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THEMA: Aus was bestehen eigentlich Grasfasern?
THEMA: Aus was bestehen eigentlich Grasfasern?
NMike - 27.04.25 16:05
… habe heute ein bisschen mit Grasmatten gearbeitet und alles ist eingestaubt mit den winzigen grünen Fasern. Wenn das eingefärbte Glasfasern sind, müssten wir eigentlich Atemschutz tragen beim arbeiten. Warnhinweise auf der Noch-Verpackung gibt’s keine.
LG Mike
LG Mike
Hallo,
eine gute Frage, über ich im Leben noch nie nachgedacht habe.png)
Wikipedia verrät, es handelt sich um eine Kunstfaser, also Plastik.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grasstreu
Grüße, Peter W
eine gute Frage, über ich im Leben noch nie nachgedacht habe
Wikipedia verrät, es handelt sich um eine Kunstfaser, also Plastik.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grasstreu
Grüße, Peter W
Moin Mike,
Ich denke, dass es ein synthetisches Material ist.
Bei Faserlängen
Ich denke, dass es ein synthetisches Material ist.
Bei Faserlängen
Servus Mike,
Meines Wissen beziehen alle "Hersteller" von Grasfasern diese von der Automobil-Zulieferindustrie (Beflockung). Die Farbpalette ist von der Industrie im wesentlichen vorgegeben.
Die Materialien sind Polyamid-Flock, Viskose-Flock und Polyester-Flock.
Für Modellbau-Grasfasern wird in der Regel Polyamid-Flock verwendet.
Den störenden Seidenglanz bekommt man mit Airbrush und transparentem Matt in den Griff.
Die Längen sind in der Industrie relativ flexibel bestellbar ab 0,5, 0,75, 1 mm etc.
Beim einen heißt die Faser dann "Herbstgold" und beim anderen die selbe eben "Dunkelgelb" etc.
Sie sind also nicht die Hersteller, sondern reine Abfüller und Vermarkter.
VG Freetrack
PS.: Mich würde interessieren, ob Turf auch eine "industrielle Quelle" hat.
Meines Wissen beziehen alle "Hersteller" von Grasfasern diese von der Automobil-Zulieferindustrie (Beflockung). Die Farbpalette ist von der Industrie im wesentlichen vorgegeben.
Die Materialien sind Polyamid-Flock, Viskose-Flock und Polyester-Flock.
Für Modellbau-Grasfasern wird in der Regel Polyamid-Flock verwendet.
Den störenden Seidenglanz bekommt man mit Airbrush und transparentem Matt in den Griff.
Die Längen sind in der Industrie relativ flexibel bestellbar ab 0,5, 0,75, 1 mm etc.
Beim einen heißt die Faser dann "Herbstgold" und beim anderen die selbe eben "Dunkelgelb" etc.
Sie sind also nicht die Hersteller, sondern reine Abfüller und Vermarkter.
VG Freetrack
PS.: Mich würde interessieren, ob Turf auch eine "industrielle Quelle" hat.
Beitrag editiert am 27. 04. 2025 16:55.
Man kann Fenster verriegeln, weil man mit einem "Köpper" aus dem ersten Stock zu Schaden kommen kann.
Man kann ja mal gegen das Licht schauen was passiert, wenn man seine Voll-, Teil -Halbsythetischen- oder Naturklamotten auszieht und wie das Tagtäglich bei Auslegeware sich auf den, .....natürlich synthetischen oder lackierten Möbeln niederschlägt,
Natürlich nur, insoweit man nicht im Reinraum wohnt und gefilterte Luft π€ konsumiert.
Aber es ist schon richtig:
Eine gewisse Sorgfalt beim Umgang mit Werkstoffen hat man im Werkenunterricht der Grundstufe (ich weiß jetzt nicht ob
es das überall noch gibt) beigebracht bekommen und man sollte diese Regeln nicht als Aufruf zur nächsten Gegendemo betrachten.
Wer täglich begrast sollte sich bei der zuständigen BG dann auch nach Präventivmassnahmen erkundigen.π
Jeder trägt für sich selbst Verantwortung, wenn er Wahlberechtigt ist!
Gruß Sven
Man kann ja mal gegen das Licht schauen was passiert, wenn man seine Voll-, Teil -Halbsythetischen- oder Naturklamotten auszieht und wie das Tagtäglich bei Auslegeware sich auf den, .....natürlich synthetischen oder lackierten Möbeln niederschlägt,
Natürlich nur, insoweit man nicht im Reinraum wohnt und gefilterte Luft π€ konsumiert.
