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THEMA: SD 10 A Pufferspeicher anschließen
THEMA: SD 10 A Pufferspeicher anschließen
Peter Bro. - 04.12.24 17:55
Hallo zusammen,
ich möchte an einen SD10a einen Pufferspeicher anschließen, geht das ohne Ladeschaltung?
Sind die SUSI Anschlüsse VS + GND richtig
Was muss ich bei dem Decoder einstellen, habe bisher wenig Erfahrung mit D&H Decodern.
Bei den ESU Decodern ist das alles bisschen anders.
Grüße Peter
ich möchte an einen SD10a einen Pufferspeicher anschließen, geht das ohne Ladeschaltung?
Sind die SUSI Anschlüsse VS + GND richtig
Was muss ich bei dem Decoder einstellen, habe bisher wenig Erfahrung mit D&H Decodern.
Bei den ESU Decodern ist das alles bisschen anders.
Grüße Peter
Hallo Peter,
wie hoch ist die Kapazität und handelt es sich um einen MLCC, Tantal oder normalen Elko?
Bei MLCC und Tantal würde ich den Einschaltstromstoß auf jeden Fall begrenzen, also nicht auf die Ladeschaltung nicht verzichten.
Grüße, Peter W
wie hoch ist die Kapazität und handelt es sich um einen MLCC, Tantal oder normalen Elko?
Bei MLCC und Tantal würde ich den Einschaltstromstoß auf jeden Fall begrenzen, also nicht auf die Ladeschaltung nicht verzichten.
Grüße, Peter W
Peter Bro. - 04.12.24 20:29
Hallo Peter,
wenn ich das richtig sehe ist das ein Tantal 470µF 16V (A477C) so die Bezeichnung aufgedruckt.
Hier reicht aber eine Z-Diode und ein 100 Ohm Widerstand?
Gruß Peter
wenn ich das richtig sehe ist das ein Tantal 470µF 16V (A477C) so die Bezeichnung aufgedruckt.
Hier reicht aber eine Z-Diode und ein 100 Ohm Widerstand?
Gruß Peter
Hallo Peter,
Tantal-Elkos reagieren recht empfindlich und z.T. heftig auf Überspannungen. Du solltest die Gleisspannung bei diesen Werten zuverlässig unterhalb der Maximalspannung von 16V begrenzen.
Der direkte Anschluss an die von Dir angegebenen SUSI-Anschlüsse sollte theoretisch gehen, aber die Begrenzung des Ladestroms ist empfehlenswert. Zudem befürchte ich Probleme beim Programmieren des Decoders. Gerade bei Tantal-Elkos würde ich ebenfalls einen gewissen Schutz gegen Überspannungen und Spannungsspitzen vorsehen. Die Einstellungen des Decoder findest Du in der Dokumentation von D&H. Dort ist das Wie und Warum erörtert.
Ich habe Dir unten ein Bild einer Ladeschaltung eingehängt. Der Widerstand R1 begrenzt den Ladestrom, damit bei vielen Fahrzeuge auf dem Gleis z.B. beim Einschalten kein Kurzschluss festgestellt wird. Die Diode D1 überbrückt den Widerstand R1 beim Entladen, also wenn die Kondensatoren das Fahrzeug mit Energie versorgen sollen. Du kannst hier eine Schottky-Diode nehmen, da diese Dioden eine geringere Durchlassspannung besitzen als gewöhnliche Siliziumdioden. Die Z-Diode D2 bildet eine rudimentäre Sicherung gegen zu hohe Spannungsspitzen am Gleis. Bei einer dauerhaft zu hohen Gleisspannung wäre D2 allerdings wohl überfordert.
Die Drosselspule L1 ist optional. Sie kann Probleme beim Programmieren des Decoders mit angeschlossener Ladeschaltung verhindern. Die Alternative wäre bei Problemen das Abtrennen der Schaltung vom Decoder, wenn Du z.B. etwas umprogrammieren möchtest.
Der relativ hochohmige Widerstand R2 ist auch optional. Er sorgt für eine definierte Entladung der Kondensatoren wenn die Anlage z.B. abgeschaltet wird.
Natürlich alles ohne Gewähr ...
Es gibt natürlich alternativ zum Selbstlöten fertige Platinchen. Die Ladeschaltung z.B. von Fischer hat bereits alles an Bord und sie ist sehr kompakt aufgebaut. Da lohnt sich der Selbstbau m.E. kaum noch. Im zweiten Bild ist dieses Platinchen auf der linken Seite zu sehen.
