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THEMA: Flackerschutz mit KSQ?

THEMA: Flackerschutz mit KSQ?
Startbeitrag
Lou - 07.02.25 16:27
Hallo N-ler,

als Flackerschutz in Verbindung mit einer KSQ 2 mA habe ich 4 SMD Kondensatoren 16V, je 70myF zusammengelötet. Mit dem Multimeter gemessen ergeben sich 277myF. Also eigentlich ausreichend für eine flackerfreie Fahrt mit genügend Reserve auch bei längerem Stromausfall, jedenfalls bis zu 1-2 sec sollte das genügen.

Nun ist es aber so, dass die Kondensatorbatterie bei Unterbrechung sofort zusammenbricht, jedoch dann fast ewig Strom liefert für eine "Nachtbeleuchtung". Das Flacken ist jedoch nicht beseitigt. Hat jemand damit Erfahrung oder eine Lösung des Problems parat. Übrigens ist alles analoger Betrieb und der Kondensator ist durch eine Zener Diode geschützt, kann also nicht überbeansprucht werden.

Parallel dazu habe ich eine Flackerschutz aus Gleichrichter, Tantalkondensator 150myF, Ladewiderstand 50 Ohm, und Entladewiderstan 10kOhm mit 2 LEDs gebastelt (Einau in 2-achser Personenwagen), was prima funktioniert. Ich wollte mir eigentlich nur die Löterei ersparen und habe deshalb auf die die KSQ gesetzt!

LG Ulrich

KSQ=Konstantstromquelle??
Hallo Ulrich,

nimm z.B. diesen hier und einen Elektrolytkondensator dann klappt das auch:

https://modellbau-schoenwitz.de/de/elektronikba...tromquelle-leds-ksq2

#1 Ja Andreas, genau das soll es bedeuten. 😉

Gruß Rolf
Hallo Rolf,

ich habe den KSQ von MT-electronic verbaut, und der arbeitet mit Elkos sehr gut. Die Frage war nur, warum dies mit SMD Mini-Kondensatoren nicht funzt. Leider haben die kleinen Pers.-Wagen von MTX  nicht genügen Platz zum kaschierten Einbau von Elkos. Vielleicht hat jemand hierzu eine Idee, da die doch relativ großen Elkos sehr unschön wirken wenn man sie nicht beim Einbau verstecken kann.

Schönes Wochenende
Ulrich
Hallo Ulrich,

verstehe, dann nimm Kerkos parallel und verteile sie am Boden.

Du kennst diesen Link? Die zweite Skizze zeigt die Schaltung für SMD Kondensatoren.

https://www.1001-digital.de/pages/basteln-bauen/elektronisches.php

hier ein Bericht für den erfolgreichen Einsatz von 16v Kerkos.

https://www.1001-digital.de/pages/basteln-bauen...kondensatoren#none50

Dafür nochmals herzlichen Dank an Carsten für seinen Einsatz.

Gruß Rolf
Hallo Rolf,

genau diese sind verbaut.
Liegt es evt. an der vorgeschalteten KSQ, die 2 mA  zieht, dass dies so nicht funktioniert. Die Kerkos sind am Kondensatorausgang mit Zener Schutzdiode angelötet. Es sieht so aus, dass die Spannung an den Kerkos sofort zusammenbricht und dann aber für einen langen Zeitraum hält, so dass die LEDs noch leuchten. Es flackert halt, sobald eine Unterbrechung auftritt.

Wie gesagt mit Elkos funktioniert das so prima, auch mit Tantalkondensator (den ich nicht gerne verbauen möchte, aufgrung schlechter Erfahrungen anderer N-ler)

Gruß Ulrich
Moin Ulrich,
dann ist deine LED Spannung zu hoch (Zu viele in Reihe).

Ein Kondensator hält ja nicht die Spannung wie eine Batterie und geht dann irgendwann aus, sondern entlädt sich exponentiell. Also erst sinkt die Spannung sehr stark und irgendwann kaum noch.

Bei dir wird die Spannung schnell unter die benötigte Spannung einbrechen und dann sinkt auch automatisch der Strom. Die KSQ kann ja die Spannung nicht erhöhen sondern passt sozusagen den Vorwiderstand so an, dass maximal 2mA fließen. Weniger als 0 Ohm kann sie aber nicht vorschalten.

