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THEMA: Gleismaterial: Arnold oder Roco/Fleischmann

THEMA: Gleismaterial: Arnold oder Roco/Fleischmann
Startbeitrag
GrafKrolock - 24.11.24 21:00
Hallo zusammen,

gerade beginne ich ja mit dem Bau einer größeren Anlage und habe dazu noch von früher allerlei Gleismaterial (neuwertig) von Roco inkl. aller nötigen Weichen.
Nun ist mir für wenig Geld ein Riesenpaket an Arnold-Gleismaterial in die Hände gefallen und ich frage mich, ob ich doch besser auf dieses zurückgreifen sollte. In beiden Fällen kommen vorwiegend Flexgleise zum Einsatz, entsprechend wäre auch eine Kombination möglich, und auch die abweichende Gleisgeometrie der Systeme ist sekundär.
Daher die Frage, wie Eure Erfahrungen sind. Vor allem in Sachen Zuverlässigkeit. Was sollte ich bevorzugen?

Gruß
Falco


Hallo Falco
..nimm das ungebrauchte Material und wirf Gebrauchtes weg!
Gruß Sven

Es ist nicht alles gebraucht. Speziell die Flexgleise sind unbenutzt.
Natürlich würde ich nichts abgeranztes einbauen wollen.
Hab auch noch jede Menge altes Gleismaterial von Trix und Roco, aber auch nur noch deswegen, weil ich denke ich könnte die noch für einen Schattenbahnhof brauchen. Mit den 15 Grad Weichen von Roco war ich immer zufrieden.

Ehrlich gesagt, im sichtbaren Bereich wollte ich keines mehr, auch nicht von Arnold. Tja ist aber immer auch eine Preisfrage.

Gruß Tom
Roco ist gut, Arnold (wenn es das neuere Material mit den braunen Schwellen ist) aber auch. Die Zuverlässigkeit hängt mehr von der Qualität der Verlegung als von der jeweiligen Marke ab. Meine Arnold Anlage funktioniert seit 35 Jahren. Je nachdem was Dir persönlich wichtiger ist (z.B. die durch die Brünierung von vornherein realistischeren Arnold Gleise), gibt das den Ausschlag für das eine oder das andere System. Und natürlich kannst Du auch beides kombinieren.

LG Mike
Arnold hat immer damit geworben, ihre Gleise seien weniger korrosions- bzw. schmutzanfällig aufgrund des anderen Profils. Im Gegensatz zu Roco haben die Weichen eine Stopp-Funktion, außerdem ist der nichtleitende Herzstückbereich sehr viel kleiner.
Dem gegenüber steht aber der Sachverhalt, dass ich die Roco-Weichen leichter mit Unterflurantrieb versehen kann, ohne auf der Platte eine Aussparung für den Antrieb ausschnitzen zu müssen.
Hallo Falco,
wenn es so ist, dass Du gerade eben neu mit etwas anfangen willst, dann halte jetzt erst mal inne und geniesse ein Entspannungsgetränk Deiner Wahl, oder sonstwas, was Deine Sinne schärft.
Auch wenn Du Gleise hast von Arnold oder Roco, dann heißt das nicht, dass Du damit in 2 Jahren noch zufrieden bist. Wenn doch, ist alles OK. Wenn nein, dann ärgerst Du Dich.
Weisst Du, was es sonst noch so gibt? Weichen, die schön sind und solche die funktionieren. Solche, die keinen Aufwand bedeuten und andere, die aufwändiger sind, aber besser aussehen und auf denen die Wagen und Loks nicht wackeln.
Hast Du höhere Ansprüche an die Optik oder soll einfach alles fahren, was in den Schacheln bereits schlummert?
Die Kosten für neue Schienen  sind bei einem nicht ganz billigen Hobby nicht das Entscheidende.
( Meine persönliche "leicht religiöse" Ansicht ist, dass Weichen keinen Plastikbereich im Herzstück haben sollten. Und auch keine Leitungsbleche für Radflansche. Im Foto oben: Finescale Code 40 nur so zum Zeigen: das braucht besondere Räder und ist etwas speziell, darunten Peco Code 55 und unten altes Peco Code 80 mit Plastikherzstück. Es geht nicht darum, Dir die Arnold oder Roco-Sachen madig zu reden...Nur lieber jetzt den Stachel setzen und Du entscheidest Dich jetzt oder bald so, dass Du Dich nicht später ärgerst...)
Ich drück Dir die Daumen für Deinen Weg
Klaus

