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THEMA: Verhaltenskodex auf Ausstellungen/Messen

THEMA: Verhaltenskodex auf Ausstellungen/Messen
Startbeitrag
BGL-Rudi - 13.03.26 14:44
Hallo zusammen

Auf Grund von Beobachtungen meinerseits letzte Woche in Mannheim und im allgemeinen, erlaube ich mir hier mal aus der Sicht eines (ehemaligen) Aussteller diese These aufzustellen.
Ich spreche mit Absicht in der 'Wir'Form. Wenn es der eine oder andere Aussteller anders sieht, kann er es hier gerne aus seiner Sicht erzählen.


1.) Eigene Bilder von Anlagen der Besucher.

Nehmt es nicht für krum, auch wenn ihr tolle Anlagen habt.
Wenn ihr das tun wollt, fragt vorher den Aussteller, ob Interesse besteht.
Fragen, ob er eine Idee oder Tipps hat, dies oder jenes Problem zu lösen, kein Problem. Dazu das Bild von der gemeinten Stelle zeigen.
Kein Aussteller wird sich da entziehen.
Aber ungefragt sein Handy mit 50 Bildern seiner eigenen Anlage halten, ein Unding.

Ich selbst durfte mal 20 Minuten !! einem Pärchen die Bilder auf deren Tablett betrachten. Aus dem Augenwinkel habe ich Besucher gesehen, die hatten fragen zu meiner Anlage. Die sind leider irgendwann abgehauen und wurden nie mehr gesehen.

Das ärgert einen ungemein.
Es geht schließlich bei einer Ausstellung um die dort gezeigten Anlagen. Nicht mehr und nicht weniger. Muss man einfach mal knallhart sagen.
Uns interessieren in dem Augenblick nicht eure Anlagen. Wenn ihr die präsentieren wollt, stellt selber aus oder kontaktiert Zeitschriften.
Oder es werden Gleispläne mitgebracht, um zu zeigen, wie groß die eigene Anlage ist. Das ist aus meiner Sicht schon grober Vorsatz. Warum bringt man denn sonst so etwas mit?

Auch habe ich mal erlebt, dass jemand sich noch nicht mal die ausgestellte Anlage richtig angesehen hat, sondern sofort in die offensive gegangen ist: "Ich habe ja auch eine eigene Anlage. Hier, schauen Sie mal". Und dann ging es los mit der Videoschau. Bei mir fertig, ging er mit der selben Masche zur nächsten Anlage.

Also, fragt bitte vorher, ob Interesse besteht.


2.) Ungefragt den Schattenbahnhof ansehen.

Auch hier wieder: Bitte vorher fragen. Ganz wichtig.
Wie oft stand ich hinten am Schattenbahnhof und hatte zu tun und plötzlich grinst jemand um die Ecke und sagt: "Ich wollte nur mal den Schattenbahnhof sehen". Geht's noch??

Auch hatte ich mal folgendes Erlebnis. Ich war vorne, mache Betrieb und unterhalte mich mit Besuchern, um dann mal kurz nach hinten zu gehen. Plötzlich stehen da zwei Leute und der eine erklärt dem anderen meinen Schattenbahnhof. Man grüßt mich kurz und dann unterhalten die sich weiter.
GEHT'S NOCH???
Da hinten stehen unsere Lebensmittel und ganz wichtig, unsere Wertsachen, Jacken und Taschen. Da hat kein Mensch ungefragt etwas zu suchen.
Ich dachte mir später, die Adressen der Leute mach ich mal ausfindig und schau dann mal bei denen im Wohnzimmer ungefragt nach. Wollte nur mal schauen, wie sie so wohnen.

Kaum ein Aussteller wird den Blick hinter den Kulissen verweigern. Aber bitte fragt vorher.


3.) Fotografieren.

Ein leidiges Thema. Zu 99% werden die Bilder für sich selbst verwendet. Alles kein Problem. Da freut man sich auch für die Wertschätzung. Für alles darüber hinaus: Fragen.

Die Art zu fotografieren ist auch so ein Thema.
Bitte ungefragt nur von vorne und bis zur Anlagenkante die Kamera halten.
Wie oft habe ich schon erlebt, dass Handys in die Anlage reingehalten werden. Schön mit einer Hand das Handy festgehalten. Und was passiert, wenn das Teil dann runter fällt? Wer kommt dann für den Schaden auf? Und hört bitte auf zu sagen: 'Wer ausstellt, muss das in Kauf nehmen.'
Nein, müssen wir nicht. Wir stecken viel Zeit und Geld in diese ganze Sache. Das gehört für mich zur Wertschätzung.

Ich habe mal auf einer Ausstellung folgendes erlebt:
Ich unterhalte mich mit jedem und aus dem Augenwinkel sehe ich (man muss ja tausend Augen haben), wie jemand sein Handy in meine Anlage hält. Und zack, klappt die Hülle des Handys nach unten. Circa einen Zentimeter über meiner Oberleitung hört diese Klappbewegung auf.
Bevor ich etwas sagen konnte, war diese Person mit seinem Handy wieder aus der Anlage. An seinem Gesicht konnte ich erkennen, dass es ihm selbst sehr unangenehm war. Damit hatte eine Ansprache meinerseits erübrigt.
Aber so schnell geht es dann. Und was dann?

Zum Schluss.
Es hatte trotzdem immer viel Spaß und Freude gemacht, auszustellen und sich auszutauschen. Es kamen meist tolle Gespräche zustande.
Aber nach der Ausstellung war ich immer kaputt und habe auch manchmal an der Menschheit gezweifelt. Es sind wie überall,  Es sind immer nur wenige, die aus der Rolle fallen. Aber die prägen eben.

Als, auf eine gute Zusammenarbeit und denkt dran: die Aussteller sind auch nur Menschen.

Rudi
Der gerne auch für andere jetzt den Buhmann spielt. Aber so sehe ich es eben.

Hallo

Nix Buhmann. Das musste wirklich mal gesagt werden.

Peter

Kann ich gut verstehen, Deine Einstellung. Viele Leute sind einfach unverschämt. Als ich noch alte Autos restauriert habe, ist es öfters passiert dass auf Ausstellungen sich irgendwelche Besucher ohne zu fragen einfach in mein Auto gesetzt haben, z.B. um sich dann fotografieren zu lassen. Wenn man sie dann freundlich gebeten hat auszusteigen, wurden sie auch noch pampig.

LG Mike
Ja das sehe ich genauso...

Was ebenso garnicht geht, wenn bei einem Abkuppeln oder Entgleisen des Zuges fremde Zuschauer einfach das Material angreifen.
Ruft einen der dazugehörigen Aussteller und lasst die Finger weg.

Ebenso wenn Schachteln oder Fahrzeuge an den Wendeschleifen liegen, weil gerade umgestellt wird....das ist keine Krabbelkiste wo man einfach alles angreifen darf.

Es wurden leider auch schon Fahrzeuge und Teile aus der Anlage entwendet. Das ist das Bodenloseste und Niederträchtigste überhaupt.

Gruss Stefan
Hallo,
ja der Mensch ist ein seltsames Tierchen...
Jeder der in irgendeiner Form mit der "Spezie Mensch" zu tun hat,.fragt sich manchmal ob da in der Evolution mal etwas daneben gegangen ist
"Jeder Jeck ist anders ",wie der Rheinländer so richtig sagt und natürlich sind immer die anderen komisch.Mann selber natürlich nicht

Als Betreuer bei Ausstellungen schon mehrfach erleben müssen....:

In die Anlage als "Godzilla" hineinlangen oder etwas mit den Wurstfingern "testen."Hoppla das ist aber empfindlich.""

"Warum ist den die Messe so teuer und wo finde ich....XX"-Nein ich bin nicht die "Messe" und auch nicht die Telefonauskunft

So klein die Spur Z
Nein ist N in 1.160
Ja nichts für mich.
Was haben den Sie Zuhause?
HO Märklin!!!!
Wie groß ist Ihre Anlage?
Ja vom Sofa bis zum Fernseher!
Wieviel Meter sind das?
Ja äh? 1,20x2,20m
Ja sehen sie bei uns in N kann auf der Modulanlage ein ICE mit 14 Wagen fahren
Oh-ah-äh...ja bei mir die Dings da in weiss mit roten Streifen,mit 2 verkürzten Wagen
Ja und in HO brauchen sie für  das was wir hier in N aufgebaut haben 4x soviel Platz.Also die ganze Halle würde dafür nicht ausreichen.
Keine Antwort mehr und leiser Rückzug....

