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THEMA: Umsetzung einer Hbf-Weichenstrasse, Peco-Polarisierung

THEMA: Umsetzung einer Hbf-Weichenstrasse, Peco-Polarisierung
Startbeitrag
Frodolf - 30.04.25 22:38
Liebe Gemeinde,

ich glaube, ich brauche eure Hilfe beim Bau meiner neuen Weichenstraße. Weil ich mich eine ganze Weile nicht mit der Thematik beschäftigen konnte bin ich mir nun wieder unsicher bzgl. der Polarisierungen. Anbei drei sehr unaufgeräumte Fotos des bisherigen Standes. Aufgrund des geringen Platzes (möglichst alle Weichen sollen in einem Segment von 100 cm Breite untergebracht sein) habe ich viele DKWs eingeplant. Ich habe nun alle möglichen Betriebssituationen durchgespielt und glaube, dass das so jetzt passt. Sieht für mich genug nach Hbf aus und überfordert hoffentlich nicht meine zittrigen Finger und geringe Geduld.

Kontext: von links kommen Gleis 1, 2 und 3 aus der weiten Welt X. Gleis 2 kann in beide Richtungen befahren werden und mündet weiter links in 1 und 3). Außerdem kommen Gleis 4 und 5 aus der weiten Welt Y. Gleis 6 ist ein Kopfgleis für die Nebenbahn. Sinn der Weichenstraße ist, dass jeder Zug aus X oder aus Y auf der rechten Seite nach B oder D ausfahren kann. Und umgekehrt natürlich aus A oder C kommend nach X oder Y kann. Außerdem sollte möglichst jedes Gleis vom Betriebswerk aus erreichbar sein. Die unbenannten gelben Gleise dienen als Abstellgleise.

Wunsch ist außerdem, dass zwei Züge gleichzeitig auf einer Seite einfahren oder ausfahren können. In der aktuellen Konfiguration dürfte es sogar möglich sein, alle vier Gleise rechts gleichzeitig zu bedienen.

Zur Technik: Ich verwende Unifrog- und Electrofrog-Weichen von Peco mit MP1/MP5-Antrieben. Dazu GBMs und LightControl von Fichtelbahn, mit denen ich bisher sehr zufrieden bin.

Allerdings frage ich mich nun, wo ich Isolierverbinder verwenden soll und wo nicht. Fichtelbahn empfiehlt ja das beidseitige Isolieren, also eine Trennung im "Plus"- und im "Minus"-Gleis, aber das klingt für mich nach recht viel Verkabelungsaufwand für viele sehr kleine Abschnitte (bspw. die Enden von Unifrog-Weichen mit ab Werk eingebautem "Digitalschnitt". weichenplanung03.jpg zeigt, wo ich glaube, dass Schnitte nötig und sinnvoll sind. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir sagen könntet, ob das so okay ist oder wie man es besser machen kann.

Vielen Dank!
Florian

PS: hier gibt's die Bilder in hoher Auflösung: https://imgur.com/a/SbGIMCu

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Hallo Florian,

mir fällt der "Knick" auf zwischen DKW 2 und DKW 3. Ob das betrieblich gut geht?

Oder ob dort Entgleisungen, Überpufferungen, Entkupplungen oder/und Hängenbleiben von Loks vorprogrammiert sind?
Zumindest wird es unschön aussehen, wenn sich ein Zug aus langen Wagen darüber "schlängelt".

Außerdem: im Verein hatte einer eine Peco-DKW auf einem Modul verbaut und dort kam es immer wieder zu Entgleisungen.
Für mich war dadurch klar, dass ich keine DKW oder EKW verbauen werde.

Es ist natürlich schwierig, deine Weichenstraße nur mit EW umzusetzen.
Aber an deiner Stelle würde ich zumindest die DKW 1, 3 und 4 durch einfache Weichen ersetzen.

