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THEMA: Realistische Kopfsteinpflasterstraße

THEMA: Realistische Kopfsteinpflasterstraße
Startbeitrag
HaHoma - 06.03.25 12:02
Hallo zusammen,

ich habe ein Stückchen Kopfsteinpflasterstraße zu bauen, welche vom Bahnhof weg in einen angedeuteten Tunnel mündet. Auf der Route gibt es eine ca. 90°-Kurve. Dazu zwei Fragen:

1.: Was nehmt ihr dafür als Material? Strukturrollen halte ich für nicht nutzbar, weil ich damit nicht um die Kurve komme. Dann gibt es noch dieses Landstraße-Set: https://www.dm-toys.de/de/produktdetails/MU_N-L00104.html. Von dem bräuchte ich zwei Sets, damit ich mit den Geraden auf eine Gesamtlänge von ca. 90cm komme. Inwieweit dann die regelmäßige Anordnung der Gullideckel stört, würde sich zeigen müssen. Aber die Gullis an sich finde ich schon reizend.  Kennt ihr das und wie wirkt es auf der Anlage?

Weiterhin hat es mir das Set von Joker Ruegen angetan: https://www.besserepreise.com/index.php?page=p...amp;search=doofinder
Da es allerdings auch für TT ist, ist die Breite von 49mm zu viel. Damit fällt das auch raus.


Nächste Frage: Der Tunnel kann aus Platzgründen nur angedeutet werden. Wie bekommt man denn dann einen halbwegs realistischen Tiefen-Effekt hin?

Ich danke euch im Voraus für eure Ideen.

MfG Jens

Hi Jens

Kanns mit Juweela selbst anlegen.

LG ChristiaN
Hallo,

entweder Juweela, habe ich zum Beispiel für einen Bahnsteig  genommen Bild 1).

Oder die Folie von Noch # 34224 auf einem andren Bahnsteig (Bild 2 und 3)

Viele Grüße
Christian

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https://www.joker-ruegen.de/de/tt-kopfsteinpflaster-platz.html
https://www.joker-ruegen.de/de/tt-Kopfsteinpflaster-Kurve.html

Hallo Jens,

anbei meine Entdeckung. Der Rügenjoker.
https://www.joker-ruegen.de/images/product_imag...pflaster%20Kurve.JPG
https://www.joker-ruegen.de/images/product_imag...flaster%20gerade.JPG
https://www.joker-ruegen.de/images/product_imag...ster%20Platz%203.JPG

nachdem ich einige Jahre an ihm vorbeiging, ....weil er vornehmlich Großbahn - Zubehör anfertigte, warb er in Leipzig 2024 mit seinen Produkten für kleine Spuren.
Wie immer bei Prägungen bleibt man an die Farbe gebunden und benötigt viele Versuche bis es so aussieht wie man möchte.

Daher verwende ich nach wie vor auch das Auhagenpflaster "klein", welches - oft übersehen - für N ein normales Großpflaster darstellen kann.
https://static.ideeundspiel.com/images/w_1280/4...te-gerade-klein.jpeg
Bei Kunststoff bin ich mir meiner Mittel sicher., nur mangelt es Auhagen hinten und vorne, also bei allen Pflasterplatten  an den erforderlichen Kurvenelementen.

Warum die fehlen wurde mit "ja" beantwortet.

Tunnelproblem:
Tunneleinfahrten kann man ja verziehen. Ich kenne die Situation nicht, aber sehr oft gibt es vor dem Tunnelmund noch einen Hang und der kann rudimentär vorhanden sein aus Zeiten wo der Tunnel vergrößert wurde oder eben so. Auch Büsche und Bäume im Zickzack davor aufgestellt lassen den Tunnelmund höchstens erahnen Die Schattenwirkung kann man ausnutzen.

Ooooder man treibt es auf die Spitze und setzt eine "KLEINERE!!!!"
(.....kleiner als der Tunnelmund)
....und etwas höher sitzende Spiegelfolie,........ ein.
Das setzt voraus, dass wenigstens einige Steinreihen unten und im Bogen oben reflektiert werden und somit durch Verdoppelung ein glaubwürdig langen Tunnel dargestellt wird.