Lebensgeschichten und ganz neue Wahrheiten erfahren.Natürlich ungefragt.
"Endlich jemand der mir zuhören muss.Er kann ja nicht einfach von der Anlage weglaufen.Das nutz ich jetzt aber auch aus und erkläre Ihm die Welt!"

Allerdings auch oft einfach begeisterte Besucher erlebt.Oft Leute die eigentlich gar nicht Modellbahner sind und umso erstaunest sind was man mit "Spielsachen". so für Kunstwerke machen kann.
Dafür erträgt man dann auch die einigen besonderen, anderen Besucher

Übrigens wegen dem Thema"Diebstahl".Gibt es inzwischen überall- leider.Gestern im örtlichen "Besen" (Winzer mit eigenen Weinausschank und Essen dazu) mit den Besenwirt unterhalten.In nicht mal 14 Tagen 1 Salzstreuer und 13 Messer entwendet. Alles was nicht "fest ist"-bekommt Beine.

Wie sagte schon ein Besucher in der Psychiatrie so richtig?
"Alle verrückt hier.Der eine denkt er wäre Präsident der USA und die andere, sie wäre die Wiedergeburt von Kleopatra!
Aber jetzt müssen sie mich entschuldigen ,ich muss noch schnell nach Waterloo und eine Schlacht gewinnen, als Kaiser der Franzosen.

Gruß
Thomas


Moin Rudi,

wir von TrainSetter waren auch erstmalig als Aussteller in Mannheim und mussten ein, zwei unangenehme Beobachtungen / Erlebnisse machen, die einem zum Zweifeln brachte.

Punkt 1 habe ich in ähnlicher Weise mehrmals an den 3 Tagen erlebt. Ich verstehe auch nicht, warum man zum Stand kommt und statt sich um die gezeigten Produkte / Anlagen zu unterhalten, nur deren Anlage, Sammlung usw. ungefragt als Unterhaltung eingebracht werden muss. Wenn es im Gespräch als Nebnsatz fällt und kurz eine Diskussion auslöst, mach ich mit, aber nur über "SEIN" Zeug reden, habe ich keine Lust und Zeit für. Einige Besucher an unserem Stand sind am Freitag, wo ich noch alleine den Stand betreuen musste, dann vondannen gezogen. Einige sind dann später nochmals vorbei gekommen und konnten ihre Fragen stellen, sowie Produkte erwerben.

An sich ist der Großteil der Besucher sehr freundlich. Ausreißer waren ab und zu mal Halbstarke, die meinten etwas frecher zu sein und unseren Sushi-Zug "essen" zu wollen... Da musste man mal eingreifen. Aber wie du schon geschrieben hast: "Es sind immer nur wenige, die aus der Rolle fallen. Aber die prägen eben."

Gruß Ulli
Moin Rudi,

leider gibt es immer wieder diese Art Besucher, die Niemand braucht. Von Gedanken- bis fast schon aggressiver Respektlosigkeit ist leider vieles zu beobachten. Z.B. auch Besucher die sich mit den Handballen, Handy oder Kamera in der Hand, auf der Anlagenoberfläche (Grasfläche) abstützen, damit sie ein scharfes Foto bekommen. Oder Leute die sich trotzt eindeutiger Hinweise mit Rucksack auf dem Rücken vor Modulen/Anlagen tummeln und nach freundlicher Ermahnung dann noch in passiv aggresiver Tonart antworten "ICH passe schon auf" (Die zweite Ermahnung war dann entsprechend deutlicher)
Bei der ENSC hatte ich auch mal so 'nen Typen, der mir recht lange was zu irgeneiner S-Bahn irgendwo erzählen wollte während ich mit den Verkehr an einer Betriebsstelle beschäftigt war. Hat 'ne Weile gedauert bis er merkte das er nur noch ins Leere redet und sich dannn irgendwann ein neues Opfer suchte.

Trotzdem, die meisten Besucher sind nette und willkommene Gäste, sonst wären die Ausstellungen wohl auch sinnlos.

Viele Grüße
Jörg

Hallo,

Jupp. Zum größten Teil trifft man auf nette und aufgeschlossene Besucher.

Wenn man freundlich nachfragt ist auch ein Besuch "hinter den Kulissen" möglich, ein Club aus Franken lud uns spontan zum Essen (!) ein...

Grundsätzlich "Wie du kommst gegangen so wirst Du auch empfangen"

Peter
edit: Beitrag von mir gelöscht

Gruß, Carsten

Volle Zustimmung zu 8erberg,  Rudi, Joszi, Carsten!
Kann ich als Aussteller in 1zu32 und 1zu160 absolut nachvollziehen.
Die allermeisten Besucher sind aber nett und verständnisvoll.
Gruß
Klaus
Hallo Rudi,
so sind die Menschen leider, aber eben auch nicht Alle. Genauso habe ich alles schon erlebt. Plus folgendes: ein Besucher mit Sehbehinderung und Begleitperson. Dieser musste durch ertasten die Anlage kennenlernen. Natürlich animiert durch den Begleiter. An deine Oberleitung möchte ich da gar nicht denken. Da meine Anlage 6 Meter lang ist und durch Besucher die Sicht eingeschrängt war, habe ich es nicht gleich bemerkt. Aber wie kann man sich da verhalten? Rücksichtnahme und Verständnis? Desweiteren folgendes: wärend eines Gespräches mit dem Besucher, und erklären der Module, wird unbemerkt mit dem Händy ein Video aufgenommen. Anschließed bei Youtube veröffentlicht, natürlich mit allen Kommentaren und ungefragt. Schlimmer geht also immer.
Leidvolle Grüße Frank
Natürlich sind es nur Ausnahmen. Aber die prägen und bleiben in Erinnerung. Die meisten sind natürlich nett, freundlich und wissen sich zu benehmen.
Ich habe sehr schöne Erfahrungen von Ausstellungen mitnehmen können, aber von 20 eben diesen, zerstört ein einziger das innerhalb kurzer Zeit. Und das möchte ich mir als Alleinunterhalter einfach erstmal nicht mehr antun.

Aber wir können den Spieß auch mal umdrehen.
Was hält den Besucher vom betrachten einer Anlage ab. Oder den persönlichen Kontakt mit dem Personal oder Betreiber der Anlage?
Schließlich wollen wir das doch alle gemeinsam mit viel Freude über die Bühne bringen.
Rudi

Hi Rudi

Da geht es eigentlich um den ganz üblichen Verhaltenskodex, den man zuhause lernen sollte. Sollte.
Das ist leider nicht nur auf Messen verschwunden sondern generell in unserer Gesellschaft. Es halten sich immer weniger Leute dran, blinken beim Kreisverkehr, im Ruhebereich kein Telefonat, oder auch mal Entschuldigung sagen,

Aufregen bringt da auch nichts mehr.

LG ChristiaN
Von der anderen Seite aus betrachtet: ich war ja auch schon öfter als Zuschauer auf Ausstellungen. Die Aussteller sind eigentlich alle sehr nett und aufgeschlossen. Ganz speziell ist es bei den Vereinen: da gibt es die Eigenbrötler, die sich am liebsten im Anlageninneren hinter der Technik verkriechen und den Blick immer zur Anlage haben. Und andererseits die „public relations officers“, die alles zum Vereinsmitglied machen wollen was nicht bei drei auf den Bäumen ist!

LG Mike

Hallo ich werde öfter mal gefragt ob von meinen Fahrzeuge auch Fotos gemacht werden dürfen.
Es sind Eigenbauten meistens in Messing für Spur Null.
Normal sage ich dann ja, sonst könnte ich die ja zu Hause lassen und nicht mitbringen
Ansonsten noch keinen Ärger deswegen gehabt.

