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THEMA: "Spielbahner"...?

THEMA: "Spielbahner"...?
Startbeitrag
Daheim - 22.04.25 20:14
Ich würde gerne eine neue Umfrage erstellen und zunächst erfragen, wie sich ein SPIELBAHNER definiert. Deshalb zunächst einige Fragen meinerseits und einige meines Erachtens nach vorhandene Eigenschaften eine sogenannten Spielbahners:
Erstens: Ich habe auch Freude daran, nicht vorbildgerechte Züge einfach fahren zu lassen, im Extrem sogar auf einem relativ einfachen Oval oder in einer künstlichen Acht.
Zweitens: Ich versuche dennoch, Landschaft und Stadt und Bahnhofsumfeld detailliert wenn auch nicht absolut vorbildgerecht darzustellen/umzusetzen.
Drittens: Ich schließe nicht aus, dennoch Fahrzeuge zu digitalisieren, mit Sound zu versehen bzw auch elektronische Schaltungen in einfachem Umfang (z.b Kehrschleifen) umzusetzen.
Viertens: Epochen sind mir bekannt, aber stellen keine Voraussetzung dar…notfalls können ja auch Museumszüge fahren.

Weitere Vorschläge???

Mich würde nun interessieren, wie viele Spielbahner, durchaus mit fester Anlage, es tatsächlich hier gibt. Des weiteren: sollte man sich vorsichtshalber als Spielbahner outen beim Posten, um zu umgehen, dass einige (einzelne) der sogenannten Profis sich verausgaben müssen?
Ja, hätte nun so eine Umfrage Sinn?
Grüße ins Forum
Gert im

Sorry Gert,

aber man kann auch jeden Mist hinterfragen und zum Thema machen............

Grüßle aus dem Schwabenländle

Bernhard

P.S.: Hosch koi ander Erbet???
Spielbahner sind wir doch alle! Ich kenne nach 57 Jahren Modellbahnhobby keine einzige Modellbahnanlage die Exakt dem Vorbild in allen Maaßen und Längen entspricht. Spätestens beim Vorsignalabstand oder der Fahrdrahtstärke hörtes auf. Deswegen betitele ich aber keinen als Spielbahner sondern wir sind alle Modelleisenbahner. Diese Form des Sprachgebrauch stört mich mächtig, gerade auf Grund der Überheblichkeit einiger weniger hier wie auch bei Treffen und Ausstellungen.

LG Stephan
Hallo Gert,
ich bin Spielbahner..und das gerne. Bei mir fährt, was gefällt, halt keine 01 mit den weiß/roten IC-Wagen.
Aber am Bahnhof steht ein Glaskasten und eine V100 steht am Nebengleis. Aber meist mit den meiner
Meinung nach passenden Wagen.
Ich weiß nicht, wieviele Profis es hier gibt, denke sehr wenige. Ein Profi macht das professionell, also
beruflich.  
Aber viele Anlagenbilder sehen so aus, als wenn die wirklich damit Geld verdienen könnten. Bin begeistert
von manchen Abbildungen. Das sind halt wirklich tolle Modellbauer.
Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht Euch
Geri

zu #1
Hi Bernhard,
manchmal hat meine keine Lust zu spielen, basteln Computer plagen. Man will sich einfach nur unterhalten. Auch im Forum. Und wer nichts vernünftiges zur Unterhaltung beitragen kann : Schreiben ist Silber, Schweigen manchmal Gold!
Meint
Otto๐Ÿคฃtto
Ich oute mich mal als Spiel-/Experimentalbahner. Meinen Gleisplan findet ihr hier https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_sho...=&sb3=uli_H#aw41
Irgendwann sollen auf der Anlage mehrere Züge automatisch in beide Richtungen fahren. Möchte die Möglichkeiten von DCC-EX/EXRAIL ( https://dcc-ex.com/#gsc.tab=0 ) ausloten.
Ansonsten stimme ich den Punkten 1 und 2 vom Startbeitrag voll zu. Zu Punkt 3 digitalisieren ja, aber ohne Sound (nervt), Bahnhofsdurchsagen mit Arduino DFPlayer o.ä. und bei mir fahren nur E-Loks (V80, V160, V200 ....)

Gruß Uli
Wenn man mich fragen würde, ich nenne mich einen Moba-Betriebsbahner. Ich spiele nicht, ich mache Fahrbetrieb. Auch weil ich viel rangiere und Züge neu zusammenstelle, mich an Fahrplänen orientiere.

Zum einen weil ich recht vorbildlich fahre (aber nicht detail-versessen), zum anderen gebe ich kaum Geld für Dekorationen aus, die eine Gleiswelt zum Romantik-Idyll erheben. Habe ich früher in H0 versucht, ist mir in N "zu krisselich".

Gruß
Olaf :)
Moin Gert,

die Selbsteinschätzung der Mitforenten fände ich tatsächlich interessant. Wobei ja jeder seine eigene Vorstellung hat. Für mich ist die Frage, was steht für mich bei meinem Hobby Modelleisenbahn im Vordergrund. Das ganze ist in keinerweise wertend, es hilft aber oft, den richtigen Rat zu geben.
Meine Topologie würde ungefähr so aussehen, wobei ich mich schwer tue mit griffigen Kurzbezeichnungen.
Teppichbahner: Schneller fliegender Aufbau, Züge fahren lassen steht im Vordergrund
Spielbahner: Schwerpunkt ist das Fahren&Spielen, Landschaft & vorbildnahe Gleisanlagen sind nicht wichtig
Modellbahner: versucht eine möglichst real wirkende Anlage zu bauen, vorbildnahe Gestaltung mit hohem Anteil Landschaft ist wichtig,
Vorbildbahner: baut eine real existierende Situation möglichst detailgetreu nach
Fahrplan- oder Betriebsbahner: das Spielen mit der Anlage folgt einem festen Fahrplan
Computerbahner: Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung und Automation, Landschaft ist nicht wichtig
Vielleicht fallen Dir noch andere Kategorien oder bessere Bezeichnungen ein.

Falls Du eine Umfrage starten willst, sollte jeder nur eine Auswahlmöglichkeit haben und das auswählen, was am ehesten auf ihn zutrifft. Dann hat das Ganze am Ende eine Aussagekraft.

