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THEMA: Viel Betrieb auf kleiner Fläche

THEMA: Viel Betrieb auf kleiner Fläche
Startbeitrag
RJK - 11.01.25 16:43
Moin,

für einen Kollegen im Forum habe ich eine Anlage geplant, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Er hatte mich per PN angeschrieben und gefragt, ob ich ihm nach seinen Vorstellungen einen Plan erstellen würde. Das habe ich gerne getan und möchte Euch am Ergebnis teilhaben lassen. Ich glaube, es gibt den ein oder anderen (stillen) Leser, der das auch interessant findet.

Ziel ist es, auf der vorhandenen Fläche möglichst viel Betrieb machen zu können. Die verfügbare Fläche ist 220 x 100 cm. Die Idee ist, die Anlage klappbar in einer Art Schrankbett verschwinden zu lassen.
Dazu habe ich folgende Vorgaben erhalten:
- Am vorderen Anlagenrand ein fünfgleisiger Hauptbahnhof. Auf beiden Seiten macht die Hauptstrecke einen Bogen in den Hintergrund zum Schattenbahnhof, der mindestens 6 Gleise enthalten soll, davon zwei als Durchfahrtgleise. Ebene -1 liegt ca. 10 cm tiefer als die Hauptebene, um bei Bedarf eingreifen zu können. Ist knapp, aber möglich. 
- Der Hauptbahnhof wird wie folgt genutzt:. Vorn am Anlagenrand liegt Gleis 5, das als Überhol- und bei Bedarf Lokwechselgleis dient. Deshalb hat es an beiden Enden je ein Abstellgleis. Die Gleise 3 und 4 sind die Durchfahrtgleise der Hauptstrecke. Gleis 2 dient als Überholgleis der Gegenrichtung, gleichzeitig zusammen mit Gleis 1 als Ausgangspunkt der beiden Nebenbahnen.
- Auf den Nebenbahnen sollen Züge mit maximal vier Wagen + Lok verkehren können, also ca. 80 cm lange Züge. Wichtig: Gleis 1, 2 und 5 sollen aus beiden Richtungen der Hauptstrecke erreicht und verlassen werden können.
- Nebenbahn 1 führt nach links aus dem Hauptbahnhof heraus. Sie durchläuft ein volles Oval und mündet dann in der Anlagenmitte in einen zweigleisigen Kopfbahnhof. An der Bahnhofseinfahrt sind ein oder zwei Abstellgleise vorhanden, um einen Lokwechsel durchführen zu können.
- Nebenbahn 2 führt nach rechts aus dem Hauptbahnhof heraus und fährt nach oben. Im Anlagenhintergrund führt sie zu einem zweigleisigen Bergbahnhof in Ebene +1. Für diesen gäbe es zwei Gestaltungsmöglichkeiten: Entweder es wird ein Kopfbahnhof, oder die Strecke führt in einer Art „Tropfen“-Form wieder zurück in die Nebenstrecke.
- Die Verknüpfung der Nebenbahnen im Hauptbahnhof soll folgende Fahrtmöglichkeiten bieten:
1. Wechsel von Nebenbahn 1 auf Nebenbahn 2 (und umgekehrt) mit oder ohne Lokwechsel
2. Wechsel von jeder Nebenbahn auf die Hauptbahn (und umgekehrt) mit oder ohne Lokwechsel ohne Fahrtrichtungswechsel
3. Wechsel von jeder Nebenbahn auf die Hauptbahn (und umgekehrt) mit oder ohne Lokwechsel mit Fahrtrichtungswechsel
Dafür sind genügend von den Gleisen 1 und 2 erreichbare Lok-Wartegleise vorzusehen.
 
Auf dieser Anlage ist ein Betrieb mit ca. zehn Zügen möglich. Im wesentlichen Personenverkehr mit Richtung- und Lokwechseln.

