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THEMA: Piko E 18 + Zimo MS481 + Pufferkondensatoren?
Folgendes: ich will wieder eine Piko E18 umrüsten. Diesmal mit Sound, Führerstandbeleuchtung und Pufferkondensatoren. Als Decoder habe ich einen Zimo MS481P16 (mit PluX16) auserkoren. Hauptgrund: 16V Elkos kann man ohne Ladeelektrik direkt anschließen (Der D&H SD16 kann das wohl nicht).
Praktischerweise hat Piko auf der Platine der E16 die sonst ungenutzten PluX Pins 3,4,5 und 6 auf extra Lötpads herausgeführt. Das sind im Prinzip die vier Susi-Pins JEDOCH (jetzt wird es interessant) ist Pin6 gemäß NEM658 und Zimo für Elko+ vorgesehen. Die NEM sagt nicht, was das genau heißt. Zimo sagt, an Pin 6 kann ein 16V Elko mit + DIREKT angeschlossen werden (ähnlich den kleinen MS500 und co.). Zur Info: auf Pin9 ist nochmal Decoder V+ (OHNE Elko, bsplw. Als Rückleitung der Verbraucher).
Das PROBLEM: auf der Platine der E18 hat Piko die Pins 6 und 9 ohne messbaren Widerstand (gemessen: <0,3Ohm in beide Richtungen) kurzgeschlossen.
Jetzt die doofen Fragen:
- Der Decoder wird wohl keinen Schaden nehmen, wenn Pins 6 und 9 kurzgeschlossen sind? Einzige Bedenken: Sollte die Ladeelektrik des Decoders für Pin6 eine Zener-Diode zur Spannungsbegrenzung haben, dann wird diese die Spannung für alle Verbraucher auf V+ auf max. 16V begrenzen. Frage ist, ob diese das ohne Vorwiderstand der Ladelektrik auf Dauer aushält? Ich hab zwar "nur" 18V Gleisspannung aber davon kann man nicht immer ausgehen.
- Das direkte Anschließen der Kondensatoren an die Platine der E18 an Pins 6/9 und 5 werde ich mir wohl schenken können. Das entspräche wegen dem Kurzschluss einem direkten Anschluss der Kondensatoren an V+ und GND, was weder für Decoder und Kondensatoren eine gute Idee ist. Oder?
- Auch der Anschluss der Kondensatoren direkt an den Pin6 bzw. am Decoder wird nix (wg. Kurzschluss). Auf der sehr kompakten und unübersichtlichen Hauptplatine der E18 find ich nix passendes zum Auftrennen und auf das Ablöten eines einzelnen Pins des PluX-Steckers habe ich keinen Bock bzw. ist das auch extrem knapp (PfuScH!). Mir fällt nur ein, nochmal eine komplette Ladeelektrik (Zener + Schottky + Widerstand) irgendwie in das Modell zu quetschen. Das ärgert mich, weil bisher war der Umbau sehr "sauber" geplant und vom Platz gut ausgereizt. Hat jemand noch eine andere Ideen?
Gruß
Andi
Danke dafür, dass Du das durchgemessen hast. Das Ergebnis zeigt, dass sich der Entwickler bei Piko zum Zeitpunkt, als die Platine erstellt wurde, noch nicht sehr gut mit der Plux Schnittstelle auskannte. Allerdings wurde diese auch immer wieder redigiert. Warum hältst Du Dich mit der unzulänglichen NEM auf? Die aktuelle RCN 122 definiert es genau: Es ist danach nicht erlaubt, die Pins 6 und 9 auf der Lokplatine zu verbinden. Offenbar hat Piko hier gegen die RCN 122 verstoßen. Mich wundert, dass tatsächlich mehr als nur Plux12 belegt ist, da Piko selbst nur einen passenden Nicht-Sound Decoder hat. nämlich den 4.1 (Uhlenbrock) mit Plux12.
In H0 gibt es bei Plux22 das gleiche Problem mit den zwei Plus Anschlüssen, da hat Piko häufig einen Lötjumper auf der Platine mit dem man auswählen kann, ob der Energiespeicher an V+ oder Vcap angeschlossen wird. Vielleicht findest Du den auch auf der Lokplatine der E18 noch einen solchen Lötklecks
Hier der Link zur Rail Community Norm:
https://normen.railcommunity.de/RCN-122.pdf
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: RCN 122
Cap.+ ist speziell zum Anschluss von Speicherkondensatoren vorgesehen. Dieser Anschluss darf Fahrzeugseitig nicht mit Spannung versorgt werden und der Decoder ist für die Einhaltung der [RCN-530] verantwortlich. D.h. der Anschluss muss in beide Stromrichtungen abschaltbar sein, darf keine Verbindung zu U+ haben und der Ladestrom muss begrenzt werden. Die Spannung ist auf 15 V zu begrenzen. Bei den im Fahrzeug verwendeten Kondensatoren müssen Elektrolyt-Kondensatoren mindestens 16 V und Tantal-Kondensatoren mindestens 25 V Nennspannung haben.
