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THEMA: Arme Verwandte aus den 70igern

THEMA: Arme Verwandte aus den 70igern
Startbeitrag
Birdman - 14.02.25 10:49
Hallo zusammen,

in den frühen 1970ern waren die Verwandten der heutigen Preiserlein anscheinend extrem arm und konnten sich kaum ihr Essen leisten. Zumindest sehen sie so verhungert und klein geblieben aus.

Da ich gerade den soweit fertig gestellten Teil meiner Anlage bevölkere, habe ich auch die Schachtel mit den Preiserlein meiner Kindheit und Jugend rausgekramt. Und großes Erstaunen, welch ein Größenunterschied zur heutigen Generation. Kurzzeitg kam ich ins Grübeln, ob ich damals nicht aus Versehen Spur Z-Kameraden gekauft habe. Zudem hatten damals fast alle noch Standplatten unter den Füßen, war mir auch nicht mehr bewusst. Jetzt werde ich sie wohl in dunklere Ecken und nicht in der Nähe der aktuellen Modelle platzieren, damit es nicht gar so auffällt.

VG Martin

Hoi,
bilden halt die Realität ab ...
meint
Struwelpeter
PS: Oder eben mich (60 kg/1.70 m)


Hallo Struwwelpeter

Stimmt ! Leider

Gruß
Frank

Martin,

das sind doch ideale Fahrgäste. In den Waggons ist doch permanent Platzmangel, bzw. die Preiserleins zu groß.

Gruß aus Nordertown
Einen guten Abend,

ganz einfache Erklärung:

Seinerzeit wurden auch die "1:160"-Gebäude-Modelle eher im Maßstab 1:220 gefertigt.

1:160-Preiserlein hätten sich daher an den stets zu niedrigen Türen ständig die Köpfe gestoßen, womit letztlich eine enorm gewaltig erheblich erhöhte Mortalitätsrate einhergegangen wäre.

Denn bekanntlich erhöhen ja lediglich gezielte Stöße auf den HINTERkopf das Denkvermögen.

Exakt jenen 1970er-1:220-Preiserlein ist somit letztlich zu verdanken, dass die ebensolchen eben nicht so krass ausgestorben sind wie z.B. die tendenziell eher nongrazilen Dinosaurier (wobei wissenschaftlich noch nicht gewieft vertieft erkundet wurde, wie häufig auch jene durch zu niedrige Tore zu stolzieren pflegten).

Fazit: Wieder was gelernt!

Meint Preisozän-Forscher h.c. Norrskenet
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

das sind doch ideale Fahrgäste. In den Waggons ist doch permanent Platzmangel, bzw. die Preiserleins zu groß.



Die Preiserlein sind nicht zu groß, sondern die Wände der Personenwagen sind viel zu unmaßstäblich dick, zumal auch die hinterlegten Fenstereinsätze zusätzlich Raum rauben. Dadurch ist keine maßstäbliche Inneneinrichtung in Spur N zu realisieren, die eine für maßstäbliche Preiserlein ergonomische Inneneinrichtung ermöglichen köennte. Stell dir vor, jeder 1:1 Vorbild-ICE wäre innen auf beiden Seiten je einen halben Meter schmaler. Dann kriegst du keine vier Sitze und einen Gang mehr rein.

Zudem liegt der Boden des Innenraums der meisten Spur N Personenwagen fast auf Kniehöhe, was auch der Materialstärke, sowie der im Unterboden verbauten Stromleitungen und Kupplungskinematiken geschuldet ist.

Es gibt in Spur N einfach keine maßstäblichen Inneneinrichtungen, auch nicht bei L.S. Models. Sonst müssten die Wagenwände fast papierdünn sein.