LG Rimbert
Wenn Ihr ehrlich seid, sind wir alle alte Säcke mit teurem Luxusspielzeug, auf dem dann oft auch noch draufsteht: „Achtung, kein Spielzeug!“ ๐Ÿ˜‰

LG Mike
Hallo,

mir fallen noch ein:
Modellbauer: Bauen Fahrzeuge und oder andere Modelle
Modellbahnbauer: Sind hauptsächlich am Bau einer vorbildnahen Modellbahn interessiert, mit Schwerpunkt auf Nachbildung einer möglichst real wirkenden "Phantasiewelt" (Motto: Könnte so gewesen sein)
Landschaftsgestalter: Kreiert eine möglichst realistische Landschaft, in der eine Eisenbahn fährt (kann komplett vorbildfrei sein)
Vitrinenbahner: Sammelt möglichst vorbildgetreue Fahrzeuge zum Austellen und Präsentieren
Schachtelbahner/Sammler: Sammelt Fahrzeuge (ohne Modellbahnanlage)
Dioramenbauer: Kreiert eine möglichst realistische Szenerie, in der nichts fährt (kann komplett vorbildfrei sein)
Gibt bestimmt noch mehr...

Viele Grüße
Michael
An und für sich sagen doch die Begriffe Spielbahner versus Modellbahner alles aus.

Spielbahner:   Kaufen, Spielen, und nach einer gewissen Zeit nach Überdruss weggeben.

Modellbahner:   Eine Eisenbahn, möglichst vorbildnah bauen, betreiben, erweitern, verbessern,
                             Mit der Graduierung besessen oder gemächlich, entspannend, normal.
meint ๐Ÿค”tto
Hallo Gert,
..solch einen langen und mit ganzen Sätzen gebildeten Text habe ich ja nie von dir gelesen. Wow!

Tja was bin dann ich?

Ich liebe das künstlerische, das Spiel der Farben, ...des Verfalls.
Ich mag Architektur und versuche den Sinn manchen Bauwerks zu verstehen und gestalte dies nach.

Mir ist ein vorbildgerechter Zug wichtig,

Aber es kann sein, dass sich zwei vorbildgerechte Züge einer bestimmten Epoche in einem bestimmten Gebiet so nie begegnet wären.

Mir ist die einfache Funktionalität der Modellbahn wichtig, aber Effekte der digitalen Welt kosten mich dafür zu viel Zeit und Geld.

Weil ich einer ",Privatbahn", vorstehe, die IMMER Gewinn macht, gibt es auch Loks, die eigentlich garnicht zum Thema passen.

Letztlich stehe ich vor einem Berg von Kompromissen und staune immer wieder, wie andere Modellbahner den,...ihren Job meistern, Denn: Ich bin viel zu launisch und  faul - könnte niemals 8h am Stück Drähte löten, Kabel sauber legen, Booster verschalten und und.... und.... ich muss täglich anerkennen, dass es andere einfach besser können.

Was wäre also ich?
...Frage ich mich !?
Gruß Sven
Hallo zusammen ...
Ich kenne es noch sehr gut aus meiner Kindheit,
Platte mit 4 Ovalen, auf denen 8 Züge gegenläufig im Kreis umhersausten.
Je mehr Gewusel, desto schöner.
Und heute ...
Wieviel Züge düsen gleichzeitig an mir vorbei beim live Trainspotting 1:1 ?
Meist einer und dann kommt eine Weile nichts ...
Und ich geniesse das Geräusch von vorbeifahrender Lok und Zug.
So liebe ich auch meine Modelleisenbahn,
Ich geniesse den Sound des vorbeifahrenden Zuges und warte gespannt auf den nächsten Zug.
Sehr entspannend, kein Gewusel, kein Krawall ...๐Ÿ˜Ž
Aber jeder wie er's mag.
Wünsche allen viel Freude mit ihren Modellbahnen.
Viele Grüße
Dieter

Hallo.

Ich bin Betriebsbahner, der gerne auch mal spielt (mit Rokal), Bausätze ändert bis es mir passt und auch mal wieder was neues plant (allerdings mit dem Wissen, das ich diesen Plan wohl nie umsetzen werden).
Ja, Gerd, was bin ich denn nu?
Ich sag´s Dir:  Modellbahner.

N-Gruß
Chris
Hallo Gert,

ich bin (auch!) gerne Spielbahner, ich will realitätsähnliche Züge (auch unterschiedlicher Epochen gleichzeitig) auf enem möglichst vielseitigen Streckenplan fahren sehen. Bewegung, Betriebssicherheit und Technik sind mir wichtiger als vorbildnahe Bahnhöfe und Landschaften. Auf Ausstellungen freue ich mich aber immer über schön gestaltete Anlagen und bewundere deren Künstler und Landschaftsgestalter.

Hallo Rimbert,

nach deiner Auflistung würde ich mich gleichermaßen als Spielbahner und Computerbahner gut beschrieben wiederfinden. Bei einer Umfrage ohne Mehrfachauswahl könnte ich mich nicht entscheiden.

Mir fallen noch weitere Kategorien ein:
Lokführer: läuft mit dem Funkhandregler um die Anlage und bringt "seine" Lok am roten Signal selbst zum Halten. (nicht mein Interesse)
Fahrdienstleiter: steht/sitzt am (Gleisbild-)Stellpult und bestimmt die Fahrwege der Züge. Fahren und Halten sollen die Züge dann (mittels PC und Dekoder) aber selber. (das trifft auch voll auf mich zu!)
Nietenzähler: nix für mich, aber es gibt auch sehr gute Perfektionisten.
Planer und Architekt: na, an wen denke ich da zuerst? Aber in diesem Bereich fühle ich mich auch sehr wohl.

Hallo Michael,

auch deine Ergänzungen sind sinnvolle Kategorien, von denen allerdings keine auf mich persönlich zutrifft, von mir aber selbstverständlich voll respektiert werden.

Viel (Spiel-)Spaß wünscht den Modellbahnern aller Kategorien
Wolfgang (der sich über die Vielfalt des Hobbys freut)
Bei der Frage steht doch ein weißer Elefant im Raum: Der Modellbahner, der die Nase darüber rümpft, dass der eine oder andere Dinge realisiert, die nicht ansatzweise vorbildgetreu sind. Der dann wiederum mit Schmunzeln auf den sprichwörtlichen Nietenzähler guckt, dessen Detailversessenheit er nicht verstehen kann, zumal man bei Spur N sowieso nichts erkennt, wenn man nicht gerade mit der Lupe drangeht. Schon gar nicht aus einem oder zwei Metern Entfernung.
Hier werden TEE-Wagen samt Vorkriegsabteilwagen hinter eine 52 gehängt und fahren im Kreis rum, dort wird über die Form des Schneepfluges an der Lok gefachsimpelt und dieser nötigenfalls zurechtgefräst.

