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THEMA: KI zur Anlagensteuerung einsetzen?
ich will jetzt mal produktiv "provozieren", und zwar mit der Frage, kann man KI zur Anlagensteuerung einer Digitalanlage günstiger und einfacher verwenden als hunderte Meter von Kabeln, zig Dekoder und was noch alles dazukommt verwenden, oder hat jemand sich darüber schon mal den Kopf zerbrochen hier im Forum?
Denn im Prinzip ist sowohl eine Analoge als auch eine Digitale, automatisierte Anlagenschaltung ja "nur" eine Frage des
WENN ZUG X hier ankommt passiert Y dafür muss Z geschaltet werden, und dann bekommt der auf A (B oder sonst was stehende ZUG) einen Ausfahrt oder Haltebefehl. Mit dem Einzug der Digitalen Lokdekoder sind alle Fahrzeuge die einen solchen verbaut haben, von der Zentrale ansteuerbar, und werden erkannt. Womit eigentlich schon die Basis zum Einsatz der KI besteht. KI macht ja nichts anderes als das was man ihr zeigt zu lernen und das Wissen wieder auszuspucken.....
Daher stelle ich mir die Frage ob das der nächste vereinfachende Schritt für das Hobby sein könnte
Ich hoffe auf eine aufschlussreiche Diskussion
LG
Patrick
als KI-Wissenschaftler/Ingenieur sehe ich hier durchaus Potenzial, eine Anlage mit einer KI steuern zu lassen. Hierfür kommen wahrscheinlich "klassische" Methoden des maschinellen Lernens aus dem automatisierten Fahren bzw. der Robotik am ehesten infrage.
Als Trainingsansatz für z. B. Reinforcement Learning könnte hier die Simulation einer MoBa-Anlage genutzt werden, welche in n-facher Geschwindigkeit durchgespielt werden können.
Ob das nun der Wunsch des privaten Modellbahners ist, nicht mehr selbst fahren zu dürfen, mag ich bezweifeln. Aber um einen interessanten Fahrbetrieb mit unterschiedlichen Szenarien ohne Fahrdienstleiter durchzuführen, ist das bestimmt einen Versuch wert.
Viele Grüße
Konze
die "AI" (artificial intelligence) im deutschen meist falsch übersetzt als künstliche Intelligenz (eigentlich ist es künstliche Informationsbeschaffung) kann hier sicherlich im Rahmen der Steuerung unterstützen. Aber auch diese benötigt dafür Sensoren und Aktoren - d.h. an der Verkabelung wird sich nur begrenzt optimieren können.
Denkbar wäre (zwecks Kabeleinsparung), Belegtmelder durch Kameras und Bildauswertung zu ersetzen. Ob das sinnvoll ist, wage ich aber zu bezweifeln.
Damit würde ich mal prophezeien, dass es hier eventuell im Bereich der Steuerungssoftware was tun könnte - dafüre müsste allerdings auch der Markt groß genug sein.
Die üblichen LLMs (die hier den KI-Systemen stehen) bringen hier nur wenig Vorteile.
Grüße Micha
Meine Meinung:Ich finde KI absolut überflüssig - ebenso das alle meine Züge automatisiert fahren und über einen Rechner gesteuert werden (müssen)!Die Lokdecoder sind gut das eben mehrere Fahrzeuge unabhängig voneinander steuerbar sind.Aber gerade diese händische Steuerung macht für mich den Sinn einer Modellbahn aus.Wenn erst alles automatisch läuft und ich nur untätig vor meiner Anlage sitze ist für mich der grosse Spaß vorbei!Diese Anlage habe ich ja auch in täglicher Arbeit über einen mehr oder weniger langen Zeitraum aufgebaut um den direkten Fahrspass zu Haben.
Aber wie schon erwähnt - ist nur meine Meinung
Gruß Udo
prinzipiell dürfte das funktionieren, KI muss halt vorher ausreichend trainiert werden. Gleispläne könnten eingelesen werden, allerdings dürfte man um ein intensives Einmessen der Loks nicht drumrumkommen, vor allem wenn sie individuel eingestellt sind. Aber weshalb sollten dann Kabel und Dekoder obsolet werden, wie Du schreibst? Weichen etc. müssen von der Steuerung/KI ja noch immer geschaltet werden. Lediglich Belegtmelder könnten verzichtbar werden.
