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THEMA: Lasercut, 3D Druck und Plastikmodelle mischen?

THEMA: Lasercut, 3D Druck und Plastikmodelle mischen?
Startbeitrag
Kaya - 05.04.25 17:25
Hallo Ihr Lieben,

um die finale Lage meiner Gleise zu bestimmen suche ich mir grade Modelle aus, die zu meinem geplanten Ostseehafen passen.

Nun habe ich sehr filigrane aus Resin gefunden, einige super schöne Sachen im Lasercutverfahren, klassische gebrauchte Lagerhäuser und Kräne von Faller und Kibri, neue aus allen Materialien.

Ein paar kleine Sachen habe ich jetzt und empfinde die älteren Plastikmodelle eher als "Spielzeugmässig", einen 3D Portalkran als sehr grobschlächtig und plump, das Lasercutgebäude habe ich 3 mal geprüft, ob das vielleicht doch Spur Z ist, so filigran ist es. Dann gibt es andere Moselle aus Kunststoff, mit super feinen Details. Irgendwie finde ich kein System darin.


Meine Frage: kann ich einfach aussuchen was mir gefällt, nachher etwas altern, Plastikglanz reduzieren und es fällt nicht mehr auf, wenn die Lasercuthalle neben dem stabilen Fallermodell steht, die Gitarrenfabrik Warwick neben dem Schotterwerk von Walther und am DM Toys Anleger das Schiff von Artitek seiner Wege zieht, im Hintergrund eine Lasercutfabrik von Nordmodell? Gibt das ggf. einfach nur mehr Vielfalt, oder wirkt das doof, zusammengestückelt und unpassend?

Arbeitet ihr "sortenrein" mit nur einem Hersteller oder was mischt ihr und was nie? Worauf muss ich achten, um am Ende ein stimmiges Bild zu haben und keine Ausstellung der existierenden Techniken?

Ich bewundere so viele Eurer Anlagen hier, so dass meine Meßlatte ziemlich hoch liegt

Danke und viele Grüße,
Kaya

Hallo Kaya,

mattiert, mit Farbe behandelt und patiniert kann man 3D- und Plastikmodelle kaum unterscheiden, eher noch, weil 3D meist seltenere Motive zeigt und oft weniger verkleinert ist.

Lasercut kann ebensogut aussehen, man erkennt aber eher das Fehlen kleine Wölbungen und Gebäudeecken sind manchmal unschön.

Was Du beklagst, sind die verschieden alten Plastik-Modelle (teilweise 55 Jahre alte Formen) mit entsprechend unerschiedlichem Fertigungsstandard.

Du musst Dir jedes Modell genau ansehen (Abmessungen, Stil) und dann entscheiden (und mischen).

Bleibt noch zu sagen dass Plastik, 3D und Lasercut unterschiedlich patiniert werden müssen.

Viel Spaß und viele Grüße
Nimmersatt
Moin Kaya,

ich versuche nicht zu sehr zu mischen und einzelne Szenen aus zu einander passenden Gebäuden zu gestalten. Der Hauptgrund ist aber eher eine passende Maßstäblichkeit, weniger das Material.
Wie schon beschrieben, wenn’s gealtert ist, fällt’s nicht mehr auf, welches Material verwendet wurde. Ich bevorzug Lasercut, die Modelle sind präziser. Bausätze aus Plastik stammen meist aus uralt-Formen, die echt ausgelutscht sind.

LG Rimbert
Hallo, ich habe mir vor längerer Zeit das Betonmischwerk von DM-TOYS gekauft.
Das besteht aus einem Teil Lasercutbausatz und mehreren Plastikbausätzen.
Jetzt habe ich auch zum ersten Mal mit der Airbrush gearbeitet. Man muss einfach mal üben und sehen, wie man zurecht kommt.
Schönen Abend noch
Klaus Arnold

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Hallo Kaya,

wir leben modellbaumäßig in einer Zeit, in der man selbstverständlich so mischen kann, wie es von der Stimmigkeit passt. Wenn das bei Deinen Motiven so erforderlich ist, so sei es.

Die Sortenreinheit hat sich schon deshalb erledigt, weil bereits seit der Anfangszeit des Modellbau Zurüstteile aus Holz oder Messingschleuderguss zum Standard z. B. in H0 gehörten. Ich behaupte sogar, dass sortenreines oder gar herstellerreines Bauen eine Besonderheit der Modellbahn in Deutschland war.