Am Ende bleibt, dass jeder so seine Schwerpunkte setzen muss. Aber man sollte nicht den Fehler machen, das eine höher zu bewerten als das andere. Die Faszination wird durch die Bewegung der Modelle ausgemacht und die Möglichkeiten, die sich technisch bieten. Ob man dann vorbildgetreue Signalbilder für nötig hält, ist individuell höchst unterschiedlich.
Und oft wird auch übers Ziel hinausgeschossen. Wir kennen alle den Drang des Modelleisenbahners zu reinrassigen Zugkompositionen, wo am besten die Farbschattierungen aller Wagen exakt gleich zu sein haben. Obwohl ersteres genauso wie zweiteres im Echtbetrieb eher selten vorkam.

Viele Grüße
Falco
Ich bin alles, also Durchschnitt. Ich spiele gerne, lasse meine Modelle fahren. Ich bin Modellbahner, achte auf gute Umsetzung des Vorbilds. Ich bin Sammler, ich kaufe auch mal etwas ausserhalb meines definierten Ziels. Ich bin Epochenkenner, wenigstens bemühe ich mich darum, die Unterschiede der Epochen zu kennen. Ich bin ein Toleranter, ich achte die Auffassungen anderer Kollegen. Ich bin Grossvater, dessen Sohn N-Bahner ist und dessen Grosskinder N-Bahner:innen sind. Ich bin Moduler, weil ich nie mehr eine fixe Anlage abreissen will (oder andere abreissen lassen will). Womit wohl jede Umfrage überfordert ist ๐Ÿ˜‡

Heinzpeter
@Mike #8

J A !  : )))


Gruss
Tim
Hallo

Zu meiner damaligen aktiven Zeit hätte ich mich als Modellbahner geoutet. Also Eisenbahn, so realistisch wie möglich, in 1;160 umgesetzt.
Was ich momentan bin, keine Ahnung.
Da ich über eigentlich keine Modellbahn mehr verfüge (und wohl auch nicht mehr plane) und auch nicht ein Strauch gesetzt oder Haus geplant und gebaut, kein cm Gleis verlegt usw. habe, würde ich mich eher als Theoretiker nennen.
Schau mir weiter nach meinen Ansprüchen schöne Modellbahnen an (egal ob im Internet oder auf Messen und Veranstaltungen), kaufe was mir gefällt und lass diese Sachen am Stammtisch fahren. Zuhause wieder ab in die Schublade und das war es.

Also wäre meine Bezeichnung:

Theoretischer Modellbahner.

Gruß Rudi
#16: Das hat was ! Darüber muss ich wohl endlich mal nachdenken !
Grüße
Gert

#11 Sven: "Lange Sätze": Weil ich den ganzen Tag "Vorträge" halten muss...damit (manchmal sehr nötig) wenigstens irgendwas ankommt.

"Profis": Meinte nicht "berufliche" Tätigkeit...

DANKE für eure Beiträge !!!

Guten Morgen,

wenn man betrachtet was spielende Kinder beim Spielen machen, so ist fest zu stellen, dass sie immer in irgendeiner
fanatsievollen Form die Wirklichkeit nachspielen. Insofern sind alle Modellbahner, egal wie stark sie sich am Vorbild orientieren "Spielbahner" Und spielen ist sicher etwas sehr positives und alles andere als abwertend. Die Unterschiede beim Modellbahnhobby ergeben sich lediglich aus verschiedenen Graden von Orientierung am Vorbild bzw. verschiedenen Graden an notwendiger Fantasie. Ganz ohne Fantasie wird es trotz digitaler Möglichkeiten wohl nie gehen.
Seien es die Radien oder die stummen unbeweglichen Figuren oder die fehlenden Gerüche von Dampfloks oder stinkenden Autos, oder Wind, Regen, echter Schnee. Ohne mehr oder weniger Fantasie geht nix. Und das ist  auch gut und schön so.

keep groovin´und über den Tellerand lookin´
Arno
Hallo Gert!

Ja, bekennender Spielbahner!
Hauptsache es fährt vernünftig - ohne ruckeln oder sonstwas. Wenn alle Stränge reißen, auch auf dem Testkreis - wenn es sein muss auch für Stunden .

#8 - Ja!

Sonst, aus meiner Sicht, auch viele viele gute Antworten!!

#20 - Schlusswort!

BG, Lutz!
Moin moin aufs' Gleisbett,

man kann Dinge kategorisieren (und das ist gerade in wissenschaftlichen Bereichen auch durchaus sinnvoll).

Man muss es aber nicht - gerade im außerberuflichen Bereich (bloß!) nicht.

Einzige Kategorie bei mir ist:

Die Züge folgen kategorisch zwei Schienen, die im Abstand von fortwährend rund 9mm montiert sind.

Alles andere ist unbefangene Freiheit, Fantasie. Tun & Lassen, was ich will.

Eben "meine Welt", in die ich mir von niemandem "reinreden" lasse.

An recht vorbildlich gestalteten Fahrzeugen erfreue ich mich trotzdem (nicht nietenzählerisch, sondern vom gesunden Gesamteindruck her): Faszination.

Beste Grüße, Norrskenet
Ich bin Pippi Langstrumpf-Bahner.
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....
interessant wäre auch noch wie groß die Anlagen sind (Abmessungen, Fläche, Gleislänge, wieviel Ebenen, Anzahl und Länge der gleichzeitig fahrenden Züge  etc.....)
Gruß Uli
(Abmessungen, Fläche, Gleislänge, wieviel Ebenen, Anzahl und Länge der gleichzeitig fahrenden Züge  etc.....
.....beim Teppichbahner, oder beim Schachtelbahner ๐Ÿ˜†.........und was ist mit denen, die ihre Schachteln in den Club oder zum Stammtisch mitbringen๐Ÿ™‚
Hallo Rimbert,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Modellbahner: versucht eine möglichst real wirkende Anlage zu bauen, vorbildnahe Gestaltung mit hohem Anteil Landschaft ist wichtig,


Beim hohen Anteil Landschaft muss ich Dir widersprechen. Was Du sicher meinst ist, dass die Anlage nicht mit Gleisen überladen sein sollte und in jede Ecke noch etwas unrealistisch reingequetsch werden sollte. Da gebe ich Dir recht und würde ich als Kriterium für eine Spielbahn sehen.

