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THEMA: Rückmelder in Abstellgleis

THEMA: Rückmelder in Abstellgleis
Startbeitrag
Sünneli - 15.02.25 19:18
Hallöchen
Ich bin mir ned sicher wie viele Rückmelder ich in den Abstellgleisen verbauen soll.
Vorgesehen hatte ich zwei, einen kurzen am Ende und einer für den Rest.
Nun in der Praxis sind dann wohl einige Abstellgleise sehr kurz, ca. 50-80cm.
Bei wäre dass dann 20 und 60.
Aber irgendwie mach das keinen Sinn.

Wie mach Ihr das den so in den Abstellgleisen?
Nur einen Melder?
Verwende iTrain 5 und BiDiB

Danke und Grüsse
Sünneli

Ich würde einen für die Belegung des Abstellgleises und einen für Notstop am Ende setzen.
Hallo Sünneli,
Kommt drauf an was du machen willst,wenn es nur Stumpfgleise sind um Wendezüge abzustellen langt ein Rückmelder,wenn du aber Rangieren willst,mehrere Loks im Gleis abstellen oder Rückmelde fähige Waggons abholen willst brauchst du 2 Melder,einen kurzen Eingangsmelder und ein Melder für den Rest.
Meine Eingangsmelder sind immer ca. 5 cm lang.

Gruß Michael
Hallo Andrew,

mache es wie von Michael beschrieben. Du weißt vorher nicht, welchen Betriebsablauf Du einmal haben wirst.

Steht im Stumpfgleis zum Beispiel ein Wagen mit Schlusslicht und Du willst ihn dort mit einer Lok abholen, geht das nicht mehr mit einer Zugfahrt. Mit Michaels Vorschlag bist Du auf der sicheren Seite.

Ich habe den Fehler gemacht, in jeden Block nur einen Melder zu setzen. Jetzt bin ich in mühevoller Arbeit dabei die Gleise aufzutrennen um weitere Melder installieren zu können.

Viele Grüße
Christian
Hallo
Besten Dank,
das mit den 5cm an der Einfahrt finde ich eine gute Idee.
Werde ich so machen.
Grüsse
Moin,

Bei iTrain reicht grundsätzlich ein Melder pro Block, den Rest macht die Software. Einzige Ausnahme sind Gleise, bei den Du mit einer zweiten Lok rangieren möchtest. Hier nutzt iTrain den an der Einfahrt positionierten kurzen Melder, um die Lok zu identifizieren und die Position im Block berechnen zu können. Insofern ist der von Christian gemachte Vorschlag einen 5cm-Melder einzubauen, genau richtig.

LG Rimbert
Hallo,

ich nehme an, du willst (halb)automatisch in das Abstellgleis reinfahren.

Meine Empehlung: zwei Melder. Einen langen und einen kurzen vor dem Prellboch (>=5 cm). Warum?

Gerade bei Abstellgleisen kommt es auf jeden Zentimeter an. Auch wenn die üblichen Programme mit einem Melder auskommen so wird man doch mehr Reserve benötigen als wenn man einen Stop-Melder platziert. Ich habe das in einigen Gleisen und sehe, dass der Anhalteweg von einzelnen, v.a. älteren Fahrzeugen durchaus schwankt (also das identische Fahrzeug braucht mal ein paar Zentimeter mehr und mal weniger).

Der lange Melder dient also dazu, das Gleis insgesamt zu überwachen und bei Einfahrt den Anhaltevorgang einzuleiten, der zweite kurze Melder stoppt den Zug dann aus Kriechgeschwindigkeit (Terminus aus ModellStw).

Alternative wenn du Melder sparen willst und nur einen Melder hast: "on exit" anhalten. D.h. der Zug belegt den Melder des Abstellgleis, bremst anhand der bekannten Länge Abstellgleises auf Kriechgeschwindigkeit und hält an, wenn der vorherige Gleisabschnitt (i.d.R. die Weiche freimeldet). Nachteile: es braucht ein paar Zentimeter mehr und Züge fahren nicht zum Prellbock, was hinsichtlich "Gleise müssen gebügelt werden" nicht optimal ist.