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Danke Klaus, genau deshalb mache ich mir die Gedanken, bevor ich mit der Verlegung anfange. Sicherlich werde ich nicht nochmal alles neu kaufen, nur damit Neu draufsteht, zumal meine vor 30 Jahren gekauften und seitdem im Karton schlummernden Gleise und Weichen ja nagelneu sind. Nur kommt eben nochmal die gleiche Menge Arnold-Material rein, und da fängt man an zu überlegen.

Schönheit ist schön, nützt aber alles wenig, wenn die Züge nachher irgendwo hängenbleiben. Hier liegen auch ein paar hübsche 10-Grad-Weichen rum, aber was helfen die, wenn T3 und Köf drauf stehenbleiben? Von daher ist für mich Zuverlässigkeit das eindeutig wichtigere Kriterium, mal vielleicht davon abgesehen, dass ich die Antriebe versenken möchte.
Daher auch meine Frage, ob sich die Fabrikate bei ähnlichen Eckdaten (Radien >= R3 und 15-Grad-Weichen) was nehmen.

Edit: Deine abgebildeten Weichen sehen natürlich toll aus, aber entsprechend lang werden die Weichenfelder am Bahnhof. Das werde ich nicht unterbringen können.
Falco,
es ist wichtig, dass Du erzählst, was für Dich wichtig ist, sonst schreiben wir uns hier die Finger fusslig ohne Dir zu helfen.
Wenn Du was zur Zuverlässigkeit der Weichen wissen magst, wurde das schon 1000 Mal diskutiert, es hat aber im Prinzip jeder seine eigene Vorlieben. Die Fabrikate haben alle ihre Vor- und Nachteile. Die Funktion "-Durchsuchen" hilft. Das läßt sich nur schwer jedesmal neu aufrollen...
Die N-Fremo-Leute fahren gern störungsfrei und meist mit Peco Code 55 oder gar mit Eigenbau. Die von Dir angedeutete Fleischmann ex Roco 10° Weiche ist so ein technischer Kompromiss mit Blechen am Schienengrund, wo ein polarisiertes Herzstück (ja: das muss geschaltet werden) einen besseren Job täte. Es geht ohne, aber das klappt nicht stets. Bau Weichen so ein, dass Du sie später noch tauschen kannst.
Teppichbahner schwören auf Kato-Weichen.
Grüße Klaus

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Hallo Falco,
...Falsch:
Arnold kann. " Im Flur" mit Antrieben Kopfüber ähnlich Flm Piccolo oder Mtx betrieben werden.
Roco nicht.
Allerdings scheinen die Arnold das nicht zu wissen, denn praktisch alle Imflurantriebe der braunen Bauart haben bei mir den Geist aufgegeben und müssen nun aufwendig ersetzt werden.

Ich würde Fleiroc - Flex immer wieder im Sbf mit Mtx C80 - Weichen verbinden ( so ist es bei mir gebaut und geht wunderbar), und im Sichtbereich entweder Peco C55 oder Kato C80 wählen, ....auch wenn ich selbst brüniertes TilligC80 mit Piccolo C80 Weichen kombiniere.
Warum? Weil ich es kann.

Aber Arnold...
Irgendetwas hält mich davon ab, wie die Korrosion des Schwarzgleises (schwarze Schwellen) das ich Anfang der 90iger verbaute. Es lässt sich nicht löten und tatsächlich...es rostete, weil ich es löten wollte und letztlich doch Neusiberverbinder brauche um den Übergangswiderstand gegen "frische Spannung" zu überlisten.

Weitere Sprüche dazu in den soeben abgelaufenen "Witzfäden C55 vs C80".

