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THEMA: Nach wie viel Betriebsstunden "Gross-Inspektion"?

THEMA: Nach wie viel Betriebsstunden "Gross-Inspektion"?
Startbeitrag
verifier - 20.04.25 20:41
Hallo,

nach wie vielen Stunden im Betrieb nehmt Ihr Loks für eine große Inspektion und Wartung von der Anlage, auch wenn diese eigentlich noch gut fahren?

Danke für Eure Erklärung zu Eurer Vorgehensweise

Schöne Grüße

Manfred

Hallo Manfred,


Kurze und klare Antwort. Nie.

Ich bin bei sowas eher unfähig und habe Loks eher durch unnötige Wartung verloren, denn durch zu späte Wartung. Und heutige Modelle wie die Arnold 181.2 sind eigentlich nur noch mit Spezialwerkzeugen aus der Handyabteilung zu zerlegen.


Grüßle


Ralf
Moin moin in den Abend, Manfred,

sobald sie sich "ungesund" anhören oder seltsam (ungleichmäßig oder ruckelnd) fahren.

Überfettete wie z.B. Fleischmann-Tfz allerdings baue ich bereits nach erster Proberunde sofort auseinander, um sie gründlich zu entfetten und dem mit der Überfettung quasi garantierten späteren Verharzungs-Problem vorzubeugen. Was bei neueren Modellen dummerweise auch jeweils das Ab- und Wiederanlöten von vier Kabeln bedeutet: Echt nervtötend!

Die Angaben in den Betriebsanleitungen hingegen können nur sehr grobe Richtwerte darstellen, da unzählige Einflussgrößen (wie z.B. Raumtemperatur, Strecken-Charakteristik, Zuglasten, Zweirichtungseinsatz des Tfz) ganz bedeutende Einflussgrößen darstellen.

Last but not least: Welches Modell besitzt schon einen Einsatzstunden-Zähler?

Also: Hinhören, sensibel sein - wie man es letztlich auch bei Kindern und nicht schienengebundenen Haustieren tut.

Beste Grüße, Norrskenet
Erstmal Danke. Die Betriebsstunden zählt mein Digitalsystem....

Grüße

Manfred
Moin Manfred,

ich fahre eher nach dem Prinzip `don`t touch a running system`. Sofern es keinen Grund gibt, zerlege ich die Loks nicht. Es macht auch hier keinen Sinn, eine Wissenschaft daraus zu machen, die sich die Modelle unterscheiden. Auch die Art des Betriebs ist unterschiedlich. Eine Lok, die schwerere Züge auch über Steigungen zieht, ist höheren Belastungen ausgesetzt als z.B. ein kleiner Triebwagen.

Was sinnvoll ist, ggfs. die Drehgestelle mal zu reinigen und ein paar Tropfen Öl zu spendieren.

Gruß
Jürgen

Moin,

Wartung nur dann, wenn wirklich erforderlich. Für mich 2 (!) Kriterien : übler Geruch und überhöhter Stromverbauch.
Wenn die Lok nach dem Gebrauch stinkt, dann ist was "faul" mit den Kohlen.
Wartung wie bei Carsten im 1001 Blog erklärt.

Gruß
Gerhard
Kommt auch auf die Anlage an.  Was macht der Staub, hin und wieder ein Blick auf die Räder und Achsen der Loks und auch Wagen werfen und gegebenenfalls mal reinigen.
Ansonsten wenn die Lok anfängt zicken zu machen .
Gruß Björn
Hallo,
Da ich mehr Loks habe als auf die Anlage passen, wird nach Lust und Laune gefahren bis eine Lok streikt. Die wird aussortiert und die nächste kommt rauf. Ein kurzprotokoll zum Schaden wird erstellt. Wenn das "Ausbesserungswerk" voll ist (oder nix mehr zum fahren da ist) wird statt zu fahren gewartet, repariert und ggf Sammelbestellung nötiger Ersatzteile vorgenommen.
Die Freude eine Lok wieder fahrfertig zu bekommen ist fast so schön wie eine neue Lok aufs Gleis zu stellen.

Gruß aus Berlin

Ralf
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Überfettete wie z.B. Fleischmann-Tfz allerdings baue ich bereits nach erster Proberunde sofort auseinander, um sie gründlich zu entfetten und dem mit der Überfettung quasi garantierten späteren Verharzungs-Problem vorzubeugen. Was bei neueren Modellen dummerweise auch jeweils das Ab- und Wiederanlöten von vier Kabeln bedeutet: Echt nervtötend!


Das bekannte Fleischmann-Bashing. Echt nervtötend.
VG Tommes
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Das bekannte Fleischmann-Bashing. Echt nervtötend.