Gruß Sven

Hallo,
nachdem ich alles von Auhagen und den anderen bekannten Herstellern durch hatte, bin ich bei
Produkten von Redutex (z.B. cobblestone) gelandet. Für mich sind die wenigstens fein detailiert und nicht immer so grobkörnig dass es aussieht, als würden die Preiserlein durchs Felsenmeer wandern.
Die Folien sind auch etwas ziehbar um geschwungene Wege darzustellen. Und farblich beliebig nacharbeiten um z.B. Verschmutzungsspuren darzustellen.
Eine 90-Grad-Kurve wäre vermutlich aber eine echte Herausforderung.  
Viele Grüße
Rudi

    
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Da es allerdings auch für TT ist, ist die Breite von 49mm zu viel. Damit fällt das auch raus.

??? Im Gegenteil:
49mm x 160 = 7,84m
Das ist voll maßstäblich in N für eine Vorbeifahrsituation:
https://www.stvo2go.de/fahrbahnbreite/#vorbeifahren

Zum Tunnel: Im Internet suchen... ! Und dann ein fotorelaistisches Bild (matt !) eines passenden Tunneleingangs hinterkleben...

Gruß
Eglod



Hallo Eglod,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

??? Im Gegenteil:
49mm x 160 = 7,84m
Das ist voll maßstäblich in N für eine Vorbeifahrsituation:
https://www.stvo2go.de/fahrbahnbreite/#vorbeifahren



Naja, es passt für den Maximalfall. Die meisten Kopfsteinpflasterstraßen sind aber jetzt weniger mit Parkstreifen für heutige LKW und behinderungsfreien PKW ausgelegt. Da sehe ich doch eher die Varianten von 4,5 bis 5,5m als typisch. Heißt nicht, dass es das nicht gibt, aber typisch würde ich das auch nicht nennen.

Viele Grüße

Dirk
Hallo :)
Ich kann sehr die Matten von CH Kreativ empfehlen!

Viele Grüße
Claudio

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5,5m reichen nicht einmal, um 2 Stadtbusse aneinander vorbei zu bringen... Aber gut, ein Altstadtgässchen wären 49mm dann nicht.

Gruß
Eglod
Hallo zusammen

Bin gerade raus und habe die Kopfsteinpflaster Straße vor meiner Werkstatt nachgemessen.

5,50 Meter breite.

Also Einbahnstraße mit einseitige Park Möglichkeiten.

Rudi
Passt. Aber ob das die Maße einer
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Kopfsteinpflasterstraße..., welche vom Bahnhof weg

führt, sein sollten... ?

Gruß
Eglod
Hallo,

die Straßenbreite ist eigentlich ein Thema für sich. Kommt auf Großstadt oder Dorf an, Hauptstraße oder Nebenstraße, um nur einige Varianten anzugeben. In der Regel sind die Angebote der fertigen Straßen aus meiner Sicht alle viel zu schmal.

Ich habe eine städtische Hauptstraße in der Planung. Von den Planmaßen füge ich einmal Skizzen bei. Die "schmale" Variante hat Gehwege von 3,2 cm = 5,20 m und eine Fahrbahn incl. des Gleisbettes für die Straßenbahn von 11.5 cm. Für die "breite" Variante entsprechend 4 cm = 6,4 m und 11,5 cm = 18,40 m. Wenn Du für jede Fahrspur mind. 2,5 m vorsiehst, sollte die Straße kaum viel schmaler sein.

Die Folie von NOCH (s. o. @2) ist übrigens 170 x 105 mm groß.

Auch ein Bild von einer Stellprobe. Entgegen der Situation auf dem Bild ist rechts der Bahndamm (Arkaden) mit einem schmaleren Gehweg und nur links sind Häuser vorgesehen. Auf dem letzten Bild ist eine Überlegung mit einem eigenen Gleisbett für die Straßenbahn.

Viele Grüße
Christian

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Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

In der Regel sind die Angebote der fertigen Straßen aus meiner Sicht alle viel zu schmal.

