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THEMA: GAM Umbausätz für Analogbetrieb ??

THEMA: GAM Umbausätz für Analogbetrieb ??
Startbeitrag
Lou - 13.04.25 11:54
Hallo N-Freunde

nun ist wieder ein GAM aus einem Umbausatz gestorben. Kann es denn sein, dass die Motoren für den analogen Betrieb mir Standardtrafos (Halbwelle 100Hz) nicht geeignet sind, da dort ja Spannungsspitzen bis zu 19 V auftreten können. Wenn man im Datenblatt von micromotor stöbert, findet man dort Angaben für 12V (max. Spannung? oder  Dauerbetrieb?)
Wer kann helfen?
Danke und Grüße
Ulrich


Hallo Ulrich,

es sind nicht die Spannungsspitzen, es ist die niedrige Frequenz die dir reichlich zuverlässig jeden GAM früher oder später himmelt.

Viele Grüße
Rico

Hallo,

das hat mit der Frequenz nicht unbedingt etwas zu tun. Mein ältester Faulhaber läuft schon 39 Jahre, die ersten 10 Jahre mit niederfrequenter Impulsbreitensteuerung, seitdem mit 100 Hz Halbwelle. Manche GAM's (wie die alten Faulhaber 1219 oder 1016) sind nicht tot zu kriegen, andere sterben schon nach wenigen Jahren. Das hängt m.E. eher mit der Qualität von Wellen und Lagern zusammen. Da schein es erhebliche Unterschiede zu geben. Hochtourige Motoren sind in der Regel empfindlicher als niedertourige.

Gruß Engelbert
Eben habe ich Nachricht von micromotor.eu erhalten, die ich allen Interessierten hier zum Studium empfehle!
Leider wird beim Erwerb der Umbausätze nicht explizit darauf hingewiesen, dass eine Einbau für Analogbetrieb nicht ganz problemlos zu bewekstelligen ist, schade!


"Unsere Glockenankermotoren haben ein Nennspannung von 12 bis 14 Volt. Ab 16 Volt verkürzt sich die Lebensdauer schnell. Uns sind KEINE Modellbahntransformatoren bekannt, die 19 Volt Gleichspannung liefern. Es muss immer mit Last gemessen werden. Glockenankermotoren arbeiten mit einer guten Gleichspannung.

Neben einer zu hohen Spannung kommt es bei Glockenankermotoren auch zu Ausfällen, wenn eine niederfrequente PWM Regler verwendet wird. (Zb. Trix EMS, Arnold Mehrzug-Steuerung, Modellbahn per Computer (MpC), Roco ACS, Gaugemaster-Regler mit Rangiersysteem, Anfahr- oder Bremssystemen - Zb Conrad/Uhlenbrock)

Wenn Ihr Halbwellengleichspannung nicht geglättet wird, ist dies dasselbe wie ein niederfrequentes PWM-System und dies ist für Glockenankermotoren (Egal welche Marke) nicht geeignet."

Übrigen habe ich mit einem Multimeter gerade die Spannung am GAM 0812 unter Last bei voll aufgedrehtem Regler (MTX)-analog) gemessen. Dort wird sogar 20,5V angezeigt!!

Gruß  Ulrich
Moin,

wäre interessant zu erfahren um welches Lokmodell es sich handelt und welcher Motor betroffen ist um zu sehen ob es ein Einzelfall ist oder ob es systematische Fehler gibt.
Motoren können mechanisch kaputt gehen : Lager und Verschleiss am Kommutator/Bürsten/Kohlen.
Motoren können aber auch thermisch kaputt gehen. Eine Überbelastung führt zu stärkerer Erwärmung, wobei sich dann die Verklebung des Glockenankerns auflösen kann. Motoren mit Eisenanker können da vermutlich kurzzeitige thermische  Überlastungen besser wegstecken wegen der Masse des Ankers  und der meist besseren Luftdurchströmung, den diese Motoren haben.
Oft finden ja die 8mm Glockenanker Anwendung in den Umbausätzen. Deren Leistung reicht meist aus, Bei schwergängigen Loks mit ungünstigen Getriebe ist aber auch Überlastung möglich. (vielleicht noch zusammen mit intensiven Anlageneinsatz)

mit Grüßen

Jens
Hallo Jens,

die Motoren sind quasi neu, das alles ist nach wenigen Betriebsminuten passiert, also so im Testbetrieb, Getriebe und Lager wurden zuvor gereinigt und minimalistisch mit Fomblin gefettet (µ-Dosis). Es handelt sich übrigens um MTX T3-Modelle mit übersichtlicher Treibgestängegestaltung, da hakelt nix!!