Anbei seht Ihr das Ergebnis der Planung. Geplant habe ich mit Tomix-Gleisen, wobei eine Planung mit Minitrix oder Fleischmann sicherlich auch möglich wäre. Die maximale Steigung beträgt 3,1 %, der Schattenbahnhof hat sogar 8 Gleise. Theoretisch könnte man ihn noch größer machen, wobei man dann an die zusätzlichen Gleise noch schlechter rankommt. Für die Landschaft braucht man etwas Phantasie und Toleranz. Da ist aber auch einiges an Platz zur Verfügung.

Ein schönes Beispiel wie man auf begrenzter Fläche einen sehr intensiven Spielbetrieb hinbekommen kann.

Wer Interesse hat, dem stelle ich gerne eine Stückliste zur Verfügung.

LG Rimbert

edit: mir ist er jetzt aufgefallen, daß ich stumpf den Text geschrieben habe. Ist nicht mein Stil. deshalb ergänzt


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Hallo Rimbert,

hmm … denk a bissl z'viel auf so ana klanen Fläche
… wie auch immer dem Betreiber soll es gefallen und Spass haben mit dem Plan den du Dankens werterweise im Vorfeld für ihn geschaffen hast zugrunde liegend seiner Vorgaben, Wünsche und Präferenzen.

Fragen hierzu so gestattet:
1. Loks und Wagen werden abgeräumt (hochklappen der Anlage) ?
Gebe zu bedenken bei der Anzahl von gewollten Zügen nicht in ein paar Minuten erledigt. Auch nicht das Aufstellen.
2. Eingleisig eine Alternative ?
3. Steigungen?
Möglichkeit das auf 2.5% zu machen?

Gruß
Chris

Edit: Rechtschreibfehler
leeer

Hallo Rimbert,

da hast du den zur Verfügung stehenden Platz gut ausgenutzt. Die Kombination klappbar für Schrankbett und Schattenbahnhof ist allerdings etwas ungewöhnlich. Diese Art der Anlagenplanung erinnert mich an die ganzen Gleisplanhefte der Hersteller aus den siebziger/achtziger Jahren, Viel Betrieb auf kleiner Fläche - wem es gefällt, aber wieso nicht? Es muss ja dem Erbauer gefallen und nicht allen anderen

Grüße
Markus
Hallo Rimbert,
Joah, ist schon ziemlich vintage, 70ies-Style vom feinsten.
Es ist auf jeden Fall eine ganze Menge an Material verplant, viel mehr geht nicht. Da hast Du das Optimum aus der Fläche herausgeholt.
Ist auf jeden Fall ein schönes Projekt um zu bauen und zu lernen. Tomix-Gleismaterial hat den Vorteil, dass es nur gesteckt werden braucht. Das lässt sich danach problemlos wieder weiterverwenden.

Gruß,
Markus
Ein guter Planer muss auch den Mut haben, dem (angeblichen) Auftraggeber seine Flausen auszureden und bessere Alternativen zu zeigen, Stichwort Klappb(r)ett und 10 Züge! Dafür gäbe es wesentlich bessere Möglichkeiten.

Oder sagen, mit mir nicht, sonst könnte es heißen: "für Geld oder ähnlichem mache ich alles".
Oder ihm ein altes Gleisplanplanheft aus dem letzten Jahrtausend kaufen.


Hallo Rimbert,

ja, das sieht in der Tat nach den großen Materialschlachten in den Gleisplanheften der Hersteller in den siebziger und achtziger Jahren aus. Aber es wurde ja so bestellt. Ich habe aber meine Zweifel, dass eine solche Anlage den Erbauer auf Dauer zufriedenstellt.

Soll da überhaupt kein Güterverkehr stattfinden!? Das fände ich sehr problematisch. Meine (Standard-) Antwort wäre sicherlich: den Bahnhof unten radikal verschlanken, Einrichtungen für den Güterverkehr vorsehen (Güterschuppen, Kopf-/Seitenrampe, Ladestraße, Anschließer...), eine Nebenstrecke streichen, vielleicht sogar besser beide (und eine in eine Stichstrecke zu einem Steinbruch, Sägewerk o.ä. umwandeln), ein- statt zweigleisiger Hauptstrecke... Und wenn Gleis 4 Durchgangsgleis ist, verläuft dieses über den abzweigenden Strang.

