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THEMA: Lackierungs- und Ausmusterungstabellen Bundesbahn und DB AG

THEMA: Lackierungs- und Ausmusterungstabellen Bundesbahn und DB AG
Startbeitrag
N-Marco99 - 22.12.24 11:23
Hallo zusammen,

schon vor einiger Zeit hatte ich in einem Winter mal eine Phase, an der ich für meine Anlage an vorbildgerechten Einsätzen sehr interessiert war. Ich hatte einige Zeitschriften studiert und war angetan von statistischen Übersichten wie zur 151 bei Peter M. Rappold: https://www.hobby-eisenbahnfotografie.de/php/ta.php?id=340

Ich nahm mir vor, ähnliche Tabellen für möglichst viele Baureihen zu erstellen und zu veröffentlichen.
Nachdem ich bald zu Stichproben überging, hatte ich von einer Veröffentlichung erst abgesehen.

Nun ist es aber so weit: Über die vergangenen Tage habe ich mich endlich rangesetzt, alle Daten anschaulich aufbereitet und mit kurzen Texten eingeordnet. Heute kann ich nun alle meine Statistiken zu ca. 50 Baureihen vollständig veröffentlichen 🥳

Vielleicht sind sie für den ein oder anderen, der nach Vorbilddaten für vorbildgerechte Einsätze sucht, hier und dort hilfreich. Ich freue mich, dass ich die Statistiken nun endlich teilen konnte und danke allen fürs Interesse!

Aufgrund der besseren Editierbarkeit der Bild-Beiträge, habe ich die erste Veröffentlichung bei DSO vorgenommen.
Ihr findet den vollständigen Beitragsbaum mit allen Diagrammen und Erläuterungen hier: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,10993404

Selbstverständlich möchte ich die Ergebnisse auch unserem Forum so gut wie möglich zugänglich machen.
Ich habe alle Diagramme und Tabellen angehängt, im Folgenden gibt es meine Erläuterungstexte dazu. Die einzelnen Übersichten platziere ich bei den jeweiligen Baureihen, die einfachen Übersichten findet ihr komprimiert in den drei ersten Anhängen.

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Dampflokomotiven – Grundlage für den Bestand Ende der 60er: https://www.dampflokomotivarchiv.de/index.php?nav=1415258&lang=1

Baureihe 001: Die klassische 01 verschwand ab 1966 kontinuierlich von den Gleisen. Letzte Exemplare hielten sich bis 1973 im Einsatz.

Baureihe 011: Der halbe Bestand der Kohle-01.10 war 1969 bereits ausgemustert. Letzte Vertreterinnen der Baureihe waren bis 1974 im Einsatz.

Baureihe 012: Die Öl-01.10 hielt sich erwartungsgemäß etwas länger in „größeren“ Stückzahlen (natürlich kein Vergleich zu den Güterzugbaureihen). Einheitlich zur 011 ist dagegen die vollständige Ausmusterung im Jahr 1974.

Baureihe 023: Die letzte gebaute Dampflokbaureihe währte nicht lange: Schon 1975 war Schluss.

Baureihe 038: Einige Exemplare des einst viel, viel umfangreicheren Bestands hielten sich lange in die Bundesbahnzeit.
Der Anteil der Tenderformen (nachvollzogen anhand historischer Fotos) der P 8 war 1966 überraschenderweise etwa gleich. Die Wannentender-Loks wurden tendenziell schneller ausgemustert, während sich 38er mit Kastentender bis 1974 hielten.

Baureihe 042: Die Öl-41 gehörte zu den Dampf-Baureihen, die am längsten unterwegs waren. Noch bis 1976 hielten sich viele, bis 1977 immerhin einzelne Exemplare im Bestand.

Baureihe 043: Den Rekord hält allerdings die Öl-44. Der halbe Bestand war bis 1977 aktiv, diese Baureihe absolvierte in jenem Jahr die letzte Dampflokfahrt der Bundesbahn.

Baureihe 044: Für viele der stückzahlenmäßig deutlich größeren Kohle-44 war einige Jahre früher Schluss, doch auch hier hielten sich einige bis 1976.

Baureihe 050: Spezielle Erhebung für meine Fleischmann 7182 mit Kabinentender. Aufgrund der sehr großen Stückzahl nur eine Annäherung, die nahelegt, dass auch die 50 zu den letzten Dampfloks auf westdeutschen Gleisen gehörte.