Gruß von Karl - Michael
Hallo,

ich betreibe ebenfalls regelmäßig einen Messestand.

- Ziemlich häufig nutzen Leute den Innenraum trotz Absperrung als Abkürzung.
- In einem Fall führte ich einen Gegenstand vor. Ein Besucher hatte keine Geduld, überwand die Absperrung, riß die Vitrine auf und befingerte das Ausstellungsstück.
- In einem weiteren Fall wollte ein Besucher einem Mitglied unseres Standpersonals, das blind ist, einen 50¢-Adapterstecker stehlen, wurde aber erwischt, weil andere durchaus sehen können. Da fehlen einem die Worte. Nein, die gelbe Armbinde heißt nicht "kostenlose Selbstbedienung".

Dann haben wir noch die "Beutelratten", die alles einsammeln, was zu greifen ist. Prospekte, Kugelschreiber, Werbeartikel, ...

Ansonsten gibt es tatsächlich diese Labertypen, die über Gott und die Welt reden wollen. Es ist natürlich schwierig, da auf freundliche Weise rauszukommen, aber mittlerweile klappt es.


Umgekehrt: Aus eigener Erfahrung bin ich beim Umherschlendern in meiner Pause auch auf Standbetreiber gestoßen, wo ich mich fragte, was die überhaupt auf der Messe wollen. Keiner am Tresen, hinten sitzt einer im Halbdunkel und tippt auf dem Smartphone rum, bemerkt aber das Winken nicht. Oder hochnäsiges Auftreten vom Typ "alle außer mir sind Idioten" bzw. "alle anderen verkaufen nur Schrott, nur meine Produkte taugen etwas". Da gehe ich doch gerne weiter...

Aber das sind Ausnahmen. Die große Mehrheit der Besucher und auch die Mehrheit der Aussteller sind ganz normale, freundliche Menschen, mit denen man gerne spricht.

Wenn einer nett fragt, geht vieles. Wir haben z.B ab und zu auch Leute, die sich einfach einmal setzen möchten. Ältere Menschen, einmal auch eine Schwangere. Das ungefragt angebotene Kaltgetränk wird dann gerne genommen.

Grüße
Zwengelmann
Hallo,

Das habe ich auch dchon abbekommen.: Als ich mal vor. einem Verkaufdstand mit Spur-1-Ware stand und mich am Beaugäpfeln eines Modells erfreuen wollte, wurde ich gleich von dem Standdienst angeknurrt " Dss kannst du dir soundso nicht leisten.". Aha. Wenigstens ein höfliches " Sie" sollte da noch drin sein.

Was mir als Besucher auf Messen und Ausstellungen aber so oft fehlt, sind nicht knurrende Standdienste, sondern Sitzgelegenheiten, wo man verschnaufen kann und Anlagnteile oder wenigstens das allgemeine Treiben ei e Weile auch im Sitzen genießen kann.

Da würde ich mir von den Ausstellern schon etwas mehr Gast-Freundschaft wünschen.

Grüße
Ingo (F.)

Moin,
volles Verständnis für Rudi und die andere gestressten Aussteller. Was Mike schreibt (#2) habe ich schon mehrmals erlebt.
Eine Mutter die die Tür von meinem Freunds offene Vorkriegsauto aufmacht und ihr Sohn hilft einzusteigen so dass er prompt mit den Schaltern spielen kann - ein Mann der in mein Auto steigt und beleidigt ist wenn ich ihn (ganz unfreundlich) befehle auszusteigen. Als ich nach seine Adresse fragte, zwecks sein Sofa testen meinte er "jetzt übertreibe nicht".
Was Mö schreibt von "Wieso, ich habe doch Eintritt bezahlt" ist ein Dauerbrenner, nicht nur bei Moba Ausstellungen.
Alles Egoisten.
Norman.
It happens at home too. I've had people who have model trains come to my house and look at my large N scale layout and start talking about their layout and expect me to stand there while they go on at length about their trains yet do not ask a single thing about mine. Or my brother would bring his young children to my house and they immediately screw around with my layout. I stopped inviting him to my house as a result. My present layout, I rarely show to anybody. I just can't be bothered when all they do is ask, "What are you going to do if you have to move?"

The same goes for my old cars. I have three old Citroens and I don't take them to shows anymore because after 40 years of being asked the same questions: "No it's not hard to work on if you know how." "No, it's not hard to find parts if you know where to get them." These answers seem to disappoint people for some reason.
Hallo,
noch eine gefühlte kleine Ergänzung zu :"Wieso, ich habe doch Eintritt bezahlt"
Viele, ja sehr viele Personen haben heute eine Art "Flatrate-denken"
Wie beim Handy einmal bezahlen und ALLES ist damit abgegolten und erlaubt
Das wird dann von der Telekommunikation auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Überall gefühlt dieses "Flatrate" Überlegungen.
Egal ob bei eine Messe mit dem Eintritt ,wirklich ALLES damit bezahlt ist oder ob ich überall meinen Dreck hinwerfen "darf". Schließlich bezahle ich DAFÜR! Steuern.....  

Viele Leute bewerten den WERT  und die "Kosten" als das selbe.
Dabei heißt "Wert auch durchaus auch Werte" gegenüber anderen Personen und Dingen.
Bei vielen heute "gefühlten ICH AGs" leider nicht so wichtig.

Gruß
Thomas
Guten Morgen Rudi


Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: BGL-Rudi

Aber wir können den Spieß auch mal umdrehen.
Was hält den Besucher vom betrachten einer Anlage ab. Oder den persönlichen Kontakt mit dem Personal oder Betreiber der Anlage?
Schließlich wollen wir das doch alle gemeinsam mit viel Freude über die Bühne bringen.  




Wie Deine Ausgangsüberlegungen es eigentlich schon Aufzeigen gibt es da Situationen in die man ungewollt mit hinein gezogen werden könnte, was dann zu sehr unschönen Konsequenzen führen kann.

Wenn ich erkenne das der Anlagenaussteller nur 1Person ist meide ich doch lieber das Gespräch, denn durch das Gespräch ist der Aussteller ja abgelenkt und wenn dann etwas passiert, Beschädigung, oder es gar zu einen Diebstahl kommt wäre ich schnell mit Verdächtigt bzw. Mitschuldig.
Denn sich daraus ergebenden Ärger möchte ich doch lieber vermeiden, was aber eben auch unschöne Konsequenzen hat, denn die Gespräche sind ja doch das besondere etwas einer Ausstellung.

Grüße Jens
Moinsens

Ist euch schon mal aufgefallen, daß die Mit-den-Fingern-Guckern nicht die Kleinen sind, sondern die Erwachsenen. die Jugend hat meist schneller kapiert, daß anfassen nicht erlaubt ist.

VG
Ja Richard,
und es ist ganz natürlich, dass auch der fortgeschrittene Jugendliche gern die Welt buchstäblich begreifen möchte. Selbstredend genau die Sachen, die filigran sind.  
Manchmal ist das Anfassen ja sogar erlaubt, dann stehts auch ausdrücklich geschrieben. Ganz selten bei ausgestalteten Anlagen, eher bei Anbietern an Mustern und Demonstratoren.
Die feinfühligeren Besucher fragen trotzdem nochmal, um Mißverständisse zu vermeiden. Die ganz empfindlichen Sachen zeige ich auch lieber in meinen eigenen Händen.  
Die Meisten haben ja ein Gespür dafür und gegen die diebezüglich völlig Gefühllosen hilft nur ein deutliches Wort oder die Plexiglasscheibe.
Grüße   Klaus
Hallo zusammen,

bei ca. 20 größeren Ausstellungen (u.a. Mannheim, Dortmund, Friedrichshafen) habe ich nur sehr wenig schlechte Erfahrungen gemacht. Die Anlage hat schmale Plexiglasstreifen am Rand, Kinder begreifen fast immer, dass sie nicht über oder neben die Streifen fassen dürfen, kleinere Kinder müssen wegen der Höhe auf den Arm genommen werden.

100mal am Tag zu sagen ‚das ist Spur N‘ oder ‚das ist Spiegelfolie von dc-fix‘ ist langweilig, aber nicht anstrengend. Geklaut wurde bisher nichts, auch keine Schäden durch Zuschauer. Oberleitungsdrähte haben wir nicht, ist auch ein Transportrisiko.

