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THEMA: motorische Weichenantriebe inkl Decoder für peco Code 55

THEMA: motorische Weichenantriebe inkl Decoder für peco Code 55
Startbeitrag
bahnfather - 01.01.25 21:43
liebe Experten
Ich betreibe dzt eine Anlage in DCC mit peco Gleissystem und TC Steuerung sowie Servos zum Schalten der 52 Weichen. Auch wenn das Anbringen der Servos etwas fummelig ist und für jede Einbausituation individuelle Lösungen verlangt, bin ich im Großen und Ganzen damit zufrieden. Trotzdem klemmt ab und an mal ein Servo, und weil diese nicht überwacht sind, führt das zu Kurzschlüssen oder Entgleisungen ( kommt nicht zu häufig vor aber eben manchmal) Nun trage ich mich mit dem Gedanken einer Neuplanung und erwäge statt Servos motorische Antriebe von MTB einzusetzen, da diese zwei Schaltkontakte haben ( einer zur Herzstückpolarisierung, einer zur Überwachung ) Das ist schon mächtig Aufwand, aber wenns hilft , solls mir recht sein. Diese Antriebe wurden von verschiedenen Teilnehmern hier im Forum als sehr zuverlässig gelobt. Nun gibt es aber bei MTB diverse Ausführungen - Standard MP5, vereinfacht wohl MP4 und dann welche mit integriertem DCC Decoder MP 10 und Derivate - habt ihr da Erfahrung bzw Empfehlung, was man da nehmen sollte ?
Bitte keine Vorschläge wie man mit gebastelten Microschaltern auch Servos überwachen könnte, das ist mir zu fummelig.
Wenn MP5 ( da hab ich einen als Test ) würde ich wahrscheinlich mit einem Schaltdecoder von Decoderwerk schalten - das wäre am günstigsten ( wenn man bei dieser Lösung überhaupt von günstig sprechen kann) und damit bin ich bisher ( allerdings nur 1 Exemplar) ganz zufrieden
PS ich hab natürlich die Suchfunktion ( rudimentär) benutzt aber keine aktuellen Beiträge dazu gefunden
beste Grüße und wie immer Dank für Eure Expertise

Heinz  

Hallo Heinz

Welche Weichendecoder hast du im Einsatz? Ich habe 88 Weichen, und benutze die WA5 von MBTronic, vielleicht schaust du dir diese mal an.

LG ChristiaN
Hallo,

wir haben zur Zeit nur analoge MP1 und MP5 Antriebe im Verein, die mp4 und mp10 habe ich leider noch nicht in die Hand bekommen. Da muss ich mir einmal einen bestellen.

Grüße, Peter W
Hallo Heinz,

betreibe MP1 mit einem 30403/30802 (Weichendecoder zur Steuerung von Weichen mit Magnetantrieben) von Decoderwerk. Die Schaltzeit von 2,5 Sekunden reicht bei 12 Volt. Absolut perfekte zuverlässige Kombo. Also ohne Rückmelder - wozu?

Für den Hosenträger habe ich mir 4 MP4 besorgt und will mit 2 Relais die zusätzliche Polarisation durchführen. Das ist mein Projekt für die nächsten Tage.


Gruß, Lutz
liebe Kollegen

herzlichen Dank für Eure Antworten. Die Fragen kann ich wie folgt beantworten :
Als Weichendecoder ( für die Servos ) hab ich dzt ESU switch pilot und noch "alte" Digikeijs DR xxxx (ich glaub 4024)   im Einsatz, Wie geschrieben für den einen MP5 benutze ich dzt den Controller für motorische Weichenantriebe von Decoderwerk
Den WA 5 von MB tronic kenne ich nicht da muss ich mir einen besorgen ( kann der auch Weichenstellung rückmelden?) - hab grade geguckt - der Servo ist dzt nicht lieferbar!
Tja die Frage "Rückmelder wozu" ist natürlich berechtigt - wenn die Dinger immer schalten brauchts keine Rückmeldung - wie gesagt , die Idee kam auf , weil doch manche Servos manchmal klemmen - wahrscheinlich ist das auch eine Frage der Servoqualität, da benutze ich die analogen Servos div Hersteller zB  DM toys
beste Grüße

heinz  


Hallo Heinz,

erstmal Frohes neues Jahr euch allen !

