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THEMA: Einschottern von Gleisen PECO Code55 mit Schotter Noch 09372

THEMA: Einschottern von Gleisen PECO Code55 mit Schotter Noch 09372
Startbeitrag
Heidi - 26.11.24 12:58
Hallo zusammen,

meine Nebenbahn wartet nun auf das Einschottern. Aufgrund der passenden Farbe des Schotters habe ich mich entschlossen die Nebenbahn ab dem Einfahrsignal zum Hbf mit dem braunen/grauen Schotter 09372 von Noch einzuschottern. Die Einschotterung soll bis zum Endbahnhof Luhačovice erfolgen.

Nun meine zwei Fragen an die Finescale Experten:
1. mit welchem Kleber fixiert Ihr die Steinchen aus fem Kork (Unterlage)?
2. Wie macht Ihr die Einschotterung im Bereich der Weichen, so dass die Weichenzungen nicht verkleben und die Weichen immernoch sicher schalten?

Mir ist bekannt, dass der Schotter 09372 fgür H0 und TT gedacht ist, denke aber, dass dieser auch für N geeignet ist. Nur in Makroaufnahmen kann man eventuell erkennen, dass die Körnung evt. etwas zu grob ist, was aber im Anlagenbetrieb (keine Ausstellungsanlage) eher unterschwellig auffällt. Also bitte keien Diskussion über den Schotter. Ich würde mich über konstruktive Infos freuen.

Bislang habe ich immer den Schotterkleber von Auhagen (53510) verwendet. Zwar war ich bislang mit den Ergebnissen sehr zufrieden, jedoch bei ist mir bei der benötigten Menge der Preis dafür schicht zu hoch. Als Alternative habe ich z.B. an das albekannte Weißleim/Spülmittel/Wasser-Gemisch gedacht. Wenn Ihr dieses auch verwendet, in welchem Mischungsverhältnis setzt Ihr das an und wie sind Euere Erfahrungen damit?

Liebe Grüße aus Südmähren
Heidi

Hallo Heidi,

Ich benutzte das klassische Weißleim/Spülmittel/Wasser Gemisch, angemischt nach Gefühl. Mit den Weichen hatte ich bissher keine Probleme. Ich schalte die während des Trocknens ab und zu mal, damit da nicht verklebt. Das Trocknen dauert ja recht lange. (Und vermutlich war es nicht gut, dass ich mit der Lok da gefahren bin, als es noch nicht trocken war).
Würde dir auch empfehlen, Probeweise mal ein Stück Gleis zu schottern. Vielleicht auch mit unterschiedlichen Schottermaterialien. Teilweise sieht das später nochmal etwas anders aus.

Gruss,
Steffen
Hallo Heidi,

Steffen hat es schon auf den Punkt gebracht - anmischen nach Gefühl. Irgendwo so zwischen 1:3 bis 1:5 und dann ganz, ganz wenig Spülmittel dazu. Die Mischung ist zwar sehr tollerant aber jeder Schotter verhält sich anders. Daher ist die Empfehlung mit dem Probestück schon richtig.

Wichtig ist, das Gleisstück vor dem Verkleben mit einem Wasser-Spüli Gemisch ganz fein einzusprühen, damit der Schotter nicht aufschwimmt. Ich nehme eine kleine Pumpflasche mit 50ml in welcher Desinfektionsmittel war.

Die Weichenzungen lasse ich am Anfang immer frei und schottere diese dann zu einem späteren Zeitpunkt immer so mit 3 -4 Schwellenabständen dünn ein. Den Kleber tropfe ich nicht von oben auf diese, sondern ich lasse diesen durch die Kappilarwirkung  von der Seite einweichen. Die Weichen bewege ich während des Trocknens regelmäßig.

Du kannst Dir vorab auch überlegen ob Du den Plastikglanz der Schwellen vor dem Schottern mit verdünnter Farbe entfernen willst. Optisch lohnt sich dies.

Grüße

Schorsch
PS: Es ist immer schade, wenn schöne Anlagen mit "falschen" Schotter optisch leiden.
Servus Heidi,

gute Erfahrungen beim Einschottern habe ich mit sog. Tiefgrund aus dem Baumarkt gemacht. Der ist eigentlich als Grundierung für Mauerwerk gedacht, hat aber auch gute Klebeeigenschaften, da er auf Basis von Acrylharz hergestellt wird. Im Gegensatz zum Wasser-/Leimgemisch ist er flüssig wie Wasser, kann daher mit einer Einwegspritze leicht auf dem Schotterbett verteilt werden und trocknet völlig farblos aus.