Da ist ein bisschen was dran. Die z.B. standardmäßig angebotenen 40mm Straßen mit Fahrsteifenbreiten von ca. 16-17mm entsprechen 6,4m bzw. 2,56-2,72m. Schon schmal - sozusagen unterstes Limit (das liegt eigentlich bei 2,75m)... heutezutage sind 3,5m (= 22mm) Standard pro Fahrstreifen bis herunter zu dem Regionalstraßen (nur Nahbreichsstraßen haben schmalere bzw. gar keine Fahrstreifen mehr) - ABER naturgemäß nicht als Kopfsteinpflaster, da das meist ältere Straßen sind.

Gruß
Eglod
Hi

Was allerdings auf all den Fotos nicht passt ist der klare Übergang zwischen den Folien. Ein no go. Insoweit suche ich immernoch nach einer Lösung für meine lange Bahnsteige. Mit Juweela Steinchen käme ich jedoch auf €350, ganz zu schweigen von der nach Einschätzung 150k Puzzle Arbeit.. 😅

LG ChristiaN
Hallöle,

Also, die Breite ist Geschmackssache. Laut BO ist eine Kreisstraße 5,5m breit, eine Landstraße 6,5m und eine Bundesstraße 7,5m (zweispurig, ohne Randstreifen). Das wären in N 35, 40 und 47mm.

Für Kopfsteinpflaster nehme ich CH-kreativ und fege da 0,15mm Wegeschotter vom Koemo rein, der dann mit Schotterkleber fixiert wird. Man kann dabei auch noch etwas grünen oder braunen Nanoturf zusetzen, Moos gibt es auf den alten Straßen immer.

Die Straßenzuschnitte von CH haben schon Randsteine (Gosse), die ist aber m.E, mit einer Reihe zu schmal. Ich habe daher aus einem "Platz"bogen noch Reihen ausgeschnitten und drangelegt.

Bei mir ist die Straße übrigens (mit Gosse) 35mm breit, das reicht auch für 2 LKWs, zumindestens im Gewerbegebiet.

LG, Harald

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StVZO:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

2.2.1 Fahrstreifenbreiten

(1) Im Regelfall ist eine Fahrstreifenbreite von mindestens 2,75 m einzuhalten.


https://www.stvzo.de/rsa/teil-b/#221_Fahrstreifenbreiten

Gruß
Eglod
Danke für eure Gedanken. In der Tat soll die Straße eher eine kleine Dorfstraße sein. Deswegen auch nicht die breite Variante von Joker Ruegen. Ich denke da eher an Max. 4cm. Die Zufahrt zum Bahnhof ist auch eine Sackgassenstraße. Also werden sich da auch nicht so viele LKWs entgegenkommen 🤭

Mfg Jens
Guten Abend,
4 cm sind in 1:1 6,40 m. Wenn das die reine Fahrbahnbreite ist, kommen da in der Geraden 2 Busse aneinander vorbei (RASt 06, Seite 59). Also nicht schlecht, für Fußgänger und Radfahrer bleibt da aber kein Platz mehr. In der Kurve wirds mit dieser Breite aber eng, da muss einer warten. Kann man so beschildern. Für die Modellbahn sollte das so in Ordnung sein. Vielleicht in der Geraden etwas schmaler, in der Kurve dann maximal mögliche Breite. Quergefälle zur Innenseite der Kurve.
Problematisch wird es mit dem Kopfsteinpflaster im 90° Bogen. In den vorigen Beiträgen wurde immer Reihenpflaster gezeigt. Fachgerecht gepflastert werden solche Kurven, indem sich die Pflasterreihen möglichst gleichmäßig von innen nach außen aufweiten. Also innen mit kleiner Reihenbreite beginnen, dann immer breitere Steine, dann eine Reihen zu zwei Reihen und später evtl zu 3 Reihen aufweiten. Auch das Rügenpflaster ist falsch. Und dann kommen noch die Randreihen dazu. So eine Pflasterung kann es nicht von der Stange geben. Das muss individuell angefertigt werden. Katzenköpfe sind schwierig, aber ein einigermaßen glattes Granitpflaster kann man mit gelasertem Karton darstellen. Also Fotokarton 0,35 mm dick in verschiedenen Grautönen betupfen, abgefahrene Stellen evtl. etwas heller, bei Reifenabrieb etwas dunkler und dann die Fugen lasern. Die Steinkanten sind bei diesem Pflaster ca. 1,5 - 0,8 mm lang. Vielleicht mal bei Jürgen von 3dkreativ anfragen?
Viel Erfolg wünscht Dir Christian
Hallo zusammen,