Ich kenne aber einige, die sich als Modellbahner verstehen, die ihre Anlage einfach als einen Ausschnitt einer möglichen Realität betrachten, aber sozusagen recht nah neben den Gleisen abschneiden. Wenn ich da einen Bahnhof realistisch nachbilde, bleibt nicht mehr viel Platz für Landschaft, trotzdem ist es nicht unrealistisch überladen, Es ist eben ein realistischer Ausschnitt. Der Anschnitt der Landschaft sollte natürlich trotzdem dann auch gut gestaltet sein.

Hier mal ein Beispiel von mir: Eine An-der-Wand-Anlage. Ziel war es, lieber einen Bahnhof richtig nachzubilden, statt irgendwas hinzuquetschen. Die Landschaft stellt nur den Übergang zum Rand da, trotzdem ist das hier glaube ich nicht als überladen zu betrachten

https://up.picr.de/48155300gx.jpg

Viele Grüße

Dirk
Ich bin der Meinung, dass eine Modellbahn ihren Namen Modellbahn erst verdient, wenn es so ziemlich nah am Vorbild orientiert ist oder der Fantasie entspricht, aber es genau so im original hätte sein können.
Von Modellbahnen gibt es leider nicht all zu viele. Am extremsten finde ich z.b. die Bertelsmann Anlage. Das ist Modellbahn in Reinkultur. Besser geht es nicht mehr.
Im allgemeinen die ganzen Anlagen von Herr Brandl würde ich dem Begriff Modellbahn zu ordnen.
Ich kann und möchte da jetzt nicht alle nennen, aber z.b. die Rheinfort Anlage, RheineNord, usw. sind auch solche Anlagen.

Viele andere sind für mich Spielanlagen. Muss nicht schlecht sein, aber nicht meins.

Irgendwann ist das alles mit dem Begriff Modellbahn als Sammelbegriff mutiert. Und davon kommt man dann nicht mehr raus.

Die typische Frage von Fremden ist ja immer, wenn man sagt, was man als Hobby macht: "Ah schön. Was hast du denn? Märklin oder Fleischmann?"
Das verstehen dann eben neutrale Menschen  als Modellbahn.

Rudi
Hallo,

Wikipedia gibt eine verwertbare Auskunft, Auszüge:

Zitat - Antwort-Nr.: 666 | Name: Wikipedia

Eine Modelleisenbahn ist die verkleinerte (Maßstab kleiner als Eins) Nachbildung von Teilen einer „großen“ Eisenbahn.

Für Kinder angebotene Modelleisenbahnen ähneln einer „großen“ Eisenbahn weniger als die für Erwachsene gedachten. Letztere, die auf eine relativ hohe Detailtreue gegenüber „großen“ Eisenbahnen achten und diese oft durch intensiven Eigenbau erhöhen, bezeichnen sich selbst als Modelleisenbahner und auch nur ihre Modelle als Modelleisenbahnen, während jene robusten Modelle für Kinder als Spielzeugeisenbahnen gelten.

Modelleisenbahner sind keine homogene Gruppe.



Die sehr unterschiedlichen Ansprüche unserer "inhomogenen Gruppe" in Sachen Massstäblichlichkeit und Vorbildtreue spiegelt sich in den bisherigen Antworten.

Ich habe vor einiger Zeit eine Liste mit Archetypen von Modelleisenbahnern begonnen.
Die bisher hier aufgetauchten Begriffe boten leider kaum neues. Also bitte weitermachen

Ich denke aber, dass der Begriff Modelleisenbahn landläufig auch für Spielzeugeisenbahnen verwendet wird, wenn es sich nicht gerade um Lego, Playmobil oder vergleichbares handelt. Damit werden sich die Puristen wohl abzufinden haben.

VG Freetrack

@ 27

Ganz meine Meinung, Rudi!!!

Gruß
Marco
Guten Tag in die Runde,
..."Modellbahner" oder "Spielbahner" - beides faellt unter die Rubrik "Hobby"....und ein Hobby ist eigentlich eine ganz persoenliche Sache, die dem Hobbyisten ganz persoenlich Spass macht....und sich damit allen Kriterien entziehen sollte...
Andererseits scheint es in jedem Hobby Bereich - sei es Karnickel Zuechter, Kegel Verein oder eben Modellbahn - viele Zeitgenossen zu geben, die ihr Hobby ohne selbst-geschaffenen Stress-Faktor nicht betreiben koennen....
Ob sich Zeitgenossen, die etwa dem Modell Flugzeugbau oder Modell Schiffsbau froenen, auch den Kopf darueber zerbrechen ob sie sich nun als "Modellflieger" oder "Spielflieger" bzw "Modellschiffer" oder "Spielschiffer" bezeichnen sollen...?
meint nachdenklich augenzwinkernd
FreddieW
@30 FreddieW

Genaus so sehe ich das auch, nur jeder für sich selbst kann entscheiden als was er sich sehen möchte.

Gruß Holger
Freddie, ich war mal aktiver Modellflieger im Scale Bereich. Der unterschied sich u.a. in Giant Scale, regular Scale und Standoff Scale. Dazu gab‘s natürlich Motorflug, Segelflug, Kunstflug, Drehflügler und weiss der Teufel was noch alles. Also mindestens so divers wie wir Modellbahner. Dazu kam eine in den späten 90ern einsetzende Professionalisierung, bei der man als normaler Freizeit-Hobbyist bei Wettbewerben kaum noch mithalten konnte.

Verglichen damit ist Modellbahn echt relaxed ๐Ÿ‘

LG Mike



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Wer einen sehr großen Park sein Eigen nennt, und mit der echten V80 im Park hin und her fährt, den würde ich auch als Spielbahner nennen.

Aber wer zuhause im Zimmer eine kleine Modellanlage nach dem großen Vorbild wie oben Park mit V80 sein eigen nennt, dann darf ich ihn als Modellbahner nennen.

Alles reine Ansichtasche.

Grüße Henning
Ihr könnt euch nennen und bezeichnen wie ihr wollt. Es Ist mir egal. Es ist eben meine Interpretation von dem Begriff.

Man kann doch sachlich darüber diskutieren, wenn man will. Ich sehe es eben so und lass mich auch gerne von Gegenargumente inspirieren und der Austausch von Argumente hat noch nie geschadet.

Natürlich sind meine Aussagen auch hart an der Grenze, dass weiß ich selbst, aber es ist eben meine Meinung. Ich habe keine Angst meine Meinung offen kund zu tun. Um irgendwie beliebt zu sein und seiner Ansichten zu verbergen habe ich keine Lust (mehr).
Allen kann man es eh nicht recht machen und deswegen bleibe ich mir lieber selbst treu.