Nein, Tatsache.

Kai
Hallo Tommes #8,

ich kann da bei #2 kein "Fleischmann-Bashing" erkennen !

Gruß
Werner V.
Hallo Werner,
ich schon.
Ganz abgesehen davon war danach überhaupt nicht gefragt.
Aber damit keine Missverständnisse aufkommen: es ist für "mich" nervtötend.
LG Tommes

Hallo Zusammen,


Zurück zum Thema. Björn hat in #6 noch ein wichtiges Thema aufgebracht: Staub.

Ist lästig und für mich auch kein Grund, eine Lok komplett zu zerlegen. Meist reicht es, die Räder gründlich zu reinigen (mache ich mit dem Putzteil von DM) und mit einem nicht zu harten Borstenpinsel Fusseln zwischen Kontakt und Rad zu entfernen. Schlimmstenfalls Achsen ausbauen und reinigen. Der Rest bleibt unberührt.

Und seit ich die beiden Putzwagen von Lux regelmäßig fahren lasse, passiert das auch selten sehr selten. Nach einer Längeren Pause fährt der Staubsauger vor der Lok, dann verdreckt die weniger.

Und: Prävention ist viel schonender für die Loks als zerlegen 😉


Grüßle


Ralf
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Ganz abgesehen davon war danach überhaupt nicht gefragt.



???

Beitrag 2 hat doch ausführlich auf die Frage geantwortet........

Grüße
Frank
Hallo Frank,
es ging doch um Loks, die schon länger auf einer Anlage laufen.
Und nicht um die angebliche Überfettung von "neuen" Fleischmann-Loks. Oder sehe ich das falsch?
Ich besitze übrigens einige neue Fleischmann-Loks. Die laufen alle sehr gut.
Wahrscheinlich bin ich die totale Ausnahme.
Ist jetzt aber auch egal. Ich hätte das gar nicht erwähnen sollen.
LG Tommes
Das mache ich nach Gefühl. Man bekommt ja mit, welche Lok besonders viel fährt oder steht. Spätestens etwa alle drei Jahre entferne ich sämtliche Fettspuren und lege neu auf. Bei typischen Langstreckenfahrern halbjährlich. Immer auch die Beseitigung von Ablagerungen auf Radlaufflächen mittels Zahnstocher (dies auch bei allen Waggons).

Da bei mir fast alles mit neuen Glockenankermotoren unterwegs ist bin ich zumindest diese Antriebssorgen weitgehend los. Bislang zumindest.

Gruß
Olaf
Hallo zusammen,

die Erwähnung der Probleme bei neuen Fleischmann Loks sehe ich jetzt auch nicht als Bashing an. Die Kritik ist durchaus berechtigt und Fleischmann sollte sie sich einfach mal zu Herzen nehmen. Ich hatte das hier nicht erwähnt, weil es hier um länger im Einsatz befindliche Loks geht. Aber auch bei den neuen Fleischmann Loks gilt, wenn sie beginnen zu mucken werden sie zerlegt und entölt und entfettet. Ab da gilt dann die situative Wartung, falls erforderlich, wie bei den anderen Loks. So, wie oben schon erwähnt.

Gruß
Jürgen
@Thomas,

den Rest hast du aber auch gelesen ? Bei mir waren übrigens auch sämtliche neue Fleischmann Loks mit weißem Fett überzogen gefettet. Gibt es bei keinem anderen Hersteller so. Klingt komisch, ist aber so. Habe seit dem erstmal kein Interesse mehr an Fleischmann Loks, weil ICH nicht erstmal Modelle um die 300 Euro auseinanderzubauen, bzw. Kabel ab und anzulöten, damit sie angemessen laufen, weil out of Box laufen die nicht lange störungsfrei. Meine Erfahrung. Aber jedem das Seine....... Hat aber auf keinen Fall was mit irgendein Bashing zu tun, sondern die traurige Wahrheit.......die Fleischmann gepflegt am Poppes vorbei geht, weil ja kaum Reklamationen.....
Und wenn es bei dir nicht so ist, ist das auch ok.

Grüße
Frank
Hallo in die Runde,

sobald eine Lok anfängt zu ruckeln, nehme ich meist zuerst einen normalen Staubsauger zur Hand, und sauge direkt am Fahrgestell. Dann sieht man schon was so alles rauskommt. Meistens kommt dann kleine Staubwolle und die verhakten manchmal leicht am Kontaktfeder an seitlich Räder. Mit der Pinzette vorsichtig rausziehen. Man sieht es auch, wieweit Fett schon raus geht, da der Sauger ordentlich Luft zieht, dann überschüssige Fett entfernen. Dann läuft dann auch schon wieder ordentlich.

