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THEMA: Weichen digital oder analog verdrahten und schalten

THEMA: Weichen digital oder analog verdrahten und schalten
Startbeitrag
GrafKrolock - 21.05.25 13:04
Hallo zusammen,

aktuell befindet sich meine neue Anlage ja in Verdrahtung, die an die 20 Weichen aufweist. Der Fahrbetrieb wird aus diversen Gründen (Fahrzeugpark etc.) analog sein, aber nachdem ich nun recht mühselig die einzelnen Gleisabschnitte verdrahtet habe, komme ich bei den Weichen (und ferner Signalen) ins Grübeln, denn dort ist ja noch weit mehr Kabelage nötig.
Grundsätzlich ist mir ein riesiger Haufen alter Arnold-Weichenschalter mit Rückmeldung zugefallen, sodass das Material für ein analoges Gleisbildstellwerk vorhanden wäre.
Dennoch stellen sich mir folgende Fragen, ob Digital nicht besser wäre:

1. Würde die Nutzung von Digitalequipment für die Magnetartikel die Verkabelung wesentlich vereinfachen? Die Weichendecoderblöcke würden ja näher an den Weichen montiert sein.

2. Kann die Digitaltechnik Rückmeldung, weiß der Controller oder PC, wie eine Weiche wirklich steht (z.B. nach manueller Umstellung)?

Die weiteren Vorteile, z.B. das Realisieren von Weichenstraßen oder automatische Kopplung einzelnen Weichen/Signale/Gleisabschnitte sind sicherlich nett, aber für mich aktuell nicht entscheidend.
Was sagen die Experten?

Viele Grüße
Falco

Hallo Falco!

Die Umstellung auf Digitalequipment würde die Verdrahtung nicht unbedingt vereinfachen, aber wesentlich verkürzen. Denn Du bräuchtest die Kabel nur noch zum Decoder zu ziehen, nicht mehr zu den Schaltern. Und im Stellpult würdest Du die Schalter an ein Tastermodul anschließen. Ein Bus-Kabel würde die Schaltbefehle vom Tastermodul zu den Weichendecodern befördern.

Ein PC wird über ein Interface einbezogen. Evtl. ist das in der Digital-Zentrale bereits enthalten. Oder Du nimmst ein Interface, das gleichzeitig als Zentrale für das Schalten und Melden fungiert. Alle Befehle, die über den Bus gesandt werden, werden vom PC wahrgenommen. Das manuelle Schalten einer Weiche natürlich nicht, weil davon der Bus nichts mitbekommt. Natürlich könntest Du an jede Weiche auch noch Module anschließen, die die Weichenstellung melden, sofern der Weichenantrieb das erlaubt. Aber ich halte das, ehrlich gesagt, für "overdressed". Ich habe auf meiner Anlage deutlich über 100 Weichen ohne Weichenlage-Kontrolle. Funktioniert problemlos.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Falco,
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Falco

Würde die Nutzung von Digitalequipment für die Magnetartikel die Verkabelung wesentlich vereinfachen?


das ist abhängig von deinen Gleisen. Ich benutze KATO und da werden die Digital-Decoder in die Weichen eingebaut (gelötet). Dies erspart mir, passende Löcher in die Grundplatte zu bohren und das Verlegen von Kabeln. Funktioniert bisher fehlerfrei. Rückmeldung der Weichenstellung nicht möglich.

Gruß Uli
Hallo zusammen,

meine pers. private Meinung dazu?
Ich bin "Extremanalogbaher" würde aber aus heutiger sich bei mehreren Gleisen / Bhf / und/oder Weichen zu Digi tendieren.
NICHT wegen der Strippen sondern alleine wegen der Schalter im STW und dessen Wirrwarr.
Fahrstrassen etc etc lassen sich leicht einrichten
Alleine ein Umbau macht das analoge STW zur Makulatur.
Ich hatte Schalterdefekte und einen Fehler im GPL.
Das Wechseln, löten und Bohren um nachgang mit der Frickelei an der Oberseite des Spurplanes - Ein Horror
Ja das geht aber auch dieser Erfahrung raus würde ich heute STW + Wechen digital machen

Gruß
Wutz


Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

2. Kann die Digitaltechnik Rückmeldung, weiß der Controller oder PC, wie eine Weiche wirklich steht (z.B. nach manueller Umstellung)?



Nein

Grüße Michael Peters
Hi,
ich habe mir zuerst ein analoges Stellwerk mit Gleisbild gebaut. Ich fand es schöner, auf richtige Schalter zu drücken.
Nach einem Umzug nutze ich jetzt das Z21 Stellwerk auf einem alten iPad. Die Decoder kosten natürlich. Aber ich bin sehr zufrieden. Und mit den Weichenstraßen fahre ich nie mehr eine Weiche auf.
Grüße
Sebastian
Das Mischen beider Welten ist am Ende eine unrunde Sache. Entweder man baut Alles um, oder baut klassisch, was aber kein Zukunftsmodell sein wird. Da die MoBa Industrie auf digital umgestiegen ist. Analog läuft aus, ist nur noch ein kaufmännischer Mitnahmeeffekt von / für Altanlagenbetreibern. Digital ist Analog im Betrieb einfach überlegen. Aus heutiger Erfahrung bin ich froh umgestiegen zu sein!
Hallo Falco,


der Beitrag #2 von Uli funktioniert bei Dir so nicht. Seine Decoder beziehen den Strom aus dem Gleis. Bei Dir liegt da aber kein Digitalsignal drauf, weil Du ja analog fahren willst.

Du müsstest jeden Weichendecoder zusätzlich mit einer 2-adrigen Leitung mit Digitalstrom versorgen.


