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THEMA: Welche Lok vor den Rheingold von 1928?

THEMA: Welche Lok vor den Rheingold von 1928?
Startbeitrag
Freddie - 21.04.25 22:59
Hallo Community.

Ich habe den oben erwähnten Rheingold Zug von Arnold. Ich weiß, dass vor diesem Zug eine DRG BR 18,5 eingesetzt wurde. Diese Lok habe ich tatsächlich nicht im Bestand. Könnte man auch eine Minitirx BR 17.2 vor den Zug setzen, oder wäre das völlig untypisch? Eine solche Lok habe ich gerade bekommen, digitalisiert und sie fährt sehr gut mit einem PD10MU Decoder. Zur Not hätte ich auch noch eine BR 01 die man zum Einsatz bringen könnte, allerdings ist das schon die DB Variante.

Eine BR 18 steht momentan nicht auf meiner Wunschliste, aber geht eine BR 17 überhaupt?

Zu der Lok (2077) habe ich auch noch eine zusätzliche Frage: es gab sie ja in mehreren "Altersstufen" und ich meine, ich habe Fotos von einer gesehen, bei der am Vorläufer eine zusätzliche Blattfeder (Kupferblech) verbaut ist. Dient die zur besseren Stromabnahme oder nur dem Andruck des Vorläufers auf das Gleis? Da wäre für mich eine Artikelnummer insteressant.

Danke euch vorab für Hinweise und Tipps.

Gruß
Freddie

Hallo Freddie,

ein Kompromiss wäre, den Rheingold mit der 18 201 / 02 0201-0 zu fahren. Zu DDR-Zeiten Mitte der 1980er Jahre wurde der historische Rheingold mit dieser Lok durch das Reichsbahngebiet gefahren.

Zum Glück kann ich auch einen meiner historischen Rheingold Züge mit der ARNOLD 18 505 fahren, Ich selbst besitze den von ARNOLD und den von Hobbytrain.

Viele Grüße
Wolfram

Ahoi!

Unter

http://www.heinrich-hanke.de/eisenbahn/reisezuege/rheingold_1928-1939.htm

und

https://www.stummiforum.de/t119810f35-Rheingold...glok.html#msg1330446

findet man gute Infos zu dem Zug und der Bespannung.


Eine BR 17.2 ist dort nicht aufgeführt, aber es gibt auch Bilder des Rheingolds mit einer P8 afaik. Es war also nix unmöglich meiner Meinung nach.

Und die Fixierung auf die 18.4-5, also die S3/6 ist übertrieben. Ab Mannheim südwärts war es nie eine S3/6, sondern entweder die BR 18.3 oder eine 01, die dann später auch den nördlichen Teil übernommen hat.

Cheers
Jens
Hallo Freddie, moin in die Runde,

noch ein paar Ergänzungen dazu; der o.a. Link zu Heinrich's Rheingoldseite ist schon ein sehr guter . Dazu würde ich mal bei Will vorbeikucken:
https://www.schlafwagen.net/index.php/rheingold-1928
Auch er weiß einiges dazu...

Als anfänglicher Ersatz für malade S3/6, BR 18.4 und 18.4-5, kamen P 8 und P 10, also BR 38.10-40 und BR 39 zum Einsatz. Letztere war ja schon seit 1922 im Einsatz und gerade für Mittelgebirge eine recht ordentliche Alternative zu den Edelrennern. Verbürgt sind wohl auch Einsätze der preuß. S 10 BR 17.0 und 17.1. Aber da sieht es ja für uns N-Bahner rabenduster aus! Das Modell wird ja seit ewigen Zeiten in der Umsetzung missachtet! Die S 10.2, BR 17.2, wie sie Mtx hat, dagegen waren dort eingesetzt, wo sie wenig Berührungspunkte mit dem Rheingold hatten. Viel im Norden und in Mitteldeutschland, aber auch im Westen. Da aber im Ruhrgebiet als Zugloks im Ruhrschnellverkehr.
Die 01 dagegen erschien zwar schon 1925 auf der Bildfläche, hatte aber anfangs mit Bahnbetriebswerken, wie Hof oder Erfurt, wenig mit dem Rheingold im Sinn . Erst ab etwa 1930 mit Auslieferung der dritten Lieferserie übernahm die Baureihe "die Regie" am Rheingold. Ab 1930 wurden die Offenburger 18.3, die bis dahin den Rheingold zogen, ab Mannheim durch die 01 ersetzt. Bis etwa 1937/38 hielten sich im nördlichen Teil noch die S 3/6, dann übernahm die 01 den Rheingold komplett ab Zevenaar...