VG Martin
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
WENN ZUG X hier ankommt passiert Y dafür muss Z geschaltet werden, und dann bekommt der auf A (B oder sonst was stehende ZUG) einen Ausfahrt oder Haltebefehl. Mit dem Einzug der Digitalen Lokdekoder sind alle Fahrzeuge die einen solchen verbaut haben, von der Zentrale ansteuerbar, und werden erkannt.
Die Frage ist - was willst du genau steuern?
Für einfache "wenn Zug im Block, dann Signal auf rot" brauchts keine KI.
Spannend wäre, wenn Elektroloks nicht auf Dieselstrecken dürfen, wenn Züge einer bestimmten Länge nur auf Gleis 1 und 4 einfahren dürfen, oder Nahverkehrszüge auf die Seite gestellt werden.
Ein Problem hast du dann allerdings schon, wenn dein IC mit der 103 statt der 101 unterwegs ist und die KI die Kopplung grad nicht kennt. Da müsste man dann Kamera und Bilderkennung oder ähnliches haben, sodass Dekoder/Lok mit einer Zulänge assoziiert werden können.
Sobald Schattenbahnhöfe oder Tunnels hinzukommen, nutzt Bilderkennung auch nur wenig, ausser du nimmst an, dass der Zug nicht entgleist und keine Wagen verliert;)
Signale musst du immer noch schalten, Rückmeldung von den Loks zur Positionieren wirst du auch brauchen. Von daher gehe ich davon aus, dass nicht viel Kupfer eingespart wird.
Ich fände da die Konzeptionierung und das Aufsetzen mit einer KI spannender als das Endprodukt. Dann kann ich nämlich gleich Trainsimulatie "spielen", wenn die KI alles für mich erledigt.
/Martin
Hallo,
dann müssten diese aber durch etwas anderes ersetzt werden. Irgendwie muss auch eine KI feststellen wo welcher Zug ist.
In Sachen Hardware wird sich da nur sehr wenig optimieren lassen.
Gruß
René
ich könnte mir schon vorstellen, dass eine KI einiges an Elektronik und Kabeln einspart. Die Kombination "wenn Signal rot, dann Stop" ist es jedoch nicht. So etwas lässt sich klassisch per Algorithmus abbilden.
Anderes Szenario. Die ganze Analge wird mit Kameras erfasst. Ein Signal zeigt rot. Die KI weiß das, weil sie das Steuerkommando mitgelesen hat. Es nähert sich ein Zug. Die KI weiß, welcher. Sie kann aus der Geschwindigkeit und den Abstand zum Signal Bremsparameter errechnen und der Lok übergeben. Sie erkennt auch eine eventuell zu schwache/zu starke Bremsung und korrigiert das exakt so, wie ein Mensch am Fahrpult das tun würde.. D.h., jeder beliebige Zug hält punktgenau an, ohne vorher eingemessen worden zu sein. Auch wechselnde Kombinationen. Auch solche Konstellationen wie "kurzer Zug hält in Bahnsteigmitte" lassen sich einstellen. Das hat zunächst auch nichts mit Automatikbetrieb zu tun, denn das Signal kann immer noch von Hand gestellt worden sein.
Vorteil: Die Sensorik entfällt komplett. Man braucht auch keine Widerstandsachsen mehr, denn ein entkuppelter Wagen wird zuverlässig erkannt.
Bei Automatikbetrieb sind manuelle Eingriffe jederzeit möglich. Das System erkennt die "Störung" und reagiert entsprechend, indem die Fahrstraßen gesichert werden und Züge ggf. angehalten.
Bei Blockstellen wird die Geschwindigkeit automatisch so eingeregelt, dass Züge nicht mehr anhalten müssen. Sie rollen langsam auf den nächsten Block zu, bis dieser frei wird. Oder man fährt im ETCS-Modus gleich "auf Sicht".