Wenn man aber Getriebegeräusche hört, dann muss unbedingt geschmiert werden.


Das mit Wartungsarbeiten muss man im Laufe der Zeit sowieso durchführen. Es sei denn, man kauft gleich neue Lok, wenn man Geld hat.


Grüße Henning
Hallo zusammen,


ich habe einen etwas größeren Fuhrpark. Ich führe auch Buch über die Lokeinsätze. Dementsprechend habe ich, fast wie bei der Originalbahn, diverse Fristen für kleine Durchsichten bis hin zur HU, bei der ich nach Möglichkeit die komplette Lok zerlege und reinige. Das basiert auf "jahrelanger" Erfahrung.

Und trotzdem fahre ich auch nach Gehör und nach optischen Fahreindruck. Da Analogbahner leistet mir ein analoges Amperemeter auch gute Dienste, denn die Stromaufnahme ist auch ein Indiz für die Leichtgängigkeit der Lok.

Werkseitige Ölung ist gerne ein Problem. Zuviel, zuwenig oder ganz am falschen Platz. Und bei manchen Hersteller verharzt der Schmierstoff auch noch. Und ja, da hat Fleischmann ein unschönes Roco-Erbe angetreten. - hier habe ich wirklich die Negativspitze, das Zeugs ist schwer aus dem Getriebe rauszukriegen, war früher bei den Roco-Loks auch schon. Ist einfach Tatsache.

Natürlich habe ich dabei auch schon Lehrgeld bezahlt. Aber mit der Zeit bekommt man Übung und Routine.


Viele Grüße
Christian Strecker
Moin moin nochmal,

an Tommes (@ 8, 11, 14):

Um es mal zu versinnbildlichen: Mit zuviel Fett im Tfz ist es wie mit zuviel Alkohol im Blut:

Wenn Du schreibst "Ich besitze übrigens einige neue Fleischmann-Loks. Die laufen alle sehr gut", dann beschreibt das nur den IST-Zustand.
Genau jenen hatte auch Fadeneröffner Manfred mit "auch wenn diese eigentlich noch gut fahren" dezidiert angesprochen.

Denn jener besagt hinsichtlich zuviel Fett an Bord (bildlich: wie bei zuviel Alkohol im Blut) sehr wenig aus über später NACHFOLGENDE PLAGEREIEN:
● Verfetteter Motor, was zum Tod desselben führen kann;
● Verfettete Kohlen mit Folgen wie vor;
● Verfettete Stromkontakte führen zu Kontaktproblemen, welche das gesamte Tfz elektrisch wie mechanisch übermäßig belasten;
● In Fett badende Gehäuse (da genügt schon ein hochsommerlicher Transport aus Arad) mit dem Risiko von Farb-/Bedruckungsauflösung.

Bitte beachte daher:
● VORbeugen ist weitaus besser, als durch unerfahrene Kurzsichtigkeit verursachte Schäden SPÄTER aufwändig heilen zu müssen.
● Tatsachen anzusprechen ist kein Bashing; jemanden hingegen unbegründet des Bashings zu bezichtigen, schon eher.
● Hätte ich das fettige Thema nicht am Rande angesprochen, hätte ich mich unterlassener Hilfestellung schuldig gemacht. Wir sind aber hier einander zu helfen, zu unterstützen.

Es war einmal ein Randthema.

Beste Grüße, Norrskenet

Hallo und Dank Euch allen,

der Hintergrund meiner Frage war der Überlegung meiner Vorgehensweise geschuldet.

Nach langer Krankheit geht es ans "reanimiere" der Anlage und des Fuhrparks. Da haben sich doch überall Problemfelder eingeschlichen.

Als erstes werde ich weiterhin Strecken "frei fahren". Bei fast 700 m Gleis eine Menge Arbeit. Auch manche Weichen mucken und das eine oder andere Digitalproblem hat sich eingeschlichen. Warum auch immer.

Man will zwar so schnell wie möglich wieder alles auf der Anlage haben, doch ob Reparaturen jetzt das Maß aller Dinge sind, glaube ich mittlerweile nicht mehr.

Buch führen wie schon beschrieben, zurück ins Lager oder auf Abstellgleise und erstmal das verwenden, was "zickenfrei" läuft.

Da bin ich momentan. Und doch trotz eigenen Regeln breche ich diese immer wieder, wenn ein Lieblingsstück auf die Anlage soll. Das ständige hin und her nervt mich dann selbst und rund um mich sammeln sich die ToDo´s.

