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THEMA: Sperrsignal bei Kopfbahnhof?
THEMA: Sperrsignal bei Kopfbahnhof?
Birdman - 16.12.24 08:39
Hallo zusammen,
ich weiß, Signale sind ein hier schon ausführlich behandeltes Thema und ich habe mir auch schon diverse Anleitungen zum Thema Signale durchgelesen, bin aber leider bezüglich meiner Frage immer noch nicht schlauer.
Ich habe eine eingleisige Nebenbahnstrecke, die sich am Ende in zwei Bahnhofsgleise teilt, die beide dort enden (Kopfbahnhof). Für die Ausfahrt habe ich je Gleis ein Formsignal aufgestellt. Jetzt frage ich mich, ob ich an der Stelle für die Einfahrt jeweils auch ein Gleissperrsignal aufstellen kann, was die Einfahrt bei belegtem Gleis untersagt?
Auf meiner Anlage geht es nicht 100%ig vorbildgerecht zu. Trotzdem würde ich die Sperrsignale weglassen, wenn es völliger Blödsinn wäre. Vorhanden sind sie schon, das ist also kein Hinderungsgrund zum Aufstellen.
VG Martin
ich weiß, Signale sind ein hier schon ausführlich behandeltes Thema und ich habe mir auch schon diverse Anleitungen zum Thema Signale durchgelesen, bin aber leider bezüglich meiner Frage immer noch nicht schlauer.
Ich habe eine eingleisige Nebenbahnstrecke, die sich am Ende in zwei Bahnhofsgleise teilt, die beide dort enden (Kopfbahnhof). Für die Ausfahrt habe ich je Gleis ein Formsignal aufgestellt. Jetzt frage ich mich, ob ich an der Stelle für die Einfahrt jeweils auch ein Gleissperrsignal aufstellen kann, was die Einfahrt bei belegtem Gleis untersagt?
Auf meiner Anlage geht es nicht 100%ig vorbildgerecht zu. Trotzdem würde ich die Sperrsignale weglassen, wenn es völliger Blödsinn wäre. Vorhanden sind sie schon, das ist also kein Hinderungsgrund zum Aufstellen.
VG Martin
spur.n.bahner - 16.12.24 08:57
Moin Martin,
nach meinem Verständnis sind Sperrsignale, oder besser Schutzsignale, für Rangierfahrten da und nicht für Zugfahrten. Sperrsignale werden üblicherweise auch nur in Richtung der Ausfahrt aufgestellt. Anders bei reinen Güterbahnhofen, die nur über Rangierfahrten bedient werden.
Als Esig müsstest Du also eine Form- oder Lichtsignal aufstellen. Alternativ müsste eigentlich auch eine Trapeztafel reichen.
Als Asig kann auch ein Gruppenausfahrsignal aufgestellt werden plus Schutzsignal je Gleis.
Gruß
Jürgen
nach meinem Verständnis sind Sperrsignale, oder besser Schutzsignale, für Rangierfahrten da und nicht für Zugfahrten. Sperrsignale werden üblicherweise auch nur in Richtung der Ausfahrt aufgestellt. Anders bei reinen Güterbahnhofen, die nur über Rangierfahrten bedient werden.
Als Esig müsstest Du also eine Form- oder Lichtsignal aufstellen. Alternativ müsste eigentlich auch eine Trapeztafel reichen.
Als Asig kann auch ein Gruppenausfahrsignal aufgestellt werden plus Schutzsignal je Gleis.
Gruß
Jürgen
Hallo Martin,
für eine Nebenbahn in Deutschland reicht eine Trapeztafel aus:
http://tf-ausbildung.de/SignalbuchOnline/ne1.htm
Grüße
Markus
für eine Nebenbahn in Deutschland reicht eine Trapeztafel aus:
http://tf-ausbildung.de/SignalbuchOnline/ne1.htm
Grüße
Markus
Hallo Martin!
Mit "Formsignal" für die Ausfahrt meinst Du vermutlich Hauptsignale. Die sind Deinen Ausführungen zufolge richtig aufgestellt. Für die Einfahrt in den Bahnhof ist ebenfalls ein Hauptsignal erforderlich, und zwar eins, das nur Hp2 zeigt. Denn in Kopfbahnhöfe darf nur langsam eingefahren werden. Früher waren es mal 30 km/h, ich weiß nicht, ob es heute anders ist.
