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THEMA: Fragen zur Anwendung von Löthonig und Lötöl?

THEMA: Fragen zur Anwendung von Löthonig und Lötöl?
Startbeitrag
Johannes - 23.02.25 15:28
Hallo,
ich suche aktuell nach einer Methode zur Verbesserung meiner Lötergebnisse. Dabei bin ich auf Löthonig (zum Beisiel hier: https://modellbau-schoenwitz.de/de/Werkzeuge/L...2Z8jEsaAouSEALw_wcB) und Lötol (hier: https://www.h0fine.de/Shop2/product_info.php?products_id=75) gestoßen.

Dazu habe ich folgende Fragen. Was sind die Vor- und Nachteile von Löthonig und Lötöl? Muss ich nach der Anwendung von Löthonig oder -öl die Lötstelle reinigen, um z.B. Korrosion zu vermeiden? Falls ja, mit welcher Flüssigkeit? Kann ich Löthonig oder Lötöl auch zum Löten von elektrischen Bauelementen (z.B. bedrahtete Widerstände, Dioden) verwenden?

Vielen Dank vorab für hilfreiche Antworten!

Grüße, Johannes

Hi Johannes,

hast du schon die Suchfunktion im Forum ausprobiert? Das Thema Löten und Flussmittel wurde innerhalb des letzten Jahres ausführlich debattiert.

Gruß
Gerald  
Hallo Johannes,
fürs Löten im Bereich Modellbahn reicht das Flussmittel, das im Lötzinn enthalten ist. Mit Löthonig und-öl hast du langfristig nur Ärger.
Um bessere Lötergebnisse zu bekommen, hilft üben, üben üben. In meiner Ausbildung haben wir 10 cm lange Drahtstücke bekommen, die wir dann zu einem Gitter mit 1 cm Rastermaß zusammenlöten mussten. Du wirst erstaunt sein, wie sich das vom ersten bis zum letzten Löten verändert.
Grüße,
Dietmar
@2
Dietmar,
Du gibst irgendwie vor, Experte zu sein und behauptest mal kategorisch. Wenn Flussmittel nicht gebraucht würden, gäb es sie nicht zu kaufen. (Nicht dass Du mit üben... nicht recht hättest. Und oft reicht die Flussmittelseele ja auch, aber nicht immer)

Johannes,
schau mal in den Nachbarfaden https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1399811
oder die Lötanleitung   https://www.1zu160.net/elektrik/richtig-loeten.php
Der Löthonig gehört zur Sorte Kolophonium gelöst, sowas gibt es in 1000 Sorten und taugt. Pass auf deine Nase auf, das ätzt.
Das andere ist Phosporsäure25%, also kein Öl. Das könntest Du eher beim Modellbau aus Ätzplatinen brauchen.
Immer sauber machen.  (das so in Kürze.)
Gruß  Klaus
@3
Hallo Klaus,
es gibt viele Sachen zu kaufen, die man nicht braucht. Du musst beim Durchzappen des TV-Programms nur mal bei den Shopping-Kanälen Halt machen. Du wirst überrascht sein, mit wievielen Sachen, die kein Mensch braucht, Geld zu verdienen ist.
Wenn man z.B. Bleche zusammenlötet, dann wird man zu solchen Hilfsmitteln greifen. Für die normale Elektronik habe ich das Zeug in mittlerweile über 45 Jahren noch nie benötigt.
Das mit dem Gitter, das ich oben beschrieben habe, ist in dem zweiten Link von dir zu sehen. Da kommen Jugenderinnerungen auf! Und wenn man die dort gegebenen Hinweise befolgt, kommt man mit etwas Übung zu guten Ergebnissen.
Grüße,
Dietmar
Dietmar,
woher weiß Du denn Johannes´ Anwendungsfall? .."auch  Elektronik". heißt evtl. "auch Anderes".
Eigentlich hat #1 "Gute Seite" doch alles gesagt. Ich habe nur geschrieben, weil meine Erfahrung eben Deiner gerade nicht entspricht. Ich war lange "zu blöd zum Löten"... Und irgendwie scheint Johannes ja ein Problem zu haben, sonst würde er nicht fragen...
(Selbstverständlich ist der Gittertest im Link enthalten. Was denn sonst. Das geht nicht gegen Dich, sondern nur gegen Deine ziemlich kategorische Aussage)
Nix für ungut!    Grüße   Klaus

Hallo,
ich habe schon mehrere Varianten ausprobiert.
Am meisten überzeugt hat mich Lötwasser.
Löthonig riecht zwar gut, spritzt beim Kontakt mit dem Lötkolben aber.
Zu bedenken gilt es aber auch, dass Lötzinn nicht gleich Lötzinn ist.
Naja, da muss man probieren.
VG Ronald
Ronald,
das Lötwasser, das ich kenne, enthält Zinkchlorid und ist für Rohrleitungen. Das taugt nicht gut für Modellbau oder Elektronik, weil es danach intensive Reinigung benötigt, sonst verrottet Dir dein Modell /Lötstelle im Nachhinein. Bei Nacharbeit wird die Lötstelle auch spröde. Zumindest ist das meine Erfahrung. (Aber sicher, ich habe noch 250ml davon und das tut schon seinen Zweck. Wenn man alles abreinigen kann )
Löthonig riecht gut? Ich kenne diese Marke nicht, aber auch Kolophonium-Flussmittel ist ein Fall für Absaugung, beim Löten ist das nicht gut für die Atemwege.
Sowas steht aber alles schon im anderen Thread. und wenn hier immer wieder was angehängt wird, zerfleddert das alles.
Grüße    Klaus

Hallo Klaus,
habe nachgesehen. Ja, da ist Zinkchlorid enthalten. Das ist eine 24 ml-Flasche mit Pinsel. Dann werde ich wohl wieder umsteigen.