Wie schon gesagt, für eine sachlich geführte Diskussion bin ich immer zu haben. Oder als vier Augen Gespräch auf Frauenchiemsee. Da bin ich noch einmal zu finden. Wohl an, traut euch. Aber eben sachlich.

Rudi
Zitat - Antwort-Nr.: 34 | Name: BGL-Rudi

Um irgendwie beliebt zu sein und seiner Ansichten zu verbergen habe ich keine Lust (mehr). Allen kann man es eh nicht recht machen und deswegen bleibe ich mir lieber selbst treu.



wie richtig

"The best weight you'll ever lose is the weight of other peoples opinion of you"

oder:

die Meinungsfreiheit, die einem niemand nehmen kann, ist die Freiheit von der Meinung anderer. Grüße an Nancy
Hallo,
bei dem Thema tritt man wohl unweigerlich jemandem auf die Füße.

Selbst würde ich mich als Spielbahner bezeichnen, weil ich keine reinen Ausstellungsanlagen baue, die in der Gestaltung ganz andere Anforderungen haben. Meine 7 qm N-Anlage brauchen einen Spielwert (Betriebswerk, Lokwechsel am Grenzbahnhof, Schiebedienst an der Rampe). Damit bin ich ja schon nach den harten Kriterien kein Modellbahner mehr. Auf läppische 7 qm passt da vielleicht nur ein leichter Bogen einer eingleisigen Nebenbahn mit Haltepunkt.

Nee, mal im Ernst. Wir kaufen alle im Modellbahnladen. Spielen ist nichts ehrenrühriges. Warum kommt oft dieses Schubladendenken? Um andere Anlagen oder deren Betreiber abzuwerten oder sich selbst abzugrenzen? Oft geht damit eine Verbissenheit einher, weil man selbst den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Es einem nicht leicht von der Hand geht eine Anlage wie auf Ausstellungen zu sehen zu erschaffen. Die Gewissheit zu haben, dass man sein Projekt zu Lebzeiten nicht schafft, wenn man sich nicht vollständig von der Außenwelt isolieren will. Dann kommt noch jemand runter in Deinen Keller und sagt Dir, dass Du ja immer noch nicht weiter gekommen bist. Deine selbstgebaute Finescale-Weiche wird nicht gleich als solche erkannt und gewürdigt. Der Knatsch ist vorprogrammiert und der Ruf den die Modellbahner haben hat sich mal wieder bestätigt, was uns dann alle vereint.

Eine Ausnahme gibt es jedoch. Die Leute, die mit den wirklich geilen Anlagen auf den Messen, die führen am wenigsten solche Diskussionen. Zumindest sind die dabei wesentlich gelassener. Aber die sind auch in einer anderen Blase. Die wenigsten von denen hängen in Foren ab.

Die eigenen Anforderungen runterschrauben. Sich freuen an den Fortschritten und auch mal vom Ergebnis überraschen lassen. Vielleicht erreichst Du damit nie Ausstellungsniveau, druckt niemand ein Sonderheft über Dein Schaffen. Aber Du hast vielleicht einfach mehr Spaß und Freude, statt Frust und Leistungsdruck, denen man ja eigentlich im Hobby entfliehen möchte.

Es gibt Modellbahnen mit Spielwert. Aber nicht jede Modellbahn ist auch eine Spielbahn ๐Ÿ˜‚

Viele Grüße
Frank



Ich bastle und spiele gerne mit der MOBA. Es ist für mich ein schönes Hobby, das auch einiges kostet. Ich gestalte nicht nach Vorbild, sondern einfach so, wie ich es schön finde. Die Perfektionisten unter euch sind zu bewundern und machen das toll, keine Frage, aber ich muss jetzt nicht bis ins kleinste Detail da rumdoktern und genau das Modell mit dem Vorbild akribisch vergleichen und den Finger heben, wenn was nicht vorbildgetreu ist. Es ist ein Hobby und soll Spaß und Freude bereiten.

Gruß Andy aus Duisburg



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Moin,

intersante Diskussion, hätte ich nicht gedacht, als ich den ersten Beitrag gelesen habe.

#Dirk: Stimmt, so ist es besser beschrieben. Das ist für mich Modellbahn.

#34 Rudi: Du beschreibst für mich ein zu enges Verständnis von Modellbahn. Da sehe ich eher eine Kategorisierung von Amateuren und Profis. Hier im Forum sind viele Modellbahn-Amateure aktiv, deinen Anspruch erfüllen die Profis.

Warum das Bedürfnis nach Kategorisierung? Es hilft eine Basis in der Diskussion oder der Hilfestellung zu finden. Wenn jemand im Bereich Gleisplanung Unterstützung möchte, hilft es mir zu wissen, was für ein Typ Modellbahner er ist. Wenn ich andere Themen lese und mich frage, ob ich eine sinnvolle Antwort geben kann, versuche ich den Fragesteller für mich einzuordnen und zu prüfen ob es ein gemeinsames Verständnis gibt.
Ich sehe mich als Modellbahner und kann mich auch in die Interessen eines Spielbahners hineinversetzten. Beim Betriebs- oder Vorbildbahner tue ich mich schwer, ist nicht meine Welt, also schreibe ich auch nichts.

LG Rimbert
Hallo Frank #36

Ja, in gewissen Sachen hast du bestimmt recht. Zumindest bei mir.
Z.b. der Punkt der Verbissenheit.
Zum Schluss meiner aktiven Tätigkeit mit dem Hobby Modellbahn, war es schon stressig für mich. Auch meinetwegen Verbissen. Man steigert sich irgendwie rein und versucht krampfhaft, daß es so genau wie möglich ist.
Wenn es aber klappt, ist man schon stolz und fühlt sich fast unsterblich.
Nur ist dieses Gefühl bei mir zum Schluss fast nicht mehr eingetreten. Es war mehr ein Zwang und alles andere wie Hobby und Spaß. Und diesem Zwang wollte ich mich nicht mehr aussetzen. Deswegen von 100 auf 0 und nichts mehr machen.

Aber trotzdem bleibe ich bei der Kategorisierung von Modellbahn und Spielbahn.
Wenn ich andere Modellbahn Anlagen sehe, kann ich mir vorstellen, welche Arbeit in dieser steckt. Wieviel Details zu finden sind und das sich der Erbauer sehr viel Gedanken gemacht hat. Sprich, ein Abbild der großen Welt.

Das Spielbahner und Modellbahner Spaß an ihrer Anlage haben, habe ich nie in Frage gestellt. Jeder auf seiner Weise.