Fahrdynamische Grüße!
Hallo Florian,

also ich würde auch versuchen die eine oder andere DKW einzusparen. Ich habe zwar bei mir keinerlei Probleme mit Peco-DKW's bezüglich Entgleisungen, aber im geraden Strang ist doch ein ungeführter Bereich, so dass es zu Entgleisungen kommen könnte. Ich fahre 2-Meter-Züge gezogen und geschoben und habe noch keine Entgleisungen gehabt.
Weiter kann ich dir empfehlen beim Gleisbau so viel wie möglich an Stromunterbrechungen einzubauen und Kabel anzulöten. Du hast den Vorteil später - wenn's mal raucht - deine Anschlüsse neu zu verschalten. Die gemeinen Fehler stellen sich meist erst im Betrieb ein. Die Peco-Weichen haben den Vorteil, dass sie schon überall da elektrisch getrennt
sind, wo es sinnvoll ist. Da ist kein weiterer Schnitt nötig.

Aus welcher Ecke von Bayern kommst du?

Grüße Thomas
Moin,

aus meiner Erfahrung kann ich Dir auch nur raten, weniger DKW zu verwenden und diese wo immer möglich durch Weichen zu ersetzten. Ich zahle gerade wieder Lehrgeld und baue um.
Zur Verlegung von Peco-Weichen habe ich hier etwas geschrieben: https://www.mobablog.info/blog.php?id=2918 und https://www.mobablog.info/blog.php?id=2919
Zu Deiner eigentlichen Frage: jedes Herzstück muß von beiden anliegenden Schienen getrennt werden. Das ist die Minimum Anforderung. Für die GBM mußt Du Dir überlegen, welche Weichenstraße nicht gleichzeitig durch mehr als einen Zug befahren werden dürfen, die können an einem GBM hängen.

LG Rimbert
Hallo Florian,

zu den Trennstellen - wenn ich nichts übersehen habe - wird das funktionieren.
Die Trennstelle zwischen Gleis 4 und DKW2 sitzt auf der Trennkante - damit verschenkst du Bahnsteiglänge.

Warum willst du unter allen Umständen die komplette Weichenstrasse auf das 100cm Segment quetschen?
Deine Gleise und Weichen sind sicherlich noch nicht fest verlegt - dafür sprechen manche unschönen Knicke an den Weichen DKW.

Ich geb #1 Recht mit dem Geschlängel,
Schlimmer finde ich das Enfahrgleis über EWR1 / DKW1 in Gleis 5.
Ich halte es immer mit Versuch macht Klug.
Markiere den Streckenverlauf von diesem Gleis auf der Platte - nimm die Weichen und DKW von den Platte und lege Flexgleise genau auf den markierten Streckenverlauf.
Dann einen Zug (ohne Lok) aus 4-5 langen Personenwagen draufstellen und mit bisschen Geschwindigkeit darüberrollen lassen. Achte dabei auf die Flucht der Wagendächer - das wird die Schlange, die sich drüber schlängelt.

Die Ausfahrt zum BW, EKW und EWR3 auf's rechte Nachbarsegment verschieben bringt dir einiges an Platz um eine harmonischere Weichenstrasse zu legen.

Zu den Weichen und DKW - ich hab auch einige direkt an der Modultrennkante, teilweise auch die Länge angepasst
( bisschen verkürzt / verlängert ) - saubere und genaue Arbeit vorausgesetzt, läuft das einwandfrei.
Und ich fahre auch mit original langen Zügen darüber.

Über die Nacharbeit an Weichen und speziell den DKW (für sicheren Betrieb) und evtl. am Rollmaterial weisst du Bescheid?

Zu den Stromeinspeisungen - kann man nicht genug haben.
Bei mir hat jedes einzelne Gleisstück und sogar jede Weichen - und DKW Zunge eine eigenen Einspeisung.
Ist beim Bau deutlich mehr Arbeit, ersparte mir aber beim Betrieb Überraschungen mit Stromproblemen.
Gruss Klaus
Hallo Florian,

ich hoffe auch, daß die Gleislage noch nicht final ist. Du solltest mal probieren, DKW1 und DKW2 ein bißchen im Uhrzeigersinn zu drehen und DKW3 weiter nach rechts unten zu schieben. Auch EW2 würde ich ein bißchen weiter nach unten schieben, sodaß der Abzweig in einer Linie mit der Bahnsteigkante liegt.