Gruß Ulrich
Moin Ulrich,

wenn das die Uralt-T3-konstruktion ist, dann ist die Getriebeuntersetzung eher suboptimal.
Ich gehe mal davon aus, das die Lok "artgerecht" getestet wurde (keine F1 Rennen und keine Grenz -Zuglast-Dauertests).
Dann ist es in der Tat verwunderlich warum die Motoren nach wenigen Minuten kaputt sind.

(Ein Verspannen von Schnecke und Schneckenrad kann auch zu einer Überlastung führen - kann man manchmal gar nicht so leicht überprüfen - wenn z.B. keine Schwungmasse vorhanden ist an der man die Motorwelle drehen kann - es sollte ein minimales Zahnspiel im Eingriff Schnecke - Rad vorhanden sein)

Analoge  Modellbahntrafos gehen mit der Spannung ganz schön hoch, wenn diese unbelastet sind. Ein 1208 ist da auch keine grosse Last....  
Es ist mit normalen Modellbahntrafos meist ein Problem die Spannung so weit herunter zu drehen, dass die Lok mit GAM schön langsam fährt, weil der Trafo schon mit gepulsten 3-4V anfängt... aber kaputt gehen sollte da so schnell nix.

Da Glockenankermotoren Spulen ohne Eisenkern haben, ist deren Induktivität klein. Mit PWM Ansteuerung sollte daher die Frequenz hoch sein um auch an der geringen Induktivität der GAM genügend Glättungswirkung zu erzielen und so die Strom- und Wärmebelastung zu reduzieren.


mit Grüßen
Jens
Hallo Zusammen,

..  bevor hier Panik ausbricht, nochmal der Hinweis an die stillen Leser.
Motorendrehzahlen regelt man über Stromstärke oder Spannungshöhe....Wechselstrommotoren auch über die Frequenz (s. 8.Klasse)

Den Begriff "Analogbetrieb" verbinden viele mit Plug&Play - Trafo anstecken und ab geht's.

Diese Trafos sind reine Spannungsregler und es wird mit mehr oder weniger gut geglätteter Gleichspannung gefahren.  In meinen Tests wurde mit 2,5-4V gefahren und da geht auch nichts kaputt.

Was hier beschrieben wird sind Stromregler, die das gleiche machen wie der Digitalschaltkreis in der Lok. Bei 18V oder mehr wird dem Motor soviel Strom "genehmigt" wie er benötigt um "seine Drehzahl" zu erreichen.

Man muss nicht mehr erklären, wenn ein oberwellenbelaster Gleichstrommotor quasi mit dem Strom auch noch über die Spannung geregelt wird und dann die Leitergrenztemperatur der Wicklungen überschritten wird.

Nochmal.
Der normal verbreitete Analogbetrieb mit Trafo aus'm Laden ist hier nicht Gegenstand der Debatte.

Hoffe ich doch!
Gruß Sven
Hallo Freunde,

ich glaube die Problematik wurde hier nicht verstanden. Siehe #3. Es werden doch vom Anbieter Umbausätze für MTX T3 verkauft (siehe Prospektbilder) deren  Umbau ohne weiter Maßnahmen nie zum gewünschten Erfolg führen kann. Denn es sind bei diesen Modellen, oder auch am gesamten Anlagenkonzept, weiterführende Umbaumaßnahmne erforderliche um einen zufriedenszellenden Betrieb zu garantieren. Deshalb schade, und am besten Finger weg, und den alten Motor wieder hineinpfriemeln, denn wer hat schon von den alten Analogisties die zum sichern Betrieb der GAM  erforderlichen Fahrpulte? Der Hersteller ist natürlich mit seiner Aussage auf der sicheren Seite und verkauft munter weiter!

Gruß Ulrich
Hallo,

es handelt sich um Stelltrafos, da wird nix geregelt. In der Ausbildung haben die Professores darauf immer herum geritten.