Ich habe Löthonig von DANY Bienenwohl GmbH und der Geruch erinnert tatsächlich an Honig.

VG Ronald
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Zu bedenken gilt es aber auch, dass Lötzinn nicht gleich Lötzinn ist.


Diese Aussage von Ronald kann ich nur unterstreichen.
Ich habe in meinem "Lötzinnbestand" inzwischen diverse Rollen mit auch z.T. unterschiedlichen Durchmessern des Zinnbandes.
Die Zinnrollen, die ich einzeln als Bedarfsauffüllung gekauft habe, sind durchweg von guter Qualität und problemlos in der Verarbeitung.
Zinnrollen, die als Beipack zum Kauf einer Lötstation mitgeliefert wurden, haben bisher nur Probleme beim Lötfluss gezeigt. Kalte Lötstellen, das No-Go einer Lötstelle, waren die Folge. Wahrscheinlich sind diese "Beigaben" eher für die Zugabe von "Löthilfen" gemäß des Threadtitels empfänglich.

Gruß aus Nordertown
Nur mal "so": Ich habe Lötverbindungen von vor 2005 im Einsatz, die "trotz" (IMMER benutztem) Lötfett weder korrodiert noch inzwischen gebrochen sind. Auch Lötwasser, was übrigens mit Kupfer routinemäßig angewendet wird (siehe Kupferrohre Heizung etc.), zeigt bei mir keinerlei negative Auswirkungen.
Klar, wenn man Ingredienzien einzeln bewertet nach Säuregrad etc., dann kommt man immer auf negative Aspekte...leider geht es mit Lötwasser prima, zB Schienenverbinder bzw. Gleise zu verbinden, weil das "Wasser" in jede Ritze dringt und das Zinn sogar hinter den Schienenverbinder mitnimmt...
Gruß
Gert

Auf "Einwände" hier im Forum hin (ich habe sogar alle Verbinder/Klemmen gewechselt, ok, diesbezüglich berechtigt !) habe ich mehrere dieser Lötverbindungen und das daran anschließende Kabel untersucht und KEINE der befürchteten Aspekte gefunden...


Moin,

Ich habe bisher keine zusätzlichen Flussmittel gebraucht. Ausnahme war eine schon einige Jahre bei mir liegende, selbst geätzte Platine. Die war schon ziemlich angelaufen. Da half ein Fluxstift weiter.

Aber wie gesagt, im Alltag nie was gebraucht.

Ich lese hier in letzter Zeit so oft von Lötproblemen, die ich alle nicht nachvollziehen kann. Das finde ich irgendwie schade, dass trotz der immer wieder gegeben Tipps sich kein Erfolg einstellt. Und mir bleibt unklar warum.

Hat jemand eine Idee, wie man eine an sich leicht zu handhabende Technik sicher vermitteln kann?

Ich mach ja nix besonderes. Egal ob bleifrei oder mit Blei, es geht ohne Probleme. Und viele Problem die ich lese, hab ich nie gesehen.

Alles seltsam!

Gruß
Klaus
Hier sollten alle Fragen beantwortet werden. Das Video wird hier heute zum dritten Mal in den letzten Wochen gepostet. Es muss für manche schwer sein die Sufu zu benutzen. Ist mir langsam auch egal ob über mich jetzt gemotzt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=JuxVedULIUQ&t=736s
Unwahrheit wird nicht wahrer, wenn man sie wiederholt.
Siehe das Löten von ICs.
Hallo,
ich bin der Meinung, dass es wichtiger ist, eine Lötstelle "sauber" zu machen, als mit irgendwelchen angeblichen "Zaubermitteln" die Lötergebnisse zu verbessern!
Ist die Lötstellen sauber, d.h. frei von Oxydbelägen, klappt es sicher mit dem im Lot enthaltenem Kolophonium!
Ich habe bisher nur sehr, sehr wenige Situationen gehabt, wo ich tatsächlich auch Löthonig verwendet habe!

In der Regel ist vorher etwas falsch:
- Oxydschicht (s.o.) entfernen durch kratzen oder Glasfaserstift
- falsches Material: Alu- oder VA-Drähte
- zu dickes Material bzw. zu kleine Lötspitze/Lötstation

meint dazu
Günter
Hallo,

ich kann nur bestätigen was schon Klaus und Günter anmerkten.Auch ich brauchte nie Hilfsmittel
wie "Löthonig", "Lötöl" und dergleichen, um eine ordentliche Lötverbindung zu bekommen.

Liebe Grüße
Werner V.
Hallo,
vielen Dank für Eure zahlreichen Tipps und Hinweise! Ich bleibe dran.

Grüße, Johannes


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