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THEMA: Rückbau GFN 866482 in BDyl 458 (Entfall Steuerabteil)
THEMA: Rückbau GFN 866482 in BDyl 458 (Entfall Steuerabteil)
MarkusR - 22.03.25 16:10
Hallo,
das Fleischmann Modell 866482 trägt ist ein Mitteleinstiegs-Steuerwagen in ozeanblau/beige und trägt ab Werk ein Revisionsdatum 14.03.1986. Verbaut wurde bei dieser Ausführung sogar ein DCC-Decoder. Bedingt durch die verbauten Kontaktfeder in den Drehgestellen rollt der Steuerwagen allerdings so gut wie ein Sack voller Nüsse. Für den von Fleischmann gewählten Darstellungszeitraum ist die Beschriftung als BDylsf 456 mit großer Wahrscheinlichkeit vorbildfrei da es bereit Mitte der siebziger Jahre ein Anweisung gab die Steuerabteile der Mitteleinstiegs-Steuerwagen bei den (alle vier Jahre anstehenden) Hauptuntersuchungen außer Betrieb zu nehmen. Als Ersatz für diese Steuerwagen mit den sehr engen Steuerabteilen waren die mit Karlsruher Köpfen umgebauten Silberlinge vorgesehen. Die Mitteleinstiegs-Steuerwagen wurden also nach und nach von DB-Werkstätten zurück gebaut. Teilweise wurden die Führerpulte in den Steuerabteilen tatsächlich ausgebaut, teilweise auch nur die Verkabelung zu den Führerpulten abgeklemmt. Für den Weiterbetrieb als regulärer Reisezugwagen entfielen dann zuerst die nicht mehr benötigen Typhone auf dem Dach und auch die Indusi am Drehgestell (die hatte Fleischmann allerdings nie nachgebildet). Der Rückbau ging aber teilweise noch weiter. Es entfielen bei vielen Wagen auch die drei Spitzenlichter. Hier wurde dann auch die Fenster der ehemaligen Steuerabteile ausgebaut und die Öffnungen mit Blechen verschlossen. Hier mal zwei Beispiele:
https://doku-des-alltags.de/BDMuenchen/KBS900/8...20Augsburg%20Hbf.jpg
https://i.pinimg.com/originals/27/de/2c/27de2c541d3bb2db8676cf98b5064750.jpg
Mein erstes Ziel war es optisch einen für Mitte der achtziger Jahre realistischen Zustand nachzubilden welcher mit einfachen Mitteln erreicht werden kann. Dazu wurde das Typhon auf dem Dach entfernt und die Öffnung mit Spachtelmasse verschlossen. Das komplette Dach wurde im Anschluss mit umbragrau RAL 7022 neu lackiert.
Das zweite Ziel war eine Verbesserung der Rolleigenschaften. Die Kontakte im Drehgestell wurde ersatzlos entfernt und die Kabel mit dem Decoder im Innenraum entfielen. Der kastrierte ehem. Steuerwagen rollt jetzt so leichtgängig wie die restlichen Mitteleinstiegswagen. Das Ändern der nur mit der Lupe lesbaren Beschriftung erspare ich mir.png)
Den Totalrückbau hatte Udo K. hier schon mal gezeigt:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=871077
Grüße
Markus
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das Fleischmann Modell 866482 trägt ist ein Mitteleinstiegs-Steuerwagen in ozeanblau/beige und trägt ab Werk ein Revisionsdatum 14.03.1986. Verbaut wurde bei dieser Ausführung sogar ein DCC-Decoder. Bedingt durch die verbauten Kontaktfeder in den Drehgestellen rollt der Steuerwagen allerdings so gut wie ein Sack voller Nüsse. Für den von Fleischmann gewählten Darstellungszeitraum ist die Beschriftung als BDylsf 456 mit großer Wahrscheinlichkeit vorbildfrei da es bereit Mitte der siebziger Jahre ein Anweisung gab die Steuerabteile der Mitteleinstiegs-Steuerwagen bei den (alle vier Jahre anstehenden) Hauptuntersuchungen außer Betrieb zu nehmen. Als Ersatz für diese Steuerwagen mit den sehr engen