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THEMA: Dampfloks LED Beleuchtung nachrüsten / Farbe / Befestigung

THEMA: Dampfloks LED Beleuchtung nachrüsten / Farbe / Befestigung
Startbeitrag
Dalmi - 13.10.25 14:33
Hallo zusammen,
bei manchen Dampfloks soll (fummligerweise) LED-Beleuchtung nachgerüstet werden, wo keine vorhanden ist oder vom Hersteller nicht vorgesehen ist. Dabei kommen jetzt einige Fragen auf, die sich beim Üben an einem alten Gehäuse ergeben haben.
Neben der richtigen Größe (ich gehe davon aus, das am Besten die Baugröße 0402 zu verwenden ist) stellt sich zuerst die Frage nach dem richtigen Farbton - Warmweiß oder dieses Sunnywhite oder????? Kommt natürlich bestimmt mit auf das Vorbild an, ob jetzt schon Glühlampen oder noch Petroleumlampen verwendet wurden. Gelb ist komplett falsch....
Dann kommt die nächste Frage auf. Wie bzw. womit verklebt man am Besten die kleinen LEDs in den Loklaternen? Alleskleber? Man muss den Kleber ja auch irgendwie sauber hineinbekommen.....
Dann hatte ich irgendwo gelesen, das man zum Abschluss zur Nachbildung des Glases Micro Kristall Klear nehmen soll -hat das schon jemand so gemacht und kann es weiter empfehlen?
Ich hoffe, ihr könnt helfen.
Beste Grüße
Andreas

Hallo Andreas,

da hast du dir eine sportliche Aufgabe gesetzt. Wenn ich dich richtig verstehe, dann sollen die LED direkt in die "Lampen" der Dampflok. Ok, du gewinnst Platz durch die wegfallenden Lichtleiter, aber: der Knackpunkt ist die Verdrahtung, denn alle Lampen sitzen im Lokgehäuse, der elekrische Anschluss muss demnach vom Chassis nach "oben" gelegt werden. Danach kannst du nicht mehr den Kessel vom Chassis trennen, egal wie lang oder kurz die Drähte sind. Ich bin mal an dieser Aufgabe verzeifelt und habe dann im Lampensockel eine LED montiert. Dann hast du immer noch die Lichtleiter und die sollten natürlich in Ordnung sein. Eine SMD Led fällt dann aus da sie nur in eine Richtung strahlt. Am geeignetsten ist eine 3mm LED (diffus), den Kragen wirst du abschleifen müssen (geht mit einer Schlüsselfeile recht gut) und die Aufnahme der Lok muss um 0,2 mm erweitert werden. Das das nicht im montierten Zustand geht ist klar, also muss die Lok komplett zerlegt werden.

Auch diese Variante ist schwierig genug und ich bin dazu übergegangen, mich von LED in Dampfloks zu verabschieden.
Ich tausche (um mehr Licht zu haben) die originalen Lampen gegen eine 6V Variante aus, die ich dann sogar noch dimmen muss. Aus dem Decoder kommen (bei mir) nur 6V = für das Licht, gedimmt liegen dann an der Lampe nur 4V = an.

Ansonsten viel Spaß beim Basteln und vor allem viel Erfolg
Freddie
Hallo Andreas.

Generell kann man ja Glimmlämpchen gegen LEDs tauschen. Aber dieses direkt in die Lampen einbauen zu wollen, großes Risiko und Gefummellei. Warmweiß wäre da angebracht, aber den Vorwiderstand nicht vergessen.
Warum ersetzt du nicht am gleichen Ort wo das Glimmlämpchen saß, eine LED ein?
Dann kann man auch eine größere Bauweise verwenden.
Ich würde mir dieses nicht zutrauen.

Gruß Klaro

Hallo Andreas,

ich habe bei allen Loks die Glimmlämpchen gegen LED ausgetauscht und dazu eine LED mit Vorwiederstand an den Ort verlegt, wo zuvor die Glimmlampe sich befand. Der Lichtleiter blieb erhalten.

Einzig bei den beiden BR 96 von Arnold und der BR 80 von Fleischmann habe ich die LED's direkt in die Lampen verbaut.
Bei der BR 80 musste ich zuvor Aussparungen in den Rahmen feilen und die LED's von hinten in die Lampen kleben. Als Verbindung zwischen Gehäuse und Rahmen habe ich eine Ministeckleiste verwendet. Als Gläser habe ich Weißleim verwendet, der klar austrocknet. Bei einer BR212 habe ich kleine Lampenplatinen und sehr kurze Lichtleiter eingesetzt, auf denen die LED's gelötet wurden und dann die Lampen im Gehäuse durchbohrt.

