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THEMA: Gleisplan Hilfe, Planung Türblattanlage

THEMA: Gleisplan Hilfe, Planung Türblattanlage
Startbeitrag
pez - 02.03.25 04:33
Danke für die Aufnahme in dieser erlesenen Runde!
Ich möchte nach jahrezehntelanger Pause wieder mit dem Bau einer Modelleisenbahn anfangen.
Kurz zur meinem Hintergrund:
Ich habe als Kind und Jugenlicher in den 80ern unsere Familienbahn in Spur Ho (Roco/Liliput) mitgestalten dürfen wobei sich herausstellte, dass mein Vater ein guter Planer und ich ein ausreichender Umsetzer war.
Habe nächtelang Schaltpläne entwickelt und intuitiv eine typische A-Schaltung umgesetzt.
Das war noch alles analog.
Habe also grundsätzliches technisches Verständnis und die nötige Ausstattung (Werkstatt, Software, Maschinen)

Auf Grund meiner aktuellen Platzverhältnisse und dem häuslichen Frieden geschuldet möchte ich jetzt einen kleineren Maßstab bauen und bin wegen der verfügbaren digitalen Produkte bei N gelandet!
Z wäre noch besser weil kleiner, aber da ist die Maßstabstreue und Modellvielfalt doch recht reduziert und ich finde die Auwahl von japanischen und amerikanischen Produkten bei N sehr reizvoll.

Mein Ziel ist eine klassische "Türblatt-Anlage", fix auf einer Platte installiert aber kompakt genug, sie auch wegräumen zu können.
Ich werde keine besondere Epoche darstellen, sondern fahren was mir gefällt. Taurus, Korodil, TGV? Immer her damit!
Grundsätzlich möchte ich meine Kinder auch mit machen lassen, daher eventuell auch gebrauchte Wagen und Loks kaufen.

Meine Frage an euch ist jetzt folgende:
Wie anfangen und überhaupt?!

Ich möchte eine digitale Anlage bauen, soweit bin ich schon mal. Ich scheue mich auch nicht davor, gebraucht gekaufte Loks umzubauen, sofern möglich.

Die erste Frage ist wohl die nach dem Gleishersteller.
Ich möchte eine möglichst große Auswahl an Gleisgeometrien haben, mit Flexgleisen.
Daher neige ich zu Fleischmann, das sich ja angeblich mit Minitrix kombinieren lässt.
Ich brauche kein Gleisbett.
Gute Verfügbarkeit ist mir auch wichtig, am liebsten im Modelleisenbahngschäft um die Ecke (gibt eh nur eines hier).

Hat es Sinn ein Starterset zu kaufen und das mit den benötigten Gleisgeometrien zu erweitern?
Ich möchte versuchen, die Kosten nicht ausufernzulassen...

Klingt das für euch irgendwie vernünftig?

Mehr Fragen habe derzeit nicht, weil ich zu wenig Ahnung von der Spur N und digitalem Modleleisenbahnbau generell habe, aber ich würde mich freuen, wenn ihr "euren  Senf" zu meinem Vorhaben dazu gebt.
Anbei meine Idee zur Anlage (AnyRail).

Danke schonmal für eure Hilfe!



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Moin Pez,

Ich freue mich über jeden, der unser schönes Hobby neu wieder aufleben lassen will. Herzlich willkommen im Forum. Du wirst hier viele gute Tipps bekommen.
Etwas, das ich sehr gerne mache, ist Anlagen zu planen. Wenn Du Dir die Threads des letzen halben Jahres in der Kategorie Gleispläne anschaust, wirst Du einige Beispiel finden. Z.B. hier https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1440444#aw13

Mein erste Frage ist die nach dem Platz. Darf es etwas mehr sein, als die jetzt von Dir gezeichneten 70x180 cm? Das schränkt schon sehr ein. Du scheinst Züge fahren lassen zu wollen und weniger rangieren zu wollen. Stimmt das?
Auch bei einer Anlage in Deiner Größenordnung würde ich über einen kleinen Schattenbahnhof mit 2 bis 3 Gleisen nachdenken. Den könnte man auch bei einer Ebene hinter einer nur ca. 20 cm hohen Kulisse verstecken.

Mit einer Startpackung zu beginnen ist sicherlich sinnvoll. Du solltest aber darauf achten eine zu kaufen, die keine kleinen Gleisradien hat. Minitrix R1 und R2 würde ich nicht verplanen. Kleinster Minitrix Radius mit dem ich normalerweise arbeite ist R2a. Wenn Dein Händler Kato oder Tomis anbietet, ist das auch eine Überlegung wert.

Wenn Du möchtest mache ich Dir mal einen Vorschlag auf einer Fläche von ca. 90 x 200 cm.

Ich freue mich auf Deine Rückmeldung.

LG Rimbert
Hi Rimbert,
danke für die rasche Antwort und die Tips!
Ich habe mich schon ein bisserl inspirieren lassen.
Die Aussenmaße würde ich gern ca. so lassen, einfach aus Platzgründen und falls ich die Anlage an die Wand stellen will ( Reichweite von Kinderhänden).
Ja da haben wir mit der Begeisterung für die Planung eine Gemeinsamkeit, also danke für das Angebot aber ich mache das sehr gern selbst
Bin trotzdem dankbar für alle Tips!

Der obere Kreis soll ein Plateau sein, darunter habe ich den Schattenbahnhof platziert.

Die Anlage soll eine gute Mischung aus Fahrstrecke und Rangiererei sein, das muss ich noch besser machen.

Zum Gleissystem:
Werde schauen was der Laden so hat.
Kannst du mir bestätigen, dass ich zB Weichen von Minitrix mit Gleisen von Fleischmann kombinieren kann falls das nötig sein wird?

Zur Steigung hab ich noch 2  Fragen:
1. Sind die 3% als absoluter Maximalwert zu sehen?
2. Welche lichte Höhe soll ich vorsehen für den Raum unter dem Plateau? Derzeit habe ich einen Niveau unterschied von 6cm (OK Gleis zu OK Gleis). ca 6-10mm rechne ich für das Plattenmaterial, bleiben gut 50mm Durchfahrtshöhe. Ist das ein realistischer Wert?

Danke noch einmal,
Pez

Moin Pez,

da Du Fleischmann ohne Bettung nehmen willst, kann man das problemlos mit Minitrix kombinieren. Das ist das ehemalige Rocogleis und verwendet die gleichen Profile. Ich würde bei den Weichen aber davon abraten die Weichen mit fest montierten Antrieben zu nehmen. Sowohl Weichen, wie Antrieb habe eine gewisse Fehleranfälligkeit, da ist es gut, wenn man nicht immer beides auf einmal tauschen muß.

