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THEMA: Doppeltraktion schädlich für Decoder?

THEMA: Doppeltraktion schädlich für Decoder?
Startbeitrag
Birdman - 17.12.24 22:42
Hallo zusammen,

letztens kam in einem Gespräch beim Händler das Thema Doppeltraktion auf. Dabei wurde die Meinung geäußert, dies könne im schlimmsten Fall  die Decoder schädigen? Stimmt das? Auch wenn man die Loks vorher einmisst und die Geschwindigkeitsstufen anpasst ( wie z. B. bei der Z21 möglich)?

VG Martin

Genauso gefährlich wie drop bears in Australien.
Sagen meine australiensischen Freunde.

Gruß,
Harald.
Hallo Martin,
eine falsch eingemessene Lok in einer Doppeltraktion kann die Haftreifen verlieren, weil sie z.B. versucht den Zugverband zu schieben, während die andere Lok bremsen möchte. oder umgekehrt!
Wenn ich an einen ICE mit zwei Antriebsköpfe denke, könnten auch die dazwischen liegenden Wagen umkippen.
Aber da musst du schon große Probleme/Fehler mit der Einmessung haben.
VG
Günter
Hi Martin,

die US-Modellbahner fahren seit Ewigkeiten mit Mehrfachtraktionen, teils auch mit Loks an beiden Enden. Die Loks müssen nur gut synchronisiert sein.

Gruß
Gerald
Moin,

Da bin ich froh, dass ich die Probleme im Analogbetrieb nicht habe.

Aber bitte was soll denn dem Dekoder passieren, wenn die Lok mehr Leistung braucht, weil sie gegen eine andere arbeitet? Wenn ich lange Züge fahre, hab ich doch auch mehr Leistung. Und dann noch einen langen Zug die Steigung rauf... Ist das auch alles schädlich für den Dekoder?

Mit erschließt sich echt die Logik hinter der Behauptung nicht.

Das schöne im Analogbetrieb ist, daß ohne Lastregelung sich ohne Theater eine entsprechende Lastverteilung zwischen den Loks einstellt, wenn nicht die Geschwindigkeiten beider Loks zu weit auseinander liegen.

Und ich dachte bisher, die Dekoder hätten einen Überlastschutz. Ist das nicht so, dass die Loks dann stehen bleiben und die Beleuchtung blinkt?

Gruß
Klaus
Hallo

Bei mir fahren 7 unveränderliche Doppeltraktionen, jeweils verschiedener Loks, digital miteinander. Das minimiert Steigungs- und Kontaktprobleme. Noch nie hat das Umstände bereitet! Selbst Loks mit Zimo und D&H Decoder laufen zusammen. Ich verwende im Decoder eine Geschwindigkeitsgerade. Die Abstimmung untereinander erfolgt nur über die Maximalgeschwindigkeit und da braucht man auch nicht so genau zu sein. Wenn es zur Entkopplung der Loks kommt, muss die Hintere etwas langsamer eingestellt werden.

Gruß von Aron
Hallo Klaus,

Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name:

Das schöne im Analogbetrieb ist, daß ohne Lastregelung sich ohne Theater eine entsprechende Lastverteilung zwischen den Loks einstellt, wenn nicht die Geschwindigkeiten beider Loks zu weit auseinander liegen


ohohohohoho.
und genau hier kommst du mit digital weiter als in analog. Einem Decoder kann ich über den P I und K Regler noch sagen wie "hart" er die am Regler eingestellte Fahrstufe auch wirklich versuchen soll zu erreichen. Laufen die Loks getrennt unterschiedlich so nehmen sie gekoppelt dann aufeinander Rücksicht. Mach das mal bei analog....Bin gespannt.
Und jetzt bitte kein Analog-Digital-Bashing. Jeder weiß, was er an seiner Betriebsart schätzt.

Mir ist übrigens auch bei gravierend unterschiedlich eingestellten Triebköpfen noch nie ein ICE-Wagen aus dem Gleis geflogen.....eher bremst die stehende Lok einfach die langsamere aus und es geht nicht recht vorwärts. Für die Decoder sähe ich da aber eher kein Problem. Die müssen eben etwas mehr nachregeln. Aber dafür haben wir sie ja (auch).

Soweit meine Erfahrungen.
Gruß, Felix B.
Hallo zusammen,

Danke für Eure Meinungen und Erfahrungen! Ich hatte mich auch etwas über diese Aussage gewundert,  aber man weiß ja nie.