Laberköpfe gibt es; wenn mir jemand lange seine Anlage zeigen will, sage ich ‚sorry, da hinten gibt es ein Problem…‘ und er ist mich los.

Angesprochen wird man leider seltener, viele diskutieren für sich oder trauen sich nicht zu fragen. Gut tut es, wenn einige ihre Freude artikulieren (bei Kindern sieht man das sofort) oder sich sogar bedanken.

Wenn wirklich mal einer mäkelt, dann erkläre ich ihm, dass das alles privat investiert ist und der Veranstalter nichts dafür bezahlt. Bei technischen ‚Widersprüchen‘ kann man gewöhnlich erklären.

Fotografier-Heuschrecken konnte ich bisher mit scharfem Anschauen entfernen.

Mir machen die Ausstellungen jedenfalls viel Spaß, der Stress liegt eher in der Logistik mit Auf- und Abbau.

Viele Grüße
Nimmersatt
Hallo Jens #20

Diese Überlegung ist aber schade. Wir Aussteller stehen im Regelfall zum Austausch zur Verfügung. Im Normalfall daran zu erkennen, dass man optisch sichtbar ist. Wenn man es als Aussteller nicht gerade möchte, kann man sich immer noch hinter der Anlage 'verstecken'.
Und deshalb oben meine kleine persönliche Miteinander Regelkunde.

Als Alleinunterhalter ist man schön über die Ausstellungsdauer mit Fragen und Antworten der eigenen Anlage gut beschäftigt. Deswegen möchte man nicht noch mehr Bilder anderer Anlagen sehen. Auch wenn die wirklich toll sind.
Und diese Einstellung, ungefragt und plumpe Vorgehensweise, sich alles anschauen zu dürfen (siehe Punkt Schattenbahnhof).
Was geht in den Köpfen dieser Spezie Menschen vor? Soll man als nächstes eine Rolle Natodraht mitbringen?

Deswegen, Jens, keine scheu den Betreiber anzusprechen. Wenn alle sich an die Regeln halten, passiert auch nichts. Und wenn der Aussteller keine Lust auf Konversation hat, warum auch immer,  wird er es dir hoffentlich höflich wissen lassen.
Gruß Rudi
Hallo,
als Aussteller bei mehreren Gelegenheiten (Stuttgart, Dortmund und kleinere Orte) kann ich auch nur die Erfahrung mitteilen, dass weitaus die meisten Besucher freundlich und korrekt sind. Kurze Hinweise (bitte nicht aufstützen)  reichen fast immer.  Vereinzelte Dauerredner kann man auf die eine oder andere Art loswerden. Aber eigentlich suchen wir ja das Gespräch. Und wir sind so gut wie immer zu mehreren hinter der Anlage.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert nur unsere "Maoam-Fabrik." Die meisten Kinder (und auch Erwachsene) begnügen sich mit einem oder zwei Maoams, wie es auch gedacht ist. Dafür haben wir auch eine 30-Sekunden- "Fabrikationszeit" zwischen den einzelnen Ausstößen eingebaut, die nicht jeder abwarten will. Besonders "Pfiffige" warten aber länger und stehen immer wieder am Aufrufeknopf. Dafür haben wir einen kleinen Sender in der Tasche, der das Ganze auf Pause stellt. ("Die Arbeiter müssen jetzt mal Frühstücks- oder Mittagspause machen"). Bei den Meisten wirkt das, wenn es auch ganz Gewitzte gibt, die dann nach ein paar Minuten wiederkommen. Besonders in Stuttgart gab es auch mehrere Eltern, die uns verrieten, dass ihre Kinder allein wegen der MAOAM-Fabrik wieder zur Messe kommen wollten.
Gruß
Gerhard
Hallo Zusammen

Dieses Phänomen konnte ich in Mannheim auch beobachten bzw. selbst erleben.
Es erschließt sich mir immer noch nicht, was den Besucher veranlasst hat, mir voller Stolz seine eben erworbenen Magnetkupplungen vorführen zu müssen. In H0!
Zumal er dann ungebeten in den Innenraum unserer Modulanlage trat, mit seiner Tochter, und mir einen Vortrag über eben jene Kupplungen zu halten. Ich denke aber, dass er mein Desinteresse schnell bemerkte und sich von dannen trollte.

Das Eingreifen von Fremdpersonen in den Anlagenbetrieb habe ich ebenfalls mit Missfallen beobachtet.
Dieses ungefragte Eingleisen oder das Weiterschieben von vermeintlich stehengebliebenen Zügen (anders kann ich mir die Auffahrunfälle im Ausstellungsbetrieb nicht erklären) trotz Signalen...

Es liegt ja eigentlich im Wesen einer Ausstellung, sich Anregungen für die eigene Anlage zu holen und der Austausch von Erfahrungen und Ideen.
Mit Freude zeige ich dann auch meine Eigenbaufahrzeuge, wenn man mich danach fragt. Doch nicht jeder ist geduldig...

Auch das "Verstecken" hinter der Kulisse konnte man beobachten. Daher haben wir absichtlich keinen Hintergrund an unseren Modulen.
Auch die Höhe von manchen Anlagen ist fraglich. Unser "Suchspiel" für Kinder, wäre für die Eltern ein Graus, wenn die Gleisoberkante bei 1,5 m oder höher liegen würde.
Nachwuchs bekommt man nicht, wenn die Kinder nur einen grauen Stoffvorhang in Augenhöhe sehen!

Das ist aber nur meine Sichtweise zu diesem Thema.

Gruß Mike

Hi,

Aussteller "stellen" nun mal ihre "Produkte aus", und wollen sich eigentlich in ihren "guten Gesprächen " nicht medienwirksamen intim begrapschen lassen. "Ausziehen!" brüllt der erwartungsvolle Spacko-Pöbel auf Mallorca in der Bar
Bleibt mal auf dem Teppich und realisiert, dass sich nicht alles, alles, alles kaufen beziehzugsfern lässt, auch wenn Du von bildungsfernen Niveau a la A... bist .... Es gibt heutzutage noch so etwas wie "Anstand"?  Mir tun die Mitarbeiter auf den Ausstellungen irgendwo leid.... Vermeidliche Goldgruben", Kunden verlangen das "Fliewatüt", oder den "Walpertinger", für einen erfolgsorientierten Markt, der bezüglich absoluten Koryphäen (a la BR 66, die ich als Kind nur in den späten 1960ern als minderwertige Tenderlok bei dem Brückenneubau in Böblingen über die Sindelfinger Straße )  wird, nie und nimmer, lehnen sich zurück, und sagen "der Staat muss"   Ach, ich bin jedes Jahr immer wieder überrascht ob der wimmernden Weihnachtswünsche anno 2034....
Macht aus de m Vorhandenem das beste, und lasst euch nicht das Hobby durch so einen Blödsinn aus der Reihe treiben... und Selbstbemitleidung
Und flennt nicht bitterlich rum. wozu es eigentlich keinen Grund gibt....


Würde ein Saarländer unbedingt eine BR 84 a la Müglitzbahn /12 Stück oder eine Br 85/ 10 Stück  a la Höllentalbahn kaufen?  No way.. Irgendwo habe ich es mehr als satt. dieses Rumgeflenne und Selbstbemitleidung anzuhören zu müssen, die "Rumgeheuler" sind aber mehr als gesättigt... Ich schaue auf mein Ost-Verwandtschaft, und sehe, dass die Überfülle keine Grenzen hat.... was kostet die Welt?  Bezahltes Haus, 2 bezahlte Autos vor der Garage, Rumgeschauzten auf Migranten... Was soll man denen zu Weihnachten noch schenken ? und dabei gerade mal rund um die 30.
Es gibt absolut keinen Markt für exotische Extra-Würschte , auch wenn die Zeiten für einen Südtirol-Urlaub immer dünner werden,,,, fahren von Sachsen nach München zu einen Fußballspiel ( rund  1.000 km hin und zurück)....

