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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Umbau Rampe Steigung / Gleise mit Gleisüberhöhung

THEMA: Umbau Rampe Steigung / Gleise mit Gleisüberhöhung
Startbeitrag
Knallfrosch - 23.12.24 13:13
Hallo in die Runde! Da meine Züge immer länger werden, macht meine Rampe zunehmend Probleme. Eine ganze Zeit lang habe ich mich damit abgefunden, dass nicht alle Loks lange Güterzüge ohne Schleudern über die Rampe bekommen. Da ich jetzt aber Urlaub habe würde ich mich der Sache gerne annehmen. Die Steigung hat aktuelle auf etwa 2 Meter eine Steigung von 3,35 %, wäre wahrscheinlich nicht so schlimm wenn sie gleichmäßig wäre? Die Rampe beginnt unten in der Mitte ganz leicht und hat auf der Geraden eine Steigung von 2,9% in der Kurve etwa 4,1%.

Mein Lösungsansatz, ich nehme einen etwas weiteren Radius und hole mehr aus, was denn Weg nach oben etwas länger werden lässt. Aus 209 cm (3,35% Steigung) wird 231 cm (3,0% Steigung). Zusätzlich will ich die Steigung gleichmäßiger verteilen.

Ich erhoffe mir von dem weiteren Radius auch eine bessere Zugkraft der Loks und einen geringen Wiederstand der Wagen. Außerdem will ich aus Optikgründen auf dieser Seite Kurven (r = 313mm/282mm) mit Gleisüberhöhung von Kato verbauen. Vorher hatte ich Radien von 262/295mm.

Ich habe ein Bild des geänderten Gleisplanes angehängt. (Oben aktueller Stand, unten neu)

Zu meinen Fragen. Verändert Gleisüberhöhung die Zugkraft der Loks in Steigungen? Und ist die Summe an Veränderungen eine tatsächliche Verbesserung zu erwarten? Die Anlage ist an dieser Stelle bereits fertig. Gleise sind patiniert, geschottert und die Anlage begrünt. Daher würde ich den Umbau nur angehen wenn deutliche Verbesserungen zu erwarten sind.

Danke & Gruß
Samuel

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Hallo Samuel,

was heißt "Züge werden länger" ? Wie lang sind sie ?
3,35% Steigung ist schon ne ganze Menge, erst recht 4,1% in der Kurve.

Modellbahn und Vorbild haben zwar nicht gleiches Verhalten, aber doch Mal ein kleiner Vergleich zum Nachdenken:

Die schweizer Re460 (vierachsige Universallok) zieht in der Ebene mehrere tausend Tonnen. Für die Gotthard-Bergstrecke (2,7% Steigung) sind noch 650t je Lok zugelassen.

Viele Grüße, Joni
"Zu meinen Fragen. Verändert Gleisüberhöhung die Zugkraft der Loks in Steigungen?"

- ja, zumindest auf meiner Anlage

"Und ist die Summe an Veränderungen eine tatsächliche Verbesserung zu erwarten?"

- nach meiner Erfahrung eher nicht.

LG Mike
Beim Vergrößern werden die cm oben abgeschnitten, so dass ich auch mit der Angabe Rampe 2 Meter wenig anfangen kann.

Gib mal die Plattenlänge und das Gleissytem an, damit man es besser nachvollziehen kann.

Oder Sofortmaßnahme:
bei dem großen Bogen die Weichen rausmachen/verschieben und konsequent mit 1,5% bis 2% abwärts planen und notfalls rechts noch eine Kehre einplanen. Bei geschätzten 3 M Kantenlänge gibt es 4-6 cm Neigung, ausreichend damit es unten "durchgeht".
Evt. muss der SchaBA dann gespiegelt werden.

helko

Hallo Samuel,

Die wichtigste Maßnahme ist die Herabsetzung auf eine gleichmäßige Steigung. Die Rampe kann etwas steiler als die Kurven (ca 2,5%) sein. Die Überhöhung in der Kurve bringt für die Zugkraft deiner Züge nichts. Im sichtbaren Bereich deiner Anlage ist eine Kurvenüberhöhung ein Blickfang mehr nicht.

VG
Martin

Edit: Ein gerades Gleisstück in der Länge deiner längsten Lok nach einer Kurve mit 90° verbessert die Zugkraft auf der Steigung. Wie gesagt Steigungskurven sind Zugkraftfresser.

