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THEMA: Fleischmann BR 103 / Art.Nr. 7560006 fährt schlecht

THEMA: Fleischmann BR 103 / Art.Nr. 7560006 fährt schlecht
Startbeitrag
RJK - 28.02.26 19:43
Moin zusammen,

die o.a. Lok besitze ich seit November 2024. Sie war in der Zeit recht wenig in Betrieb, sie ist von DM-toys digitalisiert erworben. Als ich nun nach längerer Unterbrechung wieder mit ihr fahren wollte, musste ich feststellen, daß sie sehr schlecht bzw. garnicht anfährt. Auch sind die Langsamfahreigenschaften extrem schlecht. Auch nachdem ich die Lok gereinigt habe (sie war wie üblich überfettet) wurde es nur kurzzeitig besser.

Wenn man den Motor beim Losfahren beobachtet (Gehäuse abgenommen) kann man sehen, daß er sich ein Stück weit bewegt (vielleicht eine Umdrehung) und dann stehen bleibt. Im ausgebauten Zustand dreht sich alles frei.

Hat jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht?

Zurück zu DM-toys und auf Kulanz hoffen oder GAM einbauen?

Was meint Ihr?

LG Rimbert

Hallo Rimbert!

Als erstes würde ich raten, die Motor- und Decoderkontakte zu überprüfen. Dann würde ich die Lok mit einem anderen Decoder testen, um einen Fehler am Decoder auszuschließen. Und wenn sich dann doch herausstellt, daß es am Motor liegt, dann fackele ich nicht lange und bevorzuge eine dauerhafte Lösung (= Glockenankermotor), auch wenn das etwas teurer ist. Die anschließende Zufriedenheit ist ja schließlich auch etwas wert.

Herzliche Grüße
Elmar
Moin Elmar,

danke für die Tipps, Kontakte habe ich schon geprüft, Decoderwechsel noch nicht, das mache ich jetzt mal.

LG Rimbert
Moin, du schreibst du hast sie gereinigt auch die Kohlebürsten und den Kollektor  ?

Gruß Heiko
Moin,

Am Decoder liegt es nicht. Kohlebürsten und Kollektor habe ich nicht gereinigt, da traue ich mich nicht ran.

LG Rimbert
Moin Rimbert,

mein Verdacht (soweit sie den traditionellen Fleischmann-Drei- bzw. Fünfpoler besitzt):

● Raspelkollektor

und/oder

● durchs Liegen sukzessive völlig verölte Kohlen.

Die typischen und leidigen Fleischmann-Macken halt.

Würde Fleischmann seine Tfz als Bausätze und ohne Motoren ausliefern, hätte man weit weniger Arbeit, Ärger und Ausgaben:

● Kein Auseinanderbauen zum Entfetten nötig

und

● Einbau eines Motors eigener Wahl, ohne einen teuren anderen entsorgen zu müssen ...

Beste Grüße, Norrskenet
Moin Rimbert,

Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: RJK

Am Decoder liegt es nicht. Kohlebürsten und Kollektor habe ich nicht gereinigt, da traue ich mich nicht ran.



Das wird, wie es Norrskennet schonschrieb, an einem verölten Motor liegen. Das ist leider ein Manko bei neueren Fleischmann Loks mit Dreiopler. Ich baue nach einer Reinigung des Motors immer neue Ersatzkohlen ein und lasse den Motor an einem Trafo mal richtig warmlaufen. Anfangs kann er noch ein wenig feuern, wenn das aufhört, kann man den Motor wieder einbauen und hat dann lange Freude an dem Modell.

Auf jeden Fall nicht probieren zu fahren, dass kann den Decoder killen. Bei Soundloks ein teures Unterfangen. Wenn hier ein PD10MU-4 drin ist, hält sich der Schaden in Grenzen.

Gruß
Jürgen
Kohlen kann man auch relativ einfach reinigen. Kohlen ausbauen und in Zewa-Papier etwas hin und her rollen. Anschließend die Kontakte am Motor reinigen. Also wo die Kohlen die Motorwelle berührt. Ist jetzt nicht die effektivste Methode. Reicht aber in der Regel um die Lok wieder fit zu machen.

Gruß
Samuel
Moin,

Bei All meinen Fleischmann Modellen der letzten Jahre war es Notwendig die Kohlen auszuglühen. Ein bisschen in Zewa wälzen bringt gar nichts.

Das Kollektorfeuer führt zielsicher zur Zerstörung des Decoders.

Es ist hilfreich nach Einbau der Kohlen den Motor, der nicht eingebaut ist einige Zeit mit externer Spannungsversorgung laufen zu lassen.

Viele Grüße, Franzi
Guten Morgen in die Runde, um an einem FLM Dreipoler lange Freude zu haben muss man nur wenige Sachen beachten.

Eigentlich ist es doch ganz einfach,
-man baut die Kohlen aus, glüht sie mittels Lötkolben aus,
-reinigt den Kollektor , zB mit Alkohol und kratzt dabei die Kollektorspalten aus.

Dann alles wieder zusammensetzen und die Motorwelle an den Lagern minimal mit Harz-freien Öl schmieren.
Nun von Hand den Motor etwas durchdrehen, um auf Leichtgängigkeit zu prüfen.

Nun folgt ein kleiner Probelauf ob noch Kollektorfeuer auftritt und der Motor bei Minimalspannung sauber anläuft, ein gut laufender Motor kann hier schon bei 2V anlaufen.

Danach kann der Motor wieder in die Lok eingebaut werden.

Fertig



@9

Moin Robert,

soweit hast Du recht, ergänze Dein Vorgehen nur noch um den Schritt, dass Du nach dem Reinigen der Kollektorspalten die Kanten der Kollektorbleche mit einem Skalpell oder scharfen Schraubendreher den Grat entfernst, der für den 'Kohlenfraß' sorgt.