Klaus
nimm doch irgendein (Demo-)Planungsprogramm und "schubse" dort die Weichen hin und her, bis all die bisher beschriebene Knicke weg sind. Vor allem auch auf Zwischengerade bei den Weichen achten, um S-Kurven zu vermeiden

helko
Vielen Dank für eure Hinweise! Ich habe noch überraschend viele einfache Weichen gefunden und die meisten DKW damit ersetzt (braucht jemand DKW? ;)). Die etwas kürzeren Bahnsteige nehme ich für mehr Betriebssicherheit in Kauf, denn ich habe wirklich keine Lust, das nochmal zu bauen (das ist schon der zweite Versuch an dieser Stelle, nachdem sich die Grundplatte gewölbt hatte). Auf Gleis 1 und 3 sollen 14-teilige ICE halten, da darf ich höchstens bis zur Segmentkante gehen. Bei Gleis 4 und 5 hab ich hinten raus noch etwas mehr Spielraum.

Eins vorweg: die ganze Weichenstraße und die Gleisreste liegen nur lose drauf, deswegen nicht zu genau hinschaun!
Da einige der Weichen bereits in Gebrauch waren und mir schonmal eins der Drähtchen abbrach, will ich nicht noch mehr unnötig dran rumbiegen.

#1 Der Knick sollte eine kleine Kurve werden. Final werde ich natürlich versuchen, keine Knicke und scharfe Kurven einzubauen.

#2 Vermutlich nur eine Busfahrt von dir entfernt ;)

#4  Die Trennstelle an der Segmentkante war beabsichtigt, da ich mir dann noch eine Trennung spare und außerdem die Lok ja sowieso nicht direkt an der Weiche halten soll. Hat sich durch die Umstellung nun aber erübrigt.
Bei der Kurve zur Drehscheibe hab ich nicht mehr viel Spielraum, vielleicht werde ich die zwei Ewl da oben dann doch wieder durch eine DKW ersetzen. Zu 80 % wird da eh nur der Zug zu Gleis 1 drüber rauschen.

Mit Nacharbeiten meinst du das Herzstück vertiefen bzw. Spurkranz schleifen?

#6 Ich hatte das ganze schon in 3D-Modellbahnstudio gebaut aber irgendwie die aktuelle Projektdatei verloren, kA wie ich das verbockt habe. In der Windows-VM stürzt mir das Ding grad eh ständig ab, deswegen wärs mir nichtmal eine große Hilfe gewesen.

Florian

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Moin Florian,

Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name:

Zu Deiner eigentlichen Frage: jedes Herzstück muß von beiden anliegenden Schienen getrennt werden. Das ist die Minimum Anforderung.



ich präzisiere mal: wenn du Unifrog-Weichen verwendest, sind keine Trennungen nötig, bei allen anderen Weichen/DKWs/EKWs aber auf jeden Fall!

Gruß
Kai
wie lang ist das schwarze Teil. Vielleicht komme ich morgen im Zug zum Malen.
Hi Helko,
das Segment ist genau 100 cm breit. Da die Strecke diagonal verläuft sind es vom A bis zur Spax-Kiste 115 cm. Oder anders gesagt, der Gleis-1-Versatz vom unteren Rand beträgt rechts 23 cm und am linken Segmentende 73 cm.
Ob es genau passt? aber es kann ja angepasst werden, also nur Gedankenvorlage
- nur die DKW bzw. EKW sind benummert
- nur die langen Peco's
- Gleisradien 914 mm
- die Gleisabstände im Bhf sind 27 bzw 60 mm
- keine S-Kurven, Zwischengeraden ca 100 mm

Es sind immer Parallelfahrten von A/B bzw C/D möglich

Nachtrag:

Variante 2:
falls die oberen Bahnhofsgleise "Länge" bräuchten

Variante 3:
mit Hosenträger

Variante 4:
mit Hosenträger, Bogenweiche beim Bw


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Hallo Florian

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:


Mit Nacharbeiten meinst du das Herzstück vertiefen bzw. Spurkranz schleifen?