VG Martin
Falls Du an eine dauerhafte Doppeltraktion denkst, dann kannst Du eine Lok mit Radsätzen ohne Haftreifen bestücken. Es sei denn Du brauchst die ganze Zugkraft für die schwere Last.

Olaf
Hallo Martin!

Das mit dem Decoderschaden halte ich für ein Märchen. Ich betreibe mehrere Triebwagen/-züge mit Motorwagen an beiden Enden, und das in verschiedenen Varianten: ganz ohne Haftreifen, Haftreifen nur in einem Triebkopf, Haftreifen in beiden Triebköpfen. Alles funktioniert.

Ich praktiziere in solchen Fällen eine besondere Art des "Einmessens": Ich lasse die beiden Motorwagen (die dieselbe Adresse haben) ungekuppelt auf demselben Gleis fahren. Dabei stelle ich die Höchstgeschwindigkeit so ein, daß die Motorwagen in konstantem Abstand oder mit nur minimalen Veränderungen fahren. Gerade Decoder mit einer hohen Zahl an einstellbaren Stufen sind dafür sehr vorteilhaft. So hat z. B. bei meinem ICE 1 ein Triebkopf die Höchstgeschwindigkeitsstufe 107, der andere 108.

Auch Doppeltraktionen mit zwei Triebwagen (beide mit Haftreifen) bereite ich auf diese Weise vor. Das funktioniert problemlos und natürlich ohne Decoderschaden.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Elmar,

in der Z21-App gibt es dafür eine eigene Funktion, bei der man die beiden Modelle bei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen im Kreis fahren lässt und jeweils die Zeiten einträgt. Ich gehe mal davon aus, dass das Steuergerät anschließend die Differenzen automatisch ausgleicht.

VG Martin
Hallo Martin!

Das klingt interessant. Ich habe die Z21 nicht, deshalb kann ich dazu nichts Detailliertes beitragen. Aber vielleicht kannst Du das mal testen und uns berichten.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo,
Auch ich habe noch keine Auffälligkeiten weder im Analog, noch im digital Betrieb feststellen können. Meine beiden 1012er ziehen trotz  leichtem Geschwindigkeitsunterschied ihren Zug ohne rucken und zucken.
Grundsätzlich bin ich Analog unterwegs. Nur zu Ausstellungen wird digital gefahren. Beide Maschinen sind auf die gleiche Adtesse programmiert. Geht es eigentlich auch mit unterschiedlichen Adressen die gleichzeitig angesteuert werden?
https://youtu.be/U-DaVRG6aco?si=n1guDfODAq9MjWKy

Gruß aus Berlin

Ralf
Hallo Elmar,

ich hatte das schon mal getestet, ging leider schief, was aber nicht an der Z21 lag.

Ich habe es mit zwei Hobbytrain Vectrons eingemessen und in die App eingegeben. Bei der ersten Testfahrt hat die hintere Lok die vordere - natürlich an der unzugänglichsten Stelle - aus der Kurve geschoben. Letztendlich lag es aber an einem Defekt an einer der beiden Loks, die bei näherer Begutachtung bei mittleren Geschwindigkeiten ständig ruckelte (gab auch eine Thread hier dazu), also auch ohne Doppeltraktion. Die Lok ist jetzt wahrscheinlich bis Weihnachten (Jahr schreibe ich nicht dazu!) bei Lemke.

Ich werde es aber die Tage nochmal mit zwei BR 216 von Piko testen und dann berichten. Hierzu wollte ich halt vorher die Meinungen zu Doppeltraktionen einholen.

VG Martin
Hallo Ralf,
Doppeltraktion mit verschiedenen Adressen geht problemlos. Entweder muss es die Zentrale unterstützen, mit Lenz z.B. ist das möglich. Unabhängig von der Zentrale leistet das auch der Traincontroller. Die Triebfahrzeuge müssen beim TC sowieso eingemessen werden und dann können die Geschwindigkeitskurven auch verschieden sein.
Viele Grüße nach Berlin
Friedhelm
Hallo Zusammen,
...jeder Zug der Bergauf muss, hat auch eine Bergabfahrt.  
Insofern werden die Loks mechanisch verzögert und dann wieder abgeschoben. Das gleicht der lastgeregelte Decoder aus, wobei sich im Getriebe trotzdem schon einiges abspielt  Der Motor wird heruntergeregelt und die Ritzel drücken gegen die Schnecke.
Bei Analogbetrieb bekommt der Motor sogar noch etwas Freilauf, während er in der Steigung einbricht, weil nicht der Strom., sondern die Spannung vorenthalten wird. Er wird warm.