Steuerabteilen waren die mit Karlsruher Köpfen umgebauten Silberlinge vorgesehen. Die Mitteleinstiegs-Steuerwagen wurden also nach und nach von DB-Werkstätten zurück gebaut. Teilweise wurden die Führerpulte in den Steuerabteilen tatsächlich ausgebaut, teilweise auch nur die Verkabelung zu den Führerpulten abgeklemmt. Für den Weiterbetrieb als regulärer Reisezugwagen entfielen dann zuerst die nicht mehr benötigen Typhone auf dem Dach und auch die Indusi am Drehgestell (die hatte Fleischmann allerdings nie nachgebildet). Der Rückbau ging aber teilweise noch weiter. Es entfielen bei vielen Wagen auch die drei Spitzenlichter. Hier wurde dann auch die Fenster der ehemaligen Steuerabteile ausgebaut und die Öffnungen mit Blechen verschlossen. Hier mal zwei Beispiele:
https://doku-des-alltags.de/BDMuenchen/KBS900/8...20Augsburg%20Hbf.jpg
https://i.pinimg.com/originals/27/de/2c/27de2c541d3bb2db8676cf98b5064750.jpg
Mein erstes Ziel war es optisch einen für Mitte der achtziger Jahre realistischen Zustand nachzubilden welcher mit einfachen Mitteln erreicht werden kann. Dazu wurde das Typhon auf dem Dach entfernt und die Öffnung mit Spachtelmasse verschlossen. Das komplette Dach wurde im Anschluss mit umbragrau RAL 7022 neu lackiert.
Das zweite Ziel war eine Verbesserung der Rolleigenschaften. Die Kontakte im Drehgestell wurde ersatzlos entfernt und die Kabel mit dem Decoder im Innenraum entfielen. Der kastrierte ehem. Steuerwagen rollt jetzt so leichtgängig wie die restlichen Mitteleinstiegswagen. Das Ändern der nur mit der Lupe lesbaren Beschriftung erspare ich mir
Den Totalrückbau hatte Udo K. hier schon mal gezeigt:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=871077
Grüße
Markus
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GrafKrolock - 22.03.25 17:15
Noch mal zu dem Thema Steuerwagen ja oder nein: Wikipedia behauptet, die Steuereinrichtungen der Mitteleinstiegswagen seien erst in den 80ern ausgebaut worden.
Nun kann ich zwar nicht sagen, ob diese Information korrekt ist, aber zumindest scheint der Zeitpunkt keineswegs unstrittig in den 70ern zu liegen. Bisher gibt es offensichtlich nur Hinweise und Indirektes, wie diese Anweisung da, von der keiner weiß, ob sie wirklich zeitnah überall ausgeführt wurde, oder ob die Wendezugsteuerung auch schlicht nicht mehr benutzt wurde. Und bekanntlich gibt es ja auch keine Regel ohne Ausnahme.
Du schreibst ja auch, teils wurde sie einfach abgeklemmt.
Aber noch eine Frage: Bei den Silberling-Hasenkästen wurde ja der Gummiwulst entfernt. War das bei diesen Wagen hier nicht der Fall?
Gruß
Falco
Nun kann ich zwar nicht sagen, ob diese Information korrekt ist, aber zumindest scheint der Zeitpunkt keineswegs unstrittig in den 70ern zu liegen. Bisher gibt es offensichtlich nur Hinweise und Indirektes, wie diese Anweisung da, von der keiner weiß, ob sie wirklich zeitnah überall ausgeführt wurde, oder ob die Wendezugsteuerung auch schlicht nicht mehr benutzt wurde. Und bekanntlich gibt es ja auch keine Regel ohne Ausnahme.
Du schreibst ja auch, teils wurde sie einfach abgeklemmt.
Aber noch eine Frage: Bei den Silberling-Hasenkästen wurde ja der Gummiwulst entfernt. War das bei diesen Wagen hier nicht der Fall?
Gruß
Falco
Hallo Falco,
der Wulst war beim Silberling-Hasenkasten deshalb entbehrlich da keine Durchgangsmöglichkeit mehr bestand. Die yl hatte bis zum Schluss eine Durchgangsmöglichkeit.