Steigung maximal 3%, besser nur 2,5%. Hängt halt sehr vom eingesetzten Fahrmaterial und der Länge der Züge ab. Bei 3% musst Du damit rechnen, daß es Loks gibt, die das nicht schaffen. 50mm Lichte Höhe zwischen den Gleisen ist ausreichend, wenn es sich nur um eine kurze Querung handelt. Solltest Du einen längeren Abschnitt überbrücken wollen, kommt man da nicht ran. Da braucht man mindestens 10cm, besser 15cm. Das ist aber bei Deiner Grundfläche nicht realisierbar.

Ehrlich gesagt, empfinde ich Deinen Plan als nicht besonders reizvoll. Er bietet wenig gute Fahrmöglichkeiten und Dein Schattenbahnhof reicht nur für das Abstellen von drei Loks. Das würde ich sichtbar machen.
Auf der verfügbaren Fläche würde ich versuchen ein einfaches eingleisiges Oval mit einem Bahnhof mit kleiner Lokbehandlung / Lokschuppen und Güterschuppen und einer Nebenstrecke, die in die zweite Ebene geht, unterzubringen. Im hinteren Bereich des Ovals kann man den Schattenbahnhof unterbringen. Ggf. kann man einen Teil des Ovals auch zweigleisig machen.

LG Rimbert
Hallo Pez,

Um den kleinen Kreis komplett zu machen: eine 15° Minitrix Weiche besteht abbiegend aus 14927+14903.

Gruß, Victor

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@Viktor, super danke für den Hinweis!
Muss mich erst in das "System" einlernen.

@Rimbert,
danke für deinen Input. Ja, das Layout ist ein bisserl der MoBa aus meiner Kindheit nachempfunden, reine Nostalgie.
Ich bastele gerade dran, mit 2,5% Steigung geht das auf der Fläche und Niveauunterschied die ich ich mir gewünscht hätte, tatsächlich nicht. Respekt!  Bin beeindruckt, dass du das auf den ersten Blick erkannt hast.
Habe das obere Niveau jetzt nur 5cm hoch gemacht und hoffe, dass die Durchfahrtshöhe von ca. 4cm reichen wird.
Was sagst du?

Ich plane, das Innere des oberen Kreises abnehmbar zu machen um zum Schattenbahnhof zu gelangen, falls nötig.

Jetzt habe ich noch eine andere Frage:
Ist es im Modell üblich, einen sanften Übergang zwichen einer Geraden und einem Radius machen? So richtig mit Klothoiden/Flexgleis? Oder reicht es, einfach mit einem großen Radiusstück anzufangen und dann erst den gewünschten Bogen zu fahren?

Freue mich wie immer auf eure Inputs, danke!
Pez



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Zu Deiner letzten Frage: Das macht das Flexgleis schon von ganz alleine. Es ist im Gegenteil nahezu unmöglich, damit einen festen Radius zu bauen. Das erfahre ich gerade am eigenen Leib.
Das bringt es allerdings auch mit sich, dass Du unbedingt vermeiden solltest, Flexgleisstöße in die Kurve zu legen. Das führt fast zwangsläufig zu Knicken an genau diesen Stellen, es sei denn, Du nagelst das Gleis mit einem Haufen Nägeln fest.

Durchfahrtshöhe 4 cm reicht vielleicht bei Dampf und Diesel. Wenn eine Oberleitung ins Spiel kommt oder auch nur E-Loks mit ausgeklapptem Stromabnehmer, wird es unter 5 cm nicht gehen.

Gruß
Falco
Hi Falco,
ok vielen Dank für die Infos!
Dann muss ich mir was überlegen, wie ich die 5cm Durchfahrtshöhe bei max 2,5% schaffe.
Eventuell die "Unterführung" und Schattenbahnhof absenken.
Mal sehen!
Hi pez,

wie Rimbert es schon harmlos andeutete, ist dein Entwurf nicht besonders toll. auch wenn Ihr damals mit Roco/Liliput gebaut habt, erinnert dass, was du hier zeigst, eher an eine alte Märklin-Anlage mit Metallgleisen, wie sie noch bis in die späten 70er gebaut wurden. Doch damals war das eigentlich schon überholt.
Das Ganze sieht eher wie ein Übungsplatz für Straßenbahnen aus und vermittelt nicht, dass dort Eisenbahn fahren soll. Hier ein paar Dinge, die besonders auffallen (teilweise schon vorher erwähnt):
- Was soll diese Schlaufe mit der Kreuzung sein?
- Weshalb verwendest du diese R1/24° Weichen?
- Müssen es drei Parallelovale sein? Du willst doch digital fahren, da gibt es ganz andere Möglichkeiten ohne 1000 Trennstellen.
- Diese Abstellgleise im Hügel, die sind doch für nichts außer Loks und Straßenbahnzüge zu gebrauchen.
- auch Retro-anlagen haben ihren Charme; schau dich mal nach alten N-Anlagen um, es gibt für so ein Projekt gute Vorbilder.

Jetzt kommt dass, was du eventuell nicht hören (lesen) möchtest. Dieser Plan sollte schnell in Richtung Ablage P. Nicht mal aus akademischer Sicht sehe ich eine Notwendigkeit, daran noch irgendwas zu entwickeln.
Schau dir, wenn du weißt, was für einen Stil du haben möchtest, andere Anlagen und/oder Planungsbücher an. Fertiganlagen und Literatur aus der Zeit sollten allerdings nur eine vage Hilfe bei einem Retro-Projekt sein, für zeitgenössisches sind sie wenig nützlich.
Falls du es nicht glaubst, mach einen Versuch. Bau auf einer Platte das Doppeloval auf und schau dir ein, zwei Monate das Kreisen der Züge an. Mehr wäre bei deinem Entwurf auch nicht möglich. In den Pausen, wenn es zu langweilig wird, kannst du ja im Internet stöbern, was andere so gebaut haben.
Ich möchte dir nicht den Spaß an der Modellbahn nehmen. Entwerfen kann man lernen, auch ich würde dass, was ich vor Jahren mal ersonnen, haute nicht mehr so machen. Eine Modulgruppe, die ich mir vor acht Jahren ausgedacht habe, ist über das Stadium 'Schienen verlegt und fahrbereit' nie hinaus gekommen. Inzwischen ist auf den Kästen etwas anderes. Nur ist es ein Unterschied, ob man drei kleine Modulkästen oder ein Brett von 2 x 0,7 m schnell aufbaut, um es kurz danach wieder abzureißen.