Aber es ist schon richtig:
Eine gewisse Sorgfalt beim Umgang mit Werkstoffen hat man im Werkenunterricht der Grundstufe (ich weiß jetzt nicht ob
es das überall noch gibt) beigebracht bekommen und man sollte diese Regeln nicht als Aufruf zur nächsten Gegendemo betrachten.
Wer täglich begrast sollte sich bei der zuständigen BG dann auch nach Präventivmassnahmen erkundigen.π
Jeder trägt für sich selbst Verantwortung, wenn er Wahlberechtigt ist!
Gruß Sven
Daher die Nachfrage, Sven. Man denkt halt oft einfach nicht drüber nach, aber es kann nicht gut sein das Zeug einzuatmen. Auch bei der Arbestproblematik war die Faserlänge/grösse das Entscheidende.
Wenn ich nicht gerade zwei Freunde mit Lungenfibrose und einen mit COPD hätte, wäre ich wohl garnicht drauf gekommen.
LG Mike
Wenn ich nicht gerade zwei Freunde mit Lungenfibrose und einen mit COPD hätte, wäre ich wohl garnicht drauf gekommen.
LG Mike
Hallo
Frage ist, sind diese Fasern imstande tief in die Lunge einzudringen und werden diese nicht vollständig vom Körper abgebaut, könnte eine Fibrose entstehen. Bei Asbest sprechen wie von Faserlängen größer als 5 µm und einem Durchmesser von max. 3 µm. Hinzu kommt auch noch die Fasergeometrie, da zum Beispiel Krokydolith krebsereregender eingestuft wird, als Chrysotil.
Ehrlich gesagt, bin ich überfragt, denke jedoch, dass die Fasern zu groß sind.
Grüße
sebisr
PS
Das oben genannten Material wird auch für Kleidung hergestellt, die über vergleichbare Fasern verfügen dürften. Allein aus den Grund, würde ich sagen, dass das Tragen solcher Kleidung gefährlicher wäre als die Anwendung ab und zu bei der Begasung der Modellbahn.
Frage ist, sind diese Fasern imstande tief in die Lunge einzudringen und werden diese nicht vollständig vom Körper abgebaut, könnte eine Fibrose entstehen. Bei Asbest sprechen wie von Faserlängen größer als 5 µm und einem Durchmesser von max. 3 µm. Hinzu kommt auch noch die Fasergeometrie, da zum Beispiel Krokydolith krebsereregender eingestuft wird, als Chrysotil.
Ehrlich gesagt, bin ich überfragt, denke jedoch, dass die Fasern zu groß sind.
Grüße
sebisr
PS
Das oben genannten Material wird auch für Kleidung hergestellt, die über vergleichbare Fasern verfügen dürften. Allein aus den Grund, würde ich sagen, dass das Tragen solcher Kleidung gefährlicher wäre als die Anwendung ab und zu bei der Begasung der Modellbahn.
Hmmmm… denke aber dass die Faserlänge für Kleidung deutlich größer und daher ungefährlich ist? In jedem Fall vielen Dank für Eure fundierten Antworten!
LG Mike
LG Mike
Hallo,
Bei Asbest gibt es ja, wenn man so will, zwei Arten von Fasern. Zum einen die "kangen" Fasern, die man mit bloßem Auge sieht, z.B. in diesem Film: https://www.youtube.com/watch?v=7LfjNMxDPh4
Und dann gibt es die "kurzen" Fasern, die im µm-Bereich, die man nicht mit bloßem Auge sieht, die aber in der Lunge den schweren Schaden anrichten.
Bei den Grasfasern sind es ja eher lange Fasern, wir können sie mit bloßem Auge sehen. Und auch wenn unsere staatlichen Überwachungsstellen nicht unfehlbar sind... wenn da in dem Begrasungsmaterial irgendwas rumfliegen würde, was die Lunge schädigt, würde das dick und fett auf der Packung stehen. Oder die Packung gar nicht mehr erhältlich sein.