Vielleicht antwortet Zimo zu dem Thema nach den Weihnachtsferien. Du könntest allenfalls den Stift am Decoder abzwicken und den Kondensator direkt an das Lötpad am Decoder anschließen. Die Leiterbahn auf der Lokplatine könnte sich unter der Buchse befinden, sofern nicht Durchkontaktierungen im Bereich der Lötpads zu finden sind.
Ich habe den Soundumbau der E18 am Radar, allerdings ist mein Plan die Schnittstelle mit dem Adapter von Esu auf Next18 zu wandeln und dann einen Next18 Sounddecoder - entweder Zimo oder Esu - zu benutzen. Das wird aber erst irgendwann im Laufe des Jahres geschehen.
Grüße, Peter W
der Bauraum ist in der E18 für ein Umbau auf Sound schon recht knapp. Dann willst du zusätzlich ein Next18-Adapter unterbringen. Bin mal gespannt ob das platzmäßig überhaupt möglich ist. Zum Schluss sollte das Gehäuse ja auch noch aufgesetzt werden können 😉
Grüße
Markus
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Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Ich habe den Soundumbau der E18 am Radar, allerdings ist mein Plan die Schnittstelle mit dem Adapter von Esu auf Next18 zu wandeln und dann einen Next18 Sounddecoder - entweder Zimo oder Esu - zu benutzen.
Pins vom Decoder abzwicken ist für mich keine Option. An Schnittstellendecoder bastel ich grundsätzlich nicht rum. Dafür ist ja die Schnittstelle da.
Ich werd dann mal etwas Zeug rauskramen und eine Ladeschaltung einplanen... Ich hatte eigentlich gedacht, dass dieses lästige Thema mit den Zimo MS-Decodern endgültig Geschichte sei...
Ist eigentlich nur noch die Frage, ob der Decoder durch den "Kurzschluss" Schaden nimmt.
Gruß
Andi
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Danke für das Foto. Leider kein Jumper zu sehen. Eventuell hätte ich auf der Oberseite eine Durchkontaktierung über dem Pin 6 erwartet.
Was die Höhe betrifft: Vom Esu Adapter kann man den schwarzen Kunststoffträger der Stiftleiste abziehen, dann lässt sich der Adapter bündig aufstecken. Die Höhe würde für einen Loksound 5 micro ausreichen, nur die Länge nicht, da müsste man einen nano nehmen oder etwas an dem Bogen vom Chassis weg fräsen. Es gibt auch von Zimo aus der MS Serie keine reinen Plux12 Sounddecoder, diese basieren auf einem E24 Adapter. Jedenfalls entfällt in beiden Fällen die Problematik mit dem Vcap.
Grüße, Peter
Habe unlängst eine Piko E18 auf Sound umgerüstet.
Habe dazu einen D&H SD16A verwendet.
Die von Piko leider nicht vorgesehenen Anschlüsse habe ich direkt am Sounddecoder angelötet.
Das geht bei dem SD16A ganz gut.
https://youtu.be/ib4BG2_DVCY?si=V5oCjSO5cdgpQuoo
Veile Grüsse
Dieter
Wie ist das nun mit V+ versus Vcap beim SD16? Es scheint ja eigentlich erst bei der Zimo MS Serie ein Thema zu sein.
Grüße, Peter W.
Die neuen "Verbraucher" sind an die zusätzlichen Lötpads auf der Unterseite der Lokplatine gelötet. Der LS ist übrigens an die Pinfüße der Schnittstellenbuchse gelötet. Die zwei sind nämlich nicht herausgeführt:
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Die Ladeschaltung hat noch neben die zwei Kondensatoren hinter FS2 gepasst:
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Decoder ist noch nicht verbaut. Und damit warte ich auch erstmal. ich könnte es höchstens mit einem SD16A testen. Den müsste ich dann aber woanders ausbauen. Darauf hab ich aber grad keine Lust. Dann warte ich ersmal noch auf Rückmeldung wg. Zimo.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Danke für das Foto. Leider kein Jumper zu sehen. Eventuell hätte ich auf der Oberseite eine Durchkontaktierung über dem Pin 6 erwartet.
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laut D&H-Doku ist beides einfach V+ bzw. in der Anleitung als "VS" bezeichnet.
Gruß
Andi
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beim MS481 darf ELKO Plus (Pin 6) nicht über die Lokplatine mit Spannung versorgt werden. Gut, dass du die E 18 mit dem MS481P16 noch nicht aufs Gleis gestellt hast, sonst hätte es passieren können, dass bei deinen 18 V am Gleis die internen 16 V Tantals am MS481P16 geknallt hätten.
Hast du schon ausgemessen womit der Widerstand RX verbunden ist? Laut dem Bauteilaufdruck hat er 0 Ohm.