Baureihe 055: Schon länger bevor ich mich den Baureihen im Einzelnen beschäftigt habe, zählte ich eine Fleischmann 7155 zu meinem Bestand. Die betagte Güterzuglok lässt sich aber bis Ende der 60er noch gut vorbildgerecht einsetzen. Die Allerletzte der einst tausenden Preußischen G 8.1 hielt sich sogar bis Ende 1972. Auch hier bildet die Stichprobe nur eine sehr ungefähre Annäherung.

Baureihe 80: Nun zu den ganz Kleinen, hier wieder mit Vollerhebung und Beweis des recht frühen Einsatzendes der 80.

Baureihe 086: Die letzten Exemplare der 086 wurden Ende der 60er in größerer Zahl z-gestellt, allerletzte blieben bis 1973 im aktiven Bestand.

Baureihe 094: Ähnliches Bild bei der 094 mit größerer Ausmusterungswelle zum Ende der Dekade und letzten Einsätzen sogar bis 1974.


Elektrolokomotiven:

Baureihe 103.1: Vermutlich zum Aufatmen vieler Fotografen setzte sich orientrot bei der 103 nur zögerlich durch. Nach den ersten umlackierten Lokomotiven um 1987/1988 wird das elegante TEE-rot/beige erst 1996 als dominante Lackierungsvariante abgelöst. Bis zuletzt halten sich Vertreterinnen der BR 103 in Ursprungsfarben. Die Exoten 101 (Lufthansa), 220 (Touristik) und 233 (verkehrsrot) finden sich in den detaillierten Tabellen.

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Baureihe 110 Kasten | Stichprobe: jede 2., ungerade Nummern: Die Auslieferung geht zügig voran, 1959 sind bereits über 100 blaue Maschinen der E10 auf deutschen Gleisen unterwegs. Die Anwendung des ozeanblau/beigen Farbschemas geschieht zögerlich, aber kontinuierlich, 1986 zieht o/b mit kobaltblau gleich. In den gesamten 90er-Jahren ist o/b die dominante Lackierung, was bis zur Verbreitung des verkehrsroten Erscheinungsbildes so bleibt, orientrot setzt sich bei der Kasten-110 nie vollständig durch.

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Baureihe 110 Bügelfalte | Stichprobe: jede 2., gerade Nummern: Die ersten Bügelfalten werden im TEE-Design blau/beige der frühen 60er-Jahre ausgeliefert, schnell folgen eine Menge stahlblauer Loks sowie einzelne neu-TEE-farbene E10.12 auf die Gleise. Bei den Bügelfalten setzt sich ozeanblau/beige etwas schneller durch und dominiert bereits 1983. Das weitere Muster folgt der Kasten-110, wobei orientrot bei den Bügelfalten sogar noch ein größeres Schattendasein führt.

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Baureihe 111 | Stichprobe: jede 2., ungerade Nummern: Bis 1996 halten die Ursprungslackierungen in ozeanblau/beige und kieselgrau/orange nahezu vollständig an. Trotz einiger orientroter Maschinen rund um die Jahrtausendwende bleibt in dieser Statistik o/b bis 2001 führend, viele Einsatzbilder aus Bayern von o/b-111ern vor den neuen Doppelstockwagen belegen das. Nach 2003 präsentiert sich der Bestand sehr bald einheitlich in verkehrsrot, Mehdorn wäre stolz.

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Baureihe 112.1: Die erste gemeinsam von Bundesbahn und Reichsbahn beschaffte Lokomotivbaureihe gibt ein komplett anderes Bild als die Baureihe 120 ab: Erst ab 1993 in orientrot mit weißem Latz geliefert, war bereits in der zweiten Jahreshälfte 1999 die Mehrheit der 90 Lokomotiven in verkehrsrot lackiert, 2000 schon fast alle und bis Ende 2001 ausnahmslos alle 112er. Die einzelnen wieder in ihre Ursprungsfarbgebung zurückversetzten Lokomotiven berücksichtigt diese Statistik noch nicht.

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Baureihe 118: Eine einfache Übersicht der z-Stellungen und Umlackierungen der eleganten blauen E-Loks mit erst nennenswertem, aber dann schnellem Niedergang 1983/1984.

