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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Metallradsatz vs. Plastik

THEMA: Metallradsatz vs. Plastik
Startbeitrag
Starman - 15.12.24 13:51
Hallo zusammen,
ich würde gerne eine kleine Farge in die Runde stellen. Ich hab mir in den letzten Monaten einen kleinen Fuhrpark aus Waggons aus 2. Hand zusammengestellt, darunter sind auch einige Waggons der alten Baureihen mit Radsätzen aus Plastik (nur das Rad selbst, nicht die Achse). Mir stellt sich nun die Frage, ob es Sinn macht diese Radsätze gegen welche aus Metall zu tauschen, gibt ja einige Angebote wie modellbahnradsatz.de, die da was anbieten.

Was wären also die Vorteile der Metallradsätze gegenüber denen aus Plastik und zahlt sich eine Umstellung aus? Was sind eure Erfahrungen dazu?

Viele Grüße und schönen Sonntag
Nicolas

Hallo,

ich mache das kategorisch bei allen Wagen, da sich die Laufeigenschaften verbessern und das Gesamtgewicht erhöht

Grüße, Peter W
Hallo Nicolas.

Wenn die entsprechenden Achsen gegen Kunststoff ausgetauscht werden, laufen die Wagen entsprechend besser. Man muss aber dazusagen, das Laufgeräusch wird um einiges lauter.
Das Gewicht sollte man auch berücksichtigen. Bei 20 Achsen, das addiert sich.
Letztendlich muss jeder selbst darüber nachdenken, macht ein Tausch Sinn, ja oder nein.

Gruß Klaro
Hallo,

unbedingt austauschen. Metallradsätze haben wesentlich bessere Rolleigenschaften. Ausserdem sammeln Plastikräder ziemlich schnell mgroße Mengen Schutz an den man regelmäßig entfernen muss. Nicht umsonst werden Plastikradsätze seit Jahrzehnten nicht mehr verbaut.

Gruß Engelbert
Hallo Nicolas,

die Gleisverschmutzung durch Abrieb bitte auch nicht vergessen - war bei mir der Grund die Radsätze zu wechseln.

BG, Lutz! 🎄

Engelbert war schneller.
Hi,

wenn die vorhanden Räder in Ordnung sind (Rundlauf und ähnliches), sehe ich keinen Grund, die Räder/Achsen generell auszutauschen.
Die Gewichtszunahme pro Achse dürfte bei 0,5 g liegen (sagte meine elektr. Küchenwaage beim Vergleich Ganzmetall vs Ganzkunststoff), so dass es sich für diesen Grund nur bei Wagen lohnt, wo man sonst kein Gewicht dezent unter bekommt (offene Wagen, etc.).

Meine Datenbasis:
> 100 Boxcars (MicroTrains, Atlas, Roundhouse/Athearn, ...)
ca. 100 Hopper (dito)
Gewichtszunahme ca. 2 g bei den Hoppern

Zu Bedenken ist, dass neben dem erheblichen finanziellen Aufwand die Laufgeräusche mit Metallachsen größer sind. Bessere Laufeigenschaften habe ich pauschal nicht festgestellt, da kommt es sehr auf die individuellen Achsen an.
Dass Kunststoffradsätze seit Jahrzehnten nicht mehr verkauft werden, ist ein Gerücht, das jenseits des Atlantiks noch nicht angekommen ist.
Die größere Verschmutzung bei Kunststoffrädern halte ich auch mehr für eine gefühlte Wahrheit. Der Schmutz bei meiner MoBa ignoriert dieses Tatsache und klebt an den Metallrädern, die, je nach Hersteller, etwas rauher sind, genauso gerne.

Gruß
Gerald

Beitrag wegen anderer, zwischenzeitlich erschienener Post ergänzt.

Hallo Nicolas,

mir diese Jahr sind ein paar Kranwagen (Arnold, Roco und MTX) und dazugehörige Schutzwagen untergekommen. die haben noch ihren Plastikräder.
Ansonsten habe ich eigentlich den Fuhrpark auf Metallräder umgestellt.

Die Tage waren das 2 Reinigungswagen, da haben ich mal einen Gewichtsvergleich (Küchenwaage) der Achsen gemacht.
Bei 4 Achsen war das ein Anstieg von 1g auf 3g. Damit dann auch einen rollvergleich auf dem Testoval gemacht. Mit Metallachsen rollen die deutlich leichter und weiter nach dem anstoßen.
Durch das - wenn auch nur minimal - höhere Gewicht liegen die Anhänger auch deutlich besser auf dem Gleis.
Interessant waren auch die alten ET420 von Arnold. Mit den original Plastikrädern an den Triebköpfen (Motor ist ja im Mittelteil) kam es häufig zu Entgleisungen bei diversen Weichenkombinationen, mit Metallrädern keine Probleme.