Was natürlich nicht heißt, dass man jetzt direkt die Nase in die Tüte halten tief einatmen sollte. Aber ich hab mir das mal an anderer Stelle erklären lassen, was so mit Zeug passiert, das man einatmet. Das, was sich in der Nase verfängt kommt irgendwann mit dem Rotz wieder aus der Nase. Entweder gleich mit einem herzlichen "HATSCHI!" oder dann später halt. Ähnlich mit dem Zeug, das sich in den Bronchien und bis dahin verfängt. Wird eingeschleimt und abgehustet, wie bei einer Erkältung. Und der Rest landet dann unten in der Lunge, das ist auch, sofern es keine gigantischen Mengen sind, nicht schlimm.
Viele Grüße
Rico
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Bei Asbest sprechen wie von Faserlängen größer als 5 µm und einem Durchmesser von max. 3 µm.
Bei Asbest gibt es ja, wenn man so will, zwei Arten von Fasern. Zum einen die "kangen" Fasern, die man mit bloßem Auge sieht, z.B. in diesem Film: https://www.youtube.com/watch?v=7LfjNMxDPh4
Und dann gibt es die "kurzen" Fasern, die im µm-Bereich, die man nicht mit bloßem Auge sieht, die aber in der Lunge den schweren Schaden anrichten.
Bei den Grasfasern sind es ja eher lange Fasern, wir können sie mit bloßem Auge sehen. Und auch wenn unsere staatlichen Überwachungsstellen nicht unfehlbar sind... wenn da in dem Begrasungsmaterial irgendwas rumfliegen würde, was die Lunge schädigt, würde das dick und fett auf der Packung stehen. Oder die Packung gar nicht mehr erhältlich sein.
Was natürlich nicht heißt, dass man jetzt direkt die Nase in die Tüte halten tief einatmen sollte. Aber ich hab mir das mal an anderer Stelle erklären lassen, was so mit Zeug passiert, das man einatmet. Das, was sich in der Nase verfängt kommt irgendwann mit dem Rotz wieder aus der Nase. Entweder gleich mit einem herzlichen "HATSCHI!" oder dann später halt. Ähnlich mit dem Zeug, das sich in den Bronchien und bis dahin verfängt. Wird eingeschleimt und abgehustet, wie bei einer Erkältung. Und der Rest landet dann unten in der Lunge, das ist auch, sofern es keine gigantischen Mengen sind, nicht schlimm.
Viele Grüße
Rico
https://www.youtube.com/watch?v=7LfjNMxDPh4
Schlimmer waren die fehlenden Sicherheitsvorkehrungen, wie Riemenabdeckungen.
Siehe in 4.' 40''
Da läuft es.mir kalt den Rücken runter
π«π‘
π«tto
Schlimmer waren die fehlenden Sicherheitsvorkehrungen, wie Riemenabdeckungen.
Siehe in 4.' 40''
Da läuft es.mir kalt den Rücken runter
π«π‘
π«tto
Hallo,
lungengängige Mineralfasern sind seit ca 2000 in der EU verboten. Und ob die davor verwendeten wirklich jemals krebserregend waren, weiß, glaube ich, bis heute niemand. Bei Asbest ist es ziemlich klar. Da gibt es Krankheitsbilder, die kaum durch was anderes verursacht wurden.
Wo sie momentan ziemlich viel herumspekulieren, ist Mikroplastik, was - vermutlich? - auf die Grasfasern der MOBA u treffen wird. Nur Mikroplastik ist mittlerweile immer und überall und sowieso so nicht zu vermeiden.
Andras
lungengängige Mineralfasern sind seit ca 2000 in der EU verboten. Und ob die davor verwendeten wirklich jemals krebserregend waren, weiß, glaube ich, bis heute niemand. Bei Asbest ist es ziemlich klar. Da gibt es Krankheitsbilder, die kaum durch was anderes verursacht wurden.
Wo sie momentan ziemlich viel herumspekulieren, ist Mikroplastik, was - vermutlich? - auf die Grasfasern der MOBA u treffen wird. Nur Mikroplastik ist mittlerweile immer und überall und sowieso so nicht zu vermeiden.
Andras
Beitrag editiert am 28. 04. 2025 07:11.
Ich frage mich, wie viele Mitarbeiter an Asbestose verstorben sin.d . π«£
Entwarnung,
trotz Einführung des Begrasers auf der Modelleisenbahn ist die Lebenserwartung kontinuierlich weiter angestiegen.
Erst 2021 gab es einen Knick. Was war da nochmal?
