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THEMA: Flm BR 210 (7370008) Kontaktprobleme und Führerstandsbel.

THEMA: Flm BR 210 (7370008) Kontaktprobleme und Führerstandsbel.
Startbeitrag
jay-em - 02.05.25 20:04
Hallo Dieselfreunde,

bei einer kürzlichen Sonderpreisaktion konnte ich mir die Anschaffung der BR 210 mit Sound (7370008) von Fleischmann nicht verkneifen. Passt zwar nicht zu meiner Anlage, aber was soll's....

Leider hat meine Lok ziemliche Kontaktprobleme. 4 Räder je Schiene, davon eins mit Haftreifen und beim Durchmessen stelle ich fest, dass je Seite ein weiteres Rad keinen Kontakt hat. Räder, Schleifer und Schienen sind sauber, der Schleifkontakt liegt an, aber: nichts. Auch Wackeln und axiales Verschieben des Radsatzes ändern nichts (der Schleifkontakt bewegt sich mit). Öl kann ich keines feststellen und über 30 Minuten Einfahren hat auch nicht geholfen.
Die Lok bleibt immer wieder stehen. Manchmal fährt sie nach einer Pause auch wieder weiter, meistens aber nicht. Licht und Sound gehen ebenfalls aus. Ein Einmessen für Traincontroller ist so nicht möglich.
Hat jemand ähnliche Probleme oder eine Idee, außer sie zurückzuschicken?

Falls jemand die in der Artikelbeschreibung erwähnte Führerstandsbeleuchtung bei der Funktionstastenbelegung vermisst: FA3 ist die Beleuchtung von Führerstand 2, FA4 die von Führerstand 1. Es gibt natürlich diverse Möglichkeiten, wie ihr die Ausgänge auf eine oder mehrere Funktionstasten legt. Zusätzlich müssen SUSI 1 Clock und Data auf Logikpegel gesetzt werden.
Aber erwartet nicht zu viel, der Lichteffekt ist sehr schwach.

Danke und viele Grüße
Jochen

Moin Jochen,

ja, das ist nicht ungewöhnlich.

Bitte reinige mal die Drehgestelle. Das musste ich auch bei einigen 218ern. Achsen mit einem mit Isopropanol getränkten Tuch abreiben. Auch die Innenflächen der Räder. Ebenso die die Schleifkontakte.

Auch mal auf die Kontakstreifen unter der Lok achten. Die mit einem Wattestbchen reinigen.

Gruß
Jürgen
Falls es sich trotz Reinigung nicht deutlich bessert und Du hast Lust auf eine kurzweilige Beschäftigung: Ich empfehle sehr gerne und immer wieder die direkte Verkabelung vom Drehgestellschleifer hinauf zur Platine. Die Kabel aber nicht zu kurz, um weiterhin das Drehgestell säubern zu können! Hat aus meinen Ruckelloks ganz andere Wesen gemacht. Ich hatte mir das bei Alt-Roco abgeschaut.

Gruß
Olaf

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Hallo Jochen
Ich hatte das gleiche Problem bei einer nagelneuen V100.53 Art.Nr. 721213.
Obwohl die Schleifer gut anlagen war kein Durchgang zum Schleifer zu messen.
Die sind bei der Lok übrigens per Kabel mit der Platine verbunden.
Also die beiden Achsen ausgebaut, die keinen Durchgang hatten und die Radrückseiten mit einem Glasradieren bearbeitet. Offensichtlich war die BRÜNIERUNG  Schuld am mangelnden Kontakt.
Wieder zusammengebaut und siehe da,
guter Durchgang zu allen Rädern einer Seite.
Danach lief die Lok problemlos auch in Kriechgeschwindigkeit.
Viele Grüße
Dieter
Hallo Jochen

Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Jochen

Wackeln und axiales Verschieben des Radsatzes ändern nichts (der Schleifkontakt bewegt sich mit). Öl kann ich keines feststellen und über 30 Minuten Einfahren hat auch nicht geholfen.
Die Lok bleibt immer wieder stehen. Manchmal fährt sie nach einer Pause auch wieder weiter, meistens aber nicht. Licht und Sound gehen ebenfalls aus. Ein Einmessen für Traincontroller ist so nicht möglich.
Hat jemand ähnliche Probleme oder eine Idee, außer sie zurückzuschicken?

Ich habe die gleiche Lok am Dienstag erhalten, mit exakt dem gleichen Verhalten. Überölt ist die Lok offensichtlich NICHT.

Am Mittwoch habe ich eine Reklamations-Email geschrieben, aber bis jetzt keine Antwort.

Dietrich
Hallo und danke für die schnellen und ausführlichen Antworten.

Die Verkabelung der Drehgestelle ist sicher einge gute Idee, aber das Problem sitzt irgendwo zwischen Rad und Schleifkontakt.  Selbst bei ausgebautem Drehgestell gibt es keinen Kontakt zwischen Rad und Schleifer. Laufflächen und Radrückseiten habe ich bereits mit dem Glasfaserradierer gereinigt, ebenfalls ohne Verbesserung. Wobei man durch das außermittige Zahnrad teilweise schlecht rankommt. Isopropanol werde ich mal ausprobieren.

Ich finde es interessant, dass man eine Lok mit Führerstandsbeleuchtung ausrüstet und sie dann im Dekoderprojekt vergisst umzusetzen...