Gruß
Gerald
Auf die Gefahr erheblicher Widerworte hin:
Ich habe bei meiner Anlage sowohl R1 als auch Steigungen bis 4%.
Bei Anlagen dieser Größe sind lange Züge aus mehreren Schnellzugwagen in meinen Augen eher fehl am Platz.
Auch in Spur N. Daher ist das mit den Radien und Steigungen nicht so wichtig.

Hier mal meine Anlage. Vielleicht wäre so etwas auch was für dich:
https://www.bahnalltag.net/2024/12/engadin-2-ue...enen-modellbahn.html

Hi Bahnalltag,

ich wüsste nicht, weshalb es Widerworte geben sollte. Du hast die Spezifikationen der von dir (hauptsächlich) eingesetzten Fahrzeuge eingehalten. Die Züge und die einzelnen sind nicht besonders lang, wenn die Loks das schaffen, ist es doch in Ordnung und vllt. nicht weit weg vom Vorbild.

Ich fahre mein kurzen US-Güterwagen (ca. 7,5 - 8 cm lang) auch durch Kurven r < 18 cm, was sogar vorbildgerecht ist. Nur Steigungen habe ich praktisch nicht.
Ich habe aber nicht den Eindruck, dass pez sowas Spezielles bauen will.

Gruß
Gerald
Vielleicht ist weniger mehr? Ein Türblatt 90x 200 erlaubt schon schöne grosse Radien und einen mehrgleisigen Bahnhof. An den Enden kannst Du Anschlussgleise für weitere Türblätter setzen, sozusagen “Türblattmodule”. Evtl. einfach auf Steigungen verzichten und nicht alles mit Gleisen überladen?

LG Mike
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Bahnalltag

Bei Anlagen dieser Größe sind lange Züge aus mehreren Schnellzugwagen in meinen Augen eher fehl am Platz.... Daher ist das mit den Radien und Steigungen nicht so wichtig.



Ein wahres Wort, dem ich beipflichten möchte.

Immer wieder fällt auf, dass Gleispläne für kleine Anlagen kritisiert werden, weil die Radien zu eng, die Steigung zu stark und die Bahnhofsgleise zu kurz seien.

Vielleicht ist dem aber gar nicht so, und es sind lediglich die Züge in den Köpfen der Kritiker zu lang.

VG Freetrack
Hi Freetrack,

vergleiche einfach die beiden Zitate, der Rest ergibt sich.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

weil die Radien zu eng, die Steigung zu stark und die Bahnhofsgleise zu kurz seien.
Vielleicht ist dem aber gar nicht so, und es sind lediglich die Züge in den Köpfen der Kritiker zu lang.



Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Taurus, Korodil, TGV? Immer her damit!



Gruß
Gerald
Hallo,

werfe mal eine modifizierte Skizze dazu ein.

Gruß
Chris

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Also 90 x 200 cm, sind in meinen Augen nicht "soooo" wenig, man kann da schon einiges machen, einen Spaghetti Teller voller Gleise würde ich nun nicht bauen.

In meinen Augen ginge da schon einiges, wobei ich einschränkend sagen muss, dann halt mal mit kurzen Zügen und vielleicht einem wenig kleineren Fuhrpark (der kostet dann auch weniger).

Man kann durchaus das Thema Oberammergau mit E69 und gelegentlichen Sonderfahrten bauen, mit schönen romantischen EInblicken in die Voralpen Welt, naja und das Thema der Gleise, nehme auf keine Fälle die von Mintrix, das Zeug taugt nix und wird dich nicht glücklich machen, egal welche Triebfahrzeuge du dann einsetzen willst. Nimm Tomix oder Kato, damit wirst DU vielleicht ein bisschen limitiert was es an Abzweigwinkeln angeht, aber es funktioniert und macht Spass, damit ist der Wiedereinstieg sicherlich erfolgreicher.

Und noch was, sehe vor, dass Du die ANlage vielleicht später in eine andere Anlage integrieren kannst..... (Modulbauweise , etc)

VIel Spass damit
Hab gerade gesehen, er will ja eine „kleine Tür“ (185x71) benutzen. Da reduzieren sich natürlich die Möglichkeiten nochmals. Mit Kato und Tomix kann ich gruby911 nur beipflichten 👍

LG Mike
Hallo pez,

sich ein eigenes Konzept zu erarbeiten und dessen Planung voranzutreiben kann sehr viel Spaß machen und eine Menge Vorfreude produzieren. Verstehe ich absolut!

Leider kann ich mit deinen beiden Planungsvarianten kaum etwas anfangen. Sie sehen so ähnlich aus, wie frühere »Startpackungsanlagen«, die um diverse B-, C-, und D-Gleispackungen erweitert wurden, um auf viele Fahrstromkreise zu kommen. Oder um es positiver auszudrücken, könnte man es als Freude an Gleisgeometrie und dem Ausloten der Möglichkeiten von Gleissystemen sehen.
Aber verstehe das nicht als Meckerei, sondern als Ermutigung dazu, einen Schritt zurückzugehen und zu überlegen, WAS du möchtest, bevor du das WIE im Panungsprogramm zusammensteckst.

Du schreibst von deinen Kindern und die sind wirklich ein toller Grund, um dich einem Anlagenkonzept zu nähern. Ich gehe davon aus, dass du deine Kinder jenseits einer Zuschauerolle einbeziehen magst, ihr also gemeinsam spielt. Auch wenn die Fläche nicht üppig ist, kann man darauf trotzdem kollaborative Anlagenideen realisieren. Konzeptionell bietet sich eine Mittelkulisse an, sodass die Anlage optisch in zwei Hälften geteilt wird. Hat auch den Vorteil, zwei sehr unterschiedliche Themen auf kleinem Raum zu realisieren. Stadt und Land, Hafen und Industriegebiet, Kleinstadt A und Kleinstadt B, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ein super Beispiel ist die hiesige Workshop-Anlage auf 90 x 152 cm:
https://www.1zu160.net/workshop/anlagenplanung_vorwort.php
Eine Adaption auf dein Plattenmaß ist sicher leicht möglich, zumal die mehr Länge hast.
Es wäre jedenfalls eine Anlage, auf der man prima zu dritt spielen, aber auch alleine Spaß haben kann. Es braucht nichtmal viel Rollmaterial und dementsprechend auch keinen Schattenbahnhof. Das hält zunächst die Kosten im Rahmen und vereinfacht Bau und Betrieb.
Last but not least ist diese kleine Anlage ein Modellbahn in dem Sinne, ein Modell, ein Abbild des echten Eisenbahnbetriebs zu sein.

Bin gespannt, wie sich deine Überlegungen entwickeln!