Das Einfahrsignal steht an der Strecke in einem gewissen Abstand vor der ersten Weiche. Soll auch auf das Streckengleis rangiert werden, muß der Abstand so groß sein, daß auch die längste Rangiereinheit zwischen der Weiche und dem Einfahrsignal Platz hat.
Es gab zumindest in den 70er Jahren Bahnhöfe mit Formsignalen, in denen es ausschließlich Hauptsignale gab und keinerlei Sperrsignale. Für Rangierfahrten winkte der Fahrdienstleiter vom Stellwerk aus mit dem Arm, bei Dunkelheit mit einer Lampe. Ich habe solche Aktionen in meiner Studienzeit häufig im Bahnhof Bodenfelde beobachtet.
Herzliche Grüße
Elmar
Mit "Formsignal" für die Ausfahrt meinst Du vermutlich Hauptsignale. Die sind Deinen Ausführungen zufolge richtig aufgestellt. Für die Einfahrt in den Bahnhof ist ebenfalls ein Hauptsignal erforderlich, und zwar eins, das nur Hp2 zeigt. Denn in Kopfbahnhöfe darf nur langsam eingefahren werden. Früher waren es mal 30 km/h, ich weiß nicht, ob es heute anders ist.
Das Einfahrsignal steht an der Strecke in einem gewissen Abstand vor der ersten Weiche. Soll auch auf das Streckengleis rangiert werden, muß der Abstand so groß sein, daß auch die längste Rangiereinheit zwischen der Weiche und dem Einfahrsignal Platz hat.
Es gab zumindest in den 70er Jahren Bahnhöfe mit Formsignalen, in denen es ausschließlich Hauptsignale gab und keinerlei Sperrsignale. Für Rangierfahrten winkte der Fahrdienstleiter vom Stellwerk aus mit dem Arm, bei Dunkelheit mit einer Lampe. Ich habe solche Aktionen in meiner Studienzeit häufig im Bahnhof Bodenfelde beobachtet.
Herzliche Grüße
Elmar
spur.n.bahner - 16.12.24 09:06
Hallo Elmar,
ja, in Kopfbahnhöfe wird nur mit 30 km/h eingefahren. Die Kombination mit Zs 3 und einer 3 habe ich auch schon in Verbindung mit Hauptsignalen als Esig geshen.
Gruß
Jürgen
ja, in Kopfbahnhöfe wird nur mit 30 km/h eingefahren. Die Kombination mit Zs 3 und einer 3 habe ich auch schon in Verbindung mit Hauptsignalen als Esig geshen.
Gruß
Jürgen
Ralf aus Berlin - 16.12.24 09:06
Hallo Martin,
Sperrsignale kannst du weglassen. Viel wichtiger ist das Einfahrtsignal. Das wird nur auf Fahrt gestellt wenn der Fahrweg auch wirklich frei ist. Sperrsignal wäre da doppelt gemoppelt.
Gruß aus Berlin
Ralf
Sperrsignale kannst du weglassen. Viel wichtiger ist das Einfahrtsignal. Das wird nur auf Fahrt gestellt wenn der Fahrweg auch wirklich frei ist. Sperrsignal wäre da doppelt gemoppelt.
Gruß aus Berlin
Ralf
Danke schon mal für die Hinweise! Beim Einfahrsignal bin ich etwas unsicher, da es auf der eingleisigen Nebenstrecke eigentlich wenig Sinn ergibt, mal abgesehen von Hp2 wegen der Langsamfahrt. Denn die Einfahrt muss schon auf der Hauptstrecke geregelt werden. Bei der Anfahrt über die eingleisige Strecke gibt es keine Ausweichmöglichkeit, sind beide Kopfgleise belegt, müsste der Zug zurückfahren.
Mir ging es bei den Sperrsignalen eher um die Gleisauswahl, fährt der einfahrende Zug aufs rechte oder linke Gleis. Wie gesagt, die beiden Sperrsignale habe ich mehr oder weniger übrig.