Die Diskussion ob es noch funktionsfähige Mitteleinstiegswagen in ozeanblau/ beige gab möchte ich hier gar nicht führen. Mir ging es darum bei meinem Modell gute Rolleigenschaften zu realisieren und das Modell optisch Mitte den achtziger Jahren anzupassen.
Grüße
Markus
der Wulst war beim Silberling-Hasenkasten deshalb entbehrlich da keine Durchgangsmöglichkeit mehr bestand. Die yl hatte bis zum Schluss eine Durchgangsmöglichkeit.
Die Diskussion ob es noch funktionsfähige Mitteleinstiegswagen in ozeanblau/ beige gab möchte ich hier gar nicht führen. Mir ging es darum bei meinem Modell gute Rolleigenschaften zu realisieren und das Modell optisch Mitte den achtziger Jahren anzupassen.
Grüße
Markus
Hallo,
Laut https://www.revisionsdaten.de wurden die ersten BDylb 458 / 459 schon 1973 umgebaut, die meisten in den 70er Jahren, einige wenige bis 1985. Die Einsätze als Steuerwagen dürften Mitte der 70er Jahre schon vorbei gewesen sein.
Während man bei den BDnf 738, sofern sie keinen Karlsruher Kopf bekamen, die Stirntüren verschlossen und die Faltenbälge abmontiert hat, ist so ein Umbau bei den Mitteleinstiegswagen unterblieben. Wären sie noch im Einsatz gewesen, hätte man das sicherlich gemacht.
Gruß Engelbert
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Wikipedia behauptet, die Steuereinrichtungen der Mitteleinstiegswagen seien erst in den 80ern ausgebaut worden.
Laut https://www.revisionsdaten.de wurden die ersten BDylb 458 / 459 schon 1973 umgebaut, die meisten in den 70er Jahren, einige wenige bis 1985. Die Einsätze als Steuerwagen dürften Mitte der 70er Jahre schon vorbei gewesen sein.
Während man bei den BDnf 738, sofern sie keinen Karlsruher Kopf bekamen, die Stirntüren verschlossen und die Faltenbälge abmontiert hat, ist so ein Umbau bei den Mitteleinstiegswagen unterblieben. Wären sie noch im Einsatz gewesen, hätte man das sicherlich gemacht.
Gruß Engelbert
spur.n.bahner - 22.03.25 21:46
Hallo zusammen,
die Steuerwagenwagen wurden mit der Revision 4.0 neu lackiert und gleichzeitig wurden die Steuertische ausgebaut.
Gruß
Jürgen
die Steuerwagenwagen wurden mit der Revision 4.0 neu lackiert und gleichzeitig wurden die Steuertische ausgebaut.
Gruß
Jürgen
Hallo,
die Steuertische wurden z.T, auch nur elektrisch abgeklemmt und die Wagen erstmal als "normale" Wagen eingesetzt. Hierdurch war es auch möglich dass ein Steuerwagen für den Einsatz mit der AEG Versuchslok 182 001 im Sommer 1981 relativ schnell wieder in Betrieb genommen werden konnte. Dieses Fahrzeug war noch bis 1980 in grün unterwegs und bekam dann die R4 und die Lackierung in ozeanblau/beige (siehe Bild 4).
https://www.bundesbahnzeit.de/seite.php?id=518
Zum Rückbau der Steuerwagen gehörten an den Drehgestellen außer dem Entfall der Indusi auch der Rückbau der Sandkästen und der Sandfallrohre.
Grüße
Markus
die Steuertische wurden z.T, auch nur elektrisch abgeklemmt und die Wagen erstmal als "normale" Wagen eingesetzt. Hierdurch war es auch möglich dass ein Steuerwagen für den Einsatz mit der AEG Versuchslok 182 001 im Sommer 1981 relativ schnell wieder in Betrieb genommen werden konnte. Dieses Fahrzeug war noch bis 1980 in grün unterwegs und bekam dann die R4 und die Lackierung in ozeanblau/beige (siehe Bild 4).
https://www.bundesbahnzeit.de/seite.php?id=518
Zum Rückbau der Steuerwagen gehörten an den Drehgestellen außer dem Entfall der Indusi auch der Rückbau der Sandkästen und der Sandfallrohre.
Grüße
Markus
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