Zu sämtlichen Loks bzw. Triebfahrzeugen sind die Höchstgeschwindigkeiten bekannt. D.h., jedes Modell fährt auch gleich mit einer realistischen Modellgeschwindigkeit - von der Kamera überwacht und ohne Einmessvorgang.
Ich sehe hier insgesamt viel Potential.
Der schwierige Teil ist das Training. Jede Weiche, jedes Signal, jeder Haltepunkt und die jeweiligen Gleislängen müssen dem System bekannt gemacht werden. Man kommt nicht umhin, mit einem Trainingszug alle relevanten Stellen manuell anzufahren, damit die KI eiine Zuordnung zwischen Kamerabild und Realität herstellen kann. Viel Arbeit, aber weniger Arbeit als eine Unmenge an Gleismeldeabschnitten zu verkabeln.
Mit einer KI wäre auch ein reiner Analogbetrieb möglich, eben weil die Sensoren entfallen. Man braucht dann eben doch einzelne Abschnitte sowie eine Z-Schaltung mit mehreren Fahrreglern. Theoretisch ist sogar ein echter Analog-/Digital-Mischbetrieb möglich.
Grüße
Zwengelmann
im Forum von Rocrail hat jemand seine ersten Schritte des KI-Einsatzes im Schattenbahnhof vorgetragen:
https://www.rocrail.info/t29183f46-Schattenbahnhofsteuerung-mit-KI.html
Irgendwann werde ich das auch mal angehen, wenn meine Anlage soweit ist.
VG Ulrich
erstmal kann man Hardware nicht einsparen, denn die Züge müssen irgendwie kontrolliert werden. Also entweder Dekoder am Gleis oder in der Lok. Position muss ich auch bekommen, egal ob mit Belegtmelder oder Kamera oder Lichtschranken oder was auch immer.
Und was soll KI machen?
Als Anwender habe ich doch klar zu definieren, was eine Steuerung tun soll. Egal ob fahren nach Fahrplan, Zufall, ...
Und das Bahnbetrieb nach Vorbild klaren Regeln folgt, ist hinlänglich bekannt. Rangierfahrten vs. Zugfahrten, Flankenschutz, Signalabhängigkeit usw. Alles Dinge, die eine KI erst Mal lernen müsste, obwohl die Regeln einfach definiert sind und man sich den Umweg über das Lernen komplett sparen kann.
Kurzum: was soll das?
Ich sehe nicht, was KI hier leisten soll! Und wie lang soll die Trainingsphase sein, bis die KI irgendwie drauf kommt, was vorbildgerecht ist. Soll die KI dann Signale stellen und Modelle bewegen und ich als Trainer sage dann: nee, wieder falsch bis das Ding die Regeln rausgefunden hat, die ich vorher schon kenne?
Ich versteh den Ansatz einfach nicht!
Gruß
Klaus
Ich stimme dir zu:
Man kann Sensoren nicht durch eine imaginäre KI ersetzen
Viele kleinteilige Sensoren zur Überwachung der Strecken sind erheblich störungsfreier als eine irgendwo aufgehängte Kamera.
Beim Original gibt es andere Ansätze, wie man zB starre Blöcke auflöst, indem die KI dafür eingesetzt wird, intelligente Blockstrecken zu bilden, die fließend mit dem Zug davor und dahinter einen relevanten Puffer erzeugen.
Dies erreicht man aber nicht durch immer weniger Hardware ...
Viele Grüße, Franzi
von Hardware in Form von Einsparungen der Lokdekoder war nicht die Rede, die müssen ja weiterhin bestehen, aber ich kann mir vorstellen, dass ein solches System die genaue Position der einzelnen Decoder ausliest, und sie dann entsprechend ansteuert. Denn die Loks bekommen ja von der Zentrale die Anweisungen und umgekehrt geht das sicher auch. Der Lok / Weichen / Steuerungsdekoder wird auf alle Fälle in den Fahrzeugen verbleiben müssen, bei allem anderen bin ich mir nicht sicher, aber wie gesagt ist ja auch nur ein Brainstorming und keine Gewissensfrage,
Ob ich den ganzen Betrieb automatisiert haben wollte, weiß ich nicht, eher nicht. Zu den Schattenbahnhöfen irgendwo im Untergrund, meine Meinung ein No-Go, sowas muss immer im Griff- Sichtfeld des fahrenden Personals sein, wie das in den USA (da sind sie noch Vorbild) allgemein durchgeführt wird
@#11
Und woher weiß die "KI", wo sich welcher Decoder befindet, wenn keine Rückmeldung von Sensoren kommt?