Ihr sitzt auf einem sehr hohem Ross

Andreas

Guten Morgen,

Punkt 1 kann ich verstehen.
Bei 2 und 3 sehe ich das differenzierter:

Schattenbahnhof: Wenn da hinter der Anlage abgesperrt ist, dann ist ein Übertreten der Absperrung natürlich ein No-Go. Aber ausserhalb der Absperrung stehen, und in den Schattenbahnhof reinschauen, wenn das möglich ist, ist absolut in Ordnung. Solange keine Absperrungen übertreten werden, die der GESAMTE Standbereich für mich dort öffentlich, wo ich ohne Behinderung des Personals reinschauen kann.
Wen das stört, der muss für mich dann einfach noch eine mobile Wand hinstellen, so daß er aus dem Blickfeld der Besucher ist. Macht er das nicht, dann hat er sich nicht darüber zu stören, daß Besucher AUSSERHALB DER ABSPERRUNG!!!! in seinen SBF oder sonstige Standteile reinschauen.
Fotos nahe der Anlage: Solange der Abstand zwischen Smartphone und Anlage noch größer ist (also so 15-20 cm) wie das Smartphone, es also, wenn er es fallen läßt, noch vor der Anlage auf den Boden fällt, ohne diese zu berühren, in dem fall sind "Nahfotos" absolut in Ordnung für mich! Erst wenn's wirklich in "Reichweite" kommt, wird's kritisch.

Und zu beiden Punkten:
Ich bin seit vielen Jahren ständig, teils mehrmals im Jahr, mit Anlagen als Aussteller auf Veranstaltungen, und habe alle genannten Punkte schon erlebt. Deshalb weiß ich aus eigener Erfahrung, wovon ich rede, und was akzeptabel und was zu weit geht.

Gruss
ChristiaN
Hallo,

Ich denke, die Hyperkommunikativen Leute an der Messe die ihre eigenen Sachen den Messevernstaltern zeigen, haben einfach ein falsches Verständnis von Zusammengehörigkeit entwickelt. Ähnlich Gesinnte = Kumpels.

Das mag daher kommen, dass sie mit dem Hobby sonst komplett isoliert sind. Und klar ist das ein Paradies für solche Leute aber die feinen Unterschiede die fühlen sie nicht. Oder sie sind einfach narzistisch und machen das sowieso mit jedem der nicht weglaufen kann. :)

Ich war mal als Gymnasist in der telefonischen Kundenbetreuung tätig und habe nur Abends gearbeitet. Nur in den Sommerferien, die 2,5 Monate lang waren. Und jeder ca 10. Anrufer hatte einfach nur Kommunikationsbedarf und bestellte was als Alibi. Ich ließ sie sprechen und hörte zu. Hatte die absolut schlechtesten Gesprächszeiten, aber ich habe im Gegensatz zu den Anderen nur am Abend gearbeitet, da ließen sich grundsätzlich alle viel mehr Zeit als die "Chef ist weg, schnell am Firmentelefon was bestellen"-Leute, die am Vormittag anriefen.

Was ich sagen wollte: in England wird (wurde) neben den Selstbedienungskassen mit Slow-Check-out experimentiert, wo die Kassiererinnen ein gutes Wort mit den Kunden haben sprechen dürfen und es gewollt langsamer ablief. Es gibt Bedarf danach und auch bei den Modellbahnern. Jeder der jemals Kundenkontakt hatte, traf auf sowas.

Die Verkäufer wissen das, wissen damit professionell umzugehen, die Chefs haben diesbezüglich konkrete Erwartungshaltungen was passt und was nicht, und bilden die Leute auch entsprechend aus.

Bei einer Ausstellung ist ein unbezahlter nicht-Verkäufer in einer ähnlichen Rolle, etwas mehr alleingelassen, ohne Rückendeckung vom Chef. Es ist viel schwerer als "nur" basteln, zusammenbauen, betreiben und lächeln.

Die 1-Mann-Kleinunternehmer mit Modellbahnartikel können davon wohl auch alleine Kanons singen, die sich selbst zum Professionalismus zwingen müssen, aber dort ist man schnell routinierter und man hat auch finanzielle Ziele. Ich finde also, Aussteller sind schon wirklich besondere Leute und verdienen meinen höchsten Respekt und auch mein Schweigen. Ich tue mir auch eher schwer Aussteller stören zu wollen.

LG,
Gabor
Hallo Christian,

Zitat - Antwort-Nr.: 28 | Name: Christia-N

Schattenbahnhof: Wenn da hinter der Anlage abgesperrt ist, dann ist ein Übertreten der Absperrung natürlich ein No-Go. Aber ausserhalb der Absperrung stehen, und in den Schattenbahnhof reinschauen, wenn das möglich ist, ist absolut in Ordnung. Solange keine Absperrungen übertreten werden, die der GESAMTE Standbereich für mich dort öffentlich, wo ich ohne Behinderung des Personals reinschauen kann.
Wen das stört, der muss für mich dann einfach noch eine mobile Wand hinstellen, so daß er aus dem Blickfeld der Besucher ist. Macht er das nicht, dann hat er sich nicht darüber zu stören, daß Besucher AUSSERHALB DER ABSPERRUNG!!!! in seinen SBF oder sonstige Standteile reinschauen.



Also das finde ich schon dreist. Die Standbereiche und Grenzen sind in der Regel recht deutlich erkennbar, zum Beispiel ein Durchgang neben der Anlage, zwischen zwei benachbarten Anlagen durch oder bei größeren Modulanlagen irgendwie in den Innenraum. Da lagern Jacken, Getränke, Essen usw. Fast nie sehe ich da eine Absperrung aber im Allgemeinen ist klar, dass da kein Fremder reingeht. Man geht ja auch nicht in ein fremdes Haus, nur weil die Tür aufsteht. Klar, dass da theoretisch jemand rein und was klauen kann, muss mir als Aussteller klar sei, aber da hilft auch kein Flatterband. Absperren ist ja auch leicht gesagt. Meine Anlage wird zum Beispiel von vorne bedient, aber um an den Schattenbahnhof zu kommen, müsste ich auf einer Ausstellung nach hinten. Da brauche ich also den offenen Durchgang, trotzdem ist sehr offensichtlich, was öffentlich ist und was nicht. Und ich denke das ist der Bereich, den es zu akzeptieren gilt. Fragen um mal mehr Einblicke zu bekommen, ist natürlich was ganz anderes.

Viele Grüße
Dirk
Genau Christian #28
Nur wegen solchen Leuten wie dir, fahre ich als alleiniger Aussteller mit meiner kleinen Anlage mit einem 30Tonner bald zur Veranstaltung. Nur um absolut sicher zu gehen, dass niemand nach hinten geht.

Machst du das z.b. bei Fleischmann oder Noch auf der Messe auch? Gehst hinter den Thresen und schaust, was die hinter der Theke haben?

Unglaublich, was es für Menschen gibt und genau auch wegen solchen Menschen habe ich mit die Lust verloren, neben Geld und Zeit, auch meine Nerven zu opfern.

Gegen schauen hat ja keiner was, aber nur weil es da keine sichtbare Abgrenzung gibt, kann man doch nicht machen was man will. Da gibt es den natürlichen Menschenverstand, der sagt: nein, das gehört sich nicht.
Rudi

Hallo,

seid doch froh wenn die Leute ins Gespräch kommen wollen und mal was von sich zeigen.
Von sowas lebt die Modellbahn. Mag sein das es vlt. manchmal nervt aber man geht doch nicht nur auf Messe um was auszustellen sondern auch um in Kontakt mit Gleichgesinnten zu kommen. Ihr habt eure Anlage dabei der Gast nicht.
Und zum Thema Absperrung. Es gibt Anlagenkonzepte die kommen ohne Absperrung aus und trotzdem weiß jeder wie nah man ran darf.
Auch gibt es Absprrungen bei denen weder der Aussteller noch der Besucher in seinem Freiraum gestört wird.
Man kann heute nicht mehr so denken wie früher, da ist man gleich der alte weiße Mann.
Also mal chilliger werden und Konzepte entwickeln die der Besucher ohne direkte Hinweise versteht. Ich habe schon Anlagen gesehen da war Stundenlang kein Aussteller da und da wurde nichts angefasst oder geklaut, weil einfach das Gesamtkonzept stimmte und es dadurch ausgeschlossen war..