Gruß Sven
Roco geht schon unterflur, da gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Man nutzt den originalen Roco Unterflurantrieb, wenn man ihn auf dem Markt noch erhält (habe einige geschossen)
2. Man nutzt meine selbstkonstruierten Teile aus dem 3D-Drucker, um aus dem normalen Antrieb einen Unterflurantrieb zu bauen und den unter der Platte anzuschrauben
3. Man tauscht die Antriebe links/rechts inkl. der Stellschwelle und gefährlichem Häkchenbiegen und versenkt die Antriebe analog Arnold oder Minitrix in der Platte

Alles drei geht, aber Lösung 3 erfordert eben auch das Ausfräsen der Platte, was bei 1 und 2 entfällt, wo nur ein Loch vonnöten ist.

Tatsächlich ist mir der von Dir angesprochene Punkt aber auch aufgefallen: Arnold-Gleise sind offenbar aus Stahl und können rosten. Einige der Exemplare hier aus dem Fundus haben in der Tat dieses Schicksal erlitten, und das nicht zu knapp.

Aus Platzgründen kann ich sehr schlanke Weichen wie Peco nicht wirklich gewinnbringend einsetzen. Wie gesagt: Wichtiger als "muss möglichst original aussehen" ist ein zuverlässiger Betrieb.
Hallo Falco,

es gibt auch noch andere Weichenantriebsmöglichkeiten:
- Zweispulenantriebe von unabhängigen Herstellern (mir fällt Glöckner ein)
- motorische Antriebe (Fulgurex, Conrad, MTB)
- Servos
- zur Vollständigkeit: Einspulenantriebe, wie sie bei Kato oder Tomix verbaut werden
Meistens sind diese Alternativen günstiger als die Originale...

Viele Grüße
Michael
Hallo  Falco
Möchtest Du digital fahren?
Lg Peter
Nein, rein analog. Ggf. noch mit E.M.S., da hier noch zwei Loks und ein Steuergerät rumliegen.
Ok, dann sollte es keine Probleme geben, bedenke aber bitte, das, solltest Du mal digital fahren wollen, es Arnold Weichen gibt, die im Digitalbetrieb aufgrund zu langer Zungenschienen Kurzschlüsse verursachen. Das hängt mit dem früher etwas breiteren Radsatzmaß von Arnold zusammen.
Lg Peter
Hallo Falco,

Versuch macht kluch ...

Ich hab bei meinem ersten Bahnhof (ein offenliegender Schattenbahnhof, also eher Speicherbahnhof) Weichen von Arnold, Minitrix und Fleischmann verbaut, um Erfahrungen zu sammeln.
Das war aber alles nicht so der Hit, die Arnoldgleise rosteten, eine Minitrix-Weiche hatte Probleme, sauber umzuschalten und auf der Fleischmann-DKW kam es immer wieder zu Entkupplungen mit der Profi-KK.
Und ähnliche Probleme mehr.
Und man musste immer mit viel Schwung über die Weichen fahren. Bei MT und Fl wegen den isolierten Herzstücken und bei Ar wegen dem Rost.

Meinen nächsten Bahnhof, ein Endbf am anderen Ende der Strecke, baute ich mit Peco, weil es mir bei Roco zu kompliziert war, einen Antrieb unterflur zu montieren und weil diese Roco-Weichen ebenfalls isolierte Herzstücke hatten.

Im Einfahrbereich verbaute ich Peco-Large (natürlich Electrofrog und C55), damit die 26,4m-Wagen sich optisch gefällig über die Weichen schlängeln, im hinteren Bereich, wo nur die Loks umsetzen und (kurze) Güterwagen rangiert werden, verbaute ich Peco-Medium (natürlich ebenfalls Electrofrog und C55), um Platz zu sparen.

Ich bin sehr zufrieden damit, will aber nicht verschweigen, dass mich stört, dass auch bei den Peco-Weichen die Radsätze ins Herzstück plumpsen, weil die Rillenbreite zwischen Flügelschiene und Herstuckspitze einfach zu groß ist. (Wie bei MT und Fl auch.)

Peco kann es besser. Kauft Euch mal spaßeshalber eine H0e-Weiche aus neuerer Produktion. Dort ist die Rillenbreite normgemäß (NEM ...) und es ist ein Traum, wie hier die Radsätze drüberrollen, ohne in die Herzstücklücke zu kippen.

Ich kann also Klaus @gusbajer in #6 nur beipflichten.

Viel Erfolg ...