In die Schwellenfächer von Weichen gebe ich nur ganz wenig Schotter und Tiefgrund. Weichenzungengelenke vorher leicht (!) einölen kann helfen, unerwünschtes Verkleben zu verhindern.
Wunderschöne Bespiele für die Farbgebung von Schotter im Weichenbereich sind auf den Bildern des MEC Wörgl zu sehen. Anschauen lohnt sich. https://mec-woergl.at/chronik/

Viel Erfolg und viele Grüße
Alfred
Hallo Heidi,

seit Jahren nutze ich, wie Alfred in #3 auch, Tiefgrund/Putzverfestiger auf Acrylbasis aus dem Baumarkt, im 5-Liter-Kanister damals als Sonderangebot für 5€... (Zur Zeit dürfte das bei 10-20€ liegen). Schotter trocken verteilen, mit Spüliwasser gut einsprühen und dann den Putzverfestiger seitlich neben dem Schotter mit einer Spritze aufbringen. Durch den genässten Schotter zieht sich das komplett durch und ist (bei mir) über Nacht fest. Im Gegensatz zum Weißleimgemisch bleibt eine ganz leichte Elastizität, aber "Saugstürme" können dem Schotterbett üblicherweise nichts mehr anhaben
Was bisher noch nicht genannt wurde:
Ich habe festgestellt, dass es sehr sinnvoll ist, den Steinschotter vor der Verarbeitung zu waschen -- da bleibt viel Staub im Waschwasser, der sorgt offenbar für das Nachdunkeln des Schotters. Gewaschen dunkelt der Schotter nur noch sehr wenig nach.

Viele Grüße
Michael

Moin,

bei Weichen wird eigentlich nicht viel anders geschottert als sonst auch, nur im Bereich der Stellschwelle bin ich etwas zurückhaltend. Besonders links und rechts der Stellschwelle wird weniger Schotter verteilt.
Nach dem Trocknen wird die Weichenzunge mit etwas Kraft per Hand bewegt, dabei achte ich auf Schottersteinchen, die die Zungenbewegung behindern. Ein kleiner Schraubenzieher dient zum Wegkratzen dieser Störer.

Den Holzleim verdünne ich auch eher Pi mal Daumen, Hauptsche, er ist nicht zu hell (zu wenig Leim), daher wird nach dem Schottern die Fingerprobe gemacht: kann man nichts wegreiben, war die Mischung gut. Zu wenig Wasser sorgt für zu wenig Fließfähigkeit.

Eine Frage an die Tiefgrundnutzer: wenn ich was ändern muß, wird der Schotter richtig nass gemacht, kurz einwirken lassen und los geht's.
Wie geht das mit Tiefgrund?

Gruß
Kai
Hallo Kai,

als Putzverfestiger-Nutzer kann ich darauf antworten:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Eine Frage an die Tiefgrundnutzer: wenn ich was ändern muß, wird der Schotter richtig nass gemacht, kurz einwirken lassen und los geht's.
Wie geht das mit Tiefgrund?


Musste ich bisher noch nicht oft machen, bei kleinen Änderungen (v.a. unschöne Schotterhubbel) habe ich das trocken abgerubbelt, ansonsten wie von Dir beschrieben, ziemlich nass und mit längerer Einwirkzeit. Eine dünne gebogene feine Spachtel vom Zahnarzt ist ausserdem sehr hilfreich...

Viele Grüße
Michael
Moin Michael,

bei festen Anlage kommt dieser Fall sicher nicht oft vor, bei einem Abbau der Anlage - warum auch immer - hingegen...

Ich hatte das bei meinen Modulen mal, daß ich glaubte, die Gleisenden wären richtig gem. Mastermodul ausgerichtet und hatte diese eingeschottert. Das war auch kein Problem, da die Module meiner Fehmarnbahn immer in der (vorbildgerechten) Reihung aufgebaut wurden. Aber bei einem Modultrefen war es doch mal anders. Überraschung: da passt nichts! Ein wenig Selter, etwas Warten und schon ließ sich die Schiene so ausrichten, daß doch noch störungsfreier Betrieb möglich war.
Der Abbau von Gleisen bei einem anderen Modul wurde auch so angegangen, aber es half alles nichts: der Großteil der Gleise und Weichen war für die Tonne...

GRuß
Kai
Servus nochmal,

bisher musste ich noch keine eingeschotterten Gleise ändern, sodass ich es an einem Probestück getestet habe. Wie erwartet, lässt sich der acrylbasierte Tiefgrund nicht mehr mit Wasser lösen und allenfalls mit Spachtel und sanfter Gewalt wegkratzen.
Das gilt aber bei mir auch für einen mit Leimgemisch geschotterten Gleisabschnitt. Offenbar ist der von mir verwendete Holzleim aus dem Hause Wackerchemie von der wasserfesten Sorte.