Gruß Tobi
Hallo Tobi
Mit dem Austausch ist ja in Ordnung. Das möchte man ja schließlich auch. Aber eben zu der gezeigten Anlage eben.
Wenn du Einzelkämpfer bist und du dir von jedem Besucher seine Anlagenkpnzepte und Ideen mit Bildern anschauen darfst, bist du ruckzuck fertig mit der Welt.
Bei Clubanlagen sieht es da schon anders aus. Da gibt es vielleicht Leute dabei, die nur Konversation treiben wollen und denen die eigene Clubanlage im Augenblick der Ausstellung nicht so wichtig ist.

Wenn man als Besucher zur Ausstellung fahren möchte, um über Modellbahn und mehr Philosophieren möchte, wäre da nicht ein sichtbarer Platz mit Sitzgelegenheiten usw. angebracht. Dann wüsste man, dass dort Leute zum allgemeinen Austausch zugegen sind.
Aber ich bin in dem Augenblick eben nicht der Seelsorger der Nation. Das vergessen leider viele.

Und nochmal wegen Absperrungen.
Mich macht es eben wahnsinnig, wenn ich lese: ich habe bezahlt, ich darf das.
Und da schieße ich manchmal (verbal) über das Ziel hinaus. Diese 'all inklusive' Mentalität.

Ich sperre doch schon vorne alles ab. Mit schlechten Gewissen aber mit Grund. Was soll denn noch machen? Das kostet doch auch alles Geld und Platz im Auto.

Und noch was anderes.
Ich war am Sonntag in Köln  in der Lanxess Arena um sportliche Höchstleistungen zu bewundern. Da kam die Durchsage:
'Verbot von Fahnen und Banner, die der Brandschutzverordnung nicht entsprechen. Bitte nur Fahnen mit schriftlichen Nachweis der Zertifizierungsnummer oder mit entsprechender Klassifizierung als Aufdruck auf der Fahne verwenden'.
Da hat man dann kaum eine Fahne mehr gesehen.
Und mich wundert es, dass es das bei den Vorhänge der Mobas noch keine Pflicht ist. Ich habe nichts dagegen, dass es nicht so ist, davon ab. Aber wenn ich als alleiniger Aussteller mich irgendwann (und das wird kommen) auch noch darum kümmern und bezahlen muss, dann sieht man eben nur noch Clubanlagen auf Ausstellungen, die sich das geben wollen.
Rudi
Hallo Rudi,

wir haben auf Druck der Veranstalter brandhemmende Vorhänge an der Anlage, ist bei großen Ausstellungen Pflicht.

Viele Grüße
Nimmersatt
Ich behaupte jetzt mal ganz ketzerisch: Vielleicht sind Ausstellungen ja auch ein Relikt aus der Vergangenheit, mit einer ebensolchen Zielgruppe?

Irgendeine Motivation muss es für die teilnehmenden Aussteller ja geben… sie möchten gerne ihre Anlage zeigen und evtl. sind sie sogar Idealisten, die etwas für den Nachwuchs des Hobbys tun möchten.

Dafür nehmen sie allerhand in Kauf, u.a. die ganzen o.g. Nachteile, inkl. Pommesfettgeruch, Anreise- und Hotelkosten und übergriffigen Besuchern.

Vielleicht sind heutzutage andere Formen der Präsentation zeitgemässer. Z.B. Anlagenthreads in Foren, vor allem aber Videos in den sozialen Medien. Ich bin ja weiss Gott kein Profi, aber mein letztes Youtube Video über “Rangieren und Entkuppeln” hatte innerhalb einer knappen Woche 4500 Aufrufe. Und das in Spur N! Ich glaube kaum, dass sich auf einer Ausstellung 4500 Leute für meine Anlage interessiert hätten! Und wenn, wäre ich danach ja völlig platt gewesen ๐Ÿ˜ฌ

So hingegen sitze ich gemütlich auf meinem Sofa, zähle die Klicks und niemand befummelt meine Anlage. Trotzdem gibt es jede Menge Feedback! Und ganz nebenbei lerne ich “alter Sack” noch den Umgang mit Handy und sozialen Medien.

Klar sind das zwei paar Schuhe, aber letztendlich geht es doch um Kommunikation und soziale Interaktion. Ausstellungen sind schön, aber eigentlich “out of time” genau wie Faxgeräte und analoge Kameras. Und da die Jugend in einem digitalen Umfeld aufwächst, muss man sie auch in einem solchen ansprechen wenn man sie für unser Hobby begeistern will.

So, jetzt kann der Shitstorm beginnen ๐Ÿ˜œ

LG Mike

Hallo,
Nein kein Shitstorm aber ein „aber „๐Ÿ˜‰
Natürlich haben die neuen Medien einiges verändert.Alleine das wir hier über dieses Medium miteinander kommunizieren.
Trotzdem ersetzt „Live is Life“ nichts.
Im Internet kann etwas noch so gut gemacht sein ,aber etwas unmittelbar selbst wirklich zu sehen,hören, erleben ist immer noch was anders.Selber Sport zu machen ist ja auch was anderes als Sport anzusehen und Sport vor Ort sehen ,ist auch was anderes als zuhause vor dem Bildschirm.Auch wenn es in Ultra HD ist.
Allerdings gibt es immer weniger Leute welche Anlagen haben , die überhaupt geeignet sind .Sprich transportabel und selbst wenn, will nicht jeder den Aufwand für andere betreiben.
Je mehr Besucher  nicht. Wissen wie man sich verhalten soll ,sprich Sozialverhalten , um so weniger potenziell Aussteller gibt  es natürlich
Gruß
Thomas

Hallo,

Hier in der Stadt gibt es eine Familie die einmal jedes Jahr ihre Wohnung für Fremde öffnet, damit diese die Modellbahn des Mannes sehen dürfen. Die Frau macht volle Bewirtung und der Mann sitzt und erklärt an der Anlage. Es gibt super viele Gäste, über 100 pro Jahr (an einem einzigen Tag) und es ist einfach unglaublich! Irgendwo riskanter als eine Ausstellung und sicherlich auch mit ähnlichen Themen aber ggf mit anderen Betonungen.

Ich weiß, dass es auch hier im Forum Leute gibt, die sowas machen, wenn auch etwas verteilter im Jahr :)

Das ganze beeindruckt mich extrem! Extrem positiv.

LG,
Gabor
Hallo Thomas,

Ich denke durch die Medien, die alles ganz nahe in die Hände bringen, hat man ein Bisschen vergessen, live ein Bisschen mehr Abstand zu halten. :) Auch Respekt ist in der anonymen Welt kleiner geschrieben und nocht alle schaffen den Wechsel IRL.

LG,
Gabor
Servus,

sicher alles nachvollziehbar, teilweise schön und teilweise weniger schön, was auf Ausstellungen so üblich ist.

Allerdings finde ich es den falschen Weg, eine Diskussion über einen Verhaltenskondex anzustoßen, weil einem die Themen nicht passen, die Ausstellungsbesucher ansprechen.

Es ist eine Frage des eigenen Willens und der eigenen Fähigkeit, sich von einem unerwünschtem Thema nicht plattdrücken zu lassen und selbst zu bestimmen, über was man sich wie lange unterhalten möchte oder eben nicht.

Das hat man gelernt oder nicht, da hilft kein Kodex.

VG Freetrack
Zitat - Antwort-Nr.: 35 | Name: NMike

So hingegen sitze ich gemütlich auf meinem Sofa, zähle die Klicks


Hallo Mike,

dann hast du jetzt schon 3 Hobbies?

Basteln, Spielen & Klicks zählen?

Allerdings - in Hinbick auf das Thema "meine Anlage - seine Anlage" bei Ausstellungen,
Zählst du auch Klicks von Leuten, die an ihre eigene Anlage denken, während sie ein Video von deiner laufen lassen?

VG Freetrack

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

. Zählst du auch Klicks von Leuten, die an ihre eigene Anlage denken, während sie ein Video von deiner laufen lassen?  