Besser also zwei Melder, weshalb sieht man schön im Video, so exakt geht das (bei mir) nur mit zwei Meldern.
Der Zug fährt mit 30 Km/h in das Stumpfgleis. In Minute 2:54: wird der lange Melder des Stumpfgleises befahren und der Bremsvorgang auf Kriechgeschwindigkeit eingeleiett, in 2:56 reagiert der hörbar Zug und schaltet herunter, in 3:04 wird der kurze Endkontakt befahren und in 3:07 steht der Zug kurz vor dem (künftig vorhandenen) Prellbock.

@Michael: den Sinn des 5cm Einfahrtmelder verstehe ich nicht. Wenn ich automatisiert mit mehreren Fahrzeugen fahren will, benötige ich doch weitere Melder und die Abschnitte so unterteilt, wie die geplante Länge der einzelnen Züge ist? Wenn ich manuell rangiere, spielt das keine Rolle, da ich (wie beim Vorbild) in ein besetzes/besetzt angezeigtes Gleis rangiere.

Viele Grüße,

Simon


https://youtu.be/Bz7KK5Y59hY?si=wbjIHQy_LOlFwZCw&t=168


Hallo Simon,

Es klappt mit mehreren Zügen in einem Gleis bei zwei Meldern (kurzer Einfahrtmelder, langer Belegtmelder) bei iTrain folgendermaßen: iTrain muss die exakte Länge aller Züge / Loks kennen. Der "lange" Melder nimmt dann die Züge auf, der kurze dient sozusagen als Beginn der Messstrecke. Nun kann iTrain in den Raum so viele Züge parken wie noch reinpassen mit jeweils einigen cm Platz dazwischen.
Vorteil ist, dass man nicht exakt auf Zuglängen ausgemessene Meldeabschnitte braucht, um einen sequentiellen Zugspeicher zu realisieren, somit bleibt man flexibler beim Abstellen. Man muss aber ein bisschen mehr Reserve einplanen (3 bis 5 cm nach meiner Erfahrung) und die Loks gut einmessen.
Für das Szenario "direkt vor Prellbock halten" ist es wohl nötig, einen zusätzlichen, kurzen Haltemelder zu verwenden.

Gruß, Bernd
Hi,

die verschiedenen bisherigen Beiträge zeigen, dass es unterschiedliche Lösungen gibt, je nachdem, welche Ziele verfolgt werden und welche Mittel (z.B. unterschiedliche Software) eingesetzt wird oder werden soll.
Da wir nicht genau wissen, was Du, Sünneli, vorhast - und vllt weißt Du es selbst noch nicht so genau oder willst Dir verschiedene Möglichkeiten offenhalten -, solltest Du vllt überlegen, wie Du auf alles vorbereitet sein kannst.

Aus dem bisher gesagten ergibt sich m.E., dass für manche Zwecke/Ziele ein Rückmelder am Anfang des Stumpfgleises sinnvoll sein kann und ein weiterer kurz vor dem Ende des Gleises.
Je nachdem, mit welchen Rückmeldern Du arbeiten möchtest (bisher gingen wohl die meisten hier im Thread von Gleisbesetztmeldern aus - nehmen wir mal an, dass Du diese verwendest), dann könntest Du einfach vorsorglich die 3 vorgeschlagenen Abschnitte im Gleis vorsehen (kurzer Abschnitt am Anfang, längerer Abschnitt in der Mitte, kurzer Abschnitt am Ende) und dann ausprobieren, wie viele Rückmelder/Abschnitte Du tatsächlich benötigst oder verwenden willst.
Falls Du Abschnitte nicht verwenden willst, verbindest Du die Versorgungslitzen dieser Abschnitte einfach mit dem allgemeinen Gleissignal ohne Rückmelder dazwischen.

Und falls Du evtl. mehrere relativ kurz Loks hintereinander abstellen willst, sind bei einer Automatikstuerung evtl noch mehr als nur 3 Abschnitte sinnvoll, je nachdem welche Software Du verwendest.

Gruß Ulrich

Hallo Sünneli,

ich habe auch die Erfahrung mit den Rückmelder in den Abstellgleisen sammeln dürfen.

Am Anfang habe ich nur mit einen Rückmelder gearbeitet, und habe dann gemerkt, dass nicht immer die Lok an der selben Position hält, es hängt mit der Raumtemperatur zusammen und auch wenn die Lok warmgefahren ist und hält später an. Denn, im Nebenschattenbahnhof habe ich nicht so viel Platz für Abstellgleisen. Deswegen muss der Zug exakt hineinpassen. Und das geht nur mit 2 Rückmelder. Der 2. Rückmelder dient als Stoppmelder,

Und glaubt mir, mit 2 Melder pro Abstellgleis hat man weniger Stress als mit nur einem Melder. Und Rückmeldemodulen kosten wirklich nicht viel.