Grüße
Hartmut
Also wieder Sensoren, der Stromverbrauch muss gemessen werden. Zweiter Teil geht nur, wenn die Räder nicht rutschen, weder beim Beschleunigen noch beim Bremsen
Fahren im gleitenden Blockabstand gibt es schon seit Jahrzehnten mit LZB. Um einen gleitenden Abstand auf einen vorausfahrenden Zug zu halten, braucht es nun wirklich keine KI. Und oh Wunder, man kann den Abstand auch zur Geschwindigkeit automatisch anpassen.
Ich hoffe, dass die absurd inflationäre Verwendung des KI Begriffs bald wieder aufhört.
Bald steht noch auf Leberwurst KI, weil die selbständig ohne Kühlung schlecht wird.
Regt mich echt auf sowas....
Gruß
Klaus
Ich nehme wahr, dass hier die KI nach meinem Geschmack zuviel mit dem heute Bekannten verbunden wird.
Ich versuche mal ganz andere Denkanstöße zu geben.
Zunächst mal löse ich mich davon, dass es unbedingt Spur N sein müsste.
Folgende Annahme:
Eine Lok hat als Sensor, z.B hinter dem Lokführerfenster eine Minikamera, oder ein Farberkennungssensor (wie z.B. bei Lego Mindstorms).
Dann könnte man die Lok auf einem Testoval trainieren, dass sie bei rotem Signal hält, gün gelb Langsamfahrt, Grün beschleunigt, usw.
Wenn sie dieses "gelernt" hat, könnte man auf einer Anlage neue Signale setzen, die durch die Lok selbst erkannt werden und dann zu den richtigen Reaktionen führt.
Lokomotiven, die man immer wieder für die selben Züge auf der Anlage einsetzt, z.B. einen Nahgüterzug mit Zustellen und Abholen von Wagen unterwegs könnten diesen Algorithmus selber lernen. Dieser Ablauf müsste nicht mehr, z.B. im Traincontroller programmiert werden. Auch ähnliche Züge würden dann richtig bedient werden, selbst wenn sie so zum ersten Mal gestartet werden.
Also dass wären meine Ideen.
Es gibt sicherlich mehr. Aber ich empfehle auch, einfach mal anders zu denken, als das, was schon da ist.
Viele Grüße von Jens
Könnt
ihr Mal ein einziges Beispiel aufzeigen, wo die KI hier irgendeinen Vorteil erbringen könnte?
Vielleicht hab ich aber auch nur einen Hang zur einfachsten und logischen Lösung. Dafür braucht es dann auch nicht viel meiner eigenen Intelligenz. Aber möglicher Weise übersteigt es meine Intelligenz, hier eine sinnvolle KI Anwendung zu sehen😀
Wenn ich die bisherigen Vorschläge lese, erscheint es mir, als wolle man einfachste regelbasierte Abläufe durch eine wie auch immer geartete, komplexe KI ersetzen, die man kompliziert anlernen muss.
Steht auch für mich hier gerade im Kreis.
Gruß
Klaus
Viele Grüße Holger
wie teppichbahner und ein paar andere schon schrieben bin ich auch der Meinung, dass dieser AI-Ansatz eher modischer Schnick-Schnack ist, der ein relativ einfaches System durch ein viel aufwändigeres ersetzen würde. Es beleibt bei einer Sensorig, um die Position der Fahrzeug festzustellen. Rechnen alleine reicht nicht, dafür gibt es zu viele Unwägbarkeiten. Kameras könnten an einigen Stellen mit vielen Gleisen bestimmt viele Gleissensoren ersetzen, sie sind aber bisher viel fehleranfälliger.