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-...blob=normal&v=17
VG Freetrack
trotz Einführung des Begrasers auf der Modelleisenbahn ist die Lebenserwartung kontinuierlich weiter angestiegen.
Erst 2021 gab es einen Knick. Was war da nochmal?
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-...blob=normal&v=17
VG Freetrack
Hallo Mike, hallo zusammen,
wie von Sven umschrieben, sollte von der Art des Materials präventiv nachgedacht werden, wie man sich vor Schäden schützen kann, die ggf. aktuell als nicht gefährlich eingestuft werden, um Warnhinweise zu verursachen, aber ein Problem werden können.
Die Fasern sind Mikroplastik und bekanntlich findet man mittlerweile Mikroplastik auch im Gehirn. Egal, ob vom Synthetikpullie, vom Plastikstaub, Acrylfarbnebel, der PET-Flasche oder vom Teppich: Über Schleimhäute und Atemwege aufgenommene Partikel werden offenbar nicht vollständig ausgeschieden.
Sie sind nicht giftig. Das war lange Zeit das Hauptkriterium. Heute ist man schlauer, wie das Beispiel bioreaktiver Stoffe, wie Bisphenol A zeigt:
Wir verarbeiten im Modellbau diverse Stoffe, die Risiken in sich bergen. Bei manchen Spachtelmassen oder Harzen für Wassernachbildung findet sich z. B. Bisphenol A in der Zutatenliste. Ein Stoff, dessen hormonähnliche Wirkung erst vor einigen Jahren zweifelsfrei bewiesen wurde und der je nach Konzentration bioreaktiv in unserem Körper wirkt, aber eben nicht giftig ist. Eine gesundheitsgefährdende Reaktion im Körper bis hin zum Krebs zeigte sich anders als angenommen, gerade bei kleinen bis sehr kleinen Konzentrationen, weil es dann wie ein Hormon ungewollt Schalter in den Zellen umlegen kann.
Es gibt deshalb Gründe, warum die EU es aus Kinderspielzeug, Plastikgeschirr und von Kassenzetteln verbannte, da man hier direkten Hautkontakt hat (man denke auch an Spülmaschinen mit höheren Temperaturen).
Soll umgekehrt heißen: wir müssen davon ausgehen, dass Modellbauhersteller unterstellen, dass man ihre Produkte nicht ungeschützt verarbeitet, sondern geeignete Schutzhandschuhe, Brillen oder Masken nutzt. Sonst wären sie schon verboten.
Es ist wie mit Schleifstaub. Man sollte danach wählen, wie man exponiert werden kann:
eine Maske und auch eine Schutzbrille schaden nicht, damit die Partikel nicht ins Auge gehen, wenn man z. B. eine Begrasungsplatte nutzt, bei der das Feld unterschiedlich weit in den Raum geht, je nachdem wo man den Gegenpol hält.
Händewaschen schadet danach nicht, um nicht mehr Fasern als nötig aufzunehmen und auch Essen am Arbeitsplatz sollte man eher nicht.
Dennoch ist die Frage, ob das Risko beim Nanoplastik in der PET-Getränkeflasche höher einzustufen ist, als bei den Fasern im Millimeter bzw. Mikrometerbereich, dass dieser im Körper verbleibt. Dafür bin ich aber kein Experte.
Danke Mike für diese Nachfrage, denn diese Sensibilisierung schadet nicht.
Es gibt manche KSH, die schwer erkrankt sind oder starben und bei denen nicht immer klar ist, ob sie vom Umgang mit Farben oder anderen Chemikalien beeinträchtigt wurden.
Und ja, Sven, jeder trägt selber Verantwortung, aber da jüngere Menschen nachkommen, finde ich es legitim, manches einfach zu wiederholen oder auch mal neu zu bewerten.
Denn Eigenverantwortung erfordert Wissen zur eigenen, angstfreien Risikobewertung und der Möglichkeit zur Verantwortungsübernahme auch für andere im Haushalt, auch wenn gesunder Menschenverstand grundsätzlich sinnvoll erscheint. Wissen und Erfahrung zu teilen ist doch gerade auch ein wichtiger Aspekt von Foren.
In einem anderen Forum (DSO) schwärmt mancher wieder von "guten alten" DOT-4-Bremsflüssigkeiten, bei der regelmäßigen Frage nach effektiver Farbentfernung, obwohl auch dessen Inhaltsstoffe schädlich für ungeborenes Leben sind. Bei falscher Lagerung oder so als offenes Bad für das Lokgehäuse irgendwo in der Wohnung kann das Risiko in jungen Jahren schnell mal die eigene, schwangere Partnerin treffen oder auch mal im gesetzteren Alter die Schwiegertochter.