Zum Beispiel ein Märklin Rückmelder 60882 zum Beispiel kostet unter 60 Euro und hat 16 Anschlüsse, also sind es 8 Abstellgleisen möglich.

Grüße

Henning
Hallo zusammen,

ich rangiere recht viel mit iTrain, hier meine Erfahrungen:

- ein Rückmelder pro Block reicht bei den vorgesehenen 50-80cm mit gut eingemessenen Lokomotiven;

- ein Eingangsmelder ist notwenig, damit mehre Züge / Loks in ein Abstellgleis fahren können (halbautomatisch oder automatisch, manuell geht das auch mit einem Melder). Der Eingangsmelder muss frei bleiben, damit der zweite Zug einfahren kann, deshalb eher kurz (5cm), im Schattenbahnhof auch gern 10cm, um Fehlmeldungen zu eliminieren.

- um die Genauigkeit der Haltepositionen zu erhöhen, kann man auch den langen Hauptmelder in zwei (oder mehr) Meldeabschnitte unterteilen. Dies aber so, dass iTrain auch noch nachregeln kann, also z.B 20-30cm Länge vor dem Prellbock (= kein klassischer Stoppmelder).

Sonnige Grüße
Hans




Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

iTrain muss die exakte Länge aller Züge / Loks kennen. Der "lange" Melder nimmt dann die Züge auf, der kurze dient sozusagen als Beginn der Messstrecke. Nun kann iTrain in den Raum so viele Züge parken wie noch reinpassen mit jeweils einigen cm Platz dazwischen.



Danke, die Funktion kannte ich gar nicht. Bei mir fahren Zugfahrten nie in besetzte Gleise und rangiert wird manuell. Aber die Funktion scheint extrem praktisch zu sein


Viele Grüße,

Simon
Moin,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Da wir nicht genau wissen, was Du, Sünneli, vorhast - und vllt weißt Du es selbst noch nicht so genau oder willst


Sünnell hat geschrieben, das er mit iTrain5 und Bidib arbeitet. Insofern gilt, unabhängig davon, was er vielleicht nicht gesagt hat, das was in #2,#3,#5,#7 und #10 steht.

LG Rimbert
Moin,

ich gehöre auch zum den "Kufer Jüngern" die BiDiB zusammen mit ITrain einsetzen.  Wenn man wirklich und konsequent Lokdecoder einsetzt die Railcom mit Channel 2; einsetzen würde tatsächlich ein Melder pro Abstellgleis reichen um bis zu 4 Loks / Triebzüge punktgenau abzustellen. Ich wollte es nicht glauben, funktioniert aber tatsächlich.
Kommen wir zum "aber".  Ein Lokdecoder der nicht mitspielt und sauber meldet, schon gibt es einen kleinen Crash. Auch ist die Railcom Meldung hin und wieder etwas träger wie eine reine Besetztmeldung, Daher kann ich die Variante "kürzer Eingangsmelder + 1 Melder für das Abstellgleis " auch bestätigen.

Gruß aus Hamburg
Thorsten
Hi Leute
Besten Dank für die Ausführlichen Beschreibungen.

Ich werde nun 3 Melder vorsehen, einen Eingangsmelder 5cm und beine mittleren und den vor dem Prellbock mit 20cm. Das ist eine gute Idee und ich kann die dann ja anschliessen wie ich will und es benötige.  Auf jeden Fall werden sicher mal 2 Melder eingebaut pro Gleis.

Schöne Woche und Grüsse

PS: 2 Melder hatte ich bereits im Gleisplan definiert, war aber eben nicht sicher.
Hi,

zumindest in Bezug auf Trennstellen etc. würde ich immer vom Maximum an Meldern ausgehen. Unter der Platte zwei Gleisabscnhitte wieder zusammenzufassen (um unnötige Melder zu sparen), geht sher leicht und hat die Flexibilität das später nochmal auftzutrennen.

Ein liegendes Gleis mit Landschaft nachträglich in zwei Abschnitte zu teilen ist da wesentlich aufwendiger.