Mir ging es bei den Sperrsignalen eher um die Gleisauswahl, fährt der einfahrende Zug aufs rechte oder linke Gleis. Wie gesagt, die beiden Sperrsignale habe ich mehr oder weniger übrig.
spur.n.bahner - 16.12.24 09:30
Hallo Martin,
dann stell die beiden Schutzsignale doch in Ausfahrtrichtung auf. Dann kannst Du auch mit Rangierfahrten ausfahren und ins andere Gleis umsetzen. Dann stellst Du noch die Ra 10 Tafel (Halt für Rangierfahrten) links so auf, dass Du bis zum Esig noch einen Durchrutschweg hast.
Gruß
Jürgen
dann stell die beiden Schutzsignale doch in Ausfahrtrichtung auf. Dann kannst Du auch mit Rangierfahrten ausfahren und ins andere Gleis umsetzen. Dann stellst Du noch die Ra 10 Tafel (Halt für Rangierfahrten) links so auf, dass Du bis zum Esig noch einen Durchrutschweg hast.
Gruß
Jürgen
Hallo Martin,
das ist die Aufgabe des Fahrdienstleiters, der den Bahnhof überwacht. Wenn der Bahnhof aufgrund der Belegung keinen Zug aufnehmen kann, darf der Fahrdienstleiter
auch keinen weiteren annehmen, Es ist ja im Vorbild nicht so, daß überraschend ein Zug ankommt. Der Fahrdienstleiter im nächsten Abschnitt darf den Zug nicht auf die Strecke schicken, wenn er nicht das Ok des Fahrdienstleiters Deines Endbahnhofs bekommen hat.
Klaus
das ist die Aufgabe des Fahrdienstleiters, der den Bahnhof überwacht. Wenn der Bahnhof aufgrund der Belegung keinen Zug aufnehmen kann, darf der Fahrdienstleiter
auch keinen weiteren annehmen, Es ist ja im Vorbild nicht so, daß überraschend ein Zug ankommt. Der Fahrdienstleiter im nächsten Abschnitt darf den Zug nicht auf die Strecke schicken, wenn er nicht das Ok des Fahrdienstleiters Deines Endbahnhofs bekommen hat.
Klaus
Hallo Jürgen,
gute Idee!
VG Martin
gute Idee!
VG Martin
Hallo Martin!Stimmt nicht ganz. Denn während der Zug vom Nachbarbahnhof unterwegs ist, könnte durchaus noch eine Lok auf dem Streckengleis rangieren. Die wird durch das Einfahrsignal geschützt.
Hier in Emden kann man so etwas regelmäßig beobachten. Der Hauptbahnhof mündet auf der Nordseite in eine eingleisige Strecke. Der nächste Ausweichbahnhof, Abelitz, ist ca. 10 Minuten entfernt. Da kommt es durchaus vor, daß ein Zug noch in eine Abstellgruppe rangiert wird, während der Zug in Richtung Emden schon auf der Strecke ist. Es kommt gar nicht so selten vor, daß der Zug sogar vor dem Einfahrsignal anhalten muß, weil die Rangierfahrt noch nicht abgeräumt ist. Das ergibt dann mal wieder eine kleine Verspätung.
Weil an der Nordseite des Emder Bahnhofs auch komplette Züge rangiert werden, steht das Einfahrsignal einige hundert Meter vor der ersten Weiche.
Herzliche Grüße
Elmar
Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: Birdman
Denn die Einfahrt muss schon auf der Hauptstrecke geregelt werden.
Hier in Emden kann man so etwas regelmäßig beobachten. Der Hauptbahnhof mündet auf der Nordseite in eine eingleisige Strecke. Der nächste Ausweichbahnhof, Abelitz, ist ca. 10 Minuten entfernt. Da kommt es durchaus vor, daß ein Zug noch in eine Abstellgruppe rangiert wird, während der Zug in Richtung Emden schon auf der Strecke ist. Es kommt gar nicht so selten vor, daß der Zug sogar vor dem Einfahrsignal anhalten muß, weil die Rangierfahrt noch nicht abgeräumt ist. Das ergibt dann mal wieder eine kleine Verspätung.
Weil an der Nordseite des Emder Bahnhofs auch komplette Züge rangiert werden, steht das Einfahrsignal einige hundert Meter vor der ersten Weiche.