Baureihe 120.1: Bei der in orientrot gelieferten Serie der Baureihe 120 setzt sich verkehrsrot nur langsam durch. In der ersten Jahreshälfte 2001 fährt gerade einmal ein Viertel der Maschinen in der neuen Farbe durchs Land. 2002 ist verkehrsrot erstmals führend, mehrere orientrote Exemplare halten sich aber noch bis 2010, damit hebt sich die 120 deutlich von den damaligen Vorgaben für ein einheitlich verkehrsrotes Schema bis Ende 2003 ab. Das Schicksal der ersten Drehstromlokomotive in den Jahren um 2020 ist bekannt, mit dem Einsatz bei der DB war im Juli 2020 ziemlich plötzlich Schluss, entsprechend rapide sinkt am Ende der Einsatzbestand.

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Baureihe 140 | Stichprobe: jede 10., Ziffer 6 am Ende: Was heute der Vectron ist, waren in 70ern grüne 140er. Das Verlaufsmuster der Farbanteile ist ähnlich wie bei der 110: Mitte der 80er o/b führend, orientrot stets darunter. Immerhin hochgerechnet ca. 50-60 grüne 140er halten sich bis zur Jahrtausendwende.

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Baureihe 141 | Stichprobe: jede 5., Ziffern 2 und 7 am Ende: Mit etwas mehr Recherchearbeit verbunden und nicht immer ganz eindeutig war die Differenzierung zwischen blauer und grüner Lackierung in der Anfangszeit. Ende der 70er schon fleißig in ozeanblau/beige umlackiert, ging es ab 1979 nur noch langsam voran. Auffällig ist, dass es mit der geplanten Abstellung der 141 in den 90ern kaum mehr Neulackierungen gab und sich daher um die 100 grünen Exemplare bis Mitte der 90er hielten. Erst 1997/1998 gab es eine erste größere orientrot-Welle, auch hier wurden die anderen Lackierungsvarianten aber nie überholt.

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Baureihe 143 | Stichprobe: jede 10., Ziffer 2 am Ende: Die Varianten der 143 sind schnell erzählt: Orientrot mit Latz oder Balken war nur vereinzelt existent, die große Mehrheit der gut 600 Maschinen wechselte vom bordeauxroten direkt ins verkehrsrote Farbkleid. Eine Ausnahme bildet die schicke und frische orangene S-Bahn-Farbgebung, die ich mir bis heute sehnlichst an einer der Lokomotiven zurückwünsche.

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Baureihe 144: Ähnliches Bild beim süddeutschen Klassiker in grün: Bis 1982 nur wenige Ausmusterungen, dann war ganz schnell Schluss.

Baureihe 144.5: Auch die Exoten in Oberbayern wurden 1982 ziemlich gleichzeitig abgestellt.

Baureihe 150 | Stichprobe: jede 2., gerade Nummern: Als ich meine Erhebung zur 150 erstellt habe, kam es mir vor allem auf den Einsatz der grünen Vertreterinnen an. Anfangs mit dem gewohnten Bild unterwegs, kam am Ende die Überraschung: Viele Kornwestheimer Maschinen im hohen Nummernbereich waren bis weit in die 90er in grün unterwegs, erst mit einer größeren Ausmusterungswelle 1999 fielen viele grüne Loks weg und machen orientrot damit in dieser Stichprobe erstmals bei allen Baureihen bis hierher zur führenden Farbgebung.

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Baureihe 151: Die 151 spielt eine besondere Rolle, brachte mich doch die Übersicht zur 151 auf die Idee, selbst auch Lackierungstabellen zu erstellen. Da ich eine ozeanblau/beige 151 besitze, wollte ich es die Einsatzdauer dieser Lackierung herausfinden und tatsächlich war sie bis Ende der 90er noch sehr verbreitet.

Baureihe 155 | Stichprobe: jede 2., ungerade Nummern: Mit der ex-DR 250 begegnet uns die erste Baureihe auf dieser Seite, bei der orientrot über wenige Jahre die eindeutig führende Farbgebung war.