Die von CH-kreativ sind auch zu breit. Dass die fertigen Pflaster in den Kurven nicht dem Original entsprechen, ist mir auch scvhon aufgefallen. Ich werde aber einen Teufel tun, auf der Moba die komplette Steaße selber zu pflastern. Wobei ich mir Juweela defintiiv als Hersteller merken werde. Die haben ja auch Sortimentsbox, was ich ja mal zum Ausprobieren richtig geil finde.
Von Redutex gibt es scheinbar auch nichts, was man in Kurven einsetzen könnte. Also bliebe für mich eigentlich nur die Straße von Modellbahn Union N-L00104 (DM-Toys) übrig, die halt nicht zu breit ist, wobei schon fast wieder zu schmal, was aber in meinem Fall passen würde. Abver die Kurve ist eben auch nur ein Kompromiss. Ich überlege, dann doch auf eine Pflasterstraße zu verzichten und dafür eine asphaltierte Variante zu nehmen. Da muss ich noch meine Frag dazu überreden :D
Dann hebt sich aber der auch noch zu pflasternde Dorfplatz und die ein oder andere Einfahrt besser ab.

MfG Jens
Nur zur Info, für die, welche  hier still mitlesen. I
Ich habe mal das Joker- Pflaster aus seiner Tüte genommen und mit dem Auhagen - Spritzgusspflaster verglichen.

Das Joker ist aus einer Art Gummi herausgearbeitet und die Rückseite ist als Bitumen fast besser geeignet, als das Vorderteil.

Man müsste,erhebliche Nacharbeit leisten, wenn man die Fugen füllen will. Von weitem freilich, wirkt das tief ausgeschnittene Pflaster durchaus beeindruckend. Aus der Nähe und besonders unter der Kamera ist es seltsam anzusehen.
Überdies sind in der Tat zumeist "Zweireiher" im Gerinne verlegt, weil dort die Tagwasser-Einlässe sind und nur eine Reihe Steine einerseits verwerfen und andererseits instabil werden würden
Aber vermutlich gab es ein Vorbild und da ist das vermutlich eben so

Dieses Grosspflaster ( Wildpflaster schon eher..... )ist mir über Land auch nicht in Erinnerung.  Da gab es vornehmlich ab Ende der 20iger Jahre eher das Kleinpflaster wo sich aber die Bogenverlegung nicht bewährte und
spitz im Verbund gelegt wurde..

Da man also städtisch oder im Gewerbebereich  baut, sollteüberlegt werden, ob man dann im Fußweg die Sickerschächte oder in der Mitte die Tagwasserkanäle mit Deckel verbaut.
Tut hier nichts zur ,Sache, wollte ich aber erwähnen.

Fazit: Ich werde das Joker  gewiss irgend wo. verbauen. Aber die Spritzgussversion ist mir persönlich lieber..

Gruß Sven


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Hallo Sven,

danke für diene Meinung. Das bestätigt auch meinen Eindruck von den Bildern, die ich gesehen habe.

MfG Jens
Die Juweela Flexywaykurven sind bekannt?
https://spur-n-teile.de/juw-21281.html
https://spur-n-teile.de/advanced_search_result....way&inc_subcat=1
https://youtu.be/QMlpTYMAeYQ

Gruß
Eglod

Hallo Eglod und alle Zusammen
...das in #21 gezeigte Pflaster mit diesem Einlauf (Schleuse) entspricht nicht den deutschen Vorschriften.

Man kann das machen, wie auch auf englischen Gleisen von Peco gefahren wird, aaaaber man muss es nicht....