Edit: und um die Sache rund zu machen: kauf' dir neben einer PECO-Large und einer PECO-Medium vielleicht noch eine KATO-Weiche und eine TOMIX-Weiche und mach' damit mal einen Versuchsaufbau, gerne auch mit deinen vorhandenen Weichen.
Dann kannst du ausgiebige Fahrversuche machen (mit verschiedenen Loks und 26,4m-Wagen) und sehen, welches Fabrikat dir am besten gefällt.

Falco, bzgl,Arnold: wenn das Zeug rostet, dann ist es aus der älteren Produktion mit schwarzen Schwellen -> wirf es weg.
Meine Anlage steht seit 35 Jahren auf dem Dachboden eines 350 Jahre alten Hauses und es rostet nichts.
Die Brünierung empfinde ich als praktisch, da sie das „Altern“ sehr einfach macht. Den Schienenkopf zieht man danach 1-2x mit dem Rubber ab, dann ist dort die Brünierung weg und das leitende Metall liegt frei, siehe Foto. Die Schienen verschmutzen tatsächlich viel langsamer als z.B. Minitrix.
Weichen: ja, man muss einen Ausschnitt in die Platte für den Unterflur Antiebsägen. Ich habe den Antrieb dann mit doppelseitigem Klebeband abgedeckt und dieses dann geschottert. Ein Austausch des Antriebes dauert so ca. 15Minuten. Manche Weichen mögen es nicht, wenn man die Antriebe umgedreht dransteckt, da muss man dann vorsichtig an der stellzunge nachbiegen. Auch darf man die Weiche nicht festnageln o.ä., dann biegt sie sich über das Bodenblech, liegt mit Spannung auf und schaltet dann evtl. nicht richtig… das Problem hat z.B.Minitrix auch.
Es gibt praktisch keinen nicht leitenden Bereich bei den Weichen, auch kleine Loks fahren zuverlässig drüber. Aaaber: es gibt tatsächlich einige (sehr wenige!) Wagons die diese Weichen nicht mögen, z.B. die hervorragend detaillierten Modelbahn-Union Kesselwagen. Die fallen gerne in das Zungenblech hinein und entgleisen.
Die Optik dieser Weichen empfinde ich (!) nach (!) dem Einschottern als akzeptabel, aber ich bin ja auch nur Spielbahner mit leichten Scale Ambitionen 😉 Tatsächlich emofinde ich den Unterschied zu Code 55 nach dem Einschottern als nicht soooo gross, da man ja fast immer von oben draufschaut und nicht genau von der Seite.

Insgesamt würde ich für eine fest verbaute Anlage, wenn ich Vor- und Nachteile gegeneinander abwäge, entweder zu Peco code 55 greifen (mit dem deutlich erhöhten Aufwand bei der Verlegung, speziell der Herzstück Polarisation) oder tatsächlich wieder Arnold verwenden… dann aber nur einwandfreies Material aus später Produktion mit braunen Schwellen.

Ich hoffe, das war jetzt eine differenzierte Meinung, basierend auf echten Erfahrungen 😎

LG Mike

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Hallo Falco, ich habe im Februar eine kleine Anlage 140x60 mit meinen alten Arnoldgleisen begonnen. Hatte auch noch zwei Packungen neuer Flex-Gleise (braune Schwellen) über.
Anfangs war nur analog geplant, nach Umstieg auf digital habe ich mittlerweile alle Weichen nochmals rausgerissen und durch neuwertige  Arnold-Weichen mit langen Zungen ersetzt (vor allem wegen Kurzschlüssen bei digital).
Mittlerweile ist ein sauberer Fahrbetrieb möglich, aber einige Loks wackeln bei der Überfahrt der Weichen doch sichtbar, insbesondere auf Weichenkombinationen beim Spurwechsel.
Auch hatte ich mehrfach Probleme mit fehlendem Kontakt bei den Schienenverbindern von Arnold.
Und jetzt wo es im Raum wieder kälter wird musste ich feststellen dass bei aneinandergereihten Flexgleisen an  den Schienenstößen Lücken von 2-3 mm auftraten!
Diese Gleise hatte ich im Sommer neu verlegt, Durch die wärmere Umgebung waren die Schienen über die Länge gedehnt, bei den jetzigen niedrigeren Temperaturen ziehen sie sich wieder zusammen. Hab sie also im “kalten” und “gestückelt” neu verlegt, sollte jetzt passen. Wäre mir lieber ich könnte die Gleise löten, aber das geht mit Arnold ja nicht.
Mein Fazit: Auch wenn die Anlage jetzt gut funktioniert und mir die Arnoldgleise aufgrund ihrer Brünierung und Zuverlässigkeit immer gefallen haben, es ist doch ein sehr altes und obsoletes Gleissystem.
Könnte ich nochmal neu starten würde ich jetzt eher zu Roco tendieren (oder gleich in ein modernes Gleissystem investieren)..