Schöne Grüße, Carsten
Moin Pez,

hier sind ja nun schon einige Vorschläge zur Verbesserung deines Planes gemacht worden. Ausgehend von deinen Wünschen (oder zumindest aus dem, was ich da rausgelesen habe) habe ich mal einen Vorschlag auf 80x200 cm gemacht. Idee ist Fahrbetrieb mit Rangiermöglichkeit und Schattenbahnhof, um ein paar Züge abzustellen. Auf der Anlage ist es möglich einerseits einen Zug auch mal im Kreisfahren zu lassen, andererseits kann man die Begegnung von verschiedenen Zügen im Bahnhof mit Lokwechsel oder Bedienung des Industrieanschlußes und ähnliches spielen.

Bin gespannt, wie sich dein Plan weiterentwickelt.

LG Rimbert

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Zum Wiedereinstieg mit einer "Türblattanlage" würde ich heute nur mit Kato-Gleisen anfangen. Das hat den gewünschten Vorteil einer großen Vielfalt an Gleisen ("Ich möchte eine möglichst große Auswahl an Gleisgeometrien haben") und vor allem die Möglichkeit, ohne große Probleme andere Gleispläne zu realisieren, wenn der alte Gleisplan nicht befriedigt. Die Stecklösung kommt Deinem Wunsch nach Wegräumbarkeit ja auch sehr entgegen.

Vom Gleisplan selber her würde ich den Empfehlungen von Otto O. Kurbjuweit folgen, er hat in seinem Miba-Heft "Anlagen-Planung" https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/coverpub...SP/9783968079462.pdf eine Anlage auf eben klassischer Plattengröße entwickelt. (den Artikel im Heft kann ich gerne scannen, bitte pm)

Christoph
Hallo Rimbert,

da hast du einen sehr schönen Entwurf gezaubert! Diese Anlage macht auf jeden Fall Spaß und wird nicht so schnell langweilig!
Einzig das Gefälle im oberen Bahnhof stört mich etwas. Beim umsetzen entlaufen so die Waggons!
Wäre die Steigung zu arg wenn die Höhe 5,0 schon an der Einfahrtsweiche erreicht wäre?
Moin,

#Bahnalltag (kenne leider Deinen Namen nicht, also auf diese Art):
Du hast recht, das ist noch eine unglückliche Lösung. Wenn man auf 5cm zum Beginn des Bahnhofes geht ergeben sich 3,4% Steigung, das kann auf einer Nebenstrecke gut gehen, muß es aber nicht. Meine bevorzugte Variante wäre die Hauptstrecke in dem Bereich um 1 cm absenken. Letzlich muß PEZ sich überlegen, was er will, sollte ja nur erstmal ein Vorschlag sein.

#Christoph: das sehe ich genauso, PEZ schiebt aber Wert darauf zu legen lokal zu kaufen oder gebraucht, das ist bei Kato schwer.

LG Rimbert
Hallo Rimbert!

Du könntest die Nebenstrecke zu einem "S" formen, dann würde sie von rechts in den kleinen Kopfbahnhof münden, der dann in der Ecke links oben zu plazieren wäre. Damit wäre die Strecke lang genug, um eine zu große Steigung zu vermeiden. Und außerdem könnte man sie über eine längere Brücke führen, die durchaus zum Blickfang auf der Anlage werden könnte.

Herzliche Grüße
Elmar
Guten Morgen,
oder den Bahnhof vorne auf Level +1 - + 2, dann wäre der SBH Level 0, Bhf Level zb 1,5 und NBF auf Level 5 und die Steigungen erträglich würde ich sagen

Grüße Frank
Hi Rimbert,
danke für deinen Vorschlag, ich lass mich gerade aus verschiedenen Quellen inspirieren!
Zu eurer Kritik an meinem Entwurf:
Ich hatte früher große Freude an der recht ähnlichen, etwas einfacheren väterlichen Moba, Langeweile kam da nie auf. Natürlich möchte ich das aber an die heutigen Möglichkeiten anpassen und modernisieren!

Die Steigung habe ich nun gut im Griff, habe die Gleise die hinunter gehen auf Level -1 gelegt.
Eigentlich im Prinzip das was Frank vorgeschlagen hat.

Wie steht ihr generell zu einer Kehrschleife? Im Digitalbetrieb ist das ja mit so einem Modul kein riesen Problem, oder?
VG, P
Moin Pez,

Kehrschleifen sind kein Problem. Ausreichend lange Strecke beidseitig isolieren und KSM anschließen, fertig. Auf Deiner Fläche kann man einiges machen, wenn man eine „richtige“ zweite Ebene einführt. Unten Schattenbahnhof/Zugspeicher mit Kehrschleife ein oder zweigleisige Rampe nach oben, dort Kopfbahnhof oder weitere Kehrschleife. Gibt‘s viele Möglichkeiten eine realitätsnahe Anlage zu gestalten. Du musst Dir halt überlegen, was Du willst. Retro, so wie bei Vattern oder reduzierter und realitätsnäher. Das ist am Ende Geschmacksache. Wobei die Entwickung der letzen Jahre eher zu letzterem geht.

LG Rimbert
Ein grundlegendes Problem, das vor allen anderen gelöst werden sollte, wurde hier noch gar nicht angesprochen:

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Mein Ziel ist eine klassische "Türblatt-Anlage", fix auf einer Platte installiert aber kompakt genug, sie auch wegräumen zu können.



Wie soll das "Wegräumen" denn funktionieren? Wo soll die "Platte" hin, wenn weggeräumt?

Eine mögliche Lösung wäre die Anlage im rechten Drittel auf einem rollbaren Bock/Fahrgestell  zu lagern, der mit der Anlagen"platte" drehbar und hochklappbar verbunden ist. Auf der anderen Seite wird ein Paar herausklappbarer Stützbeine installiert. So könnte die Anlage schnell und problemlos in die Vertikale gebracht werden und zur Seite oder in die Ecke gerollt werden. (Die Idee wurde vor Jahren schon einmal in einem Anlagen-Buch aus dem em-Verlag veröffentlicht, gerne kann ich hier auch den Vorschlag per Bild schicken wenn gewünscht)

Christoph
Moin,

also wenn ich das richtig verstanden habe, benötigt die Anlage einen relativen leichten Rahmen, damit sie auch transportierbar bleibt.

In Japan gibt es ein paar Youtuber, die eine solche leichte und kompakte Anlage in klassischer Türblattgröße konzipiert haben. Hier werden die Anlagen bei nichtgebrauch einfach in einen Schrank gestellt. Vielleicht ist es ja eine Ideengebung für dich? Ich kann mir auch vorstellen, dass das Gewicht so gering ist, dass ein Einhängen an der Türrückseite möglich wäre?! Somit hat man noch weniger Platzbedarf für das Verstauen der Anlage.