Freetrack - der Gentleman geniesst und schweigt ๐Ÿ˜Ž

Aber mal ehrlich… das ist doch vollkommen o.k. - ich hole mir ja auch Anregungen für meine eigene Anlage aus anderen Videos! Bei “Sven aus Taschkent”, “Toniสผs Alpen”, “Haegar” aka Jürgen, Steve aus Luxembourg, Bart aus NL, Michaสผs Moba, den Jungs von Noch Anlagenbau usw.usw.usw.! Mach ich inzwischen abends lieber als fernsehen ๐Ÿ˜œ

Früher war man als Modellbahner ja eher einsam im Keller oder auf dem Dachboden, und nur auf Ausstellungen oder beim Händler hat man mal andere Exemplare seiner Spezies getroffen. Heute ist es eine riesengrosse Community rund um das Thema N-Bahn. Das zumindest finde ich heute vieeeel besser als früher ๐Ÿ‘

LG Mike
Hallo
Genau das ist der Grund, warum ich überlege, den Ausstellungsbetrieb einzustellen. Von mir aus noch gegen telefonische Voranmeldung, dann aber nicht mehr als 5-10 Personen.
Offensichtlich hat sich seit 2005 einiges am Verständnis der Leute geändert .... ๐Ÿ™„
Lg Peter
Hallo Peter
Wieso? Was ist dir so alles passiert?
Ich dachte, bei dir läuft alles rund und das sogar Kinder bei dir die gekauften Züge von ihren Großeltern fahren lassen wollen.
Hörte sich eigentlich alles vielversprechend bei dir an.
Rudi
Das finde ich ja schon irgendwie skurril, dass da Leute Bilderserien ihrer Anlagen mitbringen und die Aussteller damit volllabern. Also hätte man mich gefragt, was so alles komisches passiert - darauf wär ich nicht gekommen.

Carsten
Servus,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Das finde ich ja schon irgendwie skurril, dass da Leute Bilderserien ihrer Anlagen mitbringen und die Aussteller damit volllabern. Also hätte man mich gefragt, was so alles komisches passiert - darauf wär ich nicht gekommen.



Notebook, Smartphones  und gedruckte Aktenordner :) Interessant sind auch die Krankenakten, die öfter mal die Gattin tragen darf und bei Bedarf griffbereit hat :) inklusive schönen, gedruckten Fotos von offenen Brüchen.

Kannste dir nicht ausdenken was auf Messen passiert :)

Cheerio,
Daniel

Ahoi!

Ich habe während des Studiums viel im Vertrieb im Einzelhandel und auf Messen gearbeitet. Die hier geschilderten Verhaltensweisen gab es auch grundsätzlich damals schon. Man lernt damit umzugehen, Grenzen zu setzen und auch Gespräche zu beenden. Das ist nicht immer Vergnügungssteuerpflichtig, aber manche Kinder Gottes sind halt wundersame Geschöpfe. Ich verstehe aber auch jeden Aussteller, der da keine Lust drauf hat, aber wer sich in die Öffentlichkeit begibt, setzt sich diesem Risiko aus.

Und der Modellbahner als solcher und manche im speziellen sind eine obskure Peergroup. Ich frage mich auch regelmäßig was mit mir nicht stimmt, dass ich dieses Hobby ausübe. Ganz besonders wenn ich am Eingang der Intermodellbau ganz genau sehen kann wer in die Modellbahnhallen geht und wer in andere Hallen. Ich denke, jeder weiß was gemeint ist.

Aber, und das gehört eben auch zur Wahrheit, es gibt wahnsinnig viele tolle, nette Modellbahner mit guten Umgangsformen. Und ich lasse mir das Hobby von den anderen nicht verderben. Und ich hoffe auch viele großartige Modellbahner, die mit ihren tollen Anlage zeigen was in unserem Hobby geht und mich inspirieren.

Es gibt für mich nur einen Verhaltenskodex, den ich gerne vorne an jeder Messe kontrolliert hätte. Der regelmäßige Gebrauch von Wasser und Seife ist eine große zivilisatorische Errungenschaft die man von jedem erwarten sollte.

In dem Sinne auf schöne, olfaktorisch unverdächtige Messen und Ausstellungen.
Cheers
Jens
Zitat - Antwort-Nr.: 46 | Name: Obersielrichter

Ich frage mich auch regelmäßig was mit mir nicht stimmt, dass ich dieses Hobby ausübe. Ganz besonders wenn ich am Eingang der Intermodellbau ganz genau sehen kann wer in die Modellbahnhallen geht und wer in andere Hallen. Ich denke, jeder weiß was gemeint ist.



Zitat - Antwort-Nr.: 46 | Name: Obersielrichter

Es gibt für mich nur einen Verhaltenskodex, den ich gerne vorne an jeder Messe kontrolliert hätte. Der regelmäßige Gebrauch von Wasser und Seife ist eine große zivilisatorische Errungenschaft die man von jedem erwarten sollte.



Ich war noch nie auf einer Modellbaumesse.
Vielleicht lasse ich es dabei bewenden....

VG Freetrack
Ehrlicherweise ist mir nach Lektüre dieses Threads nicht ganz klar, was die Motivation ist, seine Anlage auf einer Ausstellung zu präsentieren.
Offensichtlich darf man über Modelleisenbahn reden, aber nicht zu viel. Und wenn, dann bevorzugt über die gezeigte Anlage.
Von Austausch zum Thema Modellbau scheint das weit entfernt zu sein. Also ist das augenscheinlich schon mal nicht der Grund.

Vorletztes Jahr war ich seit langem mal wieder auf einer solchen Show, nämlich in Bad Krozingen, und habe mit der gebotenen Zurückhaltung vor allem die N-Anlage eingehend beäugt und dem Treiben zugeguckt. Festzuhalten ist, dass quasi keine Kommunikation zwischen irgendwem stattfand. Die Mitglieder des Vereins, die diese Modulanlage gebaut hatten, steuerten stumm ihre Züglein und machten ihrerseits keine Anstalten, die Zuseher auch nur eines Blickes zu würdigen. Die wiederum verschwanden relativ schnell wieder, weil gesehen, für gut befunden, und tschüss. Wen hätten sie auch ansprechen sollen?

Wie Mike schreibt, ist jedes Internet-Video ergiebiger. Weiß nicht, warum ich nochmal Eintritt für sowas bezahlen sollte. Aber mehr noch frage ich mich, warum sich die Aussteller den Stress antun, wenn Austausch kein Grund ist.

Viele Grüße
Falco
Ich stehe jedes Jahr 4 Tage auf meinem Stand auf der Innotrans. Richtet sich zwar an kommerzielle Kunden aber es laufen auch massenhaft Fans rum. Es geht nicht darum, dass man sich nicht unterhalten soll. Auch da sind die allermeisten der beruflichen und auch der nichtberuflichen völlig okay. Aber es gibt halt so einen Anteil Leute, denen fehlt völlig das Gespür, ob sie nerven (oder es ist ihnen egal). Sie ignorieren jede üblichen Signale des Desinteresses, wenn sie einen eine Viertelstunde ungefragt mit Sachen zugelabert haben, an die echt überhaupt nicht interessieren. Da sind mir ja die Leute mit den Jutebeuteln noch lieber die wie ein Gecko mit klebriger Zunge die Kulis vom Tresen absaugen.

Carsten
Moin in die Nacht,

zum Thema "Der regelmäßige Gebrauch von Wasser und Seife ist eine große zivilisatorische Errungenschaft":

Also bei DEN Preisen, die heute für Modellbahn-Equipment aufgerufen werden und für die fetttriefenden Messe-"Speisen" (man kann sich ja schließlich keine gesunde Brotzeit selbst mitbringen!) und vor allem für die Spritschlucker-Parkplätze (es gibt ja schließlich weder Eisen- noch Stadtbahn, noch Stadtbus und Park&Ride!) sowie vor allem für die lebenswichtige Zigaretten - wie soll man sich DA denn noch teures Leitungswasser (+ häufig völlig übersehene Abwassergebühren!), Seife und Shampoo leisten können?