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Baureihe 181.2: Meine Lieblingsbaureihe, die mich mit ihrer unglaublichen Farbvielfalt begeistert und meine Darstellung ein bisschen an ihre Grenzen bringt. Kaum zu glauben, dass die 181.2 das kobaltblaue Farbschema fast verpasst hätte, für mich ist sie in dieser Farbe eine zeitlos elegante Schönheit! Alle 25 Loks wurden zwischen Ende 1974 und Mitte 1975 ausgeliefert, der Wechsel der Lackierung ereilte sie mit der Elften. Das orientrote Farbschema war bei dieser Mehrsystemlok relativ verbreitet und 1999 und 2000 sogar führend, gleichzeitig hielten sich mehrere blaue und ozeanblau/beige Loks im Einsatz.
2002 übernimmt verkehrsrot die alleinige Spitze, doch noch bis 2011 bleiben Loks aller vier Farbgebungen im aktiven IC-Einsatz an der Mosel aktiv, teils auch in farbenfrohen Doppeltraktionen. Nach der Abstellung erster Loks ab 2003 kam mit Einstellung der Mosel-ICs Ende 2014 der endgültige Niedergang der Baureihe bei der DB AG, zu diesem Zeitpunkt gab es nur noch verkehrsrote Loks – und die blaue 181 201.
Erst 2015 habe ich die Baureihe 181 für mich entdeckt – was bin ich damals in meiner Jugendzeit relativ planlos an Neckar, Rhein, Pfalz und Saar rumgereist... das Ende dieser letzten IC- und PbZ-Einsätze war spätestens 2019 besiegelt, als parallel auch die 181er aus der 2014er-Abstellungswelle verschrottet wurden.
Die überraschende Wende kam 2020 durch das Unternehmen Schlünß Eisenbahn Logistik (SEL), die mit großer Leidenschaft und Hingabe mittlerweile alle betriebsfähigen Exemplare der Baureihe 181.2 aufgearbeitet haben und in passenden historischen Lackierungen im Güterverkehr einsetzen. Diese Varianten habe ich ebenfalls in die Tabelle aufgenommen inklusive dem Hinweis auf die orientrote 181 218 aus Revisionsdaten, was für die Vollständigkeit der Lackierungen sehr zu hoffen wäre, noch kenne ich kein Foto von ihr. Kurios dabei: Eine verkehrsrote 181 würde dann nicht mehr existieren. Und kleiner Wermutstropfen für mich: Meine Lieblingslok 181 201 darf sich nicht weiter im Einsatz beweisen, sondern stand bei meinem Besuch im DB Museum Koblenz auf einem unzugänglichen Abstellgleis.

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MRCE 182: Aus meiner Kindheit in den 2000ern kenne ich noch die gelben „Dispoloks“. Doch ab wann kann die meine schwarze MRCE 182 vorbildgerecht einsetzen? Die Statistik zeigt, dass schon 2009 eine nennenswerte Zahl an Tauri in schwarz unterwegs war.

Baureihe 194: Das Deutsche Krokodil gibt ebenfalls das typische Bild der Vorkriegsbaureihen ab: Hier sogar bis 1986 stabiler Bestand, dann sehr schnelle Ausmusterung.


Diesellokomotiven:

Baureihe 211 | Stichprobe: jede 5., Ziffern 4 und 9 am Ende: Nach ersten Prototypen geht es mit der Auslieferung der ersten V 100-Serie im Jahr 1962 schnell voran. Die ozeanblau/beige Lackierung, die mir an den Dieselloks mit dem hohen Blauanteil recht gut gefällt, zieht 1982 mit purpurrot gleich, orientrote Maschinen gibt es von der 211 kaum.

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Baureihe 212 | Stichprobe: jede 5., Ziffern 4 und 9 am Ende: Anders bei der längen im Einsatz stehenden zweiten V 100-Serie. Die Entwicklung von o/b vollzieht sich hier ähnlich wie bei der 211, wird jedoch 1996 von orientrot eingeholt, das ab Anfang der 90er in größerer Zahl an den 212 angewendet wird. Trotz der baldigen Abstellung erhalten ca. 110 Maschinen noch die verkehrsrote Farbgebung.

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Baureihe 215 | Stichprobe: jede 2., gerade Nummern: Bis jetzt die Bundesbahn-Baureihe mit dem höchsten orientrot-Anteil, bereits ab 1994 führend. Abgesehen von Einzelexemplaren ab 2003 einheitlich verkehrsrot.

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Baureihe 218 | Stichprobe: jede 5., Ziffern 1 und 6 am Ende: Besonderheit des Klassikers: Durch die Auslieferung der letzten Bauserien in ozeanblau/beige bereits ab Mitte der 70er hoher o/b-Anteil, dennoch aufgrund der zögerlichen Umlackierung der purpurroten Exemplare erst 1986/87 führend. Ab 1989 vermehrte Anwendung von orientrot, Ende der 90er sehr dominant. Ab 2001 verkehrsrot als führende Farbgebung.