Grüßle


Ralf
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

2. Kann die Digitaltechnik Rückmeldung, weiß der Controller oder PC, wie eine Weiche wirklich steht (z.B. nach manueller Umstellung)?



aber analog kann das wenn die Weiche eine Endabschaltung hat, hab ich vor ein paar Jahren hier schon mal getippt:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1170931#aw7

Für meine Winteranlage hatte ich damals die gleiche Fragestellung, auf der konnte ich mit digitalen Loks mit der alten IB fahren. Die Weichen im Schattenbahnhof wollte ich aber sehen wie sie stehen weil von vorn nicht einsehbar. Also, GBS gebaut und jede Weiche ein Taster und zwei LED daneben, fertig. Falls du nicht genau weißt wie dann kann ich dir das Prinzip skizzieren.
Hintergrund der Funktion ist, dass immer nur eine Spule der Weiche mit dem Rückleiter (ich nennen den jetzt mal minus) verbunden ist. Die andere Spule hat keinen Kontakt. Wenn man jetzt eine Lampe am Taster im Stellpult nach plus schaltet dann fließt solange der Taster nicht gedrückt wird über die Lampe und dann die niederohmige Spule nach minus. Probier das mal aus, das funktioniert super.
Wenn du also eher an einer echten Rückmeldung interessiert bist als an Fahrstrassenschaltung, Automatikschaltungen oder gar Start-Ziel Fahrstassenfunktion dann bist du mit den zwei Drähten von jeder Weiche zu einem Stellpult besser dran.

Ich selber habe bei meiner aktuellen Anlage drauf verzichtet. Zum einen sehe ich meist wie die Weiche steht und, ich höre es...
wie?
Die Anlage wird digital geschaltet und dabei gehen die Stellbefehle nacheinander raus. Da ich nicht jede Weiche einzeln schalten will hab ich mich vor vielen Jahren als DDC noch in den Kinderschuhen gesteckt hat für den Selbstbau von Weichendecodern nach MM-Protokoll entschieden. Die funktionieren jetzt seit 35 Jahren. Meine selbstgebaute Zentrale war irgendwann kaputt wegen EPROM Defekt, Ersatz dieser ist jetzt eine alte Märklin Zentrale. An der sind über den S88 meine Taster im Stellpult angeschlossen und die wertet ein uraltes Programm (lief schon unter Win 3.0) aus und stellt mir meine Weichen und Signale und auch fahrstrassenabhängig Relais, die die Fahrspannung auf die einzelnen Abschnitte verteilt. Das klappt so gut, dass ich nicht mehr brauche. Eine Umbau der Gleisanlagen ist nicht angedacht und solange die Technik funktioniert ist das gut so. Lange Rede, kurzer Sinn, Im GBS hab ich Start-Ziel-Tasten für Rangierfahrstrassen und einfach Tasten für die Fahrstrassen über die mein analoger automatischer Streckenblock fahren kann. Im Schattenbahnhof gibt es genau eine Taste für das jeweilige Gleis und ein Ausfahrtsignal.
Wenn du all das nicht brauchst oder möchtest dann bleib analog, dann hast du die Anzeige des tatsächlichen Weichenstandes. Und wenn du doch mal irgendwann auf digital umsteigst dann kannst du die Decoder auch da hin bauen wo deine Drähte von den Weichen jetzt ankommen.

Und jetzt eine Frage an die Digitalos: wenn ich eine S88 Rückmeldeeinheit über einen Optokoppler an die Weiche anschließe dann kann ich den Stand der Weiche ja schon zum PC melden. Gibt es denn Programme die dann diese Info auswerten können? Kann mir nicht vorstellen, dass das noch kein Programmierer auf die Idee gekommen ist. Das kategorischen "nein" unter #4 würde ich daher mal grundsätzlich in Frage stellen. Mein System könnte das, ich müsste nur in meinem Programm, also in dem was ich mit dem Texteditor bearbeite alla > wenn Kontakt 1 = 1 dann ist das Gleisstück XY belegt, also wenn ich da über meiner Weiche ein Stück Gleis einzeichne und das dann von einem Kontakt am S88 belege, ja dann würde das Gleisstück an der Stelle rot oder schwarz leuchten und ich hätte eine Anzeige... und wenn ich dann sage, dass ich diese oder jene Funktion nur ausführen will wenn die Weiche so oder so steht dann schreib ich das in meinen Text und dann macht die Kiste das.

Grüße Torsten

Hallo,

für und .....

ich tüftele nebenbei nach wie vor an meiner simplen Verdrahtung. Da meine NEB nicht als separate Strecke aus dem Hbf kommt, wie wohl bei den meisten Kollegen, sondern mittendrin aus der 2 Gl Strecke (eine Nachgeburt, die aus einer Notlösung entstand) habe ich am Abzweig der NEB mit lächerlichen 3 Weichen schon einen riesen Aufwand (analog)

Ich habe (ohne manuellen Betrieb und/oder Falschfahrten) schon 4 Betriebszustände.
Ja, das kann man mit relais lösen, wie ich das mache, doch eine Absicherung gegen Legen der Weichen bei Zugfahrten habe ich nicht - nur wenn ich aufpasse und Abzweig oder nicht anliegt sind die Blocks gesichert.

Zähle ich die Belegtleitungen für die Blocks etc hinzu, habe ich da zwei Hände voller Relais und dazugehörige Strippen.

Ich als Analogbahner denke eine digitale Lösung wäre hier zweckmässiger und einfacher in der Handhabe + Sicher

Aber bei mir ist in dem Bereich der Zug leider schon abgefahren.

Würde ich das heute neu aufrollen, dann digital

Gruß
Wutz

PS: Ich gebe aber zu, meine Schalterchen und LED mag ich schon auch sehr.....


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