Ich kenne aus alten Zeitschriften Bauberichte aus den USA oder GB, wo Selbstbau der Gebäude der Normalzustand war. Man stellte sich in Deutschland farbreine Plastikhäuschen hin, die völlig selbstverständlich vom Vorbild überwiegend aus Bayern oder BW stammten und erwartete eine passende Färbung der Spritzlinge, während im Plastikmodellbau das Nacharbeiten von schlecht passenden Spritzlingen mit Putty und das Lackieren mit der Airbrush zum Standard gehörten.

Lasercut und 3D-Druck sind neue Fertigungsarten, die den nochmals den Modellbau verbessern und über das bisherige Niveau hinaus bewegen können. 3D kann mehr, als Messingguss oder die Drehbank je möglich machten.
Was früher vor allem feinmechanischer Metall- und Formenbau als Fähigkeit war, ist nun dem CAD-Konstruieren und dem Umgang mit Fertigungsmaschinen abseits der Werkhalle gewichen.
Und wie hier schon öfter erwähnt: die neuen Techniken bei der Modellbahn nähern sich dem Modellbau schrittweise an und entsprechend besser sehen die Ergebnisse heute aus.

Weiterhin viel Spaß wünscht
Firefox
Hallo zusammen,

Ich finde auch, dass man sehr gut mischen kann, wenn der Gesamteindruck stimmt.
Hier mal ein paar bunte Mischungen aus umgestalteten Plastikfassaden, Gipsabgussfassaden, Lasercutfassaden und Dächern, Kartonmodellbau und Resinfassaden.
Ich finde, es geht. Hauptsache, wenig von der Stange
LG Thomas

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Hallo zusammen,

meiner Erfahrung nach kann man bei guter Farbgebung und Patinierung später rein optisch kaum noch unterscheiden, ob es sich um ein Modell aus Karton, Resin oder Kunststoff handelt.
Die Unterschiede zeigen sich meines Erachtens nach eher im Maßstab und in der Detaillierung. Gerade Lasercut-Modelle sind oft sehr maßstablich, während ältere Plastikbausätze oft etwas größer ausfallen. Materialbedingt überzeugen mich auch Handläufe und Geländer oder Knotenblecke aus Messing mehr als die viereckigen Handläufe aus Lasercutbausätzen. Natürlich gibt es auch untereinander Qualitätsunterschiede.

Ich persönlich baue möglichst maßstäblich und passend dazu beim Gleismaterial mit Code 40 Profilen. Für hat daher Maßstäblichkeit und Detaillierung höhere Priorität, als das Material. Es kommt auf den Gesamteindruck an und der sollte stimmig wirken.

Viele Grüße
Frank
Hallo zusammen,


bin auch beim Anlagenbau und auch die Gebäude sind dann bei mir Thema.

Und ich halte es so wie meine Vorschreiber auch. Ich verwende gemischt, teilweise alte Gebäude von der vorigen Anlage, die ich damals nicht bearbeitet hatte.

Also mit farblicher Behandlung (washing) und Mattlack aus der Spraydose bei den Kunststoff-Bausätzen kann man diesen den Plastiktouch sehr gut nehmen, und so passen die dann auch zu den Lasercut-Bausätzen, die ich in der Regel nicht behandle.
Vor allem bei alten, gebauten Bausätzen brauchte ich anfangs Überwindung, aber selbst die ersten alten Testhäuser sind so gut geworden, daß ich diese auf die jetzige Anlage auch stellen kann und werde.

Heute bleibt noch nicht viel anderes über also zu kombinieren. Auch wenn es inzwischen in den Sortimenten viele thematische Überschneidungen (= Ersatz) gibt, gibt es doch beiderseits noch Lücken.


Viele Grüße
Christian Strecker
Hallo,

eine Anmerkung zur Detailauflösung bei 3D-Druck:
die Auflösung von 3D-Drucken mit Filament ist meist > 0,2mm. Abhängig von Filament und Druckparametern können dann noch Artefakte auftreten. Dieselben Konstruktionen in Resin-Druck erreichen die prinzipbedingte Auflösung von <= 0,1mm.
Persönlich würde ich alles in Resin drucken, wenn nicht die Planscherei mit Ethanol o.ä. wäre. Als Konsequenz drucke ich das meiste in Filament, und stark detaillierte Teile in Resin.

Kleines Beispiel: ein Schwellenrost mit angedeuteten Kleinteilen ist zwar auch mit Filament druckbar, aber mechanisch nicht so robust und nutzbar wie Resin.

Grüße, Kurt


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