Gruß Stephan
Stephan & Falco,

kleiner Tip für die Schienenverbinder, wenn die mal nicht mehr so richtig leiten sollten:

1. Einsprühen mit Tuner 600 von Kontakt Chemie. Danach funzt es wieder
2. von oben über das Gleis mit einer kleinen Kramponzange drübergreifen und etwas zusammenquetschen. Auch danach funzt es wieder
3. Den Schienenverbinder immer von unten aufrauhen und eine Gleiseinspeisung anlöten. Dann hat man immer Strom, entweder vom einen odervom anderen Gleisende.

LG Mike
Hallo Mike,
deine Punkte 2 und 3 habe ich genau so angewendet.
Punkt 1 werde ich mal in Betracht ziehen, falls nochmals Kontaktprobleme auftreten sollten. Danke für den Tipp. Man kann die Verbinder ja nicht beliebig oft quetschen.

Gruß Stephan
Oder notfalls jeweils ein stecknadelkopfgroßes Stück Kupferleitpaste (aus dem Autozubehör) zwischen die Schienen und in den Hohlraum der Schienenverbinder applizieren.

Bei Peco hatte ich allerdings noch nie Probleme mit den Schienenverbindern, weil 1) fester Aufbau der Gleise und
2) bei Flexgleisen sowieso nicht so viele Schienenverbinder anfallen (und es sich eh empfiehlt, jedes zweite lange Flexgleis mit Strom zu versorgen)

Hallo,

um Arnold-Antriebe umgedreht versenkt einzubauen braucht man keine Grundplatte bzw. Trassenbrett ausfräßen
oder "ausschnitzen".Habe auf dieselben dieses hellgrüne 1,8mm dicke Material das man unter Fußbodenlaminat
verlegt geklebt,und darauf noch 3mm Kork.Das macht zusammen 4,8mm die sich mühelos mit einem Teppich-
messer aussparen lassen.Das gilt natürlich nur für die flachen Arnold-Antriebe.

mf Gruß
Werner V.
Die Diskussion passt ja super, ich stehe vor einem ganz ähnlichen Problem.

Die Arnold-Weichen sind wohl einfach am zuverlässigsten für einfach einbauen und fertig. Keine Plastikherzstücke, kein Nachpolarisieren etc. So sind zumindest meine Eindrücke. Die Gleise hingegen ärgern mich bzgl. der Einspeisung.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

3. Den Schienenverbinder immer von unten aufrauhen und eine Gleiseinspeisung anlöten. Dann hat man immer Strom, entweder vom einen odervom anderen Gleisende.


So habe ich das gemacht, aber bekomme es irgendwie nicht hin, dass mir dann nicht eine Schwelle verloren geht. Damit habe ich bei allen Einspeisestellen (= jede Gleisverbindung) diese hässlichen Löcher drin. An die Schienen löten kann ich ja nicht wegen des Materials. Es gibt zwar wohl besonderes Lot, aber nie getestet.

Daher meine Frage: ich möchte zuverlässige betriebssichere Weichen, die einfach zu verlegen sind ohne Aufwand. Dazu dann Schienen, die sich löten lassen. Gerne auch nur Flexgleise. Gibt es was oder muss ich bei der Arnold Kombi bleiben? Danke!
@ 22: das Kabel zur Seite wegführen, dann geht keine Schwelle verloren. Siehe Foto; man kann es natürlich auch nach innen statt nach aussen wegführen. Hier sieht man auch gleich den Unterschied zu einer neuen Peco Code 55 Weiche.

Du könntest natürlich auch problemlos die Arnold Weichen mit jedem konventionell lötbaren Code 80 Gleis kombinieren, dann hättest Du die Einspeisung nur an den Weichen. Ich persönlich finde allerdings gerade das Arnold Flexgleis sehr realistisch.