Ich weiß, ein Luxusproblem und doch harte Arbeit.

Deshalb eröffne ich auch so seltsame Threats, weil immer was anderes im Kopf ist, ich aber auch so einiges vergessen habe.

Jetzt schöne Grüße, ich sollte einfach weitermachen, ohne mich zu verzetteln.

Manfred
Hallo Zusammen,
. ..nicht danach gefragt, aber hier öfters erwähnt:

Es ist die Sauberkeit der Anlage.
Genau genommen saugen die Loks eine Menge Staub in sich auf und verteilen den Dreck insbesondere in den offenenen alten Motoren. Etwas Öl oder Fett bindet das Ganze zu einer üblen Isoliermasse.

Je älter eine Anlage, um so anfälliger neue Loks, wo die Toleranzen auf ein Minimum gepresst sind. Bei älteren Loks ist man gewohnt, die Kohlen zu putzen bzw die klemmenden Radsätze oder Radflächen gelegentlich zu  reinigen.
Bei neuen Fahrzeugen will man es nur nicht glauben wo das Problem herkommt.

Daher schließe ich mich #6 und #7 an.
Gruß Sven
Hallo Manfred,


700m Gleis und lange Pause - da würde ich nochmal über einen Staubsauger nachdenken, egal, ob selbstfahrend oder der normale aus dem Haus (ganz klein gestellt und mit einen Pinsel den Staub aufwirbeln)

Feifahren ist keine gute Idee. Zumindest bei mir hat das noch nie funktioniert. Staub ist kein Schnee, es bleibt immer was liegen und schon morgen bist Du wieder auf Start, weil die Züge es mit Deiner Methode heute „grad so“ über den Staub schaffen. Und morgen nicht mehr.


Grüßle


Ralf
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

● VORbeugen ist weitaus besser, als durch unerfahrene Kurzsichtigkeit verursachte Schäden SPÄTER aufwändig heilen zu müssen.
● Tatsachen anzusprechen ist kein Bashing; jemanden hingegen unbegründet des Bashings zu bezichtigen, schon eher.
● Hätte ich das fettige Thema nicht am Rande angesprochen, hätte ich mich unterlassener Hilfestellung schuldig gemacht. Wir sind aber hier einander zu helfen, zu unterstützen.


Nein, war kein Bashing von mir. Du erzählst das hier so oft, dass es mir eben aufgefallen ist.
Hallo Ralf,

Das "Freifahren" umfasst natürlich mehrere Schritte.

- Großer Staubsauger wo geht
- Batteriezug mit 9V Block, Rocoschleifer und ersten Putzzwerg von Noch
- Normales Doppelgespann mit Schleifern, Zwergen und Tomix Staubsauger
- Zuerst Propanol Fahrten (mit Kanüle auf Zwergen)
- Dann Gleisreiniger SR
- Weiter mit Wattestäbchen in großen Abständen ATF aufbringen, vor allem bei SBF Einfahrten.
- Ab jetzt jede Woche Reinigungszug über alle Strecken (Kalendereintrag)

Bis dato zu 75 % gut fahrbar geschafft

Schöne Grüße

Manfred
Hallo Manfred,

ob man es jetzt so akribisch nach Regieplan machen muss, weiß ich nicht. Saugen zuerst ist natürlich eine gute Idee. Später kann ein Tomix oder Lux hilfreich sein.

Zum Freifahren habe ich bisher immer meine Roco Reiningswagen eingesetzt. Lappen oder Wattestäbchen mit Isopropanol an kritischen Stellen. Das reicht in der Regel.

Im Regelbetrieb laufen bei mir viele Reinigungsszwerge unter Güterwagen. Das hält die Gleise eigentlich recht gut sauber.
Dann fahre ich immer mal mit den Roco-Wagen. Zum Einsatz kommen auch ein MTX Reinigungswagen mit Jörger Filz und ein FLM Reinigungswagen (ex Roco), umgerüstet auf Jörger. Die haben einen geringeren Reibungswiderstand.

Man kann auch Noch Reinigungszwerge mit Isopropanol oder SR 24 befeuchten. Oder man nimmt den Wagen von Herkat.

All das stellt einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb sicher.

Gruß
Jürgen


Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Man kann auch Noch Reinigungszwerge mit Isopropanol oder SR 24 befeuchten. Oder man nimmt den Wagen von Herkat.


Hallo zusammen,
Die Reinigungszwerge kann man mit Spüli recht gut selber reinigen und müssen so viel weniger durch neue ersetzt werden.
Gruss Beat
Hallo Beat, die kommen bei mir sogar in den Geschirrspüler.....


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