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THEMA: Rostschutz für Werkzeuge
THEMA: Rostschutz für Werkzeuge
gosswald - 13.04.25 00:23
Moin,
ich habe mir eine Radiuslehre (innen/außen) in der Bucht gekauft.
Alles Gut und Schön! aber leider nur aus billigem Stahl! (war zu erwarten)
Das Werkzeug ist leicht eingeölt bei mir angekommen.
Ich nutze das Werkzeug, wie viele andere Werkzeuge auch, ohne Handschuhe! D.h. es wird früher oder später rosten!
Ich kenne Balistol, aber ist das das geeignete Mittel um Werkzeuge vom Rosten zu schützen?
Welches Mittel benutzt ihr um Werkzeuge, die ihr mit den Fingern bedient vor dem Rost zu schützen?
(wenn die Werkzeuge nicht aus V2A/V4A sind)
neugierig
Günter
ich habe mir eine Radiuslehre (innen/außen) in der Bucht gekauft.
Alles Gut und Schön! aber leider nur aus billigem Stahl! (war zu erwarten)
Das Werkzeug ist leicht eingeölt bei mir angekommen.
Ich nutze das Werkzeug, wie viele andere Werkzeuge auch, ohne Handschuhe! D.h. es wird früher oder später rosten!
Ich kenne Balistol, aber ist das das geeignete Mittel um Werkzeuge vom Rosten zu schützen?
Welches Mittel benutzt ihr um Werkzeuge, die ihr mit den Fingern bedient vor dem Rost zu schützen?
(wenn die Werkzeuge nicht aus V2A/V4A sind)
neugierig
Günter
Ich habe verschiedene Gewinde- und Blattlehren. Trocken aufbewahrt passiert da nichts. Der sich nur teilweise bildende Flugrost ist hauchdünn und vernachlässigbar. Du machst Dir zu viele Gedanken.
Gruß Sven
Gruß Sven
Wuffychris - 13.04.25 08:53
Grüße alle im Forum,
mein Ausbildungsmeister hat mir vor fast 50 Jahren einen Trick beigebracht, wie man blanken Stahl vor Rost gut schützen kann.
Dafür das Teil entfetten (am besten mit Aceton), dann erwärmen etwa 80 Grad , damit sich die Poren öffnen und dann mit Vaselin einschmieren. Das Vaseline dringt dann tief in die Poren/Riefen ein und schützt das Material für lange Zeit. Ich hab noch ein Übungsstück aus meiner Ausbildungszeit, welches im Keller in einer Schublade liegt und seitdem kaum Rost angesetzt hat.
In meinem Keller ist es sehr feucht, aus den Wänden sintert es und Stahl sowie Alu werden stark angegriffen. Selbst lakiertes Material. Deshalb wunderts mich umsomehr, das das mit Vaseline behandelte Teil so wenig Rost hat.
Noch ein Trick etwas Rost wieder wegzubekommen: Zement mit Öl mischen und mit dieser Paste und Lappen bearbeiten.
Viel Spass, probiert es mal aus !
Christian
mein Ausbildungsmeister hat mir vor fast 50 Jahren einen Trick beigebracht, wie man blanken Stahl vor Rost gut schützen kann.
Dafür das Teil entfetten (am besten mit Aceton), dann erwärmen etwa 80 Grad , damit sich die Poren öffnen und dann mit Vaselin einschmieren. Das Vaseline dringt dann tief in die Poren/Riefen ein und schützt das Material für lange Zeit. Ich hab noch ein Übungsstück aus meiner Ausbildungszeit, welches im Keller in einer Schublade liegt und seitdem kaum Rost angesetzt hat.
In meinem Keller ist es sehr feucht, aus den Wänden sintert es und Stahl sowie Alu werden stark angegriffen. Selbst lakiertes Material. Deshalb wunderts mich umsomehr, das das mit Vaseline behandelte Teil so wenig Rost hat.
Noch ein Trick etwas Rost wieder wegzubekommen: Zement mit Öl mischen und mit dieser Paste und Lappen bearbeiten.
Viel Spass, probiert es mal aus !
Christian
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Wuffychris
dann erwärmen etwa 80 Grad , damit sich die Poren öffnen
Das musst du mal genauer erklären...
LG Didi
Wuffychris - 13.04.25 09:29
Zerleg die Lehre, reinige die Einzelnen Teile mit Aceton.
Dann wärme die Teile z.B. im Backofen auf ca 80 Grad und schmier die Vaseline drauf. Die schmilst dann, dringt in die Poren . Jetzt abkühlen lassen und den Restfilm von der Vaseline mit Lappen abwischen. Fertig !