LG Mike

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Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

@ 22: das Kabel zur Seite wegführen, dann geht keine Schwelle verloren. Siehe Foto; man kann es natürlich auch nach innen statt nach aussen wegführen. Hier sieht man auch gleich den Unterschied zu einer neuen Peco Code 55 Weiche.

NMike hat folgendes Bild angefügt:
2411/23540-1426060-232327-IMG_9514.jpg von NMike   #23



Danke, ich meinte diese kleinen "Klammern" in denen die Schiene mit den Schwellen verbunden sind. Die muss man ja zwangsläufig wegschneiden sonst bekomme ich den Verbinder nicht drunter geschoben. Sieht man auch im Bild, das die fehlen. Anders geht es aber nicht oder?
Die Kleineisen - Nachbildungen sind eigentlich an jeder Arnold Schiene - ob Flexgleis oder nicht - im Bereich der Schienenverbinder ausgespart. Du könntest sie nachträglich mit einem Weissleimpunkt wieder simulieren und diesen dann rostfarben streichen.

LG Mike

Hallo Michael #22,

an die Arnold Schienenverbinder läßt sich mit Elektroniklot die Einspeiselitze problemlos anlöten,wenn man die
Schwarzbrünierung mit einem Glasfaserstift abreibt.Und wenn Du zum anlöten eine sogenannte "dritte Hand"
zum einklemmen von Schienenverbinder und Kabellitze verwendest, ist es nicht einmal eine "Fummelei".

mf Gruß
Werner V.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Kleineisen - Nachbildungen sind eigentlich an jeder Arnold Schiene - ob Flexgleis oder nicht - im Bereich der Schienenverbinder ausgespart. Du könntest sie nachträglich mit einem Weissleimpunkt wieder simulieren und diesen dann rostfarben streichen.


Geniale Idee!

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

an die Arnold Schienenverbinder läßt sich mit Elektroniklot die Einspeiselitze problemlos anlöten,wenn man die Schwarzbrünierung mit einem Glasfaserstift abreibt.


So habe ich es gemacht und klappt wunderbar. Aber die Schiene selbst lässt sich nicht normal löten, abreiben funktioniert da auch nicht. Es gab mal irgendeinen Beitrag mit einem Speziallot, mit dem es klappen soll. Das meinte ich.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Daher meine Frage: ich möchte zuverlässige betriebssichere Weichen, die einfach zu verlegen sind ohne Aufwand. Dazu dann Schienen, die sich löten lassen. Gerne auch nur Flexgleise. Gibt es was oder muss ich bei der Arnold Kombi bleiben?


Zurück zur eigentlichen Frage/Feststellung: Arnold Weichen (die mit den zwei gestanzten Löchern) sind die zuverlässigsten und am einfachsten einzusetzenden Weichen und eine Kombi mit anderen Gleisen geht halt nicht, richtig?
Hallo Michael #27,

ja an Arnold Schienenprofiele läßt sich fast nicht löten,vor allem wenn die aus rostfreien Stahl sind.Das kann man testen wenn Du einen Magneten daranhälst,der zieht da fast nicht an gegenüber rostenden Stahl

mf Gruß
Werner V.

@27: ich denke schon dass Du die Arnold Weichen mit jedem anderen Code 80 Flexgleis kombinieren kannst. Du musst dann halt nur mit Trennscheibe und Gummipolierer arbeiten, um die unterschiedlichen Schienenköpfe anzupassen (Arnold = oben abgerundet, Minitrix z.B. hat ein oben flaches Profil)

LG Mike
Heute am 2.Feiertag hatte ich Zeit und habe mal die Anlage durchgemessen. Es kursieren ja die wildesten Gerüchte darüber dass das Arnoldgleis rostet und pro Meter 1-2 Volt (!) an Spannung verliert.

Ich habe 1988 mit dem Bau der Anlage begonnen, damals gab es schon die braunen Schwellen und die neueren Weichen mit den flachen Antrieben. Die Schienen wurden mit ein bisschen Tamiya Acrylfarbe „rost“ gealtert und der Schienenkopf wurde mit einem Rubber blank poliert (debrüniert). So sehen sie von oben, in einem Blickwinkel von ca. 45 Grad, genau so aus wie die Schienen der Bahnstrecke vor meiner Haustür. Wie gesagt, der einzige Rost den ich habe ist der von Tamiya. Nach jetzt 36 Jahren!

