1zu160 - Forum



Anzeige:


THEMA: BR03 054 kreischt seit digitalisierung

THEMA: BR03 054 kreischt seit digitalisierung
Startbeitrag
fliege2011 - 12.12.24 21:18
Hallo Kollegen,

ich hab da mal ein Problem:
Nachdem ich glücklicher Besitzer einer BR03 054 von Minitrix geworden bin habe ich sie natürlich sofort mit einem Decoder (DH PD10 MU) ausgestattet. War eigendlich ganz easy, bis auf das Frontlicht. Aber auch das geht jetzt, nach
einer Stunde basteln und fluchen.
Natürlich habe ich vor dem Decoder-Einbau alles gereinigt und geölt. Analog lief die Lok tadellos und OHNE Geräusche.
Das ist seit der Digitalisierung leider nicht mehr so.  Im mittleren Regelbereich kreischt der Antrieb so stark, das ich schon überlegt habe, die Lok in die Vitrine zu stellen und zu vergessen. Auf der Anlage kann man die so auf gar keinen Fall einsetzen.
Ich habe dann versucht, die CV´s der Motorregelung zu verändern, aber egal was ich ändere, sie kreischt unverändert.
Hat jemand eine Idee, wie ich das beheben kann, oder muß meine 03 in die Vitrine?

Christoph

Hallo Christoph,

da hast Du wohl zu gut geputzt.
Ich kenne zwar die BR 03 nicht, hatte jedoch bei einer V200 und einer V100 schon mal das Problem.
Die Motorlager hatten schon Spiel, dass viel durch den Dreck darin nicht auf.
Nach dem Spülen konnte der Anker jedoch in den Lagern tanzen.
Etwas dickes Öl sorgte für Ruhe.
Nur wandert das Öl zu gerne in die Kohlen des Motors.
Ich habe der V100 dann einen Glockenankermotor spediert.

Vielleicht hilft es Dir bei Deiner Lok.

Mit freundlichem Gruß      Stefan
Hallo Christoph,

wie Stefan schon geschrieben hat, mag Öl oder etwas Hochleistungsfett an den Motorwellen helfen. Ich tippe auf eine Resonanz zwischen der PWM-Ansteuerfrequenz durch den Decoder und z.B. einem möglichen Lagerspiel. Hast Du bei Deinen Experimenten mit der Motorregelung auch die Motorfrequenz (CV9) verändert? Vielleicht hilft eine Veränderung, Resonanzeffekte zu vermeiden.

LG
Hubert
Hallo Christoph,

...oh ja, mir steht das auch noch bevor: Meine 01 gibt die gleichen Geräusche ab und im Kern ist sie ja identisch der 03.

Ich muss aber sagen, dass diese Lok praktisch nur die Einfahrzeit erreichte, denn beim Anlagenbau wird zur Probe mit anderem Kaliber geschossen.

Meine Meinung zum Schmieren weicht aber vermutlich wieder einmal ab:
Gleitlager ...und das sind diese Mini-Motorenlager werden gefettet. Mit einem kleinen Schraubendreher drücke ich es auf und wische dann mit einem Wollfaden (Farbe egal 😉) ab.
Übrigens...
Plastezahnräder werden mit glyzerinhaltigem Öl geschmiert und Metallzahnräder oder Mischungen Metall/Plaste, diese Kunststoffe SOLLTEN theoretisch "Hartplaste" sein, werden wiederum leicht gefettet.

Was Falleröl eigentlich ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber es bindet gut den Dreck.

Anbei ein Foto vom Tillig- Fettnäpfchen (kleiner als ein Teelicht) das nun auch schon etliche Jahre alt ist und ich weiß auch nicht ob es noch gehandelt wird.

Gruß Sven


Die von SSEB zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo, Sven, das mit den Motorlagern habe ich wohl "Jahre" falsch gemacht...... Welche Rolle spielt dabei eigentlich Teflon-haltiges Fett ?
Grüße
Gert
Hallo Gert,

Teflonhaltige Öle werden auch als Trocken-Schmiermittel bezeichnet. Die Idee dahinter ist, dass das Öl verdunstet und das PTFE übrig bleibt, was erhöhte Gleiteigenschaften bietet. Ob es mit Sinterlagern (Motorlager) kompatibel ist, weiß ich nicht.