Grüße
Roland
Genaugenommen gibt es "das" korrekte Lok-Modell für den Rheingold von 1928 für den Abschnitt Zevenaar-Mannheim in Spur N nicht. Es müsste eine "hochhaxige" 18.4 mit 2m-Triebrädern und "normalem" Führerhaus sein - alle N-Modelle (Minitrix und Arnold) haben normale Triebräder und Spitzführerhaus - ODER eine 18.5 OHNE Windleitbleche - alle N-Modelle der 18.5 (Minitrix und Arnold) haben aber Windleitbleche. Die 18.5 bekamen diese aber erst so ab ca. 1932.

Für den Abschnitt Mannheim-Basel ist die 18.3 (Badische IVh) korrekt, die es von Hobbytrain, Lemaco und Mintrix Fine Art gab. Zumindest von Hobbytrain weiß ich, dass sie die korrekte DRG Version hatten.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass 1928 die Wagen noch keinen "RHEINGOLD" Schriftzug hatten. Die Variante ohne Schriftzug gab es NUR von Minitrix in einem Set mit (falscher) 18.4. Die Wagen bekamen den Schriftzug erst ab 1931 (Minitrix, Hobbytrain und Arnold (ohne KKK!)).

Ab 1934 ist die 01 Zuglok zwischen Mannheim und Basel und ab 1937 auch zwischen Zevenaar und Mannheim.

Ausgiebige Diskussion in diesem Faden: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_sho...ige%20rheingold#aw21

Misha

Auf DSO gibt es ganz aktuell was zu einer RHEINGOLD-Sonderfahrt mit Dampf Mitte der 80er.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,11105080

Falls Du mit Deinem Zug auch mal einen Zeitsprung machen möchtest...

Gruß
Olaf
Ahoi!

Die Bezeichnung Rheingold 1928 steht für mich für Züge mit den ab 1928 bis 1939 verwendeten Wagen. Die Arnold Rheingoldwagen stellen aber den Zustand nach 1931 dar. Zu diesem Zeitpunkt zogen keine 18.4 mehr den Rheingold. Diese waren ab Juni 28 wieder zurück in Bayern im Einsatz.

Passend für die Arnoldwagen sind damit eigentlich nur 18.5, 01 und 18.3. Aber wer weiß was es alles so gegeben hat.
Cheers
Jens
Hallo.

Die Hobbytrain 18.3 war eine Überlegung von mir. Die Arnold 18.5 fährt digital nicht schön mit dem originalen Motor und fällt daher aus. Deshalb kam mir die 17 von Minitrix in den Sinn. Auf jeden Fall danke für die Links und Tipps.

Gruß
Freddie
Hallo,

wenn man bei https://eisenbahnstiftung.de/bildergalerie nach "Rheingold" sucht, bekommt man zwar hauptsächlich Nachkriegsbilder, aber eben auch einige vom Vorkriegs-Rheingold. Neben den erwähnten 18.3, 18.4, 18.5 und 01 auch folgende außerplanmäßige Bespannung mit einer guten alten P8:

https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/43045.jpg

Gruß Engelbert
Dazu kann niemand etwas sagen?

Zu der Lok (2077) habe ich auch noch eine zusätzliche Frage: es gab sie ja in mehreren "Altersstufen" und ich meine, ich habe Fotos von einer gesehen, bei der am Vorläufer eine zusätzliche Blattfeder (Kupferblech) verbaut ist. Dient die zur besseren Stromabnahme oder nur dem Andruck des Vorläufers auf das Gleis? Da wäre für mich eine Artikelnummer insteressant.

Danke und Gruß

Freddie
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Zu der Lok (2077) habe ich auch noch eine zusätzliche Frage:

2 Minuten auf Spur-n-Teile.de hat das zu Tage gebracht:
https://spur-n-teile.de/mtx-s10-031.html
Das Vorläuferfahrgestell sieht aus Metall aus und die Räder sehen nur einseitig isoliert aus. Das Blech liegt wohl über dem Vorläufer am Hauptrahmen an. Den Rest kannste dir denken.

Gruß
Andi
Hallo Andi,

die zwei Minuten hatte ich auch schon und: das Blech meinte ich nicht. Es ist von unten sichtbar gewesen. Allerdings bin ich nicht mehr sicher, wo ich das gesehen habe oder ob es sich um eine neuere Version der BR 17 handelt.

Trotzdem danke.

Gruß
Freddie


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