Wir haben im Verein einen Haufen verschiedener Trafos, besonders schlecht schneiden die von Kleinbahn ab. Da ist nämlich zur Entstörung ein 0,47 uF Kondensator eingebaut, damit lädt sich die Ausgangsspannung im Leerlauf stark auf und bei geringer Belastung ist sie auch noch viel zu hoch - obwohl die Trafos angeblich (Aufschrift) bereits für 239 V gewickelt sein sollten.

Grüße, Peter W
Hallo Ulrich,

ich habe mich schon oft über die Beschreibungen in den online Angeboten von Händlern geärgert. Ohne "Ing. Studium" ist da teilweise kaum etwas zu verstehen. Da scheint nicht nur Dein Beispiel kennzeichnend zu sein. Eigentlich sollte es sich an Verbraucher mit "normaler" Bildung richten und zumindest online die entsprechenden Hinweise geben. Betrifft übrigens nicht nur die Technik sondern auch ob es "Rohlinge" oder  bemalte Modelle sind und viele Angaben mehr. Ich will hier aber keine vom Thread abweichende Diskussion lostreten.

VG Christian
Hallo Ulrich,

ich habe schon einige Fahrzeuge auf GAM umgebaut, Als Regler habe ich alte GFN Trafos 6755 sowie alternativ PWM Regler von Conrad mit 120Hz. Und weiter noch einen alten Arnold ASS mit Halbwelle (als zusätzlicher Ausgang).
Mir ist noch kein Motor bei den verschieden Reglern abgeraucht.

Als gefühlt schlechtester Umbau bzgl. Fahrverhalten ist der mit einem 1020er von DM Toys (micromotor)

Ansonsten habe ich ich einige Umbauten mit Sets von SB-Modell /Tramfabriek 6x15 und 8x16, sowie in Eigenregie mit 1015er und SM.

Entweder sind die Motoren fehlerhaft oder es ist beim Einbau ein Fehler passiert, oder die Schnecke passt nicht 100%. ich versuche eigentlich immer die Original Schnecke zu verwenden, oder eine passende aus Kunststoff.

Das es am Halbwellen Trafo liegt glaube ich weniger. Aber so eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig

Gruß Detlef
Hallo Detlef,

hier noch einmal aus #3 der entsprechende Absatz der Antwort von micromotor

"Wenn Ihr Halbwellengleichspannung nicht geglättet wird, ist dies dasselbe wie ein niederfrequentes PWM-System und dies ist für Glockenankermotoren (Egal welche Marke) nicht geeignet."

Kann man glauben oder nicht, jedenfalls sind sie damit aus dem Schneider!

Gruß Ulrich
Hallo,
Die Nachrcht von Mikromotor in #3 hat mich erschreckt.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Anfahr- oder Bremssystemen - Zb Conrad/Uhlenbrock)


Welche Austauschmotoren kann man denn bei  diesen Komponenten verwenden?
Ausschließlich Originale oder gibt es kompatible Motoren für Analog Betrieb?

Gruß aus Berlin

Ralf
Hallo,

ehrlich gesagt, bei der Antwort sollte man von diesem Hersteller keine GAMs mehr kaufen. Ordentliche GAMs vertragen das alles problemlos. Ich hatte schon Impulsbreitensteuerung, Halbwellenregler, Trix EMS, Fleischmann Prima Lux, Anfahr/Bremsbausteine, Gleisbesetzmelder, eigentlich alles was man sich so vorstellen kann. Und ich fahre seit fast 40 Jahren mit Glockenankermotoren, seit mehr als 20 Jahren sogar ausschließlich.
Prinzipiell ist es richtig, dass Gleichstrommotoren eigentlich auch mit Gleichstrom betrieben werden sollte. Das gilt aber für jede Bauart. Motoren guter Qualität vertragen aber einiges, und grundsätzlich sind Belastung und Betriebszeiten auf einer MoBa ja auch nicht so groß.