Die Ladeschaltung rechts ist übrigens die Entwicklung eines Hobbykollegen aus einem Nachbarforum, der Goldcaps zur Pufferung einsetzt. Die passt auch in viele N-Fahrzeuge. Die Goldcaps speichern nochmal erheblich mehr Energie als Tantal-Elkos.
LG
Hubert
Edit: Wert im Schaltplan korrigiert.
Die von hubedi zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
Tantal-Elkos reagieren recht empfindlich und z.T. heftig auf Überspannungen. Du solltest die Gleisspannung bei diesen Werten zuverlässig unterhalb der Maximalspannung von 16V begrenzen.
Der direkte Anschluss an die von Dir angegebenen SUSI-Anschlüsse sollte theoretisch gehen, aber die Begrenzung des Ladestroms ist empfehlenswert. Zudem befürchte ich Probleme beim Programmieren des Decoders. Gerade bei Tantal-Elkos würde ich ebenfalls einen gewissen Schutz gegen Überspannungen und Spannungsspitzen vorsehen. Die Einstellungen des Decoder findest Du in der Dokumentation von D&H. Dort ist das Wie und Warum erörtert.
Ich habe Dir unten ein Bild einer Ladeschaltung eingehängt. Der Widerstand R1 begrenzt den Ladestrom, damit bei vielen Fahrzeuge auf dem Gleis z.B. beim Einschalten kein Kurzschluss festgestellt wird. Die Diode D1 überbrückt den Widerstand R1 beim Entladen, also wenn die Kondensatoren das Fahrzeug mit Energie versorgen sollen. Du kannst hier eine Schottky-Diode nehmen, da diese Dioden eine geringere Durchlassspannung besitzen als gewöhnliche Siliziumdioden. Die Z-Diode D2 bildet eine rudimentäre Sicherung gegen zu hohe Spannungsspitzen am Gleis. Bei einer dauerhaft zu hohen Gleisspannung wäre D2 allerdings wohl überfordert.
Die Drosselspule L1 ist optional. Sie kann Probleme beim Programmieren des Decoders mit angeschlossener Ladeschaltung verhindern. Die Alternative wäre bei Problemen das Abtrennen der Schaltung vom Decoder, wenn Du z.B. etwas umprogrammieren möchtest.
Der relativ hochohmige Widerstand R2 ist auch optional. Er sorgt für eine definierte Entladung der Kondensatoren wenn die Anlage z.B. abgeschaltet wird.
Natürlich alles ohne Gewähr ...
Es gibt natürlich alternativ zum Selbstlöten fertige Platinchen. Die Ladeschaltung z.B. von Fischer hat bereits alles an Bord und sie ist sehr kompakt aufgebaut. Da lohnt sich der Selbstbau m.E. kaum noch. Im zweiten Bild ist dieses Platinchen auf der linken Seite zu sehen.
Die Ladeschaltung rechts ist übrigens die Entwicklung eines Hobbykollegen aus einem Nachbarforum, der Goldcaps zur Pufferung einsetzt. Die passt auch in viele N-Fahrzeuge. Die Goldcaps speichern nochmal erheblich mehr Energie als Tantal-Elkos.
LG
Hubert
Edit: Wert im Schaltplan korrigiert.
Die von hubedi zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
Beitrag editiert am 06. 12. 2024 16:15.
Peter Bro. - 06.12.24 11:24
Hallo Hubert,
vielen Dank für die ausführliche Hilfe.
Die Ladeschaltung von dem Hobbykollegen aus dem Nachbarforum, wollte ich mir aufheben, wenn ich die GoldCaps einbaue.
Hier in diese Lok, Arnold V 100, mit Sound, ist sehr wenig Platz, so das ich die andere Ladeschaltung nutzen möchte.
Meine Gleisspannung ist 12,5V.
Hoffe mal das das alles passt.
Gruß
Peter
vielen Dank für die ausführliche Hilfe.
Die Ladeschaltung von dem Hobbykollegen aus dem Nachbarforum, wollte ich mir aufheben, wenn ich die GoldCaps einbaue.
Hier in diese Lok, Arnold V 100, mit Sound, ist sehr wenig Platz, so das ich die andere Ladeschaltung nutzen möchte.