Miss mal wenn die Beleuchtung an ist, die Spannung über dem LED Streifen (LED- zu LED+) und die Gesamtspannung (LED- zu Kondensator +).

Dazu noch die Frage, welche Kondensatoren verwendest du? Bei Keramik muss man auf das Derating achten. Ein 16V 100uF X5R Kondensator hat bei 8V schon nur noch 50uF.

Gruß
Hannes


Danke Hannes,

es ist wohl  China-Ware (muss nicht zwangsläufig schlecht sein) verbaut. Eine Spezifikation habe ich nicht. Wenn ich die einzelnen Kerkos messe, liegen diese so zwischen 70 und 8o myF je Stück. Für meinen Versuchsaufbau ist 1 LED-Abschnitt aus dem gängigen Zubehörmaterial mit 3 LEDs und einem Widerstand in Reihe (den könnte man eigentlich weglassen, ist halt so geliefert für 12 V) verbaut. Auch wenn ich einen 2. Abschnitt paralel schalte, also je Strang 1 mA fließt, ändert sich nichts.

Es ist wohl offensichtlich so, dass am Kerko die Spannung schneller zusammenbricht, als am Elko oder Tantal. Mich hätte nur interessiert, ob jemand ähnliche Erfahrungen hat in Verbindung mit der KSQ und evt. eine Lösung parat hat. Wie gesagt, ich wollte mir eigentlich Lötarbeit ersparen, und deshalb die KSQ mit Kerkos (aus Platzgründen) einsetzen.

Wenn's  so nicht geht, dann halt wieder die handgemachte Lösung wie eingangs beschrieben!

Grüße Ulrich
Hallo Ulrich,
Ich verbaue die KSQ2 mit 2A und den Kerkos.
Allerdings 25V 100µF.
An der KSQ sind max 4LED angeschlossen.
Keine fertige Leiste, kein Widerstand.
Die LED parallel. Funktioniert bei mir besser,als in Reihe.
Die Kerkos ohne Widerstand oder Diode am Kondensatorausgang der KSQ.
Flackerschutz funktioniert, aber es gibt kein langes nachleuchten.
Wenn mehr LED verbaut werden, nehme ich KSQ mit mehr Stromstärke.
Gabe gerade den Vindobona mit 6 Stück pro Wagen und 15mA ausgestattet.
Keine Pufferung da der Zug mit leitenden Magnetkupplungen ausgestattet ist.
MfG Torsten
Nein die Spannung bricht nicht schneller zusammen bei einem Kerko als einem Elko oder Tantal.

Wie oben schon geschrieben, deine Kapazität sackt bei Nennspannung einfach ab. Dieses Derating haben Elkos nicht und Tantal nur sehr gering.

Deine Kapazitätsmessung findet sicherlich nicht bei der Nennspannung statt, weswegen du viel mehr misst als dann bei deiner Ladespannung vorhanden ist.

Vermutlich hast du einfach einen X5R Kondensator vor dir. Da kannst du bei Nennspannung von etwa 20% Kapazität ausgehen. Also brauchst du 5x so viele Kondensator für die gleiche Kapazität.

Du kannst dir aber auch X7R oder X7T Kondensatoren kaufen, da ist das Derating angenehmer.
Hallo Hannes, und vielen Dank
die Erklärung macht Sinn; wollte es ja nur mal wissen! Da wird das wohl nix mit den vorhandenen Kerkos, also bastel ich weiter und setze aus Platzgründne wohl den Tantal ein, und hoffe dass er nicht abraucht. Ich schütze ihn sicherheitshalber mit 15v Zener!
Grüße Ulrich
Hallo Ulrich,

kann es sein das die Z-Diode die Kerkos einfach entlädt?

Es gibt auch Kerkos mit 25V die sollten Spannungsfest genug sein, Ich hatte da mal bei einem eBay China Mann 220uF geordert gehabt.