Das wären so meine Ideen. Aber die Planung wurde ja, wie gesagt, so bestellt...

Einen schönen Abend und beste Grüße,

Oliver
Hi Rimbert,

das Allgemeine (70er Jahre Stil, zu voll) wurde schon ausführlich genug erwähnt. Eins deiner Ziele hast du nicht erreicht, man kommt von/auf Gleis 5 nur von der äußeren Strecke.

Gruß
Gerald
Moin,

na ja, manche der Antworten waren mehr oder weniger so zu erwarten.

Was haben wir heute eigentlich gegen vermeintliche Anlagenkonzepte aus den 70/80? Es geht doch darum, daß mir mein Hobby Spaß macht. Und am Ende gibt es zwei Dinge, die die Intensität des Hobbys maßgeblich beeinflußen:
- Wieviel Platz habe ich zur Verfügung und
- wieviel Geld möchte/kann ich für mein Hobby ausgeben.

In meinen Augen ist die Frage des Platzes die stärkste Limitierung des Hobbys. Nicht jeder hat die Chance einen eigenen Raum für die Anlage zur Verfügung zu haben und damit die Möglichkeit einen intensiven Spielbetrieb auch noch mit langen Zügen vorbildgerecht umzusetzen. Bei beschränktem Platz stellt sich daher immer die Frage, was ist mir wichtig:
- möchte ich eine Situation möglichst vorbildnah umsetzen oder
- möchte ich möglichst intensiven Spiel- oder Fahrbetrieb machen können.

Genau darauf gibt es aber nur eine individuelle Antwort und nur diese Antwort kann Ausgangspunkt einer Planung sein.
Wenn ich beides will, kann ich bei begrenztem Raum nur ein kleine Nebenbahn- oder Industriesituation nachbauen, idealerweise mit einem Fiddleyard; dann muß ich aber auch bereit sein, mein Rollmaterial entsprechend einzuschränken.

Wenn ich aber ein Fan von Personenzügen bin, Freude daran habe, Züge einfach nur fahren zu sehen und durch Lokwechsel etwas Aktivität in den Betrieb bekommen möchte, dann muß ich bei begrenzter Fläche irgendwo Zugeständnisse machen und das ist dann bei der vorbildgerechten Umsetzung von Proportionen und Landschaft. Die betrieblich wichtigen Aspekte und Abläufe, Umfahrgleise, mehrere Bahnhöfe, Wartegleise etc. kann ich ja trotzdem alle darstellen.

Beides sind für mich zulässige Varianten unseres schönen Hobbys und ich kann für jeden einen Plan machen, der sich dazu klar positioniert. Ich habe es schon an anderer Stelle mal geschrieben: Es geht nicht darum, ob mir der Plan gefällt oder ob ich es so für mich bauen würde. Ich möchte, daß der Erbauer der Anlage Freude an dem Plan hat. Ich kann für mich nur prüfen, ob derjenige, den ich in der Planung unterstütze, sich bewusst ist, was er will, welche Erfahrung er mitbringt und ob er weiß worauf er sich einläßt. Dieser Teil der Diskussion/Planung findet aber leider nie im Forum statt, weil die meisten die Lust verlieren, wenn sie wegen vermeintlicher Ahnungslosigkeit, nicht zeitgemäßen Vorstellungen und ähnlichem runtergemacht werden. Dazu ist der Stil der Kommentare dann oft noch unwürdig. Dennoch bin ich zur Überzeugung gelangt, daß es viele Leser hier im Forum gibt, die Interesse an der Anlagenplaung haben und habe den Plan veröffentlicht.