Die Flexgleise sind ca. 70cm lang und verlieren vom einen zum anderen Ende überhaupt keine Spannung. Was Spannung verliert, sind die Schienenverbinder wenn sie keine angelötete Stromversorgung haben. Einfach dadurch, dass die Gleise sich im Sommer ausdehnen und im Winter zusammenziehen, und die Verbinder deshalb „arbeiten“. Sofern man aber nach ca. 3-4 Gleisverbindungen wieder eine Einspeisung anlötet, bleibt die Spannung konstant. Ich habe ein ca. 10m langes, teilweise verdecktes Stück wo ich damals keine zusätzlichen Einspeisestellen angebracht habe. Dort ist tatsächlich ein Spannungsabfall von einem Volt zu messen. Das kommt aber vom Mangel an Einspeisestellen und das Problem hätte ich bei anderen Gleissystemen auch.

Zu den Weichen: Vorbildtreue ist relativ. Aber auch im Original werden heutzutage Federzungenweichen mit beweglichen Herzstücken verbaut. Gelenkweichen (wie sie ja von praktisch allen anderen Herstellern angeboten werden) gibt’s eigentlich kaum im Original. Und wenn man sich die Enden der Federzungenweichen im Original mal so anschaut, ist die Arnold Blechzunge da garnicht so verkehrt.

Der riesengroße Vorteil ist aber die absolut sichere, verdrahtungsfreie Herzstückpolarisierung. Nichts bleibt stehen! Und natürlich keine Kurzschlüsse durch Radsätze im Herzstückbereich.. Alleine das ist im täglichen Betrieb und beim Bau so praktisch, dass es eigentlich alle anderen Nachteile kompensiert.

Wenn man die Stopfunktion der Weichen benutzt, kommt es im Laufe der Jahre manchmal hinter den Weichen zu einem Spannungsverlust, da die Spannung ja über das rotierende Herzstück geschaltet und übertragen wird und sich in diesem Bereich ggf. Staub und Oberflächenkorrosion absetzen. 10-20x hin- und herschalten beseitigt das Problem. Die Weichen lassen sich übrigens mit einer Stecknadel manuell von oben schalten, wenn man die kleine Feder für den E-Antrieb damit betätigt (falls der E-Antrieb mal nicht mehr will).

Fazit: Nur die neueren Gleise mit den braunen Schwellen verwenden, jeden 2. oder 3. Schienenverbinder zur Einspeisung mittels angelötetem Kabel verwenden, und die Weichen oft schalten. That‘s it! Dann hat man ein immer noch zuverlässiges und gut aussehendes Gleissystem.

Eigentlich ist es peinlich, dass uns die Modellbahnindustrie nach so vielen Jahrzehnten immer noch kein wirklich besseres Gleissystem anbietet 🤷🏽‍♂️ (ausser Kato, aber das sieht halt ohne deutlichen Mehraufwand nicht so gut aus)

LG Mike



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Moin @Mike
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es kursieren ja die wildesten Gerüchte darüber dass das Arnoldgleis rostet und pro Meter 1-2 Volt (!) an Spannung verliert.


ich möchte jetzt gar kein Öl ins Feuer gießen, aber einen "Spannungsabfall" kannst du nur messen, wenn auch ein Strom fließt.
Ich nehme an, du hast einfach dein Meßgerät an die Schienen angeschlossen und die Spannung gemessen. Das wird in Ruhe immer gut aussehen.
Aber: ich glaube an diese pauschalen Aussagen auch nicht, weil nicht dazugesagt wird mit welchem Strom die Schienen belastet waren.
meint
Günter
Günter, es lagen 4,8V an während die Kato Nohab 10 Vierachser über die Strecke zog. Arnold Trafo Stellung „50“, da fährt sie schön vorbildgerecht.