Gruß Detlef
Hallo Ulrich,

wie Hannes in #7+9 schon schrieb, die gespeicherte Leistung der Kerkos liegt bei ca. 20% der Nennleistung. Die Spannung sinkt exponentiell, sprich Du brauchst mindestens 5-6 Kerkos die parallel aneinander gelötet sind um den gewünschten Flackerschutz zu erzielen.
Widerstände werden in diesem Fall nicht benötigt. Eine z-Diode parallel mit Sperrrichtung zu Plus kann man machen.
Allerdings würde ich keine KSQ unter 10mA zur Anwendung bringen. Der Regelbereich ist sehr limitiert.
Du kannst doch Elkos mit 16V und 220μF verwenden, die sind wesentlich schlanker und reichen als Flackerschutz eigentlich aus.

Gruß Rolf
Danke Rolf und Detlef,

diese Dinger habe ich der Bastelkiste; sie sind nur leider viel zu groß und schauen dann zu den Fenstern heraus anstatt der Passagiere. Deshalb wollte ich ja die winzugen Kerkos verrbauen, denn die lassen sich am Wagenboden, oder sogar unter dem Wagenboden anbringen. Der Flackerschutz mit den Elkos funftioniert einwandfrei, nur wie gesagt alles ein Platzproblem!

Grüße Ulrich


Guten Abend,

mich würde die Schaltung interessieren. Vermutlich sind die LED in Reihe geschaltet, d.h. die Betriebsspannung ist ziemlich hoch.

Außerdem ist die Aussage "Analogbetrieb" ziemlich nichtssagend. Ich kann "analog" mit PWM fahren, habe also eine konstante hohe Spannung, ich kann ("Regeltrafo") eine ungeglättete gleichgerichtete Wechselspannung haben oder aber auch eine glatte Gleichspannung.

Ohne genauere Angaben (Schaltung, Art der Gleisspannung) kann man doch nur raten. Das tue ich nun.

Meine Theorie ist, dass die Spannung am Kondensator einfach nicht reicht, um die gewünschte Helligkeit aufrecht zu erhalten. So eine Konstantstromquelle braucht für sich selbst eine gewisse Betriebsspannung. Wenn dann mehrere LEDs in Reihe geschaltet sind, wird es zu knapp.

Bei 280uF und 2mA konstant sinkt die Spannung linear um 7V/s. Das reicht auf jeden Fall gegen Flackern. Wenn die Spannung ausreicht. Das scheint mir anhand der Beschreibung nicht gegeben zu sein.

Grüße Zwengelmann
Hallo Zusammen,

und danke für die Beiträge. Ich habe folgenden Testaufbau realisiert mit

1. Fahrpult Trix (alt, grün, Blech) Schienenspannung 10.8 V 100 Hz Halbwelle
2. KSQ 2mA von KT-electronics
3. 2 Led warmweiß parallel an KSQ (Spannung gemessen 2,6 V = (keine Frequenz)
4. Spannung am Kondensatorausgang der KSQ 15,2 V = (keine Halbwelle)
5. Flackerschutzalernativen mit

a) 16V 220myA Elko ca. > 2 Sek.
b) 16V 150myA Tantal ca. < 2 Sek.
c) 16V 275myA Kerko (4Stck in Reihe) ca. 1 Sek., jedoch, sehr langes Nachleuchten (das jedoch niemand braucht)

Kompromis oder Eigenbau?

1 Stck. Tantal hinreichend klein, oder 6-8 Kerkos, die benötigen dann jedoch den gleichen Einbauplatz wie die Tantals oder

Eigenbau mit Gleichrichter, Vorwiderstand 50 Ohm, Tantal oder Kerkos, Zenerdiode 15V, Entladewiderstand 10 kOhm. Da flacker dann garantiert auch bei längeren Durststrecken nichts mehr. Es ist halt mehr Aufwand.

Weiß jemand. ob es auch eine KSQ mit 1 mA oder weniger gibt, denn das würde ja für die Helligkeit in jedem Fall ausreichen und böte genügend Reserven für den Flackerschutz.

LG Ulrich
Hallo Ulrich,

Danke für deine Information.

Zu c)
Die Kerkos müssen parallel und nicht in Reihe geschalten sein, da liegt der Fehler.

Gruß Rolf
Rolf, das ist natürlich richtig!


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