Aber wenn ich sehe, dass ganz enge Bögen im sichtbaren Bereich verlegt werden und man sich wundert, dass die BR01 diese nicht schafft und entgleist, denke ich mir: mit einer 'Modellbahn' wäre das nicht geschehen. Es sieht auch schöner aus. Und manchmal ist auch weniger mehr.

Rudi
Hallo allerseits,

vorab - ich bin ganz und gar bei Rudi.
Das möchte ich ergänzen:
In dieser eigentlich gutgemeinten Fragestellung (Spiel- vs. Modellbahner) steckt leider ziemlich viel Konfliktpotential. Woran liegt das? Dazu ein kleiner Gedankengang:
Umfasst man die Gesamtheit der MoBa-Interessierten als gestufte Pyramide und ordnet auch die unterschiedlichen Interessen und - Achtung wichtig! - künstlerische Fähigkeiten bei gleichzeitigem Fachwissen zu, so mag sich von der Situation eine gewisse Vorstellung ergeben. Beides zusammen ist nämlich nötig, um zu dem winzigen Kreis absoluter Spitzenmodellbauer zu gehören. Das ist beispielsweise der schon genannte Herr Brandl, oder auch ein Floris Dilz, um mal auf besagtem Spitzenniveau zu bleiben. Nun, wieviele dieser herausragenden Modellbauer mag es wohl geben?
Das Problem in der Diskussion ist die Akzeptanz. Oft wird sofort die eigene Legitimät zur Diskussion gestellt, dabei ist das gar nicht nötig, denn niemand zweifelt daran oder würdigt die Interessensvielfalt herab.
Jeder mag sein persönliches Gusto selbst bestimmen und festlegen, was Freude bereitet. Völlig in Ordnung und legitim - ob Schachtel,- Spiel,- Rangier,- Teppich (...) - bahner, bis hier ist alles prima und entspannt.

Allerdings vermute ich, dass sich ein Herr Brandl oder ein Herr Dilz nicht mit der "Pyramidenbasis" und auch nicht an dem mittleren oder sogar höheren Pyramidenanteil "messen" lassen.  Diese Art der Modellbauer bilden die absolute Pyramidenspitze. So, wie es (gemessen an der Einwohnerzahl) nur vergleichsweise wenige Menschen des öffentlichen Lebens aus Sport, Kultur und Kunst gibt, so verhält sich das auch mit den herausragenden Werken dieser wahrhaften Modellbaukünstler. Das gilt es schlicht anzuerkennen. Neben den genannten Modellbaukünstlern gibt es auch noch andere herausragende Beispiele und Projekte, deren Intention nicht dem hier im Faden öfter erwähnten "Spieltrieb" geschuldet sind. Rudi zählte bereits auf...
Seien wir doch mal ehrlich:
Solche extrem wirklichkeitsnahen Umsetzungen sind ganz weit weg vom im Startbeitrag zitierten "Spielbahner" - aber das gilt es eben auch zu akzeptieren - und hier liegt das Problem.
Da bin ich auch wieder bei Rudi, der bekanntlich selbst ein begnadeter Modellbauer ist:
Fabelhafte Modellbahnanlagen, oder auch einfach nur Modellanlagen (ohne Schwerpunkt Bahn), sind fernab von den handwerklichen, fachlichen und künstlerischen Möglichkeiten der Allermeisten unter uns. Diese Anlagen sind Kunstwerke, überaus rar und haben bestenfalls die Spurweite mit dem Mainstream gemeinsam.

Das meint uNdercover

Hallo in die Runde,

insgesamt möchte ich doch alle hier versammelten als dem Hobby Modellbahn zugehörig zu bezeichnen, denn unter Spielbahn finde ich nur Spielzeug für Kleinkinder.
Aber mit einer kategorischen Unterteilung dieses Hobbys in Modellbahn und Spielbahn habe ich kein Problem. Ihr dürft mich gerne Speilbahner nennen, den wie viele andere hier lege ich keinen Wert auf absolute Realitätstreue. Sei es im Blick auf NEM-Vorschriften oder reale Vorbilder oder exakte Epoche.
Meine Anlage hat gerade mal 140x60 cm, deshalb fast nur Radius 1 und 2, Ich bewege mich hauptsächliche in Epoche VI, aber vieles habe ich aus meiner Jugendzeit in Epoche IV übernommen. Trotzdem versuche ich eine einigermaßen realistische Landschaftsgestaltung zu verwirklichen. Aber nicht um jeden Preis (im Hinblick auf die verwendeten Materialien oder Zeiteinsatz)! Ich muss schon aufgrund der mir möglichen Anlagendimension viele Kompromisse eingehen, aber bis jetzt bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Ich bewundere diese absolut detailverliebt gebauten großen Anlagen, Module oder Dioramen der Modellbahnspezialisten und schaue mir da gerne auch was ab.  Jedoch habe ich nicht die Zeit, Muse und auch nicht die Fertigkeiten um in diese Sphären aufzusteigen. Ich denke, dann würde sich mein derzeitiger Spaß an der Moba schnell in unsäglichen Druck verwandeln.

Grüße Stephan
Was ich auch noch einmal erwähnen möchte: Es geht mir hier nicht um ein Ranking, wer hat das beste und schönste erschaffen. Und um meine Anlagen erst dreimal nicht.
Vielmehr geht es mir um das umdenken. Muss es wirklich noch eine Drehscheibe sein, anstatt dort ein wenig Landschaft zu gestalten? Es homogener wirken zu lassen. Und der Anlage ein wenig Weite zu vermitteln.

Warum werden Zugbildungen derart verrissen, weil ein winziges Detail fehlt. Falsche Radsätze usw.. Aber gefahren werden diese Züge, wenn sie dann endlich perfekt sind, auf Anlagen mit 90 Grad Kurven, abenteuerlichen Weichenverschlingungen usw.. Warum ist man dann da nicht mit sich selbstkritisch?

Klar, es muss sich keiner für sein Tun und seiner Arbeit rechtfertigen. Wenn ihm das gefällt, perfekt. Warum sollte er das dann ändern. Es kommt Freude auf und somit hat er alles richtig gemacht.
Aber es ist dann für mich eben keine 'Modellbahn', sondern eine 'Spielbahn'.

Wenn ich in H0 die 'Gleiswüste' anschaue, fällt mir jedesmal beim schauen die Kinnlade runter. Es ist im Endeffekt auch eine fiktive Situation, aber dermaßen genial umgesetzt. Da kommen Züge einfach traumhaft zur Geltung.

