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THEMA: Welche Litze verwendet ihr?

THEMA: Welche Litze verwendet ihr?
Startbeitrag
Abundzu - 08.01.25 17:00
Hi

welche Litze verwendet ihr für die Verkabelung?

Gruß

Jörg

Jörg, für welche Verkabelung?
Stromversorgung, Weichen, Signale etc.?

Norbert
Kupferlitze!

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Alles :)
Starre Drähte für die letzten paar Zentimeter, ansonsten 0,75 mm² für die Ringleitung und die Anschlußkabel.

Litzen für Steuerleitungen 0,14 mm², für Motorantriebe und sonstige Stromversorgungen höhere Querschnitte.

Grüße, Peter W
Hallo,
um dem Suchenden die Suche zu erleichtern:
Ring- und Anschlußkabel: H05V-K mit den Querschnitten 0,5mm² bis 1mm²
Steuerleitungen: LiY 0,14mm² bis 0,25mm²
für die stromführenden Magnetkupplungen: Modellbau Schönwitz - 50337 - 10 Meter Ring Miniaturkabel Litze hochflexibel LIFY 0,04mm² (hier kenne ich keinen anderen Lieferanten, den Hinweis bekam ich von 3dprint4moba Erhard)
bei der Gelegenheit:
auch eine gute Abisolierzange ist wichtig:
Knipex 1240200 0,03-10 mm2
(auch dieser Tipp stammt von Erhard)
die ist wirklich sehr gut! kann ich nur weiterempfehlen
VG
Günter

Hallo Jörg.

Peter hat schon Recht. Für welche Art der Verkabelung.
Wir verwenden von 0,75 mm2 bis hin zu 0,14 mm2 nur in Litze. Hierzu noch für alle in bestimmten Farben.
Ein Farbschema haben wir zuerst festgelegt, welche Spannung, welche Farbe bekommt. Dieses betrifft nur die Versorgungsspannungen.
Für die alle anderen Verbraucher wie LED Signale, Lampen, Ampel, Autobeleuchtung, usw., verwenden wir Litzen mit zwei Farben. Heißt eine Grundfarbe und farbliche Ringe, z.B. grün/gelb, blau/weiß, braun/ schwarz usw.. Dieses ist ein Kabel, wo ca. 32 Leitungen sich in einem Kabel befinden.
Dieses Kabel wird in der Nachrichtentechnik verwendet.
Das Auslösen dazu (zerlegen in Einzelleistungen ) ist etwas schwierig und muss zumindest durch zwei Personen erfolgen.
Beim Verdrahten dann in entsprechende Listen eintragen, dann weis man auch später, wo diese Litze verwendet wurde.
Gruß Klaro
Hi Günter

Passt alles wie du schreibst.
Bis auf die Litzen für Decoder einbau usw.
Es gibt feineres, dünner und flexibler als die von Schönwitz.

LG ChristiaN

Moin Christian,
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Bis auf die Litzen für Decoder einbau usw.
Da gibt es feineres, die von Schönwitz sind nicht gut genug, habe ich in die Ecke geworfen.


von den Litzen für Decoder habe ich nicht geschrieben!
Ich schrieb über die LiYF für die stromführenden Kupplungen.
Wenn du dafür einen besseren Vorschlag hast, würde ich mich sehr freuen!
VG
Günter
Hallo,

ich habe mal eine Frage zu den Anschlüssen am Trafo: wie kriegt man ein Kabel mit 0,5 mm² oder 1mm² an die Klemmen des Trafos? Bei Trix und Fleischmann ist das unmöglich.
Für einen Tipp wäre ich dankbar.

Gruß Philipp
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

ich habe mal eine Frage zu den Anschlüssen am Trafo: wie kriegt man ein Kabel mit 0,5 mm² oder 1mm² an die Klemmen des Trafos? Bei Trix und Fleischmann ist das unmöglich.
Für einen Tipp wäre ich dankbar.


das habe ich mich auch schon oft gefragt (ich glaube auch hier) !
GEHT NICHT!
ist meine Antwort!
ein sehr kurzes, passendes Kabel auf eine Klemmleiste, die den Anschluss an ein Kabel mit dem entsprechenden Querschnitt erlaubt.
Ist elektrotechnisch ein Disaster aber nicht anders zu lösen!
VG
Günter
Hallo,

wenn es Litze ist, dann abisolieren und den Querschnitt schwächen in dem man ein paar Einzellitzen raus zwickt, dann verdrillen, eventuell etwas Zinn drauf - aber keinen großen Batzen machen! Manche nehmen einen Nagel, oder sonstigen festen Draht der halt grade noch in das Loch der Klemme hinein passt und löten da das Kabel an.