Außerdem wird gerne vergessen, das AI sehr viel Rechenaufwand bedeutet. Während Rocrail aus einem Pi läuft, braucht man dann schon einen guten, aktuellen PC, um in Echtzeit steuern zu können.
Wäre das so einfach, gäbe es bestimmt schon mehr Stellen, an denen autonome Züge führen. Bisher sind mir nur ein paar gut abgeschirmte U-Bahnsysteme bekannt.
Davon ab ist der oben genannte Einwand, dass ein Simulator im Vergleich zu dem Vollautomatischen Betrieb interessanter ist, nicht zu vernachlässigen. Oder gleich fernsehen, es gibt einiges in Mediatheken und On-demand-Diensten zu entdecken.
Gruß
Gerald
Hilfe, ich habe die Lösung, jetzt suche ich das Problem! Mich wundert, daß nicht vor ein paar Jahren hier diskutiert wurde, ob man seine Modellbahn nicht auch über Blockchains steuern könnte!
Dadurch, daß man seit 200 Jahren Eisenbahnen betreibt und kontinuierlich daran forscht, gibt es bei der Eisenbahn eigentlich nichts, was nicht durch "klassische" Steuerungs- und Regelungstechnik gelöst worden ist. Ob die Sicherungstechnik oder die Steuerung von Motoren und Bremsen: Man hat genügend solide theoretische Modelle, um das in den Griff zu bekommen. Selbst das automatische führerlose Fahren ist mit klassischer Steuerung kein Problem, genügend automatische People Mover, die seit Jahrzehnten fahren, beweisen es. Bei der normalen Eisenbahn liegen die Probleme wohl auch mehr im Bereich der Gefahrenerkennung (Zugabfertigung im Bahnhof sowie Personen, Tiere, Autos im Gleis) und Ausnahmesituationen (z.B. schmierige Schienen).
Vieles von dem ist auf die Modellbahn übertragbar. Ein Bereich, wo es hier tatsächlich Defizite gibt, ist die Positionserkennung der Züge. Wie auch andere bin auch ich schon auf die Idee gekommen, ob man nicht – zumindest bei den sichtbaren Teilen – per Videokamera die Blockbelegung oder gar eine zentimetergenaue Belegung ermitteln könnte. Das wäre sicherlich ein Anwendungsgebiet für die KI, auch wenn ich der Meinung bin, daß traditionelle Bildverarbeitungsansätze ohne KI vielleicht auch noch ausreichend wären, um dennoch unterschiedliche Beleuchtungssituationen, Fahrzeugmodelle und "Gottes Hand" zu meistern.
Was die allgemeine Steuerung der Modellbahn betrifft, bin ich sehr skeptisch. Man sieht immer die schönen Ergebnisse der KI. Der Trainingsaufwand für die neuronale KI ist aber enorm, und ob man es schafft, eine generische KI zu entwickeln (ähnlich wie die LLMs), die man herunterladen kann und die dann die Topologie, die Maße von Gleisen und Zügen und die Stuerungsmöglichkeiten der Modellbahnanlage sowie die Wünsche des Betreibers "versteht" und dann an Loks, Weichen und Signale die richtigen Befehle generiert, bezweifele ich zumindest im Moment. Nicht zu vergessen ist, daß die KI auch durchaus zu Fehlern neigt, nicht nur in Ausnahmefällen, sondern manchmal auch in Regelfällen – wir wir "natürliche Intelligenzen" auch.
Klaus
das von Klaus Geschriebene trifft es hervorragend
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Hilfe, ich habe die Lösung, jetzt suche ich das Problem! Mich wundert, daß nicht vor ein paar Jahren hier diskutiert wurde, ob man seine Modellbahn nicht auch über Blockchains steuern könnte!