Und das möchte ich damit auch anstoßen. Wenn ihr das nächste Mal eure zehnte Anlage abreißt, überlegt mal, ob ihr dann nicht mal auch eine 'Modellbahn' bauen wollt. Eure schönen Züge werden es euch danken.

Rudi
Morgen Rudi,

gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass eine möglichst maßstäbliche Umsetzung der Wirklichkeit das Ziel sein sollte?

Wozu?

VG Freetrack

Edit:
Zitat - Antwort-Nr.: 39 | Name: BGL-Rudi

Es war mehr ein Zwang und alles andere wie Hobby und Spaß. Und diesem Zwang wollte ich mich nicht mehr aussetzen. Deswegen von 100 auf 0 und nichts mehr machen.



Vielleicht, weil du deiner Fantasie zu wenig Platz eingeräumt hattest?

Eben die EIGENE Phantasie! Da ist die Anzahl der Nieten sowieso Nebensache!
Gruß
Gert
#41 - Stephan

Ja!
Ganz genau so und wie viele andere ebenso!

Ein, für mich schöner Fred .

BG, Lutz!
Hallo,

bin zwar nicht Rudi, aber auf deine Anmerkung möchte ich trotzdem antworten:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass eine möglichst maßstäbliche Umsetzung der Wirklichkeit das Ziel sein sollte?

Wozu?


Es geht nicht um "Gesetze", weder um Geschriebene, noch um Ungeschriebene.
Auch geht es nicht darum zu "missionieren", oder den persönlichen Wert zu hinterfragen. Ebensowenig ist eine Herabwürdigung anderer Konzepte gemeint.
Vielmehr ist das Bewusstsein für die Unterscheidung zwischen überzeugendem, durchdachten Modellbau und Anlagen mit Spielcharakter gemeint.
Das ist aber keine "Vorgabe", sondern kann absolut nur ein ureigener Anspruch an sich selbst sein. Das beantwortet letztlich auch die Frage, wer eher Modellbauexperte ist, oder sich irgendwo anders sieht.
Beides ist schließlich völlig legitim und jedem soll "sein Ding" die größtmögliche Freude bereiten.

Meiner Meinung nach sollte man sich dann konsequenterweise zu der entsprechenden Fraktion bekennen.
So finde ich, dass die herausragenden Werke eben auch eine herausragende Bezeichnung verdienen und somit gebe ich Rudi völlig Recht:
Modellbahn ist etwas fundamental anderes, als alle übrigen Konzepte. Die Orientierung bietet der Blick in die Natur und die damit verbundene Frage: Erkenne ich das Wechselspiel stimmiger Farben, Formen und Dimensionen? Könnte ich es visuell als Bild und sogar überzeugend als Modell umsetzen? Das ist eine künstlerische Begabung. Wer als Modellbauer diese herausragende Begabung besitzt, misst seiner damit verbundenen Auseinandersetzung mutmaßlich auch eine andere Prioriät ein, versteht es nicht als netten Zeitvertreib.

Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob sich jemand monatelang mit der Erstellung eines einzelnen Gebäudes auseinandersetzt, oder ein "Faller"-Häuschen zusammenklebt. Ebenso die Umsetzung der Vegetation, ein fließendes Landschaftsbild hebt sich eben von völliger Überfrachtung ab. Von sanften Gleisbögen und perfekter Illusion eines vorbildorientierten Banbetriebes wollen wir gar nicht erst reden...
Wer das erkennt und auch umzusetzen vermag, gehört sicher zu den Experten.
In der Diskussion geht es aber vorallem um das Erkennen.

Wenn sich nun die vermutlich doch große Mehrheit auf den "Schlips getreten fühlen" mag, so gebe ich auch zu Bedenken, dass herausragende Experten sich ebensowenig auf noch so legitime und phantasievolle Spielkonzepte reduzieren lassen wollen. Trotzdem kann man einander gegenseitig akzeptieren.
Dazu sollte man dann allerdings auch wissen, welches Feld man bedient.
Die Schlüsselwörter sind also "Erkennen" und "gegenseitige Akzeptanz".

Viele Grüße
uNdercover

So, ich nochmal kurz.

Hallo uNdercover. Da gebe ich dir recht. Ich möchte doch nicht missionieren oder Regeln aufstellen. Oder zumindest ein klein bisschen missionieren, Es soll doch jeder bauen wie er kann und möchte.
Was ich aufzeigen wollte, waren die Vorzüge einer schön gebauten Anlage. Auch ohne reellen Bezug. Eben einer Modellbahn.

Zum Vergleich.
Ich gehe mal davon aus, viele kennen die 'Gleiswüste' Anlage.
Jetzt würde ich dort z.b. den 'Mozart' sehen, wie er elegant durch den Bahnhof durchfährt.. Ich finde, das hat doch was.
Im anderen Gegensatz sehe ich den 'Mozart' viel zu schnell in engen Kurven durchrasen.
So, und ich glaube kaum, dass sich jemand dieser Eleganz des Mozart auf der  Gleiswüsten Anlage entziehen könnte.

Und ist das doch nicht erstrebenswert? Finde ich zumindest.

Hallo Freetrack#43
Das mit einer fast zwanghaften Umsetzung des original ins Modell kann gut sein. Kann aber auch Spaß machen. Recherche treiben, in alte Zeiten eintauchen usw.. Aber auch da kann man natürlich übertreiben.
Deswegen schrieb ich auch, ein Modell erstellen, was es auch in echt geben könnte. Ohne Zwänge.

Rudi

Mir wird der o.g. Begriff zu oft despektierlich und stigmatisierend verwendet.
Er dient zu oft der Ausgrenzung von Modellbahnern, die keine schön gestaltete Anlage haben.
So kommt es bei mir jedenfalls an.

Zudem: Für mich zB ist es wichtig, dass meine Anlage glaubwürdig innerhslb meiner Regeln ist, Fotorealismus und realistische Betriebsabläufe sind mir teilweise wumpe.
Bin ich jetzt ein Spierlbahner?
Wäre mir egal.

Dass meiste dürfte eh irgendwo zwischen den Extrempolen "Reine Spielbahn" und "Realistische Modellbahn" liegen...


LG
Marcel

Hallo Marcel,

das stimmt, aber zumindest von meiner Seite ist es absolut nicht ausgrenzend, sondern eher analytisch gemeint.
Ein Hobbymusiker mag auch ein tolles Instrument spielen und sollte sich trotzdem nicht ausgegrenzt fühlen, weil er nicht einer herausragenden Band angehört. Andererseits muss man einer herausragenden Band eben das herausragende Alleinstellungsmerkmal auch zugestehen können. Darum geht es - und nicht um Ausgrenzung.