Gruß Sven
@Eglod (#22): jetzt hast du mich wieder verunsichert… sieht schon interessant aus und man kann ggf. auch stückeln. Ja jetzt tendiere ich vielleicht doch wieder zu juweela? Die Kurve würde ich ggf. enger machen wollen, aber das könnte sogar realisierbar sein.

Eine andere Frage: welches Farbset von vallejo eignet sich denn für Pflaster (Fußwege und Bahnsteige)? Oder habt ihr da vielleicht ein anderes Farbset, welches ihr dafür nutzt?

Mfg Jens
Hallo Jens,
...ich beziehe mich natürlich auf das Auhagen- Pflaster und bitte um Verständnis.

Zunächst wird die komplette Pflasterplatte  nass in nass mit Farben aus der Spraydose besprüht.
Grau von Edding ( Spray) sowie  ocker und braun aus dem Kreativ- Sortiment der Baumärkte.
Die Fugen werden mit, in Waschbenzin verdünntem Revell- Mattschwarz ausgefüllt, quasi "ausgekrochen".

Wie im Bild oben zu sehen wird dann noch mit Pulverfarben " gezeichnet", was aber sowohl einer gewissen Übung und auch  eines individuellen Auges bedarf.

Was mir gefällt, muss nicht unbedingt im Blick eines anderen Betrachters überzeugen, denn ich denke,  gerade das Abstrakte regt die Gedanken an......"ist das in echt auch so?" Wenn man denken will.

Gruß Sven

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Kurve würde ich ggf. enger machen wollen

Wie man das macht, ist im Video beschrieben. Ebenso die Fugenfüllung mit "Zement".  

Gruß
Eglod
Hallo zusammeN!

Sehr interessantes Thema solche Kopfsteinpflaster-Straßen, wenn man`s vorbildlich machen möchte, dann wird dieses Unterfangen aber sehr schnell ziemlich komplex.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Vielleicht mal bei Jürgen von 3dkreativ anfragen?

Daran haben wir natürlich auch schon gedacht und dank meinem Hobby-Kollegen Willy aus der H0-pur Fraktion hatten wir vor Jahren einiges an Zeit in die Entwicklung solcher Straßen gesteckt. Willy hatte seinerzeit sich die Sysifus-Arbeit aufsich genommen und mithilfe von AutoCAD zwei maßstäbliche Kopfsteinvarianten gezeichnet. Für ein Gemeinschaftsmodul war das Ziel eine Straße mit leichter S-Kurve im Großstein-Pflasterformat zu lasern. Solche Großsteine waren typisch für gepflasterte Landstraßen. Auch hat er eine Segmentbogen-Pflasterstraße (auch römisches Bogenpflaster genannt) gezeichnet, für mich der Inbegriff einer Kopfsteinpflasterstraße. Dort wird das Kleinstein-Format vom Pflasterer verbaut, was erheblich filigraner im Modell ausfällt. Für unser N wäre das Großsteinpflaster noch machbar, beim römischen Bogenpflaster kommt man mit maßstäblicher Umsetzung in 1zu160 sehr schnell an die Grenzen. Ich hab euch mal ein Bild vom damaligen Versuch beigelegt, für das H0-pur Modul wurde die geplante Straße sogar umgesetzt.
Mein Fazit dazu: So etwas variabel in Kurven einzusetzen ist mit Lasertec leider ein Fass ohne Boden. Welchen Radius braucht der Modellbauer? Baut er einen vorbildlichen Übergangsbogen? Welche Randbepflasterung (zwei oder dreireihig) möchte er und wie breit soll die Straße sein? Und so weiter, die Liste wäre unendlich verlängerbar um auf ein brauchbares und vorallem bezahlbares Pflasterstraßensystem zu kommen. Daher hab ich dieses Thema für eine serienmäßige Umsetzung bei Kreativ3.De schon längst ad acta gelegt.
Da ich immer wieder danach gefragt werde hab ich mich selbst auf dem Markt umgesehen und persönlich finde ich die Flexiway-Straßen meiner Kollegen von Juwela fast am Besten. Auch wenn das Fugenbild nicht immer gleichmäßig geprägt ist macht das nichts aus, gerade wenn man hier nachträglich Reparaturflecken mit Teer oder erdverschmutze Straßenabschnitte darstellen möchte. Daniel von SPUR-N-TEILE.de hat das in seinem Bastelvideo recht schön erklärt, auch das mit dem Fugeneinkehren usw. Ich selbst hab damit aber noch nicht gearbeitet und mich interessieren deshalb Fotos von Jemanden hier im Forum, der mit diesem Juwela Straßensystem schonmal gearbeitet hat. Wenn das der Fall ist freue ich mich über schöne Aufnahmen hier in diesem Faden oder einen Tipp, ob das Thema schon an anderer Stelle bildlich dokumentiert ist. Danke im Voraus.