Herzliche Grüße
Elmar
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Denn während der Zug vom Nachbarbahnhof unterwegs ist, könnte durchaus noch eine Lok auf dem Streckengleis rangieren. Die wird durch das Einfahrsignal geschützt.
Guter Punkt! Ich sehe schon, ein Einfahrsignal wäre doch nicht verkehrt. Muss mir nur noch überlegen, wie ich das empfindliche Viessmann-Signal dann schütze, da die Einfahrtstrecke genau auf meinem abnehmbaren Teilstück liegt. Das muss ich herausnehmen, wenn ich mal hinter die Anlage muss (steht auf Rollen).
VG Martin
spur.n.bahner - 16.12.24 10:13
Hallo Martin,
dann schließ es einfach über eine Steckverbindung an.
Gruß
Jürgen
dann schließ es einfach über eine Steckverbindung an.
Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,
klar, so sind alle Verbindungen in dem Teilstück angeschlossen. Ich meinte eher die Handhabung, die Signale sind ja so empfindlich, dass man besser nicht zu stark ausatmet, wenn man die anschaut.
Musste gerade eben eins reaparieren, weil ich beim Verstauen der Kabel mit der Pinzette dagegengekommen bin.
VG Martin
klar, so sind alle Verbindungen in dem Teilstück angeschlossen. Ich meinte eher die Handhabung, die Signale sind ja so empfindlich, dass man besser nicht zu stark ausatmet, wenn man die anschaut.
VG Martin
Hallo
Nun als Fahrdienstleiter sehe ich es so:
An die Einfahrt kommt ein Hauptsignal mit zs3 "3" ( Einfahrt in stumpfgleis ohne d- weg) . Im Abstand ( bei der moba reichen 10 cm ) vo 150 bis 200 m beim Original folgt die Ra10 Tafel. Dann bis zur ersten Weiche Platz zum rangieren ( hier wird im Einzelfall geschaut) .
Bis zur Ra 10 Tafel darf ich rangieren wie ich will. Hier reicht auch beim Original mündlicher Befehl: dazu einigen auf Start-Ziel- Zweck der Rangierfahrt. Muss in Ausnahmefällen mal über die Ra 10 Tafel hinaus rangiert werden benötige ich die Zustimmung des Nachbar Fdl. Und der Lokführer einen schriftlichen Befehl.
Auf eingleisigen Strecken wird auch heute noch das fernmündliche zugmeldeverfahren angewendet bestehend aus Anfrage ob der Zug fahren darf. Die Zustimmung der Zugfahrt durch den Zielbahnhof und der zugmeldung mit Abfahrtszeit.
So heißt für die moba:
Einfahrtssignal
Ra 10 Tafel
Weichen
Ausfahrtsignal
Rangiersignale sind nicht nötig außer bei Gruppen Ausfahrtsignal. Da dann aber hohe Gleissperrsignale.
Schöne Grüsse von der Mosel
Mathias
Nun als Fahrdienstleiter sehe ich es so:
An die Einfahrt kommt ein Hauptsignal mit zs3 "3" ( Einfahrt in stumpfgleis ohne d- weg) . Im Abstand ( bei der moba reichen 10 cm ) vo 150 bis 200 m beim Original folgt die Ra10 Tafel. Dann bis zur ersten Weiche Platz zum rangieren ( hier wird im Einzelfall geschaut) .
Bis zur Ra 10 Tafel darf ich rangieren wie ich will. Hier reicht auch beim Original mündlicher Befehl: dazu einigen auf Start-Ziel- Zweck der Rangierfahrt. Muss in Ausnahmefällen mal über die Ra 10 Tafel hinaus rangiert werden benötige ich die Zustimmung des Nachbar Fdl. Und der Lokführer einen schriftlichen Befehl.
Auf eingleisigen Strecken wird auch heute noch das fernmündliche zugmeldeverfahren angewendet bestehend aus Anfrage ob der Zug fahren darf. Die Zustimmung der Zugfahrt durch den Zielbahnhof und der zugmeldung mit Abfahrtszeit.
So heißt für die moba:
Einfahrtssignal
Ra 10 Tafel
Weichen
Ausfahrtsignal
Rangiersignale sind nicht nötig außer bei Gruppen Ausfahrtsignal. Da dann aber hohe Gleissperrsignale.
Schöne Grüsse von der Mosel
Mathias
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