VG
Martin

Hallo Samuel,

eine Gleisüberhöhung ist nach meiner Auffassung und Erfahrung etwas für die Optik in realistisch gestalteten Bereichen mit entsprechenden (Flexgleis-)Kurvenradien.

Es gibt zwar bei den von dir geplanten Radien Kato-Gleise mit Überhöhung, aber ich würde dringend davon abraten. Vielleicht sind die Zwänge zwischen den Gleisen bei einer Überhöhung etwas geringer. Aber es besteht in engeren Radien  bei schweren Zügen bergauf die Gefahr, dass ganze Wagengruppen nach innen umkippen. Diese - eigentlich begrenzte - Gefahr würde sich durch Gleisüberhöhung erhöhen, da die zum Radius-Mitellpunkt hin wirkenden Kräfte schlechter geführt werden (und die Wagen werden quasi schon "angekippt").

Ich würde es machen wie die große Bahn auf Gebirgsstrecken: Bei schweren (Güter-)Zügen Vorspann, Doppeltraktion oder Nachschub.

Es grüßt
Karl
Also dann kamen doch ein paar Fragen auf. Ich verwende Fleischmann Gleise ohne Bettung. Die Anlage ist auf einer Fläche von 360 x 80 cm. Wobei bei der Tiefe noch etwas Spiel wäre, bis zu 95 cm. Da der Anlagenbau schon sehr weit fortgeschritten ist, sind keine grundlegenden Änderungen mehr möglich.

Zuglängen bis ein Meter sind in der Regel kein Problem, ab 110 cm oder 120 cm bekommen die ersten Lokomotiven Probleme. Generell ist die Anlage und Blöcke auf Zuglängen bis 140 cm ausgelegt. Doppeltraktion wird bereits gefahren, allerdings sieht das bei Zügen mit einem Meter Länge eher albern aus. Das kommt bei mir erst bei Längeren Zügen zum Einsatz.

Gruß
Samuel
Hallo,

....vielleicht habe ich den Gleisplan nicht verstanden: Kommt das offene Gleis aus dem Sbf?
Angenommen es wäre so  .....na dann gilt der Spruch::
"Wendeln sie noch rechts oder fahren sie schon!"

Grundsätzlich gilt für alle Rechtsbahner, wie jene in Deutschland:
Zweigleisig .....IMMER links herum die Steigung nach oben anlegen.

Alle anderen "Falschfahrer." In Europa können ihre Wendel rechts herum anlegen, sodass, das steigende Gleis immer aussen liegt.

Weiterhin wurde unlängst bei 1zu160 erarbeitet, dass sich Kurven signifikant auf die Zugkraft auswirken. Das ist auch beim Vorbild so, weshalb zB die Zwiebelzüge mit der 41er in Kurven so gefürchtet waren.

Das wäre der nächste soeben erst erarbeitete Grund:
Schwere Achsen und zwängende (klemmende) Wagen, wie Zweiachser, machen den Zug in der Kurve extrem schwer, weshalb man einerseits auf die Rolleigenschaften, aber eben auch den Achsstand achten muss.

Eine Überhöhung hat im Kurveneingang das Problem, dass man die innere Schiene des steigenden Gleises um dessen Mittelachse betrachtet, absenken MUSS!
Wem gelingt das im Nachhinein, wenn er zB ein übertünchtes Korkgleisbett hat.
Da geht baulich nichts mehr abzusenken!...und genau das ist mir passiert, als ich eine Tunnelausfahrt in der Steigung "cool" (Linkswendel 😉)... überhöhte und mich wunderte, wieso insbesondere kesselgetriebene Dampfloks im Tunnel plötzlich hängen blieben.
Ich hatte rechts aussen langsam aber sicher überhöht und damit eine saubere 1a Zusatzsteigung auf die rechte Schiene gebracht ......👉😡

Soweit mein Dreier und ein zum Nachdenken anregender Gruß
Sven



Hallo Samuel,

ich fahre auf meiner Anlage Züge bis zwei Meter länge und habe keine Steigung über 2%. Bei der von Dir angedachten Länge der Züge bis 140 cm, würde ich maximal 2,5% einplanen. Da Du schreibst, daß Du noch etwas Tiefe zur Verfügung hast, würde ich einfach eine weitere komplette Runde um die Anlage einbauen. dann kommst Du locker hin. Falls der Eingriff nicht zu stark ist.

LG Rimbert


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