Lange Rede, kurzer Sinn: Schleimhäute, Haut und Körperöffnungen schützen schadet meines Erachtens grundsätzlich nicht, kann aber Probleme vermeiden helfen, die man heute noch nicht hat bzw. nicht in der Risikofolge abschätzen kann. In Arbeitsschutz zu investieren, ist gut investiertes Geld gegenüber den vermeidbaren Kosten durch Krankheitsfolgen.
Viele Grüße
Firefox
wie von Sven umschrieben, sollte von der Art des Materials präventiv nachgedacht werden, wie man sich vor Schäden schützen kann, die ggf. aktuell als nicht gefährlich eingestuft werden, um Warnhinweise zu verursachen, aber ein Problem werden können.
Die Fasern sind Mikroplastik und bekanntlich findet man mittlerweile Mikroplastik auch im Gehirn. Egal, ob vom Synthetikpullie, vom Plastikstaub, Acrylfarbnebel, der PET-Flasche oder vom Teppich: Über Schleimhäute und Atemwege aufgenommene Partikel werden offenbar nicht vollständig ausgeschieden.
Sie sind nicht giftig. Das war lange Zeit das Hauptkriterium. Heute ist man schlauer, wie das Beispiel bioreaktiver Stoffe, wie Bisphenol A zeigt:
Wir verarbeiten im Modellbau diverse Stoffe, die Risiken in sich bergen. Bei manchen Spachtelmassen oder Harzen für Wassernachbildung findet sich z. B. Bisphenol A in der Zutatenliste. Ein Stoff, dessen hormonähnliche Wirkung erst vor einigen Jahren zweifelsfrei bewiesen wurde und der je nach Konzentration bioreaktiv in unserem Körper wirkt, aber eben nicht giftig ist. Eine gesundheitsgefährdende Reaktion im Körper bis hin zum Krebs zeigte sich anders als angenommen, gerade bei kleinen bis sehr kleinen Konzentrationen, weil es dann wie ein Hormon ungewollt Schalter in den Zellen umlegen kann.
Es gibt deshalb Gründe, warum die EU es aus Kinderspielzeug, Plastikgeschirr und von Kassenzetteln verbannte, da man hier direkten Hautkontakt hat (man denke auch an Spülmaschinen mit höheren Temperaturen).
Soll umgekehrt heißen: wir müssen davon ausgehen, dass Modellbauhersteller unterstellen, dass man ihre Produkte nicht ungeschützt verarbeitet, sondern geeignete Schutzhandschuhe, Brillen oder Masken nutzt. Sonst wären sie schon verboten.
Es ist wie mit Schleifstaub. Man sollte danach wählen, wie man exponiert werden kann:
eine Maske und auch eine Schutzbrille schaden nicht, damit die Partikel nicht ins Auge gehen, wenn man z. B. eine Begrasungsplatte nutzt, bei der das Feld unterschiedlich weit in den Raum geht, je nachdem wo man den Gegenpol hält.
Händewaschen schadet danach nicht, um nicht mehr Fasern als nötig aufzunehmen und auch Essen am Arbeitsplatz sollte man eher nicht.
Dennoch ist die Frage, ob das Risko beim Nanoplastik in der PET-Getränkeflasche höher einzustufen ist, als bei den Fasern im Millimeter bzw. Mikrometerbereich, dass dieser im Körper verbleibt. Dafür bin ich aber kein Experte.
Danke Mike für diese Nachfrage, denn diese Sensibilisierung schadet nicht.
Es gibt manche KSH, die schwer erkrankt sind oder starben und bei denen nicht immer klar ist, ob sie vom Umgang mit Farben oder anderen Chemikalien beeinträchtigt wurden.
Und ja, Sven, jeder trägt selber Verantwortung, aber da jüngere Menschen nachkommen, finde ich es legitim, manches einfach zu wiederholen oder auch mal neu zu bewerten.
Denn Eigenverantwortung erfordert Wissen zur eigenen, angstfreien Risikobewertung und der Möglichkeit zur Verantwortungsübernahme auch für andere im Haushalt, auch wenn gesunder Menschenverstand grundsätzlich sinnvoll erscheint. Wissen und Erfahrung zu teilen ist doch gerade auch ein wichtiger Aspekt von Foren.