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Baureihe V 200.0 / 220: Ziemlich eintönige Vorstellung oder lieber sollte man sagen: Die zeitlose Eleganz bestens bewahrt. Nur drei Maschinen fielen in den ozeanblau/beigen Farbtopf.

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Baureihe V 200.1 / 221: Das sah bei der zweitem Bauserie anders aus – schon 1977 waren zwölf 221er so lackiert wie in Seehofers Modellbahnkeller, in den 1980ern war ozeanblau/beige dann eindeutig dominant, bevor es wie parallel auch mit dem Deutschen Krokodil in den Jahren 1987/1988 rapide bergab ging und die Baureihe bei der Bundesbahn vollständig ausgemustert wurde.

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Baureihe 232 | Stichprobe: jede 10., Ziffer 3 am Ende: Bei der Ludmilla findet orientrot mit Lätzchen dagegen kaum Anwendung und zur Jahrtausendwende gehen Farbvarianten im DR-Stil direkt in verkehrsrote über.

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Baureihe 236: Eine Zeit lang hatten mich auch die V 36 und ihre Einsätze zur Bundesbahnzeit einmal sehr fasziniert. In der Endphase noch im Rangierbetrieb eingesetzt, ging auch diese Phase mit Ausmusterungen ab 1977, spätestens aber im Jahr 1981 zu Ende.

Baureihe 280: Die Geschichte der frühen Diesellokbaureihe ist schnell erzählt: Die Einsätze, damals vom Bw Bamberg aus, endeten geschlossen um den Jahreswechsel 1977/1978.

Baureihe 290 und alle Varianten: Nun zu der Baureihe, mit der ich die Statistik damals begonnen hatte, alle Varianten der V90, hier inklusive der historischen Privatbahnlackierungen in neuerer Zeit. Nach dieser Auflistung habe ich bei größeren Stückzahlen dann nur noch jede zweite Lok erhoben. Die V 90 ist aber vollständig und die vier Lackierungsvarianten bringen mein Diagrammlayout doch an seine Grenzen. Fazit: Nach der Auslieferung in purpurrot über einen längeren Zeitraum setzt sich o/b nur zögerlich durch und übertrifft erst 1988 die purpurrote Lackierung, zu dieser Zeit ist mit 290 365 schon das erste orientrote Exemplar unterwegs. Für drei Jahre (1997-1999) wird diese Lackierungsvariante sogar dominant sein, ungewöhnlich für eine Güterzuglokbaureihe. Bis 2002 halten sich noch einige orientrote Loks, ab 2003 ist eindeutig verkehrsrot vorherrschend mit Ausnahme der dauerhaft purpurroten 290 371.

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Baureihe 332 | Stichprobe: jede 5., Ziffern 2 und 7 am Ende: Die älteren Vertreterinnen der Köf III folgen ebenfalls dem gewohnten Schema mit zögerlicher o/b-Umlackierung und erst recht zögerlicher orientrot-Lackierung. Besonderheit: Durch die zeitnahe Ausmusterung kam verkehrsrot bei den von mir erhobenen Maschinen der Baureihe 332 nicht mehr zur Anwendung.

Baureihe 360ff. | Stichprobe: jede 10., Ziffer 6 am Ende: Etwas zügiger als andere wurden die V 60 / 260 / 360 und Artverwandte in ozeanblau/beige umlackiert, in meiner Stichprobe taucht schon 1989 kein altrotes Exemplar mehr auf. Auch orientrot setzt sich deutlich durch und hält sich lange, noch bis 2003 etwa gleich auf mit verkehrsrot, das wiederum ab 2005 stark dominiert und damit erst etwas später als bei anderen Baureihen.

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Elektrotriebwagen:

Baureihe 420 | Sondererhebung für München: Da ich im Modell einen blauen 420 besitze, hat mich hier die Verteilung bei den Münchner Fahrzeugen bis zum Münchner Einsatzende 2004 interessiert. GR steht für Ganzreklame, was auch die hellblauen Flughafenzüge umfasst.

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Baureihe 485: Der kleine Elektrotriebwagen hielt sich erstaunlich lange bei der Bundesbahn und hatte seine letzte Hochburg bis Ende der 70er beim Bw Freiburg.