Falls du die Verbindung von Pin 6 mit Pin 9 nicht entfernst, wäre der MS540P12 noch eine Alternative, sofern die Höhe des Decoders kein Problem ist. Die E24 ist flacher als die Next18. Der MS540P12 ist ohne den Stiften, die in der Lokplatine verschwinden, 3,3 mm hoch. Eine Ladeschaltung für 16 V Kondensatoren hat er ebenso.
LG
Markus
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Hast du schon ausgemessen womit der Widerstand RX verbunden ist? Laut dem Bauteilaufdruck hat er 0 Ohm.
RX hat Durchgang zu Pins6 und 9. nach dem Messen hab ich ihn ausgelötet (ohne Spezialwerkzeug nicht schön). jetzt ist der Kurzschluss zwischen Pins 6 und 9 weg. Das Ding war also der gesuchte Jumper!
Vielen Dank Markus für die Adleraugen!
Damit kann ich meine kleinteilig zusammengefiezelte Ladeschaltung inkl. Platine wieder rausschmeißen und den MS481P16 wie vorgesehen einsetzen.
Ich hab mir nochmal 5 Minuten Mühe gemacht um die Lötpads bzw. den Anschluss an der Lokplatine der E18 für mich und die Nachwelt zu dokumentieren (Ich hoffe, man kann das komprimierte Bild noch erkennen...)
Gruß
Andi
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zuerst ein gutes neues 2026 an alle Foristen!
ich muss den Thread wieder nach oben holen, da ich mit der Piko E 18 (in meinem Fall eine BR218) mittlerweile schon einen SD16A und auch einen Piko Plux12 gekillt habe. Eigentlich kann man ja nicht viel falsch machen: Decoder einstecken und los geht's! Aber leider nicht mit dieser Karre...
Ich hatte den LS, wie aus in einem anderen Faden beschreiben, unter dem Führerstand verbaut und auch, als Empfehlung von 1001 Digital, die gesamte Motorentstörung entfernt. Den LS habe ich direkt auf der Platine an den entsprechenden Pins angelötet.
Damit ist die Lok dann leidlich gefahren, der Decoder allerdings sehr heiß geworden. Und nach einigen Runden Einfahren war dann finito, nichts ging mehr, selbst das Auslesen der CV1 unmöglich.
Mit dem Plux 12 hat sie dann nicht mal mehr eine Runde geschafft. Ich habe das Teil jetzt entnervt in die Vitrine verfrachtet, das soll aber kein Dauerzustand sein.
Daher meine Frage an alle Experten: welches Problem hat das Ding?
Danke und Grüße
Erik
Bitte messe mal bei LEERER Schnittstelle nach, ob es zwischen Motor- und Schienenanschlüssen ungewollte Verbindungen (Kurzschlüsse) gibt. Das hatte ich bei PIKO schon zweimal. Einmal ist mir dabei der Decoder gestorben. Das Modell (442) habe ich zu PIKO geschickt. Sie haben die Platine gewechselt und einen neuen PIKO-Decoder eingebaut, alles auf Gewährleistung, obwohl es ein Fremddecoder war (D&H).
Generell gilt: Nach Decodereinbau ZUERST die Adresse auf dem Programmiergleis auslesen. Erst wenn das fehlerfrei geht, die Gleisspannung einschalten und fahren. Wenn nicht, zuerst den Fehler suchen.
interessante Information, offenbar ist das beim 442 bekannt- jetzt verstehe ich weshalb in einem lokalen Gebrauchtmodellbahnladem ein 442 im Schaufenster steht wo ein Zettel auf der Verpackung klebt mit der Aufschrift "DSS okay". Von anderen Piko Modellen kenne ich das nicht und habe das ehrlich gesagt auch nicht geprüft.
Bekannt ist allerdings bei der E18, dass sich Zimo Decoder mit der Entstörschalrung schwer tun, zumindest die MX Serie. Siehe 1001-digital. Bei DH und Esu gibt es keine Probleme, bei letzteren muss man halt wie üblich an den CVs herum kurbeln.
Grüße, Peter W
werde ich nachmittags probieren. Ich hatte allerdings vorausgesetzt, dass ich das bei einer verbauten Schnittstelle nicht machen muss. Analog fährt die Lok problemlos, nur nützt sie mir so gar nichts. Es kann also gut sein, dass einer oder beide Motoranschlüsse Kontakt zu irgendwas anderem haben, so etwas wäre im Analogbetrieb kein Problem.
Ich hatte die Moba ca. 2 Jahre nicht benutzt und habe die jetzt wieder in Betrieb genommen. Auch im 1zu160 Forum war ich längere Zeit nicht dabei.
Wenn ich meinen Fall betrachte und dann hier im Forum einige Beiträge lese, bin ich schon wieder frustriert, dass man heutzutage so viel Murks verkauft bekommt und bei vielen Sachen selbst nachbessern muss, damit die Modelle zufriedenstellend funktionieren.
Grüße
Erik
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