In einem anderen Forum (DSO) schwärmt mancher wieder von "guten alten" DOT-4-Bremsflüssigkeiten, bei der regelmäßigen Frage nach effektiver Farbentfernung, obwohl auch dessen Inhaltsstoffe schädlich für ungeborenes Leben sind. Bei falscher Lagerung oder so als offenes Bad für das Lokgehäuse irgendwo in der Wohnung kann das Risiko in jungen Jahren schnell mal die eigene, schwangere Partnerin treffen oder auch mal im gesetzteren Alter die Schwiegertochter.
Lange Rede, kurzer Sinn: Schleimhäute, Haut und Körperöffnungen schützen schadet meines Erachtens grundsätzlich nicht, kann aber Probleme vermeiden helfen, die man heute noch nicht hat bzw. nicht in der Risikofolge abschätzen kann. In Arbeitsschutz zu investieren, ist gut investiertes Geld gegenüber den vermeidbaren Kosten durch Krankheitsfolgen.
Viele Grüße
Firefox
Hallo,
Also ich trage beim Arbeiten mit diesen feinen Fasern immer ine infache Staubmaske.
Kann sich ja jeder hier wie ein Held aufführen, aber ich will das Zeug nicht in meiner Lunge haben.
Wenn man mal bei Sonnennlicht gesehen hat,wie ie aufgeladenen Teilchen rumliegen, sieht man das vielleicht anders.
Bei Schleifstaub halte ich es genauso.
MfG Torsten
Also ich trage beim Arbeiten mit diesen feinen Fasern immer ine infache Staubmaske.
Kann sich ja jeder hier wie ein Held aufführen, aber ich will das Zeug nicht in meiner Lunge haben.
Wenn man mal bei Sonnennlicht gesehen hat,wie ie aufgeladenen Teilchen rumliegen, sieht man das vielleicht anders.
Bei Schleifstaub halte ich es genauso.
MfG Torsten
Hallo,
vielleicht präsentiert uns ein Zubehöhrhersteller demnächst Grasfasern auf Hanfbasis. Ganz ohne den Einsatz von Mikroplastik. Damit läge er voll im Trend π
Grüße
Markus
vielleicht präsentiert uns ein Zubehöhrhersteller demnächst Grasfasern auf Hanfbasis. Ganz ohne den Einsatz von Mikroplastik. Damit läge er voll im Trend π
Grüße
Markus
Hallo,
vielleicht präsentiert uns ein Zubehöhrhersteller demnächst Grasfasern auf Hanfbasis. Ganz ohne den Einsatz von Mikroplastik. Damit läge er voll im Trend
Grüß euch, gute Idee, aber wie schaut das mit dem Farben aus mit denen die gezwungenermassen gefärbt werden (müssen ) ?
Gruß Gustl
vielleicht präsentiert uns ein Zubehöhrhersteller demnächst Grasfasern auf Hanfbasis. Ganz ohne den Einsatz von Mikroplastik. Damit läge er voll im Trend
Grüß euch, gute Idee, aber wie schaut das mit dem Farben aus mit denen die gezwungenermassen gefärbt werden (müssen ) ?
Gruß Gustl
AlexaNdra-Scale - 28.04.25 13:22
Hallo zusammen
Wer viel begrast, der kann ja eventuell eine Absauganlage verwenden, ein einfacher Fiter wie er in Dunstabzugshauben zum Einsatz kommt reicht da vollkommen aus, ein Aktivkohlefilter ist das überflüssig.
Wobei ich die Absauganlage jetzt nicht wegen der Giftigkeit der Grasfasern vorschlagen, sondern einfach weil der Raum dann sauberer bleibt. Eventuell kann man das abgesaugte Material aus dem Filter wieder verwenden.
Weniger Staub in der Luft hat durchaus Vorteile wenn man vom Begrasen zum Airbrushen über geht.
Dass die Modellgraslieferanten ihre Grassorten nicht selbst herstellen ist schon klar, wobei ich denke, dass die hier die Mischungen zusammenstellen, Es gibt ja auch Grassorten die nicht nur aus einer einzelnen Farbe zusammen gesetzt sind.