Video-Links:

https://www.youtube.com/watch?v=un3otViQDho
https://www.youtube.com/watch?v=MrDf0vaNZ0c
https://www.youtube.com/watch?v=5Znp-tPC40I

Gruß Ulli
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wie soll das "Wegräumen" denn funktionieren? Wo soll die "Platte" hin, wenn weggeräumt?



Guten Morgen,

das ist doch nicht die Frage. Er wird schon selbst wissen, wohin er die Anlage räumt. Wichtig ist nur, dass darunter kein wilder Kabelverhau hängt, der beim Transport abreißt, wenn er irgendwo aneckt.
Mein "Coffeetable" kommt z.B. bei Nichtgebrauch in den Keller und wird dort hochkant abgestellt. In Gebrauch steht das Ding auf dem Wohnzimmertisch.
Die T-Trak-Module werden hingegen in einem Regal gelagert, ebenfalls im Keller.

Grüße
Zwengelmann
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Oder man nimmt ein Schrankbett!



Das ist eher ein Ansatz, der in Japan populär sein könnte. Wer bei uns möchte seine Züge auf Kniehöhe habe und auf dem Boden sitzen?

Gruß
Hallo Gerald!

Auf meiner Anlage ist die Ebene 0 auch "nur" 50 cm hoch. Das liegt sogar noch unterhalb meiner Kniehöhe. Ich möchte es nicht anders haben.

Herzliche Grüße
Elmar
Danke für eure Anregungen!

Nach dem Konsum von etwas Lektüre habe ich gelernt, das mein Projekt eine typische "Weihnachtseisenbahn" sein soll.
Wusste nicht, dass es den Begriff gibt!
Die wird also großteils im Keller gelagert sein und nur "alle heiligen Zeiten" aufgebaut.
Ich plane eine möglichst leichte 3-Schichtplatte ( Fichte 12, 16 mm) mit Latten unten zu versteifen, Aufbau wird wahrscheinlich ein dünnes Sperrholz-Konstrukt (Birke, 6, 9 mm).
Das wird auf Böcken im Wohnzimmer aufgebaut, ich plane keinerlei sonstige Vorrichtung und die Kabel sollen in der Versteifungsebene (Latten) verlegt sein.

VG, pez
So hab jetzt bisserl weiter entwickelt.
Habe ein paar Tests gemacht mit den paar Loks die ich derzeit habe, unter R3 ist's mit z.B. der BR 01 177 kaum möglich zu fahren. Daher ist jetz der minimale Radius R3, außer dem inneren Kreis, das wird quasi eine Nebenbahn für den Schienenbus.
Ich habe mich außerdem entschlossen, das ganze Projekt als möglichst auch gemeinsam mit Kindern spielbare Anlage zu planen. Ich lege daher keinen großen Wert auf Realismus oder eine bestimmte Epoche, es soll gefahren, rangiert, und sonst alles gemacht, was Kindern einfällt.

Ihr seht, ich habe auch bereits einen Platz für ein kleines Bastelprojekt vorgesehen:
Ich möchte versuchen, eine Standseilbahn zu bauen. Dazu werde ich ein Stück Spur Z Gleis und den Unterbau eines Spur Z Waggons verwenden, einfach weil die hiesige Standseilbahn eben eine Meterspur hat und ich die nachempfinden will ( 3D-Druck auf Basis vorhandener CAD-Daten).

Es wird einen Kopfbahnhof geben (Hbf) und oben am Berg einen kleinen. Die Talstation der Standseilbahn wird auch eine Haltestelle für den Schienenbus. Eventuell ein bisserl städtische Umgebung auf Ebene 0.

MIt Anyrail habe ich so meine Probleme, ganz genau treffen sich so manche Abschnitte nicht ganz...

Fällt euch irgendein grober Fehler im Plan auf?
Vielleicht fällt es auf, auf jeden Fall habe ich Übergangsbögen angedeutet und hierzu im CAD ein paar Ideen gesammelt, dazu folgt ein eigener Thread. Da ich den zur Verfügung stehenden Platz möglichst gut nutzen will und auf zwei Ebenen viel Gelegenheit zum Fahren haben möchte, bin ich dabei geblieben.

Ich weiß, vieles ist Geschmackssache und ich habe schon verstanden, dass einige von euch dieses Layout langweilig finden werden...


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So, ich habe den ganzen Plan jetzt verworfen, aus drei Gründen:
1. Mir wurde das zu groß
2. ich habe mich entschieden, etwas für mich Neues zu bauen und
3. ich möchte möglichst mein bereits vorhandenden Gleismaterial verwenden (habe ja bereits begonnen, nach gebrauchten Angeboten Ausschau zu halten). Das ist ein wilder Mix aus Roco, Arnold und Minitrix Material.
Außerdem möchte ich den Platz für eine Drehscheibe und die Standseilbahn vorsehen, als 2. Bauabschnitt sozusagen.
Die Steigungen sind meistens unter 4°, werde das aber noch mit meinen Loks testen.

Was sagt ihr zu diesem Layout?



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Moin Pez,

willkommen in der "erlesenen Runde" der N-Bahner! N = noch möglich, Z = zu klein.

Rimbert ist schon fast ein Profi in Anlagen- und Gleisplanung, ich befasse mich aber auch gerne mit Gleisgeometrien und Betriebsmöglichkeiten. Und deshalb gebe ich auch mal ein paar Kommentare ab.

Als Erstes: Viele (eigentlich auch ich) werden deinen Plan blöd, langweilig, vorbildfremd finden. Aber die von dir vorgegebenen Randbedingungen (geringe Größe, Spielbahn, Ovalanlage) werden von mir als deine eigene bewusste (und nicht ahnungslose) Entscheidung akzeptiert.

In beiden Plänen #33 und #34 hast du drei große Ovale und den kleinen Schienenbus-Kreis. Im alten Plan #33 sind alle drei Strecken gleichzeitig kollisionsfrei befahrbar, damit sind eine kindgemäße (von uns natürlich verpönte) "Rennbahn" ebenso möglich wie eine (ohne Bedienung mögliche) "Schauanlage" mit drei angemessen langsam fahrenden Zügen in unterscheidlichen Fahrtrichtungen. Im neuen Plan #34 gehen alle drei Strecken aus dem "Bahnhof" an der Vorderkante (ich weiß, das soll keiner werden) nach links über getrennte Gleise heraus, kommen aber von rechts alle auf dem innersten Gleis wieder an. Damit ist kein Parallelbetrieb möglich, dafür enden 2/3 aller Gleise am Prellbock. Betrieblich sehr einschränkend, also bitte wenigstens zwei verschiedene Gleise für die Strecken nehmen und die beiden Abstellungen aus dem mittleren Gleis weglassen, damit gewinnst du auch noch etwas Anlagenlänge (z.B. für die Steigung zum  "Bergbahnhof").