Gruß
Gerald
eigentlich ein interessantes "modernes" Thema. Aber ich stimme den Beiträgen #5-#6 #9-#10 #12 #14-#15 #17 #19-#21 vollumfänglich zu. Ich bin ja nicht immer mit Klaus derselben Meinung, aber diesmal schon. Einfache algorithmische Steuerungen brauchen keine KI, und eine KI (wenn sie denn da sein soll) braucht mindestens so viele Sensoren (und damit Verkabelung, auch WLAN oder Bluetooth sind "Funkkabel") wie die klassische Steuerung. Und einem Steuerprogramm einmalig beizubringen, welche Blöcke evtl für lange Züge oder Güterzüge gesperrt sind, ist auch einfacher als eine KI dafür unvollkommen (auch meine natürliche Intelligenz ist nicht vollkommen) anzulernen.
Ich bewundere die Informatiker (war mal selber einer, jetzt Rentner) und manche Möglichkeiten moderner Technik, würde mich aber (nach jetzigem Stand von Technik, Recht und Realität) niemals in ein "autonomes" Auto setzen. Entweder ist es deutlich unsicherer (im Fall "unvorhergesehener" Ereigniisse wie kontrastarme Hindernisse oder wetterbedingte Behinderungen) als ein Auto mit menschlich-intelligenter-intuitiver-erfahrener Bedienung oder es ist deutlich langsamer (wie z.B. bei testweisen Shuttlebussen) und damit völlig unattraktiv.
Also lasst die Fachleute weiter an der KI forschen, aber denkt nicht über den Einsatz an der Modellbahn nach.
Sketische Grüße von Wolfgang
nix gibts, an meine Modellbahn kommt niemand ran. Auch keine KI. Hier gibt es nur HI (Human Intelligence)
Gruß
Jürgen
Ich würde mir KI für einen ganz anderen Zweck wünschen: Sie soll meine Anlagendaten von TrainController nach itrain "übersetzen". Das würde mir eine Menge Arbeit ersparen.
Herzliche Grüße
Elmar
das würde ich mal testweise von gpt machen lassen, vielleicht kommt was brauchbares mit wenigen nachgelagerten Änderungen raus.
Gruß
René
Auch die Programmierung der Loks: „BR221 CV xy auf den Wert xy stellen“ wäre möglich. Fleischmann z.B. müsste nur ein Modul erstellen, welches Sprachbefehle erfassen und dann in Steuerbefehle umwandeln kann.
Auf die Verkabelung der Anlage hat das aber alles null Einfluss. Man ersetzt lediglich einen „haptischen“ Befehl (z.B. auf Symbol in Z21 App klicken“ - oder auch eine Befehlskette - durch einen Sprachbefehl.
LG Mike
Bisherige Bilanz: kein einziger Vorschlag benötigt KI.
Gruß
Klaus
jetzt muss ich doch (als ehemaliger IT'ler und Skeptiker der LLM's) meinen Senf dazu tun ... SCNR
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: micha222
die "AI" (artificial intelligence) im deutschen meist falsch übersetzt als künstliche Intelligenz (eigentlich ist es künstliche Informationsbeschaffung)
NEIN ... da ist überhaupt nichts falsch übersetzt ... engl. intelligence == deutsch Intelligenz ... Guggst Du irgendein Übersetzungswörterbuch
Und Deine "Informationsbeschaffung" wäre im Englischen "information retrieval"
Und nichts anderes als "information retrieval" sind die heutigen sog. KI's, AI's whatever, egal ob sie ChatGPT, Anthropic, Llama, DeepSeek oder was auch immer heißen: riesige Datenbanken die basierend auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen das nächste und übernächste und überübernächste Wort ausspucken (ja, das ist stark vereinfacht, aber im Kern trifft es das)
Halluzinationen sind sozusagen vorprogrammiert ... einige behaupten, "nur" noch 15-20% Fehler zu machen.
Und selbst wenn es nur 2% sind ... würdet Ihr Euch in ein Auto setzen, das "nur" in 2% aller Situationen einen Fehler macht? Ah ha!
Würdet Ihr Eure Moba von einer SW steuern lassen, die "nur" in 2% aller Fälle einen Unfall verursacht?
Ich jedenfalls nicht!!
Was heute als AI/KI verkauft wird ist den Namen nicht wert. Das mag (nein, das wird) irgendwann anders sein, aber sicher nicht in den nächsten 2 Jahren.