Meine Gleisspannung ist 12,5V.
Hoffe mal das das alles passt.
Gruß
Peter
Beitrag editiert am 06. 12. 2024 11:33.
Hallo,
gibt es einen Link zu der Ladeschaltung mit GoldCaps?
Danke Uli
gibt es einen Link zu der Ladeschaltung mit GoldCaps?
Danke Uli
Hallo Peter,
bei einer Gleisspannung von 12,5 ist die Wirkung eines Pufferkondensators entsprechend eingeschränkt. Dafür braucht man keine Zener-Diode - es genügt der Ladewiderstand parallel zur Entlade-Diode.
Grüße, Peter W
bei einer Gleisspannung von 12,5 ist die Wirkung eines Pufferkondensators entsprechend eingeschränkt. Dafür braucht man keine Zener-Diode - es genügt der Ladewiderstand parallel zur Entlade-Diode.
Grüße, Peter W
Hallo zusammen,
hier der Link zur Ladeschaltung im Stummiforum:
https://www.stummiforum.de/t171549f21-RE-SuperC...-Pufferspeicher.html
Es mag sein, dass die Bilder nur für angemeldete Forumsmitglieder zu sehen sind. Die Schaltung gibt es in mehreren Versionen. Ich habe in meinem Bild die kleinste Platine eingesetzt. Die neueste Version kann die Goldcaps nochmal schneller nachladen. Aber diese Platinenversion ist in 1zu160 schwieriger in einem Fahrzeug unterzubringen.
Der Kollege bestellt in Fernost immer mal wieder fertig bestückte Platinen, wo nur noch ein SMD-Widerstand in Abhängigkeit Art und Verschaltung der eingesetzten Goldcapschaltung einzulöten ist. Mit den üblichen, günstig angebotenen Goldcaps funktioniert die Schaltung nur bedingt. Der ESR oder Reihenwiderstand der Speicher sollte möglichst < 1 Ohm sein. Bei günstigen Standardgoldcaps liegt dieser Wert zumeist erheblich höher. Näheres dazu unter dem angegebenen Link ...
Bitte nicht vergessen, der Kollege macht das freiwillig und als Hobby.
@ Peter
Gut, die Z-Diode kann man weglassen. Dennoch, in einer SMD-Version nimmt sie nicht viel Platz in Anspruch und sie schützt trotz der relativ kleinen Gleisspannung auch vor evtl. Spannungsspitzen, wie sie doch hin und wieder auftreten können. Es ist halt eine Sicherung, die man nur im Fall der Fälle braucht ... aber dann ist es gut zu wissen, dass sie da ist.
LG
Hubert
hier der Link zur Ladeschaltung im Stummiforum:
https://www.stummiforum.de/t171549f21-RE-SuperC...-Pufferspeicher.html
Es mag sein, dass die Bilder nur für angemeldete Forumsmitglieder zu sehen sind. Die Schaltung gibt es in mehreren Versionen. Ich habe in meinem Bild die kleinste Platine eingesetzt. Die neueste Version kann die Goldcaps nochmal schneller nachladen. Aber diese Platinenversion ist in 1zu160 schwieriger in einem Fahrzeug unterzubringen.
Der Kollege bestellt in Fernost immer mal wieder fertig bestückte Platinen, wo nur noch ein SMD-Widerstand in Abhängigkeit Art und Verschaltung der eingesetzten Goldcapschaltung einzulöten ist. Mit den üblichen, günstig angebotenen Goldcaps funktioniert die Schaltung nur bedingt. Der ESR oder Reihenwiderstand der Speicher sollte möglichst < 1 Ohm sein. Bei günstigen Standardgoldcaps liegt dieser Wert zumeist erheblich höher. Näheres dazu unter dem angegebenen Link ...
Bitte nicht vergessen, der Kollege macht das freiwillig und als Hobby.
@ Peter
Gut, die Z-Diode kann man weglassen. Dennoch, in einer SMD-Version nimmt sie nicht viel Platz in Anspruch und sie schützt trotz der relativ kleinen Gleisspannung auch vor evtl. Spannungsspitzen, wie sie doch hin und wieder auftreten können. Es ist halt eine Sicherung, die man nur im Fall der Fälle braucht ... aber dann ist es gut zu wissen, dass sie da ist.
LG
Hubert
Beitrag editiert am 06. 12. 2024 16:25.
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