Christian
Dann wärme die Teile z.B. im Backofen auf ca 80 Grad und schmier die Vaseline drauf. Die schmilst dann, dringt in die Poren . Jetzt abkühlen lassen und den Restfilm von der Vaseline mit Lappen abwischen. Fertig !
Christian
Ich meinte eher das mit den "Poren öffnen".
LG Didi
LG Didi
Ballistol ist gut, das schadet auch Deiner Haut nicht - im Gegenteil. Meine Waffen sind damit auch nach Jahrzehnten noch wie neu. Man kann damit auch wunderbar Holz-Gewehrkolben und ausgeblichenes Teakholz mit Wasserflecken auf Booten wieder auffrischen. Ein echtes Universalmittel.
LG Mike
LG Mike
Hallo Günter.
Das mit dem Rost habe ich auch. Jedoch meine Werkstatt ist trocken. Die Ursache bin ich selbst. Ich schwitze sehr schnell und die Folge, ........
Ich habe dortmals in meiner Lehre gelernt, das Mittel von Ambassador zu verwenden.
Dieses ist eine sandige fertige Paste, wo damit der Stahl mit einem Lappen gereinigt wird. Durch diese Reinigung wird der Flugrost entfernt und gleichzeitig wird das Material sozusagen imprägniert.
Dieser Reiniger gibt es in drei Varianten. Dünnflüssig, Paste grob und Paste fein.
Die Paste grob und fein habe ich neben meiner Drehbank stehen. Ab und an behandle ich dann meine Teile und gut ist.
Wenn du etwas davon abhaben möchtest, gerne.
Gruß Klaro
Das mit dem Rost habe ich auch. Jedoch meine Werkstatt ist trocken. Die Ursache bin ich selbst. Ich schwitze sehr schnell und die Folge, ........
Ich habe dortmals in meiner Lehre gelernt, das Mittel von Ambassador zu verwenden.
Dieses ist eine sandige fertige Paste, wo damit der Stahl mit einem Lappen gereinigt wird. Durch diese Reinigung wird der Flugrost entfernt und gleichzeitig wird das Material sozusagen imprägniert.
Dieser Reiniger gibt es in drei Varianten. Dünnflüssig, Paste grob und Paste fein.
Die Paste grob und fein habe ich neben meiner Drehbank stehen. Ab und an behandle ich dann meine Teile und gut ist.
Wenn du etwas davon abhaben möchtest, gerne.
Gruß Klaro
Hallo Zusammen,
....ich habe es schon lange nicht mehr angwendet und es ist schon eine erhebliche Weile her, dass ich von "Berufswegen" handwerklich aktiv bin.
Wir haben Präzissionsgeräte soweit sie aus Stahl waren, wie Abstandslehren, Höhenmaße usw aber auch Werkzeuge, damals in heißes Öl gelegt, welches in einer Blechwanne mir dem Tauchsieder bis zum blubbern erwärmt wurde. Dann wurde es auf einem sauberen Putzlappen abgelegt final abgewischt und in Backpapier (Ölpapier) in die Holzkiste zurückgelegt. Für manche Teile gab es sogar rote Samteinlagen, die trotzdem nie schmutzig wurden.
Heute sammle ich diese Silikagelsäckchen, die immer mal mitgeliefert werden und packe sie mit in die Holzkästchen mit den Geräten oder auch dem Stahllineal.
Mit dem warmen Öllappen wische ich aber immer noch nach.
Aber das ist alles eher Bestandteil der Oldtimerszene und daher mehr Garagengebunden ( riecht ja auch nach Öl).
Gruß Sven
....ich habe es schon lange nicht mehr angwendet und es ist schon eine erhebliche Weile her, dass ich von "Berufswegen" handwerklich aktiv bin.
Wir haben Präzissionsgeräte soweit sie aus Stahl waren, wie Abstandslehren, Höhenmaße usw aber auch Werkzeuge, damals in heißes Öl gelegt, welches in einer Blechwanne mir dem Tauchsieder bis zum blubbern erwärmt wurde. Dann wurde es auf einem sauberen Putzlappen abgelegt final abgewischt und in Backpapier (Ölpapier) in die Holzkiste zurückgelegt. Für manche Teile gab es sogar rote Samteinlagen, die trotzdem nie schmutzig wurden.
Heute sammle ich diese Silikagelsäckchen, die immer mal mitgeliefert werden und packe sie mit in die Holzkästchen mit den Geräten oder auch dem Stahllineal.
Mit dem warmen Öllappen wische ich aber immer noch nach.
Aber das ist alles eher Bestandteil der Oldtimerszene und daher mehr Garagengebunden ( riecht ja auch nach Öl).
Gruß Sven
Beitrag editiert am 13. 04. 2025 13:51.
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