Gruß Detlef
  
Ihr habt mich überzeugt, hab mir jetzt die Metallräder bestellt, vielen Dank für das zahlreiche Feedback.
Gruß Nicolas
Hallo an alle,

daß Metallradsätze lauter wären als Plastikradsätze, halte ich für ein Gerücht. Ich habe eher den umgekehrten Eindruck. Ob bei den alten Doppelstockwagen von Piko (DDR) oder bei den alten Arnold - und Trixwagen, der Tausch gegen Metallradsätze bringt nur Vorteile. Übrigens ist ein Gramm Gewichtsunterschied bei einem Wagengewicht von 10 Gramm durchaus relevant.

Grüße
Der Maikäfer
Hallo zusammen,

wollte jetzt keinen neuen Thread extra aufmachen, bei einem Minitrix Kranwagen (3590) läuft es minimal schwergängiger auf einer Fleischmann Bogenweiche, das Radsatzinnenmaß ist ca 7,3mm, vermutlich extra so gewählt damit R1 bei dem bisschen Abstand überhaupt möglich ist? Es gibt jetzt keine Entgleisung, die Lok wird aber etwas langsamer und an den Kupplungen sieht man (geschoben) dass es -ruckelt-.

Ansonsten, die Metallradsätze sind eher eine Art kleine Schwungmasse welche den Auslauf von Waggons verlängern können, zusätzlich verlagert sich der Schwerpunkt (wenn auch nicht allzu viel) noch etwas weiter nach unten durch die zusätzlichen Gramm.

Bei dem Krankwagen überlege ich nun auch zwecks Metallachsen, evtl. kann aber Jemand davor bitte mal kurz schauen welches Radsatzinnenmaß bei ihm vorhanden ist? Und ja, die Bogenweiche muss bleiben

MfG
Tobias
Hallo zusammen,

ja, grundsätzlich sind Metallräder besser. Allerdings habe ich auch noch ein paar Wagen mit Plastikrädern. Sofern man keine langen Züge damit fährt, macht das eigentlich keine Probleme.

Die anderen Punkte, wie tieferer Schwerpunkt oder Mehrgewicht, sind für mich eher akademischer Natur. Metallräder sind schwerer laufen aber leichter. Was heißt das jetzt in Summe?

Gruß
Jürgen
Tobias#9 hat die Vorteile genannt:
Weil die Achsen schwer und tief im Gleis liegen, entsteht eine Art Schwungmasse, die das Tfz und ganz besonders Motor und Getriebe günstig beeinflusst.
Gerade bergab, wo die Zahnräder gegen die Schnecke drücken und leichte Wagen sich aufschwingen, kann manch Platzer verzögert werden.

Ansonsten wurde alles gesagt...
Schmutzaufnahme bei Plaste, ..

  Gleichlauf, Reinigungseffekt, geringerer Rollwiderstand, sichere Spurführung durch Eigengewicht bei Metall schließen den Ausnahmefall nicht aus nämlich dann, wenn  ein Einzelstück abweichende Raddurchmesser oder Spitzenabstände hat.

Geht es um Lärm.. .naja, das Thema steht in der selben Schlange wie die Geräuschdecoder.
Entweder man will eine Modellbahn oder eine Carrera,(Prefo) - Rennbahn ..nur eben mit Zügen oder das Abbild der Bahn und das rauscht, klappert und heult heutzutage
.
Gruß Sven

Hallo zusammen

Eine meiner Kehrschleifen ist eher knapp bemessen, so dass beim Umschalten der Polarität der hinterste Wagen noch auf dem Sensorgleis der Kehrschleifen-Einfahrt steht. Beim überfahren der Trennstelle erzeugen Metallräder dann einen Kurzschluss (nicht zwischen den Gleisen, sondern in Längsrichtung). Ich achte nun darauf, dass bei langen Zügen der hinterste Wagen Kunststoffräder hat, so dass kein Kurzschluss entstehen kann. Ansonsten sind mir Metallräder auch lieber.

Gruss Felix
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Weil die Achsen schwer und tief im Gleis liegen, entsteht eine Art Schwungmasse, die das Tfz und ganz besonders Motor und Getriebe günstig beeinflusst.
Gerade bergab, wo die Zahnräder gegen die Schnecke drücken und leichte Wagen sich aufschwingen, kann manch Platzer verzögert werden.



Ich bewundere immer diese wissenschaftlichen Herleitungen.

Gruß
Jürgen
Hallo,

ist es nicht eher positiv, wenn die Kunststoffräder vermehrt Schmutz aufsammeln? Denn alles, was sich da am Rad festsetzt, ist nicht mehr auf dem Gleis und kann sich dann z.B. an irgendwelchen Schleifern von Lokomotiven wieder finden.

Quasi als Reinigungswagen. Je rauher die Kunststoffoberfläche umso besser. Und so einen Wagon zu reinigen ist doch einfacher als eine Lok. Nur so als Gedanke.

VG
Nico
Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name: spur.n.bahner

Ich bewundere immer diese wissenschaftlichen Herleitungen.


Ja, es ist schon überraschend, welches Wissen einem hier geboten wird.

Gruß
Gerald



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