Grüße, Peter W.
Alles, was die alten Telefonkabel hergeben

Nein, mal im Ernst: Ganz normale rote und blaue für die Gleise und gelb-grün-weiß für die Weichen. Das liegt daran, dass der Ursprung bei mir Minitrix war. Eine bestimmte Marke bevorzuge ich allerdings nicht.

Alte Telefonkabel nur zur Beleuchtung von Häusern usw.

Gruß

Frank
Hallo zusammen,

den Querschnitt einer Leitung (Litze) sollte man auf gar keinen Fall ausdünnen! Jeder Elektrotechniker lernt die bereits in seiner Ausbildung im ersten Lehrjahr!

Wenn Ihr z.B. eine Ringleitung von 1mm² Querschnitt oder größer einsetzt, gehtr Ihr damit auch nicht direkt an die Gleise.
So wird es auch am Trafo korrekt gemacht. Ihr geht vom Trafo aus mit einer Litze mit max. passenden Durchmesser auf eine Klemme und schließt daran dann die Ringleitung an. Die Ringleitung wird i.d.R. ja nicht stärker gewählt, weil sehr hohe Stöme fließen. Sie wird eingesetzt um die Verlustspannung zu kompensieren.

Zu dem Thema gibt es vom "Der Moba" eine sehr gute und auch für Laien verständliche Abhandlung.
Hier der Link: https://www.der-moba.de/index.php/Fahrstromverdrahtung

pozdrav z Jižní Morava
Heidi
Hallo Heidi,

guter Punkt, ich werde mal unseren Präsi fragen, der ist E-Ing. Ich hab keine E-Lehre, weder im E-Labor noch in elektr. Maschinen & Anlagen habe ich das erinnerlich gehört. Haben wir aber auch nicht gemacht, war ja nie nötig.

Fundstelle bei Google: "Ausdünnen geht schon wenn man über das Ende Schrumpfschlauch zieht."
Eine Diskussion für sich. Also liebe Kinder und Elektrofreaks, besser nicht zuhause nachmachen

Vielleicht wäre es besser, die Löcher in den Druckklemmen der Trafos etwas aufzuweiten - ich meine aber, dass zumindest ein 0,5 mm² sowieso durch geht. Bei Märklinsteckern ist es jedenfalls kein Problem, da kriegt man 0,75 mm² problemlos rein.

Grüße, Peter W.
Frage an Christian #7 wg.:
<< Bis auf die Litzen für Decoder einbau usw. Es gibt feineres, dünner und flexibler als die von Schönwitz.
LG ChristiaN >>

Kannst Du noch bitte sagen, welche Du dafür nimmst ? Link/Hersteller wäre klasse.

Danke und schönen Gruß
ANdreas
Hallo Jörg,

es wurde schon vieles gesagt:
- Farbschema festlegen (z.B. entsprechend favorisierter Hersteller oder NEM Norm)
- Versorgungsleitung dicker und Stichleitung dünner
Statt dicker Daumen hilft ansonsten ein Blick auf die Physik: https://electronicbase.net/de/leitungsquerschnitt-berechnen/

Ich habe eine Z21:
Versorgungsleitung: Kupferlitze, 16 V, 3 A, max. Länge 6 m, max. tolerierter Spannungsabfall 0,5 V = 3 % => 1,29 mm² aufgerundet 1,5 mm²
Stichleitung: Kupferlitze, 16 V, 1 A, max. Länge 1,5 m, max. Spannungsabfall 0,5 V => 0,12 mm² aufgerundet 0,14 mm²

Ich bestelle bei pollin.de: Aus Preis-Leistungsgründen hatte ich mich  für 10 m 2,5 mm² H07V-K-Litze (um auch noch etwas mehr Reserve zu haben, wenn es mal mehr Module werden) und 25 bzw. 50 m LiYv Litze (0,25 mm² läßt sich besser haltbarer Crimpen als 0,14 mm²) entschieden.

Ciao, Lutz
Hallo Lutz,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

0,25 mm² läßt sich besser haltbarer Crimpen als 0,14 mm²


Da sprichtst Du was an. Es gibt diese tollen China Adernendhülsen-Crimpzangen mit der "Sechskant-Blende", die machen 0,14 mm² Adernendhülsen kaputt, die werden durch "gebissen". Die teure Zange von Knipex geht, aber da ist mir auch schon einmal eine Hülse wieder abgegangen. Seither drücke ich da fester zu.