Allerdings ist es furchtbar schwierig, dieses heikle Thema nicht verletztend aufzubereiten. Irgendwelche Begriffe braucht es schließlich, um diskutieren zu können.
Und nochmal: Die persönliche Freude sollte die Motivation sein - dann ist auf jeden Fall alles richtig ๐Ÿ˜Š

Viele Grüße
uNdercover


Hallo Undercover,

letztlich ist es halt eine fast philosophische Debatte.

Man sollte möglichst beschreibend und nicht wertend da rangehen. Das macht schon deshslb Sinn, weil es niemals DIE perfekte Modellbahn geben wird.

Ich persönlich finde landschaftlich schlecht gestaltete Fahranlagen genauso öde wie einige perfekt ausgestaltete Schauanlagen, wo zwar realistisch eine Bahntrasse mit Landschaft nachgebildet wird, jedoch die Betriebsabläufe absolut langweilig sind.

Der Begriff "spielen" klingt - böse gesagt - zudem immer so wie "Kinderkram".

Ich schlage vor, deskriptiv ranzugehen:
ZB. Betrieblich vielfältig / eingeschränkt
Landschaflich realistisch / angedeutet


Aber selbst dieser Versuch kommt nicht ohne Wertung aus...

Die Frage ist vll auch die: wozu braucht es überhaupt eine Einordnung/Schlagworte?

LG
Marcel
#50 Hallo,

wann wären Betriebsabläufe nicht mehr langweilig?

Mit freundlichen Grüßen

Tf150150
Moin,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Mir wird der o.g. Begriff zu oft despektierlich und stigmatisierend verwendet.


Zeigt nicht genau diese Diskussion hier, wie alle Teilnehmer bestrebt sind, wertschätzend und sachlich zu diskutieren? Ich finde eindeutig ja.
Insofern kann ich nur sagen: Chapeau!
Die Appelle vom Anfang des Jahres für einen besseren Stil im Forum haben gefruchtet.

Ich freue mich auf weitere Diskussionen.

LG Rimbert
Eine Definition ganz ohne Wertung:

Spielbahner:  
Kaufen, Aufbauen, Spielen, ein bisschen rumbasteln und nach einer gewissen Zeit nach Überdruss und ewigem Ringelpietz verkaufen oder auf dem Speicher versenken.

Modellbahner:  
Eine MODELL-Eisenbahn, nach eingehender Planung. möglichst vorbildnah bauen,
Mit der Graduierung Nietenzähler. Freelancing, besessen oder gemächlich, entspannend,
meint ๐Ÿค”tto


Hallo Otto,

ich selbst würde dem Spielbahner nicht unterstellen, in die Überdrussphase und das Aufgeben zu laufen. Ein Spielbahner kann ganz sicher ganz lang und anhaltend Freude am Spielen haben.

Verzeiht mir, wenn ich nur den Eingangspost gelesen und ein wenig zurückgeblättert habe (und durch #52 erfreut die  Zusammenfassung der Tendenz gelesen habe, danke dafür).

M.a.W. kann alles, was ich gleich äußere, so schon mal vorgekommen sein:

Ich sehe mich als Modellbahner, sogar ambitionierten Modellbahner (was gar nicht heißt, dass ich nach Maßstäben anderer das erreicht hätte/könnte). Bin aber mit meinem Grad der Fähigkeiten weitestgehend zufrieden und kann mich auch immer noch verbessern und beobachte mit Zufriedenheit, dass das auch stückweise gelingt.

Aber ich bin auch gleichzeitig Spielbahner. Ich erlaube (mir), was (mir) gefällt. Das sind sicher keine wilden Abweichungen, aber manches finde ich einfach gut und dann passiert das so. Das betrifft einerseits Zugzusammenstellungen bzw. Epochenauswahl - also etwas "Transientes", was bei Bedarf eben wieder weggeräumt wird.

Aber auch "Unumstößliches", wie die Anlagengestaltung. In Zusammenhang mit der Epochenauswahl meines Fuhrparkes erlaube ich mir, sowohl Epoche I, Epoche II, als auch Epoche IV (DR) zu fahren. Das nicht gemischt, aber zwangsläufig passt mein Umfeld (Modellbahn) eben nicht perfekt. Es ist auf Epoche II abgestimmt, und damit "in der Mitte", aber es wird etliche Unstimmigkeiten geben (müssen).

Also bin ich diesbezüglich ein Spielbahner. Ich würde niemand übel nehmen, mich so zu bezeichnen, obwohl ich "ja, aber" einwenden würde; mehr im Sinne eines Hinweises.

"Spielen" sehe ich nicht als negativ. Spielen fördert die Entwicklung, entlastet vom Druck "zielgerichteter/sinnvoller Tätigkeit" und ist somit wahrhaftig entspannend, ist kreativ - rundum: positiv!

Viele Grüße
Frank
In einer neueren Epoche ältere Modelle zu fahren, auch gemischt, ist ja nicht grundsätzlich vorbildwidrig, denn Museumszüge gab es in neuerer Zeit immer. Sogar in seltsamen Mischungen, also Umbauwagen auf Donnerbüchse, und vorne dran dann noch ein 26,4-Meter-Büffetwagen.

Gruß
Falco
Hallo Frank,
Die Besitzer von Eisenbahnen, ob Spiel oder Modell, kann ich in meinem Bekanntenkreis nach meiner Definition sortieren ๐Ÿคฃ
Die Spielbahner kauften sich, zum Teil mit immensen Investionen eine Bahn, weils grad Modern, weil bei Anderen gesehen, weil der Junior sich das im Moment gewünscht usw.  Nach zwei Jahren nachgefragt, was den die Modellbahn mache, ach, nicht mehr interessant, wir machen jetzt Autotuning (oder irgendwas anderes).

Der Modellbahner hat den sogenannten  Mibanicusvirus im Blut und tut vieles, manche alles, für seine Bahn. Könner und Nichtkönner. Manche sind mit wenig zufrieden und nutzen das dann  so gut es geht. Andere haben Hallen und alles was der Markt bietet. Das sind für mein Verständnis DIE Modellbahner.

Mich hatte der Virus schon mit vier Jahren im Griff, als ich den Eltern bei einem Gemeindeausflug ausgebüxt bin und mich auf dem Bahnhof herumgetrieben habe. Dass die ganze Gemeinde mich in der fremden Stadt gesucht hat, war mir nicht so wichtig. Hauptsache Züge gesehen.

Gruß ๐Ÿ˜…tto


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