Zusätzlich kann man die Spalten auch noch mit Sekunden- oder 2K-Kleber verschließen.

Gruß
Marco
Moin,

danke für eure Tipps, ich habe aber ehrlich gesagt keine Lust, Motoren auseinanderzunehmen und mini kleine Kohlen mit einem Lötkolben auszuglühen. Da bin ich zu grobmotorisch zu. Ich halte es da mit Norreskent
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Würde Fleischmann seine Tfz als Bausätze und ohne Motoren ausliefern, hätte man weit weniger Arbeit, Ärger und Ausgaben:

und baue ein GAM ein. Bereits bestellt bei DM-Toys.

LG Rimbert
Hallo Rimbert,

klar, das ist auch eine Lösung.

Gruß
Jürgen
Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: vbh

Bei All meinen Fleischmann Modellen der letzten Jahre war es Notwendig die Kohlen auszuglühen. Ein bisschen in Zewa wälzen bringt gar nichts.



Achso dann bilde ich mir nur ein, dass meine Loks fahren. Wenn ich genau hin sehe, würde ich Erkennen das sie nicht fahren sondern nur am qualmen sind.

Ich habe anfangs auch meine Kohlen ausgebrannt, das Ergebnis war auch nicht besser. Daher verwende ich die weniger aufwendige Methode.

Augenrollende Grüße
Samuel
Hallo Samuel,

was ist denn eine weniger aufwändige Methode die Kohlen mit Alkohol zu reinigen oder gleich auszuglühen?

Beim ausglühen geht es eher darum das der Abrieb der Kohlen den Kollektor nicht so schnell zu setzt.
Der "ölgetränkte Abrieb" der nur oberflächlich behandelten Kohlen verschmiert den Kollektor recht schnell, und bildet auf dem Chassis eine schmierige Masse. Wenn's schlecht läuft und du nicht drauf schaust kann diese Masse eine Brücke zwischen Motor/Kollektor und Chassis bauen.
Dann raucht die Lok "ab".

@14: Hallo Robert,

ganz meiner Meinung:

Während das ledigliche äußere Abreiben der Kohlen mit weichem Reinigungspapier eben auch nur äußerlich wirkt, reinigt das Ausglühen die Kohlen hingegen "porentief rein".

Was jedoch nichts daran ändert, dass die Kohlen sich bei längerem Stillstand selbst bei aufrechter Lagerung der Lok wunderlicher Weise sukzessive immer wieder vollsaugen (das ist genau so leidig, wie auch Bindfäden und Handykabel sich immer wieder verheddern müssen).

Dies Phänomen kenne ich ausschließlich von den typischen Fleischmann-Drei- und Fünfpolern - selbst wenn die Loks vorher entfettet wurden: Die Kohlen ziehen förmlich jegliche Öle und Fette magisch-"magnetisch" an ...

Andere Marken sowie GAMs kennen das nicht.

Beste Grüße, Norrskenet

Guten Morgen

Hier meine Vorgehensweise mit Fleischmann 3 Pol Motoren:

Neue Lok

Zerlegen und alles entfetten, ich nehme dazu Bremsenreiniger. ( Block, Gehäuse innen, Platine) nur abwischen Küchenpapier mit etwas Bremsenreiniger

Motor: mit Zahnstocher und Küchenpapier mit Bremsenreiniger Kollektor reinigen
Anschließend,  2000 er Auto/ Nassschleifpapier zuschneiden , dass es in den Kollektor passt.
Mit Zahnstocher leicht andrücken,  Motor von Hand drehen, Grate werden geplättet.
Kollektorspalten reinigen

Motor Kohlenbürstenhalter, Zerlegtes Getriebe in USB Bad mit etwas Spüli

Motor und Getriebe ausblassen, nochmals mit etws Bremsenreiniger reinigen

Ölen mit Ptfe Öl, dass ganze dabei bewegen ( drehen)

Nachher 1 Tag stehen lassen, das es trocknet ( das Öl)

Kohlen Ausglühen

Vor dem Zusammenbau: Getriebe aussen und Motor mit Kollektor nochmals mit Küchenpapier und Bremsenreiniger abwischen.

Lokomotiven laufen jetzt seit 3 Jahren ohne Probleme, auch die berüchtigte FLM Ae 6/6 4x Vorhanden.

Beruflich bin ich bis zu 8 Monaten nicht zuhause die Lokomotiven stehen also lange und werden dann 4 Monate intensiv gebraucht.

Öl ist von SB Modelbau


Gruss

Hubert

@16: Moin Hubert,

genau so muss man prinzipiell vorgehen.

Nur: Muss man sich das antun, vor allem - wenn man "mehr als drei" Fleischmann-Lokomotiven betreiben will?

Die Modellbahn-Holding hat bzgl. ihrer Marke Fleischmann jetzt drei Möglichkeiten:

1) Man nimmt Deine detaillierte Handlungsbeschreibung in seine Betriebsanleitungen unter Stichpunkt "Inbetriebnahme-Prozedur" im Kartoneinleger auf (wird wohl eher nicht geschehen ...).

2) Man reagiert nach inzwischen weit mehr als einem Jahrzehnt endlich einmal, indem man seine Produktionsweise nachhaltig korrigiert.

3) Man verliert munter Marktanteile bis hin zum ... - na sprechen wir es besser nicht aus.

Wie ich schon anderer Stelle schrieb:

"Fleischmann, hört die Signale!"

Beste Grüße, Norrskenet
Moin zusammen,

haben eine GAM in die Lok eingebaut, Decoder resetet, nur eingemessen, nun fährt sie wunderbar

LG Rimbert


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