LG Mike
Moin Mike,
ok, die Angabe fehlte oben, aber s.o. ich wollte keine Feuer ins Öl gießen. Und ebenfalls s.o. ich glaube an die pauschalen Aussagen nicht.
Und ergänzend: wenn du damit zufrieden bist, ist der einzig Wichtige damit zufrieden! Und nur das zählt!
LG
Günter
Hallo Falco,
ich habe vor Jahren eine Anlage mit Arnold-Gleisen betrieben. Ja, man kann die Schienen löten, wenn die Brünnierung an der Lötstellen entfernt wird. Spätestens mit Lötwasser lassen sich Zuleitungen zuverlässig verbinden. Vorsicht, das Schienenmaterial fing bei mir tatsächlich an zu rosten, wenn die Lötmittel nicht sehr sorgfältig entfernt wurden.

Die abgerundeten Schienenköpfe haben im Betrieb durchaus ihre Vorzüge. Direkt von oben betrachtet sehen Arnold Gleisanlagen durch den schmalen Schienenkopf m.E. filigraner aus als das Material vieler Konkurrenzprodukte. Von der Seite ... naja ... C80 halt. Die Weichen waren relativ zuverlässig, wenn sie häufig und regelmäßig geschaltet wurden. Die elektrischen Schaltkontakte neigten sonst leider zur Oxydation und musten nach längeren Betriebspausen gereinigt werden. Mit der Zuverlässigkeit der DKW war ich nicht zufrieden.

Weichen von Fleischmann und Roco habe ich vor länger Zeit mal getestet. Vielleicht hatte ich Pech, aber die Zungengelenke aller mir damals angeschauten Weichen waren so wackelig, dass ich damit nicht bauen wollte. Mag sein, dass sich solche Probleme heute erledigt haben.

Ich bin dann irgendwann auf den Selbstbau der Gleisanlagen mit C40- bzw. C55-Profilen umgestiegen. Für mich persönlich käme von den Industrieprodukten nur Peco zum Bau einer stationören Anlage in Frage. Aber seit ich mir den Selbstbau erarbeitet habe, will ich nichts anderes mehr.

LG
Hubert
Hallo zusammen,

nun ja, ich habe den Bau jetzt mit dem vorhandenen Roco/Fleischmann-Material unter Hinzunahme einiger neu erworbener Weichen (10 Grad) begonnen, werde aber im BW und im Nebenbahnbereich auch das Arnold-Material nutzen (meine Drehscheibe ist eh von Arnold). Bezüglich der Zuverlässigkeit wird dann der Dauerversuch zeigen, wie es sich verhält. Dass die Profilschienen schnell versiffen und alle Nase lang gereinigt werden wollen, war schon auf einem Test-Parcours zu beobachten. Arnold hat da mit ihrem Rundprofil die Nase vorn.
Die Arnold-Weichen aus dem erworbenen Konvolut sind tatsächlich durchgängig die älteren mit der kurzen entgleisungsträchtigen Zunge (aber flachem Steckantrieb), auch das war ein Grund, jetzt primär die Roco-Weichen einzusetzen.

Zum Rost: Dass Edelstahl nicht rostet, ist ein Gerücht. Tut es zwar unter normalen Bedingungen nicht, aber wer das Material im Keller lagert und noch die eine oder andere Chemikalienflasche in der Nähe hat, speziell Salzsäure, kann sehr wohl sehen, dass sich Rost bildet. Ist auch bei meinen Konvolut-Arnold-Schienen teils der Fall, und das gar nicht zu knapp. Legt man sie einen Tag in Phosphorsäure ein, bekommt man sie entsprechend auch wieder entrostet. Es handelt sie hierbei wiederum nicht um Uralt-Gleise aus den 70ern, sondern die bekannten brünierten mit den braunen Schwellen aus den 80ern.

Die Einspeisung würde ich alle ca. zwei bis drei Meter über an die Verbindungsstücke angelöteten Draht machen. Das sollte reichen. Neben Weichen kommen fast ausschließlich Flexgleise zum Einsatz.

Gruß
Falco

Hallo Moba-Gemeinde,

nur Stahl mit hohem Legierungsbestandteil an Chrom,Nickel und Molybdän sind rostfrei.An Chrom braucht
es etwa 14 % dazu.War 40 Jahre Reparaturdreher bei Fa.EMUGE Präzisions-Gewindeschneidwerkzeuge.
https://www.youtube.com/watch?v=cx5AYiyPFhI&t=6s

Werner V.



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