Nach Zwangs-Decodern und Zwangs-Innenbeleuchtungen nun also auch noch die ZWANGS-SEIFE???

Nicht mit mir. Zumal wir auf Messen und Börsen ja zum Glück fast unter uns sind.

ACHTUNG: Im Monat April ist wieder jährlicher Wäschewechsel-Tag angesagt.

Ähm, bitte möglichst vor der Intermodellbau.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Rudi
Die Kinder sind eh super, denen kann man was in die Hand geben, 3 Wochen auf Urlaub fahren, und wenn man zurück kommt, läuft noch alles wie gehabt. Die Erwachsenen sind das Problem. Vor allem die, die selber eine Modellbahn haben. Wennst 5x reden musst, keiner weiss, wo sein Zug ist, man laut werden muss, weils nicht machen, was man sagt, dann wirds mit der Zeit langweilig.....
Der Grundgedanke, die Leute mitfahren zu lassen, war der, das ich entlastet werde solange ich keine Steuerung habe.
Das ist mit Kindern auch so, mit vielen Erwachsenen wirds aber leider zur zusätzlichen Belastung.
Lg Peter
Guten Morgen in die Runde,

vor zwei Jahren war ich erstmalig mit den allerersten Baufortschritten der Hochofenanlage "Schalker Verein" in Dortmund auf der Intermodellbau vertreten. Deshalb kann ich mich nur auf meine dort gewonnen Eindrücke beziehen.

Zunächst war ich überrascht, wie geschafft ich nach einem Messetag war. Mir taten die Füße und Beine weh und die vielen Gespräche erschlugen förmlich. Dazu das ständige Hintergrundrauschen in der Messehalle. Respekt, wer als Profi ständig auf Messen unterwegs ist

Meine Besucher jedenfalls haben sich mit ganz wenigen Ausnahmen sehr respektvoll und interessiert gezeigt. Für mich ist es in erster Linie vorallem eine Frage der eigenen Fähigkeit, die sehr unterschiedlichen Gesprächspartner mitzunehmen und auf dem jeweiligen Level abzuholen. Bei dem ein- oder anderen gelingt es besser, bei anderen weniger. So kommen durchaus interessante und unerwartete Gespräche zustande. Besonders berührte mich ein ehemaliger Werksmitarbeiter des "Schalker Verein", der trotz seines sehr hohen Lebensalters extra mit Rollator die Messe besuchte, weil zuvor in der Gelsenkirchener Lokalpresse von dem Projekt berichtet wurde. Vor dem Modell stehend war er zu Tränen gerührt. Das war mein allerschönstes Feedback überhaupt...
Dem gegenüber zeigte sich ein anderer, extrem aufdringlicher Besucher, welcher sich mehrfach am Tag mit Jutebeutel in einer Art Kommunikationszwang ergoss. Belehrend, aufdringlich und resistent gegen jedes Signal dass Gespräch nicht fortführen zu wollen. In gewisser Weise empfand ich das nicht nur als lästig, sondern schon als übergriffig. Auch er packte sein Zeug aus - diese Erfahrung einiger Vorredner kann ich nur bestätigen. Eine überaus negative und mir deshalb immer noch präsente Ausnahme.

Insgesamt aber sind meine bisher einmaligen Messe-Besucher-Erfahrungen als Aussteller durchweg positiv. Niemand beugte sich unangemessen in den Anlagenbereich und Fotografen baten um Erlaubnis für bestimmte Nahaufnahmen.
Der Austausch mit den Besuchern hat mir überwiegend viel Freude bereitet.

Trotzdem werde ich die Präsentation der komplett fertigen Anlage in einigen Jahren anders vorbereiten und versuchen, mich vor potentiell "klebrigen Fingern" (Fahrzeuge), Eingriffe in den Anlagenbereich physisch oder unangenehmen Messebesuchern mental zu wappnen.
Meine persönliche Intention aber ist ein positives Erlebnis auf beiden Seiten zu erzeugen - und das geht m. E. am besten durch möglichst vorbehaltlose Freundlichkeit in der gegenseitigen Interaktion - aber gewiss nicht durch abweisendes und distanziertes Ausstellerverhalten.

Viele Grüße
uNdercover
Hallo,
@48)Falco
Eigentlich haben hier viele geschrieben warum sie an Ausstellungen teilnehmen….
Eben trotzdem ๐Ÿ˜‰
Das man aber nicht immer mit den Ausstellern kommunizieren kann ,wie von Dir beobachtet,ist bei manchen Ausstellungen wirklich oft so.Allerdings hat man als Aussteller nicht immer die Zeit dazu.Wenn 5 Züge gleichzeitig abgefertigt werden müssen ist man voll ausgelastet und kann sich nicht gleichzeitig mit Besuchern beschäftigen.
Dazu sind eben Menschen verschieden kommunikativ veranlagt und auch nicht immer in der gleichen Stimmung.Wir sind halt alle Menschen und nicht immer gleich gut drauf bzw fit.

Wer eine reine Ausstellungsanlage bauen will, ist mit Automatikbetrieb besser dran ,als wenn es handgesteuerte Anlagen sind.Dann hat man Zeit für Fragen und sonstiges.Bei vielen gibt es aber eigentlich keine reine Ausstellungsanlagen und das gemeinsame Fahren steht  im Vordergrund.100 %Automatikbetrieb wäre da Kontraproduktiv.

Mann kann sich auch einen Wein im Internet nur anschauen.und andere darüber reden hören.Selber trinken ist trotzdem was anderes.
Erotisches Ansehen und erotische erleben ist auch nicht ganz das selbe๐Ÿ™ˆ

Das Internet zeigt mir WIE ANDERE etwas sehen bzw Aufnehmen und dann oft bearbeitet einstellen.Wenn ich mir selber das ganz wirklich SELBST ,vor Ort ,anschaue  habe ich oft einen ganz andere Wahrnehmung.Ich schaue dann vielleicht eher was ganz anderes genau an ,als es im Internet dargestellt wird.Ein bestimmtes Haus,Figur oder ähnliches.

Grundsätzlich warum eigentlich Ausstellungen?
Sowohl als Besucher als auch als Aussteller gilt:
Auch hier ist es prinzipiell wie beim Sehtest. Wer eine Farbschwäche hat, erkennt die Zahlen nicht. Alle anderen ohne Farbschwäche sehe zum Bespielen die "grüne 2" .Ist eben so ,ohne das der jeweilige was dafür kam. Oder frei nach Goethe: Wenn ihr es nicht verspürt, Ihr werdet es nie erjagen.
Ist auch besser, wenn Leute die nicht wirklich auf eine Messe wollen, notgedrungen und schlecht gelaunt dort doch hingehen. Man sollte dort möglichst entspannt und mit offenen Augen hingehen. Dann hat man auch wirklich was davon und nimmt positive Eindrücke und Anregungen nach Hause mit.
Wenn die „Konserve Internet" reicht, kann sich das natürlich sparen. So wie manche eben nur Fast Food essen und andere nur die Sterneküche mögen.
Jeder wie er will.Es muss nicht jeder gleich denken und handeln.Allerdings bringt ein Perspektivenwechsel oft ganz neue Impulse.
Gruß
Thomas


Hi,

auch wenn ich nur sehr selten auf Ausstellungen gehe und selbst dort noch nie etwas präsentiert habe, kann ich viele (eigentlich alle) Argumente von Rudi und ähnlich lautenden nachvollziehen.

Um nicht alles zu wiederholen beschränke ich mich auf einen Aspekt. Auf Ausstellungen sind durch die präsentierten Sachen Themen gesetzt, über die man, je nach Andrang, sich mit dem Aussteller unterhalten darf.
Wer aber die Möglichkeit nutzt, themenfremd (z.B. seine eigene Anlage) sich länger auslassen zu müssen, sollte nicht dafür Verständnis einfordern und enttäuscht/beleidig sein, wenn dies nicht auf die erhoffte Gegenleibe stößt. Dafür gibt es andere Orte.
Falls man auch dort kein Publikum findet, bleibt noch YT.

Gruß
Gerald
@53 Thomas

Deine Leertaste verhält sich sehr eigenwillig

Grüssle
Rudi


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