Grüße, Peter W.

Hallo Peter,

ich habe mir extra passende kleine Hülsen bestellt. Mache aber die gleiche Erfahrung. Zudem brechen die Hülsen gerne nach einmaligen Gebrauch. Die "weissen" Hülsen sind da deutlich robuster, sind aber für 0,14 mm² zu groß.

Ciao, Lutz
Hallo zusammen,

mit dem Crimpen sprecht ihr ein sehr sensibles Thema an, bei demn selbst sogenannte Profis häufig Fehler machen.
Wenn sich die Litze nach dem Crimpen herausziehen lässt oder der Cr5imp bricht, dann liegt es eher selten an der Aderendhülse oder einem Kabelschuh. Meist ist der Anwender das Problem.

Beim Crimpen sind viele Faktoren zu beachten:
- Material des zu crimenden Werkstückes
- Form des Werkstückes (offen oder geschlossen)
- Größe des Werkstückes bzw passendes Werkstück je Kabelquerschnitt
- Vorbehandlung der Litzen
- Form des Crimps
- Crimpwerkzeug
u.v.a.

Ich benutze ausschließlich Messing/vernickelte Aderendhülsen von 3M, AMP oder Tyco. Als Werkzeug verwende ich Crimzangen von Knipex, Rennsteig und Tyco.

Einer der häufigsten Fehler, der auch von den Profis gemacht wird, ist das verdrillen der Litzen. Dies  führt zu einer Veränderung der Litzenstruktur und verhindert ein sogenanntes gasdichtes Crimpen. Auch eine zuhohe Crimpkraft fúhrt i.d.R. dazu, das ein Crimp bricht. Unsachgemäße Crimpungen sind nicht selten Ursache fúr Schwelbrände!

Gute und lehrreiche Infos zum richtigen Crimpen findet man unter:

https://www.buerklin.com/de/elektronik-kompeten...ng/ratgeber-crimpen/ und
https://www.conrad.de/de/ratgeber/handwerk/crimpen.html

pozdrav z Jižní Morava
Heidi
Hallo,

bei uns im Verein war es definitiv das Werkzeug. Hätten wir bloß alle Rezensionen vorher gelesen! Wer billig kauft, kauft doppelt.

Diese unter dem Label "Preciva" und anderen Pseudomarken angebotene Zange funktioniert einfach nicht:
Bei kleinen Durchmessern werden die Hülsen selbst in der geringstmöglichen Einstellung so stark geprägt, dass sie garantiert abbrechen. Bei großen Durchmessern ist die aufzuwendende Kraft so hoch, dass laut anderen Anwendern das Werkzeug bricht.

Grüße, Peter W.
Hallo Peter,

ich habe da so meine Bedenken, dass es an der Preciva-Crimpzange lag. Wir hatten bei uns in der Firma mehrere dieser Zangen ohne Probleme im Einsatz. Die höherwertigen Crimpzangen von Preciva haben auswechselbare Crimpbacken und sind, bezüglich der Hebelkraft, einstellbar.
Unsere Standard Crimpzangen, neben den vielen Crimpautomaten von ZF, waren jedoch die Handcrimpzangen von Rennsteig. Bei mir im Werk wurden tägilch mehrere fünstellig Tausende Crimps gefertigt. Die Crimpqualität wurde rutinemässig in festgelegten Intervallen durch Schliffbilder überprüft. Dies ist natürlich im Hobbybereich eher nicht möglich. Aber Du kannst Dir sicher sein, dass ich sehr gut im Stande bin Crimpprobleme zu bewerten

Ich weiß natürlich nicht, welche Preciva-Crimpzange ihr eingesetzt hattet, aber i.d.R. würde ich als Ferndiagnose jetzt die Zange als Ursache ausschließen.

pozdrav z Jižní Morava
Heidi
Hallo Heidi,

ich passe wohl besser auf, was ich sage . Spaß beiseite. Ich finde es gut, in diesem Forum von der Hilfe professioneller Foristen zu profitieren.

Dem Thread-Ersteller ging es um Verkabelung. Ich denke, da ist ein Hinweis  auf das Crimpen von Litzenenden sinnvoll, auch wenn man das eine oder andere Lehrgeld zahlen muß. Davon soll er sich ggf. auch nicht abschrecken lassen .... .

Ich werde mir Deine Hinweise und Videos bei nächster Gelegenheit näher anschauen.