Gruß Engelbert
Hi in die Runde,

schon mal Gedanken darüber gemacht, wo der Preisunterschied zwischen einem Faulhaber oder Maxon Glockenanker und den China-Böllern herkommt? Sicher sind es zum Teil auch die äußeren Umstände, Fertigung in der Schweiz beispielsweise und "der Name". Aber der große Unterschied dürfte nicht alleine daher rühren, sondern zu einem Gutteil in der unterschiedlichen Entwicklung und Fertigungsqualität...
Die Problematik dabei ist, daß es durch das Überschwemmen des Konsumermarktes mit den Billig-Chinaböllern immer schwieriger und auch teuerer wird, an ordentliche Faulhaber und Maxon zu kommen. Und die "ewige Alternative", Mashima, hat auch die Produktion eingestellt...

meint grüßend
Roland
Hallo zusammen,
nur ein ganz "kurzer" Beitrag:
Ein Motor "raucht immer ab", wenn die Wicklungen oder andere stromdurchflossene Teile sich so stark erwärmen, dass etwas durchbrennt, also z.B. der Draht einer Ankerwicklung so heiß wird, dass er schmilzt. Ursache dafür ist bei einem "gesunden" Motor immer eine zu hohe Stromstärke. Dies natürlich auch als Folge einer zu hohen Spannung. Daher ist zu empfehlen, immer die Stärke des durch den Motor (durch die Lok) fließenden Strom zu messen und zu beobachten. Damit lässt sich sehr schnell herausfinden, ob irgendetwas nicht stimmt.
Durch die Form (= zeitlicher Verlauf) der Spannung allein, also ob PWM oder Halbwelle wird nichts durchbrennen, sondern allein wegen einer zu hohen Verlustleistung an der Motorwicklung, und dafür ist nun mal die Stromstärke letztendlich verantwortlich.
Als Beispiel: eine Glühlampe, die mit der Nennspannung und dem daraus resultierenden Nennstrom betrieben wird, hält prinzipiell nicht länger, wenn man sie mit Gleichstrom betreibt anstatt mit z.B 50Hz-Wechselstrom, bei dem ja dessen Spitzenspannung um ungefähr 40% höher liegt als die entsprechende Gleichspannung.
Die einzige prinzipielle Gefahr sähe ich bei nicht geglätteten Gleichspannungen, dass Schwingungen im Motor die Lager stärker belasten. Praktische Erfahrung habe ich aber damit keine.
VG  j_jakob

Gib den Umbausatz zurück. Ich hatte 03/2023 bei DM-Tois einen Umbausatz von Micromotor gekauft, bei dem der Motor 09/2023 Kurzschluss hatte. Allerdings digital, mit höchster Frequenz, gefahren. Nach meiner Reklamation bekam ich ein Retourenlabel und anschließend ein neues Umbauset. Die Lok habe ich dann schnell verkauft und seit dem, kommt mir kein asiatischer GAM mehr über die Schwelle.

Gruß von Aron
Hallo in die Runde,

und danke für eure Beiträge, ja, das mit den China-GAMs ist so eine Sache.

Ich möchte bezweifeln, dass die Eidgenossen in CH feritgen (bei deren Lohnkosten?).Ich glaube die Produktion ist lange schon nach PRC ausgelagert, schon deshalb um höhere Boni für die Bosse zu deren Zufriedenheit zu generieren, und damit haben wir dann warscheinlich ähnliche Qualität wie bei Ali. Vielleicht garantiert die Aussiebfunktion bei der Qialitätskontrolle einen höheren Standard, (die die dort durschfallen landen dann bei Drittanbietern).

Aber das hilft uns allen nicht weiter, deshalb habe ich noch einmal den Delinquenten so weit mir das möglich war, mit dem MM gemessen.

Widerstand =0, kein Durchgang, also sollte das Innere in Ordnung sein. Allerdings ist eines der Zuleitungskabel sehr lappig, so dass ich vermute, dass sich dort irgendwo ein Kabelbruch befindet. Kann man denn die Zuleitungen ohne weiteres Zerstören des Motorgehäuses irgendwie erneuern?

Zum sicheren Betrieb mit Modellbahntrafos aus ANALOGEN ZEITEN, sind wohl Änderunge nötig, die die Spannungsspitzen, sowie die Spannung generelle und zuverlässig herunterregeln. Also  der Einbau von KERKO und Z-Dioden mit passendem Vorwiderstand. Kann man alles machen und die Teile sind auch in SMD Technologie erhältlich  also auch klein genug für einen Einbau. Nur habe ich mir das so nicht vorgestellt. Kann jemand aus der Elektonikecke die benötigten Vorwiderstände berechnen, unter der Annahme des Einbaus von Z-Dioden ca. 7 V, zur Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit. MIr scheint die Sache nicht ganz so trivial zu sein!