Die Drehscheibe ist natürlich ein Liebling vieler (kleiner und großer) Kinder, aber in dieser Form schon abschreckend unrealistisch. Für die drei Lok-Parkplätze reichen zwei Weichen, und wenn es ein Mini-BW sein sollte, dann fehlen die Behandlungsanlagen (für Dampf Kohle und Wasser, für Diesel Tankstelle).

Deine Kopfbahnhöfe sind eigentlich nur Abstellgleise zum Rangieren, eine Bahnpost (als es sie noch gab) oder die Belieferung des BW mit Kohle und Diesel wäre damit möglich, aber kein Personenbahnhof. Entweder können ausschließlich Wendezüge (Triebwagen oder Steuerwagen) eingesetzt werden, oder es muss eine Möglichkeit zum Umsetzen der Lok ans andere Zugende möglich sein.

Wo soll denn der aus dem RegionalBhf kommende Zug hinfahren? Es gibt keine Strecke mit zweitem Endpunkt, der BergBhf ist nicht direkt zu erreichen (nur mit albernem doppeltem Kreiseln), und eine Rückkehr in den Kopfbahnhof ist (ohne Wenden) nicht möglich. Es müsste also schon irgendwo (z.B. im Tunnel unter dem BergBhf) ein kleiner "Schattenbahnhof" (ein oder zwei Gleise) geschaffen werden, in dem der Wendezug "verschwindet" und später in umgekehrter Richtung wieder in den Kopfbahnhof einfährt.

Mein persönlicher Vorschlag (Jeder darf gerne anderer Meinung sein): Statt der unbrauchbaren Kopfbahnhöfe lieber industrielle Gleisanschlüsse (Lieferverkehr) und/oder Erweiterung des BW um Abstellanlagen und Behandlungsgleise. Statt der (schlecht durchgängigen) vorderen Gleise einen Durchgangsbahnhof (3-5 Gleise), der die drei Fahrkreise ermöglicht, von dem aber auch Hafen & Altstadt & BW abzweigen können.

In Ermangelung eines brauchbaren Gleisplanungsprogramms und der erforderlichen Zeit erstelle ich keinen alternativen Plan, aber das machst du ja auch gerne selber.

In diesem Sinne weiterhin viel Spaß mit der Anlage und der Familie wünscht
Wolfgang (der glücklicherweise mehr Platz zur Verfügung hat)
Hallo,
dein Gleisplan ist mir persönlich zu überladen - kein Platz für Landschaft.
Ideen zu "Türblattanlagen" findet man genügend im Internet. Google mal nach "model railway n scale door layout"

Viel Spass Uli
Zitat - Antwort-Nr.: 35 | Name: Wolfgang Sch.

N = noch möglich, Z = zu klein



fehlt H0 = Habe Null Platz
@Wolfgang Sch.
Danke für dein ausführliches Feedback, ich sehe, du nimmst meinen Dilettantismus mit Humor.
Als blöd würd ich jemand anderes Werk trotzdem nicht bezeichnen, find ich unangemessen.
Aber danke, dass du meine Entscheidung, wie meine Anlage aussehen soll, akzeptierst.

Deine Einwände kann ich alle nachvollziehen, vor allem zumindest zwei getrennte Kreise sollten es tatsächlich sein.
Kopfbahnhof werde ich überdenken, den Platz für die Drehscheibe werde ich aber freilassen: Wie gesagt, ich lege keinen Wert auf Realismus

@Uli_H
Ich möchte soviel fahren wie möglich und das auch sehen. Für Kinder scheint es mir auch passender und die Landschaftsgestaltung ist mir nicht so wichtig. Ich habe sowieso nie verstanden, wieso manche Leute so viel Landschaft und wenig sichtbare Gleise auf ihren Anlagen haben...
Moin PEZ,

ehrlich gesagt, machst du es einem schwer, Dir gute Hilfestellung zu geben. Ich fürchte, Du wirst hier auch kaum positive Rückmeldungen zu Deinem Plan bekommen. Es gibt hier im Forum sehr viel Erfahrung und alle Arten von Anlagenkonzepten. Von Teppichbahner über denjenigen, der spielen oder fahren möchte bis zu denen die eine Vorbildsituation möglichst realitätsnah abbilden möchte. Alles hat seine Berechtigung, es muß den Präferenzen des Besitzers oder Erbauers entsprechen und das Konzept muß den räumlichen Gegebenheiten angepasst zu werden.

Du bist nach meiner Wahrnehmung irgendwo zwischen Teppich- und Spielbahner und möchtest sicherstellen, daß auch Kinder daran Freude haben mit Deiner Anlage zu spielen. Das sind klare und gute Rahmenbedingungen. Kinder lieben Rollenspiele und orientieren sich gerne an Vorbildabläufen, die sie nachspielen oder abwandeln können. Wir reden über Spur N, also sollte uns auch klar sein, daß die Kinder ein gewisses Alter brauchen, um „vernünftig“ mit der Anlage umzugehen. Ich selber war 11 oder 12 Jahre als, als ich meiner erste Spur. N Anlage bekommen habe. Ich glaube, das ist das Mindestalter, um zu wissen, daß man eine gewisse Vorsicht an den Tag legen muß.

Wenn ich also von diesen Rahmenbedingungen ausgehe, verstehe ich nicht, warum Du „auf Krampf“ versuchst, alles mögliche irgendwie auf der Fläche unterzubringen. Du und die Kinder werden sehr schnell die Freude verlieren, weil man keine glaubwürdigen nachvollziehbaren „Rollenspiele“ auf der Anlage fahren kann.

Ich will meinen Plan von oben nicht nochmal aufwärmen, aber: wer eine Fläche von 80x200 cm zur Verfügung hat, nicht viel Wert auf Realitätsnähe legt und fahren/spielen/rangieren will, sollte eine zweite Ebene unter der Anlage einplanen.

Wenn Du das nicht willst, kann ich Dir nur raten, fang mit dem Plan an, so wie Du ihn jetzt hast und sammle Deine eigenen Erfahrungen. Gleise / Weichen kann man wieder lösen und weiter verwenden, eine gut gebaute Unterkonstruktion verträgt mehr als einen Anlagenentwurf.