Liebe Grüße und schönes Wochenende
wüNscht euch JürgeN / Kreativ3.De
https://www.modellkreationen.de/

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Hallo zusammen,

Total irre. Die ultimative Pflasterlösung:
https://youtu.be/DgRWPlvC4fw?si=VIFSJfgYRmGZGGTK

Genauso werde ich es machen und auch andere Sachen wie Felsen, Mauern etc. Eine Pflasterstraße völlig individuell und ohne Kompromisse.

Mfg Jens
Hallo Jürgen,
schön, dass du hier antwortest. Eure H0- Versuche sehen doch nicht schlecht aus.
Groß- und Kleinpflaster habe ich noch nicht gelasert. Wenn ich Euer H0- Ergebnis sehe, denke ich aber, das es auch in N geht. Steingröße in echt bei Reihenpflaster 240-160 mm x ca. 160 mm. Also 1,5 - 1 x 1 mm. Die Steine werden sicher nicht so plastisch wie in H0 sein, das muss aber bei abgefahrenem Granitpflaster auch nicht sein.
Problem sind die Kurven. Die können nur individuell auf Bestellung angefertigt werden. Vielleicht könnte man Kurvensätze zeichnen, die dann auftragsgerecht gestreckt / gestaucht zusammengesetzt werden.

Hallo Jens,
die mit der Bergswerk- Masse in H0 geprägten Pflasterstraßen sind natürlich absolute Spitze.
Aber: Die Pflastersteine wurden von Bossierern manuell, später mit hydraulischen Pressen zugeschlagen. Ich habe das selbst noch vor einigen Jahren hier im Steinbruch gesehen. Die Größe der Steine variiert. Sie müssen für Reihenpflaster von den Pflasterern nach Größe sortiert werden. Innerhalb einer Reihe sind die Steine gleich breit, die Breite der Reihen variiert. Das sollte man zumindest in H0 und ich denke auch in N so darstellen. Auch die Länge der Steine variert. Du brauchst also mehr Stempel.
Ob man das in N stempeln kann? Größer als 2 x 1,5 mm dürften die Steine keinesfalls sein. Und die Fugen müssen ganz schmal sein. Und das schlimmste sind die Kurven mit x- verschiedenen Steingrößen bei Reihenpflaster. Soviele Mini- Stempel gibts gar nicht.