Für diejenigen, die an einer konstruktiven Diskussion interessiert sind jetzt noch ein paar Anmerkungen:

Die Anlage soll nicht dauerhaft nur klappbar aufgebaut werden, sondern das ist eine Option für einen späteren Zeitpunkt. Sie wird erstmal stationär betrieben. Später ist die Idee des Klappens nicht nach dem Motto, ich klapp jetzt mal kurz die Anlage runter und spiel `ne halbe Stunde, sondern das kann dann schon für einen „Spieltag“ sein.

Als Alternative hat mich noch eine interessante Idee hat mich per PN erreicht, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Man könnte den Schattenbahnhof als Schubladen-Fiddleyard ausführen. Das würde auch den Aufwand beim Klappen dramatisch reduzieren.

Der Erbauer hat sich bewusst entschieden, auf Güterverkehr zu verzichten, weil dieser auf der verfügbaren Fläche nicht darstellbar  ist. Deshalb ist das mit 10 Zügen auch nicht so dramatisch. Einfach ein paar Loks und Wagen raufstellen und der Betrieb kann beginnen. Der Spaß beginnt fließend, die Züge verschwinden nach und nach im SBhf und kommen wieder hoch. Das ganze kann man mehrere Stunden machen und zum Ende braucht man halt nochmal 20min um die Züge wieder abzuräumen. Für die Verstauung der Züge nimmt man eine einfache Lösung, wie diese https://www.feldherr.com/eurobox-fuer-modellei...ur-n-schraeg/a-60654 damit das schnell geht.

#7: Gerald, ist vielleicht nicht so gut zu sehen, aber in der Zufahrt zum SBhf sind links oben noch zwei Weichen, die genau das ermöglichen.

LG Rimbert
Hallo Rimbert,

"Jeder Jeck ist anders", das gilt natürlich auch auf der Modellbahn. Mir ist schon klar, dass das Ganze so bestellt wurde, gleichwohl gehört es aber doch zu einer Planung auch mit dazu, zu überlegen und darauf hinzuweisen, was verbessert werden kann. Und Kritik ist nicht automatisch "Runtermachen", der Ton macht da die Musik.

Was den Güterverkehr angeht, so ließe sich der auf dieser Fläche besser darstellen als Hauptbahn-Personenverkehr, wenn man es richtig angeht. Und die Kritik an den Gleisplanheften der siebziger und achtziger Jahre (ich kenne das von Arnold sehr gut) bezieht sich darauf, dass da möglichst viel Material verbaut werden soll (Weichen, DKW, Drehscheiben...) und das auf viel zu wenig Platz. Die Hersteller wollen schließlich möglichst viel verkaufen. Der auf diesen Anlagen mögliche Betrieb ist da zweitrangig.

Wenn das Hauptinteresse auf Personenzügen und gelegentlichen Lokwechseln liegt, bräuchte man gar keinen Bahnhof, sondern könnte ein kleineres Bahnbetriebswerk mit ein paar Aufstellgleisen bauen, an dem eine Hauptstrecke vorbeiführt. Da gibt es interessante Vorschläge von Pit Peg (aus den fünfziger und sechziger Jahren!), die sich gut anpassen ließen.

Beste Grüße,

Oliver
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: RJK

Für diejenigen, die an einer konstruktiven Diskussion interessiert sind jetzt noch ein paar Anmerkungen:


Gelöscht, Admin
Hallo Rimbert,

ein praktischer Hinweis: Bei 1 m Tiefe der Anlage wie kommst Du dann an den hinteren Teil? Die Empfehlungen sind doch eher bei ca. 80 cm.

Viele Grüße
Christian
Moin,

auch wenn dieser Entwurf nicht meinen Vorstellungen entspricht, finde ich ihn - unter Berücksichtigung der Vorgaben des Auftraggebers - sehr gelungen! Und auch die Gleispläne der Hersteller aus den siebziger Jahren waren auch ohne den wirtschaftlichen Aspekt durchaus nachvollziehbar. Denn was konnte man denn damals realisieren? Die Technik ließ einfach nicht die filigranen Dinge zu, mit denen man heute jede Szenerie realistisch darstellen kann.