Und wenn da i'wer gegen wetten will ... OK wenn ich verliere zahle ich ein tolles Abendessen inkl. Getränke ... in Kapstadt, aber ohne Flug und Unterkunft
Nix für Ungut und viele Grüße
Mike
Der ursprüngliche amerikanische Begriff "intelligence" ist eigentlich übersetzt "Informationsbeschaffung", siehe das Zitat zur CIA:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: Wikipedia
Die Central Intelligence Agency, offizielle Abkürzung CIA, ist ein Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten. Im Gegensatz zu den anderen US-Nachrichtendiensten, insbesondere der National Security Agency, liegt der Schwerpunkt der CIA eher in der Beschaffung von Informationen
Das hat erst mal nichts mit dem deutschen Begriff "Intelligenz" zu tun...
Oder will das jemand übersetzen mit "Zentraler Intelligenz Agentur"?
Deswegen gefällt mir der Begriff "Künstliches Wissen" eigentlich besser, denn es wird ja "nur" aus einer riesigen Datenbasis die Information mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gefiltert. Aber das sehr schnell. Und teilweise mit "Phantasie".
Bei der Moba kann ich mir nicht vorstellen, dass es beim "Betrieb" eine sinnvolle Anwendung bei hobbymäßigem Aufwand geben könnte, vor allem monetär und wegen der notwendigen Performance. Den Trainingsaufwand mit ungewissem Ausgang wird auch keiner stemmen wollen -- da bastle ich lieber was für die Moba
Bei einer "Konstruktion" könnte eine KI aber evtl. Vorteile bringen, unter Umständen auch bei der "Fertigung".
Viele Grüße
Michael
Thomas Watson sagte 1943: „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.."
Es gibt Leute die weit sehen und andere die halt kurzsichtig sind, oder es einfach sein wollen. Und versteht nicht falsch, ich bin gar kein Freund von KI. Die ist aber nun mal da, und wird nicht nur bleiben sondern immer präsenter werden.
Und auch wenn es noch keine geeignete Sensorik für die komplette Entfaltung der KI für die Moba (unter anderen) gibt, und die KI selbst noch nicht soweit ist, ist es jetzt nur eine Frage der Zeit bis sich die verschiedensten Hersteller ans Werk machen und solche entwickeln.
Mit einfachsten Kameras könnte diese nicht nur den Betrieb beliebig regeln, soweit man dies möchte, sondern jede Lok ohne Einmessen beschleunigen und Punktgenau stoppen, Entgleisungen und verlorene Wagen erkennen, Inventar führen, generell Probleme erkennen, auf Stimme reagieren und noch vieles mehr was einem gar nicht jetzt so schnell einfällt. Auch wenns 2% Fehler macht. Mit aktueller Technik liegen wir im Durchschnitt auch nicht besser.
LG ChristiaN
Genau so sehe ich das auch!
BG, Lutz!
Edit: ..und wenn ich großes Glück habe ,lerne ich das auch noch mit dem Zitieren
Zitat - Antwort-Nr.: 31 | Name: LW
Edit: ..und wenn ich großes Glück habe ,lerne ich das auch noch mit dem Zitieren
Hallo,
da hier sehr viele Zitate ohne Quellenangabe auftauchen, in aller Kürze:
Nachdem man das Zitat markiert und "Zitieren [/ quote]" geklickt hat, trägt man hinter dem ersten "=" die Nummer des Quellpostings und hinter dem zweiten "=" den Namen des zu Zitierenden ein.
Die Nummer darf nur aus Ziffern bestehen und zwischen beiden Blöcken sollte ein Leerzeichen sein.
Also schon irgendwie machbar.
VG Freetrack
was ist an dem Begriff "Intelligence" so schwer? In jeder Sprache gibt es Begriffe mit mehreren Bedeutungen – das deutsche Wort "Bank" zum Beispiel. "Intelligenz" ist eine Bedeutung von "Intelligence". Das "Intelligence" von dem Akronym "CIA" hat eine andere, wie bereits erwähnt. Es ist nicht so ein "false friend" wie zum Beispiel "eventually".
Klaus
Edit: sprachlich verbessert
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