Warum entfernst du nicht die Schnappfeder bei den Weichen ? Bei mir funktionieren die Servos alle einwandfrei nach dem entfernen der Feder. Hab über 100 von den 9g-Servos im Einsatz.


Christian
hi Christian

Danke erst mal Dir auch ein frohes Neues und Danke fürs mitdiskutieren!

auch eine gute Frage - in meiner vorherigen Anlage hatte ich das an einigen Weichen  so umgesetzt - ich war mir aber bzgl Funktionalität doch am Ende unsicher - es ist mir immer wieder passiert, dass sich eine  Weichenzunge von der Stellschwelle gelöst hatte. Und diese Reparatur ist aufwändig ! bzw hab ich nie hinbekommen d.h Weiche tauschen und das ist bei einer größeren Anlage schon Aufwand! Ich mach schon diesen Digitalschnitt, damit hab ich auch Null Probleme
aber die Feder hatte ich am Ende drin gelassen

Hm??
LG Heinz  
Hallo,

im Verein haben wir früher die Federn auch ausgebaut, aber seitdem Peco etwas verändert hat fällt die Weiche auseinander wenn man das tut - also bleibt die Feder nun drin.

Grüße, Peter W
Hallo Heinz,

ich würde zum digitalen Decoder greifen. Stromversorgung und Steuerung direkt vom Gleis, einfacher geht es doch nicht. Wenn du ein Herzstück polarisieren willst, hast Du das Gleissignal ohnehin schon unten am Antrieb. Vom Preis her ist der Unterschied vertretbar, denn Du sparst einen Mehrfach- oder Einfachdecoder ein. Meine nächsten Antriebe werden die digitalen sein.

Ich habe allerdings keine Erfahrungen mit den digitalen Modellen. Meine MP4 haben an einem Digikeijs-Decoder zunächst nicht richtig funktioniert. Bei mir ist die Betriebsspannung zu hoch für den Antrieb. Er lief zu schnell und dann über den Endabschaltpunkt hinaus. Mit der Dimmer-Funktion des Decoders konnte ich das lösen. Damit könnte zusammenhängen, dass laut Beschreibung des DP4/DP10 als Betriebsspannung 9...15V genannt wird. Ich fahre mit 18V. Ggf. müsste also eine Spannungsreduzierung (zwei Zenerdioden) vorgeschaltet werden. Nochmal 60¢ Extrakosten...

Was ich in der Beschreibung nicht finde, ist die Verträglichkeit mit Railcom. Es soll ja Decoder geben, die bei eingeschaltetem Railcom völlig außer Tritt geraten.

Vielleicht haben wir hier im Forum jemanden, der die beiden Fragen - Railcom-Verträglichkeit und Maximalspannung - beantworten kann.

Grüße
Zwengelmann
Also, bei mir ist noch keine Weiche auseinandergefallen.
Allerdings hat Peco die Rasterfeder seit einiger Zeit in Kunststoff eingebettet und verklebt, bei den älteren Ausführungen waren die mit einem Blechteil von unten abgedeckt, welches mit Laschen verbunden war. Die Laschen konnte man aufbiegen und dann von unten die Feder einfach rausnehmen. Das geht jetzt nicht mehr. Ich nehm dann ein Skapellmesser mit spitzer Klinge und verbieg die Feder damit soweit, das die Feder nicht mehr rastet.

Christian
Misst. Ich wollte mir noch einige Weichen als Ersatz zulegen, jetzt macht Peco schon wieder Änderungen. Hoffentlich nicht an den Verbindungen in der Weiche, die Feder bekomme ich sicherlich noch raus.

@ Heinz, für die WA5 brauchst du keine Servos bei MBTronic bestellen, nimm einfach die die du schon hast. Nichts ausbauen. Es gibt ein Starterset mit Programmiergerät und einem WA5 (jeweils für 2 Weichen).

LG ChristiaN
Hallo zusammen
auch meiner Seitz, ein guten Start ins neue Jahr, und soll alles so gelingen wie man sich es wünscht!
nun zum erwähnten Problem.
kann, Peter W#7 nur beisteuern, auch ich habe die Erfragung gemacht. dass die neuen Peco-Weichen besser funktionieren mit der Stellfeder. gegenüber Ihren Vorgänger.
meint Henri
Hallo,

der Stelldraht der MP-Antriebe ist so steif, dass er mit der Feder in den Peco-Weichen problemlos zurechtkommt. Ich würde empfehlen, die Weichen im Originalzustand zu belassen. Wichtig ist die genaue Justierung und den Stellweg so gering wie möglich, aber so groß wie nötig einzustellen. Damit wird die mechanische Belastung sowohl des Antriebs, als auch der Weiche minimiert.

