgesamt viel träger.

Soweit meine Erklärung/Theorie. Wie gesagt, wenn das ein Elektrotechniker anders oder besser erklären kann, immer her damit.
Es müßte garantiert ölfreie Kohlestifte geben.

VG Frank
Hallo

Probeweise die Lastregelung abschalten.

Peter
Hello!
Ich hatte grad' einen Fall am Tisch, da hat der Eigner der Lok den Entstörkondensator der quer zum Motor geschaltet ist entfernt. Diese Fehlberatung die C auszulöten geistert leider durch's Netz. Folge: einige Zeit kein Ärger dann aber schlechte Fahreigenschaften und fast Ausfall des Decoders.

Hab einen anderen Decoder eingebaut (gleicher Typ) Modell funzt. Dann natürlich einen 10nF Löschkondensator nachgerüstet.

Das Entfernen der Löschkondensatoren "zerklopft" mit der Zeit die MOSFETs der Motorbrücke. Die Beschädigung kommt schleichend...

Also Frage an den UP ist der Löschkondensator noch drin und hat der 10-33nF? Fleischmann hat meiner Erfahrung nach nie zu große C montiert. Daher ist das Entfernen bei Fleischmann Loks definitiv Unfug.
-AH-
Danke für eure Tipps.
Ich mache nachher ein Foto der Platine. Keine Ahnung von der Elektronik...
Analog ist das Fahrverhalten bescheiden, aber sie macht zumindest auf dem kurzen Teststück keine Sprünge. Sie fährt definitiv viel schlechter als eine normale Analoglok ohne Decoder. Allein schon die Langsamfahreigenschaften sind grausig.

Ich hab festgestellt, dass das Problem nach Hochfahren der Anlage am größten ist. Also zu Beginn des Spielbetriebs. Danach tritt es eigentlich wenn überhaupt nur sporadisch auf.
Den Motor hab ich gereinigt. Hat sich aber gefühlt nichts geändert am Verhalten.

Viele Grüße
Thomas
So, hier mal die Bilder vom Innenleben.
Heute verhält sich die Lok aber normal. Irgendwie komisch...

Gruß Thomas

Die von Enemy zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Wenn ich das wieder lese… 3 Poler, Kohlen usw. FLM = 90er Jahre Technik für UVP 299€, wird Zeit, dass da mal die Lichter ausgehen.
Hallo Thomas, nach dem Reinigen den Motor ein bis zwei Minuten unter hoher Last laufen lassen. Allerdings langsam aufdrehen. Am Motor einfach Spannung anlegen oder auf einer analogen Testkreis (ohne Decoder) voll aufdrehen. Du wirst kurzzeitig Bürstenfeuer erkennen. Danach nochmal grob reinigen und Einbauen.

Gruß
Samuel
Nochmal zum Verständnis bezüglich Öl im Motor. Ich glaube das ist wichtig bezüglich Reinigung.

Wenn die Kohlebürsten mit Öl in Kontakt treten hat das im ersten Moment wenig Auswirkungen auf die Leitfähigkeit und Laufeigenschaften des Motors. Im Betrieb werden allerdings die Kohlebürsten abgenutzt und es entsteht der schwarze Staub den wie alle kennen. Ist Öl im System wird das eine zähflüssige Masse und das ist unser Problem. Der Kontakt ist schlechter, dass führt zur höherer Abnutzung der Kohlen, mehr Staub und noch schlechteren Laufeigenschaften. Bürstenfeuer führt zu Spannungsschwankungen am Motor, was die Decoder auf Dauer nicht ab können.

Daher ist das hier heilig gesprochene Ausbrennen gar nicht notwendig. Wichtig ist die Kohlen und das Umfeld von Staub und Schmiere zu Befreien und das der Kontakt zum Motor gereinigt ist. Häufig ist es notwendig das Reinigen gerade nach dem ersten Anlaufen mit Bürstenfeuer zu wiederholen.

Gruß
Samuel
Hallo Robert!
Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name: katogeek

FLM = 90er Jahre Technik

90er? Eher 70er!

Herzliche Grüße
Elmar
Ok, Wie gesagt, hab ihn gereinigt, aber er war nicht wirklich dreckig.
Aber Reinigung kann ja trotzdem nicht schaden. Aktuell läuft sie wieder ohne Murren. Mal gucken wie lange. An sonsten gibt es da noch GAM?

Was Fleischmann anbelangt, würde ich da nicht zu viel maulen. Habe hier gerade 3 Hobbytrainloks, bei denen einem  aufgrund von abartigen Kontaktproblemen der Spaß an der Modellbahn wirklich vergehen kann. Davon zwei Baugleiche.

Viele Grüße
Thomas
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Hobbytrainloks, bei denen einem  aufgrund von abartigen Kontaktproblemen


Mach doch bitte einen eigenen Thread dazu auf, vielleicht kann man helfen.
Oftmals deutet ein komisches Verhalten darauf hin, dass die Lok nicht auf allen Rädern Strom aufnehmen kann.
Hobbytrain ist auch nicht gleich Hobbytrain.

Grüße, Peter W
Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name: Peter W.

Hobbytrain ist auch nicht gleich Hobbytrain.


Ja, die Spreizung ist seit jeher recht groß...

Rainer



Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;