Ein schönes Wochenende!
Jochen
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: Dieter_n

Ich hatte das gleiche Problem bei einer nagelneuen V100.53 Art.Nr. 721213.
Obwohl die Schleifer gut anlagen war kein Durchgang zum Schleifer zu messen.
Die sind bei der Lok übrigens per Kabel mit der Platine verbunden.
Also die beiden Achsen ausgebaut, die keinen Durchgang hatten und die Radrückseiten mit einem Glasradieren bearbeitet. Offensichtlich war die BRÜNIERUNG  Schuld am mangelnden Kontakt.
Wieder zusammengebaut und siehe da,
guter Durchgang zu allen Rädern einer Seite.
Danach lief die Lok problemlos auch in Kriechgeschwindigkeit.




Hallo Dieter,

danke für den Tipp. Das könnte natürlich auch bei der 210 das Problem sein. Bei meiner 211 ist die Stromabnahme auch noch nicht optimal. Die Drehgestelle waren in Öl gebadet und es musste erstmal. Die Drehgestelle werden ich nach deinem Tipp nochmal öffnen und die Räder mit einen Glasradierer nacharbeiten.

Grüße
Markus
Hallo zusammen,

wie oben schon geschrieben. Einfach die Drehgestelle zerlegen und reinigen. Das Problem sitz dort. Eine Kabelverbindung zur Platine löst das nicht. Das habe ich bei drei 218ern machen müssen. Die fahren jetzt alle.

Das ist irgendwie ein Phänomen neuer FLM Loks.

Gruß
Jürgen
Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name: Jürgen

Das ist irgendwie ein Phänomen neuer FLM Loks.



Hallo,

in den neuziger Jahren gab es in Eisenbahnzeitschriften viele Leserbriefe da Roco in HO brünierte Räder eingeführt hatte und die Stromabnehme sich massiv verschlechterte. Aus Fehlern lernt man offenbar nichts. Die Geschichte wiederholt sich leider. ROFL.

Grüße
Markus
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

gab es in Eisenbahnzeitschriften viele Leserbriefe da Roco in HO brünierte Räder eingeführt hatte und die Stromabnehme sich massiv verschlechterte. Aus Fehlern lernt man offenbar nichts. Die Geschichte wiederholt sich leider.



Hi Markus,
da bin ich wieder einer der MoBahner, die großen Wert auf brünierte Radsätze bei Loks + Wagen legen und ich akzeptiere die Notwendigkeit einer Einfahrzeit. Kaum etwas sieht gespenstiger aus als silbern glänzende Rollen. Vielleicht hat man das Material in den beschriebenen Fällen etwas zu lange in der Chemikalie gebadet ("über 30 Minuten Einfahren hat auch nicht geholfen"). Je nachdem, was der Grund in jedem Einzelfall für nicht rund laufende Maschinen ist.

Mit älteren Loks aus den 90ern, 2000er Jahren hatte ich keine Probleme nach einer Einfahrzeit, was brünierte Räder betrifft. Ich betrachte das nicht als "geschichtlichen Fehler".

Einen schönen Gruß
Olaf
Hallo Olaf,

die brünierten Radreifen sind gerade in der Spur N mit den hohen Spurkränzen sehr Vorteilhaft und kein Fehler. Da gab es bei Fleischmann zu Nürnberger Zeiten nie Probleme. Dass Loks zuerst mal eingefahren werden müssen ist normal. Aber das Demontieren und blank machen der Räder mit Glasfaserstiften oder Roco-Rubbern damit erstmal ein elektrischer Kontakt zustande kommt ist nicht normal. Offenbar ist das Befreien von überschüssigen Öl und das "Blankmachen" der Radsätze der neue Standard für die Inbetriebnahme einer neuen Fleischmann-Lok.

Grüße
Markus
Hallo zusammen,

ich habe die Radsätze nochmal ausgebaut, die Innenseiten mit Glasfaserradierer, 1000er Schleifpapier und Isopropanol bearbeitet und die Lok fuhr etwas besser. Dann nochmal das gleiche Programm und inzwischen geht es einigermaßen, aber immer noch nicht perfekt. Zusätzlich ist sie inzwischen bestimmt eine Stunde eingefahren. Alle Räder haben Kontakt, aber sie bleibt bei Langsamfahrt immer noch ab und zu stehen.
Mit anderen Fleischmann-Loks hatte ich in letzter Zeit kein solches Theater.

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Jochen
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name: Dietrich

Ich habe die gleiche Lok am Dienstag erhalten, mit exakt dem gleichen Verhalten. Überölt ist die Lok offensichtlich NICHT.

Am Mittwoch habe ich eine Reklamations-Email geschrieben, aber bis jetzt keine Antwort.

Hierzu ein kleines Update:
- Am dritten Werktag erhielt ich eine Antwort und einen Rücksendeschein.
- Fünf Tage später war die Ersatzlok da und diese läuft sofort einwandfrei.

Dietrich
Hallo Dietrich,

danke fürs Update.
SIehst du irgendeinen Unterschied bei den Rädern oder sonstwo? So richtig überzeugt bin ich von meiner Lok noch nicht und vernünftig fahren sollte sie schon.

Danke und viele Grüße
Jochen
Hallo Jochen

Ich habe mir nun die Räder der neuen Lok angeschaut, kann aber aus der Erinnerung heraus keine besonderen Unterschiede erkennen.
Allerdings hat die neue Lok deutlich mehr Öl... Ich habe gleich mal das Gröbste abgewischt.

Dietrich


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