Grüße Ulrich

Hallo,

Du könntest mit einer Nadel in die Isolierung einstechen und prüfen ob der Durchgang kurz nach dem Motorgehäuse gegeben ist. Dann dort abschneiden und neue Drähte anlöten.

Ich glaube auch dass da nicht der gepulste Sinus die Ursache für den Ausfall ist, sondern woanders liegt. Die oben kolportierte Aussage von Micromotor ist zweifelhaft, das gefällt mir gar nicht. Man wirft irgendwelche China Billigprodukte auf den Markt und redet sich dann aus der Gewährleistung heraus. Das ist nicht das, was ich von einem kompetenten Anbieter erwarte.

Grüße, Peter W
Hallo Ulrich (Lou),

nochmals:  wenn ein Motor "durchbrennt, abraucht", ist die Stärke des fließenden Stromes genauer des Effektivwertes der Stromstärke relevant. Diese gilt es zu messen und zu beobachten, wenn man ein Abrauchen verhindern will. Dabei sind Spannungsspitzen, entsprechend Stromstärkespitzen im Hundertstel Sekundenbereich wie bei PWM oder Halbwellen irrelevant, da thermische Verbraucher, hier durchbrennende Motorwicklung, träge reagieren und so schnell gar nicht die Stromstärkeimpulse "verarbeiten" können. Deshalb ist auch der Effektivwert als so eine Art zeitlicher Mittelwert aussagekräftig. Den misst auch das Multimeter. Bei GAMs im Leerlauf (
= ohne Belastung) sollten die Stromstärke deutlich unter 100mA liegen. Nach meiner Erfahrung im eingebauten Zustand mit Belastung nicht viel über 100mA. Da brennt dann auch nichts durch. Auch keine China-GAMs. Wenn bei der alten Minitrix T3 deine GAMs abgeraucht sind, stimmt nach meiner Einschätzung irgendetwas Mechanisches nicht. Mein 5 T3 mit dem Originalmotor ziehen bei Belastung einen Strom von ca. 100mA. Bei manchen in die eine Fahrtrichtung deutlich weniger. Das liegt an dem Zusammenspiel zwischen Schnecke und Zahnrad und an dem in Achsrichtung vorhandenen Lagerspiel der Motorachse. Je nachdem in welche Richtung sich die Schnecke dreht, wird die Motorachse nach oben oder unten gedrückt und erzeugt damit unterschiedliche Reibungswiderstände. Dies dürfte bei den GAMs aber anders sein. Kritisch ist auch, wie tief die Schnecke ins Zahnrad eintaucht. Je tiefer, desto größer die Reibung. Soweit meine Erfahrungen mit der T3.

VG j_jakob
Hallo nochmal,

Der Motor ist mit ziemlicher Sicherheit nicht wegen deines Trafos abgeraucht.
Die von dir beschriebenen "Schutzmaßnahmen" braucht es nicht und sie hätten deinen Motor wohl auch nicht gerettet.
Entweder war der Motor von Anfang an defekt, oder er war nicht korrekt eingebaut (Zahnspiel zu eng, Getriebe generell zu schwergängig) oder die Betriebsspannung war zu hoch (dauerhaft im Mittel deutlich über 12V). Spannungsspitzen führen nicht zum Durchbrennen der Spule.

Gruß Engelbert

Hallo,

hatte der GAM in der T 3 auch tatsächlich ZWEI Sinterlager? Da ist es vielleicht auch ratsam, das Horizontalspiel des Motors zu prüfen, weil in dem Fall ja Kräfte auf den vertikal stehenden Motor ausgeübt werden, vielleicht hatte ein Lager oder der Anker sonstwie blockiert/gefressen?