Gleiches dürfte wohl auch für die Graskleber und die Fließverbesserer gelten. Da haben die einzelnen Hersteller halt rausgefunden was sich aus dem Großhandel am besten für den jeweiligen Zweck eignet; das kaufen die dann in Fässern ein und füllen es in die im Modellbau gebräuchlichen Verpackungseinheiten um, teilweise für den bis zu 10-fachen Preis. Was aber auch wieder gut ist, da mit dem Gewinn dann eventuell Produkte querfinanziezrt werden die weniger einbringen. Ein neues Gebäude im Spritzguß ist ja erst meal immer ein Risiko, man weiß nie was es am Ende einbringt.
Also habt weiterin viel Spaß bei allem was ihr so baut. Letztenendes sind wir alle sterblich, fragt sich halt nur was man mit der Zeit anstellt die einem gegeben ist.
Gruß AlexaNdra Scale
Wer viel begrast, der kann ja eventuell eine Absauganlage verwenden, ein einfacher Fiter wie er in Dunstabzugshauben zum Einsatz kommt reicht da vollkommen aus, ein Aktivkohlefilter ist das überflüssig.
Wobei ich die Absauganlage jetzt nicht wegen der Giftigkeit der Grasfasern vorschlagen, sondern einfach weil der Raum dann sauberer bleibt. Eventuell kann man das abgesaugte Material aus dem Filter wieder verwenden.
Weniger Staub in der Luft hat durchaus Vorteile wenn man vom Begrasen zum Airbrushen über geht.
Dass die Modellgraslieferanten ihre Grassorten nicht selbst herstellen ist schon klar, wobei ich denke, dass die hier die Mischungen zusammenstellen, Es gibt ja auch Grassorten die nicht nur aus einer einzelnen Farbe zusammen gesetzt sind.
Gleiches dürfte wohl auch für die Graskleber und die Fließverbesserer gelten. Da haben die einzelnen Hersteller halt rausgefunden was sich aus dem Großhandel am besten für den jeweiligen Zweck eignet; das kaufen die dann in Fässern ein und füllen es in die im Modellbau gebräuchlichen Verpackungseinheiten um, teilweise für den bis zu 10-fachen Preis. Was aber auch wieder gut ist, da mit dem Gewinn dann eventuell Produkte querfinanziezrt werden die weniger einbringen. Ein neues Gebäude im Spritzguß ist ja erst meal immer ein Risiko, man weiß nie was es am Ende einbringt.
Also habt weiterin viel Spaß bei allem was ihr so baut. Letztenendes sind wir alle sterblich, fragt sich halt nur was man mit der Zeit anstellt die einem gegeben ist.
Gruß AlexaNdra Scale
Norrskenet - 28.04.25 15:03
Moin & @20 (Gustl),
jüngst war die Polente wieder bei mir:
Nachbarn hatten irgendetwas von einer Plantage berichtet. Na ja, die Beamten fanden nichts.
Danach begeisterten sie sich noch für meine Moba-Anlage inklusive des betont klimafreundlich schattig hochwachsenden Moba-Grases (die Wasserbehälter allerdings sind noch schattiger direkt unter den Moba-Sementen angeordnet). Dann verabschiedeten sie sich beschwingt.
Im Ernst: Die Grasmatten-Gräser sind so groß, dass sie (im Gegensatz zu z.B. Tabakrauch und Autoabgasen) von unseren semipermeablen Membranen (der Bio-Unterricht war also nicht umsonst) sorgsam zurückgehalten werden.
Sein Müsli sollte man mit ihnen trotzdem nicht verschönern: Kunststoffe halt. Und daher ihre Reste auch NICHT im Waschbecken o.ä. entsorgen; u.a. die (Speise-...)Fische danken es.
Beste Grüße, Norrskenet
jüngst war die Polente wieder bei mir:
Nachbarn hatten irgendetwas von einer Plantage berichtet. Na ja, die Beamten fanden nichts.
Danach begeisterten sie sich noch für meine Moba-Anlage inklusive des betont klimafreundlich schattig hochwachsenden Moba-Grases (die Wasserbehälter allerdings sind noch schattiger direkt unter den Moba-Sementen angeordnet). Dann verabschiedeten sie sich beschwingt.
Im Ernst: Die Grasmatten-Gräser sind so groß, dass sie (im Gegensatz zu z.B. Tabakrauch und Autoabgasen) von unseren semipermeablen Membranen (der Bio-Unterricht war also nicht umsonst) sorgsam zurückgehalten werden.