Daher ging es um das, was damals möglich war: mit Zügen fahren! Und genau das ist mit der von Rimbert vorgestellten Anlage bestens möglich. Dass man zusätzlich auch noch Lokwechsel jederzeit vornehmen kann, ist hier das Salz in der Suppe! Güterverkehr hin oder her, Gleiswüste oder nicht, ist überhaupt nicht Teil der Aufgabe gewesen und daher auch nicht Gegenstand einer gerechtfertigten Kritik. Und vielleicht wollte der Auftraggeber auch einfach nur das sinnvoll umgesetzt haben, was ihm aus seiner Kindheit vorschwebte.

Es geht hier doch nur darum, ob der Auftrag vollständig und gut umgesetzt worden ist. Und das, Rimbert, ist dier aus meiner Sicht hervorragend gelungen. Chapeau!

Viele Grüße

Yves
Hallo,

na ja, wenn hier nur noch applaudiert werden darf, dann brauchen wir dieses Forum nicht.

Ich habe das hier und in anderen Foren schon oft beobachtet, dass Pläne vorgestellt wurden, die im Anschluss gemeinsam mehr oder weniger engagiert diskutiert und verbessert wurden. Die Themenersteller haben sich meistens irgendwann aus dem Forum verabschiedet und wurden nicht mehr gesehen...

Daher würde mich Folgendes interessieren:

- Wie viele der vorgestellten und diskutierten Pläne wurden tatsächlich angegangen und zu Ende gebaut?

- Wie viele dieser Pläne wurden schon während des Baus abgebrochen?

- Wie viele dieser Pläne wurden zu Ende gebaut, aber kurz nach Inbetriebnahme wieder abgerissen (wegen zu langweiligen Betriebs)?

Erst neulich noch habe ich ein Video einer vollgepfropften Anlage (in Spur N) gesehen, die der Erbauer recht schnell nach Fertigstellung wieder abgerissen hat. Er fand die Bauphase super, den tatsächlichen Betrieb aber bescheiden und hat sogar das Hobby ganz aufgegeben und alles verkauft. Insofern halte ich Kritik und Reaktionen auf hier veröffentlichte Pläne sehr wohl für wichtig.

Einen schönen Sonntag und beste Grüße,

Oliver
Moin Oliver, moin Yves,

Ihr habt beide recht. Positive wie negative Kritik ist gewünscht. Natürlich freue ich mich über Lob und Anerkennung, das tut doch jeder von uns. Und andererseits Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen hilft doch auch. Wichtig finde ich nur, daß es wertschätzend geschrieben sein muß. Und wenn ich von "runtermachen" schreibe, bezieht sich das genau auf unqualifizierte und wertende Beiträge, die zum Teil  ja inzwischen von Ismael gelöscht wurden (nicht nur in diesem Thread).

Ich bin überzeugt, daß viele, die das mitlesen und sich Gedanken über eine eigene Anlagenplanung machen, Hinweise wie z.B. von Oliver hilfreich finden.

Allerdings vermisse ich oft die Einordnung, warum man etwas ändern sollte. In diesem Fall hat Oliver z.B. Güterverkehr angeregt. Wenn der Erbauer aber Personenverkehr will, werde ich die Anlage nicht umplanen. Ähnlich ist es für mich mit der Frage nach ein- oder zweigleisig. Wenn jemand eine zweigleisige Anlage haben will, was nützt ihm der Hinweis, daß ich es eingleisig machen würde?
Und das man von Leuten nach ausführlicher Diskussion nichts mehr hört, wundert mit ehrlich gesagt nicht. Man braucht schon eine gute Portion Selbstbewusstsein um Diskussionen zu Gleisplänen hier durchzustehen.