Grüße, Peter W
Hallo zusammen, ich fahre seit ca. 30 Jahren einige Loks mit Faulhabermotoren von SB-Modellbau. Bisher sind auch bei längeren Fahrten mit längeren Zügen keine Probleme aufgetreten. Allerdings fahre ich analog mit Heißwolf-Fahrreglern, aktuell mit 2 Heißwolf SFR 2000. Da lässt sich die Stromstärke sehr feinfühlig für jede Lok einzeln regeln und abstimmen. Anfahrt bei unter 1 Volt, bei einem längeren Zug auf meiner Anlage reichen 8,5 Volt als Obergrenze vollkommen aus. Bisher habe ich nicht feststellen können dass irgendeine Lok "heiß" fährt oder sich gar der Motor verabschiedet. Ich hatte schon mal überlegt auch bisher nicht auf GAM umgerüstete Loks mit einem GAM neu zu bestücken. Nach Euren Berichten werde ich dann aber etwas mehr Geld für die Anschaffung des GAM z.B. von Faulhaber einplanen.  
Hallo N-Bahner,
ich lese mal wieder eifrig mit. Ich habe selber etliche GAM von Micro-Motor im Einsatz und bislang keine Probleme.
Ich überwache allerdings die Stromaufnahme mit einem fest verbauten Amperemeter an der Anlage.
Weiterhin klebe ich die Motoren einfach nur ein. Bei einigen Loks kommen die Glockenanker auch nur in das alte Motorgehäuse.
Der Glockenanker hat ja keinen Lüfter , wie z.B. die alten Dreipoler von Fleischmann,
mit ihrem recht großen Abstand der einzelnen Wicklungen zueinander.
Wenn man den Glockenanker jetzt noch in eine Kunststoff-Thermo-Hülle ( genannt: Adapter) steckt,
kann ich mir gut vorstellen, dass die Kühlung nicht ausreicht.

Noch eine Betrachtung am Rande: Wenn der Motor fiepst,quietscht oder brummt
kann es nicht gut für die Lebensdauer sein. Lärm ist schließlich auch eine Form von Energie und wird hier unnötig aufgebracht.

Mit freundlichem Gruß     Stefan

Moin,

Auch wenn es bei den GAM Umbausätzen nicht so explizit dabei steht, ist mein Eindruck, dass es in erster Linie für eine Remotorisierung im Digitalbetrieb gedacht ist. ( analog funktioniert die Lösung teilweise auch - ob es dann aber eine merkliche Verbesserung ist - ist eher seltener der Fall ? - so meine Einschätzung)

Digital am Dekoder geregelt funktionieren diese China GAM recht gut - so meine bisherige Erfahrung.
Die mit ordentlichen Lagern und speziellen Drehzahlen angepassten Motoren sind schon ein gutes Angebot für Lokumbauer.

Habe mir heute mal das Datenblatt zu den Motoren von "Micromotor EU" angeschaut. Bei einigen Angaben bin ich mir nicht so sicher, ob diese so richtig sind - gerade auch den 0812S Motor betreffend.
Mag ja sein, dass der über 4 Watt verheizt, wenn man den Motor bei 12V blockiert.... dann ist er nach wenigen Minuten sicher kaputt.... und auch die 2 Watt im normalen Betrieb erscheinen mir zu hoch....

Zurück zu dem speziellen Umbau für die T3:

Wie auch schon andere hier schrieben, spricht meiner Erfahrung (von sicherlich 100 GAM Umbauten) nach - wenig dafür, dass eine "falsche" DC-Spannung einen GAM (im Nenndrehzahlbereich) so schnell kaputt macht. Hingegen hohe Ströme = Wärme machen aber die Motoren kaputt.
mechanische Überlastung z.B. durch zu wenig Zahnspiel im Getriebe oder durch mit Fügekleber gehemmte Lager.... könnten Fehler sein und führen zu hohen Strömen und dem Hitzetot.

Fehlerhafte Motoren kommen auch mal vor.... auch bei den Qualitäts Faulhaber -Motoren ist schon mal vorgekommen, das Magnete oder Spulen "aufgequollen" sind....

Warum ein solcher T3 Umbausatz im Analogbetrieb nicht ideal sein kann:
Der GA-Motor hat im Vergleich zum Eisenankermotor weniger eingebaute "Schwungmasse" - kommt bei Kontaktunterbrechungen schneller zum Stehen. Ist bei so einer kleinen T3 also keine Verbesserung.
Der GAM läuft schon mit niedrigen Spannungen und passt nicht so gut zu normalen Modellbahntrafos, die eher mit gemittelten 3-4V starten....
Das ist um so ungünstiger, wenn man nur den unteren Dehzahlbereich des Motors nutzen möchte, weil sonst die Lok viel zu schnell fährt. Mit einem Digitaldekoder ist es aber kein Problem nur die unteren 20% des Drehzahlbereiches eines Motors zu nutzen.... Ein elektrisch gepufferter Dekoder hält auch die Spannungsversorgung bei kurzen Kontaktunterbrechungen aufrecht....