Entweder oder.
Ich hab alle DKW Herzstücke nachgearbeitet bis alles darüber lief.
Spurkranz abschleifen war für mich nie eine Option.
DKWs hab ich ca. 40 Stück im Bahnhof, Loks deutlich mehr auf der Anlage.
Und neue Loks nur nach evtl. Nacharbeit (Garantieverlust) einsetzten zu können - eindeutiges No Go.

Bei Verwendung von DKWs muss auch das Radsatzinnenmaß richtig eingestellt sein, sonst gibt's Kurzschlüsse beim Überfahren.

Gruss Klaus
@ Helko - schöne Optionen.

Hallo Helko,

Rein Optisch sieht das gut aus. Betrieblich ist es fragwürdig, da sich die eigentlich unabhängigen Haupt-Fahrwege 3-B und C-4 in der  DKW 3 überlagern. Das würde man so nicht bauen. Was ebenfalls eigentlich ein Nogo ist, aber auch schon beim Ursprungsplan enthalten ist, und vielleicht bei dem Platz nicht anders geht, ist die Führung zwei durchgehender Hauptgleise im Abzweig über die DKW also mit Vmax-Einbruch auf 40 km/h. Der erste Punkt sollte auf jeden Fall korrigiert werden, der zweite wäre zumindest schön, wenn man das anders lösen würde.

Viele Grüße
Dirk
Anmerkungen zu 13

- irgendwo wollte ich mich so kurz wie möglich halten
- die beiden Hauptfahrrichtungen können parallel befahren werden
- die restlichen Einschränken könn(t)en (C->4/5) können vernachlässigt werden, da ja nicht jede Minute eine Aus-/Einfahrt stattfindet
- auf den anderen abzweigenden Weichen darf auch nur 40 gefahren werden
- das Ganze könnte ja auch historisch gewachsen sein

Hallo Helko,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

die beiden Hauptfahrrichtungen können parallel befahren werden



Die Hauptfahrwege sind doch die Anbindung der Strecke A bis D. Und B und C konnten im ersten Entwurf unabhängig befahren werden, bei Deinen Entwürfen nicht.

Gruß
Dirk

Die Hauptfahrwege für mich sind, wie im Bild 1  des TE auch gezeigt
Gleis 1-3 zu A/B (grün bzw. blau)
Gleis 4-5 zu C/D (rot)
und die können für sich solo gesehen parallel befahren werden!

Vielleicht sollte der TE erklären wo das EG steht

im Bild Variant 5, die jedoch länger wird


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Hallo helko,

Dankesehr für deine Inspiration! Dass Hauptfahrwege über Abzweigungen gehen, ließ sich nicht ganz vermeiden, aber ich schau gleich mal, was ich da noch machen kann. Mir war es dann wichtiger, keine Weichen auf Segmentkanten zu haben (übertriebene "Voraussichtigkeit"? Wenn ich die Anlage wirklich mal auseinandernehmen sollte, könnte eine Weiche an der Stelle mein kleinstes Problem sein. Aber Plattentektonik spielt hier ja ebenso eine Rolle.).
Auch haben wir bei deinen Beispielen jetzt doch wieder relativ viele DKW. Realitätsnah sieht es auf jeden Fall aus!

Bei der Szene habe ich mich ein wenig vom Hbf HH inspirieren lassen, mit Wandelhalle im linken Bereich quer über den Bahnsteigen und versenkter Südausfahrt. Daher wäre kein Platz für ein Gleis von 1 zur Drehscheibe wie bei Variante 4.

@Klaus Eigentlich will man ja, dass der Kram einfach funktioniert und man weder an Weichen noch an Rollmaterial nacharbeiten muss. Aber dann hätt ich vermutlich bei Mtx/Flm bleiben müssen ;)

Florian
wenn Querhalle, OK, dann passen die Bahnsteige.

Vielleicht eine NEUE "Platte" für das gesamte Weichenvorfeld?? So teuer ist Holz auch nicht.
Das IST die neue Platte nur für das Weichenvorfeld :-D Und damit die sich nicht auch wieder wölbt, kommt untendrunter noch eine Metallleiste, sobald die Positionen der Weichen feststehen.

Edit: Achso, du meinst, ich hätte da auch gleich eine 120cm-breite Platte einsetzen können. Ja, stimmt.


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