Noch eins zu Deinen o.a. Fragen Oliver: keiner von uns, ist davor geschützt aus Fehler zu lernen. Man lernt nur aus eigenen Fehlern oder durch ausprobieren. Das nennt man gemeinhin Erfahrung. Alles andere sind Ratschläge, die ich mir von Leuten anhören kann, die (vielleicht) mehr Erfahrung haben als ich. Aber in welchem Umfang ich diese befolge, ist wiederum eine Entscheidung, die mir keiner abnehmen kann und bei der ich Fehler machen werde.
Aus meiner Sicht gibt es nur sehr wenige Punkte bei der Planung einer Modellbahn in Spur N die generell gültig sind.
- Mehr Platz ist immer besser als weniger.
- Lieber mehr Breite als mehr Tiefe.
- möglichst geringe Steigung, max. 3%, besser nur 2%, wenn es irgendwie geht.

Alles andere ist Geschmacksache und muß dem Erbauer gefallen, nicht mir und nicht den Mitgliedern dieses Forums

Gruß

Rimbert
Hallo!

Die Skepsis, die einige der Idee einer klappbaren Anlage entgegenbringen, wundert mich. Haben doch schon oft Forums-Teilnehmer von begrenztem Platz geschrieben.

Vor ca. 60 Jahren hat mir mein Vater eine klappbare Märklin-Bahn gebaut. (Spur N gab es damals noch nicht.) Ich weiß nicht mehr die genaue Größe. Es könnten ca. 2 x 1 m gewesen sein. Der Grund für diese Bauweise war ganz einfach: Wir hatten für vier Kinder nur zwei Kinderzimmer. Es kam überhaupt nicht infrage, 2 Quadratmeter dauerhaft mit einer Eisenbahnanlage zu blockieren, die nur sporadisch benutzt wurde, denn es gab ja auch noch anderes Spielzeug: Lego, Stabo, Brettspiele, wir musizierten und spielten natürlich auch viel draußen. Und "nebenbei" hatten wir auch noch Schule. Die Alternative war: eine klappbare Anlage oder gar keine. Ich bin meinem Vater heute noch dankbar, daß er damals auf die Idee mit der klappbaren Anlage gekommen ist. Sonst hätte ich dieses Hobby vielleicht heute gar nicht.

Die Anlage war damals so, daß alles befestigt war: Gleise, Gebäude, Brücken, Landschaft ... Wenn ich mit der Eisenbahn spielen wollte - ja, ich wollte wirklich "spielen". Als Kind will man spielen. - dann stellte ich schnell die Züge auf die Anlage. Und hinterher nahm ich sie wieder herunter. Das ging relativ schnell.

Wenn Rimberts Auftraggeber eine klappbare Anlage haben will, dürfte er sich etwas dabei gedacht haben. Und ich finde es toll, daß Rimbert darauf eingegangen ist und einen Plan mit vielen betrieblichen Möglichkeiten gezeichnet hat.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Rimbert,

vielen Dank für das teilen der Anlagenplanung. Sehr interesant.

Ich finde es immer spannend wenn möglichst viel Fahrbetrieb auf kleinerer Grundfläche doch möglich ist.

Und wenn ich es richtig verstanden habe sogar mit größeren Schattenbahnhof

Ich muss gestehen ich selbst habe auch leider wenig Platz zur Verfügung daher ist es ein sehr interesantes Konzept. Mich würde ein Fortschritt mit Bildern und ggf. sogar Videos sehr interessieren So ganz werde ich immer aus den reinen Gleisplänen nicht so ganz schlau....


Viele Grüße
Alex
Abend,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name: Elmar

vielen betrieblichen Möglichkeiten

Elmar, du triffst es wieder auf den Punkt. Ich finde die Anlage klasse und nicht zu voll. Ich sähe da noch deutlich mehr Möglichkeiten Gleise zu verteilen.