Sein Müsli sollte man mit ihnen trotzdem nicht verschönern: Kunststoffe halt. Und daher ihre Reste auch NICHT im Waschbecken o.ä. entsorgen; u.a. die (Speise-...)Fische danken es.
Beste Grüße, Norrskenet
Hallo
Was könnte helfen, die Frage ausreichend zu beantworten.
Zum Glück hat die Bürokratie der EU auch mal ihre guten Seiten, denn die Hersteller sind bei Grundsubstanzen verpflichtet, ein Sicherheitsdatenblatt zu erstellen.
Da findet man zum Beispiel dieses hier:
https://www.swissflock.com/view/data/4207/SDB%20PA%206.6%20deutsch.pdf
Wie schon vermutet, sind die Fasern viel zu groß, um in die Lunge zu geraten.
Des Weiteren kann man sich auch in den Industrien umschauen, die solche Fasern täglich nutzen und sic über Sicherheitsmaßnahmen (auf Grundlage einer GBU) im Umgang mit diesen Fasern erkundigen.
Persönlich halte die ich zum Beispiel die Fleecejacken für eine größere Quelle, der Freisetzung dieses Fasern.
Natürlich kann ich eine Maske bei der Arbeit nutzen, nur wie schütze ich mich dann beim Betrieb vor Abrieb dieser Fasern? Wie werden überschüssige Fasern entsorgt, dass es zu keiner Kontaminierung der Umgebung kommt? Wie man sieht, muss man sehr viele Aspekte mit der Faser berücksichtigen, wenn ich mich zum Beispiel mit einer Maske schützen will.
Sorry für diese große Sichtweise, aber das ist berufsbedingt.
Grüße
sebisr
Was könnte helfen, die Frage ausreichend zu beantworten.
Zum Glück hat die Bürokratie der EU auch mal ihre guten Seiten, denn die Hersteller sind bei Grundsubstanzen verpflichtet, ein Sicherheitsdatenblatt zu erstellen.
Da findet man zum Beispiel dieses hier:
https://www.swissflock.com/view/data/4207/SDB%20PA%206.6%20deutsch.pdf
Wie schon vermutet, sind die Fasern viel zu groß, um in die Lunge zu geraten.
Des Weiteren kann man sich auch in den Industrien umschauen, die solche Fasern täglich nutzen und sic über Sicherheitsmaßnahmen (auf Grundlage einer GBU) im Umgang mit diesen Fasern erkundigen.
Persönlich halte die ich zum Beispiel die Fleecejacken für eine größere Quelle, der Freisetzung dieses Fasern.
Natürlich kann ich eine Maske bei der Arbeit nutzen, nur wie schütze ich mich dann beim Betrieb vor Abrieb dieser Fasern? Wie werden überschüssige Fasern entsorgt, dass es zu keiner Kontaminierung der Umgebung kommt? Wie man sieht, muss man sehr viele Aspekte mit der Faser berücksichtigen, wenn ich mich zum Beispiel mit einer Maske schützen will.
Sorry für diese große Sichtweise, aber das ist berufsbedingt.
Grüße
sebisr
Hallo,
Ich denke man muss sich nicht über die Fragen lustig machen. Die frage bei Fasern ist ja nicht, wie groß sie im Ausgangszustand sind, sondern wir und ob sie sich aufspleissen. Und wie schon zuvor gesagt, sollten sich die seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in lungengaengige Teile aufspleissen. Dann gibt es natürlich auch Stäube, die bei Modellbauen entstehen, die nicht gesund sind, aber auch das sollte bei Hobby-Mengen auch nicht das Ende der Welt sein. Umgekehrt ist es immer ungut, wenn man sich auf der falschen Seite der Statistik wiederfindet.
andras
Ich denke man muss sich nicht über die Fragen lustig machen. Die frage bei Fasern ist ja nicht, wie groß sie im Ausgangszustand sind, sondern wir und ob sie sich aufspleissen. Und wie schon zuvor gesagt, sollten sich die seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in lungengaengige Teile aufspleissen. Dann gibt es natürlich auch Stäube, die bei Modellbauen entstehen, die nicht gesund sind, aber auch das sollte bei Hobby-Mengen auch nicht das Ende der Welt sein. Umgekehrt ist es immer ungut, wenn man sich auf der falschen Seite der Statistik wiederfindet.
andras
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