Misha
Hallo zusammen,

das ist heute kaum noch vorstellbar, aber in den 1960ern und 1970ern kam in meiner Eisenbahn-Beamtenfamilie (3 Kinder) nur sonntags Butter und Fleisch auf den Tisch, ansonsten gab*s Margarine und wochentags höchstens mal Blutwurst.
Von wegen mal kurz konsumreiche Modellbahn & Co... immerhin hat mein Vater uns 3 Jungs eine Märklin-M-Gleis-Bahn im kleinen Keller spendiert, und zu Weihnachten herrschte diesbezüglich grundsätzlich brüderlich ein "Steuersatz von 66 2/3%   Aber immerhin gab's eine Modellbahn....
Ich erinnere mich noch an die Zeit um 1965, als mein Vater (damals immerhin schon Bundesbahn-Oberinspektor) mit uns nach Stuttgart gefahren ist (mit Dampf), und wir anschließend mit der Straßenbahn vom Hauptbahnhof oberirdisch über den Schlossplatz zum Kaufhaus Horten gefahren sind; es regnete fürchterlich. Dort gings erstmal in die Verbraucherkredit-Abteilung, um die gesamte Familie für DM 500,00 Verbraucherkredit im damals neuen und hochmodernen Dioleen-Look neu einkleiden zu können, Und als Dank für den großen Einkauf gab's obendrein noch im Kaufhaus eine Horten-Single-Schallplatte mit Kinderchor mit dem "Hoch auf Dioleen", einer Kunststoff-Faser. möglicherweise schon damals ein VEB-Produkt wie es Neckermann größtenteils in seinen Katalogen allenthalben anbot.
Wir Jungs hatten im Sommer meistens wirklich unverwüstliche Lederhosen mit Hosenträgern an, die von einem Bruder zum anderen "vererbt wurden", und meine Mutter hat mich einmal windelweich geklopft hat (da hatte ich letztmals die Hosen voll), als ich beim Spielen mal eine Doileen-Hose unrettbar verschmutzt hatte. Das andere Mal hatte ich im Treppenhaus "Faxen" gemacht, sodass mir meine Mutter eine gewischt hatte, dass ich mich mit dem Kopf ans Treppengeländer flog und mir eine noch heute sichtbare Platzwunde an der Augenbraue verschaffte. Wir waren halt Lausbuben....und das war damals "ganz normal" bei so dermaßen frechen Lausbuben
   Spielzeugbahn a la Märklin waren absoluter Luxus, und zum Geburtstag gab's mal eine Handweiche und ein paar wenige Märklin-Gleise, oder ein Bausatz von Faller oder Kibri, und da war man als Kind total aus dem Häuschen.
Ich erinnere mich noch, dass mein Vater mich damit belohnte, dass ich so mutig war, nicht bei der Impfung im Gesundheitsamt gegen xxx wie üblich zu plärren, indem er mir 2 Batterien für mein per mechanischer Welle gesteuertes Spielzeugauto anschließend spendierte: ca. 3-4 DM. Und das war ein absolutes "wow" unter uns Jungs, also der Vater  uns 3 Jungs bei "Spielwaren Stern" (ja, der Super-Spielzeugladen mit beige abgedunkelten Schaufensterscheiben, an dem man sich als Kind die Nasen an der Schaufensterscheibe platt gedrückt hat) uns eine Märklin-V 200 als BAUSATZ  für damals sage und schreibe DM 33,00 spendiert hat.

Viele Grüße
Andreas



Hallo Andreas, hallo zusammen.

vielen Dank fürs Teilen Deiner Erinnerungen - positive, wie negative.
Zu Diolen fand ich heraus, dass es eigentlich PET ist, wie heute in Getränkeflaschen. Es wurde von den Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG in Wuppertal erfunden. Die Stoffe waren strapazierfähiger und fielen besser, als Naturstoffe.
Sich aber mal ein paar Kleidungsstücke im Netz anzuschauen, gibt Inspiration, die frühen Preiser- und Mertenfiguren noch ein wenig sorgfältiger zu bemalen und die damals vorherrschenden Schnitte der Anzüge und Kleider zu beachten.

Dein Beitrag erinnert aber wieder daran, dass bei den Versandhäusern OTTO, Quelle, Neckermann, Schöpflin und Co. sowie bei Völkner und Conrad Produkte im Sortiment waren, die nicht nur aus Lohnfertigung aus der DDR stammten, sondern möglicherweise auch aus eher unfreiwilligen Produktionen...
Das Phänomen ist ja heute weiterhin weltweit aktuell.

Mir geht bei den Merten-Figuren durch den Kopf, ob ggf. auch der Kunststoff einen Schrumpf bekommen konnte. Es fiel mir auf, dass er sich anders verhält, als Polystyrol.
Ansonsten waren die Menschen damals durchaus 30-40 cm kleiner, als manche Jugendlichen heute.

Was die These der Z-Häuser betrifft, mag ich zumindest anmerken, dass es durchaus sehr kleine Häuser im Bahnumfeld gibt:
https://www.google.de/maps/@49.7961225,9.966096...IKXMDSoASAFQAw%3D%3D

Das ist in Würzburg vermutlich eine Eisenbahnersiedlung. Die Fenster sind ziemlich winzig.

Auch das hier sind Häuser, wie im Z-Maßstab in Haarlem (NL). Man beachte hier die Relation Haus zu Auto!

https://www.google.de/maps/@52.3817944,4.680350...IKXMDSoASAFQAw%3D%3D

Viele Grüße
Firefox

Hi Martin,

das kann ich eigentlich nicht bestätigen. Ich habe bei mir auf der Anlage auch die klassischen Fußplattenmenschen aus dem Mobazän (erdgeschichtlicher Zeitabschnitt von ca. 1970-1990, Anm., die Redaktion) neben dem rezenten Homo Nspurus am Bahnsteig aufgestellt. Ich kann aber keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der jeweiligen Körpergröße ausmachen (s. Bild). Vllt. hattest Du damals ne Charge mit erheblicher Schrumpfung beim Spritzguss erwischt 😁.

Viele Grüße

Frank



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Hallo Zusammen,

Kann es sein, daß die Bodenplatten- Männchen tatsächlich aber Merten Figuren sind? Diese Spechte gibt es noch heute und ich mache mir bei diesen Hänflingen z. B. im LogistikBereich da sehr oft so meine Sorgen.......😆

Gruß Sven

Hallo Sven,

das wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Originalschachteln habe ich keine mehr, insofern hatte ich einfach Preiser vermutet.

VG Martin


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