Man kann aus einem kleinen Endbahnhof zu einen Durchgangsbahnhof zu einem Haltepunkt in der Kehre und wieder zurück fahren. Zwischendrin wahlweise auch noch einen Abstecher in den SBHF oder nicht. Nachdem der Zug oben Kehren konnte, macht er unten in umgekehrter Reihenfolge wieder Kopf. Man fährt nicht stumpf hin und her, sondern benötigt 2 Runden bis der selbe Zug wieder genauso vor einem steht. Und in der Zwischenzeit macht die Hauptbahn alleine noch bissl Betrieb. Ich finde das cool und würde das so oder so ähnlich bauen. Der Bahnhof vorn noch in einen langen Bogen biegen und die Abstellgleise vorn noch etwas in die Bögen verlängern. Und als Highlight noch eine 2. Kehre in der SBHF-Ebene, um Züge auch ohne Kopfmachen wieder umdrehen lassen zu können. Mir würde das richtig Spaß machen. Die Idee ist klasse.

OT: Kritik und KRITIK sind 2 paar Schuhe.  Das WIE bekommt ein Einzelner hier einfach nicht auf die Reihe. Wer so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, um erst einzelne "Beiträge" und dann seinen ganzen Faden gelöscht zu bekommen, hat sich m.E. mal eine Auszeit verdient. Zumal Derjenige in seinen eigenen Entwürfen wirklich gruselige Fehler macht. Da werden beispielhaft Züge auf die Anlage gestellt. Die so nicht fahrbar sind, weil einfach mal das Motor"abteil" fehlt.
Gerade wenn man SO austeilt, sollte man in den eigenen Entwürfen doch mit guten Beispiel vorangehen können. Aber plump haten ist eben immer einfacher, als qualifiziert Kritik üben.
OT Ende.

Gruß, Felix B.

Ich finde es gut dass Rimbert hier seine Pläne zeigt. Das Planen (auch für andere) macht ihm offensichtlich Spass, und er wünscht ja ausdrücklich eine Diskussion darüber um ggf. noch Dinge zu verändern. Und warum nicht “retro 70’s”? Viele von uns trauern immer noch der Märklin Anlage der Kindheit hinterher und versuchen das jetzt nochmal in N 😉

Und… jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Ich persönlich finde inzwischen Gleispläne am reizvollsten wo nur noch ein Minimum an Schienen auf der Fläche liegt. Aber da bin ich auch erst nach dem sprichwörtlichen 4-Ebenen Schweizer Käse mit SBHf und BW hingekommen…

LG Mike
Ich finde es gut dass Rimbert hier seine Pläne zeigt. Das Planen (auch für andere) macht ihm offensichtlich Spass, und er wünscht ja ausdrücklich eine Diskussion darüber um ggf. noch Dinge zu verändern. Und warum nicht “retro 70’s”? Viele von uns trauern immer noch der Märklin Anlage der Kindheit hinterher und versuchen das jetzt nochmal in N 😉

Und… jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Ich persönlich finde inzwischen Gleispläne am reizvollsten wo nur noch ein Minimum an Schienen auf der Fläche liegt. Aber da bin ich auch erst nach dem sprichwörtlichen 4-Ebenen Schweizer Käse mit SBHf und BW hingekommen…

LG Mike
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: RJK

für einen Kollegen im Forum habe ich eine Anlage geplant, die ich euch nicht vorenthalten möchte.


Also ich bin begeistert von dem Gleisplan. Mehr kann man aus der Fläche kaum noch rausholen.

Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: RJK

Der Erbauer hat sich bewusst entschieden, auf Güterverkehr zu verzichten, weil dieser auf der verfügbaren Fläche nicht darstellbar  ist.


Sogar das wäre ohne große Veränderungen am Gleisplan noch möglich, in den Bahnhöfen gibt ja bereits kurze Abstell-/Stumpfgleise, aus denen man zumindest noch ein Ladegleis für Holzverladung machen könnte.

Ich freue mich auf Bilder, wenn der Bau richtig losgeht.

Grüße Andreas


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