LG Rimbert
Hallo Pez,
ich kann Deinen Wunsch nach einer derartigen Anlage verstehen, allerdings verstehe ich auch alle anderen, denn man versucht i.d.R. mehr oder weniger vorbildgerecht mit mehr oder weniger Kompromissen zu bauen.
Das mehr oder weniger ist natürlich individuell extrem unterschiedlich, manchmal artet es leider auch in Beschimpfungen der Gegenseite aus.   
Es gibt sicherlich viele so Anlagen wie von Dir gewünscht in Kellern oder Dachböden und die Besitzer sind glücklich und zufrieden damit. Nur sind diese vermutlich nicht in diesem Forum oder wenn, dann outen sie sich normalerweise nicht. (das ist zumindest mein Eindruck).
Ganz so wild wie Deine Planungen sind würde es es trotzdem nicht machen.
Aber evtl. ein Kompromiss für Dich:
Schau Dir mal den Gleisplan des Noch Fertiggeländes Baden-Baden an (175 x 100cm).
(das war vor einigen Jahrzehnten meine "Traumanlage", allerdings gab es die nur im Traum).
Evtl. kann man den auch noch etwas anpassen auch evtl. die Größe auf 200 x 100cm?
Die Fertiganlage muss man ja nicht kaufen, man/frau/kind kann auch selber bauen.
Das wäre nicht ganz so wild wie Deine jetzige Planung und bestimmt auch für die Kinder interessant.
Viel Erfolg
Gruß
Uli


Zitat - Antwort-Nr.: 40 | Name: ust

Es gibt sicherlich viele so Anlagen wie von Dir gewünscht in Kellern oder Dachböden und die Besitzer sind glücklich und zufrieden damit. Nur sind diese vermutlich nicht in diesem Forum oder wenn, dann outen sie sich normalerweise nicht.

Leider!
Ich oute mich mal mit meiner in der Entwicklungsphase befindlichen Spiel-/Experimentalanlage. Es ist der dritte oder vierte Versuch. Aber er kommt MEINEN Vorstellungen schon sehr nahe.

Hallo Pez,
Zitat - Antwort-Nr.: 38 | Name: pez

Ich möchte soviel fahren wie möglich und das auch sehen.


aus meiner Sicht ist es mehr ein "Stop&Go", z.B. fahren die Züge im Uhrzeigersinn, dann gibt es unterhalb der Drehscheibe ein Nadelöhr (wird eingleisig). Dort müssen die Züge anhalten. Nur einer kann durchfahren. Fährt ein Zug gegen den Uhrzeigersinn, dann wird es noch komplizierter.

Gruß Uli


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@Uli, was ist das für eine interessante Kreuzung links in deinem Schattenbahnhof?
Danke übrigens für den Tip Baden-Baden, davon lass ich mich gerne inspieren!

@Rimbert Ich bin über jede Hilfe und Input von euch sehr dankbar, deswegen zeige ich euch ja auch meine Layouts
Bin mir auch bewusst dass ein Gleisplan immer ein Kompromiss von verschiedenen Dingen ist und dass ihr wahrschienlich wesentlich höhere Anforderungen bezüglich Allem an einen Gleisplan stellt als ich.

Meine Anforderung hast du gut zusammengefasst, Teppichbahn wird es aber garantiert keine sein, sondern die klassische WeihnatsMoBa: Jedes Jahr für ein paar Wochen aus dem Keller im Wohnzimmer aufbocken, spielen/fahren, eventuell bisserl weiterbauen und dann wieder ab damit. Deswegen auch die kompaket Größe, wenig Tiefe (wegen Aufstellort adW).

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden, der Entwicklungsprozess ist ja auch irgendwie interessant (zumindest empfinde ich das bei Projekten anderer so).
Hallo Pez,
dies ist eine KATO-Kreuzung ArtNr. 20-300 bzw. 20-301. Läßt sich aber nicht verstellen.
Verbesserungen von Baden-Baden findest du hier: https://www.bahnalltag.net/2022/02/verbesserun...nde-baden-baden.html

Gruß Uli
Hallo Uli,

ich glaube, Pez meint den Hosenträger und nicht die Kreuzung unten rechts.

https://www.dm-toys.de/de/produktdetails/Kato_20-210.html

Gruß Gerd
Gerne würde ich bei der Frage, wieviel „Fahren“ möglich ist, noch einen Kompromiss in den Raum werfen, den ICH eingehen würde, wenn ich nicht so viel Platz hätte. Ich kann den Antrieb, Fahrbetrieb sehen zu wollen, gut verstehen.

Wenn der Platz für mehrere Kreise also nicht reicht, dann sage ich, dass es gar nicht so wichtig ist, dass mehrere Züge gleichzeitig FAHREN. Es genügt meiner Ansicht nach, wenn sie gleichzeitig auf der Anlage sind und im Wechsel in Betrieb sein können.
Baue doch einen Bahnhof mit mindestens vier, besser fünf Gleisen, die dann als Parkplatz dienen, während jeweils nur ein Zug auf der Strecke ist.
Im Grunde simuliert man damit den Betrieb auf einer eingleisigen Hauptstrecke, wo ja auch der Gegenzug abgewartet werden muss oder Überholungen stattfinden, der Bummelzug dem Schnellzug folgt etc.
Damit lassen sich sehr viele Spielszenarien gestalten, ohne dass man allzu viel Komplexität reinbringt, was auf 2 qm einfach nicht funktionieren kann.
Auf einen Schattenbahnhof würde ich komplett verzichten (hab ich auch).

Viele Grüße
Falco
Wenn man rechts mit links und oben mit unten verwechselt, dann wirds ... die falsche Weiche.

Noch ein Tipp sind die Gleispläne der Minitrix-Ratgeber:
https://www.trix.de/de/service/technische-informationen/minitrix-ratgeber-pdf
Moin,

zur Anregung mal ein paar Beispiele, was auf 2x1m geht, wenn man zwei Ebenen baut. Ist mit Peco Code55 gezeichnet, geht natürlich auch mit jedem anderen Gleissystem.

Im ersten Beispiel ist der Bahnhof bewusst schlicht gehalten, wer will kann dort noch einen inglenook, Industrie oder eine kleines BW unterbringen.

Untere Ebene ist jeweils der gleiche Schattenbahnhof.

LG Rimbert


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Danke euch, die Minitrix Ratgeber sind spitze!
@Falco, genau in dieese Richtung gehen meine Ideen derzeit. Eigentlich auch was schon Uli gezeigt hat.
Du hast das genau erkannt, dass ein Schattenbahnhof für mein Nutzungsprofil nicht nötig ist. Ich plane nur eine geringe Anzahl an Loks gleichzeitig am Gleis zu haben und keine Züge mit mehr als drei langen Waggons.