Gibt's denn keine Apotheker oder Chemiker unter den Mitforent*en hier?

Grüße, Peter W
Hallo Gert,
...also zunächst noch der Hinweis, dass ICH es so mache und jede andere Idee auch anwendbar ist, wenn sie funktioniert. Also was ich da hier so schreibe hat lediglich empfehlenden Charakter und ist freibleibend.

Ich berufe mich auf meine Zeit als Jungfacharbeiter an der Seite von "uralten" Maschinenschlossern ( so um die 60), mit denen keiner zusammen arbeiten wollte, weil sie angeblich grimmig, streitsüchtig und überaus pedantisch ....gewesen sein sollen. So der Volksmund.

Was die Motoren angeht, so geht es ja eigentlich nur darum aussen eine Art Abdichtung in Form eines Filmes aufzubauen, da sich ja Plaste, Messingbuchse, soweit überhaupt vorhanden und billiges Eisen treffen und tolerierend (auch festgefressen) "eingelaufen" sind.
Beim eigentlich weichen Hartgummi - Simmerring der vielleicht nun ausgehärtet ist ...zB. am Moped, macht man das mit Graphitöl....dann pfeift es nicht mehr.
An der harten starren Welle des Motors übernimmt das der besagte Fettfilm.

Wie gesagt in beiden Fällen wird da nichts geschmiert sondern eben nur abgedichtet und bestenfalls "geschmeidig" gemacht.

Ableiten lässt es sich auf die harten Zahnräder, sowohl aus Messing, als auch Hartplaste. Präzisionsantriebe, die ich kenne sind alle gefettet.

Ohne die Tante zu bemühen, kann ich mir vorstellen, dass teflonhaltige Fette höhere Temperaturen aushalten und da immer noch Feuchtigkeitsunempfindlich sind. Im Abkühlprozess bei Kugellagern entstehen bei normalem Fett Lücken, weil es fließt, ja sogar ölig wird und der Schwerkraft folgt.

Das brauchen wir am Minimotor nicht.
Ich beschrieb wozu mMn. dort nur das Fett benötigt wird und ich befürchte, dass diese synthetischen Fette letztlich aushärten wie Silikon, wenn sie nicht ständig an ihre Aufgabe erinnert werden.

Aber wie gesagt: Jeder biegt sich seine Welt wies ihm gefällt. Ich machs eben so.

Danke fürs Lesen und...
Gruß Sven 😉


Grüße euch alle,

hab mal nach Sinterlager gesucht und dabei diese Firma gefunden. Hier kann man nachlesen wie diese Lager , das Sintermaterial , Hergestellt wird, welches Öl und wie dieses bei neuen Lagern in so ein Broncelager eingelagert wird. auch welches Öl dafür genommen wird.

https://caspar-gleitlager.de/media/pdf/SELFOIL_DE_2019.pdf

Vieleicht hilft euch das,

Christian
Grüße euch alle,
das Thema hatten wir am 17.12., es sind die Motorlager, die laufen trocken. Kleinen tropfen Öl dran und das Kreichen sollte aufhören. meistens hört es sich auch unterschiedlich an bei Vor-und Rückwärtsfahrt. Anbei noch ein Link zu einem Hersteller dieser Sinterlager.

Hab mal nach Sinterlager gesucht und dabei diese Firma gefunden. Hier kann man nachlesen wie diese Lager , das Sintermaterial , Hergestellt wird, welches Öl und wie dieses bei neuen Lagern in so ein Broncelager eingelagert wird. auch welches Öl dafür genommen wird.

https://caspar-gleitlager.de/media/pdf/SELFOIL_DE_2019.pdf

Vieleicht hilft euch das,

Christian

Tschuldigung, wollte den Text in einen anderen Beitrag kopieren.......

Hallo Kollegen,
sorry, das ich erst jetzt wieder schreibe, aber ich musste mir erst vernünftiges Fett besorgen.
Das habe ich bei meiner 03 an die Motorlager geschmiert, und siehe da, sie kreischt nicht mehr.
Besonderen Dank und Gruß an Stefan, der mich gleich nach meiner Anfrage auf das "FETTEN"
gebracht hat. Vielen Dank auch allen anderen für ihre Tips.
Man lernt halt nie aus.
Christoph


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;