Ciao, Lutz
Hi

Das mit dem Crimpen ist nicht halb so wild, nur nervig.
Ich habe hunderte Verbindungen unter meiner Anlage. Eine gute Zange tut es, Crimps sind die billigsten von Conrad. Ich habe beruflich viele Lieferanten mit Automaten und strenge Kontrollen gehabt, das ist bei uns aber nicht so schlimm, da es keine Vibrationen usw wie es zB in einem Auto gibt.
Abisolieren, Crimpen, schauen ob man Kupfer und nicht die Isolierung erwischt hat, dran ziehen, und dann passt es schon.

LG ChristiaN
Hallo Lutz,

mir ist klar, dass es dem TE um Verkabelung ging.
Jedoch, wenn in diesem Zusammenhang Angaben zur Querschnittsausdünnung oder Crimpen zweifel bis fehlerhafte Angaben gemacht werden, sollten die Foristen, wie Du sie nennst, mit echter Fachkenntnis auch auf die Fehler und Gefahren in diesem Zusammenhang hinweisen.

Ich wollte damit niemanden auf den Schlips treten, klugscheissen oder das Thema hier in falsche Bahnen lenken.
Jedoch musste ich reagieren, da sich mir die Fußnägel, bei so manchen "Ratschlägen" rollten.
Zu Deiner Info: Ich war über 30 Jahre für das Qualitätsmanagement eines namhaften Herstellers von Steckverbindern und Kabelapplikationen verantwortlich (Weltkonzern) und habe die letzten 6 Jahre meines aktiven Berufslebens unser Produktionswerk hier in Tschechien geleitet. Von meiner Ausbildung her bin ich staatlich geprüfte Nachrichtentechniker in und habe vor dem Studium eine Ausbildung zur Informationselektronikerin gemacht. Von daher grauste es mir hier bei einigen "Ratschlägen".

@ChristiaN
ganz so einfach ist das Crimpen nun auch wieder nicht. Wenn ich daran denke, dass einige Experten mit einer Kombizange oder noch schlimmer mit einem Seitenschneider crimpen, dann wird mir ganz übel. Aber Du sagtes ja, dass eine richtige Crimpzange sehr hilfreich ist. Aber Du weißt als Fachmann sicher auch, dass ein verdrillen der Litzen vor dem Crimpen ein No-Go ist.

pozdrav z Jižní Morava
Heidi
Moin,
@ChristiaN
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es gibt feineres, dünner und flexibler als die von Schönwitz.


kannst du uns dafür Hersteller und Artikel nennen?
Danke
VG
Günter
#25, siehe auch #15: Ja, bitte, Christian !
Hallo,

zum Original Thema fällt mir noch ein, dass es auch Litzen mit Aluminium Anteil gibt, sie sind auch irgendwo ein "Bschiss" um Kupfer zu sparen. Davon würde ich abraten.

Grüße, Peter W
Hallo Peter,

volle Zustimmung. gerade bei Alu-Litzen muss man aufpassen, da diese eine wesentlich geringere Leitfähigkeit haben als Kupferlitzen. Auch deshalb wir empfohlen, dass bei Alu-Litzen immer ein größerer Querschnitt genommen werden muss. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Alu-Litzen oxidieren können und die Aluminiumoxydschicht nicht leitfähig ist. Auch lässt sich Alu schchlechter löten.

Alulitzen werden i.d.R. bei Blitzschutzanlagen verwendet, finden aber auch in der Richtfunktechnik Anwendung. In manchen Industriebereichen setzt man versilberte Kupferlitzen ein (hochsensible Daten- und Steuerungstechnik), in mehr als 80% aller Anwendungen werden jedoch Kupferlitzen oder spezielle Kupferlegierung (z.B. Zinnbronze oder Kupfer-Nickel-Paladium) eingesetzt. Für uns im Modellbahnbereich reichen Litzen aus Messing vollkommen aus.

pozdrav z Jižní Morava
Heidi

Hi Zusammen,

Ja, ich muss mal schauen ob ich Hersteller noch rausfinde, ist schon eine Weile her, aber ich dchaue nach!

@ Heidi, ne, ich habe nichts von verdrillen geschrieben

LG ChristiaN
Hallo ChristiaN,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Heidi, ne, ich habe nichts von verdrillen geschrieben


das habe ich auch nicht behauptet, dass Du das geschrieben hast. Aber es wurde in diesem Faden schon so beschrieben. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass dies falsch ist, ohne dabei zu schreiben, wer es geschrieben hatte!

Insofern, ist doch alles korrekt.

pozdrav z Jižní Morava
Heidi


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