@Rimbert danke für deine Vorschläge, das geht aber etwas an meinen Anforderungen vorbei. Wie gesagt, das ganze muss (auch gewichtsmässig) schlank gehalten werden. Ich sehe aber du hast offenbar große Freude Pläne zu zeichnen, wil dich also nciht bremsen
Hallo Pez,

ich greife einige der Gedanken auf, die hier schon geäußert wurden. Ich würde dazu raten, darüber noch einmal zu schlafen und dann zu überlegen, was die geplante Anlage letztendlich bieten soll.

Ich finde, auch eine "Spielbahn" muss keine Gleiswüste sein, ausreichend Landschaft gehört immer dazu und außerdem sollte auch eine solche Anlage in sich irgendwie schlüssig sein. Man kann sich ja auch vom Vorbild inspirieren lassen, ohne dieses dann streng 1:1 umzusetzen (oft gar nicht möglich wegen der notwendigen Kompromisse).

Wenn die Drehscheibe ein Muss ist, kann der Bahnhof vielleicht sogar ganz weggelassen und ein Bahnhofsvorfeld bzw. das Bw als Thema der Anlage dargestellt werden. Der Fernverkehr fährt dort durch (bzw. über eine Paradestrecke um das Bw herum?), Nahverkehrs- und Güterzüge enden dort bzw. werden dort zerlegt, Lokomotiven werden im Bw abgestellt bzw. aus diesem geholt und zum Zug gebracht und Gleisanschlüsse werden bedient. Hierfür wäre allerdings ein Zugspeicher hinter oder unter der Platte notwendig.

Ein anderer Ansatz wären Mini-Module anstelle einer klassischen Anlage, die wenig Platz brauchen und gut verstaut werden können, wenn sie nicht gebraucht werden. Auch hier ist im Betrieb Arbeitsteilung mit den Kindern denkbar, beispielsweise zwischen einem Bahnhof auf der einen Seite und einem Gleisanschluss auf der anderen Seite (ein Klassiker: das Thema "Holz" mit Holzverladung, Sägewerk, Möbelfabrik u.ä. auf verschiedenen Modulen). Allerdings wäre das Ganze eher für kurze Fahrzeuge und Züge geeignet, also ein klassisches Nebenbahn-Thema. Durch Hintergrundkulissen könnte aber auch das Oval der Module leichter kaschiert werden. Es gab da mal einen Vorschlag in einer "Miba Spezial", den Scan könnte ich bei Interesse per Mail schicken.

Das als weitere Ideen. Ich denke, ohne ein paar grundlegende Vorüberlegungen wird es mit der Planung und Planungshilfe schwierig, was Rimbert ja weiter oben auch schon geschrieben hat.

Gutes Gelingen, ein schönes Osterwochenende und herzliche Grüße aus Paris,

Oliver
Danke Oliver für deine Anregung, die Idee mit der Drehscheibe als zentrales Element finde ich ganz reizvoll.
Hab mal ein eine Idee dazu gebastelt, die Anzahl der Abstellgleise um die DS herum ist wahrscheinlich zu viel des guten.
Das bitte nur als erste Idee zu verstehen, bin noch weit weg von einer Entscheidung in irgendeine Richtung. Unkonventionell könnte man das vorsichtig ausgedrückt bezeichnen, glaube ich.

Der andere Entwurf (ohne Drehscheibe) nimmt euer Feedback von weiter oben ein wenig auf.

Das alles bitte als WIP zu sehen, habe noch Zeit und werde sie mir auch nehmen, das weiter zu entwicklen.

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Hallo Pez,

Du kannst ja mal schauen, wie kleinere Bahnbetriebswerke mit Drehscheibe, Ringlokschuppen und Behandlungsanlagen aussahen und angelegt waren.

Das bringt mich zur Frage nach den Fahrzeugen, die Du schon hast bzw. Dir noch zulegen möchtest. Hauptsächlich Dampflokomotiven? Für die ist ein solches Bw ja besonders interessant.

Mit den besten Grüßen,

Oliver
Es gibt Neuigkeiten.
Ich habe meinen Gleisplan seit dem letzten Mal noch geändert und bin jetzt endlich in die Umsetzung gegangen.
Ich hänge ein Bild vom Plan an und zwei Bilder vom Baufortschritt.
Basis ist 10mm Balsasperrholz und 24x40mm Sperrholzlatten zur Versteifung.
Die Rampen sind aus 4mm Balssperrholz geplant.
Die Platte ist letztlch 70x172cm groß geworden.
Das ganze ist auf zwei einklappbaren Böcken gelagert, so kann das platzsparend übers Jahr verstaut werden.

Ich werde die kommenden Tage öfter mal ein Update posten, das muss bis Weihnachten fertig werden!

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Hier ein Update zum Baufortschritt!
Die Lösung für das Korkbett hat sich als ganz gut erwiesen wie ich finde: Habe 10mm breite Streifen (2mm dick) auf Rolle gekauft und kombiniere die zu einem Bett mit 20mm Breite. Gerade Stücke werden vorab zusammengeklebt, Kurven nur an einem Ende und dann schrittweise in Form gebracht und verklebt.
Es fährt sich ganz gut, die Rampen haben bis zu 7% Steigung aber bei meinen kurzen Zügen ist das kein Problem!
LG, pez

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Moin PEZ,

sieht gut aus, weiter so. Wobei 7% Steigung wäre mir auf Dauer selbst bei kurzen Zügen zu viel.

LG Rimbert

Rimbert, ja die Steigung ist mir tatsächlich etwas "entglitten", hatte aber Glück, dass es gerade noch funktioniert.
Interessant dabei: Ich verwende ja fast zu 100% gebrauchtes Gleismaterial und bevor ich die geputzt habe und sie  noch bisserl rostig waren hatten die Loks deutlich mehr Grip! Jetzt ist zwar alles blank und sauber, aber man merkt beim Lima TGV schon ein kleines bischen Schlupf beim rauffahren...
Insgesamt bin ich zufrieden, vor allem das Gesamtgewicht ist überraschend niedrig geblieben.
Hallo pez,

mit welchem Kleber klebst du das Kork an den Untergrund?
Und machst du das auf der gesamten Fläche des Korks, oder nur punktuell?

Grüße!
Alex
Alex,
ich verwende Kraftkleber, Pattex in dem Fall.
Nicht Punktuell sondern flächig, also streifenförnig eher
Ganz nach Vorschrift: beidseitig auftragen, ablüften lassen, kurz und kräftig pressen.
Hier wieder ein Update!
Gleise sind fertig verlegt, damit ist Bauabschnitt 1 fertig. Die Drehscheibe ist BA2 und die Standseilbahn in Spur Z BA3.
Die PCBs fürs Schaltpult sind gekommen, dazu später ein Update.
LG pez

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