Grüße
Christian

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Hallo,
Danke schon einmal für die Antworten und Anregungen.
@Freddie und Klaro: Ich möchte und will keine Lichtleiter ersetzen. Ich wollte nur da LEDs einsetzen, wo,es noch gar keine Beleuchtung gibt wie z.B. bei der BR91, wo es hinten noch gar keine Beleuchtung gibt. Da sind einfach nur Attrappen vorhanden - sogar richtig hässliche. Wo Lichtleiter sind, sollen dann auch LEDs eingebaut werden, die eventuell dann direkt auf die Lichtleiter aufgeklebt werden. Beispielhaft bei der BR91 funktioniert das natürlich auch nur mit den einzelnen LEDs, weil der originale Motor durch einen GAM ersetzt wird.
@Christian: Danke für den Tipp mit Weißleim als Glasersatz. Und womit hast du die LEDs festgeklebt?
Beste Grüße
Andreas
Hallo Andreas,

die LED's in der BR 80 habe ich mit Sekundenkleber fixiert. Die Lackdrähte mit UHU Allzweckkleber, da Sekundenkleber die Isolierung auflöst an den Lackdrähten. Bei den anderen Dampfloks in der Front überhaupt nicht und im Tender auch oft nicht, wenn ich die Originalhalterung nicht verändert habe.
Die LED mit Widerstand halten oft in den Aufnahmen ohne eine Fixierung. Wichtig ist nur die elektrischen Kontaktflächen vor dem Einbau mit Lack abzudecken...ich nehme dazu Ausbesserungslack für PKW's.

Grüße
Christian
Hallo Christian,
Danke dir - gerade auch für die fast versteckten Ratschläge. Die Kontaktflächen der LEDs abdecken mit Lack - klar, ist logisch, aber hätte ich nie dran gedacht. Auch das Sekundenkleber die Isolierung der Lackdrähte anlöst - wäre ich nie drauf gekommen. Vor allem, weil das dann später Fehlerquellen sind, die man fast nie findet.
Dann werde ich mal Versuche machen an „Schrottloks“, bevor ich mich an die umzubauenden Loks herantraue. Ich werde dann auch mal Vergleiche machen mit dem Weissleim und dem Micro Kristall Klear als Glasersatz. Da bin ich selbst gespannt drauf.
Bleibt dann nur noch die richtige Farbe bei den LEDs und natürlich die richtige Größe beim Vorwiderstand - es soll ja nicht zu hell werden. Da ist wohl eher „funzeliges“ Licht angesagt.
Beste Grüße
Andreas
Hallo Andreas,

SMD LEDs sind Gott sei Dank so billig geworden, dass man nicht mehr zuviel Lehrgeld zahlt, wenn mann mal was falsch macht. Ich hole meine LEDs bei Ebay, auch mit Drähten... billiger als beim Modellbau Händler... genau wie Microbrush zum reinigen.
Zu den Farben der LEDs
Kaltweißes hat viel blau dabei
Neutralweiß benennt mancher Händler LEDs mit weniger blau
Warmweiß ist m. E. für Dampfer noch zu kalt
Sunny white wird dann schon gelblich, da geht's los für Dampfloks
Golden white deutlich gelblich
Manche Händler geben dann auch "super" davor, aber bedeutet halt nur extra mehr gelb.

Die heutigen SMD LEDs sind so lichtstark, dass es m. E.  wenig Sinn macht Vorwiderstände zu berechnen. Das Ziel ist ja nicht eine besonders helle Kontrollleuchte zu bekommen, sondern das richtige Lichtambiente.

Ich benutze daher ein Potentiometer um die gewünschte Helligkeit einzustellen und dann messe ich den eingestellten Widerstandswert um den richtigen Festwiderstand einzubauen. Vorsichtshalber hab ich am Poti immer einen mindestens 1kOhm Festwiderstand in Reihe geschaltet, falls ich mal zuweit am Poti Richtung 0 Ohm drehe... 20mA maximaler Strom ist an Standard LEDs erlaubt.
Meine Arnold Lichtsignale haben inzwischen auch alle SMD LEDs bekommen, weil nach einiger Zeit immer die roten Glühlampen durchgebrannt sind.

Viel Erfolg

Peter



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