Insofern steigt natürlich der Verschleiß, denn es wird da gedrängelt oder gewürgt und Ritzel KÖNNTEN reißen, Labberige Kohlehalterungen schmelzen, Komutatoren auslöten usw.

Dass also NICHTS passiert, kann man so nicht sagen. Ungeregelte Doppeltraktion dürfte immer etwas mehr Verschleiß bringen, statt am Berg, dann eben in der Geraden....
Nur vom Grundsatz her ist es natürluch Quatsch, pauschal zu sagen Doppeltraktion wäre schädlich. Höchstens eben für die Lok, nIcht aber den Decoder.

denkt grüssend Sven
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Nur vom Grundsatz her ist es natürluch Quatsch, pauschal zu sagen Doppeltraktion wäre schädlich.


Die Aussage kam wohl ursprünglich von einem Hersteller. Welcher das war, entzieht sich meiner Kenntnis.

VG Martin
Martin,
...vielleicht meinte der Händler, dass damit die Möglichkeit bestünde, das dann unter Belastung und im, Wechselspiel unterschiedlicher Fabrikate und Motoren eher mal die Polyswitches auslösen.
Das wäre bei Piko ausgeschlossen, weil die keine einbauen.
Dann erwischt es den Decoder sofort.. Korrekt!
Gruß Sven

Moin,

eine Trix 185er habe ich schon mal in einer Doppeltraktion gekillt, aber ich denke, dass das am überbrückten Polyswitch lag und der Motor schon vorher einen weg hatte. Ich lasse die Loks der DoTra immer ungekuppelt hintereinander her fahren zum Testen, dann kann man schon sehen, ob die einigermaßen gleich laufen. Dekoder benutze ich DH linear eingestellt und nach möglichkeit die Schnellere nach vorne. Digital wird über RocRail gekuppelt, denn dann ist die Adresse egal. 9 MintDostos im 218er Sandwich waren auch kein Problem. Ab und zu fühlen kann aber nicht schaden.

Gruß, Andreas
Hallo,

ich hatte zwei Fleischmann 218 (724221) für je einen Hunni gekauft, zwei MU next 18 Decoder reingesteckt, beiden die gleichen CV verpasst und Verbundadresse eingestellt. Sie ziehen bzw. schieben 20 Fleischmann OOt 50 stundenlang, auch über 2,5% Steigung. Schön auch dass die Schublok mit Schlussignal und Abblendlicht fährt. Keine Probleme.

Viele Grüße
Nimmersatt
Hallo Ralf, #12

"Geht es eigentlich auch mit unterschiedlichen Adressen die gleichzeitig angesteuert werden?"

geht z.B. mit der Z21 App. Da gibt es die Möglichkeit die verschiedenen Loks einem Zug zuzuordnen. Kann ich Dir am nächsten Stammtisch mal zeigen. Ich nutze es z.B. für meine US-Loks.
Gruß Micha
Was bewirkt eigentlich die Doppeltraktion bei der IB II? Werden da lediglich 2 Loks auf einen Regler geschaltet?
Hallo,

seit vielen Jahren fahre ich Doppeltraktion oder mit Schublok - einen Einfluss auf den Decoder kann ich nicht erkennen und könnte ich mir technisch auch nicht erklären. Wenn, dann geht wie schon geschhrieben auf das Getriebe oder die Haftreifen. Eine Lok ohne Haftreifen, dann passiert nichts.

Ich fahre mit der Software ModellStw. Alle Loks sind eingemessen, d.h. die Software stellt die Geschwindigkeit ein und wählt dazu die passende Fahrstufe je Lok, damit sind selbst Loks mit unterschiedlichem Fahrverhalten gut in Traktion möglich.

Ich habe das sogar ausführlich auf der alten Anlage probiert, um den Streckenverlauf zu testen. Das klappte im Sandwich, obwohl aus heutiger Sicht Streckenverlauf, Steigung und Radien extrem abenteuerlich sind.

https://www.youtube.com/watch?v=svtc_zMwmU0

Viele Grüße,

Simon




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