Also gute analoge Antriebe sind oft etwas aufwendiger ! (angepasstes Getriebe und Schwungmasse)
Das kann dieser günstige GAM Umbausatz nicht leisten. (digital sieht das anders aus)

mit Grüßen

Jens

An Alle guten Morgen,

ich komme nochmal zurück. Also der Motor an sich ist nicht abgeraucht, sondern BEIDE Kontaktanschlussdrähte sind defekt und nicht mehr zu reparieren. Diese sind nur lausig an den beiden Kontaktfedern im Inneren  des Motörchens angelötet und ohne Außenkontakte stabilisiert. Also prädestiniert zum günstigen (für den Hersteller) Defekt. Der Motor ist nun geöffnet und nicht mehr ohne Spezialwerkzeug oder Montagevorrichtung reparabel. Zum Ausprobieren habe ich bei Ali 1 Ersatzmotor0,99€ inkl. Lieferung erworben. Mal sehen ob der genauso lausig ist.

LG Ulrich

Hallo Ulrich,
dann kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, warum du das nicht direkt so kommunizierst.
So gehen nicht nur meine Lösungsvorschläge völlig am eigentlichen Thema vorbei und man hätte sie sich sparen können.
VG  j_jakob
Ganz einfach,

weil das ohne Ausbau nicht zu sehen war! Entschuldigung für die Irritation! Dennoch war das Thema interessant und auch die Stellungnahme von micromotor finde ich äußerst bemerkenswert.
Im übrigen, gibt es auch keinen Beteiligungszwang. Hier im Forum. es ist alles freiwillig!!

Beste Grüße

Hallo Jens @25,

sorry, aber da muß ich mal eingrätschen.

Die GAM sind auch für Analog bestens geeignet und bringen da auch gescheite Vorteile.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Der GAM läuft schon mit niedrigen Spannungen und passt nicht so gut zu normalen Modellbahntrafos, die eher mit gemittelten 3-4V starten....


Läßt sich kostengünstig auch analog in den Griff bekommen.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Der GA-Motor hat im Vergleich zum Eisenankermotor weniger eingebaute "Schwungmasse" - kommt bei Kontaktunterbrechungen schneller zum Stehen.


da her plädiere ich grundsätzlich für SM, Umbauten ohne SM kommen für mich nur in Ausnahmefällen.
An der Lösung der elektrischen analogen Pufferung arbeite ich noch. Testaufbau mit Motor war schon erfolgreich, aber in der Köf2 (Arnold) habe ich das noch nicht integriert.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

mechanische Überlastung z.B. durch zu wenig Zahnspiel im Getriebe oder durch mit Fügekleber gehemmte Lager.... könnten Fehler sein und führen zu hohen Strömen und dem Hitzetot.


Volle Zustimmung.

Gruß Detlef
Hallo,

ich plädiere auch für die S(W)M!

Grüße, Peter W
Hallo

ich habe gestern einen GAM von MicromotorEU mit einem KIT von Trains160 in eine meiner BB7200 /15000 von Fleischmann verbaut. Da ich zunächst mal alle Lokomotiven auf diese Motoren umbauen möchte, habe ich mich zu diesem Test entschieden.

Fazit: der Einbau geht fix von statten, die Passgenauigkeit ist sehr gut, und die Fahreigenschaften sind hervorragend. Die Lok läuft ruhig, leise und sanft. Besser geht es eigentlich nicht mehr und wenn man bei dem Umbau gleich die Stromversorgung der Loks überholt (7361, 7360, 7362), dann ist das Resultat eine Maschine die auch heute noch absolut up to date ist,  Die Referenznummer ist Reference NF003G bei Trains160. Die Kits dürften denen von DM identisch sein.

Zugkraft ist besser als vorher und die Hitzeentwicklung der Motoren wesentlich niedriger als vorher



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