Viele Grüße
Alfred
Auch nochmal Hallo,

das Entfernen des Schotters samt Schienenabbau musste ich in meiner Vitrine machen:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=762731#aw54
Vielleicht ging das da durch den Styrodur-Untergrund so gut weg, auf der Anlage musste ich noch nichts groß umbauen.
Die Schienen habe ich damals nach dem Nässen und Abheben mit einer Bürste "freigeklopft", bis der Schotter weg war. Ging eigentlich recht gut weg vom Gleis, den Rest auf dem Styrodur rubbelte ich mit dem Lederhandschuh an den Fingern ab. Den Schotter konnte ich danach recyclen.

Viele Grüße
Michael
Hallo Heidi,

meinen Vorrednern zum Weißleim- Wassergemisch kann ich absolut zustimmen.
Ganz wichtig, man kann später bei Bedarf mit Wasser wieder aufweichen und mit Spachtel oder hartem Pinsel den Schotter entfernen.
So konnte ich Schienen ausbauen und nachträglich eine Weiche einbauen.

Viele Grüße
Enrico
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Tipps.
Einmal mehr zeigt sich aber auch, dass der NBahn-Modellbau eine "Glaubenssache" ist. Die einen präforieren Weißleim-Spüli-Wasser-Gemeisch, die anderen schwören auf Tiefengrund. Eben jeder wie er/sie es für sich am geeignesten findet.

Nun ich habe hier noch einen Kanister Tiefengrund stehen und auch reichlich Weißleim zur Verfügung.
Ich werde mal mit einigen Schienenreste beide Varianten testen und dann für mich entscheiden, was ich auf der Anlage anwende. Sobald ich damit soweit bin, werde ich Euch natürlich einige Bildchen zeigen.

Liebe Grüße aus Südmähren
Heidi
Hallo Heidi und Mitleser,

Einwegspritzen sind für das Weißleim - Wassser - Spüligemisch NICHT geeignet.
Spüli hat eine fettlösende Komponente und obwohl man glaubt, dass es schmieren müsste, löst es doch die Weichmacher, sodass diese Spritzen garantiert "festgehen" und nie wieder lösbar sind.
Auch bei bestimmten Weißleimsorten mit Latexanteil (Expresskleber) kann man das feststellen.

Also: Serienmäßige grobe Kanüle nutzen und nach Gebrauch reinigen!

Gruß Sven
Hallo Sven,

Zitat - Antwort-Nr.: 12 | Name: SSEB

Spüli hat eine fettlösende Komponente und obwohl man glaubt, dass es schmieren müsste, löst es doch die Weichmacher, sodass diese Spritzen garantiert "festgehen"


Das war einmal vor vielen Jahren so. Wenn Spülmittel den Weichmacher aus dem Kunsstoff der Spritzen ziehen würde, dann dürfte man auch keine Plastikschüsseln damit spülen bzw. in die Spülmaschine geben.
In meinem gesamten Leben habe ich aber noch nie eine Plastikschüssel gesehen, die durch Spülen spräde geworden wäre, was ein Anzeichen dafür wäre, dass der Weichmacher herausgelöst wird.

Natürlich sollte man die Einwegspritzen immer kommlett leeren und anschließend gut mit Wasser ausspülen, dann kann man sie auch noch Jahre für die Moba nutzen.

Gruß aus Südmähren
Heidi
Moin,
ich benutze zum Schottern auch Weissleim-Wasser-Spüli-Gemisch und appliziere das mit einer Einwegspritze und 0,6 oder 0,9 mm Kanüle.
Ich träufle damit zielgenau 2-3 Tropfen in jeden Schwellenzwischenraum (nach Anfeuchten des lose verlegten Schotters mit Spüli-Wasser) und dann außen satt das verbleibende Schotterbett.
Funktioniert bisher auf meinen Modulen ohne Probleme.
Die Spritze und Kanüle spüle ich hinterher gut mit Wasser aus; trotzdem muss ich nach einer gewissen Zeit die Spritze und Kanüle ersetzen, da irgendwie der Kolben an manchen Stellen hängen bleibt...
Grüße,
Chris
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

In meinem gesamten Leben habe ich aber noch nie eine Plastikschüssel gesehen, die durch Spülen spräde geworden wäre, was ein Anzeichen dafür wäre, dass der Weichmacher herausgelöst wird.

Komplett spröde vielleicht nicht, aber oberflächenverändert ganz bestimmt. Insbondere bei dunkel gefärbtem Kunsstoff...

Gruß
Eglod


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