Akkutriebwagen:

Baureihe 515: Nun zu den Akkutriebwagen und dem Einsatz der purpurroten 515. Wie genau die ungerade Stichprobe zustandekam, kann ich mir nicht mehr genau erklären, der Verlauf zeigt jedoch einen recht kontinuierlichen Übergang bei Neulackierungen in ozeanblau/beige und Abstellungen auf etwa den halben Bestand bis 1981/1982. Ein deutlicher Niedergang ist nach 1985 zu verzeichnen.

Baureihe ETA 177 / 178 / 180: Eine besondere Faszination löste das Entdecken der urigen Akkutriebwagen bei mir aus und die Recherche fand in der Hoffnung statt, sie noch vorbildgerecht in meinen 60er-Jahre-Fuhrpark integrieren zu können. Und tatsächlich hielten sich letzte Exemplare so lange, Beweisfotos finden sich unter anderem vom Entenfänger Duisburg 1961 und im Bauzugdienst 1963.


Dieseltriebwagen:

Baureihe 610: Nun zu den Triebwagen – der einzig wahre Pendolino ist in frischem Mintgrün bekannt, über seine gesamte kurze Einsatzzeit war letztendlich aber sogar verkehrsrot die dominante Farbgebung beim 610. Als letzter mintgrüner Vertreter wurde 610 004 im September 2001 umlackiert. Dennoch bleibt das Erscheinungsbild des Pendolino in Produktfarben natürlich ein Sinnbild für den hoffnungsvollen Start des RSB-Netzes mit Neigetechnik und Flügelkonzept Anfang der 90er-Jahre in Franken und der Oberpfalz.

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Baureihe 612 / 613: Der „erste“ 612 und der verwandte 613 hielten sich bis 1980 konstant, die Ausmusterung wurde schließlich bis 1985 vollzogen.

Baureihe 614 | Sondererhebung für Nürnberg: Auch wenn ich hier nur die ungeraden Nummern erhoben habe, sollte sich das durch die zwei Triebfahrzeuge pro Einheit mit dem Einsatzbestand weitgehend decken. Mit der Erhebung wollte ich herausfinden, wie lange ich meinen kieselgrau/orangen 614 vorbildgerecht einsetzen kann (abgesehen vom Exoten 614 005/006). Erfreuliches Ergebnis: Bis 1998 blieben die ursprünglichen Popfarben führende Lackierung der Nürnberger 614. Eine mintgrüne Welle gab es nochmal 1996/1997, bevor sich schnell verkehrsrot durchsetzte.

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Baureihe 628.0: Die Farbgeschichte des Prototypen ist schnell erzählt: Lediglich die Einheiten 004, 008 und 021 werden in mintgrün umlackiert, verkehrsrot gibt es beim 628.0 nie.

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Baureihe 628.2 | Stichprobe: jede 2., ungerade Nummern: Bei der ersten Serie des 628 setzt sich verkehrsrot relativ zögerlich und erst verstärkt ab 2001, dann aber bis 2003 schnell durch.

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Baureihe 628.4 | Stichprobe: jede 2., ungerade Nummern: Die zweite Serie des 628 wird knapp noch vollständig in mintgrün ausgeliefert und präsentiert sich bis Ende 2003 einheitlich verkehrsrot.

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Baureihe 798: Die Stichprobe sollte ein Gefühl dafür geben, wie lange die Uerdinger Schienenbusse in purpurrot unterwegs waren, das heißt alle Umlackierungen und z-Stellungen wurden herausgerechnet.
Das Ergebnis zeigt, dass sich nach einer ersten Ausmusterungswelle um 1983/84 dann wiederum viele Exemplare bis Anfang der 90er hielten, die letzten Einsätze fanden Ende der 90er von Tübingen aus statt.


Beste Grüße
Marco

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Hallo Marco,

eine unglaubliche Arbeit, die du gemacht hast!

Die Ergebnisse finde ich sehr interessant. Aber sie sind teilweise auch sehr komplex, so dass ein Nachvollzug Ruhe und Zeit braucht - und nur in Portionen wirklich funktionieren kann

Hilfreich wäre es, wenn man nicht ständig zwischen Text und Abbildungen hin- und herspringen müsste.
Manche Grafiken sind einigermaßen selbsterklärend, obwohl eine Legende wünschenswert wäre.
Aber bei vielen Übersichten fehlen mir Grundinformationen (zentral: welche Baureihe?).
Aber das sind Kleinigkeiten gegenüber dem von dir Geleisteten!

Danke fürs teilen!

Gruß
Karl



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