Grüße
Zwengelmann
So, hab mal ein paar Bilder gemacht......

rechts die ältere variante, da kann man noch die blechzungen erkennen, die die feder abdeckt.

links die neurere, da hab ich mit einen spitzen Skapellmesser die Drahtfeder in dem Schlitz zwischen Schieber und Federhalter weggebogen, bis der Schieber leichter geht.

Auch wichtig die Hebellänge des Servos so kurz wie möglich halten, so nah wie möglich an die Platte ohne irgendeine umständliche Konstruktion.
Bevor ich ein Servo montiere wird erst mal die exakte Schrittweite festgestellt und im Decoder programiert. Dann schnarrt da auch nichts !!

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Hi Peter

Fortgeschrittene löten ein Pünktchen in die "Scharniere" der Zungen, das verbessert erheblich den Kontakt und vermeidet gleichzeitig das die Weiche auseinander fällt wenn die Feder entfernt wird.


LG ChristiaN
liebe Kollegen, wie immer besten Dank für Eure Beiträge
@#12 Zwengelmann
bei den MTB Weichenantrieben kann man doch den Stellweg nicht stufenlos einstellen ? die haben doch feste Werte und bei uns für N sind das 3mm ?
@ #13 Christian
ich fürchte ich hab Dein Bild 2 und 3 noch nicht ganz verstanden - wo sitzt da die Weiche ? Auch ich verbaue die Servos direkt unter den Weichen mit ganz kurzem Stelldraht , den ich direkt längs am Servohebel befestige. Ja der Servo hat den Vorteil, dass der Weg sehr genau einstellbar ist - und zwar auch nach Einbau noch ,denn man kann sicherlich vor Einbau vorjustieren, aber man muss nach Einbau meist etwas korrigieren.
@#13
ja die Lösung mit dem Lötpunkt - wie Du schreibst , etwas für Profis , und der bin ich nicht , meine Lötpunkte sind nach ein paar Betätigungen wieder aufgegangen
@# 8 Zwengelmann
aber den Stellmotor über Gleisspannung ansteuern ? da verschwendet man doch kostbares Digitalsignal ?

beste Grüße

heinz

beste Grüße

heinz
Hallo Heinz,

der Servo sitzt direkt unter der Weiche, halbe Servobreite +9mm Multiplex+5mm Gleibettdicke ( im Bild ist eine Fleischmannweiche, ist schlecht zu fotografieren) der Draht wird dann noch entsprechend mit Seitenschneider abgeknipst, es ist auch für die Montage besser, den Federdraht gut 5cm länger zu lassen als es sein müßte. Und nur mit stabilen Seitenschneider abknipsen und nich mit ner Dremel abschleifen....sonst schmilstes einen den Schieber kaputt!!
Ich nehm immer 0,8mm Federstahldraht, die Biege ich mir dann zurecht. Hab im Keller diverses Werkzeug zum biegen der Drähte.........ist halt bei der Menge Servos schon etwas Fleisarbeit.
Die Servohalterung hab ich einfach aus 9mm Multiplexresten gefräst.

Hab kleine Werkzeugmaschienen im Keller (Feinmechanikermeister muß sowas zuhause haben).

Christian
Servus Heinz,

ich habe über 100 MTB1 im Einsatz, sowohl bei Pecoweichen mit als auch ohne Feder. Der Stellweg ist auf 3mm eingestellt. Den originalen dicken Stelldraht habe ich durch dünnere ersetzt. Die Stellkraft reicht auf jeden Fall.
Allerdings betreibe ich meine Antriebe analog. Der Vorteil der MTB-Antriebe ist meiner Meinung nach die Zuverlässigkeit und die leichte Montage und Einstellung.

LG Berti
hallo Christian

das schweift jetzt zwar etwas vom Thema ab, aber das ist meine Servoanbindung. Der sichtbare Stelldraht geht direkt durch die 6m Sperrholzplatte ( leider auch schlecht fotografiert) und dann auch direkt in die Stellschwelle - also kein Leerweg und keine Verformungen

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Hallo,
@ bahnfather
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

das schweift jetzt zwar etwas vom Thema ab, aber das ist meine Servoanbindung.