Grüße Micha
Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name: berwil


Es klappt mit mehreren Zügen in einem Gleis bei zwei Meldern (kurzer Einfahrtmelder, langer Belegtmelder) bei iTrain folgendermaßen: iTrain muss die exakte Länge aller Züge / Loks kennen. Der "lange" Melder nimmt dann die Züge auf, der kurze dient sozusagen als Beginn der Messstrecke. Nun kann iTrain in den Raum so viele Züge parken wie noch reinpassen mit jeweils einigen cm Platz dazwischen.
Vorteil ist, dass man nicht exakt auf Zuglängen ausgemessene Meldeabschnitte braucht, um einen sequentiellen Zugspeicher zu realisieren, somit bleibt man flexibler beim Abstellen. Man muss aber ein bisschen mehr Reserve einplanen (3 bis 5 cm nach meiner Erfahrung) und die Loks gut einmessen.



Hallo, ich nutze auch iTrain und mir war diese Funktion bisher nicht bekannt.
Kannst du mir sagen, wo diese dokumentiert ist und wo die Grenzen liegen, also 10 cm Einfahrtgleis und anschließend ein 3 m langes Gleis funktioniert?

Nach meinem Verständnis, müssten die Softwarehersteller diese Vorgaben in ihren Anleitungen beschreiben.

Ich selber fragte vor ein paar Wochen auch hier im Forum über die Länge der Gleise im Schattenbahnhof und bekam völlig andere Antworten: die Gleisabschnitte hintereinander sollen möglichst gleich lang sein, damit gleich lange Züge drin halten können. Also bei meinem 3 m-Gleis 3 Abschnitte zu je 1 m.

Grüße
Roberto
Hallo Roberto,
im Handbuch auf den Seiten 115ff., wenngleich dies natürlich recht kurz gehalten ist.
Viele Grüße
Hans
Moin Roberto.

ja das funktioniert.  
Würde aber auch den Tip von Micha unterstützen und beim Bau lieber die eine oder Trennstelle mehr vorsehen. Dann erst einmal unter der Anlage zusammenfassen( ich finde dafür Wago Klemmen super) und auf einen Belegtmekder packen.  Dann einfach testen und ausprobieren ob es bei deinen Zügen und deiner Konfiguration fehlerfrei funktioniert.

Gruß aus Hamburg
Thorsten
Hallo Hans und Thorsten,
Ich habe im aktuellen Handbuch auf Seite 115 ff im Abschnitt "Rückmelder" gelesen.
Die beschriebene Verfahrensweise (kurzes Einfahrtgleis 10 cm und dann ein langes Abstellgleis 3 m) hätte ich daraus jedoch nicht abgeleitet.
Es bleibt mir auch unklar, ob in meinen Beispiel die Züge auf dem 3 m Abstellgleis mit nur einem Rückmelder dann auch Aufrücken, wenn der vordere Zug ausgefahren ist?

Viele Grüße
Roberto
Moin Roberto,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es bleibt mir auch unklar, ob in meinen Beispiel die Züge auf dem 3 m Abstellgleis mit nur einem Rückmelder dann auch Aufrücken, wenn der vordere Zug ausgefahren ist?


Genau das funktioniert nicht. Ich nutze iTrain und LoDi und habe meine Schattenbahnhofsgleise in gleichlange Abschnitte unterteilt. Die sind jeweils mit einem (virtuellen) Signal versehen und als eigener Block angelegt. Da braucht es keinen kurzen Einfahrtsmelder. Als Länge wähle ich ungefähr die Hälfte des längsten Zuges, um das Gleis flexibel nutzen zu können. ITrain sorgt dann dafür, daß die Züge präzise vorrücken. Das ist meiner Meinung nach bei einer Meldung mit nur einem Einfahrtsmelder für ein 3m Gleis nicht gegeben.
Im Zweifellsfall bekommt man zu dieser Frage im iTrain-Forum eine 100% richtige Auskunft.

LG Rimbert
Hallo,
Wie willst du in einem Abstellgleis aufrücken ?
Es kann ja nichts wegfahren !
Bei Gleisen im Schattenbahnhof (Durchfahrtsgleise) hab ich es genauso gemacht wie Rimbert,funktioniert wunderbar, selbst auf meiner Schiebebühne funktioniert das.


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