Ich habe mich auch an dem Problem versucht und ich denke, dass ich die für mich beste Lösung gefunden habe. Ich wollte unbedingt unsere sächsischen Fußwege mit Granitkrustenplatten und Quarzporphyr- Mosaikpflaster in der sogenannten Passepflasterung darstellen. Die Steine sind in der Realität 6x6 - 8x8 cm groß. Meine Steine sind max. 1 x 1 mm, also 160x160 mm, also schon Großpflaster, viele aber kleiner. Das geht durchaus als Kompromiss. Ich habe mit CAD die Fugen gezeichnet und dann die weißen Flächen zwischen den Fugen, also die Steine, ebenfalls mit CAD zufällig in mehreren Farben gefärbt.  In echt sind haben die Steine verschiedene Gelb- , Rot- und Brauntöne. Das Pflaster wirkt dadurch sehr lebendig. Die Granitplatten sind als Fotos eingefügt. Das Schwierigste ist das Zeichnen der Fugen, damit man den Rapport nicht sieht.  
Die Pflasterflächen werden mit den Läuferzeilen am Rand genau für den richtigen Gehweg geplant. Zuschneiden geht nicht. Dann werden die Farbflächen ohne Fugen gedruckt, Der Laser lasert anschließend die Fugen auf dem Ausdruck. Bei schräg einfallendem Licht sieht man die Struktur deutlich, auch beim Betasten. Auf den ersten Blick sieht man aber nicht, dass die Fugen vertieft sind. Das ist aber eigentlich auch richtig. Das Pflaster wird in Echt von Rollstuhlfahrern und Kinderwagen  befahren, dass muss eben sein.
Nach dem gleichen Prinzip muss auch Straßenpflaster möglich sein. Eventuell auf dickerem Papier und tiefer gelasert. Aber: das sind alles Individualanfertigungen, das geht nicht von der Stange. Vor allem nicht bei Kurven.
Ich habe in N auch schon gedrucktes Pflaster gesehen, Vorlagen von H0 auf N scaliert. Das sah auch ohne Laser richtig gut aus. Für Kurven müsstest du aber jeden Stein zeichnen und fotorealistisch schattieren.
Vielleicht sollte Jürgen doch nochmal drüber nachdenken und den notwendigen Aufwand für deine persönliche Kurve überschlagen.
Christian (Tip für Jürgen: Fasanenschlössschen)
PS: Die Straße ist noch im Bau, das sind alles noch Versuche mit Asphalt und den Straßenbahnplatten von Tomix.)


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Hallo Christian,

gerne geschehen, schön dass auch du dich so ausführlich in dieses Thema eingedacht hast.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Steine werden sicher nicht so plastisch wie in H0 sein

Richtig, in N kommt die Wölbung der einzelnen Granitsteine nicht so gut rüber wie bei H0 oder TT.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Problem sind die Kurven. Die können nur individuell auf Bestellung angefertigt werden. Vielleicht könnte man Kurvensätze zeichnen, die dann auftragsgerecht gestreckt / gestaucht zusammengesetzt werden.

Das ist das Problem. Immer wenn viel Zeitaufwand bei gewerblicher Tätigkeit anfällt, dann muß dieser Aufwand auch im Preis des Produktes einberechnet werden. Eine Konstruktionsstunde ist bei solchen individuellen Geschichten in der Regel ruckzuck vorbei. Dann wird so etwas "sehr Individuelles" wie konfektionierte Pflasterstraßenkurven für den Endverbraucher schnell "unbezahlbar", bzw. der Kunde möchte dann doch nicht so viel Geld dafür hinlegen. Leider funktioniert "dehnen und strecken" selbst in CAD oder CDR nicht wie beabsichtigt, Denn die Fugenbreiten dehnen und strecken sich leider mit. Auch verzerrte Pflastersteine schauen garnicht gut aus, jedenfalls nicht wie realistische Kopfsteinpflasterstraßen.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Granitkrustenplatten und Quarzporphyr- Mosaikpflaster in der sogenannten Passepflasterung darstellen

Auch wenn die Fotos etwas unscharf sind kann man doch erkennen, dass dir das sehr gut gelungen ist.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Vielleicht sollte Jürgen doch nochmal drüber nachdenken und den notwendigen Aufwand für deine persönliche Kurve überschlagen.

Naja, ich hab das ehrlich gesagt schon aufgegeben und frustriert in irgend eine dunkle Ecke verfrachtet. Mir fehlt die Lust daran weiter zu experimentieren. Da entwickle ich lieber etwas, was auf dem N-Markt noch gebaucht wird und noch nix gescheites gibt. Für meine benötigte Ladestraße probier ich´s jetzt mal mit der von Juwela, die schaut auf Daniel´s Video doch ganz gut aus.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

(Tip für Jürgen: Fasanenschlössschen)

Oh danke, jetzt ist der Groschen gefallen Wie weit bist du damit in der Zwischenzeit? Lass doch mal sehen, ist bestimmt auch für den einen oder anderen hier im Forum interessant, ohne hier zuviel verraten zu wollen. Gerne auch als PN

Liebe Grüße und erfolgreiche Woche wüNscht
JürgeN / Kreativ3.De
https://www.modellkreationen.de/
Hallo Jürgen,
ich muss mal ordentliche Fotos vom Schlösschen und vom Pflaster machen.
Es ist mir vollkommen klar, dass das Zeichnen des Pflasters sehr zeitaufwändig ist. An meinem Mosaikpflaster hab ich ewig konstruiert. Aber wenn mans erstmal hat , kann man schon mit copy/past arbeiten. Es sind aber trotzdem heftige Anpassungsarbeiten zwischen den kopierten Flächen und an den Rändern notwendig. Der Aufwand bei Reihenpfaster ist allerdings geringer als bei meinem Passe- Pflaster.
Zur Fugenbreite: Man muss die Fugen zeichnen, nicht die Steine! Die Fugen sind einen Strich breit. Ein gutes Pflaster hat immer schmale Fugen. Die Fugenbreite wird also nicht mit skaliert.

Hallo Jens,
hast Du Dir mal Redutex 160CR121 Kopfsteinpflaster (Polychrome) angesehen? Das ist zwar kein Reihenpflaster, würde aber für eine alte Dorfstraße gut passen. Dort hast Du keine Probleme mit den Kurven.
Viele Grüße
Christian

Hallo Christian,

Tatsächlich gefällt mir das Redutex 160CR121 vom Bild her gar nicht und ich kann mir das irgendwie gar nicht so als Straße vorstellen.

Mfg Jens
Hallo Jens,
das ist Kieselpflaster. Unser Marktplatz war mal so gepflastert. So abwegig ist das nicht. Vor allem dort, wo es weit und breit keine Steinbrüche gab.
Viele Grüße
Christian
Hallo Zusammen,

am Wochenende konnte ich mir eine der letzten Großpflasterkurven aus ca. 1912 anschauen und habe mir auch weitere teilweise nur noch abschnittsweise vorhandene originale Pflasterungen zB. aus dem Jahre 1928 angeschaut. Viele Pflasterstraßen wurden im Laufe der Jahre verbreitert, sodass heute nicht immer der originale Verlauf erkennbar ist. Manchmal sind auch alte Straßenbahn - und Werkbahntrassen nachträglich verschlossen worden, was dem Verlauf dann durchaus spannende Akzente versetzen kann.

Zufällig traf ich einen pensionierten Tiefbaumeister „Spezialisierung Straßenbau“ und der konnte meine Beobachtungen bestätigen, wenn gleich er meinte, dass rechtwinklig gezogene Kurven zu seiner Zeit bestenfalls mit Kleinpflaster wenn nicht gar Asphalt ausgebessert wurden, da diese ausgefahrenen Großpflasterkurven wegen der schlechten Reifen bei Regen unmöglich befahrbar waren. Zu keinen Zeiten wurden die vorher angezeigten 30km/h eingehalten, sodass dann eben Russenlaster einfach umkippten und Motorräder sich gegenüber wieder fanden.

Ein neues Diorama entstand in meinen Augen….

Also kurz und gut: Wie es der Joker angegangen ist, genauso werden Kurven gebaut. Sieht man mal von seinen Steinen ab,  werden Keile gesetzt und dahinein immer gerade gepflastert. Der Übergang ab Übergangsstück Kurve zum Keil und von Keil zu Keil erfolgt mit einer Schlusssteinreihe. Ganz lange Kurven erhalten maximal einen Keil, enge Kurven dann eben mehrere, sodass die Steinreihe immer mittig endet. Die Verwendung von Keilsteinen „Dreiecke“ ist nicht nur baulich erforderlich sondern auch technisch für den Verbund zwingend.

Insofern muss also keiner der Hersteller „Kurven“ herstellen, da jeder seine Keile selbst schneiden und setzen kann.

Fazit: Gepflasterte „Kurven“ im eigentlichen Sinne gibt es gar nicht …..außer im Garten oder im Landschaftspark oder bei Kleinpflasterstraßen der 20iger Jahre.
Blöd, dass bei YT noch keiner gezeigt hat wie man das hübsch macht und nun ist es für einen Bastelvorschlag im NBM oder MEB vermutlich zu spät, weil die Kiebitze hier sofort losfilmen werden.

Gruß Sven


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