Das empfinde ich überhaupt nicht! Das ist eine saubere, handwerkliche Leistung! Für mich absolut 5 Sterne ***** !!!! UND: Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass dieser Aufbau so gut wie störungsfrei ist!

Die Frage, ob digital oder nicht, ist m. M. zweitrangig. Wichtig ist eine zuverlässige Mechanik für PECO, mit und auch ohne "Stell-Feder".
Selbst mit Conrad-Antrieben oder Hof(f)mann-Weichen"Motoren" können selbst sture Weichen von PECO (DKW, EKW) gestellt werden. Die unter #18 gezeigte Lösung spricht für sich ...

VG
Ralf
Hallo,

hab da auch mal ne allgemeine Frage zu den MTB Antrieben. Wo ist jetzt genau der Unterschied zwischen MP1/4/8 ?
Der Anschluss des MP1 ist ja simpel (2x Schiene,1x Herzstück), bei MP4 und 8 habe ich schon Verständigungsprobleme. Muss man da das Herzstück 2 mal anschliessen? Die Schaltpläne kann man ja auf der MTB Webseite anklicken.
Schalten wollte ich klassich analog. Ehrlich gesagt verstehe ich mitlerweile die ganze Programmierung mit Weichendecodern nicht so richtig. Genau zeigen konnte mir das auch noch keiner.........vielleicht würde ich das dann raffen. Die Verkabelung wäre jedenfalls um ein Vielfaches einfacher oder. Vielleicht wohnt ja jemand im Umkreis von Mönchengladbach.
Habe auch gelesen das man einen Stelldraht mit max. 0.8 mm Durchmesser nehmen soll. 3mm Stellweg sollte für N wohl ok sein, obwohl der Stellweg einer Peco Code 80 Weiche nur 2.5 mm hat.

Grüße
Frank
Hallo,

Was ich vermisse ist die Erwähnung der neuen MTB DP4 und DP10 Antriebe.

Diese haben einen integrierten DCC Decoder, also brauchen keinen externen Decoder...

Grüße aus NL,
Bert
Hallo Heinz,

ich habe aktuelle Peco-Weichen und die Feder mit kleinen Handgriff entfernt. Da ich kein Digitalschnitt mache, erscheint mir das sinnvoller. Die Feder hält die Schiene zurück und je nach Einstellung kann die Polarisationsumschalter schon umschalten, bevor die Schiene sich bewegt hat -> Mikrokurzschluß. So ist das Einstellen einen Tick noch einfacher. Nachteile sehe ich keine.

Den MP1 stelle ich grundsätzlich auf 3 mm um und benutze den original Stelldraht. Perfekt.

Bei 80 Weichen und entsprechende Anlagengröße würde ich eine externe Stromversorgung nutzen.

@Frank: Die MP1 und MP4 verhalten sich wie Magnetantriebe, letzterer hat 2 Umschalter statt einem. Andere Verhalten sich wie motorische Antriebe - die Beschaltung ist dann etwas anders. Wie ich in #3 geschrieben habe, verwende ich die MP1 mit Dekoderwerkdekoder. Den MP1 findet man ab 13 Euro (10 Euro Messepreis), Dekoder 30 bzw 40 Euro für 4 bzw 8 Eingänge.

Ciao, Lutz
Ja, genau so bahnfather,
ich hab 9mm Multiplex genommen, nur setz ich die Servos um 90° verdreht ein. Ich kann den Servo dadurch auch direkt am Hals montieren, das hat mich schon öfters bei Platzproblemen geholfen. Ich benutze 3mm Spaxschrauben mit Torx zum anschrauben unter der Platte und einen normalen Akkuschrauber. Oben an der Weiche setze ich eine Lampe hin, dann kann ich von unten peilen und finde die Bohrung besser.

Viel unterschied in der Schrittweite der Servos habe ich nicht , die konnte ich für Fleischmannweichen und Pecoweichen benutzen. Nur die Fleischmannkreuzungen haben 2-3 Schritte mehr gebraucht.



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Hallo Frank,

womit kommst du da nicht klar?

Ich hab die Digikeijs Steuerung  und gerade ein Foto gefunden mit welcher Einstellung ich die Servodecoder Programiert habe....nur mal ein Beispiel.

Christian



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@Christian #23
Danke für die Skizze , das ist jetzt vollkommen verständlich
@ Bert #21
genau das war meine Frage im Eröffnungsbeitrag - ich hatte nur einen Fehler in der Bezeichnung : ich hatte die Antriebe mit integrieren Decoder mit MP 10 bezeichnet - richtig wäre DP gewesen.
@Frank #20
was können wir Dir besser erklären - bei den MP Antrieben mit zwei unabhängigen Kontakten ist EINER für die Herzstückpolarisierung, der ZWEITE für eine andere externe Beschaltung also zB Signal o.ä. - der kann aber auch zB zur Detektion der Weichenstellung verwendet werden ( da braucht man dann einen Decoder, der diese Schalterstellung detektiert) und an dem kann man dann auslesen, ob die Weiche ( bzw ganz genau der Antrieb)  auch tatsächlich gestellt hat ( das macht aber meiner Meinung nach nur für Digitalbetrieb Sinn, wo man eine solche Decoderrückmeldung im Steuerungsprogramm verarbeiten kann - also zB. Das Steuerungsprogramm sagt Weiche stellen , und der Decoder meldet zurück : Weiche ist nicht im gewünschten Sinn gestellt , dann kann man Notprogramme aktivieren, Zugfahrten stoppen o.ä.)

beste Grüße

heinz
Hallo Heinz,

nach einigen WA5 habe ich dem Joka-Servodecoder eine Chance gegeben, da dieser ein besseres Verhältnis von Preis und Bauraum zur Anzahl Antrieben hat. Leider gibt's den, wenn überhaupt, nur noch in der Bucht. Vielleicht tut es aber auch jeder andere moderne 8fach-Servo-Decoder ;- )


Außerdem benutze ich seit 15 Jahren Servos nach einer von maNNikla entwickelten Halterung, die auf Totpunkten beruht, um Servos nach dem Umschaltvorgang spannungsfrei zu halten.
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=420320#aw12

Ich habe dazu eine 3D-Halterung entworfen, die auf 5,- €-Servos passt:
https://www.thingiverse.com/thing:3335657

Die Zuverlässigkeit hängt dabei von der Servo-Marke ab. Die ganz preiswerten fallen durchaus im Betrieb mal aus. Häufig reicht es die Anschlussdrähte im Innern korrekt zu verlöten, manchmal muss man die 3-5 € einfach abschreiben. Das System des Antriebs als ganzes ist aber super stabil und unempfindlich.


VG, Steffen
Hallo Heinz,

mich würden Ursachen interessieren, die zu den beschriebenen Fehlern bei den Servos führen. Kannst du dazu etwas sagen?
Ich habe über zig Jahre alle möglichen Stellantriebe (keine Servos) verbaut. Immer mit Problemen verbunden.
Dann habe ich vor ein paar Jahren ein Modul mit Servos ausgestattet.
Nachdem das über einen längeren Zeitraum gut funktioniert hat, habe ich beschlossen, alle Module mit Servos auszurüsten.
Ich habe dann gleichzeitig auch das Gleissystem gewechselt und bin auf Peco Code 55 gegangen. Diese Aktion hat mehrere Monate in Tag- und Nachtarbeit gedauert.
Alle Weichen haben den Digitalschnitt, Herzstückpolarisierung und den Lötklecks auf den Scharnieren. Die Feder bleibt drin.
Ich habe ausschließlich nur die „Billigservos“ (über 100 Stck) verbaut. Teilweise werden die Stelldrähte über Bowdenzüge (der längste ist ungefahr 30 cm lang) herangeführt.
Ich stelle die Servos so genau wie möglich ein, mit etwas „Überdruck“. Nach dem Stellvorgang werden die Servos dann abgeschaltet.
Durch die Polarisierung (auch der Zunge durch den Lötklecks) gibt es hiermit überhaupt keine Probleme.
Ich kann mich in ca. 2 Jahren nicht daran erinnern, dass mal eine Weiche nicht richtig geschaltet hat.
Ich habe für die Servos (im 50-er Pack) einen Teststand gebaut, um sie vorher zu testen. Ein Servo, welches auch nur ansatzweise zickt, wird entsorgt. Zu meiner Überraschung habe ich von den über 100 Servos nur etwa 5 aussortiert.
Insofern interessieren mich sehr die Ursachen deiner Probleme.
Gleichzeitig wünsche ich viel Erfolg mit den neuen Antrieben. Ich weiß, wie einem das auch als den eingefleischtesten Modelleisenbahner, den Spaß verderben kann.
Ich habe zum Schluß richtige Wutanfälle bekommen, was dann zu meiner Entscheidung beigetragen hat.
Noch eine Bemerkung dazu: die ersten Tests mit den Peco-Weichen habe ich im Ursprungszustand (direkt aus der Verpackung verbaut) gemacht. Nach einiger Zeit habe ich festgestellt, dass es Kontaktprobleme zwischen der Zunge und der Wange gab. Ich habe das dann mit Tunerspray und Zahnbürste gereinigt. Das hat zwar gut geholfen, aber der Fehler ist dann doch irgendwann wieder aufgetreten.
Deshalb im Endausbau dann die komplette Digitalisierung.
Das war ein ganz hartes Stück Arbeit, aber die Belohnung empfinde ich als ein ganz großes Glück. Ich hatte noch nie eine solche betriebssichere Modellbahn.

Viele Grüße
Josef
Hi Josef

Die Servos sind halt billig und empfindlich, tun aber trotzdem ihr Ding solange mans nicht übertreibt. Insoweit fand ich, nicht nur weil die Bewegung dann nicht ruckartig erfolgt, auch wenn einige das Gegenteil behaupten, besser die Federn zu entfernen.
Zum einen muss ein Servo mit der Feder mehr druck machen, wenn diese dann rumspringt, wird der Arm wiederum mitgerissen. Das trägt sicherlich nicht dazu, das die länger leben.
Und die WA5, auch wenn die ein wenig mehr kosten, vermeiden auch schon mal den häslichen Digitalschnitt der Weichen, der ist dann nicht nötig, ganz zu schweigen das die Zungen dann direkt mit Strom versorgt werden und nicht vom Kontakt zum Gleis abhängen. Durch das automatische ausschalten während der Stellung werden auch KS vermieden.

LG ChristiaN
Hallo ChristiaN,

ich schalte die jeweils freiliegende Zunge bei der Polarisation mit einem zusätzlichen Wechsler weg (=> keine KS mehr möglich).

Viele Grüße
Josef
Hi Josef

Klar, das berechtigt aber auch gleich den ein wenig höheren Preis der WA5, ist schon alles bewährt und dabei inkl Relais.
Da diese nur zwei Weichen bedienen, muss man auch keine Litzen und Servokabel meterlang verlängern, entgegen Decodern für viele Weichen ist das schon mal den kleinen Aufpreis wert.

LG ChristiaN
Hallo ChristiaN,

ich stimme dir in der Sache zu.
Ich sehe bei mir die Summe der Aufwendungen in € (meine „Arbeit“ betrachte ich dabei nicht).
Es geht um ca. 135 Servos.
Die Servos kosten ca. 1,30 €/Stck. Für die Polarisation verwende ich bipolare Relais mit 2 Wechslern - 1,40 €/Stck.
Damit komme ich auf 2,70 € / Weiche.
Drähte müssen immer irgendwo hin, da kommt es (mir) auf ein paar verdrillte Litzen nicht an.
Kabel in jedem Querschnitt und Polzahl habe ich kilometerweise. Ich habe ein Netz von Kabelkanälen, getrennt nach Zuführung zum Gleis, Versorgungsleitungen und dann noch Signalelektronik) unter den Modulen verlegt
Die Arbeitsvorgänge sind so eingeübt, dass eine Vorbereitung der Weiche mit Anlöten der Litzen und Digitalschnitt mit der Laubsäge und zum Abschluss noch den Lötklecks setzen ca. 10 Minuten in Anspruch nimmt. Nach dem festen Einbau der Weiche dauert das Anbringen des Servos (Heisskleber), Stelldraht verlegen (mit spezieller Biegezange für Servodraht) und das Setzen der Relais (natürlich wieder Heisskleber) mit Litzen anlöten keine 15 Min. mehr.

Wenn das nicht solange schon so gut funktionieren würde, würde ich mich aber auch mit Alternativen auseinandersetzen.

Insofern komme ich auf mein Anliegen an Heinz zurück: ich wüsste gerne mehr zu den Ursachen. Ich will auch keine Ratschläge erteilen, ich wüsste es nur gerne.

Danke und viele Grüße
Josef

Hi Josef

Interessiert mich auch. Hast du keine kaputten